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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbe bekennen
Der Roman "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig ist für mich im bunten Bücherherbst das farbenprächtigste Wortgemälde, ein Glücksfall:
Glücksfall deshalb, weil es dem Autor gelingt, das Florenz der Renaissance aufzuerwecken und den Leser mitzunehmen in den
von Lorenzo de` Medici- dem Förderer der schönen...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2002 von Margot Klein

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historisch gut, doch die Spannung lässt nach!
Der Anfang geht spannend los, doch leider endet die Spannung zur Mitte des Buches. Ab da wird es mühselig und langweilig. Die ständigen Predigten von Girolamo haben mich einfach nur ermüdet und mir verging die Lust am Lesen. Nervig sind auch auf jeden Fall die beiden ständig wiederholenden Sätze "Nichte, schöne Nichte" (sagt Filippo immer zu...
Veröffentlicht am 21. November 2005 von Doris K.


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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbe bekennen, 7. Oktober 2002
Der Roman "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig ist für mich im bunten Bücherherbst das farbenprächtigste Wortgemälde, ein Glücksfall:
Glücksfall deshalb, weil es dem Autor gelingt, das Florenz der Renaissance aufzuerwecken und den Leser mitzunehmen in den
von Lorenzo de` Medici- dem Förderer der schönen Künste und der Wissenschaften-"lichtdurchfluteten Palast Florenz", aus dem der lebensverneinende Bußprediger Savonarola rigoros das "Licht" vertreibt, da er das farbenprächtige Florenz in ein
graues, heilig-nüchternes Laienkloster verwandeln möchte.-
In diesem Spannungsbogen der Kontraste kann man den interessanten philosophischen Disputen der Gelehrten am Hofe der Medici lauschen, Botticelli beim Malen zusehen, Leonardo da Vincis Eitelkeit erkennen, sich unter den Predigthieben Savonarolas ducken, fühlen, wie sein Angstapparat greift.
Noch hautnaher wird diese Zerreißprobe, indem die Machtgeschichte in den Lebensbereichen von drei Frauenfiguren gespiegelt wird:
Laodomia, Sympathieträgerin und eigentliche Protagonistin des Romans, deren Wege sich schicksalhaft und kontrastierend mit denen von Savonarola kreuzen- vom Autor reich mit Empathie ausgestattet- nimmt uns mit auf den schwierigen Weg durch ihr Lebenslabyrinth, auf ihre Suche nach Liebe und menschlicher Nähe. Dabei kann man auch die tragende Freundschaft zwischen den starken Frauen bewundern , und an manchen Stellen möchte man die Vierte im Bunde sein.-
Mir hat auch gefallen, dass der Autor keine Schwarz-Weiß-Zeichnungen vornimmt, auch nicht bei dem finsteren Savonarola;
dass er einen weiten Erzählraum schenkt, in dem man achtsam und kreativ viele Bilder entdecken, entschlüsseln und spiegeln kann; dass man sich in die Figuren hineinversetzen und ihnen nachspüren kann; dass er auf genaue historische Fundamentierung
geachtet hat.
Dabei zeigen Form, Inhalt und Sprache eine kunstvolle Einheit, erzählerisches Talent; wobei der Autor es versteht, wortschöpferisch die Figuren zu gestalten, die Tonart passend zum Sujet zu wechseln, poetisch-realistisch zu erzählen oder durch dichte Bilder die Welt zu repoetisieren und uns auf verschiedene Erzählebenen zu heben, immer die Kontextualisierung beachtend.
Als ich zum Schluss aus dieser spannenden Zeitreise wieder auftauchte, bedauerte ich, schon am Ende der Geschichte angelangt zu sein und wünschte mir einen Fortsetzungsroman über Laodomia und ihren Geliebten Rudolpho in Venedig.
Entlassen ist man aber noch lange nicht aus diesem Buch:
Es wirkt in das Leben nach ,und das ist gut so.
Zum Schluss bleibt noch, sich in die Rolle des verneigten Lesers zu begeben und das farbenbekennende Wortwerk zu würdigen:
Möge es viele Menschen erreichen und seinen wohlverdienten Bestsellerplatz im bunten Bücherherbst ernten.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Geschichtsroman, 17. März 2004
Tilman Röhrig, bekannt für seine äußerst fundierten historischen Romane (etwa: "Übergebt sie den Flammen") hat hier das Zeitalter der Medici im Florenz des Jahres 1470 packend und fesselnd geschildert. Für mich ist dies der beste Roman über die Renaissance seit langem. Im Mittelpunkt der farbigen Handlung stehen Lorenco und Giuliano di Medici, die Herren von Florenz, deren letzte Gegner gerade hingerichtet worden sind und der berühmte Mönch Savonarola, ein Mann, der mich immer an Chomeini oder den alten Borge aus Ecos: "Der Name der Rose" erinnert.
