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63 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2006 von Horst Werner

versus
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Dombaubilderbuch wär besser gewesen
Warum eigentlich Historische Romane?
Eigentlich lese ich historische Romane ziemlich ungern. Mir ist dieses Genre, das nicht ganz Fantasy, aber auch keine vollwertige historische Dokumentation ist, eigentlich viel zu fischig. Und viel zu typisch gespickt mit den obligatorischen "starken" Frauenfiguren, Sex- und Vergewaltigungsszenen und einer romantischen Hochzeiten...
Veröffentlicht am 1. November 2012 von J. Reinhardt


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63 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl, 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik sich entfalten wird. Von Seite zu Seite zieht der Autor seine Leser in den Bann. Man lernt Tom, den Baumeister und seine Familie kennen, sowie deren Widersacher, Lord William. Brutalität und Unrecht kennzeichnen das Verhältnis der Adeligen zu ihren Untertanen. Diese wehren sich je nach dem oder ducken sich weg. Mönche sind es, die zu Mäßigung und Menschlichkeit aufrufen. Aber auch unter den Kirchenleuten gibt es schwache und schwarze Schafe. Nur Philip, der junge Prior, setzt sich mit ganzer Kraft für Ausgleich, Frieden und Gerechtigkeit ein. Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom, dessen Sohn Jack und die schöne Aliena.

Heftige Kämpfe und große Gefühle, Verrat und Hingabe sind nur einige Gewürze in dieser Geschichte; immer geht es um Leben und Tod.

Endlich wird der große Plan in Angriff genommen: es soll eine gotische Kathedrale gebaut werden, als Schutz gegen das Böse, als Zeichen für die Macht Gottes und seiner Liebe zu den Menschen.

Ken Folletts Helden leben in einem wenig zivilisierten , recht begrenzten Universum, im Sündenpfuhl. Grausamkeiten sind keine Seltenheit, jeder muß zusehen, wie er sich durchschlägt in dieser Welt der extremen Gegensätze. Der Leser leidet mit, freut sich, wenn das Gute an Boden gewinnt und die Bösen eins auf die Mütze bekommen. Wer will, kann auch tiefgründigeres aus diesem Roman schöpfen. Das Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird deutlich, Handel und Wandel in der mittelalterlichen Gesellschaft bekommem Konturen.

Alles ist superflüssig geschrieben in gleichmäßigem Erzählrhythmus und mit immer neuen Spannungsbögen versehen.

Für lange Winterabende bestens geeignet.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Dombaubilderbuch wär besser gewesen, 1. November 2012
Von 
J. Reinhardt (Halle) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Warum eigentlich Historische Romane?
Eigentlich lese ich historische Romane ziemlich ungern. Mir ist dieses Genre, das nicht ganz Fantasy, aber auch keine vollwertige historische Dokumentation ist, eigentlich viel zu fischig. Und viel zu typisch gespickt mit den obligatorischen "starken" Frauenfiguren, Sex- und Vergewaltigungsszenen und einer romantischen Hochzeiten am Buchende.
Trotzdem habe ich es beim weihnachtlichen "Bring eins–Nimm eins"-Buchstand ergattert, nachdem mir "Die Säulen der Erde" mehrfach angepriesen wurde. "Der Ken Follett kann so wunderbar schreiben.", lese ich oft in Rezensionen...

Ich mag das Buch jedoch überhaupt nicht. Warum will ich hier ausgiebig beschreiben.

Zur Geschichte:
Follett siedelt seinen epischen Familienroman im 12. Jahrhundert an. Vorrangig geht es um den Bau einer Kathedrale und dem Aufblühen des verschlafenen Nests Kingsbridge, die im Buch quasi als Fortschrittsbalken für die Handlung fungieren. Die Figuren sind meist unterteilt in die Angehörigen der Baumeister, den Klerus und die Adligen. Angefangen von 1135 zu Beginn des Buches bis zu seinem Abschluss 1174 erzählt das Buch das Leben einer festen Figurengruppe deren Schicksal durch den Bau der Kathedrale, aber auch den andauernden englischen Thronfolgekrieg gezeichnet ist.

