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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2006 von Horst Werner

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Dombaubilderbuch wär besser gewesen
Warum eigentlich Historische Romane?
Eigentlich lese ich historische Romane ziemlich ungern. Mir ist dieses Genre, das nicht ganz Fantasy, aber auch keine vollwertige historische Dokumentation ist, eigentlich viel zu fischig. Und viel zu typisch gespickt mit den obligatorischen "starken" Frauenfiguren, Sex- und Vergewaltigungsszenen und einer romantischen Hochzeiten...
Vor 17 Monaten von J. Reinhardt veröffentlicht


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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl, 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik sich entfalten wird. Von Seite zu Seite zieht der Autor seine Leser in den Bann. Man lernt Tom, den Baumeister und seine Familie kennen, sowie deren Widersacher, Lord William. Brutalität und Unrecht kennzeichnen das Verhältnis der Adeligen zu ihren Untertanen. Diese wehren sich je nach dem oder ducken sich weg. Mönche sind es, die zu Mäßigung und Menschlichkeit aufrufen. Aber auch unter den Kirchenleuten gibt es schwache und schwarze Schafe. Nur Philip, der junge Prior, setzt sich mit ganzer Kraft für Ausgleich, Frieden und Gerechtigkeit ein. Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom, dessen Sohn Jack und die schöne Aliena.

Heftige Kämpfe und große Gefühle, Verrat und Hingabe sind nur einige Gewürze in dieser Geschichte; immer geht es um Leben und Tod.

Endlich wird der große Plan in Angriff genommen: es soll eine gotische Kathedrale gebaut werden, als Schutz gegen das Böse, als Zeichen für die Macht Gottes und seiner Liebe zu den Menschen.

Ken Folletts Helden leben in einem wenig zivilisierten , recht begrenzten Universum, im Sündenpfuhl. Grausamkeiten sind keine Seltenheit, jeder muß zusehen, wie er sich durchschlägt in dieser Welt der extremen Gegensätze. Der Leser leidet mit, freut sich, wenn das Gute an Boden gewinnt und die Bösen eins auf die Mütze bekommen. Wer will, kann auch tiefgründigeres aus diesem Roman schöpfen. Das Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird deutlich, Handel und Wandel in der mittelalterlichen Gesellschaft bekommem Konturen.

Alles ist superflüssig geschrieben in gleichmäßigem Erzählrhythmus und mit immer neuen Spannungsbögen versehen.

Für lange Winterabende bestens geeignet.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Dombaubilderbuch wär besser gewesen, 1. November 2012
Von 
J. Reinhardt (Halle) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Warum eigentlich Historische Romane?
Eigentlich lese ich historische Romane ziemlich ungern. Mir ist dieses Genre, das nicht ganz Fantasy, aber auch keine vollwertige historische Dokumentation ist, eigentlich viel zu fischig. Und viel zu typisch gespickt mit den obligatorischen "starken" Frauenfiguren, Sex- und Vergewaltigungsszenen und einer romantischen Hochzeiten am Buchende.
Trotzdem habe ich es beim weihnachtlichen "Bring eins–Nimm eins"-Buchstand ergattert, nachdem mir "Die Säulen der Erde" mehrfach angepriesen wurde. "Der Ken Follett kann so wunderbar schreiben.", lese ich oft in Rezensionen...

Ich mag das Buch jedoch überhaupt nicht. Warum will ich hier ausgiebig beschreiben.

Zur Geschichte:
Follett siedelt seinen epischen Familienroman im 12. Jahrhundert an. Vorrangig geht es um den Bau einer Kathedrale und dem Aufblühen des verschlafenen Nests Kingsbridge, die im Buch quasi als Fortschrittsbalken für die Handlung fungieren. Die Figuren sind meist unterteilt in die Angehörigen der Baumeister, den Klerus und die Adligen. Angefangen von 1135 zu Beginn des Buches bis zu seinem Abschluss 1174 erzählt das Buch das Leben einer festen Figurengruppe deren Schicksal durch den Bau der Kathedrale, aber auch den andauernden englischen Thronfolgekrieg gezeichnet ist.

