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am 31. März 2008
Das Buch Daniele Gansers über die Geheimarmeen der NATO im Kalten Krieg ist auf Deutsch erschienen
Von Markus Klöckner
Politische Manipulation, verdeckte Kriegsführung, Mord und Terror: Bisweilen ermöglichen historisch-kritische Forschungen Einblicke in Abgründe kaltblütig kalkulierender Politik. Dem Schweizer Wissenschaftler Daniele Ganser gelingt es in seinem 2005 auf Englisch und nun auf Deutsch erschienenen Buch »NATO-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung«, ein schmutziges Kapitel transatlantischer Schattenpolitik sichtbar zu machen. Auf 445 Seiten dringt der Historiker in das Labyrinth einer perfiden politischen Verschwörung ein. Er zeigt auf, wie im Windschatten europäischer Demokratien Teile des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA, des britischen Geheimdienstes MI6 und der NATO im Verbund mit skrupellosen Politstrategen über mehr als 40 Jahre hinweg verdeckte Operationen in europäischen Staaten ausführen ließen. Sie nahmen dabei auch den Tod eigener Staatsbürger in Kauf oder führten ihn bewußt herbei.
Radikale Machtpolitik
Unter dem Namen »Gladio« bauten CIA und MI6 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Netzwerk aus paramilitärischen Einheiten auf, die bis 1990 in ganz Europa existierten und eigentlich als Verteidigungsinstrument gegen einen Angriff der Staaten des Warschauer Vertrages fungieren sollten. Wegen der befürchteten Invasion durch die sowjetische Armee und ihre Verbündeten wurden kleine Kampftrupps gebildet, die von den Geheimdiensten ausgebildet und mit Waffen, Munition und Sprengstoff ausgestattet worden waren. Im Fall eines feindlichen Übergriffs der sozialistischen Staaten sollten die Kampfeinheiten in den besetzten Ländern einen Partisanenkrieg eröffnen. In allen NATO-Staaten, aber auch in offiziell neutralen Ländern wie der Schweiz oder Schweden wurden entsprechende Gruppen aufgebaut. Die »Gladio«-Einheiten waren streng geheim, d.h. nur die Spitzen der Exekutiven, nicht aber die Parlamente und die Öffentlichkeit erfuhren von dem militärischen Unterfangen. Doch die Gladio-Armee sollte nicht nur, wie sich herausstellte, für den Tag X eingesetzt werden. Vielmehr instrumentalisierten die Entscheidungsträger Teile des Netzwerks, um in bestimmten Ländern gegen kommunistische und sozialistische Tendenzen vorzugehen. Das Ergebnis waren explodierende Bomben, Tote und Staatsstreiche. Die Terroranschläge im Rahmen der radikalen transatlantischen Machtpolitik wurden linksradikalen Gruppierungen in die Schuhe geschoben.
Bombenattentate
Ein Staat, der unter dem hausgemachten Terror besonders litt, war Italien. Strategen aus Washington befürchteten in dem Land seit 1945 über Jahrzehnte eine zunehmende Popularität der Linken. Ganser dokumentiert, wie Teile der »Gladio«-Trupps das Land durch schwer zu durchschauende Anschläge destabilisierten. Den Höhepunkt erreichte der Terror 1980, als sich im Warteraum des Bahnhofs von Bologna eine Bombenexplosion ereignete, bei der 85 Menschen starben und 200 schwer verletzt wurden. Lange Zeit galten die Roten Brigaden, eine linksgerichtete Terrororganisation in Italien, vergleichbar mit der RAF, als die Urheber der Anschläge. Die Rechnung ging auf. Die Öffentlichkeit entzog den linken Kräften im Land ihre Sympathien. Nun zeigt Ganser, daß die Anschläge in Italien, aber auch in anderen NATO-Staaten wie Belgien und Frankreich kein Gewaltakt der Linken, sondern Staatsterrorismus war. Der Schweizer Forscher stellt klar, daß es den wahren Verantwortlichen des Terrors darum ging, »die Demokratien Westeuropas von innen her zu manipulieren und zu kontrollieren«, eine »Erniedrigung und Mißhandlung demokratischer Institutionen« sei das Resultat gewesen. In einem Untersuchungsbericht des Parlamentes in Rom von 2000 zur »Gladio«-Affäre heißt es: »Diese Massaker, diese Bomben, diese militärischen Aktionen wurden von Männern innerhalb italienischer staatlicher Einrichtungen organisiert oder gefördert oder unterstützt und, wie kürzlich aufgedeckt wurde, auch von Männern aus dem Umfeld der Geheimdienste der USA«.

