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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwartete Spannung - ein tolles Buch!
Inhalt:
Ein Spiel. Eine einsame Insel und 12 Jugendliche. Darum geht es. Diese 12 Jugendlichen werden aus den unterschiedlichsten Bereichen heraus eingeladen. Theater, Film, Musik. Sie wurden angesprochen und bei einem Casting ausgewählt. Und nun ist es soweit, es geht auf eine Reise. Ziel ist die Insel "Isola". Hier sollen die Jugendlichen eine Zeit verbringen...
Veröffentlicht am 26. Mai 2011 von Sandra

versus
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Big Brother is watching you
Isola ist das erste Buch von Isabel Abedi, welches ich gelesen habe und für mich wohl vorerst auch das letzte. Das heißt nicht, dass diese Buch schlecht ist, ich bin mit über 20 wohl einfach schon zu alt dafür.

Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen. Es fängt alles ein, was für das Buch wichtig ist und ist zudem...
Veröffentlicht am 15. November 2011 von Kirsten


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwartete Spannung - ein tolles Buch!, 26. Mai 2011
Von 
Sandra "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Isola (Broschiert)
Inhalt:
Ein Spiel. Eine einsame Insel und 12 Jugendliche. Darum geht es. Diese 12 Jugendlichen werden aus den unterschiedlichsten Bereichen heraus eingeladen. Theater, Film, Musik. Sie wurden angesprochen und bei einem Casting ausgewählt. Und nun ist es soweit, es geht auf eine Reise. Ziel ist die Insel "Isola". Hier sollen die Jugendlichen eine Zeit verbringen. Das einzige, das sie vor Reisebeginn wissen ist: Es wird eine TV-Show. Alles, was auf der Insel geschieht, wird aufgezeichnet. Jeder Teilnehmer darf 3 persönliche Dinge mitnehmen (Handys und ähnliches sind natürlich ausgeschlossen). Sie werden alles vorfinden, was sie brauchen. Und so beginnt der Roman. Wir lernen die einzelnen Teilnehmer kennen. Kurz vor und auf ihrem Flug nach Isola. Bzw. in die Nähe. Sie sind wirklich bunt zusammengewürfelt. Jeder für sich irgendwie eine starke Persönlichkeit. Auf der Insel angekommen, erfahren sie, daß nicht nur das Leben dort eine Aufgabe ist. Vielmehr gibt es noch ein "Spiel". Über das sie nicht wirklich begeistert sind. Aber ohne das Spiel wird das Projekt sofort abgebrochen. Und so stimmen sie alle zu. Und was mit Freude beginnt, verwandelt sich in einen Alptraum.

Meine Meinung:
Ich war doch etwas skeptisch. In Gedanken stellte ich mir vor, daß es hier um ein Projekt geht, das aus einer Mischung von "Big Brother" und "Lost" ist. Aber wer die Autorin kennt, weiß, daß das zu einfach gewesen wäre. Und genau so entpuppt es sich auch. Es geschehen Dinge, die ich hier nie erwartet hätte.

Die einzelnen Charaktäre mochte ich eigentlich fast auf Anhieb alle. Nun gut ... bis auf 2-3 Ausnahmen und mein Riecher erwies sich da auch als erfolgreich. Aber das wahrscheinlich, weil die Autorin es auch genau so steuerte. Geheimnisvolle, verschlossene, schillernde, märchenhafte Charaktäre. Es war einfach wundervoll jeden einzelnen Stück für Stück näher kennenzulernen.

Die Hauptperson in diesem Buch ist zweifelsfrei Vera - oder sollte ich Joy sagen? Denn Joy ist ihr eigentlicher Name. Vera der, den sie sich für die Insel gegeben hat. So wie jeder der Teilnehmer sich einen Namen ausdenken mußte und seinen wirklichen nicht verraten durfte. Vera ist der stille, sich gekehrte Charakter. Sie steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Isola ist eine Insel, die vor Rio de Janeiro liegt. Und genau dort kommt Vera eigentlich her, bevor sie von ihren Stiefeltern adoptiert wurde. Und genau dorthin zieht es sie auch zurück. Nur deshalb hat sie sich auf dieses Spiel eingelassen. Sie weiß nicht, was sie von Isola halten soll. Von dem Spiel, von den anderen Teilnehmern. Und sie fühlt sich von Anfang an zu Solo hingezogen, der fast noch stiller scheint als sie. Doch ist Solo wirklich der, für den sie ihn hält?

