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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Sommerbuch schlechthin!
"Ich dachte daran, was Leo beim letzten Mal in der Grotte über die Sommerstürme auf Selkie gesagt hatte. Vielleicht waren er und ich dazu bestimmt, nicht mehr als ein Sturm zu sein - schnell und intensiv, und dann vorbei."

"Seeleute, hütet euch vor Selkie Island! Hier gibt es Ungeheuer!" So heißt es auf dem nicht allzu ermutigendem Schild,...
Veröffentlicht am 25. April 2011 von kleinfriedelchen

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen dem Genre nicht ganz würdig...2,5 Sterne
Nun wie komme ich dazu so etwas zu sagen?

Als die Hauptdarstellerin Miranda auf die Insel reist, wird schon mit einem Schild geworben, welches vor angeblichen Seeungeheuern warnt. Auch der Matrose spinnt ein wenig Seemannsgarn diesbezüglich. Schließlich findet Miranda- die sonst nichts von solchen Dingen hält- ein altes, mystisches Buch...
Vor 22 Monaten von Supernova veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Sommerbuch schlechthin!, 25. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ich dachte daran, was Leo beim letzten Mal in der Grotte über die Sommerstürme auf Selkie gesagt hatte. Vielleicht waren er und ich dazu bestimmt, nicht mehr als ein Sturm zu sein - schnell und intensiv, und dann vorbei."

"Seeleute, hütet euch vor Selkie Island! Hier gibt es Ungeheuer!" So heißt es auf dem nicht allzu ermutigendem Schild, welches über dem Bootssteg von Selkie Island hängt, einer Insel vor der Küste Georgias. Der Tod ihrer Großmutter und ein damit verbundenes geerbtes Haus führen die sechzehnjährige Miranda auf die mysteriöse Fischerinsel und bereits auf der Fähre wird sie von einem Matrosen vor Kraken, Seeschlangen und Meerjungfrauen und -männern gewarnt. Miranda, die sich seit ihrer Kindheit mehr für Wissenschaft als für Klamotten und Jungs interessiert, hält diese Warnung für abergläubisches Geschwätz, welches die Touristen anlocken soll. Doch in dem altehrwürdigen Anwesen, welches sie von ihrer Großmutter geerbt hat, findet sie ein altes Buch über die Legenden um Selkie Island, welches ihr doch zu denken gibt. Kann es tatsächlich Meermenschen auf der Insel geben?

Als Miranda am Strand dem Fischerjungen Leo begegnet, scheint sie den Beweis gefunden zu haben. Leo ist ein Mysterium, taucht unvermittelt am Strand auf und verschwindet genauso schnell wieder im Nebel. Er zeigt ihr das wahre Leben auf der Insel, fernab vom Touristenzentrum und dem Luxus, der die reichen Sommergäste anlockt. Nach und nach muss Miranda erkennen, dass sie viel mehr für Leo empfindet als nur Faszination; sie beginnt sich zu verlieben. Doch der Sommer neigt sich dem Ende zu und damit auch Mirandas Aufenthalt auf Selkie Island...

Was ist wahr, was ist nur Legende? Die sonst so rational denkende Miranda kommt ganz schön ins Zweifeln, als sie von der Geschichte der Meermenschen erfährt. Laut der Legende wurde einst ein Seemann von einer Meerjungfrau gerettet und verliebte sich in sie. Ihre Nachfahren, Menschen an Land und Fischwesen unter Wasser, bevölkern heute noch Selkie Island, so heißt es, und haben sich perfekt an die Menschen angepasst. Ist Leo vielleicht einer dieser Nachfahren?

Mirandas Charakter fand ich ziemlich überzeugend, auch wenn die Vorstellung, lieber mit Reagenzgläsern zu experimentieren als sich mit seinen Freunden zu treffen, etwas gewöhnungsbedürftig für mich war :-) Miranda ist stur und schert sich nicht um ihr Aussehen, was die reichen Mädchen, die sie auf der Insel kennenlernt, überhaupt nicht verstehen können. Zudem benimmt sie sich meist sehr erwachsen und besonnen, ist aber gleichzeitig auch schüchtern, wenn es um Jungs und Partys geht, da ihr hier einfach die Erfahrung fehlt.

Doch als sie Leo trifft, benimmt sie sich plötzlich gar nicht mehr so erwachsen. Leo verursacht ihr ein ungewohntes Kribbeln im Bauch und bringt sie zum Tagträumen. Doch in den Augen ihrer neugewonnenen Snob-Freundinnen ist Leo undenkbar für sie. Schließlich ist er ein Einheimischer, dessen Vorfahren schon seit Ewigkeiten in dem ärmlichen Dörfchen auf der Insel leben.

Das Buch verbreitet eine herrliche Urlaubsatmosphäre, voller salziger Luft und Wellen, die an den Strand spülen. Friedman versteht es unglaublich gut, das Südstaaten-Flair Georgias hervorzurufen. Würdevolle, verblasste Anwesen säumen die Wiesen, spinnwebartiges Moos hängt von den Bäumen und die laue Sommerluft lädt zum Nachtbaden ein.

Abgesehen von den sympathischen Charakteren und der wundervoll dichten Atmosphäre war die Geschichte selbst jedoch eher etwas ärmlich. Das Buch bietet hauptsächlich eine sommerliche Liebesgeschichte mit leicht magischem Einschlag, die leider etwas action- und höhepunktlos verläuft. Miranda kommt auf die Insel, lernt Leo kennen und verliebt sich in ihn. Doch schon bald muss sie wieder abreisen. So könnte man die Geschichte grob zusammenfassen. Trotzdem war ich damit nicht unzufrieden, denn das ganze Buch verströmte irgendwie so eine schöne, verträumte Romantikstimmung, dass ich über die Mängel der Handlung hinwegsehen konnte.

Die Magie spielt tatsächlich weniger eine Rolle, als man anfangs vom Titel und der Beschreibung her denken mag. Sofort als auf den ersten Seiten die Legende von den Meermenschen erzählt wurde, dachte ich: "Alles klar, also ist Leo ein Meermann. Wie überraschend." Doch so klar war es dann glücklicherweise gar nicht. Es wird zwar vieles angedeutet, aber ob die Legende nun stimmt oder doch nur Seemannsgarn ist, wird nicht eindeutig geklärt. Gerade das fand ich aber sehr gelungen, denn so liegt ein gewisser Zauber über allem und Leo bleibt weiter der geheimnisvolle Junge, als den man ihn kennenlernt.

