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am 7. August 2010
Kurzbeschreibung:
Der Tod ihrer Großmutter lässt Lena ziemlich kalt. Schließlich hat sie acht Jahre lang nicht gesehen - und deshalb eigentlich auch keine Lust, ihre Mutter in das verschlafene Dörfchen Altenbrunn zu begleiten, um letzte Formalitäten zu regeln.
Doch dann taucht plötzlich immer öfter der Name Ulrike in den Gesprächen auf und Lena hört zum ersten Mal, dass sie eine Tante hat, die sich seit zwanzig Jahren nicht mehr bei ihrer Familie hat blicken lassen. Einziges Lebenszeichen ist jedes Jahr eine Postkarte. Als Lena beginnt, Nachforschungen anzustellen, stößt sie schnell auf eine Mauer aus Schweigen, Misstrauen und Aggression. Stück für Stück erkennt sie, dass etwas Furchtbares in Altenbrunn geschehen ist ... und dass einige Dorfbewohner alles Grund haben, die Wahrheit zu fürchten.

Ein Jugendthriller auf hohem Niveau!

Lena fährt mit ihrer Mutter Steffi nach Altenbrunn, um die Angelegenheiten ihrer verstorbenen Oma zu regeln. Doch Lena fühlt keine Trauer. Sie hat ihre Oma schließlich auch vor acht Jahren zum letzten Mal gesehen.
Als dann der Name Ulrike auftaucht, ist ihre Neugierde geweckt. Ulrike ist die verschwundene Schwester von Steffi. Jedes Jahr kommt eine Postkarte von einem anderen Flecken auf der Erde.
Doch Lena ist misstrauisch, denn Nachfragen werden strikt abgewiesen. Wo ist Ulrike heute und warum kommt sie nicht nach Hause zurück?
Lena beginnt zu fragen, beginnt zu graben und ist Ulrike bald schon näher, als sie weiß.
Doch sie begibt ihr Leben in Gefahr, während sie die entscheidenden Schlüsse zieht.

Lena ist eine normale Jugendliche. Etwas zurückgezogen, sie denkt an Jungs und all das Wichtige, was damit zusammenhängt. Außerdem filmt sie für ihr Leben gern.
Ich war schnell gefesselt, von der mysteriösen Vergangenheit einiger Dorfbewohner. Nach und nach gelingt es Lena, den Spuren zu folgen und zu kombinieren.
Die Autorin hat einige Rückblendekapitel sicher mit der Gegenwart verbunden und dem Leser hin und wieder einen Fingerzeig gegeben.

Nach und nach bildeten sich erste Bilder der Charaktere heraus und man konnte mit Vermutungen beginnen.
Ich kann dazu nur sagen, dass mit Inge Löhnig auch in diesem Buch zeitweise enorm aufs Glatteis geführt hat. Da war ich mir nun schon so sicher... Aber einiges ging doch in die richtige Richtung.

Eine interessante Geschichte, auf hohem Niveau für die jugendlichen, wie auch die erwachsenen Leser. Blutige Details gab es nicht, derbe Begriffe auch nicht - mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Und ich kann mir auch gut weitere Jugendthriller von dieser Autorin vorstellen!

Bitte alle lesen!
Auch Fans von Inge Löhnigs Dühnfort" werden meiner Meinung nach nicht enttäuscht!
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am 11. September 2010
Bislang kannte man Inge Löhnig "nur" aus ihren Erwachsenenkrimis rund um den Kommissar Konstantin Dühnfort. Nun wagt sie sich auch in den Jugendthrillerbereich und das tut sie wirklich wunderbar. Das Cover sticht mit seinem pinken Hintergrund und dem schwarz-silbernen Stachelhalsband ins Auge und macht neugierig, was sich hinter "Schattenkuss" verbirgt.

Sommerferien. Sizilien stand auf dem Plan, doch durch die Arbeitslosigkeit des Vaters muss die Familie daheim in Stuttgart bleiben. Lena ist genervt. Sie ahnt noch nicht, dass alles ganz anders kommen wird, als abends das Telefon klingelt.