Das Buch beginnt eigentlich sehr ausgeglichen, sehr unterhaltsam. Doch es nimmt schnell an Fahrt auf und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Unvorhergesehene Dinge geschehen, die man eigentlich nie erwartet hätte. Wie werden die Jugendlichen damit umgehen. Wer zieht hier an den Strippen, die dieses Spiel ausmachen? Und haben sie wirklich eine Chance?

So furchtbar wie manches auf der Insel auch ist, so gerne wäre ich doch auch dort gewesen. Hätte mir wie Neander die Vögel dort anschauen und anhören möchten. Hätte die Bilder sehen wollen, die Moon von allen zeichnet, hätte mit Mephisto Stöckchen werfen spielen wollen, oder einfach nur das Bad im Meer mit Solo.

Es ist ein Buch voller Unterschiede, voller Abenteuer, voller Liebe, Angst, Grauen und Freude. Ich glaube, jede Stimmung erscheint in dem Buch, was es so abwechslungsreich macht.

Ich kann es wirklich nur empfehlen. Und keine Angst, es ist kein Horror-Roman. Nicht einmal Ansatzweise - nur falls meine Beschreibung so rüberkam. Aber es ist schwer zu erklären, ohne wichtige Inhalte zu verraten, die man hier auf jeden Fall selbst erfahren sollte. Es hat mir ein paar sehr kurzweilige Stunden geschenkt!

Einen Satz hab ich Euch noch mitgebracht: "Vielleicht ist es mit der Liebe so wie mit der Musik, man kann sie nicht erklären, sie trifft einen wortlos - mitten ins Herz."
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Big Brother is watching you, 15. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Isola (Broschiert)
Isola ist das erste Buch von Isabel Abedi, welches ich gelesen habe und für mich wohl vorerst auch das letzte. Das heißt nicht, dass diese Buch schlecht ist, ich bin mit über 20 wohl einfach schon zu alt dafür.

Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen. Es fängt alles ein, was für das Buch wichtig ist und ist zudem ansprechend. Man sieht die Insel und eine Kameralinse und das ist es auch, was im Mittelpunkt des Buches steht.
Die stille, verschlossene Vera erzählt als Protagonistin von dem Filmprojekt an dem sie zusammen mit elf anderen Jugendlichen teilnimmt. Schnell wird klar, dass sie adoptiert ist, und weitere Gründe hat nach Brasilien zurückzukehren. Ihre Gedanken diesbezüglich sind sehr bruchstückhaft, um nicht gleich alles zu enthüllen. Gut gemacht, so bleibt diesbezüglich die Spannung erhalten.
Neben Vera wird auch ab und an aus der Sicht einer nicht klar definierten Person erzählt. Man kann sich allerdings mehr oder weniger einen Reim darauf machen, um wen es sich wohl handelt. Dadurch wird allerdings weitere Spannung aufgebaut, da man sich über die Ziele dieser Person nicht mehr so klar ist.
Ich fand es schwierig in die Geschichte einzusteigen. Mir haben die Nebencharaktere nicht besonders zugesagt. Was von anderen gelobt wird, hat meinen Lesespaß getrübt: Jeder Charakter ist prototypisch und klischeehaft. Der Kraftprotz mit dem weichen Kern, die afrikanische Schönheit, der veschlossene Einzelgänger, der Hampelmann, die zickige Blondine und weitere. Auch ihre (Film)namen passen perfekt zu ihnen. Sie alles stehen stellvertretend für einen Wesenszug, welcher bei ihnen besonders ausgeprägt ist. Für mich hatten sie keine Tiefe und entwickelten sich auch nicht.

