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Kundenrezensionen

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am 9. Dezember 2008
...obwohl, noch nicht mal Readers Digest hat sich bislang getraut, einen Klassiker der Weltliteratur bis zur Unkenntlichkeit derart zu kürzen und umzuschreiben wie hier geschehen.Ich zitiere mal aus dem Nachwort: "Der Schwab wurde vielfach gekürzt und bearbeitet, so auch in der vorliegenden Ausgabe, die nur Sagen des ersten Bandes enthält. Auch von diesen wurden einige ausgelassen...Die aufgenommenen Sagen sind sämtlich gekürzt und sprachlich bearbeitet worden..."

"Bearbeitet" ist gut, nach der hier vorgenommenen sprachlichen und inhaltlichen Komplettamputation bleiben beispielsweise von der Prometheus-Saga 4 Seiten, von Ödipus 15 Seiten, von Orpheus 4 Seiten und von Tantalos 1,5 Seiten übrig. Selbst der legendäre Halbgott Herakles muss sich mit 40 faden Seiten begnügen. Dementsprechend uninspiriert und langweilig liest sich das dann auch. Fast stichwortartig werden die Heldentaten der Protagonisten runtergeleiert wie das Kleingedruckte in einem Versicherungsvertrag. Zu keinem Zeitpunkt kommt so etwas Ähnliches wie Spannung auf. Als kleines Beispiel hier nur mal die "überaus packende" Darstellung des "Kampfes" des Theseus gegen den Minotaurus:

"Ariadne gab Theseus ein Zauberschwert, womit er das Ungeheuer töten könnte. So geschah es."

Tja und das war er auch schon, der legendäre Kampf - da bleibt einem doch die Spucke weg.

Wichtige Anmerkung zum Schluss: Meine Rezension bezieht sich nur auf die Arena-Ausgabe mit 215 Seiten und der ISBN-Nummer: 3401056980. Leider hat amazon meine Rezension bei mehreren zwar gleichnamigen, aber inhaltlich sehr unterschiedlichen Ausgaben von "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" veröffentlicht
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am 17. August 2012
Zu Schwabs Text möchte ich nichts sagen. Mir geht es um die Ausgabe. Ich beziehe mich auf das Buch mit der ISBN 978-3866476875 vom Anaconda Verlag. Leider vermischt AMAZON die Rezensionen und auch Inhaltsbeschreibungen sämtlicher Ausgaben aller Verlage von Schwabs Mythen. Die sind mittlerweile kostenlos digital verfügbar, und in Dutzenden Publikationen sehr preiswert zu haben.
Den Wert einer Ausgabe dieses Werkes macht für mich aus, ob es ein brauchbares Inhaltsverzeichnis gibt, und noch viel wichtiger: einen Index bzw. ein Stichwortverzeichnis.
Ersteres ist ordentlich vorhanden, letzteres fehlt völlig. Bei über tausend Seiten und gefühlt ebenso vielen Namen im Werk steht und fällt mit dem Verzeichnis einschließlich der Stellenangaben für mich der Wert der Ausgabe. Bedauerlicherweise wird im "Blick ins Buch" eine Ausgabe mit einem hervorragenden Index gezeigt, der dann im gekauften Buch gar nicht vorhanden ist. Habe das Buch wegen dieses fehlenden,aber beworbenen Produktmerkmals zurückgeschickt.
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Wie sehr Erwartungen und Blickwinkel unser Urteil beeinflussen, lässt sich schön an dieser Lesung der Sagen des klassischen Altertums zeigen. Wer mit Kürzungen wenig anfangen kann und alle drei Bände kennt, in denen Gustav Schwab die erhaltenen Mythen des griechischen und römischen Altertums sammelte, wird die Komprimierung auf 1231 Minuten kaum ertragen. Und wenig Freude werden auch Hörer haben, die Sprecher mit ausgeprägtem Hang zur Dramatisierung mögen. Mein Zugang zu diesem Audiobuch war jedoch ein völlig anderer. Ich finde es schon erstaunlich, wenn sich beim heutigen Informationsangebot jemand die Zeit nimmt, über zwanzig Stunden lang Erzählungen anzuhören, mit denen man bei Cocktailpartys kaum als gern gesehener Unterhalter gilt. Gähn, hatten wir doch irgendwann in der Schule. Selbst der Hinweis, dass so große Geschichtenerzähler wie Steven Spielberg oder Georg Lucas den klassischen Sagenschatz zu den wichtigsten Kulturgütern zählen und ihre eigenen Storys nur Varianten seien, reicht als Motivation nicht aus, sich in die drei Bände von Gustav Schwab zu vertiefen. Also was tun? Sich damit abfinden, dass uns Zeit und Interesse fehlen, diesen Schatz näher kennenzulernen oder ihn in einer zeitgemäßen Form zugänglich machen?

