Kundenrezensionen


23 Rezensionen
5 Sterne:
 (17)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Friedells genialer intellektueller Größenwahn
Die Schwarte aus der Zeit um 1930 habe ich vor drei Jahren mit großer Spannung und großem Gewinn gelesen (und zwar eine schöne Ausgabe von Beck auf Bibeldruckpapier, wohl aus den frühen 1960er Jahren). Nirgendwo sonst findet man so lebendig geschriebene Porträts, die z. B. das Denken Raffaels, Shakespeares, Bacons, Descartes', Lichtenbergs oder...
Veröffentlicht am 15. März 2011 von Jens J. Korff

versus
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältig
Zwiespältig ist mein Eindruck von diesem Buch, durch das ich mich endlich durchgekämpft habe.
Beeindruckend ist der Witz, die fast barock-überladene Sprache, die Belesenheit des Autors, die Kühnheit seiner Thesen, problematisch sein allzu unsachlicher, sich ständig selbstinszenierender Stil und seine bisweilen chauvinistische und...
Veröffentlicht am 7. August 2011 von flo


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Friedells genialer intellektueller Größenwahn, 15. März 2011
Die Schwarte aus der Zeit um 1930 habe ich vor drei Jahren mit großer Spannung und großem Gewinn gelesen (und zwar eine schöne Ausgabe von Beck auf Bibeldruckpapier, wohl aus den frühen 1960er Jahren). Nirgendwo sonst findet man so lebendig geschriebene Porträts, die z. B. das Denken Raffaels, Shakespeares, Bacons, Descartes', Lichtenbergs oder Schuberts beleuchten. Genial, wie es Friedell in seinem intellektuellen Größenwahn schafft, den jeweiligen Stil der verschiedenen Zeitalter nachzuzeichnen. Dabei ist er in seiner eigenen Haltung erstaunlich konservativ und antidemokratisch, andererseits aber von einer erfrischenden geistigen Unabhängigkeit und einer ergreifenden Humanität geprägt, die ihresgleichen suchen.
Ein paar seiner Marotten stören auch: seine maßlose Verehrung für Friedrich II. von Preußen, seine ostentative Verachtung für Österreicher, Juden und Frauen (sie so gut wie gar nicht vorkommen), seine merkwürdigen Biologismen, sein völliges Unverständnis von Darwin, Marx und der sozialistischen Arbeiterbewegung. Nun gut, man kann nicht alles in einem Buch haben.
Friedells Liebe zur Welt und zu den Menschen mag man aus diesen Zeilen ablesen, die zugleich Friedells Liebeserklärung an das Mittelalter enthalten:

"Man hatte eben [im Mittelalter] die Lehre Jesu voll begriffen, deren Kern in der ernsten und einfachen Mahnung besteht, zu glauben; nicht daran zu zweifeln, dass diese Welt ist und dass sie ein Werk Gottes ist; dass alles ist, auch das Geringste und Niedrigste: die Ärmsten und Einfältigsten, die Kinder, die Sünder, die Lilien und Sperlinge; dass dies alles ist, wenn man dran glaubt oder, was dasselbe ist, wenn man es liebt."
(2. Kap.: Die Seele des Mittelalters, S. 93)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei entsprechender kritischer Grundhaltung bringt die Lektüre dieses Werkes auch in Einzelteilen höchsten Lesegenuss, 3. Mai 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Egon Friedell wurde 1878 in Wien geboren. Er gehörte dort bis zu seinem Selbstmord einige Tage nach dem Einmarsch der nationalsozialistischen Hitlertruppen am 16. März 1938 zu den prägenden und bestimmenden Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens. 1927 veröffentlichte er den ersten Band seiner "Kulturgeschichte der Neuzeit" die er als Trilogie 1931 abschloss. C.H.Beck stellt sie hier in einer preiswerten gebundenen Dünndruckausgabe einem Publikum zur Verfügung, das, bei entsprechender Berücksichtigung der Umstände, auch nach fast 80 Jahren dieses Werk als ein geistiges und intellektuelles Erlebnis lesen kann und wird.

Ulrich Weinzierl schreibt in einem ausführlichen Nachwort, in dem er den zeitgenössischen Leser in die Gedankenwelt Friedells einführt und auch seine einmal als "Modultechnik" beschriebene Art der literarischen Produktion erläutert, seine Texte "wirken streckenweise, mit heutigen Augen gesehen, ideologisch bedenklich, manche Formulierungen sind die reinste Provokation."