Hauptfiguren sind dabei Jack, der Ziehsohn des ersten Baumeisters Tom Builder und dessen Frau Ellen, die zuvor mit Jack viele Jahre in einer Höhle im Wald gelebt hat.
Aliena und ihr Bruder Richard, die Kinder des Grafen von Shiring, die es nach dem Verlust von Burg und Adelstitel in die Stadt Kingsbridge für einen Neuanfang zieht.
Ausserdem der Prior des Klosters in Kingsbridge - Phillip, dessen Weg von Anfang bis Ende wohl am vollständigsten erzählt wird.
Und natürlich die bösen Gegenspieler William Hamleigh - Möchtegerngraf, Waleran Bigot - Möchtegernerzbischof und Alfred Builder - Möchtegernbaumeister.
Follett färbt seine Figuren gern eindeutig und seine Antagonisten sind tiefschwarz.

Die sogenannten Charaktere
Obwohl die Handlung abwechselnd aus Sicht der Hauptfiguren erzählt wird, nutzt Follett das Potenzial, auch die Beweggründe der moralisch fragwürdigen Figuren aufzuzeigen, nicht. Sie dienen einzig und allein dazu, sie möglichst hassenswert zu zeichnen damit der Leser leichter mit den "Guten" mitfiebern kann. Seine Mittel und Einfälle sind dabei ziemlich beschränkt: William Hamleigh zum Beispiel nutzt Follett in den meisten Fällen um Vergewaltigungsszenen detailiert zu beschreiben. Immer mit der "Das war so im Mittelalter"-Attitüde im Hinterkopf.
Die Guten, d.h. die zum Aufbau der Stadt und der Kathedrale beitragen ähnlich blass und geradlinig.

In den meisten Fällen nutzt der Autor das angelegte Potential nicht, um die Figuren weiter auszubauen oder in eine überraschende Richtung zu entwickeln, sondern nur um komische Charakterveränderungen anderer Figuren von vornherein zu rechtfertigen.
Tom Builder zum Beispiel kann seinen zornigen Sohn nicht erziehen und seine zweite Frau Ellen scheint eine Hexe zu sein. Tom tut nichts gegen die Vorwürfe seinen Sohn nicht im Griff zu haben, wodurch Alfred - na klar - zum üblen hasserfüllten Schurken wird. Und Ellen, die sonst nichts von einer Hexe hat, ausser gelegentlich böse zu kucken, wird eben in zwei Schlüsselszenen als Klischee-Hexe eingesetzt, weil...die gab's ja auch im Mittelalter. Und da es ganz praktisch ist um für die sexuelle Unversehrtheit eines gewissen anderen Charakters zu sorgen und das irgendwie logisch zu erklären.

Zudem sind alle Figuren kaum beschrieben, stattdessen werden typische äusserliche Merkmale endlos wiederholt. Ellens "goldene Augen und gebräunte Haut" oder Alienas "viel zu große Brüste und wallende Locken" sind meist das Einzige was ihm einfällt.
Frauen sehen übrigens durchweg gut aus und werden oft sexualisiert beschrieben. Bei Männern geht es auffällig nur um Körpergröße und Haarwuchs und -farbe.

Dialoge
Was mich aber am meisten stört, sind die wirklich grottig geschriebenen Dialoge. Während Autoren wie Umberto Eco, George R. R. Martin oder Andrzej Sapkowski Dialoge nutzen um den Charakter meist auf mehreren Ebenen zu entwickeln und den Leser mit genial geschrieben Zeilen zu unterhalten, ist es bei Follett reines Blabla, das oft ziemlich einfallslos eingesetzt wird. Wichtige Informationen erhält man nicht aus dem Mund der Protagonisten, sondern stets angehängt in Beschreibungen was damit gemeint ist und ein paar pseudopsychologische Erklärung für die folgenden Reaktionen - die meist auch wenig überraschend ausfallen. Oberste Säulen-der-Erde-Regel: Die Bösen sind am Ende von Dialogen immer wütend, was sie dann noch böser macht. Klar.

Dadurch ist die Handlung auch ein endlos langgezogener Kaugummi von "der Kathedralenfraktion passiert etwas Gutes, weil den Gegnern was schlechtes passiert" abgewechselt mit "der Kathedralenfraktion passiert was Schlechtes, weil den Gegnern was Gutes passiert". Je nachdem was dem Autoren einfällt. Und ihm kommen dabei jede Menge krude Ideen, wen man jetzt als nächstes abfackeln oder vergewaltigen könnte! Und wenn Kingsbridge grad nicht mehr steht, gibt es zum Glück och umliegende Dörfer. So war das im Mittelalter!

