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am 26. Januar 2004
Zunehmend mehr Pädagogen und Eltern empfinden den überwiegenden Umgang ihrer Kinder mit „Distanz"medien als Problem; wenn die Aufmerksamkeit über weite Strecken des Tages vom Spielecomputer gebunden wird oder den schnellen Schnitten (oft noch durch willkürliches „Zappen" gesteigert) des Fernsehens folgt, beobachten sie zugleich ein Zunehmen von Koordinationsschwierigkeiten, abnehmender Geschicklichkeit und großer motorischer Unruhe bei den Kindern.
Indes bleibt es oft beim „Empfinden" und „guten Meinen". Stefan Becker legt in seiner Studie das empirische und wissenschaftliche Material vor, mit dessen Hilfe diese Zusammenhänge transparent gemacht werden können. Phänomenologisch beschreibend und angereichert mit vielen erhellenden fotographischen (und gekonnt zeichnerisch umgesetzten) Reproduktionen plastischer Arbeiten vom Kleinkind bis zum Adolenszenten werden zunächst die psychologischen Entwicklungsschritte verdeutlicht. Das übergreifend Allgemeine der jeweiligen Stufe wird ebenso deutlich wie das individuelle Element jedes Kindes, das das Allgemeine überformt. Vom „etwas tun" über die sensible Herausarbeitung der Grundgebärden („öffnen -schließen", „Loch", „Höhle", „Turm"...), den Übergang der Flachplastik zur Raumgestalt und schließlich in der Geschlechtdifferenzierung der darstellenden Plastik wird eine Fülle von Material geboten, das das Buch nicht nur für den pädagogischen im Kunstbereich Tätigen interessant macht, sondern darüber hinaus auch für allgemein pädagogisch Interessierte und nicht zuletzt für viele Eltern wertvolles Wissen und Anregung beinhaltet.
In einem Resümee werden Konsequenzen der Forschungsergebnisse beleuchtet und eine Reihe praktischer Hinweise herausgearbeitet, die in der Unterrichtsvorbereitung ebenso wie in der täglichen Erziehungspraxis von großem Wert sind. Wahrnehmungsschulung, Arbeiten gegen den Widerstand des plastischen Materials, Erfahrung der Hand und ihrer Koordination mit dem zunächst vorgestellten Objekt zur Schaffung der Plastischen Gestaltung, Standpunktveränderung und damit inneres Erüben, eine Sache „von vielen Seiten betrachten zu können", sind die wesentlichen Stichworte.
Den Abschluß des Buches bildet die Darstellung der Forschungsmethode, die als gute Grundlage weitergehender Arbeiten dienen kann, weil sie bis in die konkreten Erfassungsbögen das Material bis ins Einzelne offen legt.
Ich kann das Buch für den genannten Interessentenkreis, insbesondere aber vielen Eltern sehr empfehlen und wünsche ihm eine gelungene Umsetzung in die Erziehungspraxis.
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