Ihre Oma ist gestorben und so muss ihre Mutter deren Haushalt auflösen und benötigt dafür Lenas Hilfe. Altenbrunn im tiefsten Bayern statt Sonne im Mittelmeer, keine tolle Alternative, aber Lena macht das Beste aus der Situation. Plötzlich ist jedoch in der Familie immer wieder die Rede von einer Ulrike, den Namen hat sie noch nie gehört. Wer ist Ulrike und wieso ist sie spurlos verschwunden? Gibt es noch weitere Geheimnisse in ihrer Familie?

Lena beschließt, mit ihrem geliebten Camcorder auf Spurensuche in Altenbrunn zu gehen und stößt dabei auf zahlreiche Ungereimtheiten und wieso reagieren alle so negativ auf ihr Auftreten als Ulrike? Erste Spur sind die sporadisch geschickten Postkarten, die Ulrike an die Daheimgebliebenen schickte, doch bringen die Lena weiter?

Inge Löhnig versteht es gekonnt, sich in die Gefühls- und Gedankenwelt der Jugendlichen hinein zu versetzen und spricht ihre Sprache, ohne dass es gewollt jugendlich klingt. Raffiniert legt sie zahlreiche falsche Fährten bis sich am Ende alle Fäden der Geschichte nach und nach ziehen und lösen lassen. Zwischen den einzelnen Kapiteln erfährt der Leser, was Ulrike damals getrieben hat und was ihr widerfahren ist. Stück für Stück wird so das Puzzle zusammengesetzt, bis es in einem atemberaubenden Showdown sein Ende findet. In "Schattenkuss" findet man beeindruckende Charaktere, sei es Haupt- oder Nebendarsteller, die allesamt ihr Päckchen zu tragen haben und deren Rolle im Buch somit durchgehend spannend bleibt.

Nervenkitzel wie er sein soll, nicht blutig, aber dank einer außergewöhnlichen Familiengeschichte durch und durch unterhaltsam und spannend! All Age-Bücher sind momentan der Trend, aber wenn alle so toll geschrieben sind wie "Schattenkuss" ist das auch kein Wunder!
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am 29. September 2014
Was ist damals passiert...
Wo ist sie jetzt...
Wenn sie überhaupt noch ist...

Heute habe ich für euch das Buch "Schattenkuss" von Inge Löhnig aus dem Arena Verlag.

Lenas Oma ist vor kurzem verstorben.
Das ist für sie nicht wirklich schlimm, da sie ihre Oma das letzte Mal vor über 8 Jahren gesehen hat.
Trotzdem fährt sie mit ihrer Mutter in die ehemalige Heimat ihrer Großmutter, um die Trauerfeier vorzubereiten.
Als die gesamte Familie beisammen sitzt, kommt das Gespräch langsam auf eine gewisse Ulrike.
Es stellt sich heraus, dass Ulrike ihre lang vermisst geglaubte Tante ist, die nicht zur Beerdigung ihrer Mutter erscheint.
Als Lena Nachforschungen anstellt, stößt sie lediglich auf eine Mauer des Schweigens.
Wieso will ihr niemand etwas über Ulrike erzählen?
...aber wieso kennt sie dann jeder im Dorf?!
Was ist damals passiert?
Lena lässt sich nicht unterkriegen...
Und erfährt Erschreckendes!

Als ich dieses Buch angefangen habe dachte ich mir, "Hey! Da steht Thriller drauf, also ist auch Thriller drin!"
Naja...
Mich hat dieses Buch gar nicht gepackt und ich habe von dem thrillertypischen Nervenkitzel nicht wirklich viel mitbekommen.
Der Schreibstil hat mich relativ kalt gelassen und ich glaube, dass das auch dazu geführt hat, dass ich ab der Hälfte wusste, wie dieses Buch ausgehen wird!
Das wiederum hat auch den Schockmoment bei der Auflösung gekillt.
Gut gefallen hat mir, dass immer mal wieder ein paar Kapitel aus Ulrikes Vergangenheit erzählt worden sind und man so alles besser nachvollziehen konnte.
Ansonsten ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch mit einem guten Handlungsverlauf.
Nur leider nicht mehr... aber auch nicht weniger!

