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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend
Ein Rentner wird in seiner Wohnung mit einem Aschenbecher erschlagen. Neben der Leiche liegt ein Blatt Papier mit drei Worten, die ich nicht verraten will, weil auch der Autor den Leser über den Inhalt der Mitteilung des Mörders zunächst im Unklaren läßt. Zunächst verstehen Kommissar Erlendur und seine Kollegen den Sinn der Botschaft nicht...
Veröffentlicht am 28. Januar 2004 von Henning Kolf

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und gut gemacht, aber nicht spannend
Ein älterer Mann wird in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden. Dort findet die Polizei später auch das Foto eines Kindergrabes. Schnell wird deutlich, welcher Personenkreis ein Interesse daran gehabt haben könnte, den alten Mann umzubringen. Der ermittelnde Kommissar Erlendur ist nicht nur damit beschäftigt, diesen Mord zu lösen, sondern muss...
Veröffentlicht am 2. März 2007 von Leserin


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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, 28. Januar 2004
Von 
Henning Kolf (Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Ein Rentner wird in seiner Wohnung mit einem Aschenbecher erschlagen. Neben der Leiche liegt ein Blatt Papier mit drei Worten, die ich nicht verraten will, weil auch der Autor den Leser über den Inhalt der Mitteilung des Mörders zunächst im Unklaren läßt. Zunächst verstehen Kommissar Erlendur und seine Kollegen den Sinn der Botschaft nicht. In der Wohnung des Opfers findet man, versteckt unter einer Schreibtischschublade, das ausgebleichte Foto eines Grabsteins. Bald erfährt Erlendur, dass das in dem Grab liegende 4-jährige Mädchen an einer seltenen Erbkrankheit verstorben ist. Der tote Rentner entpuppt sich als perverser Vergewaltiger, dessen Verbrechen allerdings Jahrzehnte zurückliegen. Erlendur stößt im Zuge der Ermittlungen auf eine Gendatenbank, in der alle Isländer erfaßt sind (hier hat der Roman Realitätsbezug: 1998 beschloss man im isländischen Parlament, unter großem Unbehagen in einem erheblichen Teil der Bevölkerung, den genetischen Code der Gesamtbevölkerung durch eine private Biotech-Gesellschaft erfassen zu lassen), auf Mißbrauch der erfassten Daten und seltsame Forschungspraktiken isländischer Pathologen. Wie das alles zusammenhängt kann ich natürlich hier nicht verraten......aber soviel sei gesagt: Indridason zeichnet gekonnt ein Drama um die Folgerichtigkeit, mit der ein Akt der Gewalt seinen Tribut nach Jahrzehnten fordert, um Lüge und Wahrheit, um Schuld und Sühne. Antike Tragödien funktionieren ganz ähnlich.
Ich hab ein paar mal gelesen, wer Mankells Wallander mag müsse Indridason lieben. Dies halte ich für einen unpassenden Bezug. Zwar haben beide Kommissare eine depressive Grundstimmung, es regnet viel, die Stimmung ist düster -
psychologische Feinzeichnung allerdings ist Indridasons Ding nicht, Land und Leute werden einem weit weniger plastisch nahegebracht als bei Mankell, dafür ist der Verzicht auf moralisierende Monologe gut für ein rasches Vorankommen des Plots.
Fazit: Ein gelungener, origineller und spannender Krimi, der verkaufsfördernde Vergleiche mit Bestsellerautoren gar nicht nötig hat.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsteres Land - düstere Tat - düstere Wahrheit, 26. Juni 2003
Von 
Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Von Anfang an ist es da, dieses fröstelnde Gefühl. Vielleicht, weil es so oft regnet in der Geschichte, ganz aber, weil es dem Autoren gelingt, persönliche Anteilnahme zu erzeugen.
Das unstete und problematische Leben des gestressten Kommissars sorgt in seiner detaillierten und präzisen Charakterdarstellung zudem für reale Nähe. Ein unspektakulärer Mord deutet auf die Normalität auf dem grünen Eiland hin.
Andererseits umwirkt die vom Mörder bei der Leiche zurückgelassene, unverständliche Mitteilung das Geschehen geheimnisvoll. Die perverse Sammelleidenschaft des Ermordeten kombiniert mit der häufig vorherrschenden Düsternis auf der friedlich-einsamen Insel begleitet einen während der gesamten Ermittlungen mit einem steten Schaudern.
Die Spannung steigt zwar nicht dauernd an, aber beispielsweise die eingestreuten Erkenntnisse einer Genanalyse oder die Gewissheit, dass hier ein Fall gelöst, der seit einem Vierteljahrhundert auf ein Ende wartet, lösen anhaltenden Lesereiz aus.
