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5.0 von 5 Sternen Schwer wie ein Backstein, taugt als Fundament für eine tolle Comic-Sammlung
Sind Comics, neben Jazz, Mark Twain und Edgar Allen Poe, wirklich eine ur-amerikanische Kunstform? War Superman der erste Superheld oder waren das nicht eher die griechischen Götter? Waren Mangas nicht viel eher da als Comic-Bücher? Sind die Vorläufer der sequentiellen Kunst die Höhlenmalereien, wie es uns Dr. Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory...
Vor 23 Monaten von junior-soprano veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BOOOM! SIIIIIIRRRRHHH! BÄÄNG! BÄÄNG! ROOOAAAR!
Über den Krampf der 1001er-Reihe will ich mich gar nicht auslassen.
Mir hätten auch 500, ja 300 originelle und wegweisende Werke gereicht,
die man ordentlich und umfassend auf einer Doppelseite präsentiert,
statt zwanghaft die 1001 aufzufüllen.

Völlig intransparent sind auch die Kriterien, nach denen man ausgewählt...
Vor 9 Monaten von Ernst Ludwig Maria Richter veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwer wie ein Backstein, taugt als Fundament für eine tolle Comic-Sammlung, 11. Oktober 2012
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1001 Comics (Broschiert)
Sind Comics, neben Jazz, Mark Twain und Edgar Allen Poe, wirklich eine ur-amerikanische Kunstform? War Superman der erste Superheld oder waren das nicht eher die griechischen Götter? Waren Mangas nicht viel eher da als Comic-Bücher? Sind die Vorläufer der sequentiellen Kunst die Höhlenmalereien, wie es uns Dr. Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory lehrt?
Wer hat's erfunden? Die Schweizer? So sieht's aus, wenn man dieses Buch, zufällig aus einem Schweizer Verlag, aufschlägt: der erste Beitrag ist ein Buch aus der Schweiz. Als Deutscher sage ich einfach mal: Wilhelm Busch war der Comic-Pionier! Und schon sind wir in einer schönen Diskussion, ähnlich patriotisch gefärbt wie die Frage, wer das Telefon erfunden hat, etwas das die USA, Deutschland und andere Nationen für sich beanspruchen. Wenn man das nicht zu verkrampft betreibt, kann das eine spannende und amüsante Diskussion werden. Und das ist dann auch eine große Stärke von "1001 Comics": es liefert Anregungen, Kontroversen. Wer Tintin verehrt, erfährt durch dieses Buch Bestätigung. Wer Asterix für überbewertet hält wird empört sein, weil der Gallier gleich mit mehreren Alben in diesem Buch vertreten ist.

Das Buch ist sehr, sehr dick und schwer. Wahrlich kein Taschenbuch. Schade, dass es anders als etwa "Das Buch der 1000 Bücher" nicht als Hardcover erschienen ist. Anders als ein 1001-Buch über Reiseziele, das ich vor Jahren gelesen habe, sind die Abbildungen in diesem Werk erfreulicherweise farbig! Sehr schade: nicht jedes Cover wurde abgedruckt, von Auszügen aus den Comics mal ganz zu schweigen. Mir persönlich würde ein Buch mit nur 100 oder 501 Comics besser gefallen, in dem ausführlicher auf die einzelnen Werke eingegangen wird, aber die Reihe 1001... gibt nun mal den Rahmen vor.

In Alfonz 1 hat der deutsche Übersetzer dieser englischsprachigen Reihe, Andreas C. Knigge, berichtet, dass für die deutsche Ausgabe 100 Comics ausgetauscht wurden, die eher für den englischsprachigen Raum relevant sind. Interessant wäre eine Liste mit diesen Comics, die es nicht in die Übersetzung geschafft haben, die quasi "lost in translation" sind.

Meine geliebte Mafalda so knapp abgehandelt - das tut weh. Aber woher mehr Platz nehmen?

Für Akira und sehr wenige andere Comics wurde sich der "Luxus" erlaubt sowohl das Cover als auch eine komplette Seite im Buch abzudrucken. Schön hier und anderswo: die Original-Cover, bei Akira also auf Japanisch! Und ja, Die Schlümpfe heissen im Original Strümpfe bzw. Schtroumpf.

