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am 15. Februar 2011
Zuerst muss ich einmal sagen, dass ich ein großer Fan von Cassandra Clare und "Die Chroniken der Unterwelt" bin. "Clockwork Angel" habe ich bereits vor dem Erscheinen in Deutschland auf Englisch gelesen und war hellauf begeistert. Das ist auch der Grund, warum ich es nocheinmal auf Deutsch gekauft - und auch dieses Mal innerhalb eines Tages verschlungen habe!
Natürlich ähnelt dieses Buch den "Chroniken der Unterwelt" und auch Will erinnert ein wenig an Jace, doch meiner Meinung nach ist das genau das, was mir an diesen Büchern so sehr gefällt: die stark ausgeprägten Charakterzüge der Personen.
Übrigens muss man "Die Chroniken der Unterwelt" nicht kennen, um dieses Buch zu lesen, es ist eine eigenständige Serie!

Inhalt:
Tessa (die im Gegensatz zu Clary aus den "Chroniken der Unterwelt" ein Schattenwesen ist) befindet sich in einer schon vermutbaren "Dreiecksbeziehung" mit Will und Jem. Letzterer hütet ein Geheimnis, was seine Vergangenheit angeht. Welches es ist, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.
Dazu kommt, dass Tessa verzweifelt nach ihrem entführten Bruder Nate sucht, gleichzeitig jedoch vor ihren Gegenspielern flieht, die das Mädchen aufgrund seiner Begabung, sich mithilfe einfacher Gegenstände in andere Personen zu verwandeln, verfolgen. Doch es scheint, dass nicht jeder der zu sein scheint, wer er ist...

Charaktere:
Außer Tessa, Will, Jem und Tessa's Bruder Nate sind noch andere Personen wie z.B. Charlotte, die Verantwortliche für das Institut in London, deren Mann Henry und drei weitere Bedienstete mit von der Partie. Jedoch sticht eine Schattenjägerin namens Jessamine hervor, die versucht, gegen ihre Natur anzukommen.
Allerdings sind auch Charaktere, die bereits aus "Die Chroniken der Unterwelt" bekannt sind dabei, wie z.B der Hexenmeister Magnus Bane.

Handlungsverlauf & Schreibstil:
Die Geschichte spielt sich rasch ab, bereits nach dem Prolog befindet man sich mitten in der Handlung. Das ist nichts Schlechtes, im Gegenteil! Wer gerne die Vorgeschichte der einzelnen Personen kennenlernen möchte, wird nicht enttäuscht werden, denn im Laufe des Buches erfährt man all diese!
Der Schreibstil ist wie immer flüssig und lässt sich gut lesen. Ab und zu wird die Geschichte durch ein paar lustige Sprüche (die meist von Will kommen) aufgelockert.

Für Fans der "Chroniken der Unterwelt":
Ich für meinen Teil finde die Story-Idee von "Clockwork Angel" gut, es dauerte auch nicht, bis ich mich eingelesen hatte, doch dieses Buch gefällt mir nicht ganz so gut, wie "Die Chroniken der Unterwelt". Vielleicht kommt das noch im Laufe des nächsten Teils (schließlich sind noch min. zwei weitere Bücher geplant), oder es ist einfach Geschmackssache. Außerdem muss noch hinzugefügt werden, dass es schier unmöglich ist (meiner Meinung nach zumindest) "Die Chroniken der Unterwelt" zu übertreffen ;D

Fazit:
Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Buch zu kaufen!
"Clockwork Angel" ist der Auftakt zu einer fantastischen Vorgangsserie zu "Die Chroniken der Unterwelt".
Nicht nur für Fans geeignet!!!!
Ein absolutes Fantasy-Muss!!!
44 Kommentare|64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Zitat:
„Ganz gleich, wie das äußere Erscheinungsbild eines Menschen ist“, sagte er gedehnt, „ob du männlich oder weiblich, stark oder schwach, krank oder gesund bist – all diese Dinge sind von geringerer Bedeutung als das, was dein Herz enthält. Wenn du das Herz eines Kriegers hast, dann bist du auch ein Krieger. Alle anderen Dinge sind nur wie das Glas einer Lampe, aber du bist das Licht, das darin scheint“, erklärte er versonnen, schien sich dann wieder zu fangen und lächelte leicht verlegen. „Das glaube ich zumindest.“
(S. 338)