Die Bearbeitung und Kürzung finde ich deshalb geglückt, weil alles Wesentliche erhalten bleibt. Das heißt, wir lernen die gesamte Götterwelt kennen, die Argonauten, Theseus, Ödipus, Herakles, die Helden von Theben und natürlich das ganze Geschehen rund um Troja sowie die Irrfahrten des Odysseus. Auf CD 15 und 16 begegnen wir schließlich noch Äneas und seinem Umfeld. Zudem finden sich auch zahlreiche Sagen, an die sich selbst Hörer mit einem prall gefüllten Bildungsrucksack kaum erinnern werden. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, ist es oft unvermeidlich, ein Stück zu kürzen. Einmalige Aufführungen eines Gesamtwerks vor eingeweihten Spezialisten bringen auch dem Autor wenig. Du sollte jemand nach 1231 Minuten noch nicht genug haben, die vollständige Heraklessage erfahren wollen oder sich für das kleinste Detail eines Schlachtgetümmels interessieren, ist es ja nicht verboten, seine Nase in die dreibändige Sammlung zu stecken.

Geteilter Meinung kann man auch zur Wahl der Sprechers sein. Denn Hanns Zischler ist nicht Rufus Beck. Aber Odysseus ist auch nicht Harry Potter. Der in Nürnberg geborene Film- und Fernsehschauspieler Hanns Zischler lässt sich bei dieser Lesung nicht zu einer Dramatisierung des Geschehens hinreißen, die Vergangenem neues Leben einhauchen soll. Im Gegenteil, er ordnet sich dem Text so unter, dass ich beim Hören oft das Gefühl hatte, ich müsse diese Trockenheit mit meiner eigenen Fantasie beleben. Störte es mich zu Beginn der Lesung noch, dass mich der Sprecher dazu zwang, die Szenerien selber zu dramatisieren, kam ich bereits bei der Argonautensage zur Ansicht, Hanns Zischler mache mir mit seinem Konzept einen Gefallen. Denn mit seiner Zurückhaltung beim stimmlichen Interpretieren überlässt er Gestaltung und Deutung seinem Publikum.

Mein Fazit: Einfacher und günstiger kann man wohl mit den Sagen des klassischen Altertums nicht Bekanntschaft schließen. Und dass sich solche Begegnungen mir unserem Kulturerbe lohnen, rufen uns auch die großen Geschichtenerzähler von Hollywood in Erinnerung. 1231 Minuten, 30 Euro und ein Erzähler, dessen Stimmer dem Hörer genügend Raum für die eigene Fantasie lässt.
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am 11. Dezember 2011
Habe ich etwas verpasst oder werden Rezensionen zu unterschiedlichen Ausgaben auf Amazon jetzt einfach zusammengefasst und damit völlig wertlos? 31 Rezensionen zu völlig unterschiedlichen Artikeln, ob Hörbuch, diverse gebundene oder Taschenbuchausgaben. Ich blicke da nicht mehr durch.
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am 29. Januar 2003
Das ist sozusagen eine "Best of" Ausgabe. In einem flüssig lesbaren Stil und nicht zu dick bietet dieses Büchlein einen guten Einstieg und Überblick der wichtigsten griechischen Sagen, die man einfach kennen sollte, legt man Wert auf eine gute Allgemeinbildung. Wer allerdings bereits im Vorfeld schon weiß, dass ihn dieses Thema mehr als nur oberflächlich interessiert, der hole sich bitte die drei Einzelbände (sprich die Komplettausgabe). Reclam führte mal eine Weile lang alle Zusammen - leider jetzt nur noch in drei Bände.
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am 17. August 1999
Gustav Schwabs Sammlung der Sagen des klassischen Altertums gehört zu den Klassikern und Standardwerken, wenn es um die griechische oder römische Mythologie geht. Und das nicht zu Unrecht. Aus antiken Quellen hat der Autor recherchiert und dabei in diesem Buch die schönsten Sagen zusammengestellt. Schwerpunkte des Werkes liegen bei den Heldentaten des Herakles und auf den Taten rund um Troja. Aber auch die Oedipus-Sage oder die der Argonauten wird von Schwab unnachahmlich vorgestellt und erzählt. So lernt der Leser viel über die Sagen und Mythen der Griechen, gleichzeitig tritt ihm aber auch die Lebenswelt der Griechen mit ihren Moral- und Ehrenvorstellungen entgegen. Das alltägliche Leben bekommt man nebenbei erzählt und schöpft so noch sehr viel mehr aus dem Stoff als nur die Geschichten, für die es aber auch schon Wert ist, das Buch zu lesen. In der Ausgabe des Gondrom Verlages kommt diese Sammlung auch gleichzeitig noch zu einem sagenhaft günstigen Preis an den Leser und das macht es um so empfehlenswerter, dieses Buch zu besitzen und zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Erster Eindruck: Spannende und anspruchsvolle Umsetzung

