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Kundenrezensionen

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am 15. November 2011
Dieses Buch ist schwer zu benoten. Fünf Sterne lassen sich ebenso leicht begründen wie die Vergabe von nur einem Stern.

Eine gute Voraussetzung dafür, dass einem das Buch gefällt, ist mit Sicherheit, wenn einem als geneigter Leser auch die bisher vom Autor erschienen Kurzprosa-Texte erfreuen können.

Denn auch in diesem Buch findet man die für den Autor typische Textsammlung. Diesmal verfügen die Texte aber über formale und inhaltliche Zusammenhänge. Und natürlich findet sich in diesem Buch Kunzes bekannte Sprachakrobatik bzw. Sprachverrenkung.

Was ist nun der zentrale Inhalt dieses Nicht-Romans? Die Antwort lautet: Heinz Rudolf Kunze. Und daher ist die Bewertung des Buches auch davon abhängig, wie man zu dem Autor, richtiger formuliert, zu dessen Selbstwahrnehmung steht.

Kunze teilt seine Sicht der nichtigen und wichtigen Dinge mit. Aus dem selbstdefinierten Sein des Intellektuellen heraus, natürlich ausgestattet mit der richtigen Sicht.

Der klaren Aussage unwillig, bevorzugt er das Spiel mit der Sprache als Selbstzweck.

Überraschende Gedanken oder Erkenntnisse darf man nicht erwarten. Der Rezensent Thofrock hat in seiner Besprechung bezüglich der enthaltenen Gedankentiefe durchaus repräsentative Passagen aufgeführt. Daher verzichte ich an dieser Stelle auf das hinzufügen weiterer Zitate. Jedoch gibt das Buch dem Leser die Möglichkeit, das wohlige Gefühl mit dem Autor zu teilen, über die richtige Sicht der Dinge zu verfügen.

Die Schwierigkeit der Benotung begegne ich mit der salomonischen Vergabe von 3 Sternen.
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am 2. September 2011
Insofern verspricht Heinz Rudolf Kunze mit seinem ersten Werk in literarischem Großfomat nicht zu viel. Dem aufbau-Verlag ist zu Gute zu halten, dass man hier einem Wortakrobaten wirklich freien Lauf gelassen hat. Man spürt beim Lesen förmlich, wie die Gedanken nur so aus des Künstlers Kopf hervorgesprungen sind. Herausgekommen sind viele Sätze, die sich in sich immer wieder drehen und zurückbewegen, um dann doch nach vorne zu stürmen bis zur nächsten Einkehr. So etwas kannte man bisher nur von Thomas Bernhard.

In sich geschlossen ist die Handlung allerdings nicht, so dass sich einem unvorbereiteten Leser auch nicht sofort die komplexe Gedankenwelt HRKs erschließt, der man anmerkt, wie sehr Kunze während seines Philosophie-Studiums von Baruch Spinoza gelernt hat. In der Welt dieses Buches - besser noch: in seinem Universum - kommen Horst Lichter und Erika Berger ebenso vor wie Alice Schwarzer (Kunze nennt sie "Die einzige Hexe, die nicht rehabilitiert zu werden braucht."), Uli Hoenes und viele, viele Musiker.

Man kann dem Autor zudem nicht absprechen, dass er aus seinem Philosophie- und Gemanistikstudium auf Lehramt, sowie seiner bisherigen und höchst erfolgreichen Texterei für Musikalben und Musicals, eine gewisse Affinität für das analytisch Belehrende entwickelt hat. Sogar vor eigenen Sätzen macht er im Buch nicht halt und zeprflückt diese immer wieder in ihre Einzelteile.

