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am 20. Mai 2016
Für dieses Buch habe ich mich entschieden, da ich sehen wollte ob man unserem rumänischen Havaneser-Mischling Watson neben dem rumänischen Volkstanz Bartok, auch einen lateinamerikanischen Tango beibringen kann. Leider musste ich feststellen, dass man unseren zierlichen Migrationshund keineswegs mit einem Uruguayischen Hirtenhund vergleichen kann, um den es sich in „Tango für einen Hund“ von Sabrina Janesch handelt.

Handlung

Ernesto Schmitt ist ein siebzehnjähriger Junge aus dem fiktiven Ort Semmenbüttel, dessen Plan es ist als erfolgreicher Regisseur Hollywood unsicher zu machen. Der erste Schritt dazu wurde auch erfolgreich absolviert, er erhält die Möglichkeit einen Bewerbungsfilm mit dem Titel „Über Land“ bei der Filmakademie einzureichen. Das richtige Land hat er sich auch schon dafür ausgesucht: Argentinien! Das Land in das die Familie seines Vaters vor ca. einhundert Jahren ausgewandert ist. Der Name Ernesto kommt auch nicht von ungefähr sondern bezieht sich auf den südamerikanischen Helden Che Guevara. Nur blöd, dass ihn ein Gericht zu zweihundert Stunden Sozialdienst verdonnert hat und er nun keine Möglichkeit hat nach Argentinien zu reisen. Heldenhaft hat er die Schuld von seiner geliebten Frida genommen und den Brand der Mühle auf seine Kappe genommen. Dabei hatte Frida beim Knutschen mit Jens, eine Mehlexplosion mit einem brennenden Joint ausgelöst. Statt Argentinien muss diesen Sommer die Lüneburger Heide herhalten samt dem greisen Sklaventreiber Texas Joe.
Dann kommt auch noch Onkel Alfonso aus Argentinien überraschend zu Besuch nach Deutschland. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Bad Diepenhövel durch die Pampa der Lüneburger Heide gemacht um Alfonsos Hund Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein Uruguayischer Hirtenhund, bei einer Hundeaustellung antreten zu lassen.

Meinung

Anfangs ist es mir etwas schwergefallen in die Geschichte reinzukommen. Auf den ersten Seiten wurden relativ viele plattdeutsche Dialoge verwendet, welche meinen Lesefluss zu Beginn störten. Plattdeutsch kommt zwar bis zum Ende des Buches immer wieder mal vor, aber ich habe es danach nicht mehr als störend empfunden. Ob ich in der kurzen Zeit Plattdeutsch gelernt habe, oder ob die verwendeten Wörter einfacher wurden, kann ich leider nicht sagen.
Das Buch selbst würde ich als leichte Unterhaltung für Zwischendurch einstufen. Im Roadmovie-Erzählstil wurde aus der Sicht Ernestos die Reise mit seinem Onkel Alfonso und dessen uruguayischen Hirtenhund Astor zur Hundeaustellung in Bad Diepenhövel beschrieben. Auf deren Weg lassen der pubertäre Ernesto und sein exzentrischer Onkel kein Fettnäpfchen aus. Die Reise selbst wird eher als Flucht bzw. Odyssee dargestellt, da Ernesto eigentlich seine zweihundert Stunden Sozialdienst ableisten müsste und die Semmenbütteler Behörde, in Person von Hans-Peter Kramer, ihm auf den Fersen ist.
Die Figuren in diesem Buch sind Sabrina Janesch sympathisch und gut gelungen. Ernesto ein siebzehnjähriger Teenager, der in dem Buch mit seinen Gefühlen zu seinem Heimatland und zu seiner unerwiderten Liebe zu Frida kämpft. Einerseits fühlt er sich wie der Größte, andererseits ist er noch wie ein kleines Kind und fürchtet sich vor nächtlichen Besuchen der in der Gegend gefundenen Moorleichen. Es war schön zu lesen, wie Ernesto im Verlaufe der Reise, selbständiger und selbstbewusster wurde. Sein Onkel Alfonso hat ihm die argentinische Gauchoart nähergebracht und ihm in kurzer Zeit einen Weg aus seiner tristen Lüneburger Perspektivlosigkeit gezeigt. Wen der Sprachgebrauch von pubertären Teenagern nicht stört, ist herzlich eingeladen das Buch zu lesen. Wer mit Kraftausdrücken seine Probleme hat, dem würde ich eher von diesem Buch abraten.