Selbst dabei kennt Ken Follett kaum ein Maß. Oftmals scheint er erst zufrieden, wenn sich ein zermürbendes Ereignis an das Nächste reiht. Da wird der Hausbau fast nicht entlohnt, die Tochter fast vom Pferd getötet, das Schwein geklaut, die Tochter niedergeschlagen, die schöne Goldäugige taucht auf, es gibt nichts zu essen....und dazwischen noch mehr tiefschürfende Ereignisse, die aber zu viel verraten würden - alles auf den ersten 100 Seiten!

Der Roman wirkt noch viel furchtbarer, wenn man Follett in Interviews zuhört, wie er stolz erzählt die Grundzüge eines guten Romans erkannt zu haben und sie auch genauso abschreibt - umgesetzt in gut lesbare Massenware.

Fazit
Wer ohne Umschweife beschriebene Handlunge bevorzugt und einzig auf spannende Wendungen aus ist, ohne sich jedoch mit aufwendigen Figurenkonstellationen belasten zu wollen und das düstere Mittelalter mit Hauen und Stechen erwartet, der sollte zugreifen.
Allen anderen empfehle ich Abstand zu nehmen und lieber Sapkowski, Eco oder gleich Fantasy von Martin zu wählen. Da weiß man nicht schon auf Seite 300 worauf man sich einlässt.
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133 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine meisterliche Erzählung..., 10. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
WOW! Follet's "Säulen der Erde" ist genial!!!
Ein junger Prior im mitteralterlichen England, hat sich zum Ziel gesetzt, allen Wiederständen zum Trotz, eine neue Kathedrale in Kingsbridge zu errichten. In den Stationen seines Lebens lernt er viele Freunde kennen, begreift aber auch, was es heißt, sein Leben gegen die großen Mächtigen der damaligen Zeit, zu verteidigen.
Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom Builder und dessen Stiefsohn Jack sowie die Grafentochter Aliena. Alle müssen sich im Verlaufe ihres Lebens mit Leid, Hunger, Gewalt und Tod auseinandersetzen, lernen aber auch aber die "Sonnenseiten" des Lebens kennen (die große Liebe, berufliche Erfolge etc.).
Was Follet hier geschrieben hat, gleicht eher einem Tatsachenbericht, als einer erfundenen Story. Die Lebensumstände der einzelnen Protagonisten werden detailliert dargestellt, wobei die Gefühle jedoch nie zu kurz kommen. Die Probleme der Charaktere sind leicht nachvollziehbar und wirken daher ungeheuer authentisch.
Die Verschmelzung der verschiedenen Biographien von Haupt.-und Nebencharakteren, sorgt für eine rasante Handlung (trotz der 60-jährigen Zeitspanne, von der Follet hier berichtet). Es kreuzen sich die Wege von Königen und Bauern, von Grafen und Handwerkern, von Relegion und Macht....einfach alles wird erzählt...und es wird NIE LANGWEILIG!!!!!
Überraschende Treffen am Wegesrand haben Auswirkungen auf die ganze Gechichte Englands. Die Machthungrigen kommen immer wieder zu unerwarteten Möglichkeiten, sich Phillip und seinem Lebenstraum von der Errichtung einer Kathedrale des Friedens, in dem Weg zu stellen. Dieser wiederum weiß sich zu wehren.
So kommt es also zu Intrigen, Mord und Verrat in einer Zeit, in der Gesetze dem enormen Einfluß der Kirche unterliegen, aus der, wie Follet es ebenfalls vortrefflich zu beschreiben weiß, keineswegs nur demütige, fromme Priester hervorgehen. (es war halt schon immer so)
Mein Fazit: eine Lobeshymne auf Follet..dieses Buch muss man gelesen haben!!
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rache und Vergeltung bis zum Tod., 16. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Zunächst einmal möchte ich zweimal ganz dickes Lob verteilen. Zum einen sind 14,95 Euro für ein Hörbuch mit 12 CDs ein absoluter Schnäppchenpreis. Zum anderen ist Joachim Kerzel einer der besten Vorleser weit und breit. Egal ob bei Grange oder Follett, der Mann kann lesen! Ihm zuzuhören ist immer ein Genuss.

