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38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschwister Oppermann reichen an die Buddenbrooks, 14. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Oppermann. Roman (Broschiert)
Dieses Buch gehört nach meiner Auffassung zu den Klassikern der deutschen Literatur. Die Präzision und Brillianz der deutschen Sprache, die wunderbare Beschreibung der einzelnen Akteure, die problemlose - teilweise fast vergnügliche - Verknüpfung der letztlich traurigen Geschichte der einzelnen Familienmitglieder und die Weitsicht des Autors im Jahre 1933 reihen diese Werk direkt zu dem Klassiker "Buddenbrooks". Beim Lesen ist man immer wieder versucht zu denken, daß man so eine Geschichte nur aus der Retrospektive schreiben kann. Aber diese Vorahnung der Geschichte, läßt auch mich zweifeln an Menschen, die von alledem damals "nichts wußten" ! Dahingehend hat mich dieser Roman sogar mehr fasziniert als die "Buddenbrooks" und ich kann ihn nachfolgenden Generationen als lehrendes Beispiel empfehlen !!
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wertvoll und einzigartig, 28. August 2003
"Die Geschwister Oppermann" ist nicht nur ein grandios geschriebener Roman, er stellt auch auf ernüchternde Weise die Anfänge der Judenverfolgung in Deutschland heraus. Rein geschichtlich betrachtet ist dieses Werk wertvoll, germanistisch gesehen einzigartig. Feuchtwanger der zu dieser Zeit auf keinen Fall die Auswirkungen des dritten Reichs ahnen konnte, hat durch damalige schwarzmalerei bereits großes Gespür gezeigt, das ihm persönlich auf keine Weise dienlich war. Ein Werk das gleichzeitig unterhaltsam, informativ und grausam ist und von jedem der etwas auf die deutsche Sprache hält, gelesen werden sollte.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen von bestürzender Hellsichtigkeit, 11. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Oppermann. Roman (Broschiert)
Knapp 20 Jahre nach Ende des "Dritten Reichs" geboren, habe ich seit meiner Schulzeit viel über die Schrecknisse jener Zeit gelernt. "Holocaust" und "Schindlers Liste" haben dem namenlosen Schrecken ein Gesicht gegeben. Feuchtwangers "Geschwister Oppermann" zeigt den Beginn des Grauens am Beispiel der Entrechtung und Zerstörung einer zunächst mehr deutschen als jüdischen Familie in Berlin 1932/33. Beim unbestreitbaren literarischen Wert dieses Buches -- der großartigen Zeichnung seiner Charaktere und der wundervollen Sprachkraft des Autors -- hat mich freilich etwas ganz anderes zu tiefst erschüttert: Die Hellsichtigkeit, mit der Feuchtwanger diesen "Roman" schon im Sommer 1933 geschrieben hat. Wir wissen heute, wie alles gekommen ist - Feuchtwanger hat es kommen sehen, in allen Details. Sage mir kein Zeitzeuge mehr, er habe weder gewußt noch geahnt, was um ihn herum geschah!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychologisch genauer, zeitgeschichtlich komplexer Roman., 11. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Oppermann. Roman (Broschiert)
Feuchtwanger gelingt es in seinem Roman, anhand des Schicksals einer Familie ein psychologisch genaues, zeitgeschichtlich exaktes, zudem außerordentlich spannendes Buch über Deutschland in den Jahren 1932/33 zu schreiben. Die zunehmende Ausgrenzung jüdischer Mitbürger, der schleichende und dann immer offensichtlichere Verrat menschlicher Beziehungen und schließlich der konsequente Weg in die Vernichtung wird von Feuchtwanger anhand vieler einzelner Personden differenziert und komplex geschildert. Dabei gelingen ihm immer wieder Szenen, die im Leser noch lange nachhallen, und Figuren, die mit solcher Tiefenschärfe gezeichnet sind, dass sie einem wie Bekannte vorkommen. Und schließlich: gerade in unserer Zeit, in der die ÖVP solchen Zulauf hat und zudem von Stoiber als koalitionsfähig aufgewertet wird, ist es sicherlich gut, nachlesen zu können, wie Feuchtwanger in der damaligen Zeit schon früh die Zeichen an der Wand erkannte und in ihrer konsequenten Umsetzung beschrieb.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eins meiner Lieblingsbücher, 6. Juni 2004
Von 
Henning Kolf (Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Oppermann: Roman. Gesammelte Werke in Einzelbänden, Band 7 (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Der Roman stellt die sich stetig zuspitzende Situation einer jüdischen großbürgerlichen Familie zur Zeit der Machtergreifung Hitlers dar; die Handlung spielt zwischen November 1932 und Spätsommer 1933.
Martin, der ein Berliner Möbelhaus leitet, Edgar, ein in wissenschaftlichen Kreisen hoch angesehener Chirurg und Klara sehen sich zur Emigration gezwungen. Gustav, Schriftsteller mit einer Vorliebe für deutsche Dichterkunst, kehrt nach vorangegangener Flucht nach Deutschland zurück, im Glauben aufklärerisch gegen die Nazis tätig werden zu können. Dies bezahlt er mit einem KZ-Aufenthalt, an dessen gesundheitlichen Folgen er später stirbt.
Feuchtwanger verarbeitet hier eigenes Erleben und aktuelles Tagesgeschehen mit einer für "ernsthafte" Schriftsteller (Feuchtwanger ist künstlerischer Schriftsteller - was sich unbedingt positiv auswirkt-, kein Politautor im klassisch journalistisch gefärbten Sinne) ungewöhnlichen Schnelligkeit: 1933 emigrierte er nach Südfrankreich, der Roman wurde noch 1933 fertiggestellt.
Feuchtwanger hatte also keine Zeit, ausführliche Studien zu treiben und aus zeitlicher Distanz Zusammenhänge zu erfragen.
Um so faszinierender, wie es ihm gelingt, geradezu seziererisch darzustellen, wie Nazitum und Nazidenken (fast comichaft überzeichnet in der Figur des Lehrers Vogelsang, der Berthold, Martin Oppermanns Sohn, in den Selbstmord treibt) vom Volk Besitz ergreifen und welche Konsequenzen für die Juden eintreten bzw. in der Zeit nach 1933 zu erwarten sind. Jeder, der meint, 1933 sei "dies alles noch nicht absehbar" gewesen möge dieses Buch lesen und schweigen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste Roman über die Gräuel der Nazis, 26. Juni 2007
Von 
Marko Schlichting (München, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Feuchtwanger hat diesen zweiten Band des Romanzyklus Der Wartesaal" im Jahr 1933 geschrieben. Er brauchte nur sechs Monate dazu. Ende des Jahres war er schon in mehrere Sprachen übersetzt erschienen. Feuchtwanger hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon entschlossen, von einer Lesereise nicht mehr ins nunmehr faschistische Deutschland zurückzukehren. So ist denn die Geschichte der Geschwister Oppermann, einer reichen, jüdischen Familie aus Berlin, auch ein Stück seiner eigenen Geschichte. Es geht um drei Brüder - Gustav, Martin und Edgar - und um ihre Familien. Alle drei - zwei Eigentümer einer Möbelfabrik und ein Arzt - können zunächst nicht glauben, dass ihr geliebtes Vaterland, für das sie während des Weltkrieges gekämpft haben, sich an die Barbaren,, an die Völkischen verschachern lassen wird. Doch dann muss Gustav in die Schweiz fliehen, nachdem er ein Memorandum gegen die Barbarisierung unterzeichnet hat, Martin verliert die Fabrik, sein Sohn Berthold nimmt sich, gehetzt von einem faschistischen Gymnasiallehrer, das Leben, und Edgar darf nicht mehr praktizieren. In der Schweiz schließlich, im Sommer 1933, erfährt Gustav Oppermann von den Gräueln gegen Juden und Linke, von Konzentrationslagern, von sinnlosen Misshandlungen, von Morden. Da fasst er einen folgenschweren Entschluss...