Inhalt:
April 1878
Nach dem Tod ihrer Tante soll Tess zu ihrem letzten verbliebenen Verwandten, ihrem Bruder Nate, nach London reisen.
Anstelle von ihm erwarten sie am Anleger zwei düster aussehende Frauen, die behaupten, im Auftrag Nates zu handeln. Sie nehmen Tess gefangen und lehren sie, ihre Fähigkeit zu nutzen, sich in jegliche Person zu verwandeln. Als Tess sich auch in ein bereits verstorbenes Mädchen verwandeln kann, ist es so weit. Die dunklen Schwestern wollen sie an den „Magister“ zur Vermählung übergeben.
Mit Hilfe von Will, der der Spur des Mädchens folgt, dessen Leiche er gefunden und in das sich Tess zuletzt verwandelt hat, gelingt es ihr, in einem großen Kampf gegen die Schwestern zu fliehen.
Nun befindet sie sich im „Institut“ und wird von Will und der Leiterin Charlotte in die Welt der Schattenjäger eingeführt, wird aufgeklärt, dass sie selbst zu den Schattenwesen gehören muss. Charlotte hilft Tess, ihren Bruder Nate zu suchen.
Dabei stoßen sie auf Geheimnisse, die die gesamte alte Welt verändern könnten.

Meinung:
Lange, lange, laaaaange habe ich die „Chroniken der Schattenjäger“ gesammelt und auf dem SuB schmoren lassen. Da die Reihe nun komplett ist, konnte ich endlich mit dem Lesen beginnen, ohne fiese Cliffhanger befürchten zu müssen.

Der Prolog mit seiner kurzen Episode aus einem Kampf gegen einen Dämon und dem Mord an einem jungen Mädchen machte mich neugierig. Der Schwenk zu Tess und ihrer Ankunft in Southampton stimmte mich auf die weitere Geschichte ein.

Tess erzählt dem Leser von dem Klockwerk-Engel, wie sehr sie damit verbunden ist und von ihrem bisherigen Leben und wieso sie nach London möchte.
Anstelle ihres Bruders Nate findet sie am Anleger aber nur zwei Frauen, die behaupten, von Nate geschickt worden zu sein. Sechs Wochen später befindet sich Tess immer noch in Gefangenschaft.
Von da an ging es plötzlich recht schnell. Tess wurde beigebracht, die Gestalt zu wandeln und soll einem gewissen „Magister“ übergeben werden, der sie heiraten will. Beinahe in letzter Sekunde wird sie von Will gerettet und befindet sich kurz darauf in einer wilden Schlacht.
Wenig später bekommt Tess die ersten Einblicke in die Welt neben der der Menschen, von der sie als Gestaltwandler definitiv ein Teil sein muss.

Cassandra Clare schaffte erneut meisterhafte Charaktere, die eine (dunkle) Vergangenheit haben, in Geheimnisse gehüllt sind und so eine Vielschichtigkeit besitzen, die durchaus für Überraschungen sorgt.

Die Protagonistin Tess, aus deren Sicht - neben kurzen Schwenks auf andere Perspektiven – der Großteil des Buches im personalen Stil erzählt wird, ist auf den ersten Blick ein normales (menschliches) Mädchen. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass sie das aufgrund ihrer Fähigkeit nicht sein kann. Aber was ist sie? Darüber lässt die Autorin ihre Leser grübeln, während sie die Geschichte mit genügend Ablenkung vorantreibt.

Ablenkung in Form von Schattenjägern wie Will, dessen unterschiedliche Signale Tess nicht deuten kann und den ein großes Geheimnis umgibt. Oder in Form von seinem Kampfpartner Jem, der irgendwie anders ist, selbst für einen Schattenjäger.
Lesern von Cassandra Clares Büchern dürfte auch der Hexenmeister Magnus Bane ein Begriff sein, der bereits in der Vergangenheit der Schattenjäger auftaucht.

