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4.0 von 5 Sternen interessantes Buch zum Thema Mobbing
Das Leben der 17-jährigen Sandra steht momentan kopf. Ihr Mutter hat sich aus dem Staub gemacht und somit die Verantwortung für die jüngere Schwester auf Sandra geschoben. Dazu hat sie sich in ihren Deutschlehrer verliebt und urplötzlich wird sie in der Klasse gedisst. Was zunächst lediglich wie "leichtes Mobbing" ausschaut, entpuppt sich ziemlich...
Veröffentlicht am 30. September 2011 von Claudias Bücherregal

versus
3.0 von 5 Sternen Scherbenparadies
Das Böse hat seine guten Seiten: Die Arena Thriller.

Sie liebt ihn, seit er zum ersten Mal die Klasse betreten hat. Ständig muss sie an ihn denken. Vor kurzem hat sie sich sogar von ihrem Freund getrennt. Jetzt ist sie frei. Frei für ihn.
Nils Joswig tritt seine erste Stelle als Lehrer an. Seine Schüler machen es ihm leicht, sich...
Vor 10 Monaten von Julia veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessantes Buch zum Thema Mobbing, 30. September 2011
Von 
Claudias Bücherregal (Schl.-Hol.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Das Leben der 17-jährigen Sandra steht momentan kopf. Ihr Mutter hat sich aus dem Staub gemacht und somit die Verantwortung für die jüngere Schwester auf Sandra geschoben. Dazu hat sie sich in ihren Deutschlehrer verliebt und urplötzlich wird sie in der Klasse gedisst. Was zunächst lediglich wie "leichtes Mobbing" ausschaut, entpuppt sich ziemlich schnell als etwas Lebensgefährliches und Sandra hat keine Ahnung, wer dahinter stecken könnte.

Das Jugendbuch wird abwechselnd aus zwei verschiedenen Perspektiven geschildert und zwar aus der Sicht von Sandra und aus der Sicht der Person, die Sandra moppt. Besonders Sandras Welt wird sehr authentisch beschrieben und die ganze Zeit leidet man mit der Protagonistin, aber bewundert auch ihre Charakterstärke und ihren ehrgeizigen Willen. Sie möchte keine fremde Hilfe annehmen, hat Angst, dass ansonsten das Jugendamt sie und ihre Schwester trennen würde, und will jede noch so ausweglose Situation alleine meistern. Dabei stößt sie selbstverständlich an ihre Grenzen und beginnt sich zufragen, wofür es sich eigentlich noch zu kämpfen lohnt.

Besonders gut gefallen hat mir die Aktualität der Romaninhalte. Konkurrenzkampf unter Schülern, Intrigen & Mobbing, verbotene Gefühle gegenüber einer Lehrkraft, Eifersucht und Teenagerbeziehungen - all das ist vielen Jugendlichen (zumindest vom Hörensagen) bekannt und bewegt sie. Zusätzlich nimmt das Buch Bezug auf aktuelle Social-Media-Plattformen, bekannte Bands und aktuelle Bestsellerromane, was meiner Meinung nach ebenfalls dazu führt, dass jugendliche Leser den Roman interessiert(er) lesen werden, zumal die Verknüpfung dieser Themen mit den Inhalten des Romans sehr gelungen wirkt.

Ein paar Situationen bzw. Reaktionen weiterer Charaktere empfand ich teilweise als unglaubwürdig oder überspitzt dargestellt, wobei ich nicht ausschließen will, dass es solche Extreme in der Realität immer mal wieder gibt. Des Weiteren tauchen immer wieder wortwörtliche Wiederholungen auf. Ich kann zwar nicht behaupten, dass diese total fehl am Platze sein würden, als stilistisches Mittel wäre es durchaus in Ordnung, aber trotzdem hat es mich persönlich zwischenzeitlich immer wieder genervt.

Nichts desto trotz ist die Thematik des Jugendromans so aktuell wie nie und wird in diesem Buch gut umgesetzt. Der Schreibstil ist flüssig, der Roman lässt sich gut lesen und das Buch eignet sich hervorragend um manchen Jugendlichen die Augen übers Mobbing zu öffnen und aufzuzeigen, dass man nie zu voreilig über eine Person urteilen und nie zum Spielball eines anderen Menschen werden sollte.

