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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd !
Dieses Buch liest sich, trotz der in ihm beschriebenen alptraumhaften Schrecken, in einem Zug. Es ist unfassbar was sich dem Leser dieses Dokumentes für eine Welt innerhalb des KZ auftut. Mich persönlich hat diese Beschreibung viel mehr irritiert als alle anderen Berichte und Dokumentationen, die ich über dieses Thema bisher gelesen habe. Grund dafür...
Veröffentlicht am 20. Februar 2000 von Karina Schmidt

versus
31 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn es einen Gott gibt, warum ließ er das zu ...
Ein erschütterndes Dokument eines Menschen der die Hölle Auschwitz in seinem dunkelsten Winkel er-u. überlebte. Die Vorstellung das sich das in diesem Buch Beschriebene erst vor wenigen Jahrzehnten ereignet hat übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Wenn dieses oder ähliche Bücher zur Plichtlektüre in deutschen Schulen gemacht...
Veröffentlicht am 25. Juli 2001 von K. Zimmermann


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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd !, 20. Februar 2000
Von 
Karina Schmidt "Pauline" (Kassel, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit (Broschiert)
Dieses Buch liest sich, trotz der in ihm beschriebenen alptraumhaften Schrecken, in einem Zug. Es ist unfassbar was sich dem Leser dieses Dokumentes für eine Welt innerhalb des KZ auftut. Mich persönlich hat diese Beschreibung viel mehr irritiert als alle anderen Berichte und Dokumentationen, die ich über dieses Thema bisher gelesen habe. Grund dafür ist die Nüchternheit mit der Nyiszli seine Erfahrungen in Auschwitz beschreibt, so analytisch wie ein Arzt, unübertrieben und erschreckend neben sich und der außerhalb des Lagers gültigen Moral, legt er dar , wie Menschen versuchen das KZ zu überleben. Das Buch wurde in meiner Familie binnen einer Woche verschlungen und war Grund ausführlicher Diskussion, wie kam es, das, wo so viele davon wußten es keiner wahrhaben wollte? Warum haben meine Eltern und Großeltern sich nicht gewundert wohin mehr oder weniger plötzlich die Juden, Zigeuner ihrer Städte und Dörfer hinverschwanden ? Wieso ist dieses Dokument erst jetzt erschienen ? Insgesamt ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann und werde.
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55 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Arzt im Zentrum der Massenvernichtung, 25. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Miklos Nyiszli wurde im Jahre 1901 in Nord-Siebenbürgen als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Nach seinem Medizinstudium, das er in Klausenburg, Kiel und Breslau absolvierte und mit einer Untersuchung über „Selbstmordarten auf Grund des Sektionsmaterials des Breslauer Gerichtsärztlichen Instituts“ abschloss, praktizierte Dr. Nyiszli in seiner Heimat als Gerichtsmediziner und Allgemeiner Arzt. Ende Mai 1944 wurde Dr. Nyiszli mit seiner Frau und 15-jährigen Tochter in das KL Auschwitz-Birkenau deportiert und einen Tag nach seiner Ankunft im IG-Farben werksnahen KL Monowitz zu schwerer Zwangsarbeit herangezogen. Ende Juni 1944 wurde er als Arzt in den Häftlingskrankenbau nach Auschwitz-Birkenau überstellt und eine Woche darauf als Pathologe des ersten Lagerarztes Dr. Josef Mengele in den neueingerichteten Sektionsraum von Krematorium I eingewiesen. Mitte Januar 1945 erfolgte die Evakuierung nach Mauthausen, wo Nyiszli im Nebenlager Ebensee Anfang Mai 1945 aus der Gefangenschaft befreit wurde.

Kurz nach der Rückkehr in seine Heimat verfasste Dr. Nyiszli innerhalb von nur wenigen Monaten seinen Erinnerungsbericht, der 1946 in ungarischer Sprache publiziert und bisher weltweit in acht Sprachen übersetzt wurde. Die 1992 erstmals von Dr. Friedrich Herber in deutscher Sprache herausgegebene Übersetzung der ungarischen Originalausgabe unterscheidet sich von den anderen Editionen durch einen umfassenden und kritischen Anmerkungsapparat, biografische Angaben zu allen erwähnten Personen sowie durch eine ausführliche Darstellung von Miklos Nyiszlis Lebensweg. Zudem bereichern zahlreiche Abbildungen historischer Originaldokumente und Schauplätze, private Fotografien, ein nach neuesten Forschungsergebnissen überarbeiteter Lagerplan sowie detailliert erläuterte Pläne der Krematorien die im Dietz Verlag Berlin erschienene Ausgabe.