Was Ken Folletts Roman angeht, so kann ich nicht ganz in das Horn der grenzenlosen Begeisterung stoßen. Die Story ist lang und spannend, Folletts Schreibe erweckt allerdings den Eindruck, dass er diese Geschichte noch tagelang weiter spinnen könnte. Wer auf mittelalterliche Romane mit Rache, Vergeltung, Hass und immer wiederkehrenden Ränkespielen mit situationsbedingten Veränderungen steht, der wird sich bei den Säulen der Erde vor lauter Begeisterung kaum wieder einfangen können. Wer allerdings Realitätsnähe, einen logischen Plot und eine kreative Geschichte mag, der wird mit dem Stoff seine Schwierigkeiten haben. Zu einfach gestrickt, plakativ Schwarz und Weiß, bzw. Gut und Böse, hat Follett die Figuren und die Story gestrickt.

In sechs Büchern führt uns Follett nach England in die Zeit von 1135 bis 1174. Dabei zeigt er uns das Land, so wie er es sich vorstellt. Er beschreibt die Geburt eines Findelkindes, das in ein Kloster kommt. Dort beginnt gerade der junge Mönch Philip seinen Aufstieg in der Kirche. Philip wird Prior der Priorei Kingsbrigde und hat sich fortan mit dem Bischof Waleran und der Familie Hamleigh auseinanderzusetzen. William, Sohn der Hamleighs, wird von der Grafentochter Aliena abgewiesen. Er vergewaltigt sie und schafft sich damit eine Feindin auf Lebzeit. Währenddessen wird das Land im Kampf um die Krone zerrissen. Mathilde von England und Stefan streiten um den Thron. Zentraler Mittelpunkt der Geschichte ist dabei der Bau der Kathedrale in Kingsbrigde. So lässt uns Follett über fast 40 Jahre an der Geschichte des Kingsbrigdes teilhaben, führt weitere Personen ein, verpasst ihnen böse Gegenspieler und lässt einer Ränke die nächste folgen. Das zusammenzufassen würde Seiten brauchen. In diesen plakativen Ränkespielen liegt, meiner Ansicht nach, die Schwäche des Romans. Wenn jeweils ein Guter und ein Böser sich bis zum Tod hassen und der Autor die beiden Gegenspieler immer wieder in verschiedenen Ämtern wie Prior, Graf, Richter, Vogt oder Bischof gegeneinander aufstellt, dann wird der Plot(leider) total unglaubwürdig und landet komplett im schriftstellerischen Mainestream.

Ob Follett das wollte? Ich weiß es nicht. In jedem Fall erschließt er sich eine gewaltige Leserschaft. Obwohl, das wäre mit einem glaubwürdigeren Stoff sicher auch nicht zu verhindern gewesen. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Wer Die Säulen der Erde als ganz große Literatur bezeichnet, irrt vermutlich.