Hauptfiguren sind dabei Jack, der Ziehsohn des ersten Baumeisters Tom Builder und dessen Frau Ellen, die zuvor mit Jack viele Jahre in einer Höhle im Wald gelebt hat.
Aliena und ihr Bruder Richard, die Kinder des Grafen von Shiring, die es nach dem Verlust von Burg und Adelstitel in die Stadt Kingsbridge für einen Neuanfang zieht.
Ausserdem der Prior des Klosters in Kingsbridge - Phillip, dessen Weg von Anfang bis Ende wohl am vollständigsten erzählt wird.
Und natürlich die bösen Gegenspieler William Hamleigh - Möchtegerngraf, Waleran Bigot - Möchtegernerzbischof und Alfred Builder - Möchtegernbaumeister.
Follett färbt seine Figuren gern eindeutig und seine Antagonisten sind tiefschwarz.

Die sogenannten Charaktere
Obwohl die Handlung abwechselnd aus Sicht der Hauptfiguren erzählt wird, nutzt Follett das Potenzial, auch die Beweggründe der moralisch fragwürdigen Figuren aufzuzeigen, nicht. Sie dienen einzig und allein dazu, sie möglichst hassenswert zu zeichnen damit der Leser leichter mit den "Guten" mitfiebern kann. Seine Mittel und Einfälle sind dabei ziemlich beschränkt: William Hamleigh zum Beispiel nutzt Follett in den meisten Fällen um Vergewaltigungsszenen detailiert zu beschreiben. Immer mit der "Das war so im Mittelalter"-Attitüde im Hinterkopf.
Die Guten, d.h. die zum Aufbau der Stadt und der Kathedrale beitragen ähnlich blass und geradlinig.

In den meisten Fällen nutzt der Autor das angelegte Potential nicht, um die Figuren weiter auszubauen oder in eine überraschende Richtung zu entwickeln, sondern nur um komische Charakterveränderungen anderer Figuren von vornherein zu rechtfertigen.
Tom Builder zum Beispiel kann seinen zornigen Sohn nicht erziehen und seine zweite Frau Ellen scheint eine Hexe zu sein. Tom tut nichts gegen die Vorwürfe seinen Sohn nicht im Griff zu haben, wodurch Alfred - na klar - zum üblen hasserfüllten Schurken wird. Und Ellen, die sonst nichts von einer Hexe hat, ausser gelegentlich böse zu kucken, wird eben in zwei Schlüsselszenen als Klischee-Hexe eingesetzt, weil...die gab's ja auch im Mittelalter. Und da es ganz praktisch ist um für die sexuelle Unversehrtheit eines gewissen anderen Charakters zu sorgen und das irgendwie logisch zu erklären.

Zudem sind alle Figuren kaum beschrieben, stattdessen werden typische äusserliche Merkmale endlos wiederholt. Ellens "goldene Augen und gebräunte Haut" oder Alienas "viel zu große Brüste und wallende Locken" sind meist das Einzige was ihm einfällt.
Frauen sehen übrigens durchweg gut aus und werden oft sexualisiert beschrieben. Bei Männern geht es auffällig nur um Körpergröße und Haarwuchs und -farbe.

Dialoge
Was mich aber am meisten stört, sind die wirklich grottig geschriebenen Dialoge. Während Autoren wie Umberto Eco, George R. R. Martin oder Andrzej Sapkowski Dialoge nutzen um den Charakter meist auf mehreren Ebenen zu entwickeln und den Leser mit genial geschrieben Zeilen zu unterhalten, ist es bei Follett reines Blabla, das oft ziemlich einfallslos eingesetzt wird. Wichtige Informationen erhält man nicht aus dem Mund der Protagonisten, sondern stets angehängt in Beschreibungen was damit gemeint ist und ein paar pseudopsychologische Erklärung für die folgenden Reaktionen - die meist auch wenig überraschend ausfallen. Oberste Säulen-der-Erde-Regel: Die Bösen sind am Ende von Dialogen immer wütend, was sie dann noch böser macht. Klar.