Besonders deutlich wird es an der Religion. 1897 war Egon Friedell konvertiert, vom Judentum zum lutherischen Bekenntnis. Er hatte dabei keinerlei assimilatorische oder opportunistische Gründe, sondern seine Konversion geschah aus glühender Überzeugung. Und ähnlich wie bei anderen Juden in der Geschichte, wurde der Jude Friedell ein kämpferischer Antisemit. Auch in der hier vorliegenden "Kulturgeschichte der Neuzeit" hat er nicht verhehlt, dass er den "jüdischen Geist", den Einfluss der jüdischen Religion für ein großes Verhängnis hält.

Dennoch: wenn man all diese Bedenken, von denen Weinzierl Dutzende aufzählt, einmal beiseite lässt, "kapitulieren wir auch vor dessen Vorzügen." Mit selten gelesener Präzision umreißt der Untertitel Wesen und Konzept der Studie: "Die Krise der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg."

Alfred Polgar nennt Friedells Kulturgeschichte der Neuzeit 1950 "ein glänzend daneben gelungenes, an überzeugenden Absurditäten reiches, den Leser aufs vergnüglichste ärgerndes Buch einer laienhaften Fachmanns, dessen Fehler so erheblich sind wie das geistige Kapital, das er aus ihnen zu schlagen weiß."

Die eng bedruckten Seiten lesen sich auch deswegen und vor allem wegen ihrer sprachlichen und geistigen Frische wie ein Roman. Auch die Lektüre einzelner Teile davon bringt, wie gesagt, bei entsprechender kritischer Leserhaltung, hohen Gewinn.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunst und Philosophie, 15. September 2010
Seit 50 Jahren eines meiner Lieblingsbücher. Immer wieder gelesen und als Ausgangspunkt weiterer Studien benutzt. Tiefgründig und umfassend beschäftigt sich Egon Friedell mit der Entwicklung des jeweiligen Zeitgeists. Die Darstellung ist sprachlich geschliffen, dabei von großer Leichtigkeit und Eleganz des Ausdrucks. Ein überaus künstlerisches Werk zeigt uns die Geschichte der westlichen Kultur - gesehen durch ein Temperament, oder besser in genialer Zusammenschau. Prophetisch und humorvoll zugleich und bei aller persönlichen Anteilnahme von fast Zen-buddhistischem Gleichmut. Man möchte mit Walt Whitman sagen: "Camerado, hier berührst Du einen Mann!"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht, 27. Dezember 2007
"Literaten" wie Friedell mangelt es in unserer Zeit. Hier schreibt noch einer, der zu fesseln weiß, Zusammenhänge aufdeckt und dabei immer klar Stellung bezieht. Friedell konnte wie kein anderer die großen Bögen schlagen und dabei unterhalten.

Was sehen wir heute: Entweder unverständlich schreibende Wissenschaftler mit grauenhaften Stil, deren Werke mehr Fussnoten als Sätze haben, oder die faselnden Marionetten aus dem Medienzirkus/ Kulturbetrieb, die selbstgefällig in Ihren Büchern schwadronieren wie z.B. Roger Willemsen, Klaus Bednarz, Ralf Platzeck, Maybritt Illner etc.

