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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch zum Film
Viele kennen den Actionfilm "Starship Troopers". Wenige wissen, dass der Film auf einem Buch basiert, das bereits in den 50er Jahren geschrieben wurde. Wobei man sagen muss, dass er nur darauf basiert und es große Unterschiede zwischen Film und Buch gibt (wie das häufig der Fall ist).
Das Buch beschreibt aus der Ich-Perspektive, wie ein junger Mann gerade...
Veröffentlicht am 3. Januar 2004 von Oliver Koch

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Theorie, wenig SF
Der Roman hat weniger mit SF zu tun, sondern Heinlein traktiert über etliche Seiten die Frage "Wie werde ich ein guter Soldat/Offizier/Staatsbürger?". Daß die Handlung in der Zukunft angesiedelt ist, spielt keine große Rolle, es könnte sich ebensogut um den 2. Weltkrieg oder den Vietnamkrieg handeln. Die SF- Elemente sind eher...
Am 2. Mai 2000 veröffentlicht


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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch zum Film, 3. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Viele kennen den Actionfilm "Starship Troopers". Wenige wissen, dass der Film auf einem Buch basiert, das bereits in den 50er Jahren geschrieben wurde. Wobei man sagen muss, dass er nur darauf basiert und es große Unterschiede zwischen Film und Buch gibt (wie das häufig der Fall ist).
Das Buch beschreibt aus der Ich-Perspektive, wie ein junger Mann gerade die Schule verläßt, sich zum Militär meldet, die absolute Härte der Ausbildung, welche Gedanken ihm dabei durch der Kopf gehen, usw.
Die ersten 160 Seiten (also locker die Hälfte des Buches) sucht man vergebens nach großen Kämpfen gegen Bugs oder heiße Szenen mit weiblichen Soldaten. Gerade der zweite Punkt macht den Unterschied zwischen Film und Buch deutlich: Frauen spielen im Alltag dieses Soldaten so gut wie keine Rolle (außer bei seinen Beobachtungen auf Landurlaub und als Pilotinnen der Truppentransporter) - man muss aber auch bedenken, zu welcher Zeit das Buch geschrieben wurde.
Heinlein beschreibt sehr deutlich die Führungsstile des Militärs, die Ablehnung und Begeisterung, die Konflikte zwischen der "Navy" und der "Army", zwischen "Soldaten" und "Zivilisten", usw. Auch werden die Bugs eigentlich ganz anders dargestellt, als es im Film der Fall ist.
Fazit: ein gutes Buch, das sicherlich zum Nachdenken anregen kann, speziell über die menschliche Zivilisation und die aktuelle politische Lage (gerade in den USA). So dürfen z.B. nur Vollbürger wählen. Vollbürger wird nur, wer seinen Wehrdienst von mind. 2 Jahren komplett abgeleistet hat. Man kann aber auch noch weiter im Militärdienst einbehalten werden. Und als aktiver Soldat darf man nicht wählen. Ein interessantes und vielleicht auch erschreckendes System!
