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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen!
selten ein so spannendes buch in letzter zeit gelesen.
ich hatte es an einem tag durch, mein freund ebenso !! kann jedem nur eine Kaufempfehlung geben!
Vor 24 Tagen von evletta veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Etwas statisch in seiner Abfolge. Aber ein spannendes Zeitzeugnis der Wendejahre.
Etwas statisch in seiner Abfolge. Aber ein spannendes Zeitzeugnis der Wendejahre.
Nicht der beste "Liehr", aber unterhaltsam, kurzweilig und interressant.
Vor 1 Monat von Raphael Meyer veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen!, 25. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Kindle Edition)
selten ein so spannendes buch in letzter zeit gelesen.
ich hatte es an einem tag durch, mein freund ebenso !! kann jedem nur eine Kaufempfehlung geben!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Geschichtenerzähler, wie ich ihn mir wünsche, 11. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Kindle Edition)
Glaubhafte Figuren zeichnen alles, was ich bisher von ihm gelesen habe, aus. Das sind Geschichten, wie ich sie mag, Geschichten, die mich mich gefangen nehmen.

Dieser Protagonist war vielleicht ein wenig zu positiv, denn ich mag besonders die Loser unter seinen Helden.

Doch was solls, ich finde Schreibstil und Geschichte sehr gelungen. Ich werde von ihm alles lesen und wünsche mir bei jedem Werk es möge nicht so schnell enden ... Danke Tom Liehr.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein echter Liehr, 3. Juli 2011
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Falk Lutter ist zu dick, als dass seine Klassenkamerade ihn cool finden könnten. Außerdem kommt er aus der falschen Gegend, er ist ein Ostler, einer der mit seiner Mutter rübergemacht hat. Der Vater und die Schwester blieben 1980 zurück in Honeckers Paradies der Werktätigen und von ihnen fehlt jede Spur.

Dann fährt die Klasse ins Elsaß auf Klassenfahrt. Und das coole Trio Thomas, Gerry und Henning will das nutzen, denn die beiden Lehrer, die sie begleiten, sind Nieten, die ihnen keinerlei Widerstand entgegensetzen werden.

Das gilt auch für den Rest der Klasse, inklusive dem Club der Verlierer, der sowieso nichts zu sagen hat und nicht cool ist. So nimmt das Unheil seinen Lauf ...

Und dann gibt es Martin Gold, der ist berühmt und macht Musik. Sein erfolgreichstes Stück nennt sich "Cool sein", denn mit dem Cool sein hat es für Martin so seine eigene Bewandnis. Weil er damals ...

Aber das müssen Sie selbst lesen, sollten Sie selbst lesen. Tom Liehr erweist sich wieder als begnadeter Erzähler, der seinen Bogen von den Achtzigern bis heute spannt, das Musik-Business beschreibt, die Zeitläufte und eine Menge Typen auftreten lässt, die nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen. Mit ganz eigener Stimme werden hier dramatische Ereignisse witzig erzählt, ohne in Klamauk abzurutschen. Mit Nick Hornby hat man ihn verglichen und das zu Recht.

"Sommerhit" hat viel von "Radio Nights", ist aber doch sehr viel anders, sehr viel reifer. Vielleicht sein bestes Buch.

Hans Peter Roentgen
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3.0 von 5 Sternen Etwas statisch in seiner Abfolge. Aber ein spannendes Zeitzeugnis der Wendejahre., 2. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Kindle Edition)
Etwas statisch in seiner Abfolge. Aber ein spannendes Zeitzeugnis der Wendejahre.
Nicht der beste "Liehr", aber unterhaltsam, kurzweilig und interressant.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geiles Buch ;-), 7. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Es war das erste Buch auf meinem Kindl.....und mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Grund warum ich es nicht mehr hergeben will. Kaum ein Buch hat mich in so unterschiedliche Gefühlsschwankungen gebracht. Ich habe gelacht, geschmunzelt...aufgehört zu lesen, mich an alte Zeiten erinnert....und mit dem ansteigenden Augenwasser gekämpft, verloren und sogar geheult *lach*. Ich kann eigentlich nur noch eins sagen "geiles Buch" und die Tom Liehr-Sucht hat mich ergriffen.....
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22 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rache soll man kalt geniessen, 5. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Wer Tom Liehr schon gelesen hat, wird Tom Liehr wiedererkennen. Da geht es um die Themen Entwicklung, Musik, Freunschaft und Liebe, da geht es um die achtziger Jahre, da kommt auch der feine Humor des Autors zum Zuge. Aber- wer Tom Liehr kennt wird überrascht werden, denn dieses Buch ist vom Thema tiefer, reifer.