Auf Seite 643 wird beim Comic Preacher das Geburtsjahr von Garh Ennis mit 1960 angegeben, richtig ist 1970. Sicher ein Flüchtigkeitsfehler und bei der Flut von Texten verzeilich.

Wenn vorhanden, werden bei den Comics Einflüsse, Verfilmungen und Preise genannt. Beim Durchblättern dachte ich oft: erstaunlich wie lange es manchmal dauert bis ein Comic es in den Export schafft und z. B. in deutscher Übersetzung zu uns kommt. Garfield etwa dürfte für viele ein Kind der 80er sein, begonnen wurde die Serie 1978, Akira hingegen ist eine Schöpfung der 1980er und wurde in Deutschland erst in den Neunzigern richtig populär. Überraschende Funde mögen die Comic-Umsetzungen von Paul Austers "Stadt aus Glas" sein. Mir persönlich war gar nicht bewusst das der Film "Wenn der Wind weht" 1982 zuerst ein Comic war und erst 1986 verfilmt wurde - ein gutes Beispiel dafür wie Comics Zeitgeschichte spiegeln, neben "Watchmen" ein weiteres Werk über die drohende totale Auslöschung der Menschheit durch das nukleare Wettrüsten in den 1980er Jahren. Zweifellos intensiver und relevanter als viele Nicht-Zeichentrickfilme und nur eines von vielen Beispielen für Comics für Erwachsene!

Stellenweise liest sich "1001 Comics" wie eine dieser vielen "Die besten 500 Alben" Listen, die es in Musikzeitschriften so häufig gibt. Mitunter bleiben die Texte so arg oberflächlich das es den Leser gänzlich unzufrieden zurücklässt. Auch nicht immer einleuchtend ist, warum manche Fotos so groß sind und damit noch weniger Raum für den Text lassen - möglicherweise war in der Eile kein längerer Text möglich?

Nein, ich kenne bei weitem nicht alle Comics aus diesem Buch! Und manche möchte ich auch gar nicht kennenlernen, freue mich aber über die Möglichkeiten mich schnell über sie informieren zu können. Bei Titeln wie Spider-Man wird auch noch die Verfilmung aufgeführt. Es werden Originaltitel, Autoren und Zeichner genannt und von einem Autoren-Team auf je einer halben Seite vorgestellt. Die deutsche Version dieser Reihe war längst überfällig und ich finde sie gelungen!

960 Seiten, Softcover, Farbe, fast 1000 Illustrationen, Format: 16 x 21 cm, Vorwort & Deutsche Bearbeitung von Andreas C. Knigge, Einführung von Paul Gravett, Inhaltsverzeichnis, Titelregister, Zeichner- und Autorenregister, Edition Olms Zürich 2012
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BOOOM! SIIIIIIRRRRHHH! BÄÄNG! BÄÄNG! ROOOAAAR!, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1001 Comics (Broschiert)
Über den Krampf der 1001er-Reihe will ich mich gar nicht auslassen.
Mir hätten auch 500, ja 300 originelle und wegweisende Werke gereicht,
die man ordentlich und umfassend auf einer Doppelseite präsentiert,
statt zwanghaft die 1001 aufzufüllen.

Völlig intransparent sind auch die Kriterien, nach denen man ausgewählt hat
und völlig vernachlässigt ist der deutschsprachige Raum.

Es fehlen z.B. auch die 'Schwarzen Brüder', 'Lurchi', 'Dan Cooper' und das meiste 'Zack'-Material,
es fehlt 'Schwarzbart', 'Bobo', 'Marcus und Meister Müller', alles, was 'Fix und Foxi' damals aus Franko-Belgien importiert hat;
dafür bekommt man Titel präsentiert,
die auf dem deutschen Markt überhaupt nicht erhältlich sind oder nie publiziert wurden.

Es gibt leider kein ordentliches Comic-Lexikon und wenn man Harenbergs 'Buch der 1000 Bücher' zum Maßstab für eine wertende Übersicht nimmt, schneidet '1001 Comics' schlecht, ja miserabel ab.

Was dieses Werk vollkommen diskreditiert,
schreibt der Herausgeber im Vorwort:
'Überlegen Sie einmal, was sich alles mit Bildern anstellen läßt..'