Die Geschichte hat einiges Potenzial für psychologischen Tiefgang. Die Judendlichen stehen vor einem Spiel, bei dem einer der Mörder ist und die Opfer nach und nach in ein Versteck führen muss, ohne erwischt zu werden. Diese Situation war die erste, bei der für mich wirklich Spannung aufkam. Leider reagieren die Charaktere dann nicht wirklich so, wie ich es erwartet hätte. Ein Mitspieler nach dem anderen verschwindet. Doch keiner hat wirklich Angst oder empfindet Misstrauen den anderen gegenüber. Ich fand das einfach unglaubwürdig.

Ansonsten verbindet diese Buch eine Liebesgeschichte mit einem Familiendrama und das alles verpackt in einen Thriller mit Big Brotherelementen, alles gekrönt von Mord. Die an schwingende Medienkritik wird nicht näher beleuchtet und soll, wenn überhaupt wohl eher zum selberdenken anregen. Nicht schlecht. Aber etwas deutlicher hätte dieser Aspekt für mich sein können.

Der größte Minuspunkt für mich ist, aber der schleppende Spannungsaufbau. Für mich kam die Geschichte nie so richtig in Fahrt. Vera erzählt alles im Nachhinein. Man weiß also, dass ihr nicht viel passiert. Einige ihrer Kommentare deuten auch an, dass anderen ebenso wenig passiert. Dann gibt es zwischenzeitlich Szenen in denen Ereignisse wiederholt werden, ohne daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Für mich waren dies unnötige Längen. Das Ende war leider auf den letzten 100 Seiten sehr vorhersehbar.
Positiv zu erwähnen ist noch, dass der flüssige und schöne Schreibstil einen das Buch schnell durchlesen lassen.