Fazit: Ein gelungener Jugendroman zum Thema Mobbing und seine Folgen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brisante Themen vereint in einem Jugendthriller!, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Sandra ist 17, hat eine kleine Schwester, liebt die Band "Unheimlich" und ist Tochter einer alleinerziehenden Mutter. So weit so normal das Leben dieses Teenagers. Sandra hat allerdings ein Geheimnis, das keiner wissen darf! Ihr Mutter ist so gut wie nie zu Hause. Sie ist so zu sagen bei ihrem neuen nichtsnuzigen Freund eingezogen und kommt nur noch aller paar Wochen nach Hause um Geld da zulassen. Die Wohnung räumt sie schon lange nicht mehr aus, geschweige denn sie zu putzen. Wäsche waschen muss Sandra ebenfalls selbst. Genauso wie kochen und sich um ihre kleine Schwester kümmern. Wenn das Jugendamt allerings Wind davon bekommt, würden Sandra und ihre Schwester getrennt werden. Sandra hat Angst, dass die kleine Vanessa nicht mit noch mehr Verlust zurecht kommen kann. Außerdem liebt sie die Kleine sehr und will sie nicht verlieren. Doch wie soll sie ihren Mitschülern denn erklären, wieso so im Winter nur mit Chucks und Jeansjacke bekleidet das Haus verlässt? Dann wäre da noch Nils, ihr Klassenlehrer. Er ist sehr jung, sehr gutaussehend und sehr beliebt. Vor allem bei den Mädchen. Also eben dieser erkennt, dass Sandra ein Problem hat - schließlich scheint sie nicht der Typ Mädchen zu sein, der dem Hungerwahn verfallen ist, aber wieso ist sie dann so abgemagert? - und ihr sehr viel, zu viel Aufmerksamkeit schenkt, werden die Mädchen eifersüchtig und intrigieren gegen Sandra. Sandras Lebensituation verschlimmert sich zusehends. Sie ist kurz davor einen folgenschweren Fehler zu begehen, doch dann soll alles ganz anders kommen.

Die Geschichte ist aus zweierlei Sichten geschrieben. Einmal natürlich aus der Sicht von Sandra. Die andere Sichtweiße ist die von einem Mädchen aus Sandras Klasse. Sie ist die Anführerin der Hassintrigen, da sie sich mächtig in Nils verliebt hat, ihm regelrecht nachstalkt. Man erfährt den Namen dieses Mädchens bis zum Schluss nicht, was der Geschichte noch mehr Spannung verleiht. Man will undbedingt wissen, wer dieses geistig offensichtlich gestörte Mädchen ist. Geistig gestört trifft meiner Meinung nach auf dieses Mädchen perfekt zu. Sie intrigiert auf schlimmste Weiße, treibt Sandra an ihrer emotionalen Grenzen und stößt sie vor einen Abgrund. Sie stalkt Nils und malt sich eine Zukunft mir ihm aus, fest entschlossen, dass er sie auch liebt. Letztendlich geht dieses Mädchen viel zu weit!

Ich fand dieser Roman war sehr eindrucksvoll geschrieben. Man konnte sich sehr gut in Sandra hineinversetzen und hat richtig mit ihr mitgelitten und sich für sie gefreut, wenn mal etwas gut zu laufen schien. Die Geschichte mit Nils fand ich ein wenig unrealistisch aber die Geschichte an sich und deren Ausarbeitung hat dennoch 5 Sterne verdient! Ich habe das Buch an einem Abend ausgelesen, da ich es einfach nicht weglegen konnte. Die Geschichte fesselt von Anfang bis zum wenn auch etwas unrealitischem Ende.

Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mobbing und soziale Not = Spannung pur, 31. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Sandra hat es mit ihren 17 Jahren nicht einfach in ihrem Leben. Ihre Mutter lässt sich kaum zu Hause blicken, weil sie sich lieber mit ihrem Freund und Alkohol vergnügt. Deshalb liegt es an Sandra, sich neben ihrem Schulabschluss an der Realschule auch noch um ihre kleine Schwester Vanessa zu kümmern. Da auch die Geldzuschüsse von Sandras Mutter Laura immer seltener werden, muss Sandra versuchen, sich anderweitig durchzuschlagen, denn an das Jugendamt möchte sie sich nicht wenden, aus Angst ihre Schwester zu verlieren. Doch dann gerät sie ins Visier mehrerer Personen. Zum Einen ihres Klassenlehrers Nils, der sich große Sorgen um sie macht und noch dazu sehr süß ist. Zum Anderen jemandes unbekanntem, der versucht, Sandra immer wieder in den Schmutz zu ziehen und fertig zu machen. Sandra beginnt langsam, aber sicher, unter der ganzen Situation zusammen zu brechen, was sich die unbekannte Person auch wünscht.

Das war nun der zweiten Jugendthriller von Inge Löhnig und ich war wieder begeistert. Schon nach den ersten fünf Seiten möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, was für mich ziemlich schwierig war, da ich eigentlich einiges zu tun hatte. Aber in jeder freien Minute habe ich das Buch herangezogen, weil ich einfach wissen wollte wie es weitergeht. Sei es mit Sandra und ihrer Mutter Laura, die sich nicht um ihre Kinder schert. Oder sei es um die verschiedenen Mobbing-Attacken, die Sandra in die Verzweiflung treiben. Dieser Roman ist voll von Hass, Verzweiflung, Enttäuschung, aber auch Liebe, Hoffnung und Glück. Aber vor allem streckt sich eine riesige Spannung durch das gesamte Buch, welche auf den letzten zehn Seiten ihren Höhepunkt erreicht. Man fühlt total mit Sandra mit, die manchmal weder aus noch ein weiß und man möchte ihr nur Mut zu sprechen, dass sie es schafft. Aber vor allem der Perspektiven-Wechsel, zwischen Sandra und der unbekannten Person, deren Identität zu Ende des Buches gelüftet wird, lässt die Handlung noch interessanter erscheinen. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, bald wieder einen Jugendthriller von Frau Löhnig zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Jung gebliebende, 27. Juni 2012
Von 
mamenu - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Zum Buch

Sandra.Nutte.Sandra.Bitch.Dreist.Peinlich.
Ging einfach Nils nach.Verfolgte ihn.Passte ihn ab.
Und schon wieder Schmierentheater.Dieses blamable Show.
Wie lange sie wohl geübt hat?Und er hilft ihr auf.Hält ihr seine Hand hin.Und dann...es tat so weh.
Er strich dieser Bitch eine Haarsträhne aus dem Gesicht.Wie er sie dabei ansah!Nils!Falsches Gesicht,mein Liebster.Erkennst du denn nicht,dass nur ich dich liebe.Ich!Ich!Ich!
Sandra,dieses Stück Dreck.
Sie musste sie loswerden!
Dieser Gedanke tat gut.Unendlich gut.
Sie war keine,die sich leidend in eine Ecke verkroch.
Sie war eine,die etwas tat.
Am besten weiter dissen.Sie würde Sandra so fertigmachen,bis sie nur noch ein Nervenbündel war,bis jeder Tag zur Qual wurde,bis die Vorstellung,sich vor die U-Bahn zu werfen,verlockend wurde.
So verlockend,dass sie es tat!

Meine Meinung

Da ich auch Schattenkuss von Inge Löhnig gelesen habe, was mir gut gefallen hat, musste ich auch dieses Buch lesen.
Ich muss sagen, ich bin wiedereinmal nicht enttäuscht worden.
Wie bei allen Bücher von Inge Löhnig war auch hier der Schreibstil mal wieder locker und leicht zu lesen.
In diesem Buch geht es um Mobbing, Eifersucht und Freundschaft.
Da es ein Jugendthriller ist, denke ich das dieses Thema sehr intressant ist und doch einige Jugendliche dieses mal Lesen sollten, um zu sehen was Mobbing und Eifersucht alles so anrichten kann.
Die Geschichte war von anfang bis ende sehr spannend. Ich habe mit Sandra sehr oft mitgelitten und mich hat das Buch sehr berührt.
Ich denke wer dieses Buch liest wird über manches Nachdenken und sich sehr viele Gedanken machen wie man mit seinem Mitmenschen nicht umgehen sollte.
Ich kann das Buch nur empfehlen und auch für Jung gebliebende wird das sehr spannend sein.
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5.0 von 5 Sternen Sehr schönes und trauriges Buch, 9. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Das Cover ist in rotem Blumenmuster gehalten. Im Vordergrund steht ein weißer Engel. Ich finde es wunderschön und passend zu der Geschichte.