Wenn man aus der Distanz auf jene Zeit zurückblickt, dann versteht man nicht, wieso so viele Menschen so ahnungslos sein konnten, wieso so viele Juden nicht für möglich hielten, was ihnen nur wenig später widerfahren sollte. Man begreift es, wenn man dieses Buch liest. Feuchtwanger schreibt nicht aus der Distanz von Jahren, sondern von Monaten. In ihm ist noch das Gefühl, von den Menschen, die man liebt, verraten und im Stich gelassen worden zu sein. So ist dieses Buch nicht nur ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument. Es lässt denn Leser den Übergang von der Weimarer Scheindemokratie Anfang der dreißiger Jahre bis zur endgültigen Diktatur nachfühlen, weil er hier Personen vor Auge hat, die ein Gesicht haben, einen Charakter, Fehler, Schwächen. Und es lässt den Leser die Hoffnung fühlen, die die Verfolgten jener Zeit hatten - dass am ende doch nicht alles so schlimm wird, wie sie vermuten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packendes Zeitdokument, 28. Februar 2011
Ein beeindruckendes Buch. 1933 verfasst, beschreibt Feuchtwanger den Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland. Im Fokus stehen dabei die Reaktionen und das Verhalten derer, die durch die Nationalsozialisten bedroht werden, nämlich der deutschen Juden.

Feuchtwanger beschreibt die Geringschätzung, mit der sie dem Nationalsozialismus begegnen, ihre Ungläubigkeit, dass eine Bewegung mit derart schlechtem Sprachstil und derart primitiven Argumenten sich an der Macht zu behaupten vermag. Er beschreibt ferner den Patriotismus der deutschen Juden, ihre Liebe zur deutschen Heimat, die eine Flucht ins Exil als Ausweg unmöglich erscheinen lassen.