FAZIT:
Für jüngere Leser sicher ein sehr empfehlenswerter Jugendthriller. Auch die Liebesgeschichte wird eher dezent und im Hintergrund beschrieben. Vera ist ein interessanter Charakter. Für mich fehlte dem Ganzen einfach die Spannung. Da konnte auch der kurze Aha-Effekt nichts mehr rausholen.
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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz tolles Buch, 18. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
'Isola' ist meiner Meinung nach Abedis bisher bestes Buch - sehr spannend und sprachlich absolut göttlich, sehr dicht und poetisch. Es hat unglaublich viel Atmosphäre.
Die Figuren sind für mich sehr lebendig geworden und werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Hauptfigur und Ich-Erzählerin Vera hat eine wunderbare Tiefe, und Abedi bringt es wunderbar rüber, was Brasilien in ihr anrührt, was für ein magischer Ort es für sie ist. Neander habe ich sofort ins Herz geschlossen. Solo (in den Vera sich verliebt) natürlich auch, er ist geheimnisvoll, cool und verletzlich zugleich. Die Liebesgeschichte ist herrlich geworden, man spürt sie durch und durch und findet es nur schade, dass Vera so lange zögert. Aber das muss sein, und es sind gerade die kleinen Dinge, mal ein Blick hier, ein paar heimliche Sätze dort, die die Magie ihrer Liebe ausmacht.
Die Spannung des Romans baut sich langsam, unentrinnbar immer weiter auf. Bis die Figuren schließlich ganz auf sich allein gestellt sind, keine Hilfe in Sicht, spätestens dann hat man dieses klaustrophobische Gefühl der Ausweglosigkeit und bangt sehr um die verbliebenen Personen! Die Erforschungen der Insel, das Spiel, die Beziehungen zwischen den Figuren, die sich langsam entwickeln, und dann, als absolutes Highlight, die Höhlenszene. Genial fand ich die vielen überraschenden Wendungen in der Geschichte - so lässt die Spannung nie nach und man giert danach, dass all die Geheimnisse gelüftet werden. Auch der wunderbare, ruhige Schluss hat mir sehr gut gefallen.
Wer psychologisch ausgefeilte Romane mag, der sollte 'Isola' unbedingt lesen ' es ist der würdige Nachfolge von 'Whisper'!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viel des Guten, 26. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Isola (Broschiert)
Dieses Buch ist wie Trash-TV am Nachmittag: Es sammeln sich sämtliche erdenklichen Schicksale in einem Buch. Die Hauptfigur Vera ist ein Adoptivkind aus Brasilien, das - als das Mädchen nun für das Insel-Projekt auf eine brasilianische Insel reist - ständig Flash-Backs in seine Kindheit hat. Dass das Erinnerungsvermögen in der Regel erst mit fünf Jahren einsetzt und das Mädchen mit vier adoptiert wurde, sei einmal dahingestellt. Natürlich wurde das Kind auch nicht auf normalem Wege adoptiert, nein, seine deutschen Eltern (Arzt und Psychologin - natürlich!) kamen just in dem Moment des Weges, als das Mädchen und seine Geschwister mit Glück Schrecklichem entkommen konnten. Und natürlich wurde die große Schwester, die in Brasilien blieb und Vera den deutschen Erwachsenen an die Hand gab, eine bekannte Menschenrechtlerin, weswegen Vera dann auch zur rechten Zeit ihre Telefonnummer hat, so dass die große Schwester einmal mehr den rettenden Engel spielen kann - logisch, so ist das Leben. Dann ist da noch Solo, der ungeahnterweise einen Zwillingsbruder hat, dem das Leben bzw. sein Vater übel mitgespielt hat und der nun seine diabolischen Auftritte hat, um dann alsbald - und als im Innersten natürlich eigentlich guter, jedoch seelisch geschundener Mensch - das Zeitliche zu segnen. Zum Schluss, um das Ganze abzurunden, ist da noch Darling, das sex- und geldgeile Blondchen, das natürlich eigentlich hochraffiniert hinter allem Übel steckt - ach je ... Diesem Buch fehlt es an Überraschungen, die Figuren sind so platt gezeichnet, dass auf den ersten Blick klar ist, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Und es ist vollkommen überladen und wirkt dadurch dermaßen unrealistisch, dass ein großes Maß an Spannung genommen wird. Das Sujet selber wäre nicht schlecht, wenn auch ausgelutscht seit "Der Herr der Fliegen": Jugendliche auf einer Insel, die sich selber überlassen bleiben. Es könnten Machtstrukturen entstehen, es könnte Außenseiter geben, es könnten Spannungen entstehen und dadurch Spannung erzeugt werden. Stattdessen platte Figuren ohne Tiefgang und Schicksale, in die alles an Tragik hineingepresst wird, was möglich ist - die dadurch erzeugte Lächerlichkeit nimmt nach und nach jede Spannung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ''Bem-te-vi.... bem-te-vi...'', 22. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
Für ein Filmprojekt eines berühmten, deutschen Regisseurs lassen sich zwölf Jugendliche auf eine kleine Insel vor Rio de Janeiro aussetzen. Noch denken alle sie hätten das ganz große Los gezogen.
Drei Wochen sollen sie auf der einsamen Insel verbringen, als Darsteller eines Filmes, dessen Handlung sie frei bestimmen können. Jeder von ihnen, und besonders die siebzehnjährige Vera, hat ganz eigene Gründe auf der Insel zu sein.Bald stellt sich Vera die Frage, wer jeder der zwölf Darsteller in Wirklichkeit ist. Und warum der geheimnisvolle Solo sie auf eine Weise berührt wie noch nie jemand zuvor. Das Projekt nimmt eine furchtbare Wendung, als der exzentrische Regisseur die Jugendliche mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel das für alle tödlicher ernst wird...

Für mich ist ''Isola'' das beste und vor allem spannendste Buch von Isabel Abedi. Die Mischung aus Psychothriller, Krimi und einer langsam beginnenden Liebesgeschichte war großartig. Normalerweise ahne ich bei Krimis schon relativ schnell wer der Mörder ist. Bei ''Isola'' hingegen habe ich bis zum Schluss gerätselt wer hinter dem grausamen Spiel steckt. Wie auch ihre anderen Romane, ist auch dieser in einer wunderschönen Sprache geschrieben, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Ich kann dieses Buch wirklich JEDEM empfehlen. Von mir hätte ''Isola'' auch 8 Sterne bekommen ;)
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jugendthriller mit phänomenalem Ausgang., 17. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Vera, der Leser erhält aber zusätzlich kurze Einblicke in die Gedankenwelt einer weiteren Person. Nach und nach werden die Informationen immer verwirrender, bis sich am Ende des Buches alles mit einem großen Knall auflöst.