Der Gedanke, dass Miranda nur für wenige Wochen auf der Insel bleibt, verleiht der Liebesgeschichte zwischen den beiden zusätzlich einen bittersüßen, melancholischen Anstrich. Gut fand ich, dass hier der unsterbliche Liebesschwur fehlt, den man sonst in fast allen Romantasy-Jugendbüchern finden kann, vielleicht, weil das Buch nur einen Hauch Fantasy enthält. Miranda ist einfach verliebt und schmückt das nicht mit Worten von unendlicher Liebe und Treue aus. Gerade deshalb erschienen mir ihre Gefühle auch glaubwürdig und erfrischend normal.

Das Buch scheint zwar in sich abgeschlossen zu sein, endet aber kurz nachdem Miranda gerade von Leos vermeintlichem Geheimnis erfahren hat, wodurch bei mir der Eindruck entstand, dass Mirandas und Leos Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Ich würde mich jedenfalls sehr über ein zweites Buch und Mirandas Rückkehr nach Selkie Island freuen.

Mein Fazit: Dieses Buch solltet ihr euch unbedingt für euren Sommerurlaub am Strand mitnehmen, denn es vereint eine verträumte Liebesgeschichte mit herrlichem Strandfeeling. Wellenrauschen und salzige Seeluft sind die einzig wahre Hintergrundkulisse für diese Geschichte. Das ideale Buch zum Abtauchen und Träumen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen dem Genre nicht ganz würdig...2,5 Sterne, 19. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nun wie komme ich dazu so etwas zu sagen?

Als die Hauptdarstellerin Miranda auf die Insel reist, wird schon mit einem Schild geworben, welches vor angeblichen Seeungeheuern warnt. Auch der Matrose spinnt ein wenig Seemannsgarn diesbezüglich. Schließlich findet Miranda- die sonst nichts von solchen Dingen hält- ein altes, mystisches Buch über die Insel und stöbert etwas darin.
Als sie auch noch den geheimnisvollen Leo kennenlernt, hat man als Leser eigentlich erwartet, dass es im weiteren Verlauf einige phantastische Elemente gibt, die mit Leo und der gesamten Geschichte der Insel in Verbindung stehen. Doch leider ist alles was geschieht ein paar Dinge die sich Miranda selbst im Kopf zusammenreimt- auf Grund dieses Buchs. Mehr geschieht in dieser Hinsicht leider einfach nicht. Ob es nun wirklich so zutrifft oder nicht, erfährt man keineswegs. Äußerst schade.
Aus diesem Grund bekommt das Buch von mir nur 2,5 Sterne

Aber es bekommt NOCH diese 2,5 Sterne weil...

Der Schauplatz an dem die Geschichte spielt, einfach wunderschön beschrieben ist und einen gewissen Charakter aufweist. Es kommt ein Feeling auf und man möchte gern selbst dort sein.
Der Schreibstil liest sich flüssig und obwohl das Buch die für mich entscheidenden phantastischen Elemente viel zu sehr vernachlässigt, wurde es mir nicht unbedingt langweilig. Dies liegt unter anderem an der so ehrlich wirkenden Romanze zwischen Miranda und Leo die auf Grund ihrer irgendwann eintretenden Abreise einen bittersüßen Charakter beibehält.

Wer also gern eine Insel-Liebesgeschichte mit einem HAUCH Mystik lesen möchte, wird hier einen durchaus befriedigenden Fang machen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideale Sommerlektüre, 19. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ursprünglich sollte die 16-jährige Miranda ihr Praktikum am Museum of Natural History beginnen, sobald die Schule beendet war. Aber der Tod ihrer Großmutter Isadora hatte dies geändert, denn sie hat ihrer jüngsten Tochter Amelia überraschenderweise das Ferienanwesen auf Selkie Island hinterlassen, obwohl sie schon seit Jahren zerstritten waren. Deswegen verbringt Miranda nun die ersten Wochen ihrer Ferien auf dieser von Mythen umrankten Insel, anstatt das Praktikum in New York anzutreten, um ihrer Mutter Amelia bei den Nachlassangelegenheiten zu helfen. Zusammen wollen sie das alte Haus, in der ihre Mutter früher jeden Sommer verbracht hat, wieder auf Vordermann bringen und es komplett entrümpeln um es schließlich zum Verkauf anbieten zu können.

Dieses Ziel rückt jedoch schon bald immer mehr in den Hintergrund als ihre Mutter die ganzen Leute wieder trifft, mit denen sie als Kind und Jugendliche jeden Sommer zusammen war, darunter auch ein Mann, zu dem Amelias Beziehung über bloße Freundschaft hinaus ging. Obwohl sie anfangs behauptet hatte, von ihnen eher genervt zu sein, scheint sie es nun zu genießen Zeit mit ihnen zu verbringen und ist wie ausgewechselt.

Miranda hingehen soll sich mit den anderen Töchtern von Amelias Freundinnen anfreunden und sogar noch verkuppelt werden. Dabei hat sie im Moment gar kein wirkliches Interesse an einem Sommerflirt, denn die Wunden der Trennung von ihrem Freund sind noch nicht richtig verheilt.

Doch dann trifft sie bei einem Strandspaziergang den mysteriösen und gut aussehenden Leo, der ihr von da an nicht mehr aus dem Kopf geht. Er, der ganz offensichtlich von der Insel stammt und keine Beziehung zu den reichen Jugendlichen hat, die hier nur ihre Sommer verbringen, ist für Miranda viel anziehender und scheint eher ihre Interessen zu teilen. Aber auch er ist so geheimnisvoll wie Selkie Island ...

Der Junge aus dem Meer ist ein wundervolles Jugendbuch mit einer tollen Liebesgeschichte, die sich vor allem als Sommer- bzw. Urlaubslektüre eignet, insbesondere wenn man selbst gerade am Strand liegt und auf das Meer hinaus blickt.

Von Anfang an wird man darauf aufmerksam gemacht, dass Selkie Island keine gewöhnliche Insel ist, sondern viele Geheimnisse und Legenden beherbergt. Bereits auf ihrer Überfahrt mit der Fähre wird Miranda geraten, sich vor Seeschlangen und anderen Ungeheuern in Acht zu nehmen. Schon das erste Kapitel, das als eine Art Einführung dient, macht daher Lust auf mehr und weckt das Interesse des Lesers, denn man möchte natürlich wissen, was es mit diesen Mythen auf sich hat und ob vielleicht sogar etwas Wahres daran ist.