Nyiszlis Überlebendenmemoiren sind der erste veröffentlichte Bericht über die Tragödie der jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz-Birkenau und über den einzigen bewaffneten Häftlingsaufstand in der Todesfabrik Auschwitz. Er ermöglicht einen schonungslosen Einblick in das Innere der Vernichtungsmaschinerie und in die privilegierte Lebenswelt des Sonderkommandos. Die anfänglich sehr kritischen Beurteilungen und Beschreibungen des Sonderkommandos durch den Außenstehenden und unerfahrenen Häftling mit der Registrierungsnummer A-8450, der als Obduzent Mengeles selbst nicht dem Todeskommando angehörte, werden im Verlauf des Berichts relativiert.

Nyiszlis packend geschriebener Erlebnisbericht dokumentiert zudem auf eindrucksvolle Weise seine emotionale Veränderung durch Auschwitz und seine Anpassung an die Lagermentalität.

10 Jahre, nachdem Dr. Nyiszli diese eindringlichen Zeilen schrieb, verstarb er nach langer Krankheit an einem Herzinfarkt. Möglicherweise litt er an den gleichen Qualen wie viele seiner Schicksalsgenossen aus dem Sonderkommando, an den Folgen der grauenvollen Erlebnisse, die der Überlebende Shlomo Venezia als „Krankheit ohne Namen“ bezeichnete.

War es die „Scheiterhaufenkrankheit“ und trostlose Vergangenheit, die Dr. Miklos Nyiszli, „voll von blutigen Erinnerungen und tiefen Schmerzen“, im Alter von nur 54 Jahren so früh aus dem Leben scheiden ließ? Hat er dies etwa vorausgeahnt und sich deshalb im Gegensatz zu den meisten Überlebenden der Shoah so frühzeitig um die Abfassung und Veröffentlichung seiner einmaligen Erinnerungen bemüht? Wir werden es wohl nicht mehr erfahren, selbst nicht von seiner in Israel lebenden Enkelin. Was bleibt, ist ein außergewöhnlicher früher Erfahrungsbericht aus dem Zentrum der Vernichtung, der wertvolle Antworten auf weitaus wichtigere Frage gibt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Hölle - jenseits der Menschlichkeit, 20. August 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Das vorliegende Buch ist ein einzigartiges Zeugnis aus einer menschlichen Hölle, wie das Konzentrationslager Auschwitz oft genannt wurde. Es ist das Zeugnis des jüdischen Gerichtsmediziners Miklos Nyiszli, der als Teil des jüdischen Sonderkommandos an den Krematorien des KZs gearbeitet hat und in seiner Eigenschaft als Mediziner an zahllosen Sektionen von Leichen teilgenommen und auch Berichte darüber verfasst hat, die er an seinen direkten Vorgesetzten, den berühmt-berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele weitergeleitet hat.

Es gibt nur wenige Überlebende dieser jüdischen Sonderkommandos, denn die meisten Mitglieder wurden bald von den Nazis getötet und durch neue ersetzt. Dennoch konnten sie nicht verhindern, dass einige wenige Stimmen nach draußen drangen, um der Nachwelt von jenem Grauen zu berichten, deren unfreiwilliger Teil sie waren.
Der bewegende Bericht des ungarischen Juden Miklos Nyiszli ist schon 1992 zum ersten Mal veröffentlicht worden und wird 2005 als Buch zum Film "Die Grauzone" überarbeitet neu aufgelegt.
Es war mir bisher unbekannt und ergänzt das unlängst im Karl Blessing Verlag erschienene Buch von Shlomo Venezia "Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz".

Brauchte dieser viele Jahrzehnte, bis er davon reden konnte, was er im Sonderkommando Auschwitz erlebt hatte und wie es ihn zerstörte, hat Miklos Nyiszli sein Buch schon im März 1946 aufgeschrieben. Vielleicht hat dabei mitgeholfen, dass er nach einer langen Phase von Krankheit und Verzweiflung direkt nach seiner Befreiung am 27. 12. 1945 im Oktober 1945 ein Wiedersehen feiern kann mit seiner Frau und seiner Tochter, die das Lager Bergen - Belsen überlebt hatten und nun zurückgekehrt sind.

Er schreibt sich die Erlebnisse von der Seele und arbeitet dann wieder als Arzt. "Aber nie wieder werde ich Tote sezieren. Nie wieder ..."
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sachlich, dokumentarisch und erschütternd, 24. Januar 2000
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit (Broschiert)
Für den Nichtfachmann, der sich für das Thema Judenverfolgung und deren Vernichtung im Dritten Reich interessiert, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Über das unsägliche Leid der KZ-ler ist viel geschrieben und publiziert worden. Hier erfährt man die Hintergründe. Wer zu lesen versteht, wird erkennen, dass es der "Zusammenarbeit" vieler Institutionen bedurfte, um millionen von Menschen generalstabsmäßig zu vernichten: Erfassung, Transport, Ausnutzung der Arbeitskraft als Mittel den Tod vorzubereiten, Verbrennung in proffessionell konstruierten Öfen, Verwertung des Zahngoldes und der letzten Habseligkeiten (einschließlich mitgebrachter Medikamente), zyklische Vernichtung der Wissenden zur Sicherstellung der Geheimhaltung, aus dem gleichen Grund Absstufung der Kenntnis deutschen Personals und letztlich pseudowissenschaftliche, medizinische Studien unter Einschluß freier, wissenschaftlicher Institutionen. Es haben so viele davon gewußt! Ein Grund dafür, dass dieses Buch erst so spät in Deutschland erscheinen durfte?!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must-Have-Buch für alle Interessierten ..., 2. April 2007
Von 
P. -Franke "PetraF" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
... an diesem Thema.