Isabel Abedi ist ein Roman von äußerster fesselnder Atmosphäre gelungen. Die psychologische Dichte hüllt den Leser in einen aus Spannung gewebten Kokon ein, der ihn selbst nach der Lektüre noch einige Zeit gefangen hält. Des Rätsels Lösung ist so gut versteckt, dass man immer wieder von den Wendungen im Buch überrascht ist. Die Protagonistin Vera ist von Anfang an eine in sich verschlossene Person, die nur selten spricht. Somit ist sie ideal für die Rolle der Erzählerin, da man sonst nicht viel über sie erfahren würde. Alle Jugendlichen sind sehr verschieden. Da sind der sanfte Kraftprotz, das seltsame Mädchen mit der Glatze, der asiatische Artist, eine exotische Schönheit aus Afrika und viele mehr. Es ist sowieso schon sehr interessant mitzuverfolgen, wie diese so verschienen Persönlichkeiten miteinander umgehen, als dann aber das Element des Mörderspiel dazu kommt, wird es besonders spannend.

Um der Handlung nicht vorzugreifen, kann man leider gar nichts über den phänomenalen Ausgang des Buches sagen. Er ist extrem gut ausgearbeitet und dem Leser bleibt so manches Mal der Mund vor Staunen offen stehen. "Isola" ist wieder ein rundum gelungener Roman aus der Feder von Isabel Abedi, der das Lesen auf jeden Fall lohnt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mischung aus Krimi, Psychothriller und Liebesroman, 24. September 2009
Von 
S. Leo (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
Als der nicht ganz unbekannte Regisseur Quint Tempelhoff 12 Jugendliche als Darsteller in einem seiner Filmprojekte auswählt schlägt Veras Herz vor lauter Vorfreude bis zum Hals. Denn sie ist eine der 12 Glücklichen, die die nächsten 3 Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt auf einer einsamen Insel an der Küste Rio de Janeiros verbringen wird. Nur drei persönliche Dinge dürfen die Darsteller von zu Hause mitnehmen, und auch einen Decknamen müssen sie sich überlegen. Und der Film? Die Handlung bestimmen sie ganz alleine. Tag und Nacht werden unzählige Kameras ihr "Inselleben" aufzeichnen. Wie im Traumurlaub fühlen 11 der Jugendlichen. Doch nicht Vera. Wer verbirgt sich hinter den "Inselnamen"? Wie, oder besser gesagt wer sind Joker, Pearl, Moon, Elfe und die anderen im Alltagsleben. Und wer ist der mysteriöse Solo, zu dem sich Vera schon im Flugzeug hingezogen fühlte? Bevor sie jedoch groß ins Grübeln verfallen kann, überrumpelt der merkwürdige Regisseur die Gruppe mit einem Spiel: Mitten im Pazifik liegt eine einsame Insel, Isola. Dort treffen 12 Jugendliche aufeinander. Einer von ihnen wird zum Mörder. Heimlich wählt er seine Opfer und schafft sie zu einem Versteck, bis er alle eliminiert hat, und nur noch er übriggeblieben ist... "Ein kindisches Mörderspiel", denken die einen, "Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mit geflogen", die anderen. Doch bei allen wächst die Angst und das Gefühl der Bedrohung, denn was als harmloses belächeltes Spielchen begann, wird schon bald zu einem verzweifelten Mordspiel auf Leben und Tod.

Ich bin Abedis "Isola" mit großen Erwartungen angegangen, da ich vorher schon andere Bücher dieser Autorin gelesen habe, die allesamt großartig waren. Auch in diesem Buch wird der Leser nicht enttäuscht. Im Gegenteil, "Isola" ist sogar noch spannender als Whisper und Imago Isabel Abedis vorherige Jugendromane. Eine Mischung aus Krimi, Psychothriller und Liebesroman, die man mit einer Schüssel Spaghetti vergleichen könnte: verknotet, verflochten, kaum lösbar, bis man alle Nudeln aufgegessen hat und am Ende des Buches angelangt ist. Diese Mischung ist, wie ich finde, einzigartig. Immer wenn ich das Gefühl hatte so langsam den Überblick zu haben, ist etwas Neues passiert, und alle mühsam aufgestellten Theorien, wer was mit wem und warum zu tun haben könnte, wurden wieder zerstört. Was mir auch immer wieder bei Romanen von Isabel Abedi auffällt, ist die schöne Sprache, mit der sie die Leser in ihren Bann zu reißen vermag. Ein Buch, das den 5-Sterne-Titel auf jeden Fall verdient hat!