Lieben Gruß
Canis Librum
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„Bin zwar kein Krimineller, aber Gehirnamputierter. Und wer hat's mir amputiert? Frida“

Damit lässt sich die Lage des 17-jähigen Ernesto ganz gut kommentieren. Aus Liebe ist er unschuldig wegen Brandstiftung verurteilt worden und muss jetzt 200 Sozialstunden ableisten. Aus der Traum erst einmal zu verreisen, weil ihn das platte Land irgendwo in Niedersachsen und ganz besonders in dem langweiligen Kaff namens Semmenbüttel so was von ankotzt. Aus der Traum auf der Reise einen genialen Videoclip für die nächste Bewerberrunde an der Filmhochschule zu drehen. Während er sich hier als Gärtner abmüht sind seine Eltern natürlich auch noch im Urlaub in Marokko. Plötzlich steht Onkel Alfonso aus Argentinien, der eigentlich zu seinem Vater wollte, vor der Tür. Ernesto kann sich nur entfernt an die argentinische Verwandtschaft erinnern. Alfonso hat auch tierische Begleitung mit dabei, Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein furchteinflößender Rassehund mit einem Herz aus Karamell. Ernesto ist bei der Verschiffung des Uruguayischen Hirtenhundes, kurz bevor er in Rente ging, ein Fehler unterlaufen und deshalb will er Astor jetzt unbedingt auf die Hundeausstellung nach Bad Diepenhövel schaffen. Eine Mission, bei dem ihm Ernesto helfen soll. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine Odyssee.

Sabrina Janesch hat einen ganz besonderen Erzählstil und auf den ersten Seiten hatte ich Probleme dem zu folgen. Das hat sich aber schnell gelegt, vielleicht war es auch der Anfangsbetrachtung der Umgebung geschuldet, und dann liest sich der Roman locker, leicht. Erzählt wird in der Ich Perspektive aus Ernestos Sicht, was einen nah an seinem Gefühlsleben dran sein lässt. Ich konnte viel schmunzeln, ab und an war mir sein schnodderiger Teenieton aber auch schon fast an der Grenze. Gut gefallen hat mir, dass sich einzelne Charakter in Platt oder auch mit spanischen Einsprenkseln zu Wort melden, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich alles so wirklich richtig übersetzt habe.

Die Geschichte ist für mich ein Stück Reifungsprozess eines Jugendlichen. Ernesto erlangt auf der Reise Selbstbewusstsein, hält immer wieder ein um Nachzudenken, und bekommt einen etwas anderen Blick auf sein Leben. Auf der Reise treffen sie auf viele interessante, teilweise skurrile Persönlichkeiten, die ich gerne etwas näher kennen gelernt hätte, da wären mir weniger und dafür intensiver vielleicht lieber gewesen. Toll wird die Landschaft beschrieben und ich konnte mir die Umgebung immer gut vorstellen. Nicht besonders viel konnte ich mit den Parallelen zu Filmen, die gezogen werden, anfangen. Aber klar Ernesto will Regisseur werden und dafür, dass ich so gut wie keine Filme schaue, kann er nichts.