Ich vergebe 3 1/2 von 5 Löwchens!

Das war es dann von mir!
Viele Grüße
Eure
Leo Löwchen
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Juli 2012
So hatte Lena sich die Sommerferien nicht vorgestellt. Obwohl sie über den Tod der Großmutter, die sie kaum kannte, nicht trauert, muss sie mit zur Beerdigung reisen und danach mit ihrer Mutter Steffi im kleinen Ort Altenbrunn bleiben um den Nachlass der Oma zu regeln. Was nicht so einfach ist. Denn die Schwester der Mutter, Ulrike, ist vor vielen Jahren von zu Hause weggelaufen. Niemand weiß, wo sie lebt. Bis auf eine Postkarte pro Jahr, hat sie nie Lebenszeichen von sich gegeben. Lena, die ihrer verschollenen Tante wie aus dem Gesicht geschnitten ist, bekommt bald die offene Ablehnung einiger Dorfbewohner zu spüren. Sie lässt sich davon aber nicht beeindrucken und ist schon bald einem düsteren Geheimnis auf der Spur.

Der kurze Prolog schildert die Beseitigung der Leiche einer jungen Frau. Anschließend wird die Handlung aus der Sicht der sechzehnjährigen Lena erzählt. Als Leser kann man daher also vermuten, dass die verschollene Tante nicht mehr lebt. Das genaue Schicksal der jungen Ulrike erfährt man aber nur, wenn man dem eingängigen Roman folgt.

Von Beginn an, fesselt die Mischung aus alltäglichem Geschehen und bedeutungsschwerem Vorleben. So beginnt die erste Szene harmlos damit, dass der erst kürzlich arbeitslos gewordene Vater die abendliche Tomatensauce verhunzt, weil Kochen nicht zu seinen Stärken gehört. Kurz darauf erhält die Familie die Nachricht vom plötzlichen Tod der Oma und gleich dazu noch die Information, dass es eine bisher unbekannte Tante gibt, die noch dazu unter mysteriösen Umständen verschwunden ist.

Auch die Ankunft der Familie im Heimatort der Großmutter gestaltet sich so. Während Lena am Zaun den Nachbarsjungen Felix begrüßt, den sie von einem früheren Besuch noch kennt (und nun erfreut feststellt, dass er sich zu einem Doppelgänger von Robert Pattinson entwickelt hat) kommt die demente Uroma des Jungen auf sie zu und beschimpft sie lauthals als "Luder, Miststück und Biest". Die Autorin lichtet das Dunkel indem Sie in Einschüben die Zeit kurz vor dem Verschwinden von Ulrike beleuchtet. Die Neugier wird so immer wieder angestachelt. Man ahnt, das der Täter aus der Vergangenheit auch heute noch in dem Ort lebt. Wer es ist, bleibt jedoch bis zum mitreißenden Finale offen.

"Das Böse hat seine guten Seiten". Mit diesem passenden Slogan wirbt der Arena Verlag für seine Serie der Jugendthriller. Namhafte Krimiautorinnen wie Susanne Mische oder Inge Löhnig schreiben hier für ein junges Publikum. Nicht umsonst wird durch den Blickwinkel von Lena, neben der Verbrechensaufklärung, auch so manches Problem junger Mädchen angesprochen. Die erste Liebe, der erste Kuss, der erste Sex. Zweifel über das eigene Aussehen, das Selbstwertgefühl und die oft schwierige Beziehung zu den Eltern. Lena verfügt glücklicherweise über ein gesundes Selbstbewusstsein. Trotz der widrigen Umstände und einer (wie sie findet) entstellenden Narbe im Gesicht. Couragiert stellt sie sich den Ereignissen und lernt dabei auch eine Menge über sich selbst.