Dadurch ist die Handlung auch ein endlos langgezogener Kaugummi von "der Kathedralenfraktion passiert etwas Gutes, weil den Gegnern was schlechtes passiert" abgewechselt mit "der Kathedralenfraktion passiert was Schlechtes, weil den Gegnern was Gutes passiert". Je nachdem was dem Autoren einfällt. Und ihm kommen dabei jede Menge krude Ideen, wen man jetzt als nächstes abfackeln oder vergewaltigen könnte! Und wenn Kingsbridge grad nicht mehr steht, gibt es zum Glück och umliegende Dörfer. So war das im Mittelalter!

Selbst dabei kennt Ken Follett kaum ein Maß. Oftmals scheint er erst zufrieden, wenn sich ein zermürbendes Ereignis an das Nächste reiht. Da wird der Hausbau fast nicht entlohnt, die Tochter fast vom Pferd getötet, das Schwein geklaut, die Tochter niedergeschlagen, die schöne Goldäugige taucht auf, es gibt nichts zu essen....und dazwischen noch mehr tiefschürfende Ereignisse, die aber zu viel verraten würden - alles auf den ersten 100 Seiten!

Der Roman wirkt noch viel furchtbarer, wenn man Follett in Interviews zuhört, wie er stolz erzählt die Grundzüge eines guten Romans erkannt zu haben und sie auch genauso abschreibt - umgesetzt in gut lesbare Massenware.