Miranda, aus deren Perspektive die Handlung auch geschildert wird, ist eine sehr sympathische Protagonistin. Im Gegensatz zu den anderen Töchtern wohlhabender Eltern auf Selkie, interessiert sie sich nicht nut für ihr Aussehen. Man kann daher sehr gut nachvollziehen, dass sie sich eher zu dem von der Insel stammenden Leo hingezogen fühlt, der nicht an ihrem Stammbaum, sondern an ihr selbst interessiert ist.
Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden und glaubt nur an das, was sie sieht; für alles muss es eine logische Erklärung geben. Deswegen glaubt sie auch nicht an die Legenden von Ungeheuern wie dem Kraken um Selkie Island. Sie hält sie für Erfindungen von Seefahrern und Geschichten um Touristen anzulocken. Selbst als sie im Arbeitszimmer ihrer Großmutter auf ein Buch zu diesem Thema stößt und ihr die Anzeichen für die Existenz von Meerwesen, die in diesem Buch beschrieben werden, immer häufiger begegnen, weigert sie sich daran zu glauben.
Doch während ihrer Zeit auf der Insel macht Miranda auch eine große Entwicklung durch. Sie wird offener für andere Dinge sowie andere Menschen. Sie erfährt mehr über ihre Mutter, ihre Großmutter und deren gemeinsame Vergangenheit, aber auch über sich selbst.

Diese Veränderung hat auch sehr viel mit Leo zu tun und ist sehr schön zu beobachten. Nachdem sie sich vor den Ferien wegen eines bestimmten Ereignisses, das zu Beginn nur angedeutet wird, sehr verschlossen hatte, blüht sie in seiner Gegenwart wieder auf und lässt sich auch mal fallen. Er zeigt ihr, dass nicht nur Naturwissenschaften, sondern zur Abwechslung auch mal andere Dinge wie z.B. Literatur, interessant sein können.

Dass Leo sehr geheimnisvoll ist und man merkt, dass er vor Miranda etwas verbirgt, tut seiner Sympathie keinen Abbruch. Man spürt, dass Miranda ihm wirklich etwas bedeutet und sie nicht nur ein Sommerflirt für ihn ist, wie sie anfangs befürchtet hatte. Er versteht Miranda und findet sie auch dann noch schön, wenn ihre Haare nicht zu Recht gemacht sind und sie ihren Pyjama trägt. Obwohl Miranda schon einmal einen Freund hatte, erfährt sie erst durch Leo was Liebe ist und wie es sich anfühlt, begehrt zu werden.

Durch die Ich-Perspektive spürt man auch als Leser förmlich die Funken sprühen und die Schmetterlinge im Bauch, was diese Erzählung der ersten Liebe zu etwas ganz besonderem macht. Außerdem bietet sie mal eine willkommene Abwechslung, denn Meerwesen sind bisher noch nicht allzu häufig in solchen Jugendbüchern vorgekommen. Abgesehen davon steht das paranormale Element hier auch gar nicht so sehr im Mittelpunkt wie in ähnlichen Büchern.

Der Schreibstil von Aimee Friedman ist sehr malerisch und bildhaft. Man kann sich die Insel und die Atmosphäre, die sie umgibt, sehr gut vorstellen. Das gleiche gilt für die einzelnen Szenen, sowohl zwischen Miranda und Leo als auch zwischen Miranda und ihrer Mutter oder anderen Figuren.

Das Ende ist schön, aber leider auch relativ offen gehalten und lässt den Leser nur mit einer vagen Andeutung über die Zukunft von Miranda und Leo zurück.

FAZIT
Der Junge aus dem Meer ist eine ideale Sommerlektüre für alle, die gern romantische Geschichten von der ersten großen Liebe lesen und dabei die Schmetterlinge im Bauch spüren möchten. Miranda und Leo haben eine einzigartige Beziehung, die, trotz der kurzen Zeit, die sie nur miteinander verbringen können, von Höhen und Tiefen geprägt ist, und die man nur zu gern miterlebt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Sommerlektüre aber mit wenig Tiefgang!, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
******** INHALT ********
Eigentlich sollte die naturwissenschaftlich begeisterte Miranda ihre Ferien über ein Praktikum am Museum of Natural History machen, aber der Tod ihrer Großmutter Isadora hat dieses Praktikum etwas nach hinten verschoben. Obwohl Isadora und Mirandas Mutter Amalia zerstritten waren, hat diese ihrer jüngsten Tochter das alte Ferienhaus auf Selkie Island vererbt. Gemeinsam mit ihrer Mutter muss Miranda das Haus nun auf Vordermann bringen und entrümpeln, um es zu verkaufen, denn Amalia hat absolut kein Interesse daran.

Als Mirandas Mutter dann aber auf der sagenumwobenden, mysteriösen Insel ankommt und ihre alten Freunde wieder trifft, scheint sie ihre Pläne zu änderen. Sie fühlt sich wieder an ihre Jugend erinnert und genießt die Zeit auf der Insel. Sie denkt sogar daran, wieder öfter nach Selkie Island zu kommen! Auch ihre Tochter Miranda soll den Aufenthalt bestmöglich genießen und sich darum mit den Töchtern von Amalias ehemaligen Freundinnen anfreunden. Doch diese sind absolut gar nicht nach Mirandas Geschmack, denn anstatt von Mathe und Physik haben sie nur ihr Aussehen und Jungs im Kopf. Zu allem Überfluss möchten diese Mädchen Miranda auch noch verkuppeln, die nach einer erst vor kurzem gescheiterten Beziehung aber überhaupt kein Interesse an einem Sommerflirt hat.

Um auf andere Gedanken zu kommen und sich etwas von den anderen Mädchen zu entfernen, besucht Miranda ein Museum auf der Insel, in dem sie Leo kennen lernt. Leo stammt von der Insel und hat kein Interesse an den reichen Touristen, die immer den Sommer auf Selkie Island verbringen. Viel lieber beschäftigt er sich mit der Wissenschaft. Miranda fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, auch wenn Leo irgendwie geheimnisvoll wirkt. Aber was verbirgt er?

********* MEINE MEINUNG *************
"Der Junge aus dem Meer" ist ein schöner, kurzer Jugendroman, der den Leser gemeinsam mit Miranda mit auf eine geheimnisvolle Reise nach Selkie Island nimmt. Bereits von Anfang an wird man mit den Mythen und Sagen rund um die Ferieninsel konfrontiert, denn auf der Überfahrt mit dem Schiff wird Miranda bereits vor einigen Dingen gewarnt. Diese nimmt das allerdings alles mit Humor und hält die Geschichten eher für Touristenattraktionen. Selbst würde sie nie daran glauben, da für die Naturwissenschaftlerin alles auf einer logischen Basis beruhen muss.