Inge Löhnig war mir bislang nur durch ihre Krimiserie um den Münchner Kommissar Dünforth ein Begriff. Dessen Fälle habe ich begeistert gelesen und daher auch zu diesem Werk der erfolgreichen Autorin gegriffen. Ich bin nicht enttäuscht worden. Man kann diesen Roman auch als Erwachsener gut lesen und wird mit spannender Unterhaltung belohnt.
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am 15. April 2012
Lena muss mit ihrer Mutter länger nach Altenbrunn (in den Ferien), um die Bestattung ihrer Großmutter zu organisieren und das, obwohl sie gar keine Lust hat.
Auf der Autofahrt erfährt sie, das sie eine Tante hat, Ulrike, die aber schon vor 20 Jahren verschollen ist. Wieso? Wegen Liebeskummer? Wegen den Noten? Wegen was eigentlich, alles ist sehr mysteriös und Lena beschließt eine Doku über ihre verschollene Tante zu drehen und vielleicht den Hintergründen und den Aufenthaltsort ausfindig zu machen, falls sie noch lebt, das alles schwirrt in Lenas Kopf herum.
Zu all dem kommt noch, das sie dort einen alten Freund sieht, neue Freunde kennen lernt und sich in jemanden verliebt, was aber auch nicht zur allgemeinen Aufheiterung dient.

Es fängt rasant an, es geht rasant weiter und mysteriöse Personen halten die Spannung aufrecht. Auch Namen, die erst gegen Ende entschlüsselt werden treiben die Spannung immer weiter an.
Alles in allem war es ein toller Jugendroman, der einiges an Verwirrung gestiftet hat. Von Anfang an war mich eigentlich sehr sicher, aber Frau Löhnig versteht sich sehr gut darin, Situationen zu verfangenen Szenen zu gestalten und alles sehr dramatisch und doch auch unspektakulär zu beschreiben und umzusetzen und genau das ist es, was das Buch so interessant macht.
Der Schreibstil, der Ton und auch der sprachliche Gebrauch waren klasse.
Das Buch war genau wie die anderen Thriller von Arena gut geschrieben und in sich 'rund'.
Auch die Personen waren super geschildert und die Charaktere waren sehr gut dargestellt, man sah sie bildlich vor einem beim Lesen.
Ich bin sehr gespannt, ob noch weitere Thriller im Arena Verlag von Inge Löhnig erscheinen.

Fazit: Ein Buch, das man lesen sollte, wenn man die Arena Thriller mag :o)
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2010
Als Lena erfährt, dass ihre Großmutter, zu der die Familie schon 8 Jahre keinen Kontakt hatte, gestorben ist, macht sie sich mit ihrer Mutter auf den Weg in das verschlafene Dorf Altenbrunn. Ihrer Mutter steht die Haushaltsauflösung und die Organisation der Beerdigung bevor und Lena soll sie dabei ein wenig unterstützen. Auf dem Weg in das Dorf fällt auf der Fahrt der Name 'Ulrike' zwischen ihren Eltern und auf Nachfrage erfährt sie, dass es sich dabei um die Schwester ihrer Mutter handelt, die aber nach Aussage ihrer Mutter schon viele Jahre im Ausland lebt.

In Altenbrunn angekommen schließt Lena schnell Freundschaft und auch ihre Mutter beschäftigt sich nicht nur mit der Entrümpelung des alten Hauses, sondern frischt ihre Vergangenheit mit ihrer Jugendliebe auf. Für Lena bricht schier eine Welt zusammen, denn die Ehe ihrer Eltern stand in der Vergangenheit schon unter keinem guten Stern. Ihr Vater ist notgedrungen zum Hausmann geworden, weil er keinen Job fand und ihre Mutter hat jeden Tag die Brötchen verdient. Sie hat Angst, dass dieser schmierige Kerl, mit dem sich ihre Mutter vergnügt, nun noch einen größeren Keil zwischen ihre Eltern schieben kann.

Aber nicht nur damit beschäftigt Lena sich in dem viel zu ruhigen Dörfchen Altenbrunn. Dass sie nichtmal von der Existens ihrer Tante Ulrike wusste macht sie neugierig und sie fängt an, mächtig in der Vergangenheit zu wühlen. Als sie nach einem Umstyling ihrer Tante zum verwechseln ähnlich sieht, ist ihr nicht bewusst, welche schlafende Hunde sie da geweckt hat '.

