Kundenrezensionen


38 Rezensionen
5 Sterne:
 (27)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktueller geht es nicht ...
Ich habe das Buch zufällig vor 4 Monaten gelesen ... nun mit der Finanzkrise Nummer 2 hat das Buch einen ungeahnten und nicht zu überbietenden Aktualitätswert. Wagenknecht macht in wirklich hervorragender Weise deutlich, wie die Finanzindustrie funktioniert und welcher Mittel sie sich bedient. So versteht man wenigstens, wie man als einfacher Steuer...
Vor 19 Monaten von Claus Schmittke veröffentlicht

versus
41 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Voreingenommen, aber klar und deutlich
Darauf hat Sarah Wagenknecht wahrscheinlich lange gewartet: mit dem Kapitalismus einmal kräftig abrechnen zu können. Als Frontfrau der kommunistischen Plattform ist sie bekannt geworden und als Europaabgeordnete der Linken trägt sie politische Verantwortung. Deshalb wundert es nicht, dass das Buch durch deutliche Standpunkte besticht.
Die Autorin...
Veröffentlicht am 5. September 2009 von Andreas Bergmann


‹ Zurück | 1 2 3 4| Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktueller geht es nicht ..., 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Ich habe das Buch zufällig vor 4 Monaten gelesen ... nun mit der Finanzkrise Nummer 2 hat das Buch einen ungeahnten und nicht zu überbietenden Aktualitätswert. Wagenknecht macht in wirklich hervorragender Weise deutlich, wie die Finanzindustrie funktioniert und welcher Mittel sie sich bedient. So versteht man wenigstens, wie man als einfacher Steuer zahlender Bürger von Finanzhaien ganz legal abgezogen wird. Letztendlich ist das einigen marktliberalisierenden oder deregulierenden Gesetzen zu verdanken, die nun sogar von CDUlern neuerdings im ANgesicht der Eurokatastrophe in Frage gestellt werden ... ursprünglich wurden diese von Kohl, aber in Teilen auch von Schroeder ins Leben gerufen ...

Was ich noch erwähnen möchte: Sarah Wagenknecht wird in der Öffentlichkeit regelmäßig als so wahnsinnig "radikal" oder "extrem links" bewertet. Von dieser Radikalität vermag ich in ihrer Publikation nichts zu erkennen. Die Darstellungen sind leicht zu verstehen und sehr sachlich, beinahe wissenschaftlich präzise dargelegt.

Radikal ist hingegen, was gerade mit unserem Steuergeld im Zusammenhang mit der EU geschieht ... und noch geschehen wird, denn mit diesem Buch wird auch deutlich, dass das Ende der Fahnenstange nicht damit erreicht ist, dass man immer mehr Geld in den Markt pumpt ...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeug zum Standardwerk, 7. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Das Buch ist einer der wenigen, welche präzise und für Jedermann verständlich die Krisenzyklen beschreibt. Die Logik nach der jeder Hausse eine Baisse folgen MUSS ist unwiderlegbar und bestechend. Die konventionelle Lehrweisheit nach der die Geldmenge mit der verfügbaren Warenmenge und Dienstleistungsmenge immer zu korrelieren hat, schiebt S.W. souverain in die Welt der theoretischen Modelle. " Wahnsinn mit Methode" hat das Zeug zu einem analytischen Standardwerk in Sachen Globalisierung der Finanzwelt zu werden, trotzdem es sich um Sekundärliteratur handelt. Dieses Buch sei jedem Bankkaufmann und Volkswirt dringend empfohlen. Verwundern mag nur, warum die Autorin so präsent auf dem Cover ist, auch wenn dem Verlag das Marketingmittel eines prominenten ( schönen ) Gesichtes zugestanden werden muss. Es lenkt unnötig vom Inhalt ab.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


59 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaubwürdige Antworten und gut geschrieben, 5. Januar 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Sarah Wagenknecht versteht es, in ihrem flüssigen Stil - mit einigen Spitzen - die Zusammenhänge der Finanz- und Wirtschaftskrise unaufgeregt, glaubwürdig und nachvollziehbar darzustellen. Und nur aus dem Verstehen der Zusammenhänge ließen sich überhaupt überzeugende Gegenmaßnahmen für die Zukunft ableiten, soweit diese wirklich gewollt wären.