Ich muss sagen: dies ist einer der besten historischen Romane, den ich gelesen habe. Man fühlt sich in das Alltagsleben in dieser Zeit hineinversetzt, die eben nicht nur die Zeit der Renaissance, sondern auch die des Mittelalters gewesen ist - und auch, wenn man an die aktuelle politische Situation der Bedrohung durch religiöse Fundamentalisten und Terroristen denkt - meines Erachtens erstaunliche Parallelen zu unserem beginnenden 21. Jahrhundert darstellt.
Die Medicis, nach ihren eigenen Worten, das "Salz von Florenz", denken äußerst machtbewußt und handeln im wahrsten Sinne des Wortes pragmatisch und daher "modern" - wie es Macchiavelli in seinem äußerst realistischen Buch: "Der Fürst" - ungefähr zur selben Zeit entstanden - ebenfalls vermittelt hatte. Gegen ihr nüchternes pragmatisches Weltbild stellt sich Savonarola, der mit allen Mitteln fanatisch als Prophet gegen Lorenco den Prächtigen ankämpft und dessen Ziel es ist, in Florenz das Königreich Christie zu errichten.
Diese politische Geschichte wird "erlebbar" durch das Schicksal dreier Frauen: des jungen Mädchens Laodomia Strozzi aus Ferrera, die Savonarola als junger Student liebt. Sie jedoch weist ihn zurück, da sie sich von ihm nicht täuschen lässt: sie will sich ihr Leben - und das Leben ihrer Freundinnen, der Magd Petruschka und Fioretta, nicht von dem neuen Prediger Fra Girolamo, dem späteren Savonarola, vorschreiben lassen.
Röhrig beschreibt die Charaktere lebensecht und packend. Seine Sicht ist die der "kleinen Leute". Er hat das unbestreitbare Verdienst, in seinen Werken - er erhielt häufig Preise, unter anderem auch den Deutschen Jugendliteraturpreis - Geschichte erlebbbar und spannend zu gestalten.
Vergleichbar nur mit: "Die Säulen der Erde" von Ken Follett oder "Die unseligen Könige" von Maurice Druon konnte ich mich von diesem Roman und seinen Gestalten nicht mehr losreißen. "Der" Renaissanceroman für mich, dem ich viele begeisterte Leser wünsche.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste Gottesstaat der Geschichte, 6. Oktober 2002
Dieses Buch fasziniert und fesselt bis zur letzten Seite. So eindringlich und tief tauchte ich als Leser in eine Zeit, von der ich - das weiß ich jetzt - fast gar nichts wusste: Hochrenaissance in Florenz, in der Toskana, in Rom.
Hier wurde im 15. Jahrhundert unsere Zeit entscheidend fundiert und geformt von Künstlern, Philosophen, Wissenschaftlern, von der Kirche.
Wer sind die Hauptfiguren?
Vordergründig ist es die Familie der Medici, die von sich sagen: „Wir sind das Salz von Florenz". Denn ihr Handeln und ihr Wirken machen Florenz zum sinnenfrohen und farbenprächtigen, gleichwohl wirtschaftlich starken Mittelpunkt.
Doch in der Tat sind es die Frauengestalten, die Tilman Röhrig so besonders differenziert und stark geschaffen hat und eingreifen lässt: „Denkt daran, nicht die Männer, wir Frauen, wir sind das wahre Salz von Florenz."
Atemberaubend, ja wirklich beklemmend ist der große Gegenspieler: Girolamo Savonarola, der Dominikanermönch. Ihm gelingt es, in Florenz in kürzester Zeit den ersten Gottesstaat der Geschichte durchzusetzen, einen christlichen (!): mit absoluter Macht und Unterwerfung, mit Bespitzelung und Kinderpolizei, mit Reinheit im Geiste und im Besitz („Scheiterhaufen der Eitelkeiten"). Fast gelingt es ihm.
Jeder Besucher von Florenz kann noch heute auf der Piazza della Signoria eine Bronzeplatte betreten, die den Ort bezeichnet, an dem dieser fanatische Prediger 1498 am Himmelfahrtstag als Ketzer verbrannt wurde.
Dieser historische Roman ist mehr „nur" erzählte Geschichte. Das ist er allemal und darüber hinaus mit reichem Faktenwissen und exakter Einordnung in die Zeit.