Wer allerdings hofft, den Roman zum Film zu finden, der könnte enttäuscht werden, denn der Actionfilm "Starship Troopers" basiert nur in groben Zügen auf dem Buch und ist keine Romanverfilmung.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beunruhigender Zukunftsentwurf, 17. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Allen denjenigen, die den Film gleichen Namens gesehen haben, sei gesagt, dass dieser sich von dem Rahmen her doch recht genau an der Handlung der Buchvorlage orientiert. Nichts desto trotz gibt einige Unterschiede. Wenn man aber von einigen unwesentlichen Aspekten absieht, die notwendig sind, um das Buchmaterial in das andere Medium umzusetzen bleiben die folgenden Unterschiede: a) die doch recht wichtigen Frauen in dem Film tauchen in der Vorlage entweder gar nicht oder nur sehr am Rande auf und, was wesentlich wichtiger ist, b) der Film ist vielmehr ein Actionfilm über den es sich auch nachzudenken lohnt am man muss es nicht notwendigerweise, während das Buch einen Inhalt hat, der zur Reflektion herausfordert, umrahmt von einer teilweise sehr spannend erzählten Handlung. Teilweise soll heißen, dass der Spannungsbogen in den eher inhaltlich relevanten Passagen nicht perfekt aufrechterhalten wird.
Die Handlung kurz zusammengefasst: In einer vom Militär dominierten Gesellschaft verpflichtet sich die Hauptperson - Johnnie - eher aus Zufall denn aus Überzeugung zum Militärdienst. Anschließend werden die Erlebnisse während der extrem harten Ausbildung beschrieben. Nach der Ausbildung - inzwischen befindet sich die Nation in einem Krieg mit einer außerirdischen Intelligenz - steigt Johnnie relativ zügig vom einfachen Mannschaftsdienstgrad zum Unteroffizier und - nach einem weiteren Lehrgang - zum Offizier. Das Buch endet, nachdem er an einem wahrscheinlich kriegsentscheidenden erfolgreich abgeschlossenen Einsatz teilgenommen hat.
Die Story ist, gut erzählt, lässt sich aber nicht so einfach konsumieren, weil Heinlein elementare Grundsätze unser jetzigen westlichen Gesellschaft durch Handlungsrahmen, Haupt- und Nebenpersonen in Frage stellt. Themen sind dabei u.a. Wahlrecht, Erziehung von Kindern und das Jugendstrafrecht, Gleichberechtigung, das Verhältnis Staat - Staatsbürger - Militär, Todesstrafe, Krieg. Erstaunlich ist, wie Heinlein 1959 seinen Finger auf derzeit aktuelle Problembereiche zu legen vermochte. Mit den in dem Buch beschrieben und dort vordergründig als positiv verkauften Zuständen wird wohl kaum jemand einverstanden sein. Ich glaube daher, dass Heinlein hier keine Gesellschaft beschrieben hat, die seinem persönlichen Idealbild entspricht. Vielmehr denke ich, dass diese provokanten Thesen, die so vordergründig wunderbar schlüssig hergeleitet werden, verstören und darüber zum Nachdenken anregen sollen. Das dies nach meiner Meinung sehr gut gelingt, sieht man auch an den anderen, doch recht unterschiedlichen Besprechungen in diesem Forum. Insgesamt ist dies in meinen Augen ein äußerst lesenswertes Buch.