Um diese dürfte es aber schlecht bestellt sein, da der Interessenfilz aus sogenannten "Wirtschaftsweisen", Journalismus, Politik und Finanzelite nicht nur im angloamerikanischen Raum dies zu verhindern wissen werden. Der Wahnsinn hat eben Methode - und Profiteure. Sarah Wagenknecht setzt immerhin einen Kontrapunkt zur vorherrschenden Desinformation.

Ein absolut lesenswertes Buch gegen die organisierte Verantwortungs- und Gewissenlosigkeit der sog. "Eliten".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahre Worte, 7. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
In ihrem Buch "Wahnsinn mit Methode - Finanzcrash und Weltwirtschaft" aus dem Jahre 2008, zeigt Sahra Wagenknecht die Ursachen der aktuellen Finanzkrise, und bietet sowohl Lösungen als auch Altertnativen.

Derart verständlich ist keine Finanzzeitschrift auf dem Markt und ihre Art zu schreiben hat mich an die Enthüllungsbücher von Günter Wallraff erinnert. Leider wird dieses Buch wohl von viel zu wenigen Leuten gelesen werden. Ich war jedoch begeistert, denn endlich haben durch die Medien geisternde Begriffe wie Hedgefonds, Derivate und Investmentbank endlich eine klare Definition bekommen, ebenso wie die Zusammenhänge der modernen Finanzwelt und die Folgen auf die Realwirtschaft sowie die historische Entwicklung zwischen den einzelnen Finanzkrisen. Auch Begriffe, die mir gänzlich unbekannt waren (Hedonische Preismessung, CEX, Carry Trades) wurden anschaulich erläutert. Amüsant waren eingestreute Bemerkungen wie „… so überflüssig wie der Wiener Opernball“.
Vieles im Buch ist sehr gut erklärt, aber dann finden sich wiederum Abschnitte, denen man als Laie nur schwer folgen kann, weil zuviel Fachwissen vorausgesetzt wird.

Erschütternd wird dargelegt, dass es im Jahre 2007 weltweit 10,1 Millionen Millionäre und Milliardäre gab, die insgesamt über ein Vermögen von 40,7 Billionen Dollar verfügen und dass im Jahre 2006 Luxusgüter im Wert von 159 Milliarden Euro verkauft worden sind.
Erwähnt wird auch, dass inzwischen deutlich mehr Geld im Umlauf ist, als Produktionsgüter vorhanden sind, also, wenn alle Eigentümer ihr Geld abheben würden, wären nicht ausreichend Produkte, Waren und Artikel vorhanden, die sie damit kaufen könnten!

Etwas jedoch war auch in diesem Buch nicht enthalten, nämlich die Vorstellung / Prognose, was für reale Auswirkungen denn nun die Pleite eines Staates in der Realität auf die Bewohner dieses Staates haben würde. Was wäre zum Beispiel geschehen, wenn Griechenland mit seinen bescheidenen elf Millionen Einwohnern von den übrigen Euroländern keine finanzielle Unterstützung erhalten hätte? Das Einkommen und das Eigentum eines einzelnen Bürgers lässt sich pfänden, verkaufen, versteigern und von dem Erlöß die Schulden abzahlen, aber wie verhält es sich bei einem ganzen Staat? Man kann ja schlecht das land enteignen und jemand anderem geben … Meiner Meinung nach würden die meisten Menschen nach einer kurzen Zeit der Panik (Ich schätze, bis höchstens sechs Wochen) feststellen, dass das Leben eben doch weiter geht, und die Menschen würden dann weiterhin in ihre Arbeit gehen, würden Produkte konsumieren, ihre Kinder in die Schule bringen und sich hin und wieder zu einem Drink treffen – ich glaube nicht, dass durch eine Staatspleite gleich die Apokalypse drohen würde. Unser Land ist inzwischen derart hoch verschuldet, dass es utopisch ist, zu glauben, wir könnten diese Schulden jemals zurück zahlen. Also bleibt nur, den ‚Reset’-Knopf zu drücken … alles auf Anfang!
Was ich auch vermisst habe, war die Bedeutung all dieser weltweit kursierender Billionen für einzelne Banken und deren Länder. Angeblich sollen auf diversen Konten Gelder deponiert sein von dubiosen Gestalten, die entweder inzwischen zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt wurden oder die bereits verstorben sind – das Geld ist aber immer noch da, wahrscheinlich mehr Geld, als eine Bank allein jemals veruntreuen oder in den Sand setzen könnte. Welche Auswirkungen haben derlei stille Konten?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Buch !, 28. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Frau Wagenknecht hat mit diesen Buch einen sehr guten Wurf gelandet. Man könnte fast denken das ihr Dirk Müller vorher Unterricht erteilt hatte. Auch sonst ist das Buch recht gut geschrieben und es liest sich für dieses Strenge Thema erstaunlich flüssig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich eine Alternative zu Merkel, 21. Juli 2012
Von 
S. Lindner (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Sahra Wagenknecht wäre für mich die Traumbundeskanzlerin. Leider wird es dazu nie kommen, aber die Vorstellung allein gefällt mir. Ich habe den "Finanzcrash" sehr bewußt miterlebt und man muß den Hut davor ziehen, wie früh, klar und schonungslos Frau Wagenknecht die Lage gänzlich durchschaut hat. Das Buch legt die Zusammenhänge in sehr lesbarer Form dar.