Hier merkt man schon, dass sich die Autorin wirklich sehr darum bemüht hat, Miranda eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben. Anders als die übrigen Mädchen, die ihre Ferien auf Selkie Island verbringen, interessiert sie sich nicht für ihr Äußeres und ein gutes Elternhaus sondern viel mehr für die Gesetze der Natur. Sie ist eher ein ruhiges und schüchternes Mädchen und dem Leser sehr sympathisch. Aimee Friedmann hat wirklich viele Facetten der Protagonisten beschrieben, sodass man Miranda gut kennenlernen darf. Die übrigen Mädchen gleichen sich eigentlich alle, was dem gesamten Roman aber keinen Abbruch tut, da sie ohnehin keine allzu große Rolle spielen. Wesentlich wichtiger ist da schon Leo, den man als Leser aber auch sehr sympathisch findet, obwohl er offensichtlich ein Geheimnis hat. Trotzdem lernt man auch ihn sehr gut kennen, was für mich in einem Roman immer sehr wichtig ist. Einzig und allein Amalia, Mirandas Mutter fand ich etwas eigenartig. Ich konnte überhaupt nicht einschätzen, was sie als Nächstes tun würde. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass sie sich auf der Insel ganz anders benimmt, als Miranda sie kennt und der Leser Amalia durch die Ich-Perspektive auch nur aus Mirandas Sicht kennt.

Aber nicht nur an den schön gezeichneten Charakteren ist der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin zu erkennen. Auch die Mythen und Geheimnisse wurden besonders gut eingeflochten und bringen ein wenig Spannung. Des weiteren ist alles sehr bildlich beschrieben, sodass man sich den Flair von Selkie Island wirklich gut vorstellen kann. Wenn man selbst am Strand liegt, während man das Buch liest, ist es sogar noch authentischer!

Die einzelnen Beziehungen zwischen den Personen sind ebenso gut erkennbar und nachvollziehbar. Die Liebe zwischen Leo und Miranda war für mich dabei ein ganz großes Highlight, denn als Leser konnte man sie förmlich selbst spüren und ein wenig Schmetterlinge im Bauch haben. Die Beziehungen zwischen Miranda und den anderen Mädchen auf der Insel, sowie zu ihrer Mutter Amalia fand ich ebenfalls gut skizziert.

Gut gefallen hat mir auch noch, dass der Roman eigentlich die ganze Zeit über relativ spannend war. Als Leser wurde man so nie in seinem Lesefluss unterbrochen, weil man sich gerade mal durch eine etwas zähe Stelle kämpfen musste - eher im Gegenteil, denn Aimee Friedmann hat viele kleine spannende Handlungsstränge eingebaut, zum Beispiel fand ich es ganz toll als Miranda bei Leo zu Hause war.

Das Ende war mir persönlich dann aber leider etwas zu offen, da nicht verraten wird, wie es mit Leo und Miranda weitergeht und der Leser sich selbst eine Meinung bilden muss. Für mich wäre eine Fortsetzung absolut wünschenswert!

********** BEWERTUNG *********
"Der Junge aus dem Meer" ist eine schöne Lektüre für den Sommer, um ein wenig das Gefühl von Urlaub zu haben. Mir fehlte es allerdings an Tiefgang in der Geschichte, auch wenn die Charaktere und Beziehungen gut beschrieben waren. Das Ende war leider zu offen, und auch sonst ist einfach nicht allzu viel passiert. Trotzdem ist der Roman eine schöne Abwechslung, in der ich gerne geschmökert habe, weshalb ich 4 Sterne vergebe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zauberhafte Sommer-Lektüre..., 5. Juli 2011
Von 
S. Forster (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Aimee Friedmans sommerleichte Mystery-Lovestory hat mir kurzweilige, romantische Lesestunden beschert.
An der Geschichte hat mich vor allem die wunderbare Atmosphäre beeindruckt, die die Autorin entstehen ließ. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, direkt an Mirandas Seite zu sein, unterstützt durch die Erzählung in der Ich-Form. Man meint fast eine zarte Meeresbrise zu riechen, den Sandstrand unter den Füßen und die erfrischende Leichtigkeit der 16jährigen Miranda zu spüren. Doch auch die anfangs erst zarte, im Laufe der Zeit immer intensiver werdende Beziehung zwischen ihr und Leo sorgt für romantische Momente, die mein Leserherz höher schlagen ließen. Schlicht und ohne Kitsch geschrieben, kann man hier den Zauber der ersten Liebe mal ein wenig anders erleben.

Mirandas Charakter wurde sehr glaubwürdig skizziert. Es fiel mir sehr leicht, mit dem willensstarken Mädchen mitzufiebern. Sie weiß genau, was sie will und was nicht, wirkt oft rational, doch ihr wahres Alter blitzt besonders im Umgang mit anderen Menschen immer wieder auf. Sie ist zwar kein Kind mehr, aber eben auch noch keine erwachsene Frau. Das Gefühlschaos dieser Phase wurde sehr einfühlsam und so erkennt man sich auch als ältere Leserin in Miranda wieder.

Die Geschichte selbst ist gar nicht mal besonders aufregend, doch ihre geheimnisvollen Untertöne trugen mich von Seite zu Seite, wie Miranda immer auf der Such nach dem Wahrheitsgehalt der Legenden Selkie Islands. Bis zum Buchende rätselt man, ob Leo wirklich ein Meermann sein könnte, ob er es ist, muss man für sich selbst beurteilen. Durch die vagen Bemerkungen und mannigfach zu deutenden Schlüsselszenen bleibt der Zauber der Story bestehen und lässt Raum für viel Spekulation.

Ein sehr schönes Buch, bestens geeignet, um ins Träumen zu kommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ab auf die Insel!, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
*Worum geht's?*
Bio, Chemie und Physik statt Puppen, Schminke und Jungs. Miranda Hawkins experimentiert in allen Bereichen der Wissenschaft, seit sie denken kann. All die üblichen Mädchenhobbys sind an ihr vorbeigezogen und haben niemals ihr Interesse geweckt. Deshalb ist es nicht überraschend, dass sich Miranda nicht wie ihre Altersgenossinnen auf einen großartigen Strandurlaub mit Sommerflirts freut, als ihre Mutter ihr eröffnet, sie in den Ferien mit zu ihrer alten Heimat Selkie Island mitzunehmen. Doch Miranda merkt schon während der Schifffahrt, dass auf dieser Insel besondere Ereignisse auf sie warten. Und plötzlich ist da dieser Junge, Leo, der alle logischen Erklärungen und Beweise unwichtig macht...