Fantasy:
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geburt seiner Zeit und dennoch zeitlos..., 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Starship Troopers, ein ziemlich martialischer und dennoch passender Name für das Buch des mehrfachen Hugo Award-Gewinners Heinlein. (Der Hugo Award ist einer der wichtigsten Preise im Bereich der SciFi/Fantasy-Literatur, vergleichbar mit den Golden Globes für Filme.) Der Ich-Erzähler Juan Rico kämpft in der Mobilen Infanterie gegen Alien-Völker, vorneweg gegen die spinnenartigen Bugs, eine hochintelligente Rasse die in ihrem Kollektiv die sehr individuell agierende Menschheit bekämpft. Ricos Weg als Soldat wird dabei immer wieder von alten und neuen Bekannten gekreuzt, was Heinlein für einen simplen Kniff benutzt. Heinlein arbeitet sich mittels verschiedener Figuren vor allem philosophisch an dem Thema ab und sehr schnell bekommt man ein Gefühl dafür, wie sehr dieses Buch eine Kopfgeburt seiner Zeit ist.
Auf der einen Seite haben wir ein Militärregime, das den meisten Menschen durchaus vernünftig erscheint. Zumindest vermittelt uns Heinlein dieses Gefühl mit einem der (sinngemäß widergegebenen) Leitmotive: Kämpft für das Überleben der Menschheit, wenn ihr vollwertige Bürger werden wollt. Denn in Heinleins Universum können nur Menschen die den Militärdienst abgeleistet haben, wählen gehen und geniessen den Respekt der Mitmenschen. Die Arachniden (Bugs=Käfer) hingegen breiten sich schwarmartig aus, viele willenlose Arbeiter bereiten den Weg für die Kämpfer, während eine elitäre Kaste aus Gehirnbugs und die Königin die Marschrichtung vorgeben (durchaus als eine Art Kommunismus zu verstehen - und nein, ich lasse mich nicht auf eine Begriffsdiskussion ein). Und die Marschrichtung heißt bei Heinlein sehr treffend: Wenn zwei Rassen die Technologie und die Vermehrungsrate haben, sich im Universum auszubreiten, dann wird nur die Überleben, die mit größerer Aggressivität ihren Platz behauptet und die andere an den Rand der Vernichtung bringt.
Ich habe das Buch bis jetzt schon fünf- oder sechsmal gelesen und bin immer wieder erstaunt über die Klarheit der Argumentation, selbst wenn sie oftmals sehr grenzwertig und totalitär daher kommt. Interessanterweise ist Verhoevens Statement im Film von 1997 sehr viel plastischer und tatsächlich überaus treffend, wenngleich Buch und Film nur wenig miteinander zu tun haben. Denn so faschistoid wie der Film ist das Buch dann nicht, aber wie erwähnt sind sie schwer zu vergleichen.