Fazit
Wer ohne Umschweife beschriebene Handlunge bevorzugt und einzig auf spannende Wendungen aus ist, ohne sich jedoch mit aufwendigen Figurenkonstellationen belasten zu wollen und das düstere Mittelalter mit Hauen und Stechen erwartet, der sollte zugreifen.
Allen anderen empfehle ich Abstand zu nehmen und lieber Sapkowski, Eco oder gleich Fantasy von Martin zu wählen. Da weiß man nicht schon auf Seite 300 worauf man sich einlässt.
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59 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterliche HÖRBUCH-Umsetzung, 4. November 2004
Von 
Apicula "Biene" (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Hörbücher sind mittlerweile eine meiner großen Leidenschaften und zudem ein äußerst entspannender Zeitvertreib.
Dieses Werk ist eine äußerst gelungene Meisterleistung, in der Joachim Kerzel sich einmal mehr auf meiner Liste der Top-Vorleser um ein gutes Stück nach vorne gearbeitet hat. Es gelingt ihm nicht, wie zum Beispiel Jochen Malmsheimer in der Hörbuchfassung der "Brautprinzessin" (von William Goldman) die Stimmen der einzelnen Personen einmalig und somit unverkennbar zu charakterisieren, dennoch weiß man bei den Dialogen stets, wer spricht. Ich nehme an, daß das bei gewissen Schriftstellern durchaus zum Problem werden kann; wenn ein Roman zum Beispiel aus lauter Dialogen besteht ...
Entweder schreibt nun Ken Follett seine Dialoge so perfekt, daß es für eine Lesung geradezu geschaffen ist, oder es hat sich jemand Mühe gemacht und eine Bearbeitung des Romans eigens für die Hörbuchfassung geschrieben. Ich weiß es nicht. - Aber ich weiß, wie fesselnd die Geschichte um den Prior Philip geschildert/ vorgelesen wird.
Im Vergleich zu anderen Hörbuchfassungen muss man diesem hier Respekt zollen. Es kommen seltenst Ungereimtheiten auf, es gibt keine einzige Stelle an der unklar gesprochen, genuschelt wird, oder der Text sonst wie unverständlich ist.
Der gigantische Umfang von insgesamt 12 CDs (836 Minuten) hat mich zunächst abgeschreckt und ich befürchte, daß Wenige (so sehe ich es zumindest in meinem Freundeskreis) sich ein Hörbuch von Anfang bis Ende anhören.
Allerdings bin ich seit ich die 12 CD's "durch habe" süchtig nach längeren Hörbüchern. Was zuweilen ein kostspieliges Unterfangen ist, denn Hörbücher in so großem Umfang sind selten als solches Schnäppchen, wie eben zur Zeit ...
Die Tracks sind zirka drei bis 20 Minuten lang; jede CD hat zirka fünf bis sieben Tracks. Das ist wichtig, wenn man mal zwischendurch aufhört. Es gibt auch Hörbuchverlage, die die 70 Minuten einer CD auf einen einzigen Track verlagern, wie zum Beispiel "Der Name der Rose". Man kann sich vorstellen, wie ärgerlich es ist, wenn man nach 15 Minuten einschläft ... Hier hat sich der LÜBBE AUDIOVERLAG richtig Mühe gegeben. Die einzelnen "Bücher" (in die Ken Follett seinen Roman gegliedert hat) werden durch längere Pausen und Musik gut umgesetzt. Die Musik kann manchmal wohl nerven, paßt aber alles in allem gut zu dem Roman.
Dieser Roman in seiner Hörbuchfassung hatte es wirklich angetan. Wie bei einigen Buchrezensionen erwähnt ist dieser "historische Roman" nicht das eigentliche Genre in dem sich Ken Follett bewegt. Also, war ich zunächst skeptisch, ob mich die "Story" überhaupt interessiert. Doch - schon nach wenigen Minuten hinhören -, die Geschichte zieht einen unmittelbar in ihren Bann. Sie ähnelt ein bißchen "Der Name der Rose" von Umberto Eco, hat aber trotz aller Phantasie des Autors einen geschichtlich nachgewiesenen Hintergrund.
Ein allemale unterhaltsames Werk; WENN man sich die Zeit dazu nimmt. Tut man dies - ohne Hast und Hektik - und tut man dies bewußt, dann werden einem "Die Säulen der Erde" eine lange Zeit viel Abwechslung und Entspannung und schließlich eine gute Unterhaltung bieten.
Meine große Anerkennung gebührt Joachim Kerzel, der sich - erwähnte ich es bereits? - einmal mehr als Top-Vorleser bewiesen hat. Ein großes Lob an den LÜBBE Audio Verlag, daß sie ihn als Sprecher verpflichtet hatten.
Das Hörbuch "Die Säulen der Erde" vom LÜBBE Audio-Verlag kann ich einfach nur für beispielaft gelungen befinden und denen weiterempfhelen, die sich gerne einmal in Ruhe etwas Gutes gönnen.
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134 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine meisterliche Erzählung..., 10. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
WOW! Follet's "Säulen der Erde" ist genial!!!
Ein junger Prior im mitteralterlichen England, hat sich zum Ziel gesetzt, allen Wiederständen zum Trotz, eine neue Kathedrale in Kingsbridge zu errichten. In den Stationen seines Lebens lernt er viele Freunde kennen, begreift aber auch, was es heißt, sein Leben gegen die großen Mächtigen der damaligen Zeit, zu verteidigen.
Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom Builder und dessen Stiefsohn Jack sowie die Grafentochter Aliena. Alle müssen sich im Verlaufe ihres Lebens mit Leid, Hunger, Gewalt und Tod auseinandersetzen, lernen aber auch aber die "Sonnenseiten" des Lebens kennen (die große Liebe, berufliche Erfolge etc.).
Was Follet hier geschrieben hat, gleicht eher einem Tatsachenbericht, als einer erfundenen Story. Die Lebensumstände der einzelnen Protagonisten werden detailliert dargestellt, wobei die Gefühle jedoch nie zu kurz kommen. Die Probleme der Charaktere sind leicht nachvollziehbar und wirken daher ungeheuer authentisch.
Die Verschmelzung der verschiedenen Biographien von Haupt.-und Nebencharakteren, sorgt für eine rasante Handlung (trotz der 60-jährigen Zeitspanne, von der Follet hier berichtet). Es kreuzen sich die Wege von Königen und Bauern, von Grafen und Handwerkern, von Relegion und Macht....einfach alles wird erzählt...und es wird NIE LANGWEILIG!!!!!
Überraschende Treffen am Wegesrand haben Auswirkungen auf die ganze Gechichte Englands. Die Machthungrigen kommen immer wieder zu unerwarteten Möglichkeiten, sich Phillip und seinem Lebenstraum von der Errichtung einer Kathedrale des Friedens, in dem Weg zu stellen. Dieser wiederum weiß sich zu wehren.
So kommt es also zu Intrigen, Mord und Verrat in einer Zeit, in der Gesetze dem enormen Einfluß der Kirche unterliegen, aus der, wie Follet es ebenfalls vortrefflich zu beschreiben weiß, keineswegs nur demütige, fromme Priester hervorgehen. (es war halt schon immer so)
Mein Fazit: eine Lobeshymne auf Follet..dieses Buch muss man gelesen haben!!
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch verändert einem zum Guten!, 31. August 2007
Von 
C. Will "Filmfreak" (Bad Kissingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Gebundene Ausgabe)
Ich bin kein großer Buchleser. Las eigenltich immer nur ein Buch pro Jahr.
Dann empfahl mir meine kleine Schwester vor 3 Jahren dieses Buch mit den Worten: "das mußt du gelesen haben". Ich fragte dann um was es sich handelt, und sie antwortete: um einen Dombau und um früher!!!!! Wow, war schon begeistert!! ( sie hat die Gabe jedes Buch so zu beschreiben, das man es wirklich nicht lesen will! )
Also ich fing vor drei Jahren mit den ersten 4 Seiten an, und als ich was las, vonwegen - mit einem Stein nach einem Hund werfen - war für mich dieses Buch auch schon gegessen.
Und als ich dieses Jahr wieder mein Jahres-Buch gesucht habe, war leider nur dieses gerade da.
Also ich lag im Garten und hab mich über die ersten 4 Seiten -mit dem Steinwurf auf den Hund- hinausgelesen, und auf einmal war ich dermaßen gefangen, das ich nicht mehr aufhören konnte. Ich wurde von diesem Buch in eine andere Welt hineingezogen, von der ich nie geahnt hätte. (Und das mir, als passioniertem Film-Junkie).
Ich habe alles deutlicher sehen können, als beim besten Film. Die Emotionen waren wesentlich überzeugender, die Charaktere besser ausgearbeitet, die Geschichte unglaublich vielschichtig! Vor allem war es sehr gut recherchiert. Man glaubt fast, einem Zeitzeugen zuzuhören.
Und was das Unglaublichste ist: .... ich hab die letzten 100 Seiten dermaßen hinausgezögert, weil ich Angst hatte, das dieses Buch jemals enden könnte.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ken Folletts Meisterwerk, 24. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Dieses Buch ist einfach atemberaubend und so fesselnd, dass man als Leser selbst während Prüfungsvorbereitungen nicht davon loskommt. Ken Follett beschreibt hier detailiert die politische sowie die soziale Situation in England im Mittelalter. Das Hauptthema dieses Buches ist eigentlich der Kathedralenbau zu dieser Zeit, doch es ist einfach erstaunlich, wie Follett die Geschichten von Tom Builder, dessen Nach-und Vorfahren, von Phillip, dem Mönch, und die des Adels von Shiring um dieses an sich simple anmutende Thema ranken lässt und die Linien der Hauptpersonen sich immer wieder kreuzen. Als Leser wird man richtiggehen emotional an die Hauptfiguren gebunden und kann nicht mehr von diesem Buch lassen. Die Geschicht handelt vom Kathedralenbau zu Kingsbridge, dessen Kloster von Phillip geführt wird. Phillip ist wohl einer der gläubigsten Menschen England und hat viele Hindernisse zu überwinden, um das kostspielige und auch teilweise politisch kontroverse Unterfangen des Kirchenbaus durchzusetzen. Dabei macht er sich bedeutende Feinde: William (den Earl von Shiring) und Waleran , der Bischof zu Shiring, der ihn bei dessen Wahl zum Bischof hintergangen hat. William ist der grosse Gegenspieler und das personifizierte Böse. Er herrscht skrupelos über sein Land selbst als die grossen Hungersnöte ausbrechen. Eine weitere Hauptfigur ist Tom Builder, dessen Traum vom Bau einer Kathedrale hier im Kloster zu Kingsbridge Wahrheit werden soll. Er steht um seinem Traum und der Freundschaft zu Phillip willen, Phillip bei. Doch die grossen finanziellen Schwierigkeiten und die ständigen Attacken von William werfen den Kirchebau immer wieder zurück. Follett hat es hier geschafft anhand von Einzelschicksalen alle Seiten zu beleuchten und auch die soziale Situation der Menschen dieser zeit darzustellen. Nichts fehlt in diesem Roman: Liebe, Hass, politische und kirchliche Verwicklungen, Kriege. Einfach ein Meisterwerk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tolle Lesung eines tollen Buches, 13. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Die Säulen der Erde fand ich schon als Buch toll, aber gelesen von Joachim Kerzel ist das Buch sogar noch ein größerer Genuss. Die Stimme passt hervorragend zu diesem historischem Roman um die Intrigen und Wirren um den Bau einer Kathedrale. Diese Lesung ist an einigen Stellen etwas gekürzt, zumeist wenn es um genaue Beschreibung baulicher Aspekte handelte, aber dadurch wird die Geschichte deutlich flüssiger. Unterbrochen ist die Geschichte gelegentlich mit etwas atmosphärischer Musik, die aber zu keinem Zeitpunkt störend wirkt.
Ich kann dieses Audio-Book wirklich nur jedem empfehlen. Es gibt/gab noch eine preisgekrönte Hörspielfassung vom WDR, aber dies hier ist eine reine Lesung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Mittelalter hautnah und spannend, 27. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Kenn Follett beschreibt ungeheuer plastisch und eindringlich das Leben im Mittelalter. Trotz der ungeheuren Länge dieses Buches - und dem damit verbundenen Drang, über die Kapazitätsgrenzen hinaus zu lesen - wird es nie langweilig oder schwer zu fassen.
Bemerkenswert ist, wie der Autor den oft so rüde, brutal, barbarisch und grausam erscheinenden Lebensgang der Zeit darstellt. Als Leser fiebert man mit, wenn der Kampf des guten Priors gegen finstere Gesellen und Machenschaften (repräsentiert unter anderem durch den Erbfolgekrieg und die geradezu dämonisch wirkende Person William) allen Widerständen trotzend zur "Fertigstellung" der wunderschönen gotischen Kathedrale führt. Dies mag zwar vereinfachend im Sinne des klischeehaften Gut-Böse-Gefechtes sein; allerdings schafft Follett dadurch einen Verständnishorizont, der Probleme des mittelalterlichen Lebens verdeutlicht. Gerade die machtpolitischen Ränke der Monarchen erinnern skuriler Weise an aktuelle Probleme der Politik, so daß der nachdenkliche Leser Grundwahrheiten für alle historischen Epochen ableiten kann.
In jedem folgenden Kapitel erwarten den Leser neue Verschwörungen oder Verwicklungen, Personen oder Zusammenhänge zwischen ihnen. Das erfüllt das Buch, die erzählte Materie und die Vergangenheit mit Unmittelbarkeit und Leben. Genau das, was historische Literatur spannend macht !
Daher auf jeden Fall: Ein tolles Buch, das den Rang von Mußlektüre für den sich bildenden Bücherwurm auf jeden Fall einnehmen sollte !
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein richtiger Schmöker, 23. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Ein fesselnd geschriebener Roman, der dem Leser viele schlaflose Nächte bereiten wird, aber nicht, weil es so lange dauert ihn zu lesen, sondern weil man ihn immer wieder lesen muß. Von einer gewissen Suchtgefahr zu reden ist wohl nicht übertrieben, da wird wohl fast jeder Leser dieses Buches zustimmen. Gut geeignet für lange Reisen und als Gute-Nacht-Lektüre. Eine Familiengeschichte im Mittelalter, verwobene Zusammenhänge, Macht, Klerus, Liebe, all das wird in den Bau einer Kathedrale in Kingsbridge herum eingewoben. Philip, ein Mönch, will sich gegen den Willen des Bischofs- und damit auch gegen dessen Macht - durchsetzen um den Bau dieser Kathedrale erst zu ermöglichen. Dabei steht ihm der Baumeister der Kathedrale, Tom Builder (welch bezeichnender Name!) tatkräftig zur Seite, zusammen mit seinem Sohn Jack. Dcoh bis die Kathedrale fertiggestellt ist geschehen viele unvorhersehbare Dinge. Rundum gesagt: 1151 Seiten knalliger Lesespaß, fesselnd und süchtig machend. Der Schluß bringt dem Leser dann noch eine unglaubliche Befriedigung mit, vorausgesetzt er hat bei der ganzen Geschichte mitgefiebert und die entsprechende Atmosphäre in sich aufgesogen... aber ich will nicht zu viel verraten. Insgesamt sehr empfehlenswert, v.a. für notorische Leseratten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als lesenswert, 24. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Gebundene Ausgabe)
Mir wurde dieses Buch empfohlen, man solle es unbedingt einmal gelesen haben, sagte man mir. Ich lese lieber Liebesromane, dennoch bestellte ich mir diesen Roman. Ich habe es nicht bereut!!