Da ich die „Chroniken der Unterwelt/City of“-Serie bereits gelesen habe, dachte ich, ich wäre mit den Wesen der von Frau Clare erschaffenen Welt vertraut. Doch auch hier konnte sie mich überraschen. Die europäische Vergangenheit der Schattenjäger hat es durchaus in sich. Das Abkommen zwischen Nephilim und Schattenweltler ist gerade mal zehn Jahre jung, ein Bruch zwischen ihnen fand noch nicht statt, man konnte noch vermeintliche Partner zu Nephilim „machen“. Alleine hierdurch konnte mich die Autorin wieder von ihrer Welt absolut überzeugen. Hinzu kommt ihre Idee, den Schattenjägern eine riesige Portion Emanzipation zukommen zu lassen. War es zu der Zeit allgemein verpöhnt, Frauen abseits von Kindererziehung und Herd zu sehen, steckt Frau Clare ihre weiblichen Schattenjäger in Hosen und lässt sie kämpfen wie alle anderen. Auch das Duzen untereinander und die Anrede mit Vornamen, waren sehr fortschrittlich.

Sehr futuristisch hingegen war der technische Teil des Buches: die Klockwerk-Maschinen, Mechanik, Wissenschaft. Diese Punkte waren mir etwas suspekt und sind wohl im Allgemeinen nicht so ganz mein Fall. Da es aber nur ein Puzzleteil des großen Ganzen war, hat es mich nicht weiter gestört.

Der Schreibstil von Cassandra Clare ist leicht und flüssig, lediglich mit den teils seitenlangen Beschreibungen der Szenerie konnte mich die Autorin weniger begeistern. So hatte ich oft das Bedürfnis, die erwähnten Seiten nur zu überfliegen, um meiner eigenen Fantasie etwas Raum zu lassen. Aus Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, verkniff ich mir das Querlesen, was dann zu gefühlten Längen führte. Ein paar Stolperfallen verursachte auch die Übersetzung des „Clockwork Angels“ und anderer mechanischer Teile in „Klockwerk“-Engel und Co.
Was Spannung und Neugierde an der erzählten Geschichte angeht, kann man der Autorin nichts vorhalten. Sie schaffte es immer wieder, mich zu überraschen, baute Geheimnisse ein und ließ so manche Vergangenheit im Nebel Londons gehüllt.

Mit ihrem Ende hat die Autorin diese Geschichte wunderbar abgerundet, lässt aber noch zahlreiche Fragen offen, die der Epilog dann noch in eine ganz bestimmte Richtung drängt. Neugierig wie ich bin, muss ich wohl bald zum „Clockwork Prince“ greifen.

Urteil:
Cassandra Clare ist eine Meisterin darin, vielschichtige, interessante und überraschende Charaktere zu erschaffen, die in der von ihr entwickelten Welt mit all ihren Regeln und Hintergründen absolut authentisch sind. Spannungsmomente und Emotionen greifen wie Zahnräder ineinander, treiben die Geschichte gemeinsam mit unerwarteten Wendungen voran. Lediglich der für meinen Geschmack zu detailreiche Stil der Autorin schmälerte meinen Lesegenuss und ließ für mich Längen entstehen, wo vermutlich keine sind. Aber selbst diese Kritik würde keine Bewertung unter Höchstwertung rechtfertigen. Knappe 5 Bücher für „Clockwork Angel“.

Ein Muss für Fans der „Chroniken der Unterwelt“, die gerne in die Vergangenheit so manch eines Charakters blicken und ein völlig anderes Weltbild zu Gesicht bekommen wollen.

Die Serie:
1. Clockwork Angel
2. Clockwork Prince
3. Clockwork Princess

©his-and-her-books.blogspot.de
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Februar 2011
"In Dantes Inferno ist die Hölle kalt", erklärte Tessa. "Sie ist mit Eis bedeckt."
Will starrte sie eine ganze Weile sprachlos an - dann zuckten seine Mundwinkel und er streckte ihr die Hand entgegen.

INHALT:
1878: Tessa kommt mit dem Schiff von York nach London, um bei ihrem älteren Bruder zu leben. Doch sie wird entführt und kann nur durch einen Zufall von Schattenjägern gerettet werden, zu denen auch der ebenso attraktive wie düstere Will und Jem gehören - doch Letzterer verbirgt ein tödliches Geheimnis.
Tessa wird ins Institut gebracht, wo sie erfährt, was sie wirklich ist: Ein Schattenwesen, eigentlich ein natürlicher Feind der Schattenjäger...