Die Welt war noch rau und frei von beseelten Lebewesen, als Prometheus auf die Erde kommt und die Menschen aus Ton formte. Bald wurden auch die Götter auf das neue Geschlecht aufmerksam und forderten von ihnen Anbetung – der Beginn einer ganzen Reihe von Sagen um Götter, Menschen und mystische Wesen, in der auch der wohl bekannteste Held aller Zeiten seinen großen Auftritt haben sollte: Herakles...

Gustav Schwabs dreibändige „Sagen des klassischen Altertums“ sind schon fast ein Standartwerk und geben sehr authentisch den Glauben des griechischen und römischen Völkerstamms wieder. Der SWR hat in den Jahren 1992 bis 1993 einen Teil der Geschichten als Hörversion vertont, die immerhin noch eine Laufzeit von 26 Stunden vorweisen kann. Nun ist diese beim Hörverlag auch als Kaufversion erschienen und rettet damit diese umfangreiche Sammlung an Geschichten vor dem Vergessen. Troja, die Argonauten, Odysseus – alles wird hier aufgegriffen und sehr ausführlich und mit Sinn für das Detail erzählt. Dabei kommt durchaus Spannung auf, auch wenn man viele Abschnitte schon in groben Zügen kennt. Denn hier wird nicht nur auf den reinen Fortlauf, auf die Entwicklung Wert gelegt, sondern eben auch auf Emotionen, sodass man eine engere Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Auch werden einige Zusammenhänge deutlich klarer, sodass man die Struktur der Sagen besser durchschauen kann. Zwischen magischen Wesen, Kriegen und der Einflussnahme der Götter zeigen die klassischen Helden hier, was sie ausmacht, und das sind nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Listigkeit und Gradlinigkeit. Besonders gut hat mir dabei der Handlung um Odysseus gefallen, die Dichte an gefährlichen Situationen ist hier sehr hoch und sorgt für einen abwechslungsreichen Verlauf.

Matthias Ponnier wurde als Sprecher ausgewählt, seine Leidenschaft für den interessanten Stoff klingt dabei immer wieder heraus. Dabei setzt er den Stoff mit einer sehr dynamischen Sprechweise um und kann dabei der manchmal etwas starr wirkenden Handlung viel Spannung herauskitzeln. So klingt alles sehr zugänglich und – trotz des Alters von über 20 Jahren – auch sehr modern. Dabei hält seine Stimme die Spannung über die gesamte Laufzeit, auch in etwas längeren Passagen ist er mit ungebrochener Sprechfreude dabei.

Die Aufmachung der dicken Box ist sehr gelungen und dem anspruchsvollen Werk angemessen. Das Titelbild wird von einer antiken Statue geziert, in dem Perseus den Kopf der enthaupteten Medusa in die Höhe hält. Die 23 CDs finden sich in einer stabilen Pappbox wieder, in der auch ein umfangreiches Booklet mit vielen zusätzlichen Informationen zu finden ist.