Am 29. Juni wurden wir nun Zeugen des (erfolgreichen!) kalten Staatsstreichs der Finanzindustrie in Deutschland und Europa. Die einzigen Politiker, die uns im Bundestag noch klar aufzeigen, was wirklich passiert, sind Wagenknecht, Gysi und deren Parteigenossen. Dafür werde ich sie immer wieder wählen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


83 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr davon bitte!, 6. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
ich habe jetzt eine ganze reihe von büchern zur finanzkrise gelesen. das hier war das bisher beste. ausführlich genug, dass man die zusammenhänge versteht. aber nicht so kompliziert geschrieben, dass man ein wirtschaftsstudium benötigen würde. überraschend fand ich, wie nahe die analysen sind: von handelsblatt bis wagenknecht, überall ähnliche analysen. so falsch kann sie also nicht liegen, die vorzeige-theoretikerin der linkspartei. apropos politikerin: das buch ist eine beschreibung der finanzkrise und ihrer hintergründe. ganz zum ende des buches erst kommen auf den letzten seiten kurze vorschläge, wie sich das problem aus ihrer sicht lösen lassen könnte. diese gedanken sind durchaus bedenkenswert...und haben nicht das niveau manch schnell aufgelegter titel a la "welche aktien sind jetzt noch sicher?".
also, wer sich für die hintergründe und die entstehung der aktuellen turbulenzen am finanzmarkt interessiert, der liegt hier mit diesem buch genau richtig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine aktuelle marxistische Analyse der weltweiten Finanzwelt, 6. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Die sehr zeitgemäße Analyse der weltweiten Finanzpolitik und ihrer Schlüsselakteure vermittelt mit erfrischender Klarheit finanzpolitische Zusammenhänge und komplizierte Sachverhalte. Die Autorin stellt aus einer aktuellen marxistischen Betrachtungsweise heraus Zusammenhänge und Konstellationen dar, die das internationale Großkapital skrupellos nutzt. Die Informationen und Wertungen dieses bemerkenswerten Buches geben vor allem Menschen Orientierungen, die in der heutigen Welt der Dominanz des Geldes und der skrupellosen menschenverachtenden Politik des Kapitals eine andere Sicht suchen, als sie täglich in den großen Medien verbreitet wird.
Eine sehr erfrischende Arbeit, die Sahra Wagenknecht als ausgewiesene Expertin zeigt und viel Freude beim Lesen gemacht hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Beschreibung zur Finanz- und Wirtschaftskrise, 15. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Der Wahnsinn hat durch die Profiteure eine Methode entwickelt. Sie zeigt auf wie der normale Steuer zahlende Bürger von den Finanzspekulanten ganz legal betrogen wird. Aus den Erklärungen der Zusammenhänge würden sich überzeugende Gegenmaßnahmen für die Zukunft ableiten lassen vorrausgesetzt die Politik und Wirtschaft wollen diesen Wahnsinn wirklich stoppen. Von der Finanzwelt ist da nichts zu erwarten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Voreingenommen, aber klar und deutlich, 5. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft (Broschiert)
Darauf hat Sarah Wagenknecht wahrscheinlich lange gewartet: mit dem Kapitalismus einmal kräftig abrechnen zu können. Als Frontfrau der kommunistischen Plattform ist sie bekannt geworden und als Europaabgeordnete der Linken trägt sie politische Verantwortung. Deshalb wundert es nicht, dass das Buch durch deutliche Standpunkte besticht.
