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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Leben spielt im Whistle Stop Café
In einer Fülle von kurzen Berichten, Zeitungsausschnitten und Rückblenden, die die Zeit von 1929 bis 1986 umfassen erzählt Fannie Flagg uns hier eine Geschichte, die geradezu unglaublich wäre, wäre sie nicht so brilliant erzählt und die Personen in ihr nicht so erschreckend lebendig. Genaugenommen ist es gar nicht eine Geschichte...
Am 14. September 1999 veröffentlicht

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wohlfühlliteratur, die nicht wehtut
Vor zig Jahren sah ich den Film, damals gefiel er mir recht gut, obwohl ich mich an die Einzelheiten nicht mehr erinnern konnte. Deshalb griff ich jetzt zu, als ich beim Stöbern auf Amazon auf den Roman "Fried Green Tomatoes" im englischen Original stiess.

Jedoch wurde ich schwer enttäuscht: Simple Wohlfühlliteratur mit flachen, schablonenhaften...
Veröffentlicht am 1. November 2011 von dieleseratz


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Leben spielt im Whistle Stop Café, 14. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
In einer Fülle von kurzen Berichten, Zeitungsausschnitten und Rückblenden, die die Zeit von 1929 bis 1986 umfassen erzählt Fannie Flagg uns hier eine Geschichte, die geradezu unglaublich wäre, wäre sie nicht so brilliant erzählt und die Personen in ihr nicht so erschreckend lebendig. Genaugenommen ist es gar nicht eine Geschichte. Genaugenommen ist es eine Kette von Geschichten, die alle zusammenhängen, Geschichten rund um das Whistle Stop Café, irgendwo an einer kleinen Bahnstation in Alabama, und um Idgie Threadgood und Ruth Jamison, zwei mehr als ungewöhnliche Frauen. Aber darin genügt sich das Buch noch nicht. Denn Idgies und Ruths Abenteuer werden von Ninny weitererzählt, die im Altenheim ist und sich langweilt. Sie erzählt sie Evelyn, die selbst gerade mitten in den Wechseljahren (hier dem weiblichen Pendant der Mid-Life-Crisis) steckt und dringend Aufmunterung brauchen kann. Genaugenommen wird sie durch Ninnys Erzählungen über die lebensfrohe Idgie so sehr aufgemuntert, daß ihr Mann sie nicht mehr wieder erkennt. So verwebt sich die Geschichte der vier Frauen, ohne daß sie sich tatsächlich alle begegnen. Ein wunderschöner Roman zum Lachen und Weinen und gewiß nicht nur für Frauen, und weil man sich die ganze Zeit fragt, wie wohl die gebratenen grünen Tomaten im Whistle Stop Café nun eigentlich schmecken, gibt es, als besonderen Leckerbissen sozusagen, am Ende noch das Rezept zum Nachkochen. Aber wo um alles in der Welt kriegt man grüne Tomaten her? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Geschichten, aber manchmal zu ausschweifend, 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Ich habe das Buch von Fannie Flagg nach meinem Kinobesuch gelesen und konnte nicht den Ausspruch bestätigt finden, daß das Buch meist besser als der Film sei. Das Leben in Whistle Stop, Alabama, wird anhand der Familie Threadgoode, ihrer Freunde und zumeist schwarzen Angestellten in einem Zeitraum von etwa 1920 bis 1986 erzählt. Die Geschichte handelt von der eigenwilligen und burschikosen Idgie Threadgoode, die zusammen mit ihrer sanften Freundin Ruth ein Cafe eröffnet und das Cafe zum Drehpunkt des Lebens in Whistle Stop macht. Nachdem der brutale Ehemann von Ruth sein Baby nachts entführen wollte, ist er verschwunden. Das Rätsel um diesen Tod wird erst am Ende des Buches gelöst. Unterbrochen wird diese Geschichte immer wieder durch Zeitungsausschnitte, Geschichten von den Kindern der schwarzen Angestellten oder von der zweiten Erzählebene. In dieser berichtete die in einem Altenheim wohnende Ninny verheiratete