Julia G. (13 Jahre) - Kinder-Redaktion
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Insel mit 12 Jugendlichen, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
12 völlig verschiedene Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren werden auf einer Insel für ein ungewöhnliches Experiment zusammen geführt: Sie sind für einige Wochen die Darsteller eines Films, bei dem sie allein die Handlung bestimmen. Tag und Nacht werden die Teilnehmer mit versteckten Kameras gefilmt. Es gibt weder Drehbuch noch Regieanweisungen, die Jugendlichen dürfen tun und lassen, was sie wollen. Die einzigen No No's sind: keine Drogen, kein Alkohol, keine Gewalt, kein Sex.
Alle sind zunächst total begeistert von dem Projekt, bis sie mit diesem mysteriösen Spiel beginnen und einer nach dem anderen verschwindet. Aus einem harmlosen Spiel wird bald tödlicher Ernst...

Ein wirklich fesselnder Roman, originell, ansprechend und ohne Längen!
Eigentlich beginnt die Geschichte schon spannend, da allein die Vorstellung eines solchen Projekts schon aufregend ist.
Es macht Spaß, die Jugendlichen kennen zu lernen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Differenziert werden die Jungen und Mädchen dargstellt und jeder Leser wird sich vielleicht in einer der Personen wieder finden.
Jeder Jugendliche darf drei Dinge mitnehmen und sich für die Zeit auf der Insel einen anderen Namen geben. Diese spiegeln in gewisser Hinsicht den Charakter der einzelnen Personen wider.
Eine meiner Lieblingsfiguren ist Neander (der schüchterne Riese mit seiner Leidenschaft für verschiedene Vogelarten), der leider nicht sehr lange auf der Insel verweilen darf. Aber auch die anderen Jugendlichen haben einen besonderen Charme und sind unverwechselbare Persönlichkeiten. So zum Beispiel die gemütliche, fröhliche Plappertasche Elfe, die liebend gerne Märchen liest oder Milky mit seinen Rastalocken, der für die Truppe auf der Insel kocht. Oder der geheimnisvolle Einzelgänger Solo...

Die Erzählperspektive wechselt. Im Grunde erzählt Hauptfigur Vera die Geschichte aus ihrer (begrenzten) Sicht. Zwischendurch schreibt die Autorin aus der Sicht eines allwissenden Erzählers und beschreibt Szenen, welcher der "unsichtbare" Beobachter erlebt.
Vera ist so gesehen die Hauptperson. Sie beobachtet, was um sie herum geschieht und schildert ihre Eindrücke. Sie ist schüchtern und spricht so gut wie nichts. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ist es interessant, alle Ereignisse auf der Insel aus ihrer Sicht erzählt zu bekommen. Diese Perspektive macht die ganze Geschichte zudem spannender, da der Leser eigentlich nur das erfährt, was auch Vera erlebt.

Die Handlung ist gut durchdacht aufgebaut. Es wird immer spannender, da sehr mysteriöse Dinge auf der Insel vor sich gehen. Man rätselt herum und ist doch nie auf der richtigen Spur. Erst am Ende fügt sich alles zu einem logischen Ganzen zusammen und der Schluss ist überhaupt nicht vorhersehbar.
Der 320-Seiten lange Roman lässt sich flüssig lesen und enthält keine zu ausführlichen, langweiligen Beschreibungen. Isabel Abedi hält sich kurz und knapp, aber klar und verständlich.
Mit einem sehr schönen Ende. Allerdings hätte ich dann doch gerne noch erfahren, wie es mit Vera und Solo weiter geht...