Ich habe, wie immer, Joachim Kerzels außerordentliche Stimme genossen. Mir die Geschichte quasi nebenbei angehört und mich über den günstigen Preis des Buches gefreut. Das wars dann aber auch schon. Es heißt mal wieder: Entscheiden sie selbst!
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterliche HÖRBUCH-Umsetzung, 4. November 2004
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Hörbücher sind mittlerweile eine meiner großen Leidenschaften und zudem ein äußerst entspannender Zeitvertreib.
Dieses Werk ist eine äußerst gelungene Meisterleistung, in der Joachim Kerzel sich einmal mehr auf meiner Liste der Top-Vorleser um ein gutes Stück nach vorne gearbeitet hat. Es gelingt ihm nicht, wie zum Beispiel Jochen Malmsheimer in der Hörbuchfassung der "Brautprinzessin" (von William Goldman) die Stimmen der einzelnen Personen einmalig und somit unverkennbar zu charakterisieren, dennoch weiß man bei den Dialogen stets, wer spricht. Ich nehme an, daß das bei gewissen Schriftstellern durchaus zum Problem werden kann; wenn ein Roman zum Beispiel aus lauter Dialogen besteht ...
Entweder schreibt nun Ken Follett seine Dialoge so perfekt, daß es für eine Lesung geradezu geschaffen ist, oder es hat sich jemand Mühe gemacht und eine Bearbeitung des Romans eigens für die Hörbuchfassung geschrieben. Ich weiß es nicht. - Aber ich weiß, wie fesselnd die Geschichte um den Prior Philip geschildert/ vorgelesen wird.
Im Vergleich zu anderen Hörbuchfassungen muss man diesem hier Respekt zollen. Es kommen seltenst Ungereimtheiten auf, es gibt keine einzige Stelle an der unklar gesprochen, genuschelt wird, oder der Text sonst wie unverständlich ist.
Der gigantische Umfang von insgesamt 12 CDs (836 Minuten) hat mich zunächst abgeschreckt und ich befürchte, daß Wenige (so sehe ich es zumindest in meinem Freundeskreis) sich ein Hörbuch von Anfang bis Ende anhören.
Allerdings bin ich seit ich die 12 CD's "durch habe" süchtig nach längeren Hörbüchern. Was zuweilen ein kostspieliges Unterfangen ist, denn Hörbücher in so großem Umfang sind selten als solches Schnäppchen, wie eben zur Zeit ...
Die Tracks sind zirka drei bis 20 Minuten lang; jede CD hat zirka fünf bis sieben Tracks. Das ist wichtig, wenn man mal zwischendurch aufhört. Es gibt auch Hörbuchverlage, die die 70 Minuten einer CD auf einen einzigen Track verlagern, wie zum Beispiel "Der Name der Rose". Man kann sich vorstellen, wie ärgerlich es ist, wenn man nach 15 Minuten einschläft ... Hier hat sich der LÜBBE AUDIOVERLAG richtig Mühe gegeben. Die einzelnen "Bücher" (in die Ken Follett seinen Roman gegliedert hat) werden durch längere Pausen und Musik gut umgesetzt. Die Musik kann manchmal wohl nerven, paßt aber alles in allem gut zu dem Roman.
Dieser Roman in seiner Hörbuchfassung hatte es wirklich angetan. Wie bei einigen Buchrezensionen erwähnt ist dieser "historische Roman" nicht das eigentliche Genre in dem sich Ken Follett bewegt. Also, war ich zunächst skeptisch, ob mich die "Story" überhaupt interessiert. Doch - schon nach wenigen Minuten hinhören -, die Geschichte zieht einen unmittelbar in ihren Bann. Sie ähnelt ein bißchen "Der Name der Rose" von Umberto Eco, hat aber trotz aller Phantasie des Autors einen geschichtlich nachgewiesenen Hintergrund.
Ein allemale unterhaltsames Werk; WENN man sich die Zeit dazu nimmt. Tut man dies - ohne Hast und Hektik - und tut man dies bewußt, dann werden einem "Die Säulen der Erde" eine lange Zeit viel Abwechslung und Entspannung und schließlich eine gute Unterhaltung bieten.
Meine große Anerkennung gebührt Joachim Kerzel, der sich - erwähnte ich es bereits? - einmal mehr als Top-Vorleser bewiesen hat. Ein großes Lob an den LÜBBE Audio Verlag, daß sie ihn als Sprecher verpflichtet hatten.
Das Hörbuch "Die Säulen der Erde" vom LÜBBE Audio-Verlag kann ich einfach nur für beispielaft gelungen befinden und denen weiterempfhelen, die sich gerne einmal in Ruhe etwas Gutes gönnen.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch verändert einem zum Guten!, 31. August 2007
Von 
C. Will "Filmfreak" (Bad Kissingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Gebundene Ausgabe)
Ich bin kein großer Buchleser. Las eigenltich immer nur ein Buch pro Jahr.
Dann empfahl mir meine kleine Schwester vor 3 Jahren dieses Buch mit den Worten: "das mußt du gelesen haben". Ich fragte dann um was es sich handelt, und sie antwortete: um einen Dombau und um früher!!!!! Wow, war schon begeistert!! ( sie hat die Gabe jedes Buch so zu beschreiben, das man es wirklich nicht lesen will! )
Also ich fing vor drei Jahren mit den ersten 4 Seiten an, und als ich was las, vonwegen - mit einem Stein nach einem Hund werfen - war für mich dieses Buch auch schon gegessen.
Und als ich dieses Jahr wieder mein Jahres-Buch gesucht habe, war leider nur dieses gerade da.