Tilman Röhrig ergreift diese Zeit, macht dabei Menschen und ihr Handeln so einfühlsam und differenziert lebendig, dass wir für das Heute die Botschaft spüren müssen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillantes Salz von Florenz, 6. Oktober 2002
Brillant und spannend geschrieben möchte man den neuen Roman von Tilman Röhrig nicht mehr aus der Hand legen.
Beim Lesen schmeckt man förmlich das "Salz" auf den Lippen, taucht ein in die historische Dramatik von Florenz im 15. Jahrhundert, erschrickt ob der politischen und kirchlichen Machtkämpfe, lernt Zusammenhänge zwischen Historie und persönlichen Verletzungen und Machtgier verstehen und leidet mit den hautnah beschriebenen Charakteren.
Besonders einfühlsam schildert Tilman Röhrig die Gestalt von Laodomia und zeigt an ihrem Schicksal die schwierige Rolle der Frau in der herrschenden Gesellschaftsstruktur. Aufgewühlt verfolgt man ihren Lebensweg mit.
In diesem Buch vereint Tilman Röhrig in höchstem Maß sein Talent zur Beschreibung historischer Fakten mit seiner unter die Haut gehenden Kunst des Erzählens.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Roman, 11. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir sind das Salz von Florenz: Historischer Roman (Taschenbuch)
Bereits zum zweiten Mal habe ich "Wir sind das Salz von Florenz" gelesen und bin immer noch begeistert von diesem spannenden Roman von Tilman Röhrig, der in einer klaren, wunderschönen Sprache mit tief einprägenden Bildern Geschichte lebendig darstellt. Die Zeit der Medici, Kultur und Politik, Religion und Fanatismus werden fundiert und anschaulich geschildert.
Seitdem es diesen Roman auch als Taschenbuch gibt, habe ich ihn schon mehrfach verschenkt. Jeder war begeistert und teilte meine Meinung über diesen grandiosen Roman, der nicht nur in die Vergangenheit führt, sondern auch zum Nachdenken über unsere Zeit, über unsere eigene Geschichte anregt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Savonarolas "Kinder-Gestapo" verbreitet Angst und Schrecken, 10. November 2004
Von 
Amazon Kundenrezensionen "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind das Salz von Florenz: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ein historischer Roman mit fast 900 Seiten - wie schafft man ihn?Leicht, ganz leicht - selten habe ich so einen spannenden (historischen) Roman wie diesen gelesen!
Im Wesentlichen geht es in diesem Buch um die beiden letzten Jahrzehnte der florentinischen Geschichte des 15. Jahrhunderts: von der Pazzi-Verschwörung (1478) bis zur Zerstörung des Gottesstaates von Savonarola samt seiner "Kinder-Gestapo" (1498).
Ist man historisch interessiert, ist einem manches historische Detail nicht neu - und trotzdem versteht es der Autor, eine unheimliche Spannung aufzubauen (und diese auch bis zun Schluss durchzuhalten). Neben den bekannten Geschlechtern (Medici, Pazzi, Strozzi...); den großen Gelehrten und Künstlern (Poliziano, Botticelli, Leonardo da Vinci...), den großen Fanatikern (Savonarola...) sind es vor allem die Frauenfiguren, die diesen Roman so interessant machen: ihr Leben, ihr Schicksal durchzieht wie ein roter Faden das Werk. Drei (sehr konträre) Frauen seien hier genannt: Laodomia Strozzi; Fioretta, ihre Freundin - und die russische Magd Petruschka.
Summa summarum: Ein phantastischer historischer Roman, der einen richtiggehend in die Zeit der Renaissance zurückversetzt. Großes Kompliment, Herr Röhrig!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Welt der Renaissance, 1. Oktober 2002
Lorenzo de Medici spricht in dem neuen großartigen historischen Roman von Tilman Röhrig den Satz aus: " Wir sind das Salz von Florenz und charakterisiert damit seine außerordentliche Herrschaft über den Stadtstaat.
Lorenzo ist eine der großen Gestalten im farbenprächtigen Roman des Kölner Autors und daneben steht,
nicht weniger intensiv und ausdrucksstark geschildert, Laodomia, eine schöne, willensstarke und einfühlsame Frau, die vielleicht gerade den Leserinnen vermitteln möchte: " Nicht nur ihr Männer, auch und ganz besonders wir Frauen sind das Salz von Florenz".
Ein Buch, das Leserinnen und Leser durch die immer neuen Wendungen begeistert und von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.
