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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in den siebenten Himmel ohne anzukommen
Eine große bewegende Familiensaga, die die Nachkriegsära unter Stalin und Chrustschow umfasst und sich in die beste russische Erzähltradition einfügt.
Die 500 Seiten des Romans durcheilt man wie im Fluge, d.h. korrigieren wir lieber etwas nach unten und sagen: 450 Seiten, denn ca. 50 Seiten mit zwei in die gewaltige Erzähllandschaft...
Veröffentlicht am 13. Februar 2003 von Diethelm Kaminski

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischtes Erlebnis
Obwohl ich Ulitzkaja sehr schätze, war ich von ihrem Roman ein wenig enttäuscht. Der mittlere Teil, der sich in einer Art Traumlandschaft abspielt, fällt vollkommen aus dem Rahmen der Geschichte und ist nur mit dem russischen Hang zur Mystik zu erklären - zu lesen ist er nicht. Das stört die ansonsten spannend geschriebene Geschichte ungemein,...
Am 13. Juli 2001 veröffentlicht


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in den siebenten Himmel ohne anzukommen, 13. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Reise in den siebenten Himmel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine große bewegende Familiensaga, die die Nachkriegsära unter Stalin und Chrustschow umfasst und sich in die beste russische Erzähltradition einfügt.
Die 500 Seiten des Romans durcheilt man wie im Fluge, d.h. korrigieren wir lieber etwas nach unten und sagen: 450 Seiten, denn ca. 50 Seiten mit zwei in die gewaltige Erzähllandschaft eingefügten Oasen der Stille - umfangreiche, surreale Traumbilder - sind wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Der Leser kann sie jedoch überspringen, ohne dass das Verständnis der Handlung groß Schaden nähme. Unter dem Aspekt der Architektonik des Romans sind aber diese Einblendungen durchaus keine Fremdkörper. Sie bereiten den Leser auf die beginnende Geisteskrankheit Jelenas, der Frau des großen Moskauer Gynäkologen Pawel Kukotzki, vor, die zusammen mit Jelenas Tochter Tanja und der Adoptivtochter Toma im Mittelpunkt der Handlung stehen.
Jelena gleitet zusehends von der realen Welt in eine Traumwelt hinüber, in der Ort und Zeit aufgehoben sind. Der große Arzt steht dem Zerfallsprozess Jelenas und seiner Familie ebenso ohnmächtig gegenüber wie dem Niedergang der Medizin in seinem Land. Er muss wie viele andere Wissenschaftler seine hoch fliegenden Träume zu Grabe tragen.
In diesem weit ausladenden Roman paaren sich unerschöpfliche Erzähllust mit einem präzisem, den Leser aber nie überfordernden Fachwissen vor allem aus den Gebieten Genetik und Gynäkologie. Gleichzeitig stellt der Roman ein interessantes Stück Wissenschaftsgeschichte und -kritik der Sowjetunion dar.
Er ist auch ein zutiefst humanistisches Werk. Die Autorin widmet allen Personen, ob hübsch oder hässlich, sozial privilegiert oder abgesunken in bitterste Armut, das gleiche menschliche Interesse und Verständnis gemäß der Überzeugung: die Umstände prägen den Menschen stärker als seine Erbanlagen. Der Roman bietet tiefe Einblicke in russische Charaktere, die eines gemeinsam haben: Querköpfe oder Querdenker sind sie alle. Manche lassen sich lieber für Jahre ins Arbeitslager verfrachten, bevor sie ihre noch so skurrilen Überzeugungen verrieten, und für Überraschungen und Kehrtwenden in der eigenen Biographie, die von ihrer Umgebung nicht erwartet wurden, sind sie immer gut. Am Ende hat man das Gefühl, Russland und seine Menschen zukünftig besser verstehen zu können.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sturz aus dem Himmel, 11. März 2004
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ulitzkaja hat den unglaublichen Spagat geschafft zwischen den russischen Klassikern und moderner Literatur. Einerseits die russische Tradition: Generationen übergreifende, breit angelegten Geschichten, in der jedes Schicksal und jedes einzelne Leben von seiner gesamten Biografie aus betrachtet wird. Liebe ist etwas sehr Zerbrechliches und wird meist jäh beendet durch Krankheit oder Tod. Das ganze Leben ist Tragödie, und jeder einzelne muss sich seine Überlebensstragie schaffen, notfalls mit der Wodkaflasche. Geburt und Tod nehmen einen zentralen Stellenwert ein, hier ganz besonders, weil die Hauptperson Pawel Alexejewitsch Gynäkologe ist.
Eine politische Dimension erhält das Buch weniger durch offene Systemkritik als durch die Schilderung der Schicksale einzelner Personen und ganzer Familien, angefangen in der vorstalinistischen Ära über Bürger- und Weltkriege bis zur Zeit des kalten Krieges.
Als störend empfinde ich die beiden Einschübe, Jelenas Tagebuch und ihre allegorischen Visionen (der ganze Teil 2), die auf ihr kommendes Leben hinweisen. Man kann diesen Teil getrost überlesen, weil er die Erzählung inhaltlich nicht weiterbringt.
Ein Buch, für das man Zeit braucht und auch Geduld, um vielen verschiedenen Personen durch ihre Biografie zu folgen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischtes Erlebnis, 13. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Reise in den siebenten Himmel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Obwohl ich Ulitzkaja sehr schätze, war ich von ihrem Roman ein wenig enttäuscht. Der mittlere Teil, der sich in einer Art Traumlandschaft abspielt, fällt vollkommen aus dem Rahmen der Geschichte und ist nur mit dem russischen Hang zur Mystik zu erklären - zu lesen ist er nicht. Das stört die ansonsten spannend geschriebene Geschichte ungemein, zumal diese sich am Ende etwas hastig in Katastrophen auflöst. Zurück bleibt das Gefühl, irgendetwas verpaßt zu haben. Ulitzkajas Fähigkeit, die täglichen Ausnahmesituationen von Menschen mit Liebe und gleichzeitiger Distanz zu zeichnen, ist auch hier zu beobachten. Leider geht der Zauber ihrer Erzählkunst im mystischen Durcheinander verloren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade um den Mittelteil..., 14. August 2006
Der Titel ist abartig kitschig, und ich frage ich, was der mit dem Buch zu tun hat...

