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am 3. August 2009
Wer hat Angst vor Komplexität???

Wir leben aber in einer dynamisch komplexen Zeit, die es erforderlich macht, sich ständig zu adaptieren. Die Fähigkeit zu permanenter Anpassung ist sehr wichtig und im Idealfall reguliert sie sich selbst. Malik setzt, unter anderem diesen Prozess in Gang. Seiner Meinung nach sollten wir uns eine Fähigkeit unbedingt erhalten: nämlich die Fähigkeit zu lernen.

Je mehr Verhaltensweisen zur Verfügung stehen, umso mehr erhöht sich die Varietät. Je besser beispielsweise ein Fußballspieler trainiert wird, umso mehr strategische Vorgehensweisen kann er, spielend umsetzen: spontan in einem an Möglichkeiten explodierenden Spiel. Die persönliche Varietät erhöht sich zusätzlich, indem sich alle Spieler an die übergeordneten Regeln halten. Sie wird zur potentiellen Varietät, dem was an verschiedenen Konfigurationen möglich ist. Das individuelle, bewusst selbstorganisierte, heraus Agierende im gemeinschaftlichen Spiel kann nur in einem lebensfähigen System selektiert werden: das meint evolutionäres Prozessmanagement.
Ein lebensfähiges System ist charakterisiert durch eine lebensfähige Struktur; nicht umgekehrt! Kränkelt eines der Subsysteme, krankt das System als Ganzes, aber es gibt Möglichkeiten das System prozesshaft aus sich heraus lebensfähig zu machen. Die Lebensfähigkeit kann nicht konstruktivistisch, als Ziel definiert eingeführt werden sondern, sie ist ein aktiver Prozess des Systems.
Malik kombiniert evolutionär kybernetische Problemlösungsparadigmen auf die selbstorganisierenden spontan polyzentrischen Ordnungs-Systeme mit Hilfe der kybernetisch orientierten Managementlehre, in welcher ebenso zweckorientiertes absichtsgeleitetes Handeln möglich ist.
Er differenziert zwischen zwei Management Theorien, nämlich der konstruktivistisch technomorphen Managementtheorie, die sich durch unbeirrbares zweckrationales Handel mitverantwortlich zeigt für die Probleme von heute und andererseits der systemisch evolutionären Managementtheorie, die im Kern von einer spontan selbstorganisierenden Ordnung ausgeht.

Es mag paradox klingen, dass rationales Handeln es erfordern soll, Kenntnisse, die wir haben, bewusst ausser acht zu lassen; aber das gehört zu der Notwendigkeit uns mit unserer unvermeidlichen Unkenntnis vieler Tatsachen abzufinden, die relevant wären, wenn wir sie kennen würden (Hayek (Studien) 45 f. zit. n. Malik, 2000 f 227, Strategie des Managements komplexer System).

In komplexen Systemen, wie beispielsweise dem Wetter gibt es keine hundertprozentigen Prognosen. Aber es macht durchaus Sinn, sich neben den lokalen auch die regionalen Prognosen zu abstrahieren. Mit den bestmöglichen Informationen korrelieren im Prinzip die bestmöglichen Vorbereitungen; beispielsweise ein für Bergsteiger notwendiges Vorgehen. Große Unternehmen charakterisieren sich durch ihre Struktureigenschaften als komplexe lebensfähige Systeme aus. Sie sind im Idealfall selbstorganisierte spontane Systeme, welche sich von der Metaebene aus managen.
Wie die metasystemische Lenkung strategisch umgesetzt wird, erfährt man im 3 Kapitel des Buches. Zur Orientierung und als Ausgangspunkt der Systemmethodik wird das Viable System Modell des Kybernetik Altmeisters Stafford Beer in Kapitel 1 vorgestellt. Wie man Komplexität durch Problemlösen beherrschen kann und was eigentlich unter Komplexität zu verstehen ist, erfährt man in Kapitel 2.

Malik lehrt Komplexität und setzt vernünftige Grenzen des menschlichen Verstandes.

Wichtig ist es zu erkennen, dass das menschliche Wissen in komplexen Systemen niemals alle Informationen besitzt. Komplexe Systeme sind und das ist meiner Meinung nach der zentrale Gedanke, dennoch lenkbar; dadurch verlieren sie ihren gänzlich unkontrollierbaren Charakter. Malik bedient mit diesem Buch nicht nur die Management orientierte Leserschaft des 21 Jahrhundert, sondern es ist ein Standard Werk für jeden an Komplexitätsbewältigung interessierten Leser, der sich der Herausforderung des sehr umfangreichen Buchs stellt. Belohnt wird man mit einem ausgezeichneten Fundus an theoretischen Wissen und dem enormen Schatz der praktischen Erfahrungen die Malik auszeichnet und die er nicht müde werdend immer wieder einstreut.
Strategie des Managements komplexer Systeme ist das Rüstzeug für das 21 Jahrhundert und hat sich 6 Sterne verdient!
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am 25. Oktober 2006
Ein hervorragendes Buch für jeden, der sich beruflich ' als Manager, Coach oder Consultant ' mit dem Thema Komplexität auseinandersetzen will oder muss. Es ist erfrischend weit entfernt von den "Heilsversprechungen" anderer Managementbücher, die 'Checklisten für erfolgreiches Handeln' wie Unkraut in die Welt setzen. Malik schafft es, trotz des intensiven theoretischen Unterbaus in den ersten Kapiteln, in der alltäglichen Praxis des Managements zu bleiben und hilfreiche Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Komplexität zu geben. In seinem Kapitel über Strategien und heuristische Prinzipien hat er meiner Meinung nach alle strategischen Verhaltensweisen und Grundsätze zusammengefasst, die derzeit in den Managementetagen zu finden sind.
Beeindruckend ist die Strukturiertheit mit der er biologische Gesetzmäßigkeiten, wie das der Homöstase oder der Steuervorgänge in biologischen Systemen, auf die Ebene von Organisationen überträgt.

Das Buch ergänzt die Worte meines universitären Mentors, nach denen 'nichts praktischer ist, als eine gute Theorie' durch den Zusatz '... wenn sie denn in Handeln endet!'
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