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5.0 von 5 Sternen Sensibles Portrait
Ich habe die teilweise krassen und ziemlich platt-beleidigenden Kritiken hier gelesen. Es kommt mir vor, als hätte ich ein anderes Buch gelesen. "Der letzte Kommunist" ist ein sensibles Portrait der Achtziger, exemplarisch dargelegt am Beispiel dreier Schicksale. Für die Menschen heute wird es schwer nachvollziehen sein, wie sich die Achtziger anfühlten,...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2009 von Jan Helten

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das schwule Berlin in den 80 zigern...
Der Titel lässt es kaum vermuten ... Jedoch der Lebenweg des Jung-Schwulen Ronald Schernikau (Autor der comingout-Geschichte "kleinstatdtnovelle"Kleinstadtnovelle) ist ein treffendes Zeit- und Sittengemälde der 80 ziger Jahre des Biotop Berlin. Zwischen alternativen Schwulenprojekten (wie das Schwuz), Tunten-Esemble (wie Ladies Neid), Bars und Tanzschuppen, wie...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von Roland Hornung


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensibles Portrait, 6. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Ich habe die teilweise krassen und ziemlich platt-beleidigenden Kritiken hier gelesen. Es kommt mir vor, als hätte ich ein anderes Buch gelesen. "Der letzte Kommunist" ist ein sensibles Portrait der Achtziger, exemplarisch dargelegt am Beispiel dreier Schicksale. Für die Menschen heute wird es schwer nachvollziehen sein, wie sich die Achtziger anfühlten, als die Diagnose HIV ein sicheres Todesurteil darstellte. Das Szenario der Bedrohung wird ohne Pathos in Szene gesetzt. Die Beschreibungen des Nachtlebens sind treffend. Die Darstellung, wieso Schernikau letztlich am Leben scheiterte, ist Frings ausgezeichnet gelungen. Es ist gut, dass sich Frings von der Diktatur der bierernsten literarischen Biederkeit des deutschen Literaturbetriebes abhebt. Gut gemacht!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die 80er Jahre in Berlin, 25. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Als erstes kommt die persönliche Moral: Der Sinn von Toleranz erschließt sich nicht im Moment sondern im Zusammenhang.
Die Biografie ist ein persönlicher Blick auf die Person Schernikau und dessen Werk. In einer lockeren, gut zu lesenden Schreibweise gibt der Autor Einblicke in das Lebensgefühl der schwulen Szene in den 80ern. Ein Bezug von Leben und Werk Schernikaus wird durch einzelne Frequenzen des Lebens von dem Schriftsteller und dessen Mutter hergestellt.
Darüber hinaus wird ein universell anwendbares Bild von einem Idealisten gezeichnet inklusive einer Deutung über Herkunft und Sinn so eines Idealismus.
Für mich ergab nun das Werk und die Person Schernikau einen persönlichen Sinn. Vorher war es aufgrund der hohen Ansprüche an den Leser in meinem Giftschrank gelandet.
Fazit: Man taucht ein, kennt schon das Ende und wird trotzdem hinein gesogen. Auch für Nichtschwule die die 80er noch nicht bewusst erlebt haben spannend verpackt und bewegend. Sehr empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragische Größe, 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Im Vorübergehen, als ich auf den Titel starrte, dachte ich, dass es sich wieder um eins dieser jetzt sehr modischen Bücher handelt, in denen der linke Zeitgeist der 70er und 80er verteufelt und lächerlich gemacht wird. Dann bekam ich zum Glück das Buch geschenkt und erinnerte mich, dass ich die Kleinstadtnovelle" von SCHERNIKAU in der Schule (!) gelesen habe, kurz nach dem erscheinen. So subversiv und kritisch konnten früher Lehrer sein. Na ja. Längst vergessenen Zeiten. Wohl dem, der noch einen Draht dazu hat. Diese Zeiten tauchen als Bilder wieder auf in FRINGS sehr persönlicher Darstellung des Lebens von SCHERNIKAU. Dessen gewagte Verbindung von gelebtem Schwulsein und kommunistischer Haltung, Marke DKP und SEW, erzeugte eine schwirrende Spannung, die dessen Bücher prägt. Der Wechsel SCHERNIKAUS, von der BRD zur DDR von West nach Ost, kurz vor dem Mauerfall mutet zunächst wohl tragisch, grotesk oder vielleicht dumm an, ist aber Ergebnis einer intellektuell fundierten gradlinigen und kritischen Einstellung. Vertiefende Einblicke gewinnt man über den Literaturbetrieb West mit seinen oft übersehenen engen ökonomischen Grenzen und dem Literaturbetrieb Ost mit ideologischen Grenzen, die vielleicht nicht ganz so eng gezurrt waren, wie gedacht. Deutsch-deutsche Geschichte wird auch lebendig durch die Schilderung der Übersiedlung der Mutter von Magdeburg in den Westen. Sozial gut eingebunden geht sie nur aus Liebe zum Vater von Ronald SCHERNIKAUS im Westen, um dann feststellen zu müssen, dass der Vater hier verheiratet ist. Die Geschichte der Schwulenbewegung, die zu dieser Zeit zum ersten Mal offen, selbstbewusst und provokant auftritt lässt sich nacherleben, die gesellschaftliche Etablierung war noch weit. Noch gab es keine schwulen Großbürgermeister - jedenfalls keinen, der sich dazu bekannte. So ist die heutige Saturiertheit und elitäre Langeweile von Berlin meilenweit entfernt von dem Mix aus Schmuddel, Anarchie und Kreativität des Berlins der 80er Jahre, in denen SCHERNIKAU in heute kaum vorstellbarer Mittellosigkeit gelebt hat. Es ist auch die Geschichte eines jungen verkannten Genies, dem die Begabung zum Verhängnis wird, eine tragische Größe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich großes Buch., 26. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Seitdem ich ich Leipzig studiere gehe tagtäglich an RMS' ehemaligen Wohnhaus in der Universitätsstraße 20 vorbei. Nun existiert
dort mittlerweile auch eine Gedenktafel für den außerordentlichen Autor und so wurde auch ich auf dessen Schicksal aufmerksam.