MEINE MEINUNG:
Mit "Clockwork Angel", der Vorgeschichte der "Chroniken der Unterwelt", startet die neue fesselnde Trilogie von Cassandra Clare. Wie immer fesselt die Autorin einen mit ihrem Schreibstil, den wunderschönen Beschreibungen und originellen wie grandiosen Charakteren von Kapitel zu Kapitel mehr. Am Ende eines jeden gibt es einen Cliffhanger, der gar nichts anderes zulässt als dass man weiterliest. Somit wird das Buch zu einem echten Pageturner.

Wieder einmal schafft Cassandra Clare eine Umgebung, die einen schier umhaut, die Figuren wirken glaubwürdig, ihre Handlungen sind authentisch und nachvollziehbar. Ich war gefesselt und wie im Rausch und am Ende des Werkes wünschte ich mir, ich hätte sofort das nächste zur Hand.

Es gibt nur eins, das mir etwas sauer aufgestoßen ist: Es gibt ein bisschen zu viele Ähnlichkeiten mit den "Chroniken der Unterwelt". Wie auch Clary hält Tessa sich für nicht sonderlich hübsch, wird aber gleich von zwei gutaussehenden Jungen umschwärmt, der eine, Will, ist der unnahbare, sexy Typ, der sie immer wieder zurückweist und der andere ist der hübsche, nette, einfühlsame.

Des weiteren ist Tessa genauso naiv wie Clary, ebenfalls eine Bücherratte und hatte am Anfang des Buches noch keine Ahnung vom Übermenschlichen. Ebenso kommen beide ins Institut, weil sie kurz vorher in einen Kampf verwickelt wurden, aus dem sie von Bad Boy Will/Jace gerettet werden.

Und dann wäre da noch die Übersetzung von "Clockwork Angel": Klockwerk-Engel. Das, finde ich, ist reichlich misslungen. In Ordnung gewesen wäre 'Uhrwerk-Engel' oder auch einfach ganz simpel 'Clockwork-Engel', aber so? Meiner Meinung nach etwas peinlich.

Doch auch wenn die Ähnlichekeiten unverkennbar sind und diese eine Übersetzung etwas misslungen ist, schadet es dennoch nicht, denn die Personen haben trotzdem ihre ganz eigene Magie, ihre ganz eigene Geschichte. Der Schreibstil zieht in den Bann, die Seiten fliegen nur so dahin...
Demnach wird also nichts abgezogen, es bleibt bei 5 Sternen.
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am 16. Februar 2015
Nachdem ich die "Chroniken der Unterwelt" begeistert verschlungen habe, machte ich mich mit viel Vorfreude an dieses Buch. Aber leider hat es mich noch nicht mal annähernd so gefesselt, zeitweise musste ich mich zum Weiterlesen zwingen. Statt "mittendrin" zu sein und mit den Protagonisten zu fühlen hatte ich bei diesem Roman das Gefühl, distanzierter und unbeteiligter Zuschauer zu sein. Etwa so als würde ich aus der hintersten Reihe eine Theatervorführung ansehen.
Keine der Hauptfiguren ist so, dass man sie ins Herz schließen möchte - aber es ist auch kein "hassenswerter" Gegenspieler in Sicht. Tessa ist viel zu starr und emotionslos, Willl unsympathisch, Jem blass (nicht nur äußerlich), Charlotte überfordert, ihr Mann ein (netter) Trottel. Die einzigen Lichtblicke waren die seltenen Auftritte von Magnus Bane und Camille Belcourt, die charismatisch wie immer rüberkommen.
Und da wäre noch die hölzerne Übersetzung - Klockwerk - herzlichen Glückwunsch, schlechter geht's wohl nicht. Ich habe alle 3 Romane dieser Reihe geschenkt bekommen - die beiden nächsten werde ich mit Sicherheit nicht lesen. Es gibt viele tolle Bücher, leider gehört diese Reihe nicht dazu.
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am 12. Mai 2016
Cover: Das Cover auf den Taschenbüchern ist im gleichen Stil wie die Cover der Chroniken der Unterwelt-Reihe gehalten. Das Bild im Mittelpunkt des Covers passt mit seiner mysteriösen Atmosphäre gut zur Handlung und zeigt auch gleich eine der wichtigsten Gegenspielerinnen.
Handlung: Im Gegensatz zur Chroniken der Unterwelt-Reihe steht hier keine Schattenjägerin im Mittelpunkt, sondern ein junges Mädchen, das erkennen muss, dass sie ein Schattenwesen ist. Diese Erkenntnis kommt sehr drastisch durch Folter, was den ersten Teil des Buchs kennzeichnet und den Grundbaustein für die späteren Konflikte bildet. Zum Glück kann sie von den Schattenjägern gerettet werden. Der Rest des Buches beschäftigt sich dann mit der Suche nach ihrem Bruder und dem Auftraggeber dieses ganzen Schlamassels. Hierbei wartete Clare mit einer interessanten Wendung auf, um wen es sich schlussendlich handelt, was die Sache für den Leser bis zu letzten Seite spannend macht. Die Liebesgeschichte, die im Klappentext angesprochen wird, fand ich noch nicht so deutlich zu sehen, zumindest nicht bei beiden Jungen. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht leugnen, dass sie existiert und in den Folgebänden sicher noch mehr Schwierigkeiten bereiten wird. Die Charaktere sind gut durchdacht, doch ab und zu sind mir Parallelen zu Clary und Jace aufgefallen.
Schreibstil: Cassandra Clares Schreibstil ist schön zu lesen und man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Sie beschreibt das viktorianische London sehr authentisch, auch wenn sie am Ende des Buches schreibt, dass manche Orte so nie existiert haben.
=> FAZIT: Für mich ein schöner Auftakt einer neuen Schattenjäger-Reihe, die durch Tessas Gabe und die Grundsteine, die in Teil eins gelegt wurde, noch viel Spannung bereit hält.
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am 2. Mai 2016
Verlag: Arena | Erschienen: 01.02.2011 | Seiten: Ca.569 | Reihe/Teil: Chroniken der Schaffenjäger/1 | Preis*: Hardcover 18,99€, Broschiert 14,99€, E-Book 11,99€