Fazit: Immer noch wirken die Sagen der Griechen und Römer spannend, kurzweilig und voller Leben. Das Zusammenspiel von Menschen, Göttern und mystischen Wesen ist gut aufbereitet, ebenso ansprechend wie anspruchsvoll. Durch die sehr gelungene Lesung wirken selbst etwas langwierigere Passagen kurzweilig und spannend
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Gustav Schwab (1792-1850), der Mitglied der Schwäbischen Dichterschule war, machte sich vor allem durch die Wiederentdeckung und Erschließung alten Kulturgutes große und zeitüberdauernde Verdienste. Seine Bemühungen um die Darbietung des antiken Sagengutes waren geprägt von einem pädagogischen Anliegen: er wollte die Stoffe, ihre vielschichtige Gestaltung und deren oft komplizierte mythologische Verknüpfungen vor allem einer jugendlichen Leserschaft zugänglich machen. So bewährte sich die von ihm gewählte Prosaform.

Aus griechischen und lateinischen Dichtungen, aus verstreuten Chroniken und Fragmenten schuf er so ein farbenprächtiges Bild der Antike, in deren Mittelpunkt der Kampf um Troja steht. Aus all diesen Quellen filterte er eine einheitliche, geschlossene Darstellung, die nie trocken oder gelehrsam wirkt. Bis heute ist Schwab mit seinen Sagen des klassi-schen Altertums der wichtigste Vermittler bei der Aneignung dieser Dichtung der Weltliteratur.

Das umfassende Hörbuch „Sagen des klassischen Altertums“ bringt auf 23 Audio-CDs (Gesamtlaufzeit ca. 26 h) neben den bekannten Sagen um Troja und Odysseus auch die griechischen Schöpfungssagen (z.B. Prometheus oder Daedalus und Ikarus), Auszüge aus der Argonautensage (z.B. die Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub) und abschließend die Sagen um Aeneas, der als Stammvater der Römer gilt.

Es ist sicher ein Wagnis gewesen, dieses „sagenhafte“ Universum der Antike von einem einzigen Sprecher vortragen zu lassen, aber dem bekannten Schauspieler und Sprecher Matthias Ponnier ist es wunderbar gelungen, mit seiner tiefen, sonoren Stimme die Variationsbreite der antiken Sagen hörbar zu machen. Spannung und Fantasie wird über die gesamte Lesung aufrechterhalten. Die 23 CDs sind in Tracks von einer durchschnittlichen Hör-Länge von sechs bis sieben Minuten unterteilt, sodass ein Wiedereinstieg jederzeit möglich ist.

Unbedingt noch ein Wort zu dem umfangreichen Booklet, das neben der Aufteilung der Audio-CDs, Kurzbiografien zu Gustav Schwab und Matthias Ponnier auch ein Essay „Die Entstehung der Sagen“ des Germanisten Manfred Lemmer bringt. Zur besseren Orientierung durch die antike Sagenwelt finden sich in dem Booklet auch einige historische Karten, Stammbäume der griechischen Götter, des trojanischen Königshauses und der Nachkommen des Aeneas sowie ein kleines Glossar. Booklet und die 23 Audio-CDs stecken in einer ansprechenden Box. Ein passendes Hör-Erlebnis für die langen Winterabende - sowohl für Klein und Groß.
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Was hatte es mit Odysseus und seiner Irrfahrt auf sich? Wer war Ikaros? Was hat sich im Trojanischen Krieg abgespielt? Woher stammt der Ödipuskomplex? Woher haben die Sternbilder ihre Namen? Gustav Schwabs Sagensammlung enthält die Antworten auf all diese Fragen und zeigt: Die antike Sagenwelt steckt voller spannender Geschichten!

Gustav Schwab hat aus verschiedenen Quellen alle wesentlichen Sagen des klassischen Altertums gesammelt und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht, einander zugeordnet, wo es sein musste, kräftig bearbeitet und sprachlich angepasst.

Das Buch besteht aus drei Teilen:

Der erste Teil enthält alle wichtigen Sagen aus der Frühzeit des Griechentums, einigermaßen chronologisch geordnet, darunter auch die Sagen um Herakles, Ödipus, Ikarus, Prometheus oder die Argonautensage.

Der zweite Teil: Illias und Odyssee. Die "Illias" von Homer beschreibt den langen Krieg der Griechen gegen das kleinasiatische Troja, die "Odyssee" die lange Heimkehr des griechischen Helden Odysseus nach Hause und was er dort vorfindet.