"Isola" ist ein höchst geheimnisvoller, spannender Thriller, der auch eine sanfte Lovestory enthält. Isabel Abedi weiß wirklich, wie sie ihre Leser in den Bann ziehen kann. Sie schreibt richtig spannend und abwechslungsreich, sorgt hier für mächtig viel Verwirrung und unvorhersehbare Ereignisse.
Einfach grandios, absolut zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 12 Jugendlich auf einer einsamen Insel - ein Filmprojekt mit ungeahnten Folgen, 5. August 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Isola (Audio CD)
Nun ja BIG BROTHER auf der Insel? Weit gefehlt - denn das Projekt ISOLA ist komplexer und weitaus spannender als jedwede BIG BROTHER auf der Insel Verfilmung es je war - hier wird niemand heraus geholt weil er berühmt ist, hier ist Endstation für 12 Jugendliche, deren Träume in einer Katastrophe aus Rache und Wut enden... ISOLA von Isabel Abedi ist ein Meisterwerk an Spannung und zeigt die Grenzen auf, bis wohin sich filmische Projekte bewegen können und darüber hinaus...

ISOLA, 12 Jugendliche, ein bewunderter Regisseur und ein Projekt, das Geld und Bekanntheit verspricht, wer möchte nicht daran teilnehmen? Warum nicht einmal 3 Wochen auf einer Insel sein, überwacht von hunderten Kameras an allen Orten - das Projekt verspricht ein Knüller zu werden.

Doch die Jugendlichen erwartet eine Planänderung - es soll eine Mörderjagd werden - doch wer ist der Mörder und wie sehen denn die Morde aus - gestellt oder real?

Hier sieht man wieder einmal wie einfach sich Jugendliche für etwas begeistern lassen, ohne Kritik und Scham wird das Projekt Mörderjagd" also in die Tat umgesetzt - und die ersten müssen alsbald gehen.

Doch es gerät außer Kontrolle - jemand stirbt und es geschieht ein Mord vor laufender Kamera! Die Jugendlichen wollen abbrechen, doch es lässt sich nicht abbrechen - alles kumuliert sich in einem grandiosen Showdown!

Absolut spannend, super inszeniert und Klase vorgelesen von Jessica Schwarz & Andreas Fröhlich!

Musikalisch sehr gut untermalt (je nach Stimmung) zwischen den Kapiteln und mit dem nötigen Nervenkitzel.

Ein Hörbuch der besonderen Art, wirklich ungewöhnlich und mit der persönlichen Hölle für jeden der Jugendlichen Mitspieler - das Paradies, ein Vorhof zum Fegefeuer!

Sehr empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig gutes Buch, 1. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Isola (Gebundene Ausgabe)
Ich bin schon eine ganze Zeit um Isola herumgeschlichen und habe es dennoch nicht gekauft. Der Klappentext klang ganz nett, aber auch nicht soo spannend ... dann habe ich in einer anderen Rezension gelesen, dass jemand Bettina Belitz' Schreibe mit Isabel Abedi verglich, und da ich ein erklärter Belitz-Buchfan bin, machte mich das endgültig neugierig.
Tja, was soll ich sagen?! DANKE, Frau Abedi, für dieses wundervolle Buch! Es hat mich zwar viele Schlafstunden gekostet, aber die hab ich nur zu gern gegeben - sogar bis in meine Träume ist mir die Geschichte gefolgt. Ich war von Anfang an mit dabei, sah die Insel mit Veras Augen, fieberte mit ihr, als das "Spiel" begann ... Abedi schafft es, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und eine Tiefe zu verleihen, wie es nur wenige Schriftsteller vermögen. Dazu kommt ihr wahnsinnig bildhafter und greifbarer Schreibstil, der mich Sätze wieder und wieder lesen lies weil sie einfach so schön waren, und bei den Vera-Solo-Szenen hatte ich Gänsehaut. Nicht zuletzt ist die Story durchweg spannend, einfallsreich, mit einer guten Portion Grusel versehen und einfach nur stark erzählt. Der Schluss haut um, ich bin ordentlich reingefallen - genial.
Zum Glück habe ich Isabel Abedi eben erst entdeckt und darf nun noch ein paar andere Bücher von ihr lesen. Aber Isola werde ich so schnell nicht vergessen - eine Geschichte, die unter die Haut geht!
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Isola
Isola von Isabel Abedi (Gebundene Ausgabe - Juni 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,51
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