Wer sich ein wenig für intelligente Science Fiction interessiert, sollte sich Starship Troopers wirklich zu Gemüte führen, zumal es im Gegensatz zu anderen Heinlein-Romanen, zugänglich und sehr flüssig geschrieben ist.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 9. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Die Welt, die Heinlein in seinem Buch beschreibt ist in meinen Augen ein Spiegel dessen, was zu Beginn der letzten Jahrhunderts in Europa herrschte. Wenn man einmal vom Faktor Bugs und Raumfahrt absieht, so könnte der Roman ebenso im deutschen Kaiserreich oder jeder anderen imperialistischen Macht dieser Epoche spielen. Glorifizierung des Militärs und dessen gesellschaftliche Stellung (besonders die Marine), Zivilisten als Feiglinge tituliert, Politik wird von der OHL gemacht, etc. etc.
Natürlich ist eine etwas fragwürdige Beschreibung ein Gesellschaftsform, aber wer kam nicht auch hin und wieder ins grübeln und dachte sich kurzfristig, so unrecht hat er ja gar nicht. Und sofort kommt es zum Konflikt mit unserer freiheitlich, demokratischen Grundordnung und ich finde es sehr interessant, diesen Konflikt während des Lesens auszutragen. Vor allem wie der deomkratiebegriff in dieser fiktiven Welt eine neue Bedeutung annimmt ist durchaus diskussionswert. Anders gesagt, es ist eine Herausforderung für jeden Demokraten sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Auf der anderen Seite ist jene Welt nur eine Wiederholung der Geschichte, wie schon erwähnt, die Mächte zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Auf der anderen Seite wurde mehrfach kritisiert, dass diesers Buch den Toalitarismus verherrliche (was es in meinen Augen nicht tut), dann stelle ich dem gegenüber den Dunezyklus, in welchem der Feudalismus von den Protagonisten als ideale Gesellschaftsform beschrieben wird. Im Bereich Gesellschaftsordnung können sich beide Bücher die Hand reichen.
Lange bevor ich Starship Troopers gelesen habe, sah ich den auch mehrfach erwähnten Film von Verhoeven. Natürlich kann man dem Film den Vorwurf machen, sich nur teilweise am Buch zu orientieren, aber ebenso wie das Buch ist der Film in meinen Augen sehr gut. Während sich das Buch strenger mit der Gesellschaft beschäftigt, interpretiert der Film das ganze mehr auf die zynisch-sarkastische Art und Weise.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gesellschaftstheorie und geradlinige Action, 22. Januar 2005
Von 
Matthias Wichert (Lingen (Ems)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Wenn man den 1959 mit dem Hugo-Award ausgezeichneten Roman von Robert A. Heinlein liest, muss man des Öfteren mit dem Kopf schütteln, wenn man unser heutiges Werte- und Gesellschaftssystem im Hinterkopf hat. Denn neben der doch recht geradlinigen Action, mit der die konkrete Handlung vorangetrieben wird (der Krieg der Terranischen Föderation gegen die "Bugs"), zeichnet Heinlein ein nach unseren Werten kaum vorstellbares Gesellschaftsbild, dessen Basis Gewalt ist. Haftstrafen gibt es keine, stattdessen wird öffentlich ausgepeitscht oder gehängt, "Vollbürger" mit Wahlrecht (der "größten Möglichkeit, Gewalt auszuüben") wird nur, wer sich zum zweijährigen Militärdienst gemeldet hat. Und das sind nur einige Beispiele für das im Roman beschriebene Wertesystem. Heinlein beschreibt es dabei so schlüssig und glaubhaft, dass man sich des Öfteren dabei ertappt, zu denken: So könnte es tatsächlich funktionieren.
Unabhängig von diversen Fakten, die den Roman zum Science-Fiction-Roman machen (die "Bugs", Weltraumfahrten, die Technik,...), könnte "Starship Troopers" allerdings zu nahezu jeder Zeit spielen, in der moderne Armeen existieren. Die "Bugs" sind ein austauschbarer Feind, die "Mobile Infanterie" ein austauschbarer Truppenteil, das Soldatenbewusstsein schon in Romanen wie "Im Westen nichts Neues" (an den mich das Buch an manchen Stellen erinnert hat) sehr ähnlich geschildert.
Lässt man den gesellschaftstheoretischen Aspekt ausser Acht, so bleibt als Handlung die Geschichte eines Soldaten von seiner Grundausbildung bis zu seinem Offiziersdasein. Diese ist nicht besonders kreativ, doch dafür recht spannend erzählt. An passenden Stellen flechtet Heinlein als "Rückblenden" die Beschreibungen ein, wie das von ihm gezeichnete System funktioniert und vor Allem warum. Für jemanden, der sich von "Starship Troopers" unterhalten lassen will (z.B. Fans des Films), können diese Szenen allerdings schnell langweilig wirken. Fans anspruchsvoller, zum Nachdenken anregender Science-Fiction-Literatur werden hier allerdings aufs Vortrefflichste bedient.
Heinlein wurde oft kritisiert und "Starship Troopers" gehört zu den am kontroversesten diskutierten Romanen überhaupt - und wer ihn gelesen hat, der weiss, wieso.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rezension zu "Starship Troopers", 26. Februar 2015
Juan Rico, genannt Johnny, tritt mit 18 zu Friedenszeiten der Armee bei. Er durchläuft die Ausbildung und landet anschließend bei der mobilen Infanterie. Doch mittlerweile befindet sich die Menschheit im Krieg mit einer außerirdischen Lebensform, den sogenannten Bugs. Versetzt in die Schlacht um Klendathu die in einem Gemetzel endet, kämpft sich Rico tapfer durch. Danach strebt er nach höherem. Er will die Offizierslaufbahn einschlagen. Damit fängt die harte Ausbildung von vorne an. Und blutige Schlacht reiht sich an blutige Schlacht.

