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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker
Moby Dick ist mehr als nur ein Roman. Man kann ihn auf mindestens drei Ebenen betrachten. Viele sehen in ihm nur eine abenteuerliche Geschichte, nicht viel höher angesiedelt, als eine spannende Jugendlektüre. Das mag er in verkürzten und bearbeiteten Ausgaben wohl auch sein, er ist es im Original aber ganz gewiss nicht. Auf einer weiteren Ebene ist er ein...
Veröffentlicht am 31. Januar 2005 von Tintenkiel

versus
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weltliteratur mit Längen und Schwächen
Normalerweise würde ich nur in äußerst seltenen Extremfällen die Lektüre eines Buches abbrechen, einige schlechte Stephen King-Bücher und ein paar schlechte Schmonzetten, die nur aus Langeweile mal angefasst wurden, gehören zu solchen. Sogar Peter Hahnes unsägliches "Schluss mit Lustig" habe ich durchgezogen.

Ich...
Veröffentlicht am 8. März 2010 von Jukka


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Taschenbuch)
Moby Dick ist mehr als nur ein Roman. Man kann ihn auf mindestens drei Ebenen betrachten. Viele sehen in ihm nur eine abenteuerliche Geschichte, nicht viel höher angesiedelt, als eine spannende Jugendlektüre. Das mag er in verkürzten und bearbeiteten Ausgaben wohl auch sein, er ist es im Original aber ganz gewiss nicht. Auf einer weiteren Ebene ist er ein gutgeschriebener, spannender Roman. Eine packende Geschichte, mit eindringlichen Charakteren. Bereits auf dieser Ebene ist das Buch eine echte Freude. Richtig imposant wird das Werk aber erst vor dem Hintergrund seiner tiefergehenden Bedeutungen. Personen und Handlungen sind zugleich Stellvertreter anderer, allgemeinmenschlicher Grundtatbestände, die über die konkrete, geschilderte Situation hinausgehen. Der Wal ist nicht nur ein zu erlegendes Tier, Ahab nicht einfach nur der Kapitän des Schiffes und die Jagd nicht nur ein Broterwerb. Sie stehen für mehr. Es ist ungeheuer spannend, während des Lesens immer wieder in diese Metaebene einzudringen. Ich denke, alle Bezüge lassen sich selbst nach mehrfacher Lektüre nicht entschlüsseln, so vielfältig ist das Buch. Es sollte noch daraufhingewiesen werden, dass das Buch durchaus einige Längen hat, die weniger erbaulich sind, aber: immer locker weiterlesen und nicht wegen einer kleinen Öde einen großen Schatz verpassen!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 9. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick: Roman (Gebundene Ausgabe)
Über dieses Meisterwerk gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Bemerkenswert finde ich --- da ich eigentlich nur diese klassische Walgeschichte erwartete --- daß Melville immer wieder abschweift vom Geschehen und sprichwörtlich über Gott und die Welt philosophiert. Das finde ich das spannendste. Es war das erste "lange Buch" gewesen, das ich gelesen hatte und es zog mich immer wieder in seinen Bann, bedingt durch Melvilles prophetische Schreibweise. Es wird ja nicht umsonst die "Bibel der Walfänger" genannt. Und diese Atmosphäre kommt trotz der zahreichen Verfilmungen (u. a. mit Gregory Peck oder Patrick Stewart) nur im Buch so bemerkenswert zum Ausdruck. Wer ein bißchen an Biologie, Geschichte und Philosophie interessiert ist kann ich das Buch aufrichtigst empfehlen, zumal es der Manesse-Verlag wunderschön typographisch korrekt geduckt hat. FAZIT: kaum ein Buch hat mich so beeindruckt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des 19.Jahrhunderts, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Gebundene Ausgabe)
Neben den unzähligen thematischen Anregungen, die in den Roman eingeflossen sind (besonders erwähnt seien hier nur die 1839 erschienenen Erzählungen über den weißen Wal »Mocha Dick« von Jeremiah N. Reynolds), kommt dem Einfluß der Bibel und Shakespeares auf Sprache und Struktur des Buches eine überragende Bedeutung zu. Die Bibel diente Melville hier wie in allen seinen Werken als unerschöpfliche Quelle für vorgeprägte Namen, leitmotivische Grundsituationen und prophetisches Pathos. Die Anverwandlung Shakespearescher Elemente ist von beispielloser Vielfalt und Intensität. Ihren mehr äußeren Ausdruck findet sie im szenischen Aufbau, in der Verwendung des Monologs als Mittel zur Selbstergründung, in den