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5.0 von 5 Sternen der PALAST DER REPUBLIK im Kampf der Kulturen ..., 12. März 2005
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Berlin baut um, Wessen Stadt wird die Stadt? (Broschiert)
wie bewerkstelligt deutschland geistig seine wiedervereinigung? dadurch dass der westen den osten höhnisch und brutal, einfach und schnell austrickst? seine symbole und identifikations-kristallpunkte im zügigen tempo verschwinden lässt? von den aufschriften auf den verpackungen bis hin zu denkmälern und gebäuden? es erinnert an die zynische sprengung der buddha-statuen in afghanistan durch die fundamentalistischen taliban wie im derzeitigen berlin hastig versucht wird, den PALAST DER REPUBLIK bautechnisch sukzessive zu ruinieren, dann eine abriss-notwendigkeit zu konstatieren - und endlich aufzubauen, was der neo-konservativen sieger-mentalität als identifizierungs-objekt glorreich genug erscheint: das alte berliner schloss muss an die stelle des honecker-gebäudes. einst ein vorzeige-objekt in der berühmten bauhaus-tradition wird seine architektur-geschichtliche bedeutung hämisch heruntergeredet. für ein stadtschloss würde man gern millionen-beträge aufbringen - ähnlich wie für die renovierung zahlreicher kirchen im ex-DDR-gebiet. über die immensen kosten für diese nachgereichte, stillschweigend allerorten akzeptierte christianierung wird hinweggesehen - für eine technisch akzeptable renovierung des palastes der republik ist natürlich nie ein euro erreichbar gewesen. wenn man einmal grundlegend über ein funktionierendes image-konzept für berlin nachdenken würde, könnte man erkennen, dass die meisten ausländischen touristen - ob japaner, nord-amerikaner oder süd-amerikaner - dass sie alle interessiert nach den zeugnissen des politisch untergangenen sozialismus suchen. wo ist die mauer? abgerissen; derzeit sucht man fieberhaft die lücke zu schließen, indem man künstlerisch den ehemaligen mauerverlauf wieder darstellen will (durch eine blaue licht-linie? - ähnlich des lichtspektakels am ground zero in new york - auch eines falles von kulturkampf, der sich verirrte). der architektur-kritiker BRUNO FLIERL liefert professionell wie keiner sonst eine realistische beurteilungsgrundlage für diejenigen gebäude, die aus ideologischen gründen bedroht nun erscheinen nach der wiedervereinigung, welche so freundlich nicht ist, wie sie behauptet. nun sie ist nicht so martialisch, wie jene vom satiriker wiglaf droste so bezeichnete "bemannte fliegende architektur-kritik" am 11. september. nein so schlimm ist man seit der territoriums-übernahme nicht. aber schleichend auf die dauer genauso erfolgreich auslöschend schon - nur halt eben legal und mit scheinbar triftigen gründen untermauert. als ob durch beseitigung von mauerwerk wirklich gescheite, tragfähige, wiedervereinigende statt brüskierende politische arbeit geleistet werden könnte ...
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Berlin baut um, Wessen Stadt wird die Stadt?
Berlin baut um, Wessen Stadt wird die Stadt? von Bruno Flierl (Broschiert - 1998)
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