Wer sich für dieses Thema interessiert, wird um dieses Buch nicht herum kommen.

Über den Inhalt des Buches haben meine Vorredner bereits ausführlich berichtet, weswegen ich das nicht auch nochmal wiederholen möchte.

Als Leser dieses Buches, möchte ich aber Kaufinteressierten berichten, was ich dachte und fühlte beim Lesen.

Sehr eindrucksvoll berichtet hier ein Arzt, was er grauenvolles erlebt hat und GRAUENVOLL ist wohl auch der richtige Ausdruck.

Es erscheint bei manchen Biographien fast unglaublich, was Menschen erlebt und vor allem auch ÜBERLEBT haben, ertragen mussten und DAMIT LEBEN MÜSSEN ... so man das dann noch Leben nennen kann.

Ein erschütterndes Dokument bzw. Buch, welches man auf der einen Seite kaum wieder aus der Hand legen will und auf der anderen Seite vielleicht auch mal aus der Hand legen muss ... zu schlimm das Erlebte.

So gut ge- und beschrieben, dass man es fast bildlich vor Augen hat.

So unglaublich, dass man fassunglos ist bei manchen Begebenheiten.

Absolut empfehlenswerte Biographie, ein Must-Read-Buch !!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch mit vielen Emotionen, vor allem WUT und FASSUNGSLOSIGKEIT, 10. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Als ich mir dieses Buch bestellte, hatte ich die Beweggründe etwas über die deutsche Geschichte zu lernen. Ich habe also aufgehört Romane zu lesen mit dem Gedanken "Warum Romane lesen wenn das Leben so viele spannende Geschichten zu erzählen hat" Jetzt wo ich das Buch gelesen habe wird mir natürlich noch viel mehr bewusst, welch brutalen und sinnlosen Geschichten das Leben für uns bereit hält. Es ist ein Stück Geschichte deshalb hat es mich interessiert, doch manch Dinge sind unvorstellbar grausam, so grausam das ich es kaum begreifen kann.

Was hättest Du getan, wenn Du weder die Wahl noch die Chance gehabt hättest Deine Mitmenschen zu retten? Was hättest Du getan, wenn Du einen toten Verwandten von Dir eigenhändig die Haare abschneiden müsstest um ihn dann ohne Abschied eigenhändig in den Verbrennungsofen zu werfen? Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen bevor er daran zu Grunde geht? Das Sonderkomando musste sich diese Frage nicht stellen, schließlich wurden sie alle paar Monate ausgewechselt und mussten ebenfalls den Weg des Todes beschreiten. War der Tod nach dem Martyrium eine Erlösung? Vielleicht! Als einer der wenigen der dieses Sonderkomando überlebte, ist der Autor ein wertvoller Lieferant von Informationen, was hinter den Kulissen in Auschwitz passierte. Auch wenn dieses Buch noch so schockierend sein mag ES IST ABSOLUT empfehlenswert!!!!!! Manchmal schreibt das Leben wirklich spannende Geschichten, jedenfalls waren mein Mitleid gegenüber dem Autor und der vielen Menschen die ihren Tod in Auschwitz fanden mitreißender und aufrichtiger als es bei jedem einfachen Taschenbuchroman der Fall sein könnte!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer wissen will, was der Holocaust war, sollte dieses Buch lesen, 26. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Obwohl ich in jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Holocaust vieles gelesen habe, vieles Eindrucksvolle, Erschütternde und Informative, so kommt doch keine Publikation an die Schilderungen des Pathologen und (zwangsweisen) Mengele-Mitarbeiters Miklos Nyiszli heran. Wer wissen will, was mit dem Begriff "Holocaust" wirklich gemeint ist, wer sich eine Vorstellung von der "Hölle Auschwitz" machen will, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Kaum ein anderer Überlebender hatte einen ähnlich genauen und umfassenden Einblick in das Grauen. Lesen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auschwitz - die Hölle, 31. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Das vorliegende Buch behandelt das Leben des Arztes Miklós Nyiszli in den letzten Monaten vor der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.
Doch was bleibt Ihnen verwehrt, wenn Sie die bisherigen Rezensionen lesen?

