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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwere Kost - aber ein Genuß für Freunde des hist. Romans
Peter Berling macht den Lesern den Einstieg in seinen Grals - Zyklus nicht leicht, er serviert Ihnen ein opulentes Mahl mit herrlichsten Festtagsbraten - die der Leser aber erst einmal selbst tranchieren muss.

Ausgangspunkt der Handlung ist die Belagerung des Montségur, eine der letzten Festungen der Ketzer, wohin der junge, Genuss liebende,...
Veröffentlicht am 3. April 2006 von Galarina

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langer und langatmiger Historienroman
Bei diesem Buch darf man sich wahrhaft auf einen dicken Historienschinken gefasst machen. Doch wer sich auf ein lang anhaltendes Lesevergnügen freut, zumal Peter Berling zahlreiche Fortsetzungen zu diesem Buch bereithält, der sollte lang anhaltend lieber durch langatmig ersetzen.

Der Reiz dieses Buches macht allein schon der Titel des Buches aus, der...
Veröffentlicht am 1. September 2008 von kfir


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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwere Kost - aber ein Genuß für Freunde des hist. Romans, 3. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Gebundene Ausgabe)
Peter Berling macht den Lesern den Einstieg in seinen Grals - Zyklus nicht leicht, er serviert Ihnen ein opulentes Mahl mit herrlichsten Festtagsbraten - die der Leser aber erst einmal selbst tranchieren muss.

Ausgangspunkt der Handlung ist die Belagerung des Montségur, eine der letzten Festungen der Ketzer, wohin der junge, Genuss liebende, flämische Franziskanermönch Willem von Roebruk vom französischen König als Beobachter entsandt wurde. Sein Schicksal ist eng verbunden mit den Kindern des Gral, zweier Kleinkinder unbekannter, wie aber vermutet wird, allerhöchster Abstammung, die zwischen die Mächte von Papst Innozenz IV. , Kaiser Friedrich II, der Staufer, Ketzer (Katharer), Tempelritter und Assassinen geraten, die mit Hilfe der Kinder ihre jeweiligen Machtinteressen verfolgen wollen und sich dabei für kein Ränkespiel und keine Intrige zu schade sind. Gemeinsam mit den vermeintlichen Tempelrittern Crean de Bourivan und Sigbert von Ötzfeld beginnt eine lange Flucht quer durch Europa bis ins Heilige Land.

Meisterhaft verknüpft Peter Berling seine fiktive Geschichte mit den tatsächlichen historischen Ereignissen. Eine Vielzahl der Haupt- und Nebenpersonen sind historisch, auch wenn sie z. Teil in der Geschichtsschreibung nur als Fußnote auftauchen. Dies wird der Leser allerdings nur bei erheblicher Recherche feststellen, da Berlings fiktive Charaktere so mit den historischen interagieren, dass der Leser den Eindruck bekommen kann, alles hätte tatsächlich so stattgefunden.

Schwierig ist es für den Leser die Handlungsfäden, die Berling spinnt, schnell aufzugreifen, einzuordnen und verfolgen zu können, da er mit einer Vielzahl von Personen, Schauplätzen, Motiven und Handlungssträngen konfrontiert wird und der Leser oft nicht vom Beginn eines Handlungsstranges an feststellen kann, ob die handelnden Charaktere für den Roman eher zu den wichtigen oder zu den unwichtigen Figuren gehören. Sicherlich helfen das Personenverzeichnis und der nach Kapiteln sortierte Anhang dabei ein wenig, leider aber nicht vollständig. Der geschichts- insbesondere mittelaltererfahrene Leser ist anderen gegenüber sicher deutlich im Vorteil, was das Verständnis des Textes beim Erstlesen angeht. Aus meiner Erfahrung empfehle ich den jeweiligen Anhang zum Kapitel immer vor der Lektüre eines Kapitels zu lesen, das hilft zumindest bei der Einordnung der neu auftretenden Personen. Berling erweist sich als Kenner des Mittelalters und offeriert uns seine Geschichte detailverliebt, farbenprächtig und blendend recherchiert - eben opulent.

Manch einer mag Berlings Sprache als antiquiert und überfrachtet empfinden. Ich freue mich immer wieder, wenn ein Autor eines historischen Romans einer angepassten, wortgewaltigen und blumigen Sprache mächtig ist und Sätze konstruiert, die dem Leser den Sinn der Interpunktion einmal wieder ins Bewusstsein bringen und ich als Leserin mich an einer ausgefeilten Sprache erfreuen kann. Letztlich ist es vor allem Berlings sprachliche Fähigkeit, die es ihm erlaubt die Klaviatur der Emotionen zu bedienen, so finden sich z. B. in seinem Roman sowohl Stellen des feinen Witzes wie auch des krachenden, derben Humors.