*Kaufgrund:*
Nach vielen positiven Rezensionen kam auch ich nicht um diesen Roman herum. Zu erst wurde ich allerdings durch den vielversprechenden Klappentext auf "Der Junge aus dem Meer" aufmerksam, der nach einer Art "Hibikussommer" (von Alyson Noel) mit einem Hauch Magie klang.

*Meine Meinung:*
Die Geschichte ist leichte Kost, ein Buch zum Genießen während eines sonnigen Tages am Strand - nicht mehr, und nicht weniger. Die Handlung ist belustigend und spaßig, haut jedoch nicht vom Hocker. Sie ist extrem vorhersehbar und verläuft inhaltlich fast genauso, wie man es sich während des Lesens denkt! Friedman baut viele Andeutungen in die Dialoge ihrer Charaktere und die Gedanken ihrer Protagonistin, aber jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, weiß sofort, was hinter diesen Anspielungen steckt. Die "große Auflösung" am Ende des Romans ist somit kein "Aha"-Erlebnis, sondern eher eine zwanghafte Aufklärung, um das Buch rund ausklingen zu lassen. Bloß das Geheimnis um Leo konnte mich überzeugen. Durch die vielen offensichtlichen Szenen denkt man als Leser ständig daran, wann denn nun Leos mysteriöses, wahres Ich aufgedeckt wird - schließlich ist von Anfang an klar, was hinter dem Jungen steckt! Oder etwa nicht? Selbst lesen und überraschen lassen! Es sei nur eines gesagt: Friedman lässt uns viel Platz zum Träumen.

Protagonistin Miranda, ein einfaches, sachbezogenes Mädchen, gerät während ihrer Zeit auf Selkie in Situationen und Umstände, die sie niemals für möglich gehalten hätten. In ihrer Heimatstadt New York war sie stets das unscheinbare, blasse Mädchen, doch nun steht sie im Mittelpunkt aller Geschehnisse. Sie gehört augenblicklich zu einer High-Society-Mädchenclique und der tollste Typ der Insel interessiert sich für sie. Es könnte so schön sein, aber tief in ihrer Seele weiß Miranda: All das passt nicht zu ihr. Ein innerlicher Kampf zerreißt sie. Soll sie sich auf diese neuen Dinge einlassen oder sich selbst treu bleiben?

Je mehr Zeit Miranda auf Selkie verbringt, desto mehr verblasst ihr altes Ich und ihre pragmatische Art. Schuld daran ist der Fischersjunge Leo, der Mirandas Herz berührt. Erst durch ihn lernt sie, was verliebte Gefühle und das wohlige Herzklopfen bedeuten. Aber was wäre eine echte Liebesgeschichte ohne Problem: Leo entspricht als Sohn eines Fischers weder den Vorstellungen von Mirandas Mutter, noch den Geschmäckern ihres neuen Bekanntenkreises. Und dann ist da noch dieses Buch, das Miranda gefunden hat, und von Meermännern berichtet, zu denen Leo perfekt zu passen scheint. Fest entschlossen und von der Mystik Selkies völlig verzaubert, macht sich Miranda auf die Spur des Geheimnisses.

Die Nebencharaktere hätte man eins zu eins aus einem Teenie-Film übertragen können. Dementsprechend fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, wie oberflächlich sie gestaltet worden sind. Sie sind zwar nett und durchaus amüsant, doch Tiefe sucht man bei ihnen vergeblich. Zum Ende hin hat die Autorin versucht, dies zu ändern, indem sie einige "Rätsel und Geheimnisse" aufdeckt, leider konnte sie damit das Ruder nicht mehr herumreißen.

Das besondere an Friedman Schreibstil war, dass man an ihm spüren konnte, wie Miranda sich entwickelt. Anfangs war ich sehr enttäuscht von der distanzierten, kühlen und ausdrucksschwachen Sprache, doch sie repräsentiert die wissenschaftliche und pragmatische Protagonisten ausgesprochen gut. Im Laufe des Geschehens wird Miranda weicher, gefühlvoller und plötzlich tauchen wunderschöne sprachliche Verzierungen in dem Roman auf. Für die Tatsache, dass Aimee Friedman es schafft, den Leser Mirandas Werdegang spüren zu lassen ohne dabei jede Kleinigkeit betonen zu müssen, gibt es einen riesigen Pluspunkt!

Die Atmosphäre des Romans ist ein weiteres Highlight. Man fühlt sich bis zur letzten Seite, als würde man sich tatsächlich auf einer Insel befinden. Fast scheint es so, als könnte man den Sand zwischen den Zehen, das salzige Meerwasser auf der Zunge, die angenehme Brise auf der Haut persönlich spüren. Bei diesem Buch bekommt man definitiv Lust auf einen Strandurlaub!

*Cover:*
Diesmal ist das typische Mädchengesicht nicht allein, sondern teilt sich den Coverplatz mit einem Partner. Diese Szene könnte man genauso auf Miranda und Leo übertragen! Sicherlich wird dieses Titelbild viele - besonders junge - Leserinnen zum Kauf des Buches animieren. Mich persönlich spricht das Pärchen nicht an; sie beeinflussen meine eigene Vorstellung von den Protagonisten zu sehr. Die blumigen Verzierungen auf dem Cover machen jedoch vieles wieder wett, an ihnen kann ich mich kaum sattsehen!

*Fazit:*
"Der Junge aus dem Meer" ist ein sommerlicher Jugendroman, den man als perfekte Strandlektüre bezeichnen könnte. Er hat zwar einiges zu bieten, aber sicherlich keine Tiefe, daher ist er nur denjenigen zu empfehlen, die sich nach einer einfachen, amüsanten und mysteriös angehauchten Liebesgeschichte sehnen. Weil ich mich nach der letzten Seite einfach pudelwohl gefühlt habe und mir die Auflösung um den "Jungen aus dem Meer" sehr gut gefallen hat - sie hebt sich deutlich von anderen Büchern des Genres ab - vergebe ich 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sommerlich, frisch und mit kleinen Schwächen, 23. Mai 2011
Von 
Marie-Kristin Dammer "Marie-Kristin Dammer" (Mönchengladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
«Ich nickte und lauschte dem Ozean, der gegen das Ufer rauschte und sich wieder zurückzog. Plötzlich dachte ich, wie sehr doch die Vergangenheit - nein, nicht nur Vergangenheit, sondern auch Geschichte und Familie den Gezeiten des Meeres ähnelten. Es war zwar immer derselbe Ozean, doch die Wellen ließen ihn jedes Mal neu und unverbraucht aussehen.»
[Der Junge aus dem Meer - Aimee Friedman; S. 275]

Erster Satz:
Das wartende Fährschiff - elfenbeinfarben und mit Ober- und Unterdeck ausgestattet - ähnelte einem Stück Torte.