Ich bin ein großer 'Kommissar Dühnfort'-Fan und war mehr als skeptisch, als ich entdeckte, dass Inge Löhnig, neben ihrer Krimireihe nun einen Jugendthriller geschrieben hat. Trotzdem war ich neugierig und als mein Leseabenteuer mit 'Schattenkuss' begann war ich ruck zuck ganz woanders: nämlich in Altenbrunn.

Frau Löhnig ist es gelungen mich mit Haut und Haar in diesen Jugendthriller hineinzuziehen und ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich mit Lena zusammen dieses Abenteuer erlebe.

Die Charaktere waren wunderbar, zwar so ganz anders, als ich das bislang von ihr gewohnt war, aber absolut zeitgemäß und passend für dieses Buch. Lena ist mir wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen mit ihrer frischen, unbedarften Art einfach in der Vergangenheit ihrer Tante zu wühlen. Ohne Scheu hat sie auch oft genug ihrer Mutter die Stirn geboten, aus Angst, dass die, durch ihr 'Techtelmechtel' mit ihrer Jugendliebe die ganze Familie zerstört.

Auch die Menschen um Lena herum sind der Autorin wunderbar gelungen. Ich lebe selber auf einem Dorf und auch hier ist es so, dass wirklich jeder über jeden Bescheid weiß ' was nicht immer von Vorteil ist, aber in dem Fall von Lena das Puzzel nach und nach zusammengesetzt hat.

Auch die Rückblenden in das Leben von Ulrike fand ich toll, dass hat das Puzzel noch besser zusammengefügt und hat zum Verständnis ihres Verschwindens enorm beigetragen.

Und auch der Thrillfaktor war in diesem Buch gut portioniert. Man darf als erwachsener Leser natürlich nie vergessen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Trotzdem gelang der Autorin, diese düstere Dorfstimmung wunderbar in Worte umzusetzen. Der Spannungsbogen hat sich ab der Mitte des Buches enorm gesteigert.

Jetzt bin ich traurig, dass Frau Löhnig nicht mehr auf meinem Nachttisch liegt, sondern nun ins Bücherregal wandert und ich noch zu lange warten muss, bis ich wieder ein Buch von ihr lesen kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2010
ZUM INHALT:
Als die Oma von Lena Michaelis stirbt und der Sizilienurlaub wegen der Arbeitslosigkeit ihres Vaters storniert wird, fährt die 16-jährige Lena gezwungenermaßen mit ihrer Mama Steffi nach Altenbrunn, ein kleines bayrisches Dörfchen. Ihre Mutter soll den Haushalt auflösen und Lena soll ihr dabei helfen. Eine langweilige Sache, doch als immer wieder der Name Ulrike fällt, beginnt Lena mit Hilfe ihres Camcorders nachzuforschen.
Wer ist Ulrike? Warum ist sie vor über 20 Jahren verschwunden und nie mehr wieder heimgekehrt? Und was hat es mit den Postkarten auf sich, die die Daheimgebliebenen erhalten?

MEINE MEINUNG:
Zuerst ist Lena nicht sehr erfreut, als sie von Stuttgart in das verschlafene Dorf mitkommen soll, doch die Suche nach der geheimnisumwitterten Ulrike (die Beiden sehen sich sogar ähnlich) lässt alle Eintönigkeit vergessen. Während sich Steffi mit der Erbschaft beschäftigt, recherchiert Tochter Lena hartnäckig über die Ereignisse, die zu dem Verschwinden ihrer Tante Ulrike geführt haben und bringt sich dadurch selber in Gefahr...