Genauso detailliert wie Peter Berling die geschichtlichen Fakten offeriert, genauso liebevoll zeichnet er seine Charaktere. Einzig Willem erscheint mir etwas unlogisch schwankend zwischen Cleverness, Bauernschläue und dümmlicher Naivität, der seine Triebhaftigkeit noch die Krone aufsetzt.

Der Lübbe-Verlag hat den Roman ergänzt um einen ausführlichen Anhang, der aber durchaus noch sinnvoll erweitert werden könnte, ein Personenverzeichnis und zwei Karten des mittelalterlichen Europa als Taschenbuch und als gebundene Ausgabe herausgegeben. Letztere ist in weißes Leinen, das mit einem geprägten Bruchstück eine Kettenhemdes in schwarz und silber bedruckt ist, gebunden und mit einem praktischen Lesebändchen versehen. Leider hat uns der Autor keine Abgrenzung historischer Tatsachen und fiktiven Geschehens mitgegeben, so dass der interessierte Leser sich diese Informationen selbst erarbeiten muss - oder darf.

„Die Kinder des Gral" ist ein üppiger historischer Roman, den man sich wie ein gutes Festessen oder einen besonderen Wein für Mußestunden vorhalten sollte, da es sich nicht um leichte Kost handelt. Dafür überrascht Peter Berling seine Leserschaft dann aber mit einem besonderen Genuss. Aufgrund seiner Komplexität ist „Die Kinder des Gral" zweifellos ein Roman, der durch mehrfaches Lesen gewinnt. Bei mir erhält dieser Roman einen Ehrenplatz im Regal gleich neben Umberto Ecos Werken.

Der Grals-Zyklus von Peter Berling setzt sich aus folgenden Bänden zusammen:
1. Die Kinder des Gral (1991)
2. Das Blut der Könige (1993)
3. Die Krone der Welt (1995)
4. Der schwarze Kelch (1997)
5. Der Kelim der Prinzessin (2005)

Des Weiteren hat Peter Berling folgende Vorgeschichten zum Grals - Zyklus verfasst:
Franziskus oder das zweite Memorandum (1990)
Die Ketzerin (2000)