"Vor Gebrauch schütteln" ist kein wirklich unterhaltsames Buch, aber eines, das sich Literaturfreunde für stille Winterabende am offenen Kamin vormerken sollten. Bei Nichtgefallen bietet sich dort zudem auch noch eine andere Verwendung für das Werk.
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am 26. Februar 2013
Warum sich der Verlag mit dem Aufdruck "Kein Roman" für das Werk geradezu entschuldigt, weiß ich nicht. "Kein Roman" - das ist doch super! Wer will denn noch Romane? Die Texte und Reflexionen zur Zeit und zur eigenen Befindlichkeit, die uns Kunze da in leicht verdaulichen Häppchen serviert, sind die ideale Lektüre, nicht nur für zwischendurch. Man mag aufschlagen, wo man will, irgendetwas wird man immer finden, das einen berührt und uns Person und Zeitgeschichte näher bringt. Denn der Autor hat viel erlebt und viel zu sagen.
Warum also nur 3 Sterne? Viel zu sagen zu haben, heißt nicht, alles sagen zu können. Kein gnädiger Lektor erspart uns langweilige Träume und Tagträume nebst Schwurbeleien, die einfach nicht gedruckt gehören. Warum belästigt Kunze den hilflosen Käufer mit solchem Quark, wo z.B. "stumme Debatten" auch noch "moderiert" werden, z.B. und zwar ausdrücklich von "Engeln", und keiner wissen kann, was das wohl bedeuten soll.
So schwankt das Niveau doch sehr stark zwischen geistreich Erhellendem wie z.B. der Frage, ob wohl jemals ein Mensch das Entstehen eines Maulwurfhügels beobachtet haben mag, und Allerweltsottisen der Art, dass jeder sich "um seinen eigenen Dreck" kümmern möge - was um so peinlicher ist, weil Kunze sich daran ja nicht mal selber hielt (siehe den Fall von Christian Wulff).
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am 8. September 2011
Wie soll man dieses Buch in wenigen Sätzen beschreiben? Für die, die HRK nicht, oder nur als Musiker kennen, wäre mir solch ein Vorhaben zu schwer.
Für den Kunze-Kenner, der bereits den einen oder anderen seiner zahlreichen Textbänden kennt, literarische Formate von ihm besucht hat, oder sich auch nur an Sprechtexte aus seinen Konzerten erinnert, scheint es möglich.

Es gibt am Anfang von KunzeŽs Karriere auf dem ersten Livealbum dieses wunderbare Stück "Zeitbombe", das mit minimalistischer musikalischer Untermahlung eine Abfolge von Sprechversen zusammenhält.
Etwa so beginnt dieses Buch. Dabei bleibt es aber natürlich nicht. Die meist für sich abgeschlossenen Absätze, die nur scheinbar zunächst unstrukturiert wirken, nehmen an Zeilenanzahl und Sprachgewalt zu. Und sie verwandeln sich zunehmend in Texte, wie sie auch in früheren Büchern des Autors zu finden waren. Dort nur eben wirklich unstrukturiert.
In "Vor Gebrauch schütteln" kann man bei intensiverer Beschäftigung zahlreiche Zusammenhänge herstellen. Absätze, die thematisch sortiert auftreten, Absätze, die sich auf vorangegangene beziehen, Absätze, die sich ins Gesamtbild wie Puzzelteile einfügen.

Für mich bewegt sich das Buch zwischen den Grenzpolen "Der Stimmenimitator" von Thomas Bernhard (eine für Bernhard eher untypische Sammlung von kurzen Texten), "Paare, Passanten" von Botho Strauß (eine ähnlich aufgebaute Sammlung von Beobachtungen, die scheinbar zusammenhanglos sind) und eben ganz viel Kunze. Und der nimmt, wie gewohnt, kein Blatt vor den Mund. Der Streifzug seines Alten Egos Trubschacher macht eigentlich vor gar nichts halt, wenngleich Bereiche wie Musikgeschichte, Fernsehen oder Beziehungen schon Schwerpunkte setzen.

Abschließend ein paar wahllose Passagen:

Sah heute in Leipzig zunächst ein Schild: Bestattungen, Lunkenbein. Und wenig später einen Leichenwagen mit der großen knallgelben Aufschrift Lebensraum. Vielleicht wäre Leipzig ein guter Ort zum Sterben.

Dies ist meine ährlichste Platte. (Howard Carpendale)

Fußballreporter-Anatomie: Der Oberarm gehört zur Hand.

Essen ist nichts für jeden. Essen dürfen nur noch die Fernsehköche, wenn sie im Fernsehen das Essen von anderen Fernsehköchen probieren...

Vermutlich entstammen tatsächlich alle Begriffe des modernen Kapitalismus dem militärischen Bereich. Die Zielgruppe wurde jedenfalls im Bombenkrieg erfunden.

Kein Buch zum mal eben durchlesen. Aber eine schier unerschöpfliche und unberechenbare Sammlung feinsinnigster Beobachtungen. Und ein Multifunktionspuzzle, das sich ständig neu zusammensetzen läßt.
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Für Heinz Rudolf Kunze ist das Jahr 2011, kein Jahr wie jedes andere. Sein 30jähriges Bühnenjubiläum feierte der Musiker im Frühjahr mit einem neuen Album und einer Tournee. Neben seiner Musik schreibt Kunze seit Jahren auch Texte und Gedichte, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ein großer Verlag auf Kunze aufmerksam wird. Jetzt ist im Aufbau-Verlag sein Buch VOR GEBRAUCH SCHÜTTELN erschienen, dass er im Herbst auf einer großen Lesereise präsentieren wird.