Die Charaktere sind interessant dargestellt. Ernesto ist ein enttäuschter, auch etwas perspektivloser Jugendlicher. Nicht mit allen seinen Sprüchen war ich so ganz glücklich, trotzdem war er mir sympathisch und vor allem ist er lernfähig. Alfonso, der etwas kauzige Onkel, hat ganz besondere Lebensweisheiten auf Lager und ist cleverer als man auf den ersten Blick vermutet. Auch die Nebendarsteller sind liebevoll, originell ausgewählt und witzig gezeichnet, z.B. der Vater, der meint, auf dem Sofa rumliegen, Filme machen, sei kein vollwertiges Lebenskonzept und dabei sein Krokodil im Schrank als Heiligtum betrachtet, oder auch Texas Joe, der plattdeutsche Gärtner, der sich vielleicht besser nicht zu seiner Liebe geschlichen hätte. Ich hätte mir aufgrund der Beschreibung erhofft, dass Hirtenhund Astor eine etwas größere Rolle einnehmen würde.

Alles in allem ein Roman, der mit einigen Szenen, die nachdenklich machen, ganz nett unterhält und einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt.
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am 28. April 2016
Die Lüneburger Heide! Meine Heimat! Mitten im Nichts und unendliche Weiten...
In Kombination mit Argentinien???
Das Buch musste ich lesen!
Zunächst wird man bei "Tango für einen Hund" erstmal in das kalte Wasser der Nordsee, ähhh der Geschichte geworfen. Man hat das Gefühl durch ein Mikroskop auf die Welt des Erzählers zu blicken, ohne dass man zunächst erkennt worum es geht oder wo man sich befindet.
Erst nach einigen Seiten hatte ich den Eindruck so langsam zu wissen worum es geht und wer mir diese Geschichte erzählt.
Wir tauchen ein in die Welt von Ernesto Schmitt. Schon der Name ist den ersten Schmunzler wert, denn in dieser Kombination habe ich ihn noch nie gehört. Und so ungewöhnlich wie sein Name, ist auch das Leben von Ernesto. Er weiß von Verwandten in Argentinien, kann sich aber kaum an sie erinnern.
Bis sein Onkel Alfonso unerwartet vor der Tür steht und ihn in ein wildes Abenteuer quer durch die Heide zieht.
Was den beiden so alles geschieht, kann man in dem kurzweiligen Buch von Sabrina Janesch nachlesen.

Das Buch bietet eine nette Unterhaltung für Zwischendurch und ist eine kurzweilige Unterhaltung. Auf 303 Seiten ist die Geschichte trotz ein paar tiefgründigeren Ansätzen aber auch ausreichend erzählt.
Ein bisschen erinnert das Buch an die Perspektivlosigkeit der heutigen Jugend ohne dabei zu aufdringlich darauf hinzuweisen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einem Unterhaltungsroman, der eins tun soll: unterhalten.

Und das tut er. Mehr nicht und das reicht auch so!
Wenn es möglich wär, würde ich 3,5 Sterne geben.
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TOP 500 REZENSENTam 22. September 2014
So der 17jährige Ernesto, Sproß gestandener Kommunisten mit starker Argentinien-Affinität, selbstverständlich benannt nach dem guten, alten Che und wohnhaft ausgerechnet in der tiefsten niedersächsischen Provinz, wo nichts, aber auch gar nichts los ist, über sein eigenes Schicksal. Zur permanenten Langeweile kommt nämlich noch ein Haufen von Sozialstunden hinzu, der er sich beim Verteidigen seines - selbstverständlich unerreichbaren Schwarms, einer gleichaltrigen Schönheit namens - wie könnte es anders sein - Frida, eingehandelt hat.

Und dann steht auf einmal Alfonso, sein Onkel aus Argentinien, zusammen mit Astor, einem Riesenhund und Vertreter einer aussterbenden Rasse vor der Tür, der danach verlangt, ihn und Astor zu einer 300 km entfernten Rassehundeausstellung zu bringen - und das, wo die Eltern gerade in Marokko weilen. Kann es überhaupt noch schlimmer kommen?