Sandra ist 17 Jahre alt. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester in einer kleinen Wohnung, wo sie sich ein Zimmer mit ihrer Schwester teilen muss. Bis dahin ist Sandras Leben normal.
Doch irgendwann taucht ihre Mutter immer seltener in der Wohnung auf. Ab und zu macht sie den Kühlschrank voll oder lässt Geld da. Ansonsten vergnügt sie sich mit ihrem neuen Freund und Alkohol. Sandra muss sich etwas einfallen lassen um sich und ihre kleine Schwester satt zu kriegen. Sandra schämt sich für ihre Situation. An das Jugendamt kann sie sich nicht wenden, aus Angst ihre kleine Schwester zu verlieren. Plötzlich gerät Sandra in das Visier von verschiedenen Personen. Zum einen ihres Klassenlehrers Nils, der sich Sorgen um sie macht. Warum hat sie so stark abgenommen? Zum anderen gerät sie in das Visier von einem Unbekannten, der in Nils verliebt ist und dem sie in die Quere kommt. Der Unbekannte ist eifersüchtig auf Sandra und startet eine Hetzjagd. Sandra schafft das alles nicht mehr. Den Haushalt, die Schule, ihre kleine Schwester. Ihr wird alles zu viel. Sie bricht unter dieser Last zusammen und das ist es, was der Unbekannte erreichen will.

Das Buch beschreibt den Alltag von zwei Mädchen, die von ihrer alkoholsüchtigen, arbeitslosen Mutter im Stich gelassen werden. Sandra versucht allem gerecht zu werden und ihre Mutter zu ersetzten. Aber sie merkt schnell, dass das nicht so funktioniert wie sie es sich wünscht.
Die Thematik, die in diesem Buch angesprochen wird, ist heute in vielen Haushalten leider Realität. Man sieht sehr deutlich, dass es keiner merkt, dass die Mädchen im Stich gelassen werden. Weder die Nachbarn, noch Freunde.
Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin Facebook mit in die Mobbing-Attacken eingebaut hat. Und das ein Lehrer das Buch "Tote Mädchen lügen nicht" in den Unterricht einbaut, um die Klasse über Mobbing aufzuklären.
Ich konnte mich richtig gut in Sandras Lage hineinversetzten und sie tat mir richtig Leid, wie sie da ums Überleben kämpfen musste.
Die Spannung steigert sich vom Anfang bis zum Ende hin. Es wird nie langweilig.

Gefühlvoll und traurig mit einem sehr schönen Ende! 5*****
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4.0 von 5 Sternen Wer Arena Thriller liebt, sollte zu greifen!, 7. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Sandras größter Wunsch ist es ihr Abitur zu machen, um später ein gutes Leben zu führen und nicht wie ihre alkoholkranke Mutter zu enden. Als die mit ihrem Freund das Weite sucht und nur gelegentlich, wie ein Phantom auftaucht, um ein bisschen Geld für Sandra und ihre kleine Schwester Vanessa dazulassen, weiß sie nicht, wie sie alles unter einen Hut bringen soll. Denn das Geld reicht hinten und vorne nicht, nicht einmal für das Nötigste. Die Wohnung verdreckt, sie selbst hungert, damit wenigstens ihre Schwester ein Pausenbrot für die Schule hat, und wühlt aus Verzweiflung sogar in den Container von Super Märkten, um etwas Essbares aufzutreiben. Als hätte sie ihr persönliches Tief noch nicht erreicht, wird sie plötzlich in der Schule zum Mobbingopfer. Doch ausgerechnet ihr Klassenlehrer Nils Joswig wird ihr rettender Anker. Dieser macht sich große Sorgen um sie - mehr, als er es als Lehrer eigentlich sollte.