Klapptext
Die sechzehnjährige Tessa sollte sich eigentlich darauf konzentrieren,
ihren verschwundenen Bruder zu suchen - und nicht, sich in zwei
Jungen gleichzeitig zu verlieben. Während in Londons Straßen nach
Einbruch der Dunkelheit finstere Kreaturen umherschleichen, verstrickt Tessa sich immer tiefer in ein gefährliches Liebesgeflecht. Und schon bald braucht sie all ihre Kräfte, um nicht nur ihren Bruder zu retten, sondern auch ihr eigenes Leben.

Meine Meinung
Ich habe mich Lange gewehrt die Bücher zu lesen, da ich ziemlich unsicher war ob es was für mich ist. Zwar hat mir die Chroniken der Unterwelt reihe sehr gut gefallen, aber dennoch dachte ich hmm naja nicht das du zu alt dafür bist.
Anfang des Jahres hab ich sie mir dann doch geschnappt, unter anderem weil ich die Bücher zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
Die Geschichte konnte mich von Anfang bis ende überzeugen. Sie ist spannend und voller Humor. Cassandra Clare hat so einen genialen Schreibstil das ich es nur lieben konnte. Sie hat es geschafft das ich mich wirklich in das London von 1878 hinein versetzen konnte. Der Spannungbogen konnte meiner Meinung nach, dass ganze Buch über gehalten werden. Was nicht oft vor kommt. Es war keine stelle da wo ich dachte „ok jetzt zieht es sich aber“. Ganz im Gegenteil, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ich habe die knapp 569 Seiten in 5 Tagen gelesen. Und nur solange gebraucht weil ich an zwei oder drei Tagen 10 Stunden Dienst hatte. Ich denke sonst wäre das Buch noch schneller durch gewesen.
Tessa, Will und Jam waren als Protagonisten einfach nur der Hammer.
Tessa konnte mich total von sich überzeugen. Sie hat sich nicht einschüchtern lassen und das obwohl, sie in einer ihr völlig fremden Situation gelandet ist. Sie hatte keine Ahnung von den dingen die um Sie rum existieren, trotzdem hat sie es aufgenommen als wäre es das normalste der Welt.
Will war einfach nur mega lustig. Seine Sprüche und seine Arroganz haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Klar war das oft nur eine Mauer aber dennoch echt genial. Man merkt das in ihm noch andere dinge stecken, die aber noch nicht zum Vorschein gekommen sind.
Jam war dagegen das komplette Gegenteil. Er war ruhig sanft und verständnisvoll. Er hat einen super sympathischen Charakter. Auch wenn er für mich eher ein guter Freund wäre, da ich eher auf die Bad-Boys stehe :-)
Dennoch konnte auch er mich total von sich begeistern.
Zum Cover muss ich sagen, ich habe die Neuauflage. Klar fand ich es schade das sie jetzt nicht zu meinen Chroniken der Unterwelt Büchern passe aber es ist ok. Ich finde sie haben die neuen Cover echt schön gestaltet. Und mir gefallen sie Optisch ganz gut.