Die Autorin beginnt mit der Analyse der Kreditblase am amerikanischen Immobilienmarkt. Dann nimmt sie sich das Vorgehen der Private Equity Firmen und ihr Geschäftsmodell gegenüber Unternehmen vor. Beide Systeme führen aus ihrer Sicht aus kurzfristigen Renditeerwartungen zur Überschuldung der jeweiligen Wirtschaftssubjekte. Einmal sind es die privaten Häuslebauer, die meist nach einem kurzen Frühling im eigenen Haus von den steigenden Zinsen in höherer Verschuldung, persönlicher Verarmung, oft Obdachlosigkeit zurückgelassen werden. Im zweiten Fall werden Unternehmen betrachtet, die von den Finanzinvestoren, Münteferings "Heuschrecken" aufgekauft werden. Die Finanzinvestoren sind von privaten Geldern großer Vermögensbesitzer oder auch Fonds gespeist, die mehr Rendite erzielen sollen, als es am normalen Kapitalmarkt möglich ist. Vom Prinzip her ist dies betriebswirtschaftlich auch nachvollziehbar. Ob die Begleiterscheinungen volkswirtschaftlich wünschenswert sind, steht auf einem anderen Blatt.
Als Nächstes nimmt sie den von ihr so genannten Verbriefungstrick aufs Korn. Wie konnte es passieren, das aus schlechten Krediten bald hervorragend geratete Papiere wurden, mit denen sich die russische oder chinesische Staatsbank in großen Teilen eindeckte und die so von braven" Steuerzahlern aus Irkutsk oder Shanghai finanziert wurden?
Anschließend folgt eine Analyse des bisherigen Crashs aufgrund von Spekulationsblasen. Sie nimmt dazu das Minsky-Modell der verschiedenen Finanzierungen. Sie schildert am Beispiel die Ponzi-Finanzierungen, die nach dem italienischen Geschäftsmann" Ponzi Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika benannt sind. Ponzi hatte das Prinzip eingeführt, Kredite mit immer wieder neuen Krediten zu bedienen, wenn die Einnahmen nicht einmal für die Bedienung der Zinsen dienen, ein Prinzip nach dem heute immer noch viele Entwicklungsländer verfahren müssen. Die großen Finanzjongleure sind für Wagenknecht wesentlich verantwortlich für die Aufblähung der Blasen.
Deutlich stellt die Autorin die Wirkungen statistischer Zahlen auf die Wirtschaftsentwicklung heraus. Die Hälfte der Wirtschaft ist Psychologie. Das wussten wir schon. Wagenknecht beleuchtet, wie mit Zahlen Stimmung gemacht wird. Sie wundert sich über die veröffentlichten Zahlen und unterstellt Wirkungsmache. In dem Moment, als in den USA der Rückgang der Neubauten 11 Prozent und der der Autoverkäufe 25 % betrug, vermeldete die US-Wirtschaft 3,3 % Wirtschaftswachstum. Mit Zahlen kann man die entscheidende Stimmung machen.
Als Ursache für die Krisen macht Wagenknecht die fehlgeleitete Steuerung der Wirtschaft aus. Nicht der Bedarf der Menschen bestimme die Investitionen und die Produktion, sondern die Rendite von Vermögen, die jenseits jeder Konsummöglichkeit sind. Außerdem betrachtet sie die Profiteure der Krise. Als Ursache für die gesamte Entwicklung macht sie den Renditehunger der größten Vermögen aus. Die Vermögensverteilung ist nach ihrer Recherche heute noch ungünstiger als vor der Wirtschaftskrise 1929, als die Verteilung der Vermögen und Einkommen auch sehr konzentriert war. So konnte keine genügende Nachfrage entstehen, dass sich die Produktion von Gütern und Dienstleistungen noch ausreichend lohnte.
Sarah Wagenknecht ist Marxistin und hat demzufolge ein klares Grundbild, das sie in der Krise bestätigt findet.
Das Buch ist aufgrund der klaren Analyse lesenswert und auch mit vielen Beispielen garniert gut aufzunehmen. Insgesamt wäre eine etwas klarere Recherchenachvollziehbarkeit schön gewesen. Sie ist offenbar im Gegensatz zu ihrem großen und häufig zitierten Vorbild Karl Marx eher Zweitverwerter.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4| Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft
Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft von Sahra Wagenknecht (Broschiert - 21. November 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 7,72
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen