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4.0 von 5 Sternen Einstieg oder Abschluss
Nach dem Abschluss seines Havanna-Quartetts um Tentiente Mario Conde, hatte diese Romanfigur ihr Amt als Polizist niedergelegt um sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Doch zur Erfüllung eines Reihenauftrages von Paduras brasilianischem Verleger tritt El Conde in diesem Roman nochmals auf um die Obsessionen und die Hassliebe seines Schöpfers auf Hemingway zu...
Veröffentlicht am 26. Juni 2007 von Amazon Kundenrezensionen

versus
3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre
Auf der ehemaligen Finca von Hemingway wird durch Zufall eine Leiche gefunden, die dort schon seit 40 Jahren liegt.
Wer hat den Toten mit 2 Schüssen niedergetreckt, war es Hemingway selbst oder einer von 'Papas' Freunden?
Dem geht der Ermittler Mario Conde, selbst von Hemingway-Verehrer zum Hemingway-Kritiker geworden - nach.
Dabei kann er zwar den...
Veröffentlicht am 19. Juli 2010 von Bill Asch


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einstieg oder Abschluss, 26. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Abschluss seines Havanna-Quartetts um Tentiente Mario Conde, hatte diese Romanfigur ihr Amt als Polizist niedergelegt um sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Doch zur Erfüllung eines Reihenauftrages von Paduras brasilianischem Verleger tritt El Conde in diesem Roman nochmals auf um die Obsessionen und die Hassliebe seines Schöpfers auf Hemingway zu reflektieren.

Auf dem Grundstück der Finca Vigía findet sich die Leiche eines Unbekannten, die dort schon seit etwa 40 Jahren zu liegen scheint. Da die Polizei sich Sorgen darum macht, wie sich dieser Fund auf den Tourismus Kubas in Verbindung mit Hemingway auswirken könnte – und auf das Ansehen der Inselrepublik allgemein – bittet ein ehemaliger Kollege El Conde, sich der Sache anzunehmen. Diskret natürlich.

Und so beginnt El Condes Wiedereinstieg in das Leben eines Mannes, den er lange bewunderte, bis er so viel über ihn gelernt hatte, dass er eher begann ihn zu verachten. Nun, mit dem inoffiziellen Auftrag der Polizei, beginnt er ernsthaft in Hemingways Leben einzutauchen und trifft die wenigen Überlebenden, die mit dem „Alten Mann“ direkt zu tun gehabt hatten und erfährt so Vieles, das ihm neu ist. Und nähert sich der Person Hemingways immer mehr an.

Diese Annäherung wird auch durch die Zeitstruktur des Romans stark unterstützt, durch die Reminiszenzen aus Hemingways Leben und die Ermittlungen El Condes immer wieder miteinander verschmelzen und auch die beiden Figuren einander immer ähnlicher werden. Antworten gibt dieses Buch dabei nicht, wohl aber Fragen, die sich jeder, der sich mit Hemingway beschäftigt, einmal stellen muss.

Seine eigenen Antworten gibt Padura zum Teil im Nachwort und in der Vorbemerkung dieses Romans und diese sind interessant um von ihnen aus für sich selbst weiter zu denken. Denn Hemingway war immer umstritten, doch man sollte schon selbst etwas finden, was einen an ihm stört.

Wie immer ist Paduras Sprache sehr maskulin-lyrisch, was gelegentlich in Machohafte abdriftet, aber die Bildhaftigkeit der Sprache ist kraftvoll und originell, so dass man ihr ihren Sexismus gerne verzeiht. Sicherlich ein passender Roman als Reihenabschluss oder –start.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wie immer sehr gelungen, 7. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Gebundene Ausgabe)
Auf Hemingways alter Finca wird eine 40 Jahre alte Leiche gefunden. Mario Conde, mittlerweile aus dem Polizeidienst ausgetreten übernimmt diesen Fall, da es ihm ein persönliches Anliegen ist den Fall zu lösen, während seiner Recherchen trifft er nicht nur alte weggefährten Hemingways sondern taucht ein in die Welt Hemingways. Das Buch spielt nicht nur in der heutigen Zeit sondern beschreibt auch was vor 40 Jahren wirklich passiert ist. Für alle Padura Fans sicherlich ein Muss, die Geschichte ist wirklich gelungen und fesselt, aufgrund der Rückblenden in die 50 bzw 60 Jahre kommen mir allerdings Mario Condes Privatleben, seine alltäglichen Probleme, seine Freundschaften und die Beschreibungen des tägl. Lebens auf Cuba ein wenig zu kurz ( in den vorherigen Büchern wurde dieses immer sehr genau beschrieben) trotzdem ein sehr gutes Buch und ich hoffe wirklich sehr das Leonardo Padura nochmal zur Feder greift, es kann einfach noch nicht der letzte Mario Conde Roman gewesen sein!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hemingway und der Tote unter dem Mangobaum, 4. Mai 2012
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Broschiert)
Der in Havanna 1955 geborene und auch heute noch in Havanna lebende Schriftsteller Leonardo Padura ist vor allem durch sein "Havanna-Quartett" mit "Ein perfektes Leben - Das Havanna-Quartett ,Winter`", "Handel der Gefühle - Das Havanna-Quartett ,Frühling`", "Labyrinth der Masken - Das Havanna-Quartett ,Sommer`" und "Das Meer der Illusionen - Das Havanna-Quartett ,Herbst`" bekannt. Nach Abschluß des Quartetts - 1989 - reichte die Hauptfigur, der Teniente Mario Conde, seinen Abschied ein und beschloss Schriftsteller zu werden. Einige Zeit später wurde Leonardo Padura ersucht, einen Erzählung für die Serie "Literatur oder Tod" zu schreiben, bei der jeweils ein Schriftsteller im Mittelpunkt stehen sollte. Diesem Wunsch kam Padura nach, indem er mit "Adiós Hemingway" einen Roman schrieb, der von einem Schriftsteller handelt, der mit Kuba eng verbunden war und zu dem Padura mit einer heftigen Hassliebe verbunden war - Ernest Hemingway. Und als Hauptfigur kommt - neben dem 1961 verstorbenen Nobelpreisträger - nochmals Mario Conde zum Einsatz - als Schriftsteller Mitarbeiter in einem Antiquariat, wenn er gerade nicht schreibt. In der Bar "Terreon" trifft Conde 40 Jahre nach dem Tod Hemingways Manuel Palacio, seinen ehemaligen Kollegen und Nachfolger als Teniente. Dieser hat ein Problem, dem Conde auf den Grund gehen soll, da er Hemingway einmal gesehen und dieser ihm zugewinkt haben soll. Auf der Finca Vigia, dem ehemaligen Wohnsitz von Ernest Hemingway, das nunmehr ein Museum ist, wurde von einem Sturm ein Mangobaum gefällt, in dessen Baumwurzeln sich die Knochen eines ca. 60jährigen weißen Mannes befanden, der zwischen 1957 und 1960 von zwei Kugeln getötet wurde. Dazu wurde noch ein altes FBI-Abzeichen gefunden. Conde soll nun im Auftrag der Polizei herausfinden, was damals passierte. Warum? Manuel Palacio dazu: "Meinst du, ich hätte noch Zeit, mich mit Hemingways Leben zu beschäftigen, um herauszufinden, ob er den Mann umgebracht hat oder nicht?" Und so beginnt Mario Conde zu ermitteln und klärt einen ganz kalten Fall auf 180 Seiten Stück für Stück. Insgesamt ein interessanter, nicht allzu langer Roman über Hemingway und sein Leben in Kuba. Als Tool dazu dient der Tote in der Hemingway-Finca. "Adiós Hemingway" ist ein geglückter Roman für alle, die sich Hemingway und Kuba interessieren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Geschichte hinter einem 40 Jahre alten Skelett und Ava Gardners schwarzem Slip, 21. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Broschiert)
"Ich habe diesen Mann bewundert, aber inzwischen krieg ich Bauchschmerzen, wenn ich nur seinen Namen hör. In Wirklichkeit aber kenn ich ihn überhaupt nicht. Und ich glaube, niemand kennt ihn. Lass mich herausfinden, wer er war."

Die Rede ist von Ernest Hemingway und der, der mehr über ihn herausfinden möchte, ist kein Geringerer als Mario Conde, El Conde, ehemaliger Teniente der kubanischen Polizei und Hauptfigur von Leonardo Paduras Kriminalroman-Serie "Das Havanna-Quartett". "Adiós Hemingway" gehört nicht zu diesem Quartett, sondern ist sozusagen ein verspäteter Nachzögling, etwas geringer im Umfang aber umso lesenswerter.

Ernest Hemingway wird auf Kuba auch mehr als 40 Jahre nach seinem Selbstmord wie ein Säulenheiliger verehrt. Sein ehemaliges Anwesen außerhalb von Havanna wurde in ein dem Schriftsteller und Weltreisenden gewidmetes Museum verwandelt. Als auf dem Anwesen ein über 40 Jahre altes Skelett und ein FBI-Ausweis auftauchen, stellt sich für die Kriminalpolizei die Frage, ob Hemmingway kurz vor seiner Abreise aus Kuba im Jahr 1958 in die Ermordung eines FBI-Agenten verwickelt gewesen sein kann. Niemand will sich an diesem Fall die Finger verbrennen und so wird es zur Aufgabe von El Conde, den jahrzehntealten Spuren nachzugehen.

"Adiós Hemingway" nimmt vom erzählerischen Aufbau und Romanstil bereits Leonardo Paduras jüngstes Werk "Der Mann, der Hunde liebte" vorweg, indem historische Fakten (hier Hemingways Lebensende, dort die Ermordung Trotzkis) mit romanhaften Ausschmückungen verwoben werden. Padura wechselt kapitelweise zwischen den Perspektiven. Einerseits schildert er Mario Condes langsame Annäherung an die Persönlichkeit Hemingways, die Gespräche mit noch lebenden Zeitgenossen des verschrobenen Literaturnobelpreisträgers. Andererseits schlüpft Padura in die Haut Hemingways und schildert dessen letzten Tag auf seiner kubanischen Finca und die Zuspitzung, an deren Ende ein FBI Agent sein Leben läßt.

"Adiòs Hemingway" ist eines dieser literarischen Kleinode, nach denen sich jeder passionierte Leser sehnt. Ein Roman, bei dem einfach alles stimmt: Das Thema, die Erzählstimmung, die Sprache und die Ausgestaltung der Romanfiguren. Der beste Roman, den ich bisher von Padura gelesen habe.
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5.0 von 5 Sternen Zwei Helden Kubas, 5. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Taschenbuch)
Mario Conde kann’s nicht lassen. Die Polizeimarke verstaubt im Archiv des örtlichen Kommissariats. Nun er gibt sich seiner Passion hin, dem Schreiben. Doch sein ehemaliger Partner und Nachfolger bittet ihn um einen Gefallen: Auf der Finca Vigía wurde eine Leiche gefunden. Nichts Besonderes, wenn man nicht weiß, dass diese Leiche schon seit vierzig Jahren hier liegt, mit einer Waffe erschossen wurde, die dem ehemaligen Besitzer gehörte, und eben dieser Waffenbesitzer kein Geringerer als Ernest Hemingway war.
Das ist ein Knaller! Leonardo Padura rüttelt am Denkmal Hemingway! Naja, ganz so dramatisch ist es doch nicht. Genug jedoch für Mario Conde die Feder beiseite zu legen und die Spürnase freizublasen. Es entspinnt sich ein Parallelspiel zwischen dem ehemaligen Ermittler und Neuschriftsteller und dem Haudegen und Raubein, das Padura gekonnt in Szene setzt. Er lässt die beiden sich sogar einmal begegnen. Der kleine Mario an der Hand des Großvaters, der dem grobschlächtigen Ernest begegnet und ihm bei Verlassen „Adios Cheminguey!“ hinterherruft.
Mario Condes Spürnase ist noch immer aufnahmefähig. Hemingway selbst kann er nicht mehr befragen – der ist seit vierzig Jahren tot. Doch die einstigen Weggefährten bzw. Angestellten, die ihren Chef liebevoll Papa nannten, leben noch. Zumindest einer von ihnen. Zuerst reagiert dieser zögerlich, doch später platzt es wie ein Wasserfall aus ihm heraus. Er kennt den Mörder des Mannes, der auf dem Grundstück, das einst Hemingway gehörte begraben ist.
Der Tote war ein FBI-Agent. Die Marke neben der Leiche verrät es. Und er wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1958 umgebracht. Hemingway war dem FBI, im Speziellen dessen Boss J. Edgar Hoover ein Dorn im Auge. Denn Hemingway sympathisierte mit den Kommunisten. Und die wurden zu dieser Zeit in den USA erbittert bekämpft. Das FBI „schaute also öfter mal nach dem Rechten“. Einen Tag nach dem die Leiche vergraben wurde, zahlte Hemingway seine Angestellten aus, besorgte Tickets für die Überfahrt nach Mexiko und verschwand auf nimmer Wiedersehen in die USA.
Das Rätsel um den Tod des Mannes verpackt Leonardo Padura in einen spannenden Kriminalfall, der nur auf der Basis von Zeugenaussagen gelöst werden kann. Frische Spuren am Tatort? Fehlanzeige! Augenzeugen? Ebenso! So wird “Adios Hemingway“ zu einem Kurztrip in die Vergangenheit, die El Conde seinem einstigen Vorbild wieder näher bringt.
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5.0 von 5 Sternen 5 Sterne für Autor + 5 Sterne für Übersetzer, 22. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Taschenbuch)
Inhaltlich ist ja das Wesentliche hier schon von anderen gesagt ' ich kann nur sagen, dass ich den Roman sehr genossen habe. Es ist nach dem "Havanna-Quartett" und den "Nebeln von Gestern" mein sechster Roman von Padura ' und ich fand ihn spannend, aber vor allem informativ. Da es offenbar eine Auftragsarbeit mit Umfangsbeschränkung war, kommt das sonstige Umfeld des Mario Conde deutlich weniger vor als sonst, was schade ist, dafür aber eben einiges über Hemingway, das neugierig auf mehr macht.

Vor allem gefällt mir an den Romanen Paduas, dass sie aus einem anderen "Wertesystem" heraus geschrieben wurden als unsere gängige europäische und amerikanische Literatur (wo die Guten halt immer noch zum Tragen weißer Hüte neigen), und dass sie aber dennoch offen über die kubanischen Verhältnisse berichten ' und natürlich schätze ich den umgangssprachlichen, klar, zum Teil schon ziemlich heftigen, machistischen Stil. Aber der passt eben zur Figur, und kommt einem abgesehen davon, egal wo man lebt, doch auch ziemlich vertraut vor ...

Und dann: wirklich toll übersetzt! Wie oft liest man Übersetzungen, die zwar grammatikalisch richtig sind, aber dennoch so gestelzt daherkommen wie ein Tagesschausprecher auf Entzug. Ganz anders hier: das ist gutes Deutsch, umgangssprachlich am Puls der Zeit. Ich war überrascht festzustellen, dass ich schon einen knappen halben Regalmeter von Übersetzungen von Hans-Joachim Hartstein bei mir stehen habe, nämlich die Romane von Leo Malet. Auch lesenswert, aber Padura ist doch eine andere Liga.
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4.0 von 5 Sternen Auch so ein Buch zum Glücklichsein, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Gebundene Ausgabe)
Als ich die letzte zeile gelesen hatte, blieb ich noch fünf Minuten sitzen und lächelte die Zimmerdecke an. Ich kenne und mag das Werk Hemingways zum Großteil; vor allem seine Kurzgeschichten und sein Buch über sein Leben in Paris. Und ich mag Leonardo Paduras freundlich-kritische Annäherung an den Mythos "Hemingway auf Kuba", erlebt durch Mario Conde, Paduras alter ego. Die Kriminalgeschichte ist, wie bei allen Werken Paduras, nur der Mechanismus, dem er seine Beobachtungen, Rückschlüsse und ausufernden, freundschaftlichen und kritischen Gedanken anvertraut. Anders als die dauerlaute Yoani Sanchez, die sich in der Rolle der Kubakritikerin gefällt, ist Paduras Kritik humorvoll, und die Bitterkeit wird gemildert durch eine unverbrüchlich menschliche und positive Sicht auf das Leben selbst.

Das ist es auch, worum es meiner Ansicht nach Padura in seinen Romanen wirklich geht: Wie man glücklich wird und bleibt, wenn das Leben nicht viel Rohmaterial bereithält, um glücklich zu sein. Wie schafft es Conde, wie schaffen es seine Freunde? Sie haben einander und das Meer rundum. Und sie haben Padura, der weiß, wie er von ihnen berichten muss.
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5.0 von 5 Sternen Mario Conde und Leonardo Padura in Bestform, 1. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Taschenbuch)
Wie wunderschön gelungen ist diese scheinbare Reise in die kubanische Vergangenheit, zu einem Zeitpunkt, als dort Hemingway seine Finca bewohnte! Und nur weil Mario Conde Bücher liebt und Antiquar ist, zieht ihn sein ehemaliger Kollege, Mitarbeiter und Freund Manolo hinzu. Eine Hommage an Bücher, die Literatur selbst: brilliant erzählt und verknüft werden die Zeitstränge von damals und "jetzt", und wieder werden, aus loyalem Herzen, die Missstände in der heutigen kubanischen Gesellschaft, mehr noch: im Alltag, angesprochen, die die Lebenskünstler, Mario und seine unverbrüchlichen Freunde, melancholisch bemeistern.

Gekonnt greift Padura auf Conde zurück, der nie zum klischee zu werden droht, sondern sich gewandelt und entwickelt, aber immer noch nicht ganz zu sich selbst gefunden hat. Die Parallelität und Diverganz zur Existenz Hemingways soannt den Bogen, unter dem Padura sich bewegt und Conde uns an die hand nimmt in diese großartig komponierte Zeitreise, die eher eine Zeit-Ahnung ist.

Schon vom Havanna-Quartett zunehmend begeistert, greife ich bei "Adiós Hemingway" ohne zu zögern zur Bestnote.
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3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre, 19. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Broschiert)
Auf der ehemaligen Finca von Hemingway wird durch Zufall eine Leiche gefunden, die dort schon seit 40 Jahren liegt.
Wer hat den Toten mit 2 Schüssen niedergetreckt, war es Hemingway selbst oder einer von 'Papas' Freunden?
Dem geht der Ermittler Mario Conde, selbst von Hemingway-Verehrer zum Hemingway-Kritiker geworden - nach.
Dabei kann er zwar den Mord nicht klären, lernt aber ein paar in die Jahre gekommenen Wegbegleiter Hemingways kennen und nähert sich dem Schriftsteller so wieder an.
Kein Krimi, sondern eine Auseinandersetzung mit der Person Hemingway, seiner schriftstellerischen Genialität und seinen menschlichen Abgründen.
Durchaus lesenswert aber kein Knüller, macht trotzdem neugierig darauf, sich mit dem Schriftsteller ausführlicher auseinander zu setzen.
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5.0 von 5 Sternen für mich ein highlight, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Adiós Hemingway (Gebundene Ausgabe)
Ich habe alle Mario - Conde - Krimis mit großem Vergnügen gelesen, fand die meisten davon wirklich super.
Über den Inhalt und den Stil von "Adios Hemingway" wurde von den vorhergehenden Rezensenten schon Vieles und Hervorragendes gesagt, so möchte ich nur meine persönliche Meinung äußern - für mich war dieser Roman ein Highlight der Reihe... Adios Mario....(oder nicht??)
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Adiós Hemingway
Adiós Hemingway von Leonardo Padura (Taschenbuch - 22. April 2013)
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