Ganz genau, man muss es sich überlegen, denn Bilder gibt es weithin nicht.
Das muss man sich vorstellen:
Der Herausgeber bringt eine Comic-Zusammenstellung heraus, ohne Comic-Bilder zu liefern:
Er bespricht ein Bild-Medium, ohne die Bilder zu zeigen.
Ich schätze, der Hälfte der vorgestellten Titel fehlt jegliches Bildmaterial.

Man liest etwa:
S. 317: '...atemberaubend in dynamisch-rasanten Bildabfolgen und mit kraftvollem Strich ...'
Bild dazu? Fehlanzeige
S. 319: '... in einer noch nicht gesehenen plakativ-farbgewaltigen Wucht inszeniert ...
Bild dazu? Fehlanzeige
S.328: '... war bald die einflußreichste und innovativste SF-Serie in Europa...'
Bild dazu? Fehlanzeige
S. 336:' ...mit A. hat O.T. sein Meisterwerk geschaffen....'
Bild dazu? Fehlanzeige
S. 346: '...die vielleicht wichtigste Graphic Novel, die je gezeichnet wurde...'
Bild dazu? Fehlanzeige

Das geht so weiter bis Seite 939.
Superlativ um Superlativ, aber kein Beleg hierzu.

Was bei der Hälfte der Arbeiten abgebildet worden ist, sind Titelblätter.
Und das heißt, die Autoren haben sich nicht einmal die Mühe gemacht,
ein für den jeweiligen Comic/Zeichner/Helden typisches Bild/Szene heraus zu suchen,
das charakteristisch wäre, beispielhaft, erläuternd und repräsentativ.
Man klatscht einen Titel rein und das war's.

Das Layout hätte eine zumindest briefmarkengroße Abbildung aus und zu jedem Werk jederzeit hergegeben. Am Platz lag es nicht.
Da den Autoren, so hoffe ich, ja jeder Titel auch irgendwie vorgelegen sein muss,
hätte man jederzeit ein exemplarisches Musterbild einscannen und in '1001' einfügen können.
Hat man aber nicht getan.

Damit aber ist alle Chronologie dahin.
Mit chronologischen Abbildungen hätte man die Entwicklung des Comics nachvollziehen,
hätte Zeichenstile, Themen, Bildkonfigurationen vergleichen, ja in der Physiognomie der Protagonisten die Zeitläufe hin zu immer mehr Sadismus, Gewalt und Explizität überblicken können und die ungeheure Ausweitung von Sujet und Darstellungsformen.
Wäre spannend gewesen! Verschenkt. Vergeigt. Versandelt.

Wer sich über Comics informieren möchte, ohne in 50 % der Fälle Comics zu sehen zu bekommen, also ausbleibende optische Information zu einem visuellen Medium, aber 100% Preis hierfür bezahlen möchte: Sollte sich das Kompendium zulegen.

Nun, ich will das Werk nicht gänzlich verdammen,
immerhin dient mir die Auflistung nun zur weiteren Recherche im WorldWideWeb.
Viel mehr ist ihm aber nicht zu entnehmen. Die Lücken wiegen schwer.

'Genug geblökt, süßes Lämmchen ... Solche Töne bringen mein Blut zum Sieden!'
S. 470
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wichtigsten Bildergeschichten zusammengefasst in einem Buch, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: 1001 Comics (Broschiert)
Die 1001-Serie aus dem Hause Edition Olms habe ich bereits zweimal im Schrank stehen: zum einen sind dies die "1001 Alben - Musik, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist", zum anderen die kürzlich erschienenen "1001 Songs die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist". Nach diesen musikalischen Themen gibt es weitere Bereiche, die in dieser Reihe besprochen werden: neben den 1001 Büchern, Filmen und Weinen, die man vor seinem Lebensende gelesen, gesehen oder probiert haben sollte, gibt es jetzt auch eine Zusammenstellung der 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist.

Um die wichtigsten Werke der sogenannten "Neunten Kunst" geht es also in dieser Ausgabe, welche wie die oben genannten auch diesmal eine eigentlich gelungene Mischung aus Lexikon und Best-of-Zusammenstellung geworden ist. Das englische Original von Paul Gravett wurde von niemandem geringerem als dem deutschen Comic-Fan sehr wohl bekannten Andreas C. Knigge übersetzt und für den deutschen Markt bearbeitet.

Wie auch bei den anderen 1001-Veröffentlichungen geht man bei der Auflistung zeitlich chronologisch vor. Den Beginn macht frei nach dem Motto "Wer hat's erfunden?" eine Schweizer Veröffentlichung aus dem Jahre 1837 (die Edition Olms AG hat ja schließlich ihren Sitz in der Schweiz...), bereits die Nummer 3 von 1001 führt uns aber schon in deutsche Gefilde (wie könnte es anders sein: "Max und Moritz" von Wilhelm Busch). Rasant geht es dann weiter durch die folgenden Jahrzehnte, bis man schließlich bei der Nummer 1001 von 1001 angekommen ist und dabei eine Comic-Fahrt durch fast alle Jahrzehnte, Erdteile und Stilrichtungen unternommen hat.

Bei der Auswahl der Comics krankt das Buch leider, naturgemäß aber wohl nicht vermeidbar, an dem Problem, 1001 Comics auszuwählen, die in diese Liste aufgenommen werden. Vor allem liegt dies an der Schwierigkeit, zwischen einzelnen Comic-Strips, Comic-Alben und ganzen Serien zu differenzieren. Natürlich gehören Lucky Luke und Isnogud aus der Feder vom unzweifelhaft genialen René Goscinny in dieses Buch, aber reicht es aus, hier nur beispielhaft je einen Band dieser Serien auszuwählen, obwohl doch eher das umfangreiche Gesamtwerk zum nachhaltigen Erfolg dieser Serien beigetragen haben? Sein unsterblicher Erfolg Asterix bringt es hier immerhin auf vier Besprechungen, aber macht es wirklich Sinn, hier vier Alben isoliert von den restlichen Alben hervorheben? Eigentlich wäre es wohl sinnvoll gewesen, nicht einzelne Comic-Abenteuer zu beschreiben, sondern ganze Serien oder das Lebenswerk einzelner Autoren zu behandeln, doch leider macht das 1001-Format dieser Serie diesem Ansatz einen Strich durch die Rechnung. Und auch bei Themen wie Tim und Struppi von Hergé, XIII von van Hamme und Vance oder dem Disney-Universum wäre eine Gesamt-Übersicht statt eine Betrachtung einzelner Alben wünschenswert gewesen, auch wenn diese nicht so ganz in das Konzept der 1001-Serie passt.

Ansonsten geht aber die Auswahl der Comics durchaus in Ordnung, von alten Klassikern, franco-belgischen Comics über Mangas bis hin zu reinen Cartoon-Serien ist alles vertreten. Rick Master, Cubitus, der Struwwelpeter, die "Bluthochzeit" und "Abenteuer ohne Helden" von Van Hamme haben es leider nicht in das Buch geschafft, doch wird der Leser durch Frans Masereel und viele weitere Künstler, die man vielleicht nicht auf Anhieb erwartet hätte, gebührend entschädigt und erhält allerlei Anregungen, die heimische Comic-Sammlung zu erweitern. Unterm Strich ist 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist somit doch ein feines, fast 2 kg schweres Buch, das als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für den Comic-Freund, der sonst schon eigentlich alles hat, mit Sicherheit eine feine Sache geworden!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Max und Moritz, Batman, Asterix, Superman, Garfield, Dragon Ball & Co., 8. Oktober 2012
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1001 Comics (Broschiert)
Comics, das Medium der bunten Bilder, fasziniert kleine und große Leser. Sie regen die Fantasie an, denn mit ihren simplen Bildchen und Texten bleibt immer noch genügend Freiraum für eigene Gedanken. Die Anfänge der Comics liegen im 19. Jahrhundert (denken wir nur an Wilhelm Busch), der Siegeszug beginnt aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg (Mickey Mouse, Donald Duck & Co.). Längst sind die Comics als eigenständige Kunstform anerkannt.

In der erfolgreichen 1001-Reihe der Edition Olms ist jetzt mit „1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist“ ein Mammutwerk zum Thema Comics, Graphic Novels und Mangas erschienen. Herausgeber Paul Gravett, der schon seit über dreißig Jahren in der Comic-Branche aktiv ist, und 68 international renommierte Experten haben eine repräsentative Auswahl getroffen und stellen die ausgewählten Comics kurz in Bild und Text vor.