Inhalt:
Die junge Miranda ist vor allem naturwissenschaftlich und mathematisch begabt. Mit Literatur, Jungs und Legenden kann sie so gut wie gar nichts anfangen, weswegen sie auch etwas skeptisch ist, dass sie die Sommerferien auf Grund des Todes ihrer ihr unbekannten Großmutter auf Selkie Island verbringen soll, um ihrer Mutter bei dem Verkauf des geerbten Hauses unter die Arme zu greifen. Bereits auf dem Fährschiff auf die kleine Insel, erzählt ihr ein Matrose Legenden über Selkie und seine Bewohner. Miranda jedoch stempelt dies als reinen Blödsinn ab - schließlich glaubt sie nichts, was man nicht auch belegen kann. Auf der Insel lernt sie dann den gut aussehenden Leo kennen, der sie in seine eigene Welt entführt und ihr zeigt, dass die Welt nicht immer logisch und erklärbar sein muss. Dabei taucht Miranda immer tiefer in die Legenden und Mythen ein, die sich um Selkie Island ranken...

Schreibstil:
Friedman hat einen sehr ausgeglichenen, schönen Schreibstil, mit welchem sie es schafft die verschiedenen Emotionen und Atmosphären sehr gut herauszuarbeiten. So fühlt man sich als Leser wirklich auf eine geheimnisvolle Insel versetzt, durchlebt jede Laune mit Miranda und verfällt dem Charme der Insel. Man merkt zwar, dass es sich bei Der Junge aus dem Meer um ein Jugendbuch handelt, jedoch schafft es Friedman ein besonderes Gleichgewicht zu finden, was das Buch auch für ältere Jugendliche noch interessant macht.

Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich zwiegespalten zurückgelassen. Ich habe es mit gemischten Gefühlen und auch eher langsam gelesen, weil ich nie das Gefühl hatte, wirklich in der Geschichte zu sein. Die sommerliche Atmosphäre, die Friedman erschafft, hat mich zwar das ganze Buch über begleitet, doch trotzdem gab es für mich einige Kriterien, die mir nicht so gut gefallen haben.

Zuerst sei gesagt, dass das Buch leider einem sehr eingängigen, altbekannten Schema folgt. Miranda kann nicht so richtig mit Jungs. Sie ist zwar wunderschön - was sie selber nicht weiß -, versteht es aber nicht, sich schön zu kleiden. Sie will alles logisch erklären können und weiß nicht so richtig, was sie eigentlich will. Für mich klingt das immer so, als könnten intelligente Mädchen nicht beides sein. Als könnten sie nicht gleichzeitig selbstbewusst und intelligent sein, vielschichtig und sich gut kleiden. Im Kontrast dazu stehen nämlich die Mädchen, die Miranda auf Selkie kennenlernt - diese sind oberflächlich, hübsch und wissen dies und lieben es, sich schön zu machen. Dabei wird oft betont, dass sie eben nur das zu können scheinen und sich für Gefühle oder zwischenmenschliches nicht interessieren. Ich muss sagen, dass mich das nach einer Zeit wirklich genervt hat. So kamen mir die Figuren teilweise sehr platt und eindimensional vor. Figuren, wie sie klischeehafter und stereotypischer eigentlich nicht sein könnten.

Jedoch - und Gott sei Dank - machen die Figuren, wenn auch nicht immer merklich, Entwicklungen durch und Miranda beginnt an sich selbst zu zweifeln und an ihrer braven, immer gehorchenden Art. Sie möchte aus dem Kreis ausbrechen, sie selbst sein und sich nicht hinter ihrem Pferdeschwanz verstecken. Dies schafft sie vor allen Dingen durch Leo, der ein sehr interessanter Charakter war. Er ist geheimnisvoll und bleibt dabei dennoch nahbar und menschlich. Nachdem Miranda mehr über die Legenden von Selkie in Erfahrung gebracht hat, findet sie einige Parallelen zu Leo, was man zwar erwartet hat, seinen Reiz jedoch trotzdem nicht verlor.

Auch die Geschichte braucht etwas Zeit bis sie in Fahrt kommt. Zwar wird der Leser von Beginn an mit den wirklich interessanten und spannenden Legenden von Selkie konfrontiert, jedoch verliert sich das irgendwie zwischen den oben genannten Tatsachen. Dennoch hat mich dieser leichte Hauch von Mythen und Legenden sehr fasziniert und in seinen Bann gezogen und ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich noch näher damit befasst hätte. Was ich allerdings erfrischend fand, war die Tatsache, dass die Autorin das Geheimnis bewahrt hat. So wird am Ende nicht klar, ob Mirandas Vermutungen um Leo wirklich wahr sind oder ob ihr ihre Fantasie lediglich einen Streich gespielt hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Leo und Miranda habe ich auch als sehr erfrischend empfunden, da sie nicht so weit hergeholt wirkt und nicht ins Kitschige abdriftet, wobei sie dennoch sehr verträumt und verzaubernd ist. Sie ist ganz leicht, wie eine Sommerbrise und auch hier ist das Ende weitesgehend offen und der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit:
Ein leichtes Sommerbuch mit einem Hauch Mythen und angedeuteten Fantasyelementen, welches womöglich eher die etwas jüngeren Leser begeistern wird. Es ist simpel, aber dennoch schön geschrieben und entführt den Leser mit kleinen Schwächen auf Selkie Island und ihre Legenden. Zusammen mit Miranda geht man auf die Suche nach der eigenen Identität und findet sie schließlich durch die erste Liebe, von der hier verträumt und leicht erzählt wird. 3,5 Sterne!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was? Keine Selkies? ><, 1. Mai 2011
Von 
Seraphina "Indigo-Girlie *-*" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
*
Es wird im Folgenden ganz genau erklärt, warum ich nur zwei Sterne vergeben habe. Diese Rezension ist v.a. mit Augenmerk auf bestimmte - mir wichtige - Inhalte ausgerichtet.