Schnell ist man als Leser mitten in der Geschichte und erlebt mit Lena die Gefühls-Achterbahn von Heranwachsenden. Hauptperson Lena ist etwas unsicher und fühlt sich durch eine Narbe an ihrer Lippe selbst nie schön genug und glaubt fast ihrer Freundin, dass sie ungeküsst sterben wird. *g*
Für den Teenager ist es zuerst ein Schock, als sie herausfindet, dass sie ihrer Tante (zum Zeitpunkt ihres Verschwindens) erschreckend ähnlich sieht, aber dann lässt sie sich die Haare wie Ulrike schneiden, zieht sogar ihre alten Klamotten an und will einen Film über den Verbleib ihrer Tante drehen. Doch manchen Leuten wäre es lieber gewesen, wenn man die Vergangenheit hätte ruhen lassen...

Alle Protagonisten werden authentisch und glaubhaft dargestellt und wirken durch die vielen verschiedenen Facetten und Charaktere sehr menschlich.
Durch die Ich-Erzählerin Lena sind wir gleich mittendrin im Geschehen und fühlen, fiebern, leiden und freuen uns mit dem 16-jährigen Stadtkind mit. Durch Rückblenden können wir uns in die Teenagerzeit von Ulrike zurückversetzen und bekommen einen Einblick, was passiert sein könnte.

Die Geschichte wird von Anfang bis zum bitteren Ende rasant und fesselnd erzählt, so dass ich das Jugendbuch innerhalb eines Tages ausgelesen habe. Es gibt keine überflüssigen Szenarien und auch die mitwirkenden Personen halten sich in Grenzen, so dass man nicht den Überblick verliert.
Außerdem versteht es Inge Löhnig, ihre Leser gekonnt in die Irre zu führen, überrascht immer wieder mit erstaunlichen Wendungen und am Ende werden die verschiedenen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengefügt.

So macht Lesen Spaß und die Autorin zeigt, dass sie nicht nur Krimis für Erwachsene schreiben kann, sondern sich ebenso in die Welt der Jugendlichen hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist spannungsgeladen, klar und bewegt sich für ein Jugendbuch auf hohem Niveau. Obwohl ich den Jugendthriller für 12-jährige nicht passend finde, ab 14 wäre meiner Meinung nach eher angemessen.

FAZIT:
Ein faszinierender Arena-Thriller, der mit einem ansprechend gestaltetem Cover, tollen Plot, erstaunlichen Irrwegen und sympathischen Figuren überzeugt.
"Schattenkuss" küre ich gern mit 5 STERNE!
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am 29. September 2013
Ich hatte das Buch verschenkt und mir nun wieder ausgeliehen, da ich als Leser der Dühnfort-Krimis von Inge Löhnig neugierig darauf war, wie sie eine Geschichte - noch dazu ein Thriller - für junge Leser umsetzt.

Am Anfang geht es gemächlich los, aber dann nimmt die Erzählung immer mehr Fahrt auf, um in einem schnellen, furiosen Countdown zu enden.

Die Hauptfigur, Lena, ist ein eher ruhiges, sympathisches, nachdenkliches Mädchen, in dem sich sicher viele Leserinnen wiedererkennen. Sie erlebt die erste Liebe und versucht gleichzeitig, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Tante Ulrike zu lösen. Spannend sind auch die Einschübe der Zeitebene von 1990, in denen der Leser Ulrike viel besser kennenlernt und zeitweise auch viel mehr weiß als Lena. Das trägt erheblich zur Erhöhung der Spannung bei.

Je weiter Lena mit ihren Recherchen kommt, desto mehr gerät sie in Gefahr. Dennoch forscht sie weiter, wobei sie klug vorgeht und durchaus glaubwürdig wirkt - hier wird nichts eingebaut, das im Umfeld einer Sechzehnjährigen unglaubwürdig wäre.

Die Geschichte ist raffiniert und psychologisch stimmig erdacht, jede Wendung, jede Verwicklung trägt dazu bei, die Story weiter zu treiben, nichts ist überflüssig - außer dem Prolog. Ich weiß ehrlich nicht, warum es ihn gibt. Aus gutem Grund lese ich Prologe inzwischen grundsätzlich als letztes, weil in ihnen oft viel zu viel erraten wird. Hätte ich das hier auch getan, hätte ich nach ganz kurzer Zeit gewusst, wie der Hase laufen soll.