Biographien sind immer ein schwieriges Stück Text, und ich war nicht sicher, wie Herr Frings die Umsetzung gestalten würde.
Nach dem Lesen stelle ich fest, dass er wirklich gute Arbeit geleistet hat. Ich verschlang das Buch geradezu.
Auf einige Rezensenten bezugnehmend, stimmt es, dass der Leser mitunter sehr viel über die Vita des Autoren selbst erfährt.
Das wirkt teilweise etwas störend, hilft dem Buch aber zu einer dichteren Darstellung dieser Zeit. So ist das Buch letztlich nicht
nur eine Biographie im eigentlichen Sinne, sondern auch ein gelungener Abriss über die Entwicklung der Schwulenbewegung.

Insofern erlangt das Buch seinen besonderen Wert und ich kann die Lektüre gerade auch für junge Schwule sehr empfehlen.
Freunde RMS' finden hier eine sehr gelungene Biographie, die zwar ihre Schwächen hat, aber ich wüsste niemanden, der eine
bessere hätte schreiben können. Ich gebe gern fünf Sterne für dieses Buch.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das schwule Berlin in den 80 zigern..., 1. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Der Titel lässt es kaum vermuten ... Jedoch der Lebenweg des Jung-Schwulen Ronald Schernikau (Autor der comingout-Geschichte "kleinstatdtnovelle"Kleinstadtnovelle) ist ein treffendes Zeit- und Sittengemälde der 80 ziger Jahre des Biotop Berlin. Zwischen alternativen Schwulenprojekten (wie das Schwuz), Tunten-Esemble (wie Ladies Neid), Bars und Tanzschuppen, wie der legendäre "Dschungel", das hippe "Cafe Anderes Ufer" ("David Bowie war heut nacht hier.."), das schicke Querelle, das relaxte "schwarze Cafe", die wunderbare "Gigolos Filmbar" und auch letztendlich das scheußlich schöne "WuWu", spielte das Leben.