komischen Interludien (z. B. der Predigt des Negerkochs an die Haie), den kosmischen Vorzeichen und Orakeln, in der Gestalt des Pip als dem direkten Vetter des Narren in King Lear und in Ahabs Ähnlichkeit mit Lear. In Wortechos, kühnen Verbindungen und Funktionserweiterungen von Wörtern (besonders den Partizipien und Adverbien gewinnt Melville überraschend neue Wirkungen ab) wird dieser Einfluß zu einem schöpferischen Prinzip und verbindet sich mit Melvilles ureigenen, kinästhetischen, rhythmischen und metaphorischen Besonderheiten. Unter diesen Aspekten stellt Moby-Dick die reichste, dynamischste, virtuoseste Entfaltung von Melvilles Sprachkunst dar. Für den eigentlichen Entwurfs des Buches hat der Autor aus seinen früheren Romanversuchen Kapital geschlagen: Die allegorisierende Struktur von Mardi verschmilzt mit dem Realismus von White-Jacket, der perspektivischen Ich-Erzählung eines Außenseiters in Redburn und der zwingenden mythischen Fabel von Typee. Unwiederholbarer Höhepunkt des Melvilleschen Romanschaffens, Sammelbecken einer reichen europäischen Prosatradition, ist Moby-Dick bei aller Assimilierung ein höchst originelles Buch, ein Mythos und Kunstgebilde seiner Art und eines der bedeutendsten Prosawerke des 19. Jh.s.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Kulturgeschichte des Walfangs, 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Taschenbuch)
in "Moby Dick" hat Herman Melville die letzte seiner langen Seereisen als junger Mann verarbeitet, und die, die ihm anscheinend am meisten zu schaffen machte. Die Eindrücke vom Walfang müssen so stark gewesen sein, daß er noch Jahrzehnte später diese martialischen Abenteuer als Sinnbild und zugleich höchste Konzentration des Lebens begriff. Dieser zeitliche Abstand zwischen Erleben und Niederschreiben mag der Story Abbruch tun; die Nachvollziehbarkeit, um die es Melville auch geht, wird dadurch erst gewährleistet. So versorgt uns "Moby Dick" mit dem ganzen Walfang-Wissen des 19. Jahrhunderts; und das in - mehr oder weniger - unterhaltsamer Form. Interessant bleibt das Buch dennoch auch für den heutigen Leser, der Melvilles Vorhersagen über die Entwicklung der Walbestände neu beurteilen kann.
Der wahre Grund, "Moby Dick" zu lesen, ist aber natürlich die Geschichte der letzten Reise des Walfangboots "Pequod". Und die hat es in sich; da werden Pakte mit dem Teufel geschlossen, der - verkleidet - selbst an Bord ist. Da kämpfen Puritaner mit ihrem Gewissen und gegen ihre Glaubensgenossen. Die 30-Mann-Besatzung bildet einen ganzen Kosmos, dessen uneingeschränkter Herrscher der wahnsinnige Kapitän Ahab ist, und dessen Bestimmung der Kampf mit "Moby Dick", dem weißen Wal.
Daß "Moby Dick" also als Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur gehandelt wird, scheint mir von beiden Seiten des Buchs nicht gerechtfertigt zu sein. Ein Klassiker der Sachbuch- und Reiseliteratur schon eher. Daß allerdings Melville "Albert Durer" für einen Holländer hält, trifft einen Franken und bricht einen kleinen Zacken aus der Krone seiner Gelehrsamkeit. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Unheil entgegen, 10. Februar 2004
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Taschenbuch)
Herman Melville hat in seinem großartigen Werk wahrscheinlich etwas mehr aussagen wollen als nur die Geschichte des Walfanges aufzuzeichnen.
Und allein, wenn er es deswegen getan hätte, es wäre selbst dann wundervoll gewesen.
Jeder, der sich in dieses Werk einliest, wird mitgenommen in eine eigenartige Stimmung. Schon die ersten Worte: "Nennt mich Ismael. Vor Jahren - fragt mich nicht, wann es war - wollte ich wieder einmal für eine Weile unter Segel gehen...." usw. malen die Stimmung einzigartig.
Dann hebt eine Erzählung an, die es in sich hat und eigenartiger nicht sein kann, wenn dann bald der herrliche tätowierte Harpunier mit seinen Schrumpfköpfen erscheint.
Die Geschichte mit dem Kapitän Ahab aber hat es im Verlauf der Handlung wirklich in sich.
Kenner der literarischen Szene behaupten, diese Sache mit Ahab und dem Wal (Moby Dick), die gnadenlos ausgefochten wird, diese Sache sei ein Kampf mit dem Schicksal schlechthin, vielleicht auch mit dem Unheil gewesen. Und dieses Unheil droht, so meine ich, nicht geringer heutzutage auf dieser Erde und in den Meeren.