Im Mittelpunkt steht der russische Arzt Pawel Kukotzki, der aus einer Ärztefamilie stammt und die besondere Gabe hat, zu "sehen", was seinen Patienten fehlt, er kann quasi in deren Körper blicken.

Geboren wird er zur Zeit der letzten Zarenherrschaft, er erlebt dann die Revolution und den darauffolgenden Umbruch in der russischen Politik und Gesellschaft. Er hat sich einen Namen als Gynäkologe gemacht, der vielen kinderlosen Paaren zum Wunschkind verholfen hat.

Eines Tages während des Zweiten Weltkriegs operiert er Jelena, eine junge Frau mit einer vereiterten Gebärmutter. Die beiden verlieben sich und ziehen zusammen, obwohl Jelena verheiratet ist. Ihre kleine Tochter Tanja nimmt er wie seine eigene Tochter an, Jelena kann nach der Operation auch keine Kinder mehr bekommen. An dem Tag, als Jelena mit Tanja und ihrer "Adoptivgroßmutter" bei Pawel einzieht, fällt ihr Mann an der Front.

Einige Jahre später zieht Tanjas Schulkameradin Toma nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter zur Familie, die beiden Mädchen wachsen heran, Tanja zu einem Männerschwarm, Toma zu einer eher biederen, praktischen Gärtnerin. Währenddessen baut Jelenas Gedächtnis immer mehr ab, ihre Aussetzer häufen sich.

Pawel kämpft indessen gegen das staatliche Abtreibungsverbot, er ist Anhänger der sozialen Indikation und will, dass Frauen in materiellen Nöten selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können. Darüber kommt es mit Jelena zu einem schweren Streit, der die Beziehung der beiden für immer beeinträchtigt.

Trotz des kitschigen Titels ist das Buch keine süßliche Liebesgeschichte, sondern ein Familienroman, der gleichzeitig die Entwicklung Russlands vom Zarenreich zur kommunistischen Weltmacht schildert, nicht anhand politischer und geschichtlicher Daten, sondern anhand der Auswirkungen auf die Menschen. Pawel täuscht beispielsweise Trunksucht vor, um sich dadurch vor Verfolgung zu schützen, sein Freund, ein jüdischer Genetiker, landet mehrmals in Haft wegen seiner Ansichten.

Insgesamt ein schönes, teils auch etwas düsteres Russlandbuch.

Nur eins hat mich massiv gestört: eine sehr lange Exkursion in Jelenas verwirrte Gedankenwelt. Damit konnte ich gar nichts anfangen, ich habe mich durch die teils sehr ekligen Bilder hindurchgequält und den Sinn nicht richtig erfassen können.

Deshalb leider nur 3/5 ... schade eigentlich!
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4.0 von 5 Sternen Ljudmila Ulitzkaya Reise in de siebenten Himmel, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ein Buch, von dem ich bloß weiß, dass es nicht schlecht ist.
Langsam wird diese Rezensierungsaktion aber lästig und ich frage mich, ob ich noch bei AMAZON Bücher bestelle
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4 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert!, 12. März 2003
Ich muß ehrlich sagen, dass ich sehr enttäuscht von diesem Buch war und bin. Ich habe mich das erste Mal an eine russische Autorin gewagt, weil ich die Zusammenfassung des Buches sehr interressant und vielversprechend empfand. Doch leider muß ich jetzt sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Der Inhalt war verwirrend und teilweise nicht tiefgründig genug.
Es ist das erste Buch welches ich nicht fertig gelesen habe und das auch nicht tun werde.
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Reise in den siebenten Himmel: Roman
Reise in den siebenten Himmel: Roman von Ljudmila Ulitzkaja (Gebundene Ausgabe - 19. Februar 2001)
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