Bewertung
Da ich absolut überzeugt von der Story und den Charakteren bin. Und ich für mich absolut nichts zu meckern hatte bekommt das Buch volle 5 Sterne.
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Erster Eindruck: Plötzlich in der Unerwelt

Schon kurz nach ihrer Ankunft in London, wo sie bei ihrem älteren Bruder leben sollte, wird Tessa in einen Kampf verwickelt und erstmals mit dem Übernatürlichen konfrontiert. Gerettet wird sie von einer Organisation, die sich 'Schattenjäger' nennt und sich dem Kampf gegen dämonische Wesen gewidmet hat. Doch auch Tessa ist eine Schatttenweltlerin, was sie nicht nur vor Will und James verbergen muss, die in der Organisation tätig sind...

Nach 'Die Chroniken der Unterwelt' lässt Autorin Cassandra Clare eine weitere Buchreihe in dem von ihr geschaffenen Universum spielen, in der im London des 19. Jahrhunderts die Schattenjäger das Übernatürliche bekämpfen. Doch auch, wer die Vorgängerserie nicht kennt, findet hier einen guten Einstieg in die Welt und wird mit einem atmosphärisch dichten Werk belohnt - 'Die Chroniken der Schattenjäger' haben im Erstling 'Clockwork Angel' einen spannenden ersten Teil verpasst bekommen. Kurze Zeit nach dem Prolog, der auf geheimnisvolle Ereignisse hinweist, ist man auch schon mitten in der Handlung, Clare verschwendet hier nicht viel Zeit, erst einmal gemächlich die Personen vorzustellen und nimmt dies bei Bedarf im Laufe der Handlung vor. Eine gelungene Vorgehensweise, die den Hörer sofort in ihren Bann ziehen kann. Hier überschlagen sich die Ereignisse zu Anfang ein wenig, trotzdem kann man noch gut folgen und verpasst keine wichtige Information. Überhaupt ist der Schreibstil Dares sehr flüssig und kurzweilig, ihre lockere Art gepaart und die stets vorhandene geheimnisvolle Stimmung greifen nahtlos ineinander. Das kann dann auch über leichte Längen im Mittelteil hinweg täuschen, auch hier will man immer wissen, wie es weiter geht. Gelungen sind die vielen kleinen Spannungsbögen, die stets in einem Cliffhanger am Ende eines Kapitels enden. Trotzdem wurde hier der große Handlungsbogen nicht vernachlässigt, der immer weitere Geheimnisse aufdeckt und über das Schicksal Tessas entscheidet. Da fügt sich dann auch die Liebesgeschichte organisch ein, in der sich die Hauptperson zwischen dem kühlen und unnahbaren Will und dem warmherzigen und hilfsbereiten James entscheiden muss. Ich mag die Stimmung, die hier in der mysteriösen Welt entsteht, die ständige Gefahr für Tessa, die zudem langsam ihre wahre Natur erkundet. Ein unterhaltsames Werk voller mysteriöser Ereignisse, das mir gut gefallen hat.

Sprecherin des Hörbuchs ist Katja Danowski, die mir bis dato unbekannt war ' schade eigentlich, denn ihre helle, klare Stimme ist angenehm zu hören. Meist in sanften, an den richtigen Stellen aber auch mal in etwas härterem Tonfall kann sie einen dynamischen Eindruck erwecken, formt die wellenförmige Spannung der Vorlage mit ihrer Stimme nach. Besonders das Einfühlen in die Figur der Tessa ist ihr gut gelungen, hier legt sie viel Emotionen in ihre Interpretation und kann die schwankende Gefühlslage der jungen Frau so genau treffen. Eine wirklich lebendige Leistung, die den Reiz des Hörbuches zusätzlich zur Geschichte noch einmal steigert.

Wie bei Hörbüchern zu aktuellen Romanen üblich wurde hier das Buchcover verwendet, um auch das Titelbild der CD-Box zu gestalten. In einem roten Rahmen, der mit allerlei düsteren Figuren und Schnörkeln verziert ist, sieht man ein Bild in tristen Schwarz-Weiß, dass eine mysteriöse und erhabene Gestalt in London zeigt, worauf einige Wahrzeichen im Hintergrund schließen lassen. Den einzelnen CDs wurde eine stabile Papphülle spendiert, während das Booklet eine ausführliche Auflistung der Tracks bereit hält.

Fazit: Eine herrlich düstere und geheimnisvolle Stimmung herrscht in diesem feinen Fantasy-Roman, der mit der Vielfalt an interessanten Charakteren und Wesen den Spannungsbogen weiter steigern kann.
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Mich lässt das Hörbuch zu Clockwork Angel etwas gespalten zurück.
Der Plot an sich, die atmosphärisch dicht und üppig vorgestellte Welt mit ihren komplex zueinander stehenden Wesen und den vielen Figuren hat mich voll und ganz überzeugt und in der düsternebligen Darstellung stark begeistert. Auch an Action mangelt es der Geschichte nicht und die Autorin geht in diesen Szenen wahrlich nicht zimperlich mit ihrem Personal um.

Auch am Erzählstil gibt es nicht viel zu bemängeln. Ein paar Wiederholungen hätte man verhindern können, aber am Sprachfluss ändert das nichts, der ist angenehm, die Beschreibungen bildhaft und anschaulich.

An Katja Donowski als Sprecherin musste ich mich ein wenig gewöhnen. Wie schon nach der Hörprobe vermutet, fällt es ihr manchmal schwer, jeder Figur eine eigene Stimme zu verleihen, was allerdings auch eine besondere Herausforderung ist, bei so vielen Figuren. Nach einer eher anstrengenden ersten CD fiel es mir dann aber immer leichter, ihrem Erzählen zu lauschen.

Gute Ausgangslage für ein spannendes Hörbuch, das einen nicht mehr loslässt. Nur leider kam bei mir zu keinem Moment dieser Drang auf, unbedingt erfahren zu müssen, wie es weitergeht. Zwar habe ich mich nicht gelangweilt, aber Begeisterung konnte ich dennoch nicht empfinden. Der Grund dafür ist überwiegend die weibliche Hauptfigur. Tessa ist leider extrem passiv. Sie ist die ganze Zeit anwesend, spielt aber bis auf den Schluss keine entscheidende Rolle und glänzt dazu mit einer erstaunlichen Abwesenheit von Charakter. Müsste ich sie beschreiben, fiele mir lange Zeit nichts ein, und irgendwann: Sie ist ja ganz lieb. Das ist für eine Hauptfigur leider sehr wenig und führte dazu, dass sie mir vollkommen egal blieb. Es mag an den Kürzungen liegen, denen ein Hörbuch unterzogen wird, aber ich weiß nach diesen 7 CDs nahezu nichts über Tessa. Nicht, was sie mag, nicht, was sie nicht mag, nichts.

Dazu kommt, das die männliche Hauptfigur Will, die mich zu Anfang noch interessiert hat, im Verlauf der Geschichte eine sehr unschöne Entwicklung durchmachte: Nämlich zum klischeehaften mysteriösen Loverboy: Er lockt das Mädchen durch Flirterei, nur um sie dann grob von sich zu stoßen, weil er - man ahnt es schon - nicht gut genug für sie ist. Das ist natürlich meine rein persönliche Geschmacksfrage , aber mich nerven solche Figuren leider, sodass ich überhaupt kein Interesse daran habe, zu erfahren, wie es mit ihm und Tessa weitergeht.