Außerhalb des Grals-Zyklus, aber mit gleicher Handlungszeit verfaßte Peter Berling:
Das Kreuz der Kinder (2003)
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über 700 Seiten Spannung, 5. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Es begann mit einem Zufallsfund an einem Büchergeschäft in Aachen. Peter Berlings Buch:"Die Kinder des Gral" erregte wegen seines interessanten mittelalterlichen Äußeren meine Aufmerksamkeit. Ein Blick hinein, oh eine Karte mit Regionen die ich von meinen Frankreich reisen kannte - gekauft. Die erst etwas abschreckend wirkenden 736 Seiten samt 26 Seiten Anhang mit Hintergrundwissen zu Personen und Historie fesselten mich nach kurzer Zeit ungemein.
Peter Berling versteht es durch seine detaillierten Recherchen und Kenntnisse der Geschichte, dem Leser ein facettenreiches, manchmal derbes aber -meiner Meinung nach- ein relativ realistisches Bild des Hochmittelalters zu skizzieren. Der Vergleich zwischen Europa und dem im Hochmittelalter brisanten Nahen Osten, die Vision einer Annäherung von Islam und Christentum kommen nicht zu kurz. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die mittelalterliche "alleinseligmachende" römische Kurie mit einem Augenzwinkern ihr Fett weg bekommt.
Von den Gestaden der Langue d'Oc führt uns die Geschichte des jungen Franziskanermönchs William von Roebruk und zwei Katharerkindern quer durch das mittelalterliche Europa. Berling versteht es die reale Literaturgrundlage - das Diarium des William von Roebruk - mit fiktiven Handlungssträngen zu verknüpfen. Dabei benutzt er Personen, die zur jeweiligen Zeit real existierten und deren Lebensläufe er genau recherchiert und für passend befunden hat. Das gleiche gilt für die Machtpositionen, Herrschaftsverhältnisse, Orte und Ereignisse, alles passt hier zusammen und hat seine Bedeutung (wie der Anhang offenbart).
Durch diese perfekte Einpassung in die historischen Verhältnisse, hat das Buch für mich als Mittelalter-Begeisterten - neben der überaus spannenden Handlung - zu einer veränderten Weltsicht geführt.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr!, 3. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Es ist die Zeit der Glaubenskriege, es ist Mittelalter und die letzte Festung, der Montségur, wird fallen. Doch in ihm sind noch die beiden Kinder Roc und Yesabel, beide auserkoren die neuen Könige der Welt zu werden. Sie sollen gemeinsam ein Friedensreich begründen, welches die Welt umspannt, welches die Religionen einigt und Orient und Okzident endlich zusammenführt. Es geht um Ritter, Kaiser, Könige und den Papst, bzw. den ganzen Apparat, den Rattenschwanz, der sich hier anschließt. Es geht aber auch um Geheimbünde, wie die Assassinen, und einfach nur um Freunde, die an dem gemeinsamen Ziel arbeiten. Eine der Hauptfiguren dieser Geschichte, ein kleiner etwas dicklicher Franziskaner-Mönch William von Roebruk, wird unfreiwillig zum Beschützer der Kinder und gleichzeitig zum Erzähler, der aus der Ich-Perspektive das Geschehen berichtet. Ständig auf der Flucht kommt es schließlich in Byzanz, einer der größten Städte des Mittelalters zum großen Knall.
Auch wenn dies erst der erste Roman von Berlings Geschichte um die Kinder des Gral ist, so ist es eine Wonne ihnen bei ihren Abenteuern beizustehen und mit ihnen zu hoffen und zu bangen. Freunde kommen und gehen, und so ist vielleicht am Anfang auch die Fülle von neuen ungewöhnlichen Namen etwas erdrückend, aber Berling schaffte es, durch einen sehr ausführlichen Index am Ende des Buches nahezu alle Fragen zu beantworten. Und schließlich wartet man voller Ungeduld auf die weiteren Bände ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berling ist der Meister, 8. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Noch niemals habe ich ein Buch so schnell lieben gelernt wie dieses. Die Anmerkungen? Ja natürlich ist es ein wenig abschreckend, aber gerade diese Anmerkungen machen (für mich) einen großen Teil des Reizes aus, den Berling auf mich ausübt. Sein Wissen über diese Zeit ist so groß, daß bei ihm Personen erscheinen, die kaum mehr sind als Fußnoten der Geschichte. Es ist ungeheuer spannend, ihm hierbei auf die Schliche zu kommen. Und er versteht es hervorragend, dieses Wissen auf seine Geschichte umzulegen, seine Schöpfungen mit den historischen Personen zu verknüpfen, und sie immer wieder an entscheidenden Ereignissen teilhaben zu lassen. Berling hat mich dazu gebracht, mich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Mit meinem neuerworbenen Wissen darüber gefällt mir dieses Buch fast noch besser, als beim ersten Mal. Und die Fortsetzungen ...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spitzenwerk vom König der mittelalterlichen Romane, 15. Juni 2003