Also ich lag im Garten und hab mich über die ersten 4 Seiten -mit dem Steinwurf auf den Hund- hinausgelesen, und auf einmal war ich dermaßen gefangen, das ich nicht mehr aufhören konnte. Ich wurde von diesem Buch in eine andere Welt hineingezogen, von der ich nie geahnt hätte. (Und das mir, als passioniertem Film-Junkie).
Ich habe alles deutlicher sehen können, als beim besten Film. Die Emotionen waren wesentlich überzeugender, die Charaktere besser ausgearbeitet, die Geschichte unglaublich vielschichtig! Vor allem war es sehr gut recherchiert. Man glaubt fast, einem Zeitzeugen zuzuhören.
Und was das Unglaublichste ist: .... ich hab die letzten 100 Seiten dermaßen hinausgezögert, weil ich Angst hatte, das dieses Buch jemals enden könnte.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine große Enttäuschung, 31. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Wie wird der Roman "Die Säulen der Erde" von Ken Follett doch von der Öffentlichkeit in den Himmel gehoben! Alle Welt scheint vollauf begeistert - eine Reaktion, die ich leider nicht verstehen kann.
Vor wenigen Stunden habe ich die Lektüre dieses 1300-Seiten-Buches beendet und was bleibt, sind Fragezeichen und Enttäuschung.
"Die Säulen der Erde" erzählt von den Bemühungen eines jungen Priors und einiger anderer Bürger, im mittelalterlichen England eine neue Kathedrale in Kingsbridge zu errichte; schildert den steinigen Weg, der beschritten werden muss, bevor der Traum Wirklichkeit werden kann, denn natürlich gibt es Widersacher, die das Unternehmen unter allen Umständen verhindern wollen.
Wobei wir bei meinem ersten Krtikpunkt angelangt wären: die Story. Am Anfang war ich noch ganz fasziniert von der Welt des Mittelalters und von den Protagonisten, für die es vollkommen normal ist, jeden Tag um das nackte Überleben zu kämpfen. Mit der Zeit ist diese Ehrfurcht gewichen, denn die Story ist größtenteils nach ein -und demselben Muster gestrickt: Die Guten wollen die Kathedrale bauen. Die Bösen haben etwas dagegen und hecken einen Plan aus, um die Guten zu stürzen. Der Plan funktioniert, die Guten sind am Boden zerstört, rappeln sich aber wieder auf. 50-100 Seiten Ruhe. Die Bösen schmieden neue dunkle Pläne und bringen die Guten abermals zu Fall usw. Ich hab mich irgendwann dazu zwingen müssen, weiterzulesen, da ich das dann doch wirklich ermüdend und langweilig fand. Das ist schade, denn einige Aspekte der Handlung haben mir im Grunde gut gefallen, nur dass die wenigen Stellen, die mich dann echt noch fasziniert haben (meistens Schilderungen von der Lebensweise im Ausland), meines Erachtens nach viel zu schnell abgehakt wurden und der gewöhnliche "Trott" wieder einsetzte. Sich auftuende Probleme können von Phillip, Jack & Co viel zu schnell und einfach gelöst werden, viele Wendungen in der Handlung wirken wie an den Haaren herbeigezogen.
Der zweite Hauptproblem sehe ich in den verschiedenen Protagonisten. Die Geschichte wird aus der Sicht von 5 Figuren erzählt, die man jeweils 5o Jahre lang begleitet. Man müsste meinen, dass sich der Leser darum relativ gut in die Figuren hineinversetzen kann, mit ihnen leidet oder sich mit ihnen freut. Dieser Effekt ist bei mir ganz und gar nicht zu Tage gekommen, denn die Figuren sind nach dem altbekannten Schwarz-Weiß-Muster gezeichnet: Die Bösen sind dermaßen böse, dass die Glaughaftigkeit ziemlich den Bach runter geht (Vor allem William Hamleigh ist unglaubwürdig, ich habe das Gefühl, der vergewaltigt echt JEDE, die ihm am Wegrand begegnet), die Guten wiederum so dermaßen gut und zuvorkommend, dass sie mich irgendwann nur noch genervt haben. Zeigt ein Guter dann doch mal Schwächen, sind diese entweder unglaubwürdig oder resultieren einfach nur aus Dummheit. Eine echte Entwicklung konnte ich eigentlich nur bei einer Figur feststellen - Jack Jackson.
Gerade zum Ende hin fiel es mir außerdem noch schwerer, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, was aber, so denke ich, bei Zeitsprüngen von bis zu 15 Jahren mitten in der Handlung nicht verwundert.
Der Roman ist recht flüssig geschrieben und man kommt relativ gut voran. Allerdings tauchen sehr häufig Redensarten aus unserer heutigen Sprache auf, wie z.B. "die Flinte ins Korn werfen" oder "außer Rand und Band geraten". Das hat das Lesevergnügen für mich arg vermindert, obwohl ich nicht ermessen kann, ob es sich dabei nicht nur um ein Problem der deutschen Übersetzung handelt.
Ich konnte nicht einmal die Liebesgeschichte in Ken Folletts Weltbestseller richtig genießen, da mir die weiblich Hauptfigur zu naiv und arrogant war, jemand, der glaubt, jede Kleinigkeit besser machen zu können, als die Menschen in ihrer Umgebung.
Der Schluss dagegen hat mir dann doch wieder richtig gut gefallen, doch (auch hier wieder) war alles zu schnell vorbei und konnte die vorhergehenden 1150 Seiten auch nicht mehr aufbügeln.