Ehe er sich versieht, taucht er in eine nie dagewesene Welt ein, neue Universen offenbaren sich ihm und das ausgerechnet mithilfe vom - aus seiner Sicht steinalten - Alfonso. Eine wilde Jagd, eine verwegene Odyssee nimmt ihren Lauf.

Sabrina Janesch fährt hier auf genialste Weise Aberwitziges auf, zieht hier alle Register. Nicht nur mit Sprachen spielt die Autorin, nein, auch mit Realitäten, taucht sowohl in regionale Elemente als auch in die Welt der lateinamerikanischen Literatur ein, spinxt mal dem Regisseur Emir Kusturica über die Schulter, der ähnlich verwegen Road-Szenarien, aber eben als Road-Movies und nicht wie hier als Road-Movies realisiert hat. "Tschick" bleibt aus meiner Sicht ganz schön blass gegen diesen wilden Tango, Hund inklusive. Denn trotz aller Einflüsse, die man als Leser so zu erkennen vermeint, schafft Sabrina Janesch doch etwas ganz Eigenes, ganz Charakteristisches, ja fast eine neue Literaturform, die definitiv nicht von dieser Welt ist. Ein Buch, das gute Laune macht, dass man mit einem wohligen Gefühl, allerdings gepaart mit leisem Bedauern, dass es nun schon ausgelesen ist, aus der Hand legt.

Sabrina Janesch - diese Autorin gilt es, im Auge zu behalten - ich denke, von ihr werden wir noch Großes lesen. Und wenn nicht, dann zumindest ausgesprochen Unterhaltsames!
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am 16. Oktober 2014
Sein Vorname ist das Aufregendste im Leben des 17jährigen Ernesto Schmitt.

Seine Eltern waren einst politisch engagierte Freigeister, jetzt sind es nur noch Spießer.

Er lebt auf dem platten Land irgendwo in Niedersachsen in einem langweiligen Kaff namens Semmenbüttel und leistet Sozialstunden ab, indem er das große Grundstück eines Altenheims pflegt.

Mit der Liebe klappt es auch nicht so richtig, denn seine Angeschwärmte Frida ist nun mit dem Klassenschönling zusammen. Ernestos Traum von einer Karriere als Filmemacher liegt in weiter Ferne, jetzt ist erstmal einen Sommer lang Langeweile angesagt.

Da kommt Ernestos Onkel Alfonso aus Argentinien gerade recht. Der kauzige Alte mit den etwas anderen „Lebensweisheiten“ steht irgendwann plötzlich vor Ernestos Haustür und hat zudem noch einen riesigen unerzogenen Hirtenhund im Schlepptau. Und der will aus bestimmten Gründen unbedingt auf die Hundeaustellung nach Bad Diepenhövel. Mit einem alten rostigen Fiat macht sich das merkwürdige Trio auf den Weg durch die Lüneburger Heide.

Mit hat diese leise aber witzige Mischung aus Roadtrip-Story und Coming-of-Age Geschichte mit Happy End sehr gut gefallen. Es hat mich selbst an den ersten Urlaub im ersten Auto erinnert ( bei mir war es eine Ente ) - wo schiefgegangen ist, was schiefgehen kann. Aber am Ende hat es sich gelohnt, denn man wächst an Begegnungen und Erlebnissen.