Ein 14-jähriger Junge macht Urlaub mit seinen Eltern am Balaton. Ein Junge aus Dresden, DDR im Jahre 1980. Der erste Schock ist, als an der Grenze die Schwester nicht ausreisen darf und der Urlaub ohne sie fortgesetzt wird, der zweite Schock ist ein Kulturschock, als der junge Falk auf diese geheimnisvollen Wesen namens Westler trifft und sich noch gar in eines von diesen Wesen, Karen aus dem fränkischen, verguckt. Falk wird als Ostler in diesem Urlaub wie ein exotisches Maskottchen behandelt und setzt sich erstmals mit seinem Leben als DDR Deutscher auseinander- mit seinem bisherigen Leben, einer Selbstverständlichkeit musste er das ja nicht. Plötzlich erfährt er, dass seine Eltern diesen Urlaub zur Flucht in den Westen nutzen wollen und bevor er weiß wie ihm geschieht ist er im doppelten Boden eines Wohnmobils in den Westen verbracht. Der Vater, das erfährt er erst nach gelungenr Flucht, verbleibt im Osten um die Schwester zu suchen. Falk ist nun im Westen- und dort wird er als Ostler in Westberlin ausgegrenzt, der Looserfraktion zugeschlagen. Keine Markenklamotten, kein Geld, keine Englischkenntnisse- er kann mit den Rudelführern, den Siegertypen, nicht mithalten.

1983 geschieht dann in einem Schullandheimaufenthalt im Elsass etwas, das das Leben alles Schüler der Klasse auf immer prägen und belasten wird. Doch jetzt - 27 Jahre später soll ein Klassentreffen stattfinden. Ein Klassentreffen dennoch. In Rückblicken reflektiert der erfolgreiche Musiker Michael Gold seinen Weg zum Erfolg und seine Jugend in der er Falk Lutter war. Er lehnt erst den Gedanken ab zu diesem Klassentreffen zu fahren, doch dann entschliesst er sich dieses Trauma endgültig zu verarbeiten- und seine Rache kalt zu geniessen. Dort im Spreewald erfüllt sich der Spruch auf dem Cover- "Siegertypen sind die erbärmlichsten Verlierer" - und was aus den Loosern wurde? Selber lesen ist unbedingt zu empfehlen.