Ob Arnaldur Indridason für dieses Buch den Titel „Bester skandinavischer Kriminalroman“ zu Recht erhielt, möge jede und jeder selbst bewerten – meiner Ansicht nach gab es zumindest noch ein paar weitere, ebenfalls dafür prädestinierte Kanditatinnen und Kanditaten. Aber sicher ist: Nichts an der Geschichte ist kompliziert, aber auch nichts ist banal.
Der Roman verfügt über eine ausgezeichnete Geschwindigkeit, hat vieler Dialoge keine Längen und bietet beste Krimi-Unterhaltung und das auch noch zu einem angenehm geringen Preis.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen grausames aus dem hohen norden, 29. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
ingridason beeindruckt sehr.
über das ganze buch verteilt bekommt man ein anderes bild von der insel im hohen norden mit knapp über einer viertel million einwohnern. auch in einer isolierten und kleinen welt passiert abartiges, gibt es abartige gestalten wie den ermordeten, gibt es drogenabhängige jugendliche.
island mal anders.
obwohl komissar erlendur anfangs stark an mankells wallander erinnert: geschieden, keinen kontakt zu frau und kindern, meist in schmutzigen klamotten rumlaufend, um die 50 jahre alt, wird schnell klar, dass ingridason brutaler und klarer als mankell das elend beschreibt. erlendur ist noch kaputter und verzweifelter als wallander.
ansonsten ist die story hochspannend, und wer sich etwas mit island und der genforschung der pharmaindustrie auskennt, wird erschreckende reale bezüge entdecken. mehr sollte man aber nicht verraten.
das einzige, was anfangs nervt, ist, dass sich alles und jeder duzt, es eigentlich nur vornamen gibt. wie aber im nachspann erklärt wird, nichts verwunderliches für eine seit jahrhunderten überschaubare bevölkerung, in der im prinzip jeder mit jedem verwandt ist.
p.s.: das buch wird bald verfilmt werden! ingridason selbst schreibt das drehbuch.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt Lesen!, 15. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Um eines vorweg zu nehmen; Nordermoor ist nicht mein erstes Buch von Arnaldur Indridason. Zuvor habe ich schon "Gletschergrab" und "Tödliche Intrige" gelesen. Diese beiden haben mich bereits fasziniert, aber "Nordermoor" übertrifft das ganze noch um ein gutes Stück.
Der Autor schafft es über die gesamte Länge der Erzählung den Spannungsbogen immer weiter anzuheben. Gerade wenn man denkt, noch mehr schreckliche Details können kaum kommen, so belehrt er den Leser eines besseren und fügt Teil um Teil dem Puzzle als großes Ganzes hinzu. So ist es denn auch kein Wunder, dass man gebannt Seite für Seite weiterlesen muss und eh man es sich versieht hat man das ganze Buch durchgelesen!
Inhalt des Romans ist der erste Fall von der Hauptfigur Erlendur, einem Kriminalbeamten aus Reykjavik, ein wenig kauzig, zerknautscht, ewig rauchend, aber doch immer mit einer besonderen Art von kriminaltechnischem Verstand. Dieser untersucht einen Mordfall im Reykjaviker Stadtteil Nordermoor. Der Mord an dem Opfer, Holberg, gibt etliche Rätsel auf und Erlendur macht sich daran den Fall aufzuklären und gerät während der Ermittlungen auf weit zurückliegende Fakten, die immer mehr Grausamkeiten ans Tageslicht fördern.
Durch den geschickten Einbau von kleinen Gedankenstützen, bleibt dem Leser die ganze Zeit über der Überblick in diesem Fall und ist sehr gut nachvollziehbar. Auch der Einbau von persönlichen Sachen, wie z.B. Erlendurs Tochter Eva Lind, geben dem Roman eine sehr menschliche Seite.
Nicht umsonst wurde Arnaldur Indridason zweimal in Folge mit dem 'Nordic Crime Award' ausgezeichnet. Etwas müssen seine Romane haben und das tun sie auch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder ein lesenswerter Indridason, 21. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
"Nordermoor" ist mein zweiter Kriminalroman von Indridason und er hat mich wieder einmal bestens unterhalten. Das Buch liest sich insgesamt flüssig und was mir gut gefällt, ist die Tatsache, dass der Autor präzise erzählt ohne dabei langatmig zu werden. Ohne Schnörkel und unnötige Abschweifungen wie manch andere Autoren beschreibt Indridason die Geschichte um einen ermordeten, älteren Mann: Wer hätte ein Interesse haben können, diesen Mann in seiner Wohnung zu töten? Die Ermittler in diesem Fall gehen verschiedenen Spuren nach, bis sich schließlich Puzzlestück um Puzzlestück zu einem Ganzen zusammensetzen lässt. Besonders überraschend fand ich das Ende nicht, wobei dies meiner Meinung nach nicht so tragisch ist - die erzählerischen Qualitäten von Indridason wiegen dies auf.