Threadgood von ihrem Leben mit den Threadgoodes und ihrem behinderten Sohn, insbesondere erzählt sie der Besucherin Evelyn voller Bewunderung von den Dingen, die sich damals in Whistel Stop abgespielt haben; von dem geheimnisvollen Dieb, der Lebensmittel aus Eisenbahnwagons herausgeworfen hat, sodaß die Schwarzen während der Wirtschaftskrise nicht verhungerten und von Idgies Einsatz für ihren schwarzen Angestellten Big George, als der wegen Mordes vor Gericht stand. Genau wie Evelyn erfährt der Leser von einer längst vergangenen Zeit und läßt sich von dem Mut und Kraft dieser Menschen in den Bann ziehen. In Evelyn wächst der Wunsch ihr Leben zu verändern, mutiger zu werden und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Als störend empfinde ich manche Kurzkommentare oder Geschichten von den Kindeskindern der schwarzen Angestellten, die einen den Faden verlieren lassen und den Erzählfluß unterbrechen. Es sind zuviele einzelne Geschichten, wenn auch dadurch ein Gesamtbild der beschriebenen Zeit entsteht, aber die zwei "Hauptgeschichten" leiden unter den fortwährenden Unterbrechungen. Beim zweitem Lesen habe ich dann einfach manche Kurzkommentare überschlagen und hatte dann das volle Lesevergnügen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Buch, 17. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Das Buch "Grüne Tomaten" von Fannie Flagg ist ein super Buch. In dem Buch geht es um Freundschaft, Liebe und auch um Hass.
Inhalt:
Die dicke und mit sich selbst unzufriedene Evelyn trifft in einem Altenheim die lebensfrohe Mrs Threadgoode. Diese alte Dame erzählt Evelyn von ihrer wunderschönen Vergangenheit in ihrem Heinmatort Whistle Stop, Alabama. Dabei entsteht ein dickes Band der Freundschaft zwischen den beiden. Mrs Threadgoode schafft es sogar Evelyn neuen Lebensmut einzuhauchen.
Zum Buch:
Dieses Buch erzählt viele verschiedene Geschichten der einzelnen Personen, welche damals in Whistle Stop gelebt haben. Der Mittelpunkt des Geschehens stellt die Threadgoode Familie und deren Cafè. Die Episodengeschichten sind teils traurig und teils lustig, was viel Abwechslung bietet.
Dabei spart das Buch nicht an Emotionen und auch an Weisheiten des alltäglichen Lebens. Es ist sehr lehrreich, da man viel lernen kann, z.B. über den Umgang mit anderen Menschen, Freundschaft.
Das kleine Dorf hielt zusammen wie Pech und Schwefel und vor allem dies hinterließ bei mir einen nachhaltigen Eindruck, aber auch die Gutmütigkeit und Großherzigkeit mancher Personen (Idgie, Ruth), hat mich beeindruckt.
Ich kann dieses Buch mit gutem Herzen weiterempfehlen, denn mich hat diese wunderbare Geschichte von diesem kleinen Dorf, total verzaubert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschöne Hommage an Freundschaft und Liebe und an ein kleines Dorf in den amerikanische Südstaaten, 2. Januar 2010
Von 
margarita - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Parallel werden dem Leser drei Geschichten erzählt 1.) die Geschichte von Ruth und Idgie Threadgood, einem eindeutig lesbischen Pahr (was im Film leider nicht deutlich herausgearbeitet wird), welches sich um 1920 in den konservativen amerkanischen Südstaaten durch viele Irrungen dank einer innigen Liebe und kollektivem Zusammenhalt findet 2.) die Geschichte des kleinen Dorfes Whistlestop/Alabama in dem Freundschaft und Zusammenhalt über Segregation und christliche Moral hinweg letztendlich sogar gemeinsam einen Mord vertuscht und 3.) die Geschichte der frustrierten Hausfrau Evelyn welche 1980 in einem Krankenhaus in Montgomery/Alabama die 86 Jahre alte Cleo Threadgood kennenlernt und befreundet und durch deren Freundschaft sie ein Selbstvertrauen aufbaut, welches ihr lange gefehlt hat.