Ich lese etwa 3000 Seiten im Monat und nur wenige Autoren schaffen es, das ich nach der letzten Seite nicht sofort das nächste Buch in die Hand nehme und nur eine Handvoll schafft es, dass ich einen Tag oder mehr mit dem Lesen aussetze nach einem Buch, weil es mich so tief beschäftigt. Tom Liehr gehört seit diesem Buch dazu.
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gefühlvoller deutscher Gegenwartsroman, 5. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Nicht wenige von uns kennen bestimmt noch das Gefühl, in der Schule einmal als Außenseiter oder Looser gegolten zu haben. In Tom Liehrs neuem Roman "Sommerhit" geht es aber nicht nur um solche Phasen, in denen man alle Energie braucht, um sich wieder freizustrampeln. Er erzählt die Geschichte von Falk Lutter, der als leicht dicklicher Teenager von Ost- nach Westberlin kommt und erfahren muss, dass Gruppendynamik und die Unterdrückung von vermeintlich Schwächeren oder "Abweichlern" alles andere als systemabhängig sind - das klappte im "freien Westen" genauso gut wie im östlichen "Einheitsstaat". Doch das Mobbing seiner Mitschüler, das bis hin zu handfesten Drohungen ging, entwickelt sich für Falk aber auch zur Chance, seinen eigenen Weg zu gehen - und der ist am Ende äußerst erfolgreich. "Sommerhit" ist ein gefühlvoller deutscher Gegenwartsroman um Freundschaft, Träume, Familie und die Genugtuung des langen Atems, der ganz ausgezeichnet die Balance zwischen Tragik und Humor bewahrt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja ..., 25. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Kindle Edition)
Lauwarm und irgendwie gefühlsarm, obwohl sehr viel sehr Schlimmes geschieht. Die Geschichte besteht aus lauter mehr oder weniger schrecklichen Begebenheiten, die Befindlichkeiten der Protagonisten ist auch nachvollziehbar, nicht aber der Ablauf der Handlung. Es ist z.B. unwahrscheinlich, dass Eltern ihr Kind allein lassen, wenn es an der DDR-Grenze bei der Flucht der ganzen Familie "einkassiert" wird und - wenn auch unruhig - ihren Urlaub antreten. Es ist unwahrscheinlich, dass die Agros der Klasse ein Zimmer ungeliebter Schüler mit Schweinimist einschmieren, ohne von der extrem geruchssensiblen Hauptperson oder dem Rest der Klasse erschnüffelt zu werden. Wer macht so etwas, wenn er gleich nebenan sein Klassenfahrtszimmer hat? Der Hauptfigur macht die Figur ewig zu schaffen, aber auf einmal nimmt sie rein nebensächlich ab. Ein Mensch wird aufs Übelste entstellt und sieht hinterher glatt besser aus ... Die schwer misshandelte Schwester verzeiht ihren Eltern schließlich doch - warum nun doch?
Die Idee ist brauchbar, aber wer Klaus Kordon gelesen hat, kann mit diesem Roman wenig anfangen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwere Kost leicht erzählt, 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Die größte Stärke dieses unterhaltsamen Romans ist gleichzeitig seine größte Schwäche: Es ist die unheimliche Vielseitigkeit der Geschichte. Mobbing unter Jugendlichen, Flucht aus der DDR, Licht und Schatten des Musikbusiness, eine auseinander gerissene Familie, die erste Sommerliebe - das sind ganz schön viele Themen für ein Buch. Diese Vielseitigkeit ist die größte Stärke des Romans, weil sie dafür sorgt, dass nie Langeweile aufkommt, dass immer etwas neues passiert, dass die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht erhalten wird. Sie ist aber gleichzeitig die größte Schwäche des Werks, weil kein Thema richtig befriedigend zu Ende erzählt wird. Schön, dass auch mal in einem Unterhaltungsroman die DDR als nicht ganz unwesentlicher Teil der deutschen Geschichte eingeflochten wird. Tom Liehr erzählt durchaus souverän von den Gegensätzen zwischen Ost und West, zeigt anschaulich die schlimmen Seiten dieser Diktatur auf, findet aber auch mal ein kritisches Wort dafür, wie der konsumorientierte, westliche Lebensstil auf jemanden wirkt, der eine davon unberührte Kindheit verlebte. Doch für den DDR-Aspekt gilt wie für einige andere Aspekte des Buches auch: So richtig in die Tiefe geht es dann doch nicht. Wie die Familie letztlich mit ihrer Trennung und ihrem Vertrauensverlust umgeht, das löst Liehr nicht mehr schlüssig auf. Der Leser erfährt nur noch, dass der Vater, der im Osten gelbieben ist, mit den Gepflogenheiten eines westlichen Restaurants zunächst überfordert ist - mehr hätte den Leser interessiert, wie er mit seinem tragischen Schicksal, vielleicht auch mit seiner persönlichen Verantwortung zurecht kommt. Schon der Umgang der Familie mit der in der DDR zurückgelassenen Schwester der Hauptfigur wirkt teils unplausibel. Auch weitere Szenen sind nicht ganz überzeugend gelöst: Etwa, als der ziemliche Nobody Falk Lutter etwas sehr zufällig von einem bekannten Manager unter Vertrag genommen wird. Auch der an sich gelungene, weil alle Fäden zusammen führende Schluss wirkt etwas überkonstruiert. Tom Liehr reibt dem Leser etwas zu penetrant seine Botschaft unter die Nase, dass das Böse zum Scheitern verurteilt ist; die Lebensläufe der Klassenkameraden von einst werden etwas zu plakativ gegenüber gestellt. Dennoch: Dieser Roman ist gekonnt geschrieben, temporeich erzählt und inhaltlich interessant. "Sommerhit" vermittelt mit großer erzählerischer Leichtigkeit eine ziemlich ernste Essenz: Dass Taten, durch sozialen Druck und jugendliche Gruppendynamik erzwungen, im doppelten Wortsinn Narben hinterlassen können.
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11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh won't you stay just a little bit longer, 11. Juli 2011
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sommerhit: Roman (Broschiert)
Falk Lutter ist 14, als er während eines Urlaubs am Balaton mit seiner Familie an der Österreichisch-Ungarischen Grenze die Flucht in den Westen versucht. Doch nur Falk und seiner Mutter gelingt es, in den Westen überzusetzen. Hier muss sich Falk ganz neuen Herausforderungen stellen. Der dickliche Junge mit den auffälligen blauen Augen, der von der Natur aus mit der seltenen Gabe des absoluten Geruchssinnes ausgestattet ist, findet keine Freunde. Er ist der Ostler, der Looser und ständige Außenseiter in der Klasse. Auf der Abi-Abschlussfahrt nach Strassburg kommt zu einer Katastrophe, die Falk in den nächsten Jahrzehnten nie wirklich loslässt. Im Laufe der Zeit wird aus dem dicken Jungen von damals ein bekannter Musiker, der unter einem neuen Namen einen großen Hit landet. Und dann ist sie plötzlich da, die Gelegenheit, den ehemaligen Mitschülern die erlittene Schmach zu vergelten.