Die Handlung schreitet insgesamt recht bedächtig voran, es gibt keine dramatischen und plötzlichen "Aha-Effekte". Mir gefällt vor allem die recht düstere und melancholische Atmosphäre, die sich auch in diesem Buch gut widerspiegelt. Durch die Beschreibungen des Autors fühlt man sich als Leser mitten ins herbstliche und unwirtliche Island versetzt. Auch der beschriebene Fall ist düster, undurchsichtig, bis sich schließlich der Nebel lichtet und alles ganz einleuchtend erscheint.
Kein Krimi für Liebhaber des Thrills und der aberwitzigen Überraschungsmomente - vielmehr ein gut erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch, das die beschriebenen Menschen und ihre jeweiligen Persönlichkeiten in den Vordergrund stellt. Vor allem für trübe, nass-kalte Tage geeignet, da man sich dann bestens in die geschilderte Stimmung hinein versetzen kann ;-).
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was ist ein "Rannsoknarlögreglumadur"?, 18. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Nachdem die nach wie vor unerreichten Maj Sjöwall und Per Walhöö den Markt bereiteten für eine ganze Flut „nordischer Krimi-Autoren", fällt es fast schon schwer, das Gute vom Müll zu trennen. Als ich dann dieses, auf Empfehlung gekaufte, Buch las (danke Manuela Suehling), dachte ich zuerst: Bitte nicht noch ein lamentierender Kommissar der Marke „Wallander". Denn der Held des Plots, der Kriminalbeamte Erlendur Sveinsson, durchgehend Erlendur genannt, ist Vater von zwei drogenabhängigen Kindern, deren Vornamen er nicht ausstehen kann, um die fünfzig Jahre alt, seit Jahren geschieden, mit schief geknöpfter Weste und unrasiert zum Dienst erscheinend, nicht im Bett sondern auf dem Sofa pennend, insgesamt also ein eher ungepflegter Mitbürger, der zu allem Überfluss häufig in der Bibel liest, wenngleich er nicht an Gott glaubt. Die chaotische Tochter, ständig kurz vor dem Beginn eines Entzuges, ist bei ihm eingezogen und trägt zum privaten Wirrwarr bei.
Das alles aber scheint typisch „isländisch" zu sein, typisch für ein kleines Land, in dem es im Winter zwanzig Stunden dunkel und ansonsten grau ist, in dem Antidepressiva fast normale, alltägliche Arzneimittel sind. Polizisten tragen keine Waffen, „Kriminalbeamter" heißt auf isländisch „Rannsoknarlögreglumadur" und die Menschen essen gerne Schafsköpfe, was auch immer daran genießbar zu sein scheint.
Wie, um alles in der Welt, soll da was Packendes, Spannendes herauskommen, denn wie der Autor in einem Interview selbst sagte: „Wir sind eine sehr friedliche und friedliebende Nation. ... Bruce Willis hat hier nichts verloren Und dies ist kein James-Bond-Land".
Beinahe wider Erwarten für mich, gelingt es Indridason fast durchgehend Interesse am Plot und unterschwellige Spannung aufrecht zu erhalten, wenngleich ein Volk, das sich untereinander so konsequent beim Vornamen nennt, dass sogar das Telefonbuch nach den Vornamen organisiert ist, einem das Leben als Krimiautoren nicht leichter macht. Erlendur, dessen Stärken eher in spöttischen, zynischen als in düsteren Dialogen liegen, kämpft sich durch den Dauerregen, um die Hintergründe aufzudecken, denn etwas ganz Außergewöhnliches muss hinter dem Tod eines alten und wie sich bald herausstellt, perversen Mannes stecken, den man in Reykjavik, Bezirk Nordermoor, findet und dessen Leiche eine geheimnisvolle, kurze Nachricht ziert. "Ein schäbiger, isländischer Mord", bemerkt Erlendur. Aber er ist ein hartnäckiger, vielleicht sogar sturer Charakter, dem es am Ende gerade deshalb gelingt, Licht in das nicht nur klimabedingte Dunkel zu bringen. Ich habe das Buch gerne gelesen, wenngleich ich mich danach auf ein paar sonnige, nordzyprische Tage freute.