Alfonso eröffnet dem jungen trotzigen Ernesto neue Sichtweisen auf das Leben. Ein Leben, das noch vor ihm liegt. Die weite Welt ist überall, auch in der Lüneburger Heide.
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Ernesto Schmitt hasst seine Heimat, das platte norddeutsche Land, in dem nie etwas los ist. Deshalb will er auch so schnell wie möglich weg von hier. Aber leider gab es ein Missverständnis, was für Ernesto bedeutet, dass er zwei Schneidezähne und die Frau seiner Träume verloren hat, und für einen Brand verantwortlich gemacht wurde. Nun muss er also Sozialstunden ableisten und wird von der Polizei überwacht.
Wenigstens hat Ernesto gerade sturmfreie Bude hätte, weil seine Eltern unterwegs sind. Allerdings ist das Glück von kurzer Dauer, denn sein Onkel aus Argentinien steht plötzlich vor der Tür, in Begleitung eines riesigen Hundes, der auf einer Hundeschau ausgestellt werden soll. Irgendwo in einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide.
Und Ernesto soll die beiden dorthin bringen. Dass Ernesto keinen Führerschein hat und die Stadt nicht verlassen darf, interessiert Onkel Alfonso herzlich wenig.
Zu dritt geht es also los nach Bad Diepenhövel, was zu einem ganz besonderen Road-Movie wird.

Diese Geschichte hat mir viel Spaß bereitet. Zwei urige Charaktere, ein charaktervoller Hund (der mir im Buch etwas zu kurz kam) und eine schöne, urwüchsige Landschaft. Lediglich der schnodderige Jugendlichenton, in dem die Geschichte aus der Sicht Ernestos geschrieben ist, war hart an der Grenze zum Nervigen.
Es gibt urkomische Szenen im Buch, aber auch nachdenkliche Stellen. Onkel Alfonso ist klüger, als er zunächst wirkt, Ernesto ist lernfähiger, als man es im zu Beginn des Buches zutraut, und der Rassehund hat ein Herz aus Karamell. Das macht die Geschichte lesenswert.
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am 8. Oktober 2014
Der Roman ”Tango für einen Hund” von der Autorin Sabrina Janesch erzählt die Geschichte des jungen Ernesto Schmitt, der gerade vom Jugendgericht zu Sozialstunden verdonnert wurde und diese nun beginnt abzuleisten. Doch bereits nach einem Tag kommt alles anders als geplant. Denn vor seiner Haustür (die Eltern sind verreist) steht unerwartet sein Onkel Alfonso aus Argentinien, und mit ihm Astor Garcilaso de la Luz y Parra, ein Ernesto zunächst furchteinflößender uruguayischer Hirtenhund (=Höllenhund). Zu Dritt begeben sich die durchaus liebenswerten Charaktere auf eine Reise, die sie quer durch Niedersachsen führt.

Die Autorin versteht es uns Leser zu amüsieren und mitzunehmen auf eine Reise,während dieser der junge Ernesto reifen wird. Sie beginnt in einem rasanten Erzähltempo, das sie variiert, um eben diesen Prozess der Reife zu zeigen. Ihre Sprache gefällt mir ausnehmend gut, auch dass ein wenig Plattdeutsch und später auch Spanisch mit einfließt. Ein köstliches Buch, das ich gerne weiter empfehle, denn ich habe es durchgehend mit Vergnügen gelesen, ich vergebe ihm 5 Sterne.
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am 18. Juli 2014
Tango für einen Hund ist eine wunderbare Geschichte, ich konnte das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen. Die Stimme, die die Autorin dem Ich-Erzähler Ernesto Schmitt gegeben hat, ist einzigartig. Voller Drang, Bewegung und Witz. So sind die kleinen und großen Dinge, die auf diesem Roadtrip geschehen gleichzeitig besonders, aber immer auch eine Erinnerung daran, wie es war jung zu sein. Mit all dem Lärm, den Fragen und der Hoffnung. Niemals kitschig sondern voll von klugen Gedanken, wie sie nur ein Teenager haben kann, der mit seinem Onkel aus Argentinien auf der Flucht ist. Durch die Lüneburger Heide, in einem Kleinwagen, mit einem riesigen Hund auf dem Rücksitz. Das Ziel immer vor Augen, das mit jedem Kilometer weiter wegzurücken scheint...
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TOP 1000 REZENSENTam 19. September 2014
== Leseeindrücke: ==