Diese Natur zu erhalten, dieses doch emfindliche großartige Geschöpf, dieses Wunder für uns alle, wodurch wir wiederum Wunder geworden sind und immer wieder werden, das ist auch die Botschaft des Autors, so meine ich, und daß er es mit derartiger Spannung zu Papier brachte, ist eine großartige Sache und ein gefundenes Fressen für die Leseratten, die vielleicht dann sogar modernere Werke, allerdings voller Mysterien (huhu!)bedauernd zur Seite würden. Aber das sind vielleicht nur Träume?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Moby Dick - Melvilles Hauptwerk über Walfang, Wale und eigene Erfahrungen, 11. Juli 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der finstere Kapitän Ahab hat nur noch ein Bein. Der weiße Pottwal "Moby Dick" hat es ihm zuvor abgerissen und zerfleischt. Dafür möchte sich Ahab an diesem Wal rächen. Er sticht in See für 3 Jahre und nimmt eine Mannschaft von Walfängern mit, darunter auch Ismael, der die Erlebnisse niederschreibt. "Moby Dick" rückt immer näher, der Kampf um das Überleben beginnt und der mächtigere gewinnt.

"Moby Dick" ist der Klassiker unter allen Abenteuerromanen. Hat man das Buch nicht gelesen, so wird man zumindest schon einmal vom sagenumwobenen und gefürchteten weißen Wal "Moby Dick" gehört haben. Melville widmete dieses Werk seinem Freund Nathaniel Hawthorne. Das Buch ist in der Ich-Erzählung aus der Sicht des Matrosen Ismael geschrieben, der froh ist kein Kapitän zu sein, aber der dennoch auf Walfang gehen möchte gemeinsam mit anderen düsteren und schrägen Gestalten. Die Handlung ist nicht unbedingt besonders, denn sie beschränkt sich nur auf das Erzählen der Seefahrten, des Walfangs und Seemannsgarn, betrachtet man jedoch nur die Geschichte, ist es natürlich etwas sehr abenteuerreiches, das auch Kinder beeindruckt. Ich denke es gibt spannendere Bücher in diesem Genre als die von Melville, doch seine Intention persönliche Erfahrungen in diesem Werk zu verarbeiten, finde ich bemerkens- und lesenswert.

~Bücher-Liebhaberin~
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literatur ist mehr als ein Comic, 8. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Gebundene Ausgabe)
Mit Moby Dick hat Herman Melville bestimmt eine Jahrhundertliteratur verfaßt. Unglücklicherweise wurde das Original in diversen Filmen und Zeichentrickcomics derart verfremdet, daß der Leser des Buches kaum eine Ähnlichkeit mehr erkennen mag. So ist im Buch plötzlich nicht mehr der weisse Wahl oder der Kapitän Ahab die Hauptperson, sondern der einfache Matrose Ishmael, der eigentlich Schriftsteller ist, wird zum Fokus der Handlung. Seine Begegnung mit dem Maori Queequeg, einem von königlichem Blut abstammendem Neuseeländischem Ureinwohner nimmt gerne 50 Seiten in Anspruch. Genauso die heutzutage seltsam anmutende Einordnung des Wales in die Klasse der Fische, und dem eindeutigen Widerspruch gegen die Zuteilung zu den Säugetieren. All dies stört in dem Buch allerdings nicht, da der Leser um das Wissen der Zeit, in der das Buch verfaßt wurde, weiß. Melville kannte 1850 durchaus die Praxis des Walfang und die aktuelle Wissenschaft. Doch anstatt trockene Fakten zu liefern, schreibt er ein sehr emotionales Buch um das Verlangen des Menschen, die "See" zu ergründen, und das Mysterium MOBY DICK zu erlegen. Der Wert des Wales zählt nicht mehr, es geht vielmehr um das Selbstwertgefühl eines Kapitäns und den Zusammenhalt auf begrenztem Raum, wo Diskussion keinen Platz mehr hat. Der Erfolg der Jagd mag zwar zweifelhaft sein, aber der Leser lernt viel über die Psyche von Seeleuten und Menschen des 19. Jahrhunderts generell. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur EIN Buch!, 29. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Taschenbuch)
Das "Moby Dick" ein Klassiker ist, brauche ich wohl weiter nicht zu erklären. Jedes Kind kennt die Geschichte vom weißen Wal und dem bösen Kapitän Ahab. Aber das Buch ist mehr als nur ein Märchen und mehr als nur ein Roman. Dieses Buch erzählt die Wahrheit über die tiefste innerste menschliche Seele. Über jene Naturinstinkte, die trotz aller Zivilisation, manchmal noch ans Tageslicht treten und unser sonst so makelloses Selbstbildnis erschüttern und zum Zerrbild werden lassen.