Aber, abgesehen vom Prolog, ist es ein hervorragend erdachtes und umgesetztes Buch, das ganz sicher auch Erwachsene mit Spannung und Anteilnahme lesen können!
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Oktober 2011
Zum Buch

Der Tod ihrer Großmutter lässt Lena ziemlich kalt.
Schließlich hat sie sie acht Jahre lang nicht gesehen und deshalb eigentlich auch keine Lust,ihre Mutter in das verschlafene Dörfchen Altenbrunn zu begleiten,um die letzte Formalitäten zu regeln.
Doch dann taucht plötzlich immer öfter der Name Ulrike in den Gesprächen auf und Lena hört zum ersten Mal,dass sie eine Tante hat,die sich seit zwanzig Jahren nicht mehr bei ihrer Familie hat blicken lassen.Einziges Lebenszeichen ist jedes Jahr eine Postkarte.Als Lena beginnt,Nachforschungen anzustellen,stößt sie schnell auf eine Mauer aus Schweigen,Misstrauen und Aggression.
Stück für Stück erkennt sie,dass etwas Furchtbares in Altenbrunn geschehen ist und dass einige Dorfbewohner allen Grund haben,die Wahrheit zu fürchten.

Meine Meinung

Da ich von Inge Löhnig auch die Bücher mit Konstatin Dühnfort kenne,die mir sehr gut gefallen haben, dachte ich mir,ich könnte doch auch mal ein Jugendbuch von ihr lesen. Auch wenn ich aus diesem Alter schon raus bin,muss ich sagen, auch dieses Buch hat mir gut gefallen.Vom Schreibstil her sehr flüssig und locker geschrieben, so das ich keine Schwierigkeiten hatte in die Geschichte reinzukommen.Für einen Jugendthriller fand ich es schon sehr spannend, da es auch hier nicht blutig zu geht,was ich für so ein Buch schon sehr wichtig halte.Auch wie Lena ihre Nachforschungen anstellt fand ich schon sehr interessant und muss sagen das Lena mir im Buch sehr gut gefallen hat.
Für mich wird das nicht der letzte Jugendthriller sein, denn ich habe hier gemerkt, das ich auch daran großen Lesespass habe.
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Lena hat sich auf Ferien auf Sizilien gefreut, die aber ins Wasser fallen. Also stehen ihr statt Baden im Meer langweilige Unternehmungen mit der Mutter bevor. Schöne Aussichten. Aber es kommt noch schlimmer: Lenas Oma stirbt. Das ist zwar nicht so wild, weil sie kaum Kontakt zu ihr hatte. Aber Lena muss nun ihrer Mutter helfen, die Beerdigung vorzubereiten und dazu in das abgelegene Nest Altenbrunn fahren. Ganz toll.
Aber dann wird es doch noch interessant. Plötzlich wird eine Ulrike erwähnt, die Schwester ihrer Mutter, von dessen Existenz Lena bisher noch nicht wusste. Ulrike ist vor Jahren verschwunden. Als Lena merkt, dass sie in Ulrikes altem Zimmer untergebracht ist und deren Sachen noch im Schrank sind, macht sie sich einen Spaß daraus, sich wie Ulrike, der sie sehr ähnlich sieht, zurechtzumachen. Ihre Mutter und die älteren Leute im Dorf finden das allerdings überhaupt nicht lustig. Warum eigentlich?
Überhaupt sind die Leute im Dorf ziemlich seltsam. Lena wird neugierig. Was genau ist damals geschehen? Was ist mit ihrer Tante passiert? Jetzt wird der Aufenthalt in Altenbrunn spannend. Lena stellt Nachforschungen an und wird von ihrem chaotischen Liebesleben durcheinandergebracht. Dann eskaliert die Situation und Lena gerät in Gefahr.
Meiner Tochter und mir hat dieser spannende Mädchenthriller mit seinen lebensnahen Charakteren und der plausiblen Auflösung gut gefallen. Gut geeignet für dunkle Herbstabende!
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