"Scherbenparadies" ist nicht der erste Arena Thriller, der in meinem Bücherregal ein Platz ergattert, und wird auch nicht der Letzte gewesen sein. Inge Löhnigs "Scherbenparadies", was nicht ihr erstes Werk in der Arena-Reihe ist, gehört eindeutig zu den realistischsten Arena Thrillern und behandelt aktuelle Themen wie Mobbing in der Schule oder auch das sogenannte Containern. Hierbei werden Lebensmittel aus Container von Super Märkten oder Fabriken gesammelten, die nur weggeworfen wurden, weil das Verfallsdatum abgelaufen ist oder zu viel produziert wurde.
Die Autorin beschreibt gut Sandras Kampf, den sie jeden Tag ausstehen muss und sich immer zu fragt, wie sie das alles allein schaffen soll. Für sie ist der einzige Lichtblick ihre kleine Schwester, weswegen sie den täglichen Kampf immer wieder aufnimmt. Dabei verliert sie oft die Hoffnung, findet jedoch oft eine Lösung und dabei auch ihren Mut wieder.
Im Buch begleitet man jedoch nicht nur Sandra, sondern die, zunächst namenlose Gegenspielerin. So weiß der Leser schon vor Sandra, dass Gefahr droht und man möchte sie am liebsten warnen. Mit jedem Kapitel, in dem man der Gegenspielerin über die Schulter schaut, bemerkt man, das ihre Pläne immer teuflischere Züge annehmen.

Inge Löhnig hat einen Thriller erschaffen, bei dem bis zu Letzt, ungewiss ist, wer Sandra das Leben zur Hölle macht. Umso erstaunlicher ist, wer am Ende die Täterin ist. 'Scherbenparadies' empfehle ich allen Thrillerneulingen und denjenigen, die bei einem Thriller auf Blut verzichten können. Denn das systematische Mobben von Sandra ist für mich ebenso grausam wie ein Mord.
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5.0 von 5 Sternen Mitten im Scherbenhaufen, 5. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Der Titel könnte nicht passender zum Buch sein, denn Sandra lebt wirklich in einem Scherbenparadies. Um sie herum ist alles zerbrochen. Sie ist 17 Jahre, besucht die 10. Klasse einer Münchner Realschule und wohnt mit ihrer kleinen Schwester Vanessa zusammen. Von ihrer Mutter erhält sie höchstens nach ein paar Wochen ein kurzes Lebenszeichen, was sich in Form von etwas Geld auf dem Tisch zeigt. Ihre Mutter rutscht immer weiter in den Alkoholsumpf, gemeinsam mit ihrem neuen Freund Ulf, ab. Sandra muss alleine klar kommen und Hilfe vom Jugendamt holen kommt für sie nicht in Frage, denn sie ist noch nicht volljährig und sie kann es Vanessa nicht zumuten, vielleicht voneinander getrennt zu werden. Das verkraftet die kleine Seele dann nicht auch noch. Die anderen Scherben bilden sich in der Form ab, dass der Kühlschrank ständig leer ist, dass die Wohnung unordentlich und verdreckt ist und das es draußen kalt ist, aber nur wenige Wintersachen existieren.