Juristische Untersuchungen in Italien führten 1990 dazu, daß der damalige Premierminister Giulio Andreotti die Existenz von »Gladio« zugeben mußte. Das Ende der paramilitärischen Einheiten war gekommen. In einem Nachwort schlußfolgert Ganser, daß gerade im Kontext des 11. Septembers und des »Krieges gegen den Terrorismus« die Erkenntnisse, die durch die Auseinandersetzung mit »Gladio« gewonnen werden konnten, zu berücksichtigen seien. Das Instrument der verdeckten Kriegsführung könne durchaus nach wie vor zur Beeinflussung der Bürger eingesetzt werden.
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am 23. Oktober 2008
Daniele Gansers Buch über die Stay-behind-Armeen der NATO ist wohlweltweit des grundlegende Werk zu diesem Thema (das Buch erschien auf Englisch und wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt). Dieses Buch ist gerade in der heutigen Auseinandersetzung mit Terror umso wichtiger, da man nach Lektüre dieses Buches nur zu dem Schluss kommen kann, dass jeder der eine Welt ohne Terror will auch die Terroranschläge von Gladio aufklären muss. Nicht zuletzt den Opern ist man es schuldig. Leider haben nur Italien, Belgien und auch die neutrale Schweiz eine parlamentarische Aufklärungsarbeit geleistet. Der Aufforderung des ZU-Parlaments nach einer Aufklärung in jedem EU-Land ist auch Deutschland nicht nachgekommen. Zweimal wurde ein Antrag der Grünen abgelehnt.
Aus dem bereits gesagten folgt, dass ich mit der Kritk von sergeantbarnes2 überhaupt nihcts anfangen kann: "Zuerst einmal muß gesagt werden, das der Autor an keiner Stelle des Buches beweist, das von Stay-Behind-Gruppen Terroranschläge verübt worden sind.
Es handelt sich dabei nur um eine Theorie, da sämtliche Beweise wie Gerichtsurteile, Dokumente, klare Fakten etc. komplett fehlen und wohl auch niemals , sofern existent, beschafft werden können."
Als was bezeichnet der Kritiker denn die genannetn Parlamentarischen Ausschüsse, die Gerichtsentscheide in Italien, die Aussagen des geständigen Galdio-Kämpfers etc etc etc??
Gansers Buch betsicht durch eine Fülle von Material und einer ausgesprochen sorgfältigen Quellenarbeit (was insbesondere dadurch erschwert wurde, da er dafür Quellen lesen musste, für dier er mehr als zehn Sprachen lesen musste). Ebenso postiv anzumerken ist, dass der Autor sich sehr darum bemüht, bewiesene Fakten, von sehr wahrscheinlichen Vermutungen zu trennen. Daher findet sich sehr oftdas Wort "vermutlich" in dem Text.
Entsprechend halte ich sergeantbarnes2 Kritik für nicht nachvollziehbar:"Zudem wird der Autor der Rolle des Historikers, der er sich selbst nennt, auch nicht gerecht, da viel zu oft die eigene Meinung des Verfassers zu finden ist, was als Historiker doch ziemlich unseriös ist."
Gansers Buch ist das Resultat seiner Doktorarbeit an der ETHZ.
Aus dem beschrieben Ansatz heraus folgert auch, dass das Buch teilweise nicht ganz leicht zu lesen ist. Das Thema ist komplex und es gilt Vereinfachungen zu vermeiden, um der Wahrheit möglichst nahe zu kommen.
Ich empfehle zudem, jedem der an dem Thema interessiert ist auch Regine Igels Buch über den terror in Italien zu lesen und Jürgen Elsässers Buch "Terrorziel Europa".
Gansers Buch kann ihc nur wünschen, dass es in die Hände aller Deutschen Parlamentarier gelangt, um endlich doch eine Aufklärung zu ermöglichen!
Ich habe einen hohen deutschen Parlamentarier mal nach Gladio gefragt und obwohl dieser Mann in seinen Funktionen einen sehr guten Einblick in die NATO-Arbeit hat, hat er mich glatt angelogen. Nachdem ich ihn mit Fakten konfrontiert habe, hat er einfach das Gespräch abgebrochen....
11 Kommentar|69 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Dezember 2008
Bei diesem Buch handelt es sich um eine der wenigen, fundierten und brauchbaren Analysen der NATO Geheimarmeen (Stay-Behind-Armeen) in Europa. Der Autor deckt die größte "Schweinerei" seit dem 2. Weltkrieg auf und nennt "Ross und Reiter" soweit es die Faktenlage erlaubt.

Der etwas harmlose Buchtitel lässt nicht ganz erahnen, welch dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte der Autor angepackt hat, in welchem Sumpf aus Staatsterror, Subversion, Mord und Intrigen er da stochert und welch buchstäblicher Gestank vielen, zum Teil noch heute aktiven, Politiker tatsächlich anhaftet.

Finanziert, ausgebildet und kontrolliert durch das "Triumvirat" aus CIA, MI6 und NATO haben verschiedene "Geheimarmeen" in Europa im Namen eines "antikommunistischen" verdeckten Krieges Menschen ermordet, terroristische Anschläge verübt, Staatsstreiche angezettelt und die politische Landschaft nachhaltig manipuliert. So zum Beispiel in Italien. Verdachtsmomente lassen den Schluss zu, dass im Auftrag oder mit Billigung der beteiligten Geheimdienste und Regierungen Bombenanschläge, wie z.B. der in Bologna, gegen die Zivilbevölkerung gerichtet worden sind und im Anschluss linksgerichteten Gruppen angelastet worden sind.

Im vermeintlichen Kampf gegen den Kommunismus haben diese Gruppen nicht davor zurück geschreckt, mit Faschisten, Nazis und sogar der italienischen Mafia gemeinsame Sache zu machen.

Ein Skandal, der noch lange nicht aufgearbeitet ist. Auch in Deutschland gab es diese Armeen mindestens bis 1990. Gegründet von ehemaligen SS-Leuten.

Dieses Buch sollte zum Pflichtstoff im Geschichtsunterricht gehören, da es kommenden Generationen verdeutlichen kann, wie wenig vertrauenswürdig manche Regierungen sind, zu welchen Mitteln gegriffen wird, um machtpolitische Ziele zu verfolgen und damit auch eine klarere Sicht auf aktuelle Entwicklungen, Nachrichten und Terroranschläge gefördert wird.

Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Die miserable Verarbeitung des Buches (Labberiger Einband, schlechte Klebebindung) kostet einen Punkt. 2-3 EUR mehr für einen anständigen Einband hätten nicht geschadet. Außerdem sondert die Druckfarbe auch nach Tagen einen unangenehmen Geruch ab. Der Hersteller möge darüber nachdenken, eine qualitativ höherwertige Version auf den Markt zu bringen - ich würde sie mir gerne kaufen, damit ich das Buch auch zwei oder mehrmal lesen kann (denn dieses ist nach einmal Lesen unansehnlich geworden, weil der Einband nichts taugt.)
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Im vorliegenden Buch untersucht Daniele Ganser die Rolle von Stay-behind-Einheiten der NATO, die im Rahmen des Projekts „Gladio“ – wie es in Italien hieß - gebildet wurden, um im Falle einer Invasion des Warschauer Paktes in den NATO-Staaten, dessen Truppen durch Guerillakriegsführung im Rückraum effektiv bekämpfen zu können, wohl aber auch dazu benutzt wurden, um auf die innenpolitische Sicherheits- und Stimmungslage der jeweiligen Länder durch Manipulation, Anschläge, Umstürze etc. Einfluss zu nehmen.
Zu diesem Zweck wurden kleine Einheiten aufgestellt, die von den Geheimdiensten ausgebildet und mit militärischer Ausrüstung versorgt wurden. Da der potentiell zu bekämpfende Gegner „von links“ kam, wurden die „Gladio“-Kämpfer bewusst aus dem konservativen und rechten bis rechtsextremen Lager rekrutiert.
Ganser untersucht die Verwicklung dieser Einheiten in dubiöse Aktivitäten anhand von sehr gut strukturierten Fallstudien, die auf die zeitliche Entstehungsgeschichte, Organisation, Ausbildung und Rekrutierung, Aktivitäten sowie die anschließende Aufdeckung und ihre etwaige parlamentarische oder strafrechtliche Aufarbeitung eingehen. Dies ist dem Autor trotz der sehr schwierigen Quellenlage im Großen und Ganze sehr gut gelungen, auch wenn viele Aussagen mit Zusätzen wie „wahrscheinlich“ oder„vermutlich“ getroffen werden müssen.
Besonders positiv erwähnenswert, ist Gansers abschließende Schlussbetrachtung, die zu sehr ausgewogenen und vernünftigen Schlüssen kommt.
Jedoch haben sich in die Arbeit auf einige handwerkliche Fehler eingeschlichen. So unterstellt der Autor beispielsweise auf Seite 67 den USA eine Unterstützung von Al Qaida nach der sowjetischen Afghanistan-Intervention 1979. Da Al Qaida erst 1988 gegründet wurde ist die Aussage einer Unterstützung ab 1979 nicht haltbar, auch wenn klar ist, dass die Aussage des Autors auf die Unterstützung der Strukturen zielt, die letztlich in Al Qaida manifestiert wurden.
Ebenso behauptet der Autor, dass die BRD direkt an der Operation „Desert Strom“ zur Vertreibung der irakischen Kräfte aus Kuwait beteiligt war (S.42). Diese Aussage ist nicht haltbar.
Auf Seite 76 wird darauf verwiesen, dass verdeckte Operationen der USA und GB von 1918-20 das Misstrauen des sowjetischen Diktators Stalin gegen den Westen vergrößerten. Stalin kam aber erst 1924 an die Macht.
Im Großen und Ganzen handelt es sich jedoch um eine wirklich sehr interessante und gelungene Forschungsarbeit und dem Autor gebührt Anerkennung für seinen „akademischen Mut“, sich an solch ein Thema mit so schwieriger Quellenlage heranzuwagen. Eben genau durch diese schwierige Quellenlage ist aber auch nur eine eingeschränkte Aussagekraft der gewonnenen Erkenntnisse gegeben. Aber die erarbeiteten Ergebnisse sind trotzdem hoch interessant und lassen jeden zweifelsfrei seine Schlüsse ziehen, wo und wie internationale Politik wirklich praktiziert wird. Vor allem erscheint „der Westen“ in einem neuen und weniger sympathischen Licht, als es vielen lieb sein dürfte. Gerade deshalb ist Gansers Buch sehr wertvoll und wichtig, um das Bild des Kalten Krieges weiter zu vervollständigen!
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TOP 500 REZENSENTam 20. Mai 2014
Nachdem ich Foschepoths „Überwachtes Deutschland“ gelesen habe, hatte ich schon nur noch sehr wenige Illusionen, in einer Demokratie zu leben. Dieses Buch jedoch, zerreißt auch noch den letzten dünnen Schleier der Illusion, den der Westen als seine ach so grandiosen Ideale rühmt.
Wenn man nach Foschepoths Buch noch die Hoffnung hatte, dass man an diesem System irgendwas retten oder verbessern könnte, macht einem diese Buch klar, dass da nicht mehr zu retten ist, sondern, dass diese Strukturen mit Stumpf und Stiel eliminiert werden müssen und etwas vollkommen Neues her muss. Dafür muss aber erst das amerikanische Imperium entmachtet werden.