Wer kennt nicht den typischen Spruch von „Starship Troopers“: „Nur ein toter Bug ist ein guter Bug!“ Ich bin totaler Fan des Filmes „Starship Troppers“. Allerdings nur vom ersten Teil, möchte ich so am Rande bemerken. Also war das Buch für mich ein muss, zumal es gerade im Manticore Verlag veröffentlicht wurde und ich bisher von keinem ihrer Bücher enttäuscht wurde.

Auf den ersten Seiten musste ich dann schon feststellen, dass das Buch reichlich wenig mit dem Film zu tun hat. Die Story im Buch verläuft in anderen Bahnen wie im Film. Daher habe ich versucht beim Lesen den Film komplett im Hirn aus zu schalten und habe mich nur auf das Buch konzentriert. Das gelang mir leider nicht immer.

Aber ich muss sagen, das Buch ist anders, aber nicht weniger super gelungen, wie der Film. Ich bin froh darüber, dass der Film so ist, wie er ist. Genauso froh bin ich, dass das Buch so ist wie es ist. Ich weiß auch, dass das Buch lange vor dem Film entstanden ist.

Die Geschichte soll einfach zu denken geben, dass Krieg nicht immer das Heroische ist, wie es in Filmen gerne dargestellt wird. Krieg ist eine ekelhafte Sache, egal ob es nun nur Menschen gegeneinander sind, oder Außerirdische mitspielen. Und egal welche Seite es ist, es sterben immer geliebte Menschen … oder Bugs.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch modern, 19. Februar 2015
Starship Troopers erzählt die Geschichte von Juan Rico, oder auch Johnnie, der eher zufällig beim Militär landet und sich verpflichtet. Man folgt seiner Karriere im Militär beginnend von der Ausbildung bis zu seinen ersten Kampfeinsätzen. Mit diesen Kämpfen hatte Rico anfangs gar nicht gerechnet, nur begann dann der Krieg der Menschheit gegen die außerirdische Rasse der Bugs.

Viele kennen wohl den Film gleichen Namens und auch ich bin durch dieses erst über das Buch gestolpert. Es handelt sich hierbei aber keineswegs um ein Buch zum Film, sondern um das Buch, auf dem der Film basiert. Geschrieben wurde es außerdem bereits in den 50er Jahren, was mich etwas skeptisch ob der Sprache des Romans machte. Ich habe nämlich schon leider oft feststellen müssen, dass veraltete Sprache auch in Übersetzungen beibehalten wird, was das Lesen solch eigentlich interessanter Geschichten sehr mühselig macht.
Als ich jedoch gelesen habe, dass der Mantikore-Verlag dem Buch eine neue Übersetzung spendiert hat und auch das Cover schon angenehm modern fand, war mein Interesse geweckt. Den Film mag ich nämlich ganz gern und da konnte die Vorlage doch nur noch besser sein?

Schnell habe ich festgestellt, dass das Buch ganz anders ist, als der Film. Der Film setzt ja sehr auf Action - die gibt es im Buch auch, sie beginnen aber erst in der zweiten Hälfte des Buches. Die erste Buchhälfte beschreibt dagegen vor allem den harten Alltag beim Militär und wie sich das Leben in einer starkmilitarisierten Gesellschaft gesteltet. Die Beschreibungen sind oft recht deutlich, die Welt rau und brutal. Die Geschichte wurde ja gerne mal kritisiert, dass sie angeblich Militarismus und Krieg verherrlichen würde, aber den Eindruck hatte ich dennoch nicht, denn die Geschichte schafft es bei all ihre Härte, den Leser auch zum Denken zu bringen. Das Buch ist nun nicht direkt philosophisch, aber diese düstere Zukunftsvision hat mich schon eine Weile beschäftigt.

Meine Vermutungen, was die Sprache angeht, wurden bestätigt. Gut, da ich das Original nicht kenne, kann es auch sein, dass sie darin einfach schon gut war und dass die Übersetzung gar nicht soviel verbessert hat. So muss ich einfach mal festhalten, dass die Übersetzung so oder so richtig gut ist und das Buch sich auch heute noch wie ein moderne Sci-Fi-Roman lesen lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich ein Klassiker, 7. Januar 2015
Gestaltung
Ich schrieb es schon öfters - Umschläge (und besonders Cover) können sie, die Mantikore. Hat ob der Farbgestaltung etwas leicht Pulpiges - aber gleichzeitig auch Stil. Super.
Die Übersetzung holpert zu Beginn minimal (mit übersetzten question tags und anderem Kleinkram, wird aber immer solider und macht schon nach wenigen Seiten richtig Spaß, denn ich kenne das Original zwar nicht, vermute aber, dass es sprachlich einen Spagat zwischen soldatig-schnodderig und leicht philosophisch-präzise macht, der in der Übersetzung gut herauskommt.(Und wenn meine Vermutung das Original betreffend nicht stimmen sollte, so habe ich ganz einfach einen toll geschriebenen Text lesen können und basta!)
Das Lektorat ist gut, aber was mich stört, ist, dass bei den Trennungen ab und an komplett danebengelangt wird. Als Leser wundere ich mich immer wieder, dass es doch gar nicht so schwer sein kann, InDesign auf deutsche Trennung einzustellen, aber als jemand, der an einigen Printprodukten beteiligt war, weiß ich um die Schwierigkeiten - hier wäre wohl ein Fahnenlektorat keine üble Sache. Sorry, dass die armen Starship Troopers die Kritik abbekommen, aber dieses Mini-Schludern kommt mir derzeit bei unglaublich vielen Produkten vor, ich fände es schön, wenn das beizeiten abgestellt würde. Also sorry, Troopers und Mantikore, das ist nix, was ihr gepachtet hättet - andere bekleckern sich da mit noch viel weniger Ruhm - hier ist mir das etwa drei oder viermal aufgefallen.
Insgesamt eine sehr gute Leistung was Aussehen und Text angeht. Hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen.