Das einzig Gute ist, dass Sandra ihre Noten in der Schule sehr gut sind, somit kann sie nach dem Jahr auf die FOS wechseln und später sogar studieren. Rund um die Uhr befassen sich ihre Gedanken damit, etwas Geld aufzutreiben, um Lebensmittel zu kaufen. Vor allem möchte sie auch irgendwie mit auf die bald anstehende Klassenfahrt nach Berlin fahren. Der neue Klassenlehrer Nils Joswig wartet immer noch darauf, dass sie dafür das Geld mitbringt. Herr Joswig ist gutaussehend und einfühlsam. Sandra wird immer wieder von ihm angesprochen ob alles ok ist und ob sie reden möchte, ob er helfen kann. Nein, sie möchte ihr Geheimnis hüten, denn wie soll sie sich ihm anvertrauen, wenn sie noch nicht mal ihrer besten Freundin erklären möchte, warum sie so dünn ist, aber trotzdem nicht magersüchtig und warum sie nicht mit nach der Schule zu ihr in die Wohnung kann. Sie schämt sich für ihre Lage und möchte diese weiterhin im Alleingang bewältigen. Der Scherbenhaufen beginnt weiter zu wachsen, denn die Klassenkameraden werden eifersüchtig auf Sandra und eine unter ihnen ganz besonders. Sie ist in den neuen Klassenlehrer verliebt und kann es nicht ertragen, wenn er in der Nähe von Sandra ist. Von Tag zu Tag beginnt für Sandra ein Spießrutenlauf, denn jemand moppt sie. Über einige Dinge konnte sie bisher hinweg sehen und versuchte sich eine Schutzhülle aufzubauen, doch die Attacken werden immer schlimmer und die Schutzhülle bricht zusammen, sie ist am Ende ihrer Kräfte.

"Scherbenparadies" ist mein erster Jugendbuchthriller den ich von der Autorin Inge Löhnig gelesen habe. Für mich muss ein Thriller packend sein, einen Sogeffekt haben und meine Gedanken bewegen. All das hat der Thriller Scherbenparadies geschafft. Den Schreibstil hat die Autorin an die jugendliche Sprache angepasst, verwendet einfache Worte in einfach gehaltenen Sätzen, die unter anderem auch mit einigen Kraftausdrücken versetzt sind. Ihre Protagonistin Sandra hat sie sehr stark gezeichnet. Eine Person mit viel Gefühl, viel Herz, aber auch mit der Willenskraft für sich und andere Menschen zu kämpfen. Ein Mädchen was vieles in Kauf nehmen muss, am liebsten schwach zusammen brechen möchte, aber es schafft die auch noch so letzte Kraftreserve aufzubringen. Inge Löhnig gräbt Sandra immer mehr in einen Haufen aus Scherben, diese prasseln auf sie ein und lassen sich nicht abschütteln. Bei all den Scherben wirkt keine plump oder unangebracht und kleine Glücksmomente der im Scherbenparadies sitzenden Sandra wirken nicht aufgesetzt, falsch oder zu vorhersehbar. Der Thriller ist schlüssig und sehr nachvollziehbar, da Sandra ihr Schicksal auch in der Realität leider kein Einzelfall ist.

Gefühlvoll, traurig, unkitschig, Emotionen hervorrufend und vor allem mit einem Ende, mit dem man als Leser gut zurechtkommt.
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3.0 von 5 Sternen Scherbenparadies, 27. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Das Böse hat seine guten Seiten: Die Arena Thriller.

Sie liebt ihn, seit er zum ersten Mal die Klasse betreten hat. Ständig muss sie an ihn denken. Vor kurzem hat sie sich sogar von ihrem Freund getrennt. Jetzt ist sie frei. Frei für ihn.
Nils Joswig tritt seine erste Stelle als Lehrer an. Seine Schüler machen es ihm leicht, sich einzugewöhnen. Nur um eine Schülerin macht er sich Sorgen - mehr, als er es als Lehrer eigentlich sollte.
Sandra hat ein Geheimnis, von dem niemand erfahren darf. Es würde nicht nur ihr Leben zerstören, sondern auch das ihrer kleinen Schwester. Sie merkt es nicht einmal, als sie einen Fehler macht, der unverzeihlich ist.

Ich habe das Buch wegen des Titels gekauft. Viele Arena Thriller haben ja irgendwas mit "Kuss", "Tod" oder ähnlichem im Namen. "Scherbenparadies" klingt anders, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte. Es wird im Präteritum von Sandra und mal von einer gewissen >sie< erzählt.

Sandra versucht den Haushalt zu managen, seit ihre Mutter zu ihrem Freund gezogen (oder abgehauen?) ist und muss sich nebenbei noch um die Schule kümmern. Kein Wunder, dass Sandra bald am Ende ihrer Kräfte ist. Sandra war realistisch, trotzdem mochte ich sie irgendwie nicht. Ihre kleine Schwester Vanessa konnte mich auch nicht überzeugen, sie fand ich einfach nur nervig.