Über jeden Comic gibt es einen kurzen historischen Abriss, der durch zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen ergänzt wird. In einem kleinen separaten Informationskasten werden außerdem Angaben zu Originaltitel, Erstveröffentlichung, Pseudonym und deutscher Ausgabe gemacht.

Der chronologische Reigen spannt sich von der Bildergeschichte „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois“ (1837) bis zur fast märchenhaften Geschichte „Habibi“ (2011). In seiner Einführung bekennt der Herausgeber, dass er die beteiligten Mitarbeiter gebeten hat, bei ihrer Auswahl ganz unterschiedliche Kriterien anzulegen, da jeder seinen eigenen Blick auf den Comic hat. Die Mehrzahl der vorgestellten Titel stammt zwangsläufig aus den USA, aus Japan und Europa. Doch dank des internationalen Teams konnten auch Werke aus anderen Kulturkreisen aufgenommen werden.

Andreas C. Knigge, Übersetzer und Bearbeiter der deutschen Ausgabe, gibt in seinem Vorwort einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung der Comics in den letzten hundert Jahren. Komplettiert werden die 960 Seiten durch ein Zeichner- und Autorenregister sowie Kurzporträts der 68 Mitarbeiter.

Das solide Comic-Lexikon ist trotz der fast 1000 Seiten recht handlich. Mit seinen überschaubaren Informationen bietet diese Chronik nicht nur einen Querschnitt durch die Comicgeschichte, sondern gibt auch viele Anregungen für eine eigene spannende Comic-Entdeckungsreise. Ob Max und Moritz, Batman, Asterix, Superman, Garfield oder Dragon Ball - in diesem umfassenden Handbuch findet man sie alle.

Manfred Orlick
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tausendundein Comic, 26. November 2013
Von 
Highlightzone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1001 Comics (Broschiert)
Der englische Comicexperte Paul Gravett ("Manga - Sechzig Jahre japanische Comics") griff für sein 2011 erschienenes Buch “1001 Comics You Must Read Before You Die: The Ultimate Guide to Comic Books, Graphic Novels and Manga” auf die Hilfe von fast 70 Fachleuten aus aller Welt zurück. Andreas C. Knigge konnte seinerzeit nicht an dem voluminösem Werk mitarbeiten, denn er schrieb gerade an der äußerst interessanten Biographie “Allmächtiger! Hansrudi Wäscher – Pionier der deutschen Comics“. Doch bei der deutschsprachigen Ausgabe hat er sich nicht nur als Übersetzter eingebracht.

Andreas C. Knigge hat als Mitbegründer der Fachzeitschrift Comixene und als Cheflektor des Carlsen Verlages viel dazu beigetragen, dass Comics in Deutschland salonfähig wurden. Zu "1001 Comics: die Sie lesen sollten..." schrieb er circa 100 neue Einträge und so fanden auch Aktualitäten wie “Packeis“ von Simon Schwartz oder “Habibi“ von Craig Thompson Berücksichtigung. Gravettes sehr sinnvolle chronologische Gliederung blieb jedoch erhalten, dadurch wird das Buch auch zu einer spannenden Zeitreise durch die Geschichte der Comics. Es ist etwas schade, dass nicht zu jedem (aber immerhin zu mehr als jedem zweiten) vorgestellten Comic eine Abbildung vorhanden ist.

Dass von gewissen Serie wie “Tim und Struppi“ oder “Asterix“ gleich mehrere Alben aufgenommen wurden, wirkt ein wenig so, als wenn ansonsten nicht die magische Grenze von “1001 Comics“ erreicht worden wäre. Andreas C. Knigge sieht dies nicht so: “Hier stehen im Gegensatz zu Serien Einzelbände im Vordergrund, und das betont den besonderen Charakter von Ausnahmezeichnern wie Barks oder Hergé.“

Das Buch ist schon deshalb gelungen, weil es zu Diskussionen darüber einlädt, warum manche Comics aufgenommen wurden während andere fehlen. Zugleich gibt es Neueinsteigern eine gute Übersicht über lesenswerte Comics. Weil aber auch weit über den nationalen, frankobelgischen, US-amerikanischen und japanischen Tellerrand geblickt wird, dürften auch Experten allerlei neue Anregungen finden.
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1001 Comics
1001 Comics von Paul Gravett (Broschiert - 30. September 2012)
EUR 29,95
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