Fazit: Verschenkte Zeit und Mühe, aber immerhin die Erkenntnis, dass ich nie wieder einen Roman von Ken Follett anrühren werde.

LG
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tolle Lesung eines tollen Buches, 13. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Die Säulen der Erde fand ich schon als Buch toll, aber gelesen von Joachim Kerzel ist das Buch sogar noch ein größerer Genuss. Die Stimme passt hervorragend zu diesem historischem Roman um die Intrigen und Wirren um den Bau einer Kathedrale. Diese Lesung ist an einigen Stellen etwas gekürzt, zumeist wenn es um genaue Beschreibung baulicher Aspekte handelte, aber dadurch wird die Geschichte deutlich flüssiger. Unterbrochen ist die Geschichte gelegentlich mit etwas atmosphärischer Musik, die aber zu keinem Zeitpunkt störend wirkt.
Ich kann dieses Audio-Book wirklich nur jedem empfehlen. Es gibt/gab noch eine preisgekrönte Hörspielfassung vom WDR, aber dies hier ist eine reine Lesung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindle-Version nachlässig umgesetzt, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde: Roman (Kindle Edition)
Die Kindle-Version des Buches ist nachlässig umgesetzt. Teilweise fehlt Text. Oder aber es findet sich der Passus: "Absatz entfernt, um eine Zeile einzukürzen".
Hier wurde vermutlich ohne weitere Sorgfalt eine bereits bestehende digitale Textvorlage in eine eBook umgemünzt. Kindle-Leser werden von Amazon wohl als Leser zweiter Klasse angesehen, was zu kritisieren ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Hörbuch zum Mini-Preis, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Da "Die Säulen der Erde" im Moment so wunderbar günstig ist, habe ich es mir jetzt endlich auch zugelegt. Die Buchfassung habe ich allerdings nicht gelesen (bin wahrscheinlich einer der letzten, die dies noch nicht getan haben), ich kann mir also über die Kürzungen etc. des Hörbuchs kein Urteil erlauben.

"DSdE" hört sich sehr spannend und faszinierend, was sicherlich zum großen Teil auch Kerzels Verdienst ist, der das Hörbuch sehr einfühlsam, anregend und spannend liest. Ich konnte nicht mehr aufhören zuzuhören. Ich hörte es beim Frühstück, beim Zähne putzen, auf dem Weg zur Uni, im Bus usw. Mein ganzer Tag war von Mittelalterfeeling bestimmt. Die Vorrezensentin trifft es mit "Abtauchen" sehr gut.

Fazit: Sehr empfehlenswert auch für Leute, die normalerweise nicht so auf diese Historienschinken stehen (wie ich), aber vielleicht nicht für Hörbuch-Neulinge, denn es ist mit 12 CDs schon sehr umfangreich.
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Die Säulen der Erde. Roman
Die Säulen der Erde. Roman von Ken Follett (Taschenbuch - 2010)
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