Zusammenfassend gebe ich dem Hörbuch knappe 3 von 5 Sternen geben und muss leider sagen, dass hier eine grandiose Ausgangslage (Setting & Plot) durch zu blutleere Hauptfiguren ausgebremst wurde und dadurch frustriernd gleichgültig blieb. Schade.
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am 26. Februar 2011
Auch ich hätte diesem ersten Band der neuen Trilogie liebend gerne die vollen 5 Sterne gegeben. Mir haben alle drei "City of..."-Bände sehr gut gefallen. Bei Clockwork Angel handelt sich um den ersten Band der "Chroniken der Schattenjäger", der Vorgeschichte zu den "Chroniken der Unterwelt". Zeitlich ist diese Reihe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angesiedelt und gehört damit zum Genre Steampunk.
Clockwork Angel hat mich aber in mehrfacher Hinsicht leider etwas enttäuscht.

Da wäre zunächst einmal die schon frappierende Ähnlichkeit zu der Vorgängertrilogie. Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, obwohl die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt, dass die Charaktere eins zu eins austauschbar sind. Auch hier kommen alle ziemlich geheimnisvoll daher und bei fast allen hat es die Autorin geschafft, kaum etwas zu ihrer Vorgeschichte zu offenbaren.

Ganz merkwürdig fand ich auch die Begriffe "Klockwerk" und "Automaten". Jedes Mal, wenn ein sogenannter Klockwerk-Mann auftauchte, stellten sich mir sämtliche Nackenhaare auf - was allerdings nichts mit der gruseligen Athmosphäre, sondern nur mit der gewöhnungsbedürftigen Wortschöpfung zu tun hatte. Und...ich kann mir nicht helfen, aber bei Automaten denke ich immer an Kaugummi- oder Zigarettenautomaten. Sicher kein passender Vergleich für diese Maschinenwesen.

Was mir gut gefiel:
- der logische Aufbau der Handlung,
- die sehr gute Recherche zu den Örtlichkeiten,
- die Zitate, sowohl zu Beginn eines jeden Kapitels, als auch immer mal wieder in der Handlung untergebracht,
- die Hinweise auf etliche Romane, die sicher den ein oder anderen auch zum Lesen eben jener verleiten können,
- auch die Charaktere habe ich fast alle ins Herz geschlossen...

Aber...und das ist auch mein größter Kritikpunkt: dem Roman fehlt es über weite Strecken einfach an Spannung. Das habe ich von den Chroniken der Unterwelt anders in Erinnerung. Vieles wird ellenlang und doppelt und dreifach erklärt, während manches, was mich brennend interessiert hätte, höchstens angekratzt wird. Natürlich will ich wissen, wie es weiter geht und werde deshalb auch ganz sicher die Trilogie beenden. Aber, liebe Cassandra Clare, ein bisschen mehr Spannung und etwas weniger Nebensächlichkeiten und Geheimniskrämerei darf es schon sein!

Leseempfehlung? Vor allem für die junge, weibliche Leserschaft auf der Suche nach weiteren, mysteriösen Romanhelden - ganz besonders Will steht seinem Vorgänger Jace in nichts nach und muss sich auch als Nichtvampir keinesfalls hinter Glitzer-Edward verstecken. Erwachsenen, sofern sie nicht schon, wie ich, den "Chroniken der Unterwelt" verfallen sind, würde ich hier allerdings eher abraten.
22 Kommentare|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Januar 2012
Da ich die Chroniken der Unterwelt geradezu verschlungen habe, habe ich mich sehr über die neue Reihe der "Chroniken der Schattenjäger" gefreut. Diese spielen noch vor den "Chroniken der Unterwelt" sozusagen eine Vorgeschichte. Kleine Punktabzüge gibt es weil ich fand, das die Story eher schleppend anlief und ich dadurch das Buch öfters an die Seite gelegt habe.
Trotzdem schließt man die Charakteren irgendwie sofort in sein Herz und man kann sich nicht wirklich entscheiden wen man nun am besten findet und zwischen wem sich die "Liebesgeschichte" eigentlich anbandeln sollte.
Clockwork Angel kommt in meinen Augen nicht an die "Chroniken der U." ran, aber ich freue mich trotzdem auf den zweiten Teil.
Alles in allem aber wieder ein sehr gelungenes Buch von Cassandra Clare. Und, wer bisher noch nichts von ihr gelesen hat sollte vielleicht mit den "Chroniken der Schattenjäger" beginnen und sich dann zu den "Chroniken der Unterwelt" durcharbeiten, denn dann wird die Spannung immer besser :-)
Ich würde dieses Buch aber zu 100% weiterempfehlen !
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