Im Nachhinein wünschte ich, daß ich vor dem Kauf ein paar Leserkritiken zu Rate gezogen oder auch nur das Presselob auf dem Rückcover beachtet hätte.
Da steht nämlich "Ein Hauch von Mysterium und fesselnde Herzensangelegenheiten"
Das mit dem HAUCH bestätige ich sofort. Mehr bekommt man hier an Mystik nicht geboten. Ich gebe mich mal gerne mit mal weniger Phantastik zufrieden, dennoch sollte sie EINDEUTIG vorhanden sein ( erst recht wenn das Buch in der Fantasy-Abteilung steht ).
Ich will nicht beim Lesen denken: Sie lässt sich im Verlauf der Handlung offenbar - entgegen ihrem vernünftigen Wesen - doch von den mystischen Geschichten in den Büchern und vom Matrosengeschwätz beeinflussen. Ihr "Zustand" bei einem Ereignis gegen Ende des Buches tut dann das Übrige.
Das ist für mich die grösste Enttäuschung an dem Buch. Das mangelnde Vorhandensein von "echten" phantastischen Elementen ( mögliches Vorhandensein nach dem Motto "Vielleicht war's ja doch keine Einbildung" reicht mir nicht ... ebensowenig die kleinen Merkwürdigkeiten, welche doch zu keiner Erklärung beitragen ).
Absolut unbefriedigend für mich als Leserin.

Die zweitgrösste beruht auf nicht erfüllten Erwartungen, bezüglich des Namens der Insel.
Die Bezeichnung "Selkie Island" auf der Inhaltsangabe am Rückcover verstand ich nämlich als Anhaltspunkt.
( Anmerkung: Selkies sind in der schottisch-irischen Mythologie Robbenmenschen, die durch An-bzw. Ablegen ihres Robbenfells zwischen tierischer und menschlicher Gestalt wechseln können. Stiehlt man das Fell eines Selkie kann dieser nicht mehr ins Meer zurück und bleibt ein Mensch )
Selkies als Fabelwesen werden hier nur ganz kurz erläutert ( der europäische Entdecker der Insel war Schotte ). Aber eigentlich geht es stattdessen um Meerwesen mit Menschenoberkörper und Fischunterleib oder Seeungeheuer. Welche hier nicht einmal vorkommen ... ausser im Seemannsgarn bzw. alten Mystik-Büchern.
Nun ja, die Geschichte spielt vor der Südostküste der USA und nicht in britischen Gewässern, wie ich ursprünglich annahm ( eben wegen dem Wort "Selkie Island" ... wobei die Insel völlig erfunden ist ). Es ist klar, daß da eher Meerjungfrauen & Co erwähnt werden ( wenn sie wenigstens auch vorkämen *grummmel* ).
Warum ich darauf so herumreite? Nun ich interessiere mich seit einiger Zeit für keltische Folklore ... und kürzlich ganz besonders für Selkies. Daher finde ich es besonders schade, daß es sie hier in diesem Buch nicht gibt ... obwohl das Wort "Selkie" selber ständig vorkommt. *seufz*

Schade, aber ich wurde in diesen zwei Punkten leider vom Titel und der Inhaltsangabe irregeführt ... bzw. habe sie missgedeutet.

Und da wären noch diverse Kleinigkeiten, wie z.B. Mirandas Möchtegern-Freundinnen. Um es kurz zu machen: Es sind snobistische High Society Zicken und alberne oberflächliche Gänse. Das wäre eigentlich ihr Problem, doch leider muß ich ständig darüber lesen, was sie so treiben. Was sich nicht gerade positiv auf meine Lesefreude auswirkte.
Selbst die "Verwandlung" von Mirandas Mutter in so eine "Erbin" erscheint mir auch ziemlich unmotiviert.
Zu guter Letzt, die Liebesgeschichte. Sehr viel Tiefe hat sie nicht gerade aufzuweisen, denn ausser Geknutsche ist da nicht viel los ( ich meine emotional gesehen nicht sexuell ). Die Verliebten sind und bleiben sich immer noch fremd.
Nun ja, es ist eben eine Sommerromanze. Da kann man nicht viel mehr erwarten.
Ich allerdings ziehe dauerhafte Gefühle, flüchtigen Liebeleien vor. Daher habe ich für solche Geschichten - auch in Romanen - nicht viel übrig. Ich weiß allerdings nicht, ob besagte love story noch irgendwann von der Autorin vertieft werden soll.

Das Ende der Geschichte bleibt offen, aber sie scheint - meiner Meinung nach - nicht auf eine Fortsetzung angewiesen zu sein. Man kann es so stehen lassen.
Es sei denn die Autorin erdenkt sich in den nächsten Sommerferien der Protagonistin ein weiteres Abenteuer.
Wobei "Abenteuer" eine Übertreibung ist, denn abenteuerlich ist die Geschichte nicht gerade. Genau genommen plätschert sie ohne Höhen und Tiefen ( bis auf den Unglücksfall ) vor sich hin. Das wäre für mich fast schon ein weiteres Manko, denn in einem Roman, welches angeblich zum Phantastik-Genre dazugehört, erwarte ich mehr als "Teeniekram". Auch das Familiengeheimnis ist mir zu wenig ( und zu unspektakulär ).
Eigentlich ist es nur - wie schon gesagt - eine Sommerromanze, gewürzt mit ein wenig mysteriösem - nicht zu verwechseln mit "mystischem" - Hintergrund ( z.B. was die Familie der Protagonistin Miranda betrifft ).
Eine ungewöhnliche love story, aber zum Fantasy-Untergenre "paranormal romance" zählt sie nicht ( denn dazu mangelt es eben am paranormalen/übersinnlichen Zeug ). "Der Junge aus dem Meer" erweist sich offensichtlich als gewöhnliche Landratte. Alles Gegenteilige entspringt - beim gegenwärtigen Stand der Dinge - den Phantastereien eines Mädchens, das gegen Ende ... halt, das sage ich nicht, weil es ein Spoiler wäre! ^^

Mal ganz nebenbei: Miranda freut sich NICHT auf einen ruhigen Sommer auf Selkie ( wie es in der Inhaltsangabe steht ), sondern ist tierisch genervt, weil sie andere Pläne hatte.
Ein weiteres Beispiel dafür, daß die Verfasser von Inhaltsangaben den Inhalt anscheinend gar nicht richtig kennen.

Ich frage mich, ob die Autorin tatsächlich eine Fortsetzung plant ... und ob diese sich als mystischer ( und emotionaler ) entpuppen würde ( was den ersten Band zur annehmbaren und ausbaufähigen Vorgeschichte machen würde ). In dem Fall würde ich meine Meinung vielleicht überdenken.

Ich schreibe jetzt nicht ( wie so viele andere Enttäuschte diverser Romane vorschlagen ), daß ich NIEMANDEM zum Kauf dieses Buches rate ( weil ich solche Aussagen einfach zu absolutistisch finde ). Ganz im Gegenteil. Der Erzählstil der Autorin ist flüssig und gut geschrieben. Wer nicht mehr als über eine ungewöhnliche Ferienliebe lesen möchte, der kommt sicherlich auf seine Kosten.
Wer allerdings eine mehr oder weniger Fantasy-lastige Geschichte erwartet, der wird hier enttäuscht. Ich wurde es leider sehr. Daher die niedrige Bewertung.
Oh, aber vielleicht mögen einige Fantasy-Leser ab und zu diese ungeklärte Ungewissheit bezüglich des Phantastischen ja?

A'propos: Wer Interesse an übersinnlichen Romanzen ... verbunden mit Meerwesen hat, dem würde ich statt "Der Junge aus dem Meer" zu "Im Zauber der Sirenen" von Tricia Rayburn raten. Da bekommt man zumindest tatsächliche Phantastik geboten.

PS:
Nur für Interessierte ->
Romane/Sachbücher zum Thema "Selkie" gibt es hier und da einige ( allerdings nur als Unterpunkt ). Viel gibt es im filmischen Bereich auch nicht ( bzw. habe ich aktuell dazu nicht gefunden ).
Sehr nett finde ich den mystischen Kinderfilm "Das Geheimnis des Seehundbabys ( OT: The Secret of Roan Inish.
Wem "Der Junge aus dem Meer" gefallen hat, dem könnte auch die ungewöhnliche Romanze "Ondine - Das Mädchen aus dem Meer" mit Colin Farell in der männlichen Hauptrolle zusagen.
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3.0 von 5 Sternen Vermeintliche Romantasy, 30. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:
Miranda und die Macht des Meeres

Miranda, Genie in Mathe und Physik, kann eigentlich so gar nichts mit der mythischen Vergangenheit der Ferieninsel Selkie anfangen. Doch dann trifft sie den Fischerjungen Leo und entdeckt, dass nicht immer alles im Leben einer logischen erklärung bedarf.

Zusammenfassung:
Als Miranda auf die Ferieninsel Selkie reist, dachte sie noch, dass ihre Mutter das Erbhaus "Der Alte Seemann" einfach schnell verkauft und dann würde es wieder zurück nach New York gehen. Doch da hatte sie nicht mit den alten Freundinnen von ihrer Mutter gerechnet. Denn ganz schnell findet sie sich in einer Gruppe von pubertierenden Mädchen, die nichts als Jungs im Kopf haben. Und von denen will sie seit ihrem Ex nichts mehr wissen. Doch als sie Leo kennenlernt, weiß sie nicht mehr, wie ihr geschieht. Sie verliebt sich in ihn, doch kann sie ihm trauen? Ist er der, für den er sich ausgibt? Und warum fühlt er sich dem Meer so vertraut?

Eigene Meinung:
Der Junge aus dem Meer ist ein Romantasybuch. Denkt man zumindest. Doch leider enttäuscht es auf dieser Linie voll und ganz. Auch, wenn ich die Protagonistin echt sympathisch finde und gerne mit ihr in Gedanken nach Selkie ging, gibt es einfach ein paar echt nervtötende Dinge an ihr. Zum Beispiel diese kleine Dreiecksgeschichte. An dem einen Tag ist Leo alles für sie, am anderen denkt sie nur noch, sie würde für den reichen Schnösel T.J. wie gemacht sein. Das war schon ein wenig belämmert, deswegen brauchte ich ein paar Anläufe, bevor ich das Buch fertig brachte.
Aber sobald Miranda T.J. vollkommen abgeschrieben hatte, muss ich sagen, konnte ich das Buch wirklich genießen. Denn im allgemeinen wird Selkie sehr schön beschrieben, Leo ist ebenfalls sympathisch und die Beziehung zwischen Miranda und ihrer Mutter ist echt toll ausgedacht.
Es gibt aber auch eine komische Ungereimtheit, finde ich. Denn Miranda wirkt auf mich, wie ein Mädchen, dass nichts von Mode und Klatsch und Tratsch hält, aber tortzdem befreundet sie sich mit den schnöseligen Ferienmädchen, was mir ein wenig banal vorkommt.
Und nun zu dem Punkt, in dem das Buch die Romantasy total zerstört. Miranda denkt das ganze Buch über an die Monster und Meermenschen von Selkie und hält teilweise auch Leo für einen. Natürlich hatte ich gehofft, dass sich das alles klärt, dass er ehrlich zu ihr ist, ihr alles anvertraut, zeigt: Hey ich bin ein Meermann. Aber nichts dergleichen. Das finde ich echt schade, denn ich hatte mich wirklich auf eine schöne Romantasylektüre gefreut.

Design:
Beim Design hingegen kann ich mich nicht beklagen. Man hat im Großen und Ganzen das Originalcover beibehalten, nur dass man die Ranken ein wenig anders gemacht hat. Auch der Schriftzug ist anders gestaltet, obwohl mir der Schriftzug des Originals besser gefällt. Dafür gefallen mir die Ranken beim deutschen Cover besser. Das soll aber jeder selbst beurteilen. Das Hardcover selber ist eine Mischung aus Weinrot und Purpur, sieht aber sehr schön aus. Auf dem Buchrücken sieht man den Titel, die Autorin und das Logo von Aufbau in silbrig. Zusammengefasst auf jeden Fall ein schönes Design.

Fazit:
Wenn ich es jetzt rein aus meiner Erwartung heraus betrachte, würde dieses Buch auf jeden Fall weniger Sterne bekommen, da es aber trotzdem mit einer sympathischen Protagonisten, einer real wirkenden Romanze und dem schön beschriebenen Inselgefühl überzeugt, kann ich mir da doch noch 3,5 Sterne (abgerundet auf 3) abmühen. Aber die Ungereimheiten und das fehlende Coming-Out von Leo kann nicht mal mehr Miranda ausbaden. Schade eigentlich.

Besuche doch unseren Blog für mehr Rezensionen ;)
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5.0 von 5 Sternen Sehr schöner Roman!, 11. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge aus dem Meer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Mädchen Miranda kommt mit einer Fähre auf die Ferieninsel Selkie. Dort findet sie neue Freunde und merkt, dass das Leben auch noch etwas anderes als Mathematik und Physik für sie bereithält. Bald merkt Miranda, dass auch ihre Mutter, eine erfolgreiche Ärztin, ein paar Geheimnisse besitzt, die mit der Vergangenheit und der Insel zu tun haben. Und neben anderen Jungs lernt sie auch den Fischerjungen Leo kennen, der ihr Herz erobert ...

Ein wirklich gutes Buch, das ich jedem Leser gerne weiterempfehlen möchte!
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Der Junge aus dem Meer: Roman
Der Junge aus dem Meer: Roman von Aimee Friedman (Gebundene Ausgabe - 23. April 2011)
EUR 14,95
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