Der Autor, 1961 geboren, wurde für diesen, seinen vierten Roman, mit dem „Gläsernen Schlüssel", dem nordischen Krimipreis ausgezeichnet. HMcM
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Islandtrauma, 12. März 2003
Von 
Bettina Engster (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Dieser Roman zeigt, daß man auch in einem Land mit weniger als 300 000 Einwohnern verschwinden kann und erst nach gut 20 Jahren gefunden wird und das nur aufgrund eines Mordes. Dieser Krimi von Arnaldur Indridason schafft es nicht nur den Leser in den Bann des sehr spannenden Mordes und dessen Ermittlung an einem Mann Namens Holberg zu fesseln,auch fühlt man mit dem Kripo Beamten Erlendur und dessen familärer Tragödie mit und die isländische Kultur wird auf sehr angenehme Art und Weise vermittelt. Man kann den Regen fast auf dem Gesicht spüren und auch den Wind der durch die Haare weht ist deutlich zu fühlen. Man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man als Leser irgendwann unbedingt wissen muß was da passiert ist und was hinter all den Personen die auftauchen für Zusammenhänge bestehen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen.Ein wirklich sehr gelungenes und lesenswertes Werk. Ich freue mich schon auf mehr. Ganz unvorbereitet trifft einen dann auch das Ende. Ein wirliches Trauma, was dieser Krimi beschreibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Thema spannend verpackt, 3. Juni 2004
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor, 4 Audio-CDs (Audio CD)
Für den Mitteleuropäer schwer vorstellbar, gibt es auch im sehr dünn besiedelten Island Verbrechen. Fast jeder kennt jeden. Trotzdem bedarf es neuester Ermittlungstechnik, um ein jahrzehntelang zurückliegendes Geheimnis zu lüften, dass wiederum ohne die moderne Gentechnik auf immer verborgen geblieben wäre und nicht zum Auslöser für das Verbrechen hätte werden können.
Mit relativ einfachen Worten steigt Indridason in die Geschichte ein. Eine kurze Schilderung des Tatorts, dann wendet er sich den Charakteren zu. Angenehm fällt dabei auf, dass die Ermittlungsbeamten eben auch Privatleben haben, das sie während der Arbeit begleitet. Es verleiht den Figuren Tiefe und ist während der folgenden vier Stunden wohl balanziert. Obwohl sich recht bald eine plausible Vermutung über die Hintergründe der Tat auftut, bleibt es spannend bis zum Schluss. Eine Geschichte, die nach Fortsetzung ruft und sie in Buchform schon gefunden hat.
Minuspunkt:
Der Sprecher findet seine Rhythmus leider erst im Laufe der ersten halben Stunden und einige Unsauberkeiten hätten der Regie auffallen müssen, aber mit dem Fortschreiten der Handlung steigert sich der Sprecher und gibt jeder Figur eine angemessene Note.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenkrimi aus Island, 5. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Nordermoor, der Islandkrimi von Arnaldur Indridason, hält, was der Titel verspricht: eine Gänsehaut, die einem von der ersten bis zur letzten Seite über den Rücken läuft. Auf der Suche nach dem Mörder eines Rentners im Reykjaviker Stadtteil Nordermoor nimmt uns Erlendur von der Kripo Reykjavik mit ins moderne Island. Wie Erlendur begegnen wir Menschen und Konflikten, die wir dort nicht vermutet hätten. Wir werden überrascht, welche Rolle die Gentechnik bei der Aufklärung des Falles spielt. Die Personen sind plastisch geschildert, und die Geschichte ist raffiniert erzählt. Das ist Spannung pur: ein Spitzenkrimi aus Island!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und gut gemacht, aber nicht spannend, 2. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall (Taschenbuch)
Ein älterer Mann wird in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden. Dort findet die Polizei später auch das Foto eines Kindergrabes. Schnell wird deutlich, welcher Personenkreis ein Interesse daran gehabt haben könnte, den alten Mann umzubringen. Der ermittelnde Kommissar Erlendur ist nicht nur damit beschäftigt, diesen Mord zu lösen, sondern muss nebenbei auch noch versuchen, die verkorkste Beziehung zu seiner Tochter zu verbessern, zumal sie beschließt, bei ihm einzuziehen.

"Nordermoor" ist ein interessanter und gut gemachter Krimi. Man erfährt einiges über das Land, die Mentalität der Leute und aktuelle Themen, die für die Isländer von Bedeutung sind. Spannend ist "Nordermoor" jedoch nicht. Die Frage "Wer war es", kann sich der Leser ab Mitte des Buches selbst beantworten, und den Ermittlungen fehlt es an Tempo. Auch die Zeichnung der Personen ist Indridason in "Nordermoor" nicht so gut gelungen wie in "Todeshauch". Insgesamt würde ich deshalb anstelle von "Nordermoor" lieber "Todeshauch" empfehlen.
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Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall
Nordermoor: Erlendur Sveinssons 3. Fall von Arnaldur Indriðason (Taschenbuch - 28. Januar 2003)
EUR 7,99
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