Wenn man den Klappentext und die Inhaltsbeschreibung des neuen Buchs von Tom Liehr liest, könnte man glauben, es erneut mit einem Protagonisten zu tun zu haben, der trotz fortschreitenden Alters die Phase der Pubertät nie wirklich hinter sich lässt. Spätestens nach den ersten Seiten aber wird klar - Falk Lutter ist anders. Das mag zum einen an seinem ausgeprägten Geruchssinn liegen, der nicht nur Falk in manch abstruse Situation bringt, sondern auch den Leser oft genug rot werden oder grinsen lässt, zum anderen aber liegt es in Falk Lutters Persönlichkeit selbst, denn der Junge muss durch die Republikflucht und den Neuanfang im Westen schnell erwachsen werden. Der Weg zum Erwachsenwerden ist steinig, ist geprägt von Gruppenzwängen in der Klasse, die gelegentlich in Gewalttätigkeiten ausarten, Einsamkeit und familiären Schwierigkeiten. Dennoch wird aus Falk ein zufriedener Mensch, der dank seines musikalischen Talentes und eines Quäntchen Glücks seinen Platz im Leben findet. Die traumatischen Erinnerungen an die Abi-Abschlussfahrt lassen ihn jedoch nicht los und als sich über 25 Jahre später die Gelegenheit ergibt, schlägt Falk auf geniale Art und Weise zurück und lässt das Kartenhaus, das seine Mitschüler aus ihren Lebenslügen erbaut haben, auf einen Schlag zusammenbrechen. Zurück bleibt weder bei Falk noch beim Leser ein schales Gefühl für die genommene Rache, sondern die Erleichterung und das Wissen, die Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können.

Ich habe Falk Lutter sehr gerne auf seinem langen Weg begleitet, der mich durch die frühen 80er, die Zeit der Wende, die Zeit nach der Wende, die 90er bis hin ins neue Jahrtausend geführt hat. Ich bin zwar 5 Jahre jünger als Tom Liehrs Protagonist, konnte mich aber in vielen Beschreibungen, Liedern, ja, Lebensgefühlen wiederfinden. Es war ein bisschen auch eine Reise in meine eigene Jugend- und Schulzeit und in die Zeit der Selbstfindung auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Es ist ein leiser, fast schon ernsthafter aber nie humorloser Weg, den Tom Liehrs Protagonist geht, aber einer, der ohne krachlederne Witze auskommt und sich statt dessen durch feine Zwischentöne und -nuancen auszeichnet. Tom Liehr gelingt hier die perfekte Gratwanderung zwischen Tragik und Komödie, sodass man dieses Buch wirklich mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest (im wahrsten Sinne des Wortes). Die hartgesottenen Tom Liehr-Fans sollte das nicht abschrecken, denn zwischendurch blitzt er doch wieder durch, der ganz besondere Humor des Autors. Ich sage nur - Bastelzombie (liebe Leser, nach der Lektüre dieses Buches werden sie wissen, wer damit gemeint ist).

Es gab Bücher von Tom Liehr, da hätte ich den Protagonisten am liebsten dauerhaft an den Füßen aus dem Fenster gehängt, weil er mich so furchtbar genervt hat. Bücher, bei denen ich eher das Gefühl hatte, sie wären für die männliche Hälfte der Erdbevölkerung geschrieben worden und bei denen ich ehrlich gesagt froh war, als ich sie beendet habe. Umso schwerer ist es mir bei Sommerhit gefallen, Falk Lutter seines Weges ziehen zu lassen. Das Buch endet mit einem Satz, der genau das ausdrückt, was ich nach dem Umblättern der letzten Seite empfunden habe:

Oh won't you stay just a little bit longer, sang Jackson Brown

Schade, Falk Lutter, dass Du nicht noch ein bisschen länger bleiben konntest. Machs gut, vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder.
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Sommerhit: Roman
Sommerhit: Roman von Tom Liehr (Broschiert - 2. Juli 2011)
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