Nach Sabrina Janeschs Debüt-Roman "Katzenberge" und dem zweiten Roman"Ambra" erschien gerade der Autoeins drittes Buch "Tango für den Hund"

Die Protagonisten dieser Lektüre sind der siebzehnjährige Ernesto Schmitt, der gemeinsam mit seinem argentinischer Onkel Alfonso und dessen furchteinflößenden und preisgekrönten Rassehund Astor Garcias de la Luz y Parra auf eine unternehmungslustige Reise durch die Lüneburger Heide geht. Sie sind auf der Flucht vor der Vergangenheit und vor dem Mann im schwarzen Trenchcoat. Das Buch wird von der Autorin auch als "Rasantes Roadmovie mit Riesenköter" beschrieben. Treffender kann man diesen Roman kaum bezeichnen! Die Handlung lesen wir aus der Ich-Perspektive des Ernesto. Der spricht in einer jugendlichen Umgangssprache, wie ihm eben der Schnabel gewachsen ist. Den jugendlichen Ernesto-Jargon finde ich einerseits ganz witzig, andererseits wirkt es teilweise schon ein wenig flappsig - aber genau eben dieses Flappsige macht den Witz der Handlung auch aus. Der Ablauf der Geschichte spielt sich innerhalb von wenigen Tagen ab: Von der Ankunft des Onkels bis zu dem Ziel, das sie erreichen wollen: Die Hundeausstellung in Bad Diepenhövel, zu dem der auto- und führerscheinlose Ernesto den Onkel samt Astor hinchauffieren soll. Ein altes mehr oder weniger fahrtüchtiges Fahrzeug ist schnell organisiert und so tuckeln sie fliehend mit ihrer orangefarbenen "Möhre" durch die Lüneburger Heide. Eigentlich nämlich sollte Ernesto gar nicht im Auto sitzen, sondern Sozialstunden ableisten und so sind ihm auch noch die Cops auf den Fersen.
Auf unsere reiselustigen Protagonisten warten so viele Hürden, dass man irgendwie immer das Gefühl hat, dass sie ihr Ziel nie erreichen werden. Ob sie es tatsächlich erreichen, das verrate ich euch natürlich nicht, denn das soll ja spannend bleiben.

Mir gefallen auch die unterschiedlichen "Sprachen"; Mal Dialekt in Platt, mal südamerik. Spanisch in die deutsche Sprache mit eingeflochten, mal eben der Jugendjargon... Die Abenteuer, die die beiden erleben sind so plastisch und bildlich beschrieben, dass man manches Mal glaubt, einen Film vor Augen laufen zu haben. Irgendwie wäre dieser witzige Roman sogar tatsächlich eine Verfilmung wert. Während dieser unglaublichen Reise, die die Figuren irgendwie statt näher an ihr Ziel, scheinbar immer weiter weg davon bringt….

Insgesamt habe ich mich köstlich amüsiert und bestens unterhalten gefühlt und das Buch mit insgesamt 45 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapiteln verteilt auf 301 Seiten fast in einem Rutsch gelesen. Im übrigen gefallen mir sehr gut die angenehm kurzen Kapitel, die gut leserliche Großschrift und das im Buch eingebundene Lesezeichen.

Ich kann diese Unterhaltungslektüre vollstes empfehlen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

©esposa1969
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am 22. April 2015
Was für ein Klasse-Buch! Eine herrlich schräges Roadmovie über einen unglücklich verliebten 17-Jährigen, der notgedrungen mit seinem verrückt-sympathischen Onkel aus Argentinien und einem riesigen Hund quer durch die Lüneburger Heide flüchtet. Witzige Dialoge, tolle Sprache und perfekter norddeutscher Humor - ich bin schwer begeistert! Sicherlich ein toller Jugendroman, aber auch wirklich super für Erwachsene, die sich herrlich amüsieren wollen (nur zur Info: ich bin jenseits der 40, und hab ne Menge Spaß gehabt).
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