Die Handlung war gut und ich hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass es möglich ist in eine Situation zu kommen, wie Sandra sie erlebt. Ist es möglich, dass man ganz alleine in einer Wohnung lebt, obwohl man erst 17 ist und das Jugendamt nichts davon mitbekommt? Nebenbei bemerkt: Nils Joswig war meiner Meinung nach ein Schleimer, oder zumindest hat er so gewirkt. Sandras Liebe zu Nils wirkte irgendwie aufgesetzt, wie eine kleine unwichtige Nebenhandlung, obwohl es in dem Buch doch gerade darum gehen soll und natürlich darum, dass Sandra gemobbt wird. Das fand ich hingegen ziemlich gut dargestellt.

Mein Lieblingscharakter ist Janina. Sie hat Charisma. Mehr sage ich dazu nicht, wer das Buch gelesen hat, weiß warum.

Der Schreibstil von Inge Löhnig war in Ordnung. Nicht schlecht, aber ersetzbar. Und das liegt nicht daran, dass Arena Thriller so geschrieben werden müssen. Ich weiß, viele sind in einem solchen Stantart-Stil verfasst, aber es gibt auch Ausnahmen, wie "Funkentanz". Trotzdem ist es, falls die Handlung einen anspricht, kein Grund das Buch nicht zu kaufen. Immerhin ist der "Stil" keinesfalls schlecht.

Ich vergebe drei Sterne. Einen ziehe ich wegen den unsympathischen Charakteren ab und den anderen, weil die Liebesgeschichte aufgesetzt wirkte. Das ist bei mir so eine Art No-go.
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4.0 von 5 Sternen Auf dem Schoß sitzen, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Dieses Buch habe ich fast atemlos gelesen, zuletzt bei dem im Buch erwähnten Roman von 2009, jetzt weiß ich genauer, was ein Page-Turner ist. Und ca. während der letzten 60 Seiten habe ich mich gefragt, Mensch, warum sind die Kapitel so kurz. Auch seine Spannung konnte dieser Jugend-Roman bis zum Schluss halten. Die Charaktere sind, auch in ihren jeweiligen Nöten, gut gezeichnet. Die Sprache wirkt nicht aufgesetzt.
Nils Joswig ist ihr neuer Klassenlehrer und sie hat sich sofort in ihn verliebt, dafür kann sie dem Freund schon mal den Laufpass geben; Nils wird sich sicher auch in sie verlieben .....
Mit Scherbenparadies: Die Arena Thriller von Inge Löhnig ist ein gutes, wichtiges, weil zeitorientiertes Buch geglückt. Dabei führt sie die beiden Handlungsstränge gekonnt zusammen, denn es geht auch um Sandra und ihre jüngere Schwester Vanessa um die sie sich neben der Schule und dem angestrebten Übergang auf die FOS kümmert, seit die Mutter praktisch nicht mehr anwesend ist. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso dieses Buch nicht auf der Nomi-Liste steht, Erscheinungsjahr 2011, ein anderes aber schon:
Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis; Abel Tannatek( der Kurzwarenhändler ) ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Zugegeben ist Der Märchenerzähler sprachlich besser als die anderen Bücher der Autorin, aber am Ende war es mir wirklich zu dick, mit der Poente .
Nicht so bei Löhnig , während des Leseprozesses saß sie für mich auf dem Schoß des Märchenerzählers und hat es gut, besser gemacht.
Aber auch sie hat für mich etwas verschenkt. Der 2009 erschienene, 2010 für den deutschen Jugendliteratur Preis nominierte, in diesem Buch genutzte Roman, wird gut durch den Lehrer gewählt, in seiner Tragweite verpufft er jedoch leider.
Auch das Schicksal von Mutter Laura hätte ich mir, als geneigter Leser, aufgeklärter gewünscht!
( Nachfolgeroman? ) ' wäre schön.