Viele Juden harren aus, ducken sich weg, hoffen auf bessere Zeiten, bis es zu spät ist und sie im Konzentrationslager oder Gefängnis misshandelt und ermordet werden. Einige freilich erkennen die Zeichen der Zeit und handeln entsprechend, sichern ihr Leben und ihr Vermögen.

Feuchtwanger erweist sich als außerordentlich weitsichtig. Auf Basis von Zeitungsmeldungen und damals verfügbaren Dokumenten entwirft er ein dichtes, lebendiges Szenario, ein packendes Zeitdokument. Historische Ereignisse und das Schicksal der Geschwister Oppermann werden miteinander verschränkt und machen die Machteregreifung und deren Folgen auch für nachfolgende Generartionen miterlebbar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feuchtwanger liefert ein bedeutendes Stück Zeitgeschichte, 11. März 2010
Lion Feuchtwanger ist einer meiner liebsten Autoren und mit diesem Roman schenkt er den Lesern ein sehr wertvolles Stück Zeitgeschichte. Wie immer bei Feuchtwanger findet man eine ganz wunderbare Sprache; wichtiger in diesem Fall ist jedoch noch die politische Botschaft. Der Autor analysiert die politischen Verhältnisse in Deutschland so messerscharf und weitsichtig, das man als Leser wirklich nicht glauben kann, die Bevölkerung habe im Deutschland der Nationalsozialisten nichts von den Greueltaten vornehmlich gegen Juden aber auch gegen andere Gruppen gewusst.
Es bleibt nichts anderes zu sagen, als dass es ein erschütternd realistischer Roman ist, der wegen seiner herausragenden Bedeutung niemals in Vergessenheit geraten darf und vielmehr gerade heute in den Schulen gelesen werden sollte. Interessanter als durch die Lektüre von Lion Feuchtwanger kann jungen Menschen die Geschichte nicht näher gebracht werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher Naziterror, 28. Oktober 2009
Von 
Edgar Hauster (Lent, Niederlande) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Oppermann: Roman. Gesammelte Werke in Einzelbänden, Band 7 (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Der Zeitroman "Die Geschwister Oppermann" ist - nach "Erfolg" - der zweite Band der "Wartesaal-Trilogie", die durch den Roman "Exil" abgeschlossen wird. Lion Feuchtwanger hat diesen Roman zwischen April und September 1933 geschrieben; er erschien bereits im Oktober/November 1933 in mehreren Sprachen. Feuchtwanger wird von Literaturkritikern die Fähigkeit attestiert, die weitere Entwicklung des Nationalsozialismus klar vorausgesehen zu haben, und zwar noch bevor mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Vernichtung von Millionen von Menschen einsetzte. Zum Beweis sei hier folgende Passage aus dem Buch zitiert:

"Die Örtlichkeiten, von denen man mit dem größtem Grauen sprach, sind die Keller der völkischen Unterkünfte in der Hedemannstraße, in der General-Pape-Straße und verschiedene in Köpenick, in Spandau. An ihnen wird man wohl, [...] ist erst die Herrschaft der Völkischen zusammengebrochen, Tafeln zum Gedenken an Deutschlands tiefste Schmach anbringen. Das Schauerlichste an dem Vorgehen der Geheimpolizei und der Landsknechte, [...] ist das bis ins Kleinste ausgearbeitete System, die Durchorganisierung, die militärisch-bürokratische Ordnung, nach der die Mißhandlungen und Tötungen vor sich gehen."

Und tatsächlich, an der Außenmauer der Gedenkstätte SA-Gefängnis Papestraße hängt die von Feuchtwanger erwähnte Tafel mit der Aufschrift "Den Opfern des frühen Naziterrors 1933 in den Kellern der Kaserne General-Pape-Straße". Auf jeder Seite dieses überaus spannenden Romans findet der Leser weitere Belege für die außergewöhnliche geschichtliche und politische Weitsicht von Lion Feuchtwanger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell!, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unbedingt lesen, absolutes Muß! Eines der besten Bücher ever! Besonders beeindruckend sind: 1) die Charakterbeschreibungen und 2) die Vorausahnung dessen, was die Nazizeit dann real brachte. Feuchtwanger schrieb dies 1933, man kann es nicht glauben, wie präzise er das Unheil dann schon gesehen hat. Sprachlich und auch ansonsten sowieso glänzend, gut zu lesen, unterhaltend trotz Ernsthaftigkeit, nicht anstrengend. In jeder Hinsicht also ein hervorragender Roman, den man sicher nie vergißt, sprich: echte Literatur!
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Die Geschwister Oppermann: Roman. Gesammelte Werke in Einzelbänden, Band 7 (Feuchtwanger GW in Einzelbänden, Band 7)
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