Inhalt
Wir verfolgen die militärische Karriere von Juan Rico, der mit 18 freiwillig der Armee beitritt, um später mal das Wahlrecht zu erhalten. Er meldet sich zu Friedenszeiten und wird nach langen Einstellungstests dann für die mobile Infanterie verpflichtet. Nach der Knochenmühle Ausbildung stellt sich schnell heraus, dass sich die Menschheit mittlerweile im Krieg mit den außerirdischen Bugs befindet und es geht gleich amtlich los. Die Militärkarriere von Juan ist absolut klassisch - er kommt aus reichem Hause und muss sich erst an das Leben im Militär gewöhnen. Das gelingt ihm aber flott und so zieht er nach abgeschlossener Grundausbildung direkt in den ersten Einsatz und von da an reiht sich Gemetzel an Gemetzel, bis er irgendwann beschließt, die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Nun beginnt irgendwie alles wieder von vorne - er durchläuft eine weitere Ausbildung und wird erneut einem Schiff zugeordnet, wo er wieder irgendwie auf der untersten Sprosse der Hierarchie steht.
Schlussendlich schlägt der Roman einen zweifachen Bogen, um wieder am Anfang zu stehen - so ist die letzte Karriere-Station, mit Ricos Raufbolden, auch gleichzeitig die Kompanie mit der alles begann. Der zweite Haken, der geschlagen wird, ist, dass Juan am Ende des Romans wieder mit seinem Vater vereint wird, der sich einst von ihm lossagte, als Juan sich beim Militär verpflichtete. Wie das zustande kommt, solltet ihr aber tatsächlich selber lesen, ich will ja nicht den ganzen Roman mundgerecht vorkauen.

Besonders interessant finde ich, dass das Buch es irgendwie schafft, keinen Hurra-Patriotismus zu transportieren, aber auch nicht als klassischer Antikriegsroman daherzukommen. Ich schreibe bewusst "interessant", weil ich als Leser irgendwie ratlos zurückbleibe und mit meinen Gedanken, die zweifellos angestoßen werden - irgendwie allein gelassen werde. Das ist einerseits irgendwie unbefriedigend, aber andererseits ist es wohl die einzige Möglichkeit, Denkprozesse anzuregen und nicht gleich eine vorgefertigte Meinung anzubieten. Also: "Interessant!"

Fazit
Ein toll erzählter Science-Fiction-Roman, der es problemlos schafft, glaubwürdig zwischen harter Action und philosophischen Überlegungen hin- und herzusteuern. Ich habe vor langer, langer Zeit Der ewige Krieg von Joe Haldeman gelesen und muss sagen, dass wir es hier mit einer Art Turbo-Version der Trilogie zu tun haben. (Oder, um ehrlich zu sein hat Haldeman Starship Troopers ausgewalzt...) Was soll ich noch sagen? Den Hugo Award hat der Roman völlig zurecht abgegriffen und ist sowohl in seinen Action-Teilen wie auch den nachdenklichen Parts ebenso glaubwürdig wie unterhaltsam.

Bewertung
4,5 von 5 Trooper-Pods
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der wichtigsten SF-Romane, 22. August 2008
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Die Rezensionen auf dieser Seite zeigen es: STARSHIP TROOPERS polarisiert auch noch nach 50 Jahren die Gemüter. Für die einen ist es ein Meilenstein der Science Fiction, für andere ein eher mau geschriebenes faschistoides Manifest.