Fazit: Steht nicht auf der Nominierungsliste, wohl in der Fülle untergegangen, aber absolut lesenswert.
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4.0 von 5 Sternen Mobbing ist ein heißes Thema, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenparadies: Thriller (Broschiert)
Die 17-jährige Sandra und ihre kleine Schwester Vanessa stehen ganz alleine da. Ihre Mutter Laura taucht nur noch sporadisch auf, wohnt bei ihrem Freund Ulf und trinkt viel zu viel. Auch an Geld mangelt es Sandra hinten und vorne, sie weiß kaum, wie sie etwas zu Essen für Vanessa auftreiben soll. Doch niemand darf von den Missständen wissen, denn sonst würde das Jugendamt Vanessa in ein Heim stecken. Dann beginnt auch noch aus heiterem Himmel ein Mobbing in ihrer Klasse gegen Sandra und treibt sie an den Rande des Abgrunds. Keiner weiß, wer hinter den Mobbingattacken steckt. Doch Sandras Lehrer Nils Joswig gibt nicht auf und versucht ihr zu helfen...

Scherbenparadies" ist mein erster Arena-Thriller und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Na klar, war das Buch jetzt keine Offenbarung im Thriller-Genre, dafür ist dieser Thriller für Jugendliche Mädels auch gar nicht gedacht. Sondern dieses Buch soll unterhalten und gleichzeitig greift es ein sehr ernstes und aktuelles Thema auf: Mobbing in der Schulklasse. Aus den unerfindlichsten Gründen wird Protagonistin Sandra hier gemobbt und rutscht immer weiter ab. Ich finde es total positiv, dass solche Themen in Büchern für junge Menschen verarbeitet werden und hoffentlich zum Nachdenken anregen, was solche Mobbingattacken mit Anderen anstellen und dass man nicht mitmachen darf, sondern helfend einschreiten muss!

Der Schreibstil war natürlich sehr einfach und gut zu lesen. Einem Jugendthriller angepasst, gab es meist kurze und prägnante Sätze, es wurde häufig Jugendsprache verwendet und das Gefühlsleben der Mädchen wurde ausführlich und anschaulich dargestellt. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven machten das Ganze sehr interessant und abwechslungsreich. Von Beginn an wurde ein Spannungsbogen aufgebaut, die Ereignisse um Sandra und ihrer unbekannten Mobberin spitzten sich immer weiter zu, bis sie in einem großen, gefährlichen Showdown gipfelten.

Die Protagonisten haben mir allesamt gut gefallen. Sandra war sehr gut beschrieben und ihr Gefühlsleben konnte unglaublich gut nachvollziehen, auch wenn ich solch schlimme Dinge glücklicherweise nie in dieser Form erleben musste. Natürlich dachte ich manchmal: Mensch, Mädel, denk doch mal nach! Aber in diesen Situationen bekommt man meistens keinen klaren Kopf mehr. Vanessa ist eine süße kleine Maus und auch Sandras Freundin Alina war für mich ausreichend gut ausgearbeitet. Sandras Lehrer Nils Joswig hätte für meinen Geschmack ein wenig mehr Tiefe erhalten dürfen, aber er erfüllt seinen Zweck sehr gut. Die unbekannte Angreiferin ist sehr beängstigend dargestellt und konnte mich meistens überzeugen.

Das Cover der Klappenbroschur ist, wie bei Arena-Thrillern gewohnt, schlicht gehalten, aber farblich toll abgestimmt. Man sieht eine weiße Engelsstatue vor einem pinken Hintergrund, der mit Blumenornamenten geschmückt ist. Der Titel ist in zartgrüner Schrift und unterschiedlichen Schriftarten darauf gedruckt. Mir gefällt es sehr gut!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Scherbenparadies" von Inge Löhnig ein angenehm zu lesendes Buch für Zwischendurch ist Es ist sehr gut für jugendliche Mädchen geeignet und in ihm findet sich nicht nur eine spannende Geschichte wieder, sondern auch viel Lehrreiches.
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Scherbenparadies: Thriller
Scherbenparadies: Thriller von Inge Löhnig (Broschiert - 1. Juli 2011)
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