Die Autorin baut einen in sich schlüssigen und auch wirklich spannenden Faden auf ... gemeinsam mit Evelyn wollte ich erfahren, wie es mit Ruth und Idgie weiterging und ich war - genau wie Evelyn - gespannt, ob der besagte Mord wirklich stattgefunden hat und wer der Mörder sein könnte. Parallel hat mich aber auch die Entwicklung von Evelyn berührt und teils auch amüsiert - mitten in den Wechseljahren entwickelt diese Kräfte, an die sie selbst nicht geglaubt hätte und legt nach allen Frusterlebnissen immer wieder eine Coolheit an den Tag, wie man sie sich selbst manchmal wünschen würde (beipielsweise als die beiden jungen Mädels ihr - mit der Bemerkung sie seien eben jünger und schneller - den Parkplatz vor der Nase wegschnappen und sie daraufhin deren Auto zu Schrott fährt, mit der Hinweis sie sei älter und besser versichert. Herrlich!)

Den Charme des Buches machen aber nicht die parallelen Geschichten aus, sondern die litararisch wunderschöne Aufbereitung, in der Freundschaft und Liebe so zart und poetisch und an keiner Stelle kitschig dargestellt werden. Auch bringt Fannie Flagg den amerikanischen Süden zum Leben. Man spürt die Trägheit in der schwülen Hitze und man riecht förmlich den Geruch des Barbeque und man entwickelt während des Lesens einen Heißhunger auf Black Eyed Peas.

Für alle die den Film kennen: Ich hatte den Film lange vor dem Buch gesehen und fand diesen bereits hervorragend (übrigens sehr nah am Buch!), aber das Buch läßt einfach noch mehr eigene Emotion und Freude zu. Diese möchte ich an dieser Stelle weiterempfehlen. In jedem Fall lesenswert
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt, 31. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Noch schöner als der Film - und zum Schießen komisch. Die manchmal witzige, manchmal tragische Liebesgeschichte zwischen der sanften Ruth und der großschnäuzigen Idgie wird eingebettet in ein aberkomisches Südstaatenkaff voller liebenswerter Sturköpfe. Das Beste, was Fanny Flag je geschrieben hat und mit Sicherheit keine langweilige pseudodramatische Frauengeschichte, wie leider sonst häufig üblich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundinnenroman vom Feinsten, 27. Juni 2013
Von 
P. Essen "P. Essen" (Leichlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Herrliche Charaktere, starke Frauen, originelle Einfälle, gute Rezepte, ein Buch über Freundschaft, Trauer, Lebensmut.

Eins meiner Lieblingsbücher: schön, gefühlvoll, lustig, mutig - einfach alles, was eine Frau braucht, um schöne Lesestunden zu verbringen. Mir gefällt die genaue Ausarbeitung der Charaktere.

Fanny Flagg hat außerdem einfach ein Händchen dafür, ein Szenario zu schaffen, in dem jeder gern leben würde. Wer hat nicht, die Rezepte nachgekocht und davon geträumt, Zeit mit diesen wundervollen Menschen in Whistle Stop zu verbringen?
Grüne Tomaten ist einer der besten Frauenromane überhaupt!
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4.0 von 5 Sternen Grüne Tomaten, 25. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Ninnie Threadgoode lebt im Altersheim und lernt dort die deutlich jüngere Evelyn kennen, die zwar eigentlich ihre Schwiegermutter besuchen will, aber vor diesem Drachen in den Aufenthaltsraum flüchtet. Ninnie versinkt in Erinnerungen und erzählt Evelyn ihre Lebensgeschichte, von ihren Freunden Ruth und Idgie, deren Café in Whistle Stop und der Verbundenheit der Menschen in dieser schwierigen Zeit.
Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und wie das leider ja oft so ist, wurden diese nicht erfüllt. Dabei ist die Geschichte wirklich schön, die Charaktere sympathisch und der Schreibstil angenehm. Was es mir aber schwer gemacht hat, sind die wechselnden Perspektiven und die Zeitsprünge im Buch.
Es hat lange gedauert, bis ich die verschiedenen Zeitebenen und Personen endlich mal sortiert hatte, und selbst dann noch hat mich das Hin und Her zwischen den Zeiten im Lesefluss gestört. Dabei ist die Geschichte wirklich schön. Es geht nicht nur um die Freundschaft zwischen Idgie und Ruth und die Erlebnisse in ihrem Café, sondern auch um das merkwürdige Verschwinden von Ruths Ehemann – Frank Bennett. Und ganz nebenbei verändert sich auch Evelyn, die zunächst als unselbstständige und verschüchterte Frau im Pflegeheim auftaucht, sich aber zu einer selbstbewussten Frau entwickelt.
Der Schreibstil ist locker und leicht, immer auch mit einer Prise Humor, die mich oft hat schmunzeln lassen. Immer wieder werden auch Artikel aus dem lokalen Wochenblatt „The Weems Weekly“ eingestreut, so dass man auch über Geschichten und Zwischenfälle in dem Örtchen informiert ist.
Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet, dabei gibt es nicht nur gut oder böse, sondern jeder hat Ecken und Kanten. Das macht sie so natürlich und glaubwürdig. Besonders gefallen hat mir die Erzählerin Ninnie, die ich mir immer mit einem Zwinkern in den Augen vorgestellt habe und mit einem Lächeln auf dem Lippen. Außerdem mochte ich die Köchin Sipsey und Big George sehr gerne, ihre Freundschaft und Loyalität haben mir sehr gut gefallen.
Wäre die Geschichte zusammenhängender gewesen und nicht so zerrissen durch die Sprünge zwischen den verschiedenen Zeiten und Orten, hätte ich dem Buch sicher mehr Sterne gegeben. So sind es leider - obwohl die Geschichte selber interessant war, die Charaktere sympathisch und der Schreibstil angenehm zu lesen - nur 3,5 Sterne geworden.
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4.0 von 5 Sternen Kleinstadtidylle in Alabama, 26. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Wer "leichte" Kost auf qualitativ hohen Niveau sucht, ist mit diesem Klassiker von einem (Frauen-) Roman gut beraten. Das Bild, das die Autorin mit der Kleinstadt Whistle Stop und seinen Bewohnern zeichnet könnte idyllischer nicht sein. Schwarze und Weiße leben friedlich im amerikanischen Süden zur Zeit der Rassentrennung miteinander, jeder kennt jeden im Ort, alle sind mehr oder weniger befreundet und sie treffen sich regelmäßig im örtlichen Café von Idgie und Ruth auf einen Plausch und ein paar gebratene grüne Tomaten. Die beiden leben offensichtlich in einer lesbischen Beziehung, aber hey...das stört doch niemanden in Amerika her 1930er/40er Jahre. Der gemeinsame Sohn (aus Ruth's Ehe mit einem Brutalo) hat zwar nur einen Arm, das stellt aber kein Problem für ihn beim Sport dar. Wo denkt man da hin, er ist sogar einer der besten Spieler in seinem Team. Die Zwei bedienen Schwarze, auch wenn sie das nicht dürften, der Ku Klux Klan macht ihnen keine Angst und auch der ärmste Landstreicher bekommt eine gratis Mahlzeit im Café. Als Ruth's Ehemann (ein grausamer Vergewaltiger und Schläger) plötzlich in die Stadt kommt, um den gemeinsamen Sohn zu entführen, wird er kurzerhand erschlagen, zu Barbecue verarbeitet (wohin denn sonst mit der Leiche, halllooo???) und von den ihn suchenden Detectives unwissentlich verspeist (das beste Barbecue ihres Lebens, mmmhhhh).
Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig zynisch, ist aber keinesfalls so gemeint. Der Roman liest sich absolut flüssig, obwohl die Autorin sehr häufig zwischen den Jahrzehnten herumspringt und die Charaktere könnten sympathischer nicht sein. Nach einigen Seiten hat man jeden von ihnen ins Herz geschlossen und möchte wissen, was aus ihnen geworden ist. Auch hat die Autorin Spannungselemente mit eingebaut. So fragt man sich die ganze Zeit "wer hat Ruth's Ehemann ermordet","wer ist der Eisenbahnräuber, der die erbeuteten Waren an die armen Schwarzen verteilt" und "ist die Erzählerin Ninny in Wahrheit Idgie"? Die Auflösung dieser Fragen lässt einen gleichzeitig staunen und schmunzeln. Das Ende des Buches drückt gewaltig auf die Tränendrüse, genauso wie ich es gern habe.
Das Thema Rassentrennung wird zwar behandelt und die Autorin setzt sich damit auseinander, doch ist ihre Interpretation dieser Zeit einfach viel zu blauäugig und romantisch, als dass es noch authentisch wirken könnte. Auch die Tatsache, dass niemand Anstoß an zwei Frauen nimmt, die gemeinsam wohnen, ein Geschäft betreiben und ein Kind großziehen ist (leider) viel zu naiv. Auch die Auseinandersetzung mit der weiblichen Emanzipation und die Transformation von der übergewichtigen, naiven Hausfrau, die Evenlyn (sie bekommt die Geschehnisse in Whistle Stop, durch die Erzählerin, Ninny Threadgoode, geschildert) durchläuft, ist eher weniger glaubwürdig.
Die Stärke dieses Romans ist einfach die absolut beabsichtigte naive Auseinandersetzung mit ernsten Themen, gewürzt mit einer großen Prise Humor und idyllisch geschildertem Kleinstadtleben. Es ist einer der liebenswertesten, süßesten Romane, die ich je gelesen habe. Ich wünschte, Whistle Stop und seine Bewohner gäbe es wirklich!
Ach ja, wer den Film gesehen hat, kennt nicht die wahre Story. Viele der Charaktere und Handlungen kommen gar nicht vor und einige Dinge, besonders aber das Ende, wurden massiv verändert. Als kauft euch an besten das Buch und zieht euch die wahre Story rein.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grüne Tomaten:, 1. Mai 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
...ich habe das Buch und den Film gesehen bzw. gelesen, und möchte dazu sagen, daß in diesem Fall der Film eindeutig besser ist als das Buch....ich kann das Buch dennoch Jedem nur empfehlen der den Film kennt und liebt.....es ist ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren, schlüsselt auf, was einem vielleicht im Film entgangen ist....mir jedenfalls machte es Lust den Film ein weiteres Mal anzusehen......das Buch hat eine schlichte anrührende, unaufgeregte Erzählweise und macht Lust auf mehr von Fannie Flagg.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch - viel besser als der Film!, 23. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Grüne Tomaten (Taschenbuch)
Eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Anfangs waren die vielen Zeitsprünge zwar etwas verwirrend, doch wenn man sich erst daran gewöhnt hat, kann man das Buch gar nicht mehr weglegen - ging zumindest mir so! Im Vergleich zum Film (der doch sehr auf die Tränendrüse drückte und viele Fragen offenließ) viel besser, informativer und unterhaltsamer. Keine Frage: Fünf Sterne!!
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Grüne Tomaten
Grüne Tomaten von Fannie Flagg (Taschenbuch - 28. Juli 1992)
EUR 7,99
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