Von 
M. Taktikos (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Broschiert)
Berlings gründlich recherchierte Mittelalter-Romane beinhalten ein gewaltiges Hintergrundwissen, das die Handlung auf jeder Seite authenisch erscheinen lässt und alle vergleichbaren Werke haushoch überragt.
Achtung: Nur für forschende, wissenshungrige Leser geeignet, denn für Konsumenten "leichter Kost" sind Berlings Werke schwer geniessbar!
Für mich ist der Autor unschlagbar, eindeutig der "König der mittelalterlichen Romane"! Hoffentlich lässt er noch weitere Folgen der Handlung folgen, vielleicht noch bis ins 14. Jahrhundert hinein (bis zum Prozess gegen den Templerorden)...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Fantastisch!, 30. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Das Buch zu Peter Berlings Gral-Saga ist fantastisch geschrieben. Es ist spannend, dramatisch und doch teilweise basierend auf wahren gegebenheiten im Zeitalter der Kreuzzüge. Ich kann mich den anderen die diese geschichte langweilig finden ganz und gar nicht anschließen. Es ist grandios. Man könnte Stundenlang lesen. Es ist wunderbar wie er die Geschichter der beiden kleinen Kinder erzählt, als ob er selbst dabei gewesen wäre. Wenn man alle Werke von Peter Berling die das Mittelalter und die Kreuzzüge beziehen liest findet man einige Charaktere aus der Gral-Saga wieder. So z.B. Laurence de Belgrave. Ich empfehle allen die Gral-Reihe zu lesesn. Es lohnt sich!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein vielversprechender Anfang, 8. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Dies ist das erste Buch des Vierteilers über die Geschichte des königlichen Paares. Alles in allem ist der Roman gelungen. Die Beschreibung des Mittelalters ist sehr gut, detailreich und regt die Phantasie des Lesers an. Auch die Geschichte ist schlüssig aufgebaut, hier liegt allerdings der erste Kritikpunkt, der bei allen vier Romanen ( siehe auch dort ) angemerkt werden muß. Berling springt häufig von einem Ort zum anderen und es ist schwierig die Übersicht zu behalten, da die Personen teilweise mehrere Namen haben und auch die fremdländischen Namen nicht einfach zu merken sind. Desweiteren ist es zwar sehr abwechslungsreich, daß häufig Gegenstände mit z.B. den Französischen Namen versehen werden und aber einiger Zeit habe ich es aufgegeben die genauen Bedeutungen im Verzeichnis nachzuschauen, denn der lesefluss wird dadurch sehr gestört. Trotz dieser Kritik ist der Roman auf jeden Fall lesenswert und besonders denjenigen zu empfehlen, die Interesse am Mittelalter außerhalb Deutschlands haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der konsequente historische Bezug ist hier der casus belli!, 17. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Nachdem ich das Buch gelesen habe, wurde mir klar, dass die Meinungen ueber das Buch derjenigen, die es gelesen haben, weit auseinander gehen wuerden. Anfangs konnte ich mich nicht mit dem Schinken anfreunden. Das Buch strotzt nur so vor Verweise auf andere bedeutende Ereignisse im Mittelalter oder Verweise auf andere historisch bedeutungsvolle Personen. Bezeichnend an dem Buch ist zunaechsteinmal, dass es die politischen Umstaende und Ereignisse der Zeit, in der die Geschichte eingebettet ist, sehr stark in die Handlung miteinbezieht. Mit diesem Gesagten duerften wahrscheinlich schon sehr viele potentielle Kaeufer dem Werk den Ruecken zu kehren. Auch ich haette beinahe resigniert und das Buch in die Ecke gelegt. Was mich letztendlich bewog erstmal weiter zu lesen war, dass ich mich von dem herrlichen Sprachwitz und dem bewusst altertuemlichen Sprachstil von Peter Berling schnell begeistern konnte. Dadurch wird (fuer mich zumindest)sehr leicht eine dichte mittelalterliche Atmosphäre erzeugt.
Irgendwann waehrend des Lesens fing ich dann auch an die Referenzen (die Hintergrundinformationen) im Anhang des Buches aufmerksamer zu lesen. Und siehe da mit dem noetigen Hintergrundwissen fing das Buch auch langsam an Spass zu machen. Mit dem noetigen Wissen laesst es sich auch leichter lesen.
Peter Berling schafft es ueber kurz oder lang den den Leser zu fesseln. Er ueberfuehrt den Spannungsbogen zielstrebig hin zu dem Aufeinandertreffen der Haescher der Kurie und den Beschuetzern der Infanten des Grals.
Ich wuerde sagen die Geschichte ist ein gelungener Mittelalter-Thriller mit einer sympathischen Hauptperson "Willam von Roebruk".