Ich muss ganz klar sagen, dass ich zur ersteren Gruppe gehöre: STARSHIP TROOPERS zählt in meinen Augen zu den Klassikern der Science Fiction und ist als Stück Literatur nicht aus dem Kanon wegzudenken - von den zahllosen Büchern-Spielen-Hintergründen-Filmen, die hiervon maßgeblich beeinflusst wurden, mal ganz zu schweigen.

Sicherlich ist vieles in diesem Buch äußerst kontrovers, und wer wie manche Rezensenten feststellt, dass er keinesfalls in der Welt von STARSHIP TROOPERS leben möchte, hat meine volle Zustimmung.
Ich muss aber sagen, dass ich es als brillianten Schachzug von Heinlein empfinde, dass er im Grunde genommen völlig indiskutable gesellschaftspolitische Ideen so verpackt, dass sie beim ersten Lesen vermeindlich logisch klingen. Wir erleben diese Welt als Leser ja durch die Augen des Johnny Rico, und für meine Begriffe liegt hier bereits die Ironie: Rico ist ja ein simpel gestrickter Typ, der ohnehin nicht wirklich den Sinn und Unsinn seiner Befehle hinterfragt. Sobald er eine Begründung einmal akzeptiert hat stellt er keine weiteren Fragen - ich erinnere mich an ein Interview mit Heinlein, in dem er genau auf diesen gefährlichen Charakterzug hingewiesen hat.
Ricos Weltbild wird im Roman immer enger, immer grandliniger, bis er zum Schluß ganz genau weiss was er zu tun hat: zu kämpfen, eben weil er ein Soldat ist... und weil er ein Soldat ist, muss er kämpfen.

Ansonsten fällt STARSHIP TROOPERS durch die Tatsache auf, dass der Roman viele SF-Klischees begründet hat.
Ich glaube, das die von Heinlein hier beschriebene Powered Armour der Mobilen Infantrie eines der wichtigsten Accessoires der Military SF wurde - und mal ehrlich, jedem an SF Interessierten fällt doch sofort 50 Beispiele ein, wo dieses Klischee in der einen oder anderen Art wieder auftauchte, sei es nun Votoms, Warhammer 40000, Battletech, Gundam, Traveller... hier ist das Original! Gleiches gilt natürlich für die Hauptgegner, die "Bugs", welche ja auch jedem SF-Fan reichlich bekannt vorkommen, und zahlreiche andere Aspekte (Planetary Drops, Jumppacks...) dieses Universums.

Gleichzeitig ist STARSHIP TROOPERS alles andere als ein actionbetonter Roman. Die zahlreichen politischen und philosophischen Exkurse sind ohne Frage unbequem und kontrovers, aber durchaus interessant und vor allem durch den Umstand spannend, dass wir als Leser diese Exkurse in der Person des Johnny Rico erleben.

Alles in allem: ein kontroverses Buch, welches in meinen Augen zu den richtungsweisensten und wichtigsten SF-Romanen gehört. Ganz egal wie man es findet, als Fan sollte man es kennen - und in diesem Punkt erwarte ich nicht mal Widerspruch von denen, die es nicht mögen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll, 6. Juli 2014
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Rezension bezieht sich auf: Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven (Taschenbuch)
Dieses SF-Buch von Robert A. Heinlein ist absolut lesenswert. Es ist eines meiner liebsten SF-"Klassiker".

Ich kannte den Kinofilm von Paul Verhoeven schon, bevor ich 2004 diesen Roman das erste Mal gelesen habe. Und ich war erstaunt, wie gut beides gelungen ist - das Buch wie der Film, obwohl sie so sehr voneinander abweichen, dass ich das Titelbild als intellektuelle Beleidigung empfinde. Es erweckt den Anschein, als wäre es ein "Roman zum Film" (quasi das von einem unbekannten Autor ausgeschmückte Drehbuch). Was natürlich nicht zutrifft.
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Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven
Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven von Robert A Heinlein (Taschenbuch - 27. Januar 1998)
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