Aber beginnen wir am Anfang. Jeder hat schon mal irgendwie von Gladio (dem italienischen Zweig der stay-behind Armeen) gehört, eine Geheime Armee im Auftrag der Nato. Die eigentliche Idee, geboren aus den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges war gar nicht so schlecht. Diese geheimen Armee, auch stay-behind genannt, sollten im Falle einer Invasion, den Kontakt zur Exilregierung halten und den Widerstand im Land organisieren. Das an sich ist nicht verwerflich und dass so eine Armee geheim gehalten werden muss, ist verständlich. Was jedoch CIA, MI6 und die NATO letztendlich aus diesem eigentlich sinnvollen Projekt gemacht haben, ist so widerwärtig, dass man sich fragt, warum die Europäischen Regierungen überhaupt noch mit den USA und UK zusammenarbeiten, oder besser, nach diesem Buch fragt man es sich nicht mehr. Wenn man dieses Buch liest, erkennt man, was da gerade in der Ukraine passiert, denn es ist schon mehrfach passiert, und die NATO verwendet immer noch die alten Methoden der 60er Jahre und irgendwie fallen die Leute doch immer noch darauf hinein.
Was ist so verwerflich an dem, was die NATO mit den Geheimarmeen veranstaltet hat? Ich denke, die Beispiele sprechen für sich selbst:
• Stay-behind Strukturen waren eine Grundvoraussetzung zum Beitritt zur NATO.
• Stay-behind Mitglieder wurden nur aus der rechten Szene und aus ultrakonservativen Kreisen rekrutiert, also Mitglieder der SS (Klaus Barbie, Gehlen) und GESATPO. In Italien arbeiteten (und arbeiten) mit der Mafia zusammen und rekrutierte gesuchte Terroristen (die auch in den verschiedenen Ländern untereinander weitergereicht wurden).
• Stay-behind Armeen verübten Terroranschläge gegen die eigene Bevölkerung und schoben es den unbequemen Linken, Sozialisten und Kommunisten in die Schuhe, um damit die Bevölkerung dazu zu bringen, mehr Sicherheit zu fordern, sogenannte False Flagg Anschläge. (Brabant- Anschläge in Beligien, Oktoberfestattentat, …)
• Stay behind Armeen putschten mehrfach gegen kommunistische, Linke, demokratisch gewählte Regierungen. Das war auch ihre Hauptaufgabe, mit ihrer Hilfe entfernt die CIA unbequeme Regierungen und installiert anschließend NATO Marionetten: 1967 in Griechenland, 1980 in der Türkei, 1961 in Frankreich (gescheitert – Warum wohl haben die Franzosen die NATO aus ihrem Land rausgeschmissen?!)
• Die italienische Gladio hatte die Aufgabe „Italiens Ausrichtung am Westblock unter allen Umständen zu garantieren, selbst wenn die Wähler eine andere Einstellung zeigen.“ (S. 62) – Wer da noch an Wahlen und Demokratie glaubt, ist naiv und beratungsresistent.
• In Frankreich wurde diese Armee von der Industrie gesponsert (Peugot z. Bsp), damit diese die Gewerkschaften, Sozialisten und Kommunisten schwächen. (S. 147) – Ich gehe mal davon aus, daran hat sich bis heute nichts geändert, nur dass nun wohl auch die Banken massiv sponsern würde ich vermuten.
• Laut FM 30-31 Handbuch der CIA ist „in Friedenszeiten Gewaltakte durchzuführen und diesen dann den Kommunisten anzulasten, um somit ein Klima der Furcht und der Wachsamkeit zu erzeigen (S. 361) “ Eine Standartvorgehensweise. - 9/11? Der Absturz der polnischen Regierung vor ein paar Jahren (die wollten eine Mittelmacht etablieren, die sich weder an Ost noch an West bindet).

Schlussfolgerungen:
• Kein einziger europäischer Staat kontrolliert seine eigenen Geheimdienste. Die sind alle in der Hand der CIA und des MI6 bzw. Außenstellen dieser Organisationen. Egal, was Foschepoth auch über Verträge schreiben mag, die Ausrüstung stammt seit dem zweiten Weltkrieg von der CIA und NSA, die Leute werden und wurden dort ausgebildet und die Geheimdienste kooperieren länderübergreifend miteinander als eine einzige Struktur, egal wer gerade regiert. Der italienische Geheimdienst wird durch ein geheimes Protokoll reguliert, das Italien von den USA aufgezwungen wurde (S. 116)
Es stellt sich nun nur noch die Frage, wer steuert die CIA, die die anderen Geheimdienste wie Marionetten tanzen lässt? Die Banken? Die amerikanischen Oligarchen?
• Da braucht man sich nicht mehr lange fragen, warum unsere SPD nicht mit den LINKEN zusammenarbeitet, obwohl die letzten Wahlen eine linke Mehrheit ergeben haben… Wer glaubt, dass diese Strukturen nicht mehr existieren, der irrt. Wenn Deutschland eine linke Regierung bekäme, hätten wir hier sehr bald einen Putsch durch diese CIA Truppen, da hat die SPD keinen Lust drauf, und dass die Politiker der Linken auch heute noch vom Verfassungsschutz beobachtet werden ist auch bekannt.
• Während die Sowjetunion ihre Archive öffnete, bleiben jene der Amerikaner verschlossen (S. 140). Wem sollten wir da wohl eher trauen? Den USA sicherlich nicht.
• „Es ist unsere Überzeugung, dass die erste Phase politischer Aktivität Bedingungen generieren muss, welche die Schaffung von Chaos in allen Strukturen des Regimes ermöglichen.“ (S. 193) – Klingt schwer nach Ukraine 2014.
• Mit ein paar ideologischen Zaubertricks bezeichnete Truman das korrupte und rechtslastige Regime in Athen plötzlich als demokratisch und tat deren Opposition als Terroristen ab( S. 333). Klingt erneut nach Ukraine 2014.

Fazit: „Die Fakten über Gladio zeigen, dass die Legislative nicht in der Lage war, die versteckten Zweige der Exekutive zu kontrollieren, und es in den Demokratien auf beiden Seiten des Atlantiks keine parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste gibt oder, wenn es sie gibt, sie nicht funktionieren. Schon lange ist bekannt, dass totalitäre Staaten eine ganze Reihe von Geheimarmeen unterhielten. Doch sollte ersthafte Fehlfunktionen auch in zahlreichen Demokratien zu entdecken ist zumindest überraschend.“(S. 380)
Hier irrt sich der Autor meiner Meinung nach. Im Westen hat es noch nie eine Demokratie gegeben. Wenn nur totalitäre Regime diese Mittel verwenden, muss man halt einsehen, dass man auch in einem totalitären Regim lebt und eben nicht in einer Demokratie oder nur in einer Scheindemokratie Marke DDR. Wenn es doch einmal zu demokratischen Wahlergebnissen kam, wurden diese gewählten Regierungen von den Geheimarmeen entfernt und durch Marionettenregime ersetzt. Der Osten und der Westen unterscheiden sich nur in einem Punkt, die im Osten wussten, dass es eine Farce ist, die im Westen glaubten an die Farce und waren und sind somit dümmer und naiver als der von ihnen bekämpfte Osten. Aber auch im Westen wachen die Menschen langsam auf und erkennen, dass alles, was sie bisher glaubten, eine Lüge ist.

Man kann an diesem Buch natürlich kritisieren, dass der Autor nicht auf Originalunterlagen zurückgreifen konnte, ABER Geheimdienste operieren nicht im Luftleeren Raum. Sie hinterlassen Spuren in der Realität wie Trevor Paglen auf der 30c3 in Six Landscapes sehr schön zeigte.

Was ich aus diesem Buch schließe? Wählen bringt nichts. Entweder man wählt brav seine Unterdrücker oder die gewählte Regierung wird ausgetauscht. Bisher wurde in Deutschland durch die Massenmedien verhindert, dass die CIA durchgreifen musste und die Illusion von Freiheit zerstört wurde. Warum die Politiker sich nicht währen und Mitspielen? Warum sie alle Rückratlose Wendehälse sind? Das ist Teil des Systems. Wählen bringt nichts.
Auch der Autor konnte nicht belegen, wer wirklich hinter all diesen Geheimarmeen steckt. Wer steuert die CIA? Wer bestimmt den Kurs, den dem der westliche Block zu folgen hat? DAS wäre meiner Meinung nach, eine sehr wichtige Frage und die Antwort ein Teil der Lösung des Problems.
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am 29. Dezember 2015
Wer die aktuelle Politik verstehen will, muss das gelesen haben !