2 Geschichten, die so sadistisch sind, dass sie nur vom Teufel geschrieben sein könnten:

1. Wussten Sie, dass die zum Tode Verurteilten in den Gaskammern nicht am Boden verstreut lagen, nachdem das Sonderkommando die schweren Tore öffneten? Es bildete sich vielmehr eine Pyramide aus Menschen, da sich Zyklon B zuerst am Boden ausbreitet und nach und nach gen Höhe richtet. Die verzweifelten Menschen traten sich also gegenseitig nieder, um noch den letzten Rest Sauerstoff für sich zu erobern. Unter eben solcher Pyramide fand das Sonderkommando nach dem Vergasen ein kleines, noch lebendes 15-jähriges Mädchen, das das gesamte Ausmaß des Todeskampfes mitgemacht hat, und brachte es zum Häftlingsarzt Nyiszli, dem Verfasser des Buches.
Dieser ruft in seiner Verzweiflung den SS-Oberscharführer Muhsfeldt, des Teufels Henker (der schon weit über tausende Menschen liquidiert hat)und fragt ihn (!), was nun zu tun sei. Die Argumente des Teufels sind, da das Mädchen zu jung ist, um das Erlebte zu verschweigen, kommt ein Schmuggel in den Arbeitstrakt nicht in Frage. Kurz danach wird es in einen Raum geführt und erschossen.

2. Da die Zwillings- und Erbforschung die NS-Mediziner vor unangenehme Probleme stellt, wird in Auschwitz Forschung am lebenden Objekt betrieben.
Häftlingsarzt Nyiszli bekommt vom berüchtigten Dr. Mengele eine besonders "interessante Arbeit" (S. 124) versprochen. Es handelt sich um zwei körperlich behinderte Menschen, Vater und Sohn. Beide werden untersucht, danach erschossen und seziert. Dabei stellt sich heraus, dass der Vater ein seltenes Leiden hat, das Dr. Mengele hoch interessiert. Er will es präparieren und beauftragt Nyiszli die toten Körper so lange zu kochen (!), bis sich die Fleischteile leicht lösen können. Während derselbe den schrecklichen Befehl ausführt und auf einer Anhöhe wartet, laufen zwei entsetzte Mitglieder des SK zu ihm und melden, dass hungrige Häftlinge das Menschenfleisch in Unwissenheit gegessen hatten (!).

Können Sie diesen Akt des Grauens verkraften? Dann sind Sie bereit und sollten den Opfern die letzte Ehre erweisen, indem diese Gäueltaten für immer unvergessen bleiben.

Meiner Meinung nach kann nur Unzensiertes das Grauen darstellen, mit dem Sie es in diesem Buch zu tun haben.
Für Geschichtsinteressierte, Studierende der GEschichtswissenschaften oder Dozenten - dieses Buch ist dringend empfehlendwert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternder, ergreifender Augenzeugenbericht, 24. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Ich habe den Film *Grauzone* vor ca. 2 Jahren das erste, vor ca. 2 Monaten das letzte Mal gesehen, der auf diesem Buch basiert.

Aber man kann dieses Buch, all das, was er durchgemacht hat, all das, was er schreckliches erlebt hat, gar nicht in einen Film packen.

Man fragt sich immer wieder, wie Menschen dazu fähig gewesen sind, anderen Menschen so etwas schreckliches anzutun - andere Menschen so unglaublich UNMENSCHLICH zu behandeln.
Man findet keine Antwort, und das ist auch nicht der SINN dieses Buches.

Das Buch beschreibt einzig und allein eindrucksvoll die Arbeit von Herrn Dr. Mengele und anderen *Ärzten*, die den hypokratischen Eid nicht zur Rettung Menschen, sondern zur Tötung von Menschen benutzt haben.
Sie haben einfach aus dem, was ihnen NS-Deutschland geboten hat, das beste genommen.
Ob die Menschen daran gestorben sind, war ihm und allen anderen relativ egal.

Das Buch ist gut geschrieben, durch ein Personenregister, einigen Bildern, einem Lagerplan, mehreren Plänen der Krematorien und einer Lebensgeschichte ergönbzt worden.

Absolut lesenswert, ab und zu jedoch ziemlich harter Stoff.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 4. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone" (Taschenbuch)
Dieses Buch ist sehr informationsreich und gleichzeitig sehr fesselnd. Es ist schlimm zu erfahren wie egal der SS ein Meschenleben war. Und das Nyiszli die ganzen medizinischen eingriffe psyhisch so "stabil" durchgehalten hat. Genauso wie die erschießungskomandos, finde ich echt verblüfent! Ich persönlich kann jedem dieses Buch nur weiteremfehlen, der sich für dieses Thema interessiert.
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Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz. Das Buch zum Film "Die Grauzone"
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