Der Roman lebt von dem Spannungsgeflecht der Beschreibung des Lebens in der historisch geprägten Stadt Florenz mit ihren Künstlern wie Leonardo da Vinci oder ihren Gelehrten wie Pico della Mirandola und den einfühlsamen Erzählungen über die Beziehungen der hier lebenden Menschen. Nicht zuletzt geht es um die große Gestalt des Mönchen Girolamo Savonarola,der wegen der verschmähten Liebe zu Laodomia ins Kloster geht und mit Askese und einem eigenwilligen Sendungsbewusstsein gegen die vermeintlichen Übel der Welt ankämpft.
Der Roman schenkt dem Leser ein spannendes, farbenprächtiges Bild der Renaissance, das so lebendig ist, dass ich mich am Ende
des Buches nicht gerne von den Personen löse. Ein ganz besonderes
Buch,dem ich viele Leserinnen und Leser wünsche.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendige Geschichte!, 28. Juli 2003
Von Ein Kunde
Tilman Röhrigs Geschichtsromane möchte ich am liebsten meinen alten Geschichtslehrern schenken und ihnen dazu sagen: so wird Geschichte lebendig! Erfrischend ist auch, dass Röhrig nicht wie so viele selbsternannte Geschichtsexperten oder -expertinnen in den unkritischen Staub der Demut zu Füßen der vermeintlich Großen der Geschichte fällt und nicht gefällige Epen schreibt, die konservative Geschichtsschreibung perpetuieren! So verfährt er auch in seinem Buch "Wir sind das Salz von Florenz" mit dem Heiligenschein der Medici und liefert dazu noch ein deftig fesselndes Allgemeinbild jener Zeit, das - wie immer in seinen Büchern - unvergessene Eindrücke hinterlässt. Und somit jene gähnende Leere füllt, mit der mir einst Geschichtslehrer Geschichte verdarben. Röhrig aber schafft es überzeugend, sogar das Leben und die "Mission" des berühmten Girolamo Savonarola realistisch und ohne "Religionsunterrichtsdünkel" zu vermitteln.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Italien gestern - die Welt von heute?, 5. Dezember 2002
Als Italien-Fan ließ ich mir "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig empfehlen. Ich bin begeistert! Ein spannend zu lesender Roman, welcher mich mit seinen detailgetreuen Beschreibungen der Landschaften Italiens und der Architektur der Stadt Florenz hinein in südliche Atmosphäre versetzt.
Anschaulich und drastisch beschreibt der Autor die historischen Ereignisse gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Italien, die kulturelle und wirtschaftliche Macht der Medicis, ihre Gegenspieler und das gesellschaftliche Leben dieser Zeit in all ihren Facetten.
Die Entwicklung des Bußpredigers Savonarola zu einem religiösen Fanatiker, der angeblich gegen alles moralisch Verderbliche in der Welt kämpfen will - dabei selbst mit seinen brutalen Methoden zum Übel wird - läßt erschauern.
Bewundernswert ist der Mut einiger Männer dagegen zu kämfen. Wohltuend auch die Schilderung der weiblichen Hauptgestalten in diesem Roman, deren Lebenssituationen zwar durch die Macht und Dominanz der Männer bestimmt werden, jedoch der Kampf der Frauen um Selbständigkeit und menschliche Wärme versöhnt mit den Grausamkeiten der Welt und gibt Hoffnung.
Dieser historische Roman ist ein spannendes und zum Nachdenken anregendes Lesevergnügen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Leseherbst!!!, 6. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Wie immer geniesse ich den Herbst mit all seinen neuen Büchern. Ich muss hier einmal sagen, für mich ist das herausragendste in diesem Jahr, das Werk von Tilman Röhrig. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich völlig gefesselt von diesem historischen Roman, spannend und voller Leben und alles in einer wunderbaren vollmundigen Sprache erzählt. Ich bin begeistert mit wie viel Einfühlungsvermögen die einzelnen Frauenschicksale gezeichnet sind. Aber auch die Wandlung von einem blühenden, fröhlichen Florenz in eine tote, graue Stadt, es hat mich sehr bewegt. Savonarola, der vor 550 Jahren geborene Bußprediger, dessen radikale Thesen noch heute durch die Weelt geistern, durch ihn bekommt das Buch hochaktuelle Bezüge zur heutigen Zeit. Ich muss sagen, ich hoffe noch mehr von diesem Schriftsteller zui hören, bzw. zu lesen.
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Wir sind das Salz von Florenz: Historischer Roman
Wir sind das Salz von Florenz: Historischer Roman von Tilman Röhrig (Taschenbuch - 21. September 2004)
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