Doch das Buch ist noch mehr. Es muß wie eine Art Evangelium für die früheren Walfänger gewesen sein. Zugleich Erzählung und naturwissenschaftliche Abhandlung. Mit erstaunlicher Präzession und niemals langweiligen Worten beschreibt der Autor die riesiger Anzahl (damals) von Walarten und den jeweiligen Untergruppen. Und das in einer Zeit, wo die Darwinsche Abstammungslehre noch gar nicht existierte.
Aber das ist trotzdem noch nicht alles. Für mich ist dieses Buch so monumental und genial, wie die Bibel für viele andere Leute. Herman Melville schreibt nicht wie ein normaler Romanautor. Eher wie ein Prophet. "Nennt mich Ismael." lautet der erste Satz und dieser ist beispielhaft für das ganze Buch! Das Buch ist wie das Bildnis vom "Blasenden Wal", das der Autor im 3. Kapitel beschreibt, düster, unerklärlich und erhaben. Es ist ein Buch für kalte dunkle Winterabende, an denen man froh ist, im Warmen zu sitzen.
Aber es ist kein Buch zum einfach "nur" lesen. Man muß sich konzentrieren, um all die Feinheiten zu erfassen, die der Autor so dicht und engmaschig verwoben hat. Zum Schluß möchte ich einen kleinen Ausschnitt anbringen, der beispielhaft für das ganze Buch ist und mir jedesmal von neuem eine Gänsehaut den Rücken runter laufen läßt. "Die großen Schleusentore der Wunderwelt schwangen auf, und mit den wilden Vorstellungen, die mich zu meinem Vorhaben veranlaßten, strömten zu zwei und zweien endlose Züge von Walen in das Innerste meiner Seele und mitten unter ihnen, jenes Trugbild, weiß uns riesig, wie ein Eisberg im Ätherblau." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen Past, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was will man schreiben, die Qualität ist gut und der Preis ist super. Kann man jederzeit empfehlen, gerne jederzeit wieder.
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5.0 von 5 Sternen Ein großer Roman..., 27. Januar 2012
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Taschenbuch)
Nachdem ich als Junge eine relativ kurze Jugendklassiker-Ausgabe gelesen hatte, griff ich jetzt zu dem großen Original des auch "Walfänger-Bibel" genannten Romans von Melville.
1851 erschienen, verarbeitet der 1819 in New York geborene Autor darin sowohl eigene Erlebnisse von 1841-43 auf den Walfänger-Schiffen "Acushnet", "Lucy Ann" und "Charles & Henry" wie auch die Begegnung mit dem Kapitän Owen Chase und dessen tragischen Bericht über einen erlebten Pottwal-Angriff auf den Walfänger Essex von 1820, den seinerzeit nur wenige Männer durch Kannibalismus verstorbener oder erschossener Kameraden überlebten. Zudem gab es 1839 einen Zeitungsbericht in New York über "Mocha Dick", einen besonders wilden Pottwal, der öfter vor der chilenischen Insel Mocha auftauchte.
Zu Lebzeiten Melvilles fand dieser in die Weltliteratur eingegangene grandiose Roman nur wenig Beachtung, vielen war er zu Christentum-kritisch, und auch seine Längen durch viele Abschweifungen in die Etymologie des Begriffs Wal, in biologische und physiologische wal-kundliche Überlegungen sowie die Arbeit der Walfänger missfielen dem Publikum. Erst nach seinem Tod 1891 änderte sich dies. Gerade die multidimensionale Betrachtung Melvilles mit eingearbeiteten Verweisen auf Mythologie, Religion und alte Literatur begeisterte die amerikanischen Literaten des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Den meisten heutigen Lesern sind nur die auf das Handlungsgerüst gekürzten Fassungen als Jugendbuch bekannt, vergleichbar auch so bei Defoe's "Robinson Crusoe" und dem "Don Quijote" von Cervantes. Dennoch lohnt die Lektüre des ausführlichen Originals, weil sehr viele interessante Details nur hier zu finden sind, sowohl in der Zeichnung der Charaktere und ihrer menschlichen Zerrissenheit, in den theologisch-philosophischen Erwägungen und biblischen Bezügen, als auch in der für die damalige Zeit relativ anschaulichen Berichterstattung zu allem, was es über den Pottwal zu wissen gibt.
Eugen Drewermann, der Paderborner Theologe und Psychotherapeut, hat übrigens 2004 mit "Moby Dick oder: Vom Ungeheuren, ein Mensch zu sein" eine wunderbare tiefenpsychologische Deutung des Romans veröffentlicht, die ebenfalls sehr zu empfehlen ist. (27.1.12)
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Moby Dick
Moby Dick von Herman Melville (Gebundene Ausgabe - 1999)
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