Wer Angst davor hat, dass das Weltbild sich ändern könnte, soll es nicht kaufen.

An alle Franzosen: Das Buch ist auch auf französisch erhältlich !

Habt Mut !
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am 12. Dezember 2013
Ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen.(Spannend, verständlich, detailliert und für die Mächtigen sehr übel) Da haben in demokratischen Systemen Mächte etwas im Hintergrund gemacht, dass sogar heute noch nicht ganz aufgeklärt ist.
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am 7. März 2010
Ich schließe mich den positiven Rezensionen meiner Vorschreiber an. Es ist eine gut recherchierte, sachliche Abhandlung eines sehr brisanten Themas. Dass nicht alles lückenlos bewiesen werden kann, liegt in der Natur der Sache. So muss der Autor leider zuweilen auf Sekundärliteratur/-quellen zurückgreifen, aber - und das ist ein großes Plus - darauf weist Ganser im Vorwort hin.
Ganser bleibt zudem stets sachlich und wenig spekulativ. Außerdem ist das Buch weitestgehend verständlich und flüssig geschrieben. Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die mehrfachen kurzen Erwähnungen von bestimmten Personen und Ereignissen. Dies sind hier keine unnützen Wiederholungen sondern notwenige Erinnerungshilfen, die einem das Lesen erleichtern bei so zahlreich beschriebenen Institutionen und Personen. Sehr gut finde ich auch die abschließenden Erörterungen, wonach Ganser eine Operation wie Gladio nicht grundsätzlich verdammt, sondern präzise deren - nachweislichen - Gefahren analysiert.
Allerdings muss ich sagen, bin ich bei den Beschreibungen einiger Ereignisse manchmal mit den Jahreszahlen etwas ins Schlingern geraten. Dies ist gelegentlich etwas verwirrend, trotz der chronologischen Ereignisliste im Anhang. Einige Details konnte ich da nicht immer ganz unterkriegen. Zudem, und das muss auch erwähnt werden, sind besonders im Kapitel zu Deutschland relativ viele Fehler enthalten. Hier sollte das Lektorat etwas gründlicher arbeiten. Zudem hätte ich mir im Deutschland-Kapitel etwas mehr über die eventuellen Verstrickungen der RAF mit Stay Behind bzw. den Geheimdiensten gewünscht. Dazu sagt das Buch nur ansatzweise etwas.
Dennoch, alles in allem ist das Buch SEHR zu empfehlen; ein rundum gelungenes Standardwerk, um das man nicht herumkommt, wenn man sich für dieses Thema interessiert.
- Nachtrag: Ich habe nachträglich 5 Sterne vergeben. -
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am 21. Mai 2015
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, war mein Leben nicht mehr so wie es war. Das muss ich ganz klar sagen!
Dieses Buch hat mir so dermaßen die Augen geöffnet, was ich persönlich nie erwartet hätte. Liest es und Ihr versteht, was ich meine.
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am 6. März 2016
Daniele Ganser gibt hier einen sehr detaillierten und fundierten Überblick über die geheimdienstlichen Machenschaften der europäischen Nachkriegszeit. Sehr viele Fakten und Informationen. Viele politische Ereignisse werden Staat für Staat abgehandelt, von denen man zwar gehört hat, aber welche erst durch das Buch einem aus einem ganz anderen Blickwinkel klar, nachvollziehbar und erschreckend deutlich werden.
Manche Aufzählungen wiederholen sich zwar, aber das ist dem ursprünglichen Zwecke einer Dr.-Arbeit geschuldet.

Wer mehr über die Zusammenhänge von intereuropäischen Geheimdienstorganisationen und Aktionen, politische Ereignisse und deren Hintergründe sowie die US-Amerikanische Einflussnahme wissen möchte, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
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