Man muss in tatsächlich gelesen haben!!

Die spannende Geschichte im mittelalterlichen England über einen Baumeister, dessen Lebenstraum es ist, eine Kathedrale zu erbauen, einen Mönch, der versucht, die alten verstaubten Strukturen einer Priorei zu durchbrechen und dabei auf allerhand Widerstand stößt, die Tochter eines Grafen, die ein gegebenes Versprechen an ihren sterbenden Vater einlösen muss, den Sohn einer im Wald lebenden Frau, der die Liebe seines Lebens erobern und seinen Vater finden will, und einem jungen Grafen, der Rache an der Frau üben will, die ihn einst abgewiesen und somit seine Familie gedemütigt hat - und deren Lebensgeschichten alle zusammenführen, geschickter, wie es nicht nocheinmal erdacht werden könnte.

Dieses Buch ist wirklich mehr als lesenswert, mit all seinen detaillierten, aber nicht übertriebenen Beschreibungen, mit seinen Konflikten, Liebesgeschichten, Intrigen, seiner Gewalt, seiner Spannung. Wenn man sich einmal in das Leben der Hauptpersonen eingefunden hat, will man es nicht mehr loslassen. Dieses Buch ist so spannend, dass ich die "letzten" 700 Seiten in einer Nacht gelesen haben, weil ich nicht erwarten konnte, zu erfahren, wie es ausgeht.

Jeder noch so gut gemachte Film kann nicht an dieses Buch heranreichen, an vielen Stellen musste ich mitlachen oder weinen, ich konnte die Angst spüren, die Wut, das Glück. So ein Buch habe ich vorher noch nie erlebt.

UNBEDINGT LESEN!!!
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Die Säulen der Erde
Die Säulen der Erde von Ken Follett (Taschenbuch - 2010)
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