Gustav Schwab gelingt es, diese beiden großen Episodenromane wunderbar zusammenzuhalten und uns etwas von ihrer Einzigartigkeit zu vermitteln.

Dritter Teil: Aeneis. Der römische Dichter Vergil verfasste einige hundert Jahre nach Homer eine sehr gelungene Fortsetzung der "Illias", die damit beginnt, wie Aeneas, seinen greisen Vater Anchises auf dem Rücken tragend, aus dem brennenden Troja flieht, fremden Ländern und Welten entgegen, dorthin, einer Prophezeiung seiner verschwundenen Frau nach, wo der Tiber fließt. Nach einem Umweg über Charthago, wo er die schöne Königin Dido in den Selbstmord treibt und über den Trick mit der Kuhhaut schon sehr früh legale Besitzansprüche der Römer auf Nordafrika anmeldet, gelangt er schließlich an die Mündung des Tiber, wo er den König Latinus trifft und in dessen Volk einheiratet.

Auch wenn Vergils großes Epos nicht die Wucht seiner beiden Vorgänger erreicht, bleibt es doch sehr lesenswert und schließt die Welt der antiken Sagen würdig ab.

Dieses Buch erweckt die alten Texte wieder zu neuem Leben - und gibt so einen umfassenden Einblick in die Welt der klassischen Antike.
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Gustav Schwabe war Professor für alte Sprachen am "oberen Gymnasium" in Stuttgart und dadurch prädestiniert für das Werk, durch das er bis heute -zurecht- bekannt ist: Die Sagen des klassischen Altertums. Von 1838 - 40 hat er die großen Epen der Antike übersetzt, von grausamen Schilderungen und und erotischen Passagen gesäubert und sie dann für die Jugend in der hier vorliegenden Fassung vorgelegt: ein Hochgenuss.
Allerdings muss man beachten, dass die heutigen Jugendllichen mit dieser klassischen Sprache evtl. Probleme haben werden - voll echt, ey Alter! Allerdings verführt sie vielleicht doch der spannende Inhalt dazu, sich dieser Herausforderung zu stellen; und Eltern sollten zu Beginn Hilfestellung leisten. Es lohnt die Mühe!
Da es sich um ein Werk mit 640 Buchseiten handelt, das vor Informationen über Schauplätze und handelnde Personen schier birst, ist es wahrscheinllich zu empfehlen, es nicht in einem Rutsch zu lesen, sondern einzelne Kapitel auszusuchen. Und damit bin ich bei den Vorzügen der digitalen Version:
1. Das Buch enthält ein Inhaltsverzeichnis, durch das man schnell alle gewünschten Stellen im Buch aufsuchen kann.
2. Durch die Suchfunktion ist es möglich, gezielt Informationen über Götter und deren Handlungen zu finden, die natürlich über das ganze Buch verteilt sind. Auch erleichtert sie herauszufinden, in welcher Beziehung zueinander die Personen stehen. Da kann man leicht mal etwas vergessen oder noch gar nicht gelesen haben
3. Die Möglichkeit der Markierung von Textstellen und anzufügenden Kommentaren vertiefen das Verständnis.

Fußnoten: Vom Autor oder Herausgeber angefügte Fußnoten sind in einer grauen Schrift angezeigt, damit sie sich gut vom fließenden Text abheben, da sie eben nicht am Fuß der Seite stehen, was durch die Schriftgrößenänderung nicht funktionieren würde, denn manche Seite würde dann "fußlos" enden oder den Fuß in der Leibesmitte haben. Das ist angenehm, muss man nicht erst wieder die Textstelle finden, auf die sich die Fußnote bezieht.
Das Buch schließt mit einem Anhang bestehend aus 14 Sagen, die der Herausgeber der 14. (!) Auflage, Gotthold Klee, 1881 stilistisch adäquat geschrieben hat.
Dank an Amazon, uns diesen zeitlosen Text in der digitalen Form zur Verfügung zu stellen - und noch dazu GRATIS!!!

Anmerkung: Alle Kindle-Benutzer sind natürlich auf die Leser neidisch, die Texte nur wahrhaftig aufnehmen können, wenn sie ein Buch in der Hand halten. Da ist kostenloses Armtraining inbegriffen, vor allem, wenn man auch noch die gebundene Ausgabe wählt. Mir reicht es allerdings, den Hirnmuskel zu trainieren.
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