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am 12. November 2009
Das Buch des Historikers und Journalisten Christoph von Marschall über Michelle Obama ist kein schnell geschriebenes Buch über die Frau des US-Präsidenten Barack Obama. Vermeintlich weiß die Welt ziemlich viel über die Frau, deren strahlendes Lächeln nicht nur die Amerikaner in den Bann geschlagen hat: Sie hat, aus einfachen Verhältnissen stammend, an einer Elite-Universität Jura studiert, in einer renommierten Anwaltskanzlei gearbeitet, dort ihren späteren Mann kennengelernt, und in Chicago zuletzt als Managerin eines großen Klinikums deutlich mehr Geld verdient als ihr Mann. Aber in dem Buch von Marschalls erfährt der Leser, wie sich Michelle während ihres Studiums als Schwarze an der 'weißen' Universität Harvard gefühlt hat. Woher ihr Familiensinn stammt und wie sie mit Barack durchaus nicht immer einer Meinung war, wenn es um dessen politische Ambitionen ging. Die Frau, die heute so vielfältig als glamouröse Projektionsfläche dient, wäre lange Zeit froh gewesen, wenn ihr Mann mehr an die Familie und deren Unterhalt gedacht als erst einen Sitz im Parlament von Illinois, dann einen Posten im Senat und schließlich die Präsidentschaft angestrebt hätte. Bis die Familie im vergangenen Januar im Weißen Haus in Washington einzog, hat auch das Ehepaar Obama wohl mehr als eine Diskussion über die Aufgabenverteilung in der Familie geführt. Das alles erzählt der Autor in einem klar gegliederten Buch, das die ersten Monate der Präsidentschaft Obamas einbezieht. Obwohl die Präsidentenfamilie mit Angaben über ihren bisherigen Lebensweg oft im Ungefähren bleibt, oder sich sogar in verschiedenen Interviews widerspricht, hat von Marschall viel Licht ins Dunkel gebracht, in dem er als Historiker stets mehrere Quellen herangezogen hat. Dass sein Buch dabei trotzdem gut lesbar bleibt, spricht wiederum für den erfahrenen Journalisten.
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Ohne einen direkten Zugang zur Person zu haben, über die ein Biograph schreibt, macht die Aufgabe nicht leichter. Allerdings finde ich es ebenso fraglich wie überflüssig, im Vorwort Mutmaßungen darüber anzustellen, ob persönliche Gespräche mit Michelle Obama Widersprüche und Missverständnisse aufklären würden. Das Verhältnis zu einer porträtierten Person ändert sich auf jeden Fall, wenn man ihr persönlich begegnet, ob man dies nun will oder nicht. Fest steht, dass Christoph von Marschall einer der wenigen deutschen Amerika-Korrespondenten mit einem White House Pass ist und den Werdegang der Obamas seit Jahren intensiv verfolgt. Und obwohl er nicht immer von seinen Quellen spricht, wird im Laufe der Lektüre schnell klar, dass der Autor dieses Buches mit der Kunst des Recherchierens noch so vertraut ist, dass er sein Heil nicht allein im Internet suchen muss. Allein schon für seine "altertümliche" Art der Informationsbeschaffung gebührt ihm ein Orden.

Bereits im ersten Kapitel "Amerikas neuer Liebling" wird der Leser auch in kulturelle, geschichtliche und gesellschaftliche Besonderheiten der USA eingeführt, ohne deren Kenntnisse sich die Popularität der ersten afroamerikanischen First Lady nur schwer verstehen lässt. Ob Michelle Obama sich während der Zeit gewandelt hat, in der sie im Rampenlicht steht, oder ob sie wie die meisten von uns zwei wahrnehmbar verschiedenen Seiten hat, lässt der Biograph letztlich offen. Und weil er im Kapitel "Gezähmte Naturgewalt" auch von den Grenzen des Zugangs spricht, leuchtet diese Vagheit ein. Im dritten Kapitel begibt sich Christoph von Marschall au Spurensuche, um dem Leser mehr über die Kindheit der First Lady berichten zu können. Und auch wenn wir dabei viel über South Carolina, Chicago und vergessenen Zeiten der Unterdrückung erfahren, bleibt doch vieles im Dunkeln. Mehr wissen wir über die Bildungsjahre von Michelle Obama und ihre Zeit als Anwältin. Chronologisch vorgehend nähert sich der Autor dann dem Paar Obama und den Schwierigkeiten, die sich durch Entscheidungen zwischen Familien- und Karrierefrau ergeben. Die Namen unbekannter Personen häufen sich dann, wenn der politische Wahlkampf ins Zentrum rückt. Ab diesem Zeitpunkt können gut informierte Leser ihre bisherigen Kenntnisse aus den Medien mit dem vergleichen, was ihnen Christoph von Marschall offeriert. Und obwohl ich vieles schon kannte, stieß ich doch immer wieder auf Betrachtungen und Erläuterungen, die für mich neu waren. Neu ist auch, dass wir in diesem Buch schon über das Leben im Weißen Haus informiert werden. Wobei der Autor nicht einfach Fakten an Fakten reiht, sondern auch persönliche Interpretationen wagt, ohne die eine Biographie schnell langweilig würde.

Mein Fazit: Mit Michelle Obama zieht nicht nur die erste afroamerikanische First Lady ins Weiße Haus ein, sondern auch eine andere Geschichte. Davon mehr zu erfahren, macht den Reiz dieses Buches aus. Und solange kein Autor über Michelle Obama schreibt, der sie persönlich kennt, wird es schwierig sein, diese erste Bestandesaufnahme zu übertreffen. Ach ja, fast hätte ich's vergessen, es gibt auch noch acht Seiten Farbbilder, die eifrigen Gala-Lesern allerdings nichts Neues bringen.
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am 31. Oktober 2013
Hatte mir mehr Informationen davon versprochen. War zum Teil etwas langweilig, manches aber auch ganz gut. Habe es weiter verschenkt.
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