Aber die 80ziger waren auch endlose Diskussionen, Versuche von alternativen Lebensentwürfen, Hausbesetzungen und Häuserkampf, Friedensbewegung und leider dann auch AIDS. Der Autor (Matthias Frings) führt durch diese Zeit, über die gerne gesagt wird: "Wer sich an sich an die 80 ziger erinnern kann, der hat sie nicht erlebt", kenntnisreich. Die etwas eitle Neigung, autobiographisch in das Werk einzustreuen, sei ihm verziehen. Sie bekommt dem Sittengemälde gut.
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5.0 von 5 Sternen Inspirierend, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Danke, Herr Frings, für diese sehr gute Biografie. Die Zeit ist wirklich sachlich, informativ und unterhaltsam dargestellt; Schernikaus politische Haltung wird verständlich, obwohl Sie sie nicht grundsätzlich teilen. Ihre Schreibtechnik mit den eingeschobenen Kapiteln aus Schernikaus Kindheit fand ich sehr gut und leicht zu verstehen. Die Schreibweise so locker, dass ich gerne heute die letzten 100 Seiten nach der Arbeit zu Hause bei Jazzmusik gelesen habe. Eingestreute Passasgen aus seinen Werken haben Lust gemacht mehr zu lesen, so dass ich gleich nach der Lektüre etwas von Schernikau (das Buch über seine Mutter) bestellt habe (ich kannte bisher nur ein Buch, das über die Zeit in Leipzig, vor fast einem Vierteljahrhundert gelesen). Mehr können Sie doch nicht wollen!
Man muß weder schwul noch Kommunist sein, um von diesem Menschen, den Sie uns so gekonnt näherbringen, in Ihrem Buch fasziniert zu werden,
Jürgen Köster
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5.0 von 5 Sternen Großartig :), 6. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Großartig geschrieben, sehr natürlich und in einer Art und Weise die mir persönlich sehr gefällt.
Wie einige Vorgänger schon erwähnt haben, geht es hier um 3 biografische Ansätze (also 3 Personen werden betrachtet). Der Wechsel der Personen macht das Buch dabei sehr spannend und (keine Angst) es lässt sich dabei noch optimal lesen. Es gibt keine langweilligen Stellen.

Wirklich ein klasse Buch, welches Liebe, Politik, Geschichte und Kunst vereint.
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4.0 von 5 Sternen Drei Bücher in Einem, 6. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Frings bietet seinen Kritikern viel Angriffsfläche, da er neben der angekündigten Biographie von Schernikau auch noch Teile seiner Autobiographie hinzugefügt hat und ihm mit seiner Collagentechnik ein gelungenes Zeitgeistbild des schwulen Biotops der 80er Jahre in Westberlin gelungen ist. Seinem verstorbenen Freund und Liebhaber setzte er damit ein Denkmal, das aufgrund der persönlichen Nähe für eine Biographie natürlich zu subjektivistisch ist. Man kann ihm natürlich auch große Eitelkeit vorwerfen, unter dem Deckmäntelchen der Biographie sich selbst immer wieder in den Vordergrund zu spielen. Er hätte ohne Probleme auch eine mutige und interessante Autobiographie schreiben können. Doch sind diese Kritikpunkte marginal angesichts des Verdienstes, das einmalige Lebensgefühl in der schwulen Subkultur der 80er Jahre in Berlin eingefangen zu haben. Gerade sein Subjektivismus, die Authentizität seiner Protagonisten Schernikau und er selbst, tragen dazu bei. Sehr angenehm auch Frings Sprache und Aufbau des Buches. Bei 488 Seiten wünschte man sich manchmal etwas Straffung. Alles in allem ein gelunges Buch, das man dem geneigten Lesern wärmstens ans Herz legen kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein privates Buch - ein schönes Buch, 5. September 2010
Von 
Udo Kewitsch "Udokah" (Landkreis TS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist anders. Aber das sind Schwule bekanntlich ja auch. Das ist Buch ist anders, aber es ist schön, mitunter wunderbar zum lesen, auch wenn gelegentlich die Passagen etwas abdriften. Ein Blick in das Leben des M.Schernikau, dem der Autor mit der Veröffentlichung durchaus ein kleines Denkmal gesetzt hat, im dabei aber auch der Spagat gelang, das Private intime und das "öffentliche" gerade noch zu trennen. Die Story beinhaltet einen Schuss Melancholie und - ist man am Ende angelangt - so wird der geneigte Leser das Buch zur Seite legen und einen Moment innehalten und selbst reflektieren.

Schön zu lesen, unterhaltsam, und - ganz nebenbei - auch eine Reise in die Vergangenheit, ein Ausflug in den "Zeitgeist" der Achtziger, Neunziger - alles in allem also nicht nur lesenswert, sondern vor allem auch ein wissenwertes Zeugnis, ein Stück Zeitgeschichte, daher 5*.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fantastisch, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau (Gebundene Ausgabe)
ein fantastisches buch, spannend zu lesen, superb geschrieben. vorallem das standing des autors in der mitte zwischen links und rechts hat mir gefallen, das bodenständige und trotzdem offene und tolerante. eine wahnsinnig faszinierende geschichte über das intellektuelle (schwule) berlin der 80-er, den weg vom kollektivismus zum kapitalismus sowie das leben des freaks schernikau und seiner freunde und genossen. für mich auch spannend: die einblicke in die ddr und das leben im geteilten berlin. eines der wohltuendsten bücher seit langem. unbedingt lesen!
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Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau
Der letzte Kommunist: Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau von Matthias Frings (Gebundene Ausgabe - 18. Februar 2009)
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