Das Heinz Rudolf Kunze mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält und oft als unbequem gilt, ist bekannt. Diese Attribute passen in vollem Umfang auf sein literarisches Werk zu. Der Buchumschlag verrät schon, dass es sich nicht um einen Roman handelt. Im Gegenteil. Auf gut 250 Seiten lässt der auf Philosophie und Germanistik studierte Kunze seinen Gedanken freien Lauf. Herausgekommen sind kurze bis mittlere Statements zu allem, was seinen Geist bewegt. Oft verpackt in Aussagen seines Alter Ego Trubschacher. Wie man es auch von seinen Texten kennt, nimmt Heinz Rudolf Kunze kein Blatt vor den Mund. Dieter Bohlen, Horst Lichter, Peter Maffay, Alice Schwarzer, alle bekommen ihr Fett (positiv wie negativ) weg. Das ist an vielen Stellen amüsant und lesenswert, doch dann gibt es wieder Passagen, bei denen man sich fragt, was der Dichter damit sagen wollte. Ich denke, dass ist auch genau die Absicht des Autors gewesen, setzt er sich doch auch musikalisch gerne von der durchschnittlichen Massenware ab.

Fazit: VOR GEBRAUCH SCHÜTTELN ist trotz des überschaubaren Umfangs kein Werk, dass man 'mal eben nebenbei' lesen kann. Vielmehr muss man sich mit den Texten auseinandersetzen, auch wenn es oft mühsam ist, Kunzes Gedanken zu folgen.
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am 12. März 2012
Achtung Achtung hier spricht Oberlehrer Kunze. Der Neuerfinder der Worthülse meldet sich hier wieder zu Wort und schwadroniert wie Hinz und Kunz seelig. Nicht mal der, der nix zu tun hat und zuviel Geld hat wird an diesem Buch Freude haben. Bei mir liegt das Werk auf dem Klo und die ersten 20 Seiten habe ich schon umweltverträglich entsorgt.
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am 2. April 2012
Nein, Kunze ist kein Nazi. Er ist nur angepisst von all den Untermenschen um ihn rum, die keine Manieren haben (pfuibäh),
einen anderen Musikgeschmack (läßliche Sünde) und nicht mit
Gänsefüßchen umgehen können (dafür gibt es sofort die
satirische Hinrichtung [Matt Ruff]). (Der kulturelle
Untergang Deutschlands begann mit Hitler, was noch übrig
blieb, haben KohlKirch ausgelöscht.) Und nun schreibt er
dagegen an, er zürnt, er rageguyt. Fffuuu!
Warnung von HR an HRK: Ich kenne das Gefühl soooo gut.
Aber wenn Deiner Einer nicht höllisch aufpaßt
(wer sagte nochmal, daß HRK schon immer wie ein
JU-Vorsitzender aussah? :-), kommen dir peu a peu die
Gänsefüßchen abhanden. Und dann sind wir geschiedene Leute.

Wie sieht es literarisch aus? Naja, jeder kann sich ein paar
Best-Of-Formulations rauspicken, wie einer meiner
Vorrezensenten es tat. Bevorzuge aber dahingehend Lichtenberg
und Tucholsky und was weiß ich.

Empfohlene Scheibe zur Rezension:
"It's getting dangerous" von Thin Lizzy, Auszug:

The man is a winner for the first time in his life
He looks a little thinner but he says "hey that doesn't matter"
But if you look closely
You'll see a cold smug self-satisfactory smile behind his evil eyes

And now that he has won it doesn't matter how or which way it was done
Now that he's in control, revenge is in his heart and soul
The power is at his fingertips, vengeance is on his lips
But the power he fought to control now has got him in it's grips

I remember him when we were friends, when we were young, way back then
I recall it all when we were small how he tried his best to warn us all
He said: Watch out for the danger
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am 16. September 2011
Jetzt stopfe ich schon seit 30 Jahren Schokoladenherzen in die Automaten.(Zitat aus dem Song "Der schwere Mut") Und heraus kam dabei nichts. Ein grandioser Erfolg über die Gesetze des Kapitalismus.
Heinz-Rudolf Kunze war nie ein bequemer Songwriter. Er geht manchmal auf den Nerv, trifft ihn aber auch.Und das seit 30 Jahren.
Der Titel des Buches "Vor Gebrauch Schütteln" scheint an den Leser gerichtet. Denn wer sich nicht vor dem Gebrauch des Buches schüttelt, tut es vielleicht hinterher.Es ist keine leichte Kost was Kunze hier bietet, es ist Kunst.Manchmal schwer zu lesen, aber immer auch unterhaltsam.
Dieses Buch ist für Fans ein absolutes Muß. Ansonsten nur für Wortakrobaten und deren Bewunderer zu empfehlen.
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