Abschliessend kann ich sagen, dass die Geschichte fuer jedermann unterhaltsam ist, der sich auf dieses besondere Buch einlaesst und auch nicht davor zurueckscheut ein paar Hintergrund-Infos (sind ja schnell im Anhang nachgeblaettert) der Handlung einzuholen. Ich finde beim Lesen eines Romans mit historischen Bezug geht es auch nicht ganz ohne!

Leser die Mittelalter wollen kriegen hier 100% Mittelalter!

ergo fuer mich fuenf * Wert!

P.S.: ich lese mir das Buch gerade zum dritten mal durch. Die anderen Teile (bis auf den letzten Teil) habe ich auch schon alle gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langer und langatmiger Historienroman, 1. September 2008
Von 
kfir "liesundlausch.de" (Langenbach, Oberbayern, Zonenrandgebiet zu Niederbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Bei diesem Buch darf man sich wahrhaft auf einen dicken Historienschinken gefasst machen. Doch wer sich auf ein lang anhaltendes Lesevergnügen freut, zumal Peter Berling zahlreiche Fortsetzungen zu diesem Buch bereithält, der sollte lang anhaltend lieber durch langatmig ersetzen.

Der Reiz dieses Buches macht allein schon der Titel des Buches aus, der Gral, die Tempelritter und der Montsegur halten noch immer viele Geheimnisse parat. Viel hat Peter Berling recherchiert, viele Fakten in diesem Buch mit vielen Charakteren verknüpft und eine interessante Handlung um diesen Teil der Geschichte gestrickt.
Doch leider hat der Autor versucht, zu viel in diese Geschichte hineinzupacken. Es sind dem Buch zwei Karten und auf 30 Seiten eine Legende mit den wichtigsten Charakteren und ein Anhang zu Orten, Wendungen und Persönlichkeiten beigefügt, aber viel zu Entwirrung tragen sie auch nicht bei.
Statt sich auf ein paar wenige Hauptpersonen zu konzentrieren, ist das Buch überfrachtet mit Personen, Orten und Handlungen. Man kommt an vielen Stellen nicht wirklich dahinter, auf wessen Seite ein Charakter gehört, geschweige denn, welche Rolle er in dem Buch spielt. Statt einiger weniger gut ausgeformter und dem Leser ans Herz wachsender Charaktere bleiben die vielen Personen ziemlich farb- und leblos, wirken oft sehr flach.
Das lenkt doch sehr von der eigentlichen Handlung ab und führt den Leser häufig in die Irre. Es ist schwierig einen Einstieg in die Geschichte zu finden und leider nimmt die Spannung kaum Fahrt auf, zu oft wird durch Seitenstränge vom Hauptteil abgezweigt. Zwar sind viele der kleinen Geschichten und geschichtlichen Exkurse für sich genommen sehr interessant und vermitteln oft auch ein faszinierendes Bild der damaligen Zeit, doch wird dadurch leider die eigentliche Story des Buches zu wenig transportiert, wenn sie nicht sogar deren Fluss manchmal hemmen. Dabei ist die Bildsprache an sich schon sehr schön, nur eben eher weniger spannend.

Ein inhaltlich sehr guter Historienroman, der in vielen formellen Punkten leider nicht überzeugen kann.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hauptfigur driftet durch die Handlung, 2. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder des Gral (Taschenbuch)
Wer "deutsche" Literatur mag, ist mit diesem Buch bestens bedient. Der Autor war um eine gewählte, ausgefeilte und ausdrucksreiche Prosa bemüht; seine von Bildern, Empfindungen, Impressionen und trefflichen Vergleichen überquellene Literatur würde einen Deutschlehrer alter Schule begeistern. Doch diese um literarische Kunstfertigkeit bemühte Sprache dämpft etwas den Lesegenuß jener Leser, die vor allem auf eine spannende, kurzweilige Handlung und kraftvolle, lebendige Figuren aus sind.
Für solche Leser wird dieser über 700 Seiten dicke Happen Papier zu einem schweren Menü, an dem er lange Kauen muß. Die Hauptfigur, William von Roebruk, war jedenfalls nicht von jener faszinierenden und ausgesuchten Qualität, wie der Autor sie auf seinen sprachlichen Ausdruck verwandte. War jener am Anfang noch ein naiver und dümmlicher Mönch, so verlor sich dieser Eindruck erst im Laufe vieler hundert Seiten. Es war mühsam, ihm auf diesem langen Weg hinterherzulaufen. Ein manifestes Ziel (im Sinne von zielgerichetem Wollen und Handeln) hatte diese Figur leider auch nicht.
Und die Handlung selbst? Die Romanabfolge war so überfrachtet wie die literarisch angestrengte Sprache. Die schiere Flut an Schauplätzen und Figuren erdrückte mich. Ich war nicht in der Lage, den Überblick über die vielen Querverbindungen, Verknüpfungen und Verstrickunen in diesem Intrigenschauspiel zu behalten. Dazu überforderte mich die gandenlose Masse historischer und fiktiver Namen der zahllosen Figuren. Ich kaufte dieses Buch, weil ich mich umfassend über das Thema Katharer, Okzitanien und Gral informieren wollte. Doch leider gewann ich weder Informationen noch Vergnügen aus dieser Lektüre. Vielleicht lag es auch daran, daß etwas fehlte, was man als Fährte, Handlauf oder Brotkrumenspur bezeichnen könnte - der Rote Faden.
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Die Kinder des Gral
Die Kinder des Gral von Peter Berling (Taschenbuch - 28. September 2009)
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