Fazit: Friedel verbindet Stil, Witz und Kenntnissreichtum wie kein anderer.Ihn hätte ich mir einmal abend bei J.B. Kerner auf der Couch gewünscht. Da wären dem Kerner die Karteikarten um die Ohren geflogen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildungsereignis ersten Ranges, 13. Oktober 2010
Von 
Heino Bosselmann "Heino Bosselmann" (Rützenfelde, Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Friedells fulminantes Werk dürfte etwas für Leser sein, die insofern dem klassischen Bildungsgedanken folgen, als dass sie immer noch der Geistesgeschichte Priorität einräumen und das "big picture" nicht aus dem Kaffeesatz isolierter Quellenanalysen herauslesen wollen. Hier geht es nicht um das exemplarische Prinzip, sondern noch einmal, wohl ein letztes Mal um den Versuch einer umfassenden Darstellung des westlichen Denkens. Mit eindrucksvoller Belesenheit, reichen lexikographischen Bezügen, aber mit einem ebensolchen Einfühlungsvermögen in den Geist der Epochen und Strömungen entwirft der tragische Autodidakt Friedell ein Gemälde europäischer Geschichte von Mittelalter bis Neuzeit. Er vermittelt eine Art diagnostischen Einblick, der zu zeigen versucht, aus welchen Nöten heraus die einzelnen Abschnitte europäischer Geschichte mit welchen Sehnsüchten, Idolen und Ausdrucksmitteln ihr inneres Selbstverständnis erzeugen. Das ist der Versuch einer völlig aus der Mode gekommenen idealistischen Geschichtsauffassung, gepaart mit einem Kulturpessimismus, wie er sich härter noch etwa bei Oswald Spengler findet und typisch ist für die Desillusionierungen innerhalb der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Den Zusammenklang von Politik, Wirtschaft, Technik, Denken und Kunst kann Friedell in seiner Ganzheit präsentieren. Über die historischen Darstellungen hinaus ist das Werk zudem ein literarisches Ereignis. Dem pragmatischen Leser, der vor dicken Bänden erschrickt, sei empfohlen: Man kann Friedell getrost kapitelweise lesen, indem man einen Abschnitt, der einen schon immer interessierte, einfach so herausgreift.Der Untergang des Abendlandes: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 27. November 2007
Ein Klassiker! Schön, dass es das wieder gibt. Egon Friedell ist sonst nur ein Name aus dem Deutschunterricht. Aber das ist Wiener Kultur. Ein empfehlenswertes Buch. Warum nicht einmal als Urlaubslektüre? Kann bei den 1500 Seiten ruhig ein längerer Urlaub sein ...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch! Genialer Mann, bewegt sich unfassbar eloquent durch die Epochen, 30. September 2009
Von 
R. Sachße (Schwarzwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe im Studium (u.a. Ideengeschichte der Kunst) mit diesem Buch gelernt und muss sagen, das ist eines der wenigen Bücher das man gelesen haben sollte; und zwar von Vorne bis Hinten. Ich erwähne jetzt mal nicht wer darin alles vorkommt, das haben andere Rezensenten vor mir schon erledigt, aber ich erwähne dass dieses Buch wie ein "fortlaufender" Roman aufgebaut ist und dementsprechend leicht verständlich liest es sich auch. Das ist erzählte Geschichte!
Bitte LESEN!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anregendes und unterhaltsames Geschichtspanorama, 10. Juni 2013
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kulturgeschichte der Neuzeit (Broschiert)
Egon Friedell, eigentlich Egon Friedmann, (1878-1938) war ein österreichisches Multitalent, das auf allen Gebieten der Künste und Wissenschaft zu Hause war, er war Schriftsteller, Kabarettist, Schauspieler, Theater- und Kulturkritiker. Literarisch machte Friedell vor allem durch seine Essays, Aphorismen und Kabaretttexte auf sich aufmerksam und avancierte so zu einer zentralen Gestalt des Wiener Feuilletons.

Berühmt wurde Friedell durch seine dreibändige „Kulturgeschichte der Neuzeit“, die in einem stark essayistischen Stil neue historische Zusammenhänge aufzudecken suchte und die Thomas Mann dazu bewegte, den Verfasser einen der größten Stilisten deutscher Sprache zu nennen. Die monumentale Kulturgeschichte, die der Autor mit dem Untertitel „Die Krisis der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg“ versehen hatte und deren drei Bände von 1927 bis 1931 im Münchner C. H. Beck Verlag erschienen, stellt die kulturelle Entwicklung der westlichen Zivilisation vom Beginn der Renaissance bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts dar. Sie umspannt als Panorama alles, was die europäische Seele in diesem halben Jahrtausend bewegte und erschütterte.

Friedells Werk ist eine persönliche Kulturgeschichte, indem der Autor versuchte, in die historische Materie vom Standpunkt des Künstlers einzudringen, der die Fakten so formt und beleuchtet, dass in ihnen die „Seele des Zeitalters“ erkennbar wird. Egon Friedell schildert auf originelle und geistreiche Weise zahlreiche historische Ereignisse. Daneben gibt es Skizzen und Porträts von europäischen Geistesgrößen, wie Shakespeare, Goethe und Schiller, Mozart, Balzac oder Wilhelm Busch.

Das umfangreiche Werk gliedert sich in eine Einleitung, in der Friedell seine Methodologie erläutert, in fünf chronologisch geordnete Bücher und einen Epilog. Das Buch eines „Dilettanten“ wurde ein großer Erfolg und ermöglichte Friedell, in der Folge als freier Schriftsteller zu arbeiten. 1937 wurden seine historischen Schriften von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und verboten.

Obwohl Egon Friedell nach eigenen Worten bemüht war, „eine möglichst unwissenschaftliche Darstellung zu geben“, hat das Werk bis heute viel von seiner Frische und Faszination bewahrt. Niemals vorher oder nachher ist die Kultur des Abendlandes so umfassend und amüsant dargestellt worden. Seit über siebzig Jahren hat sich die „Kulturgeschichte“ zu einem wahren Longseller entwickelt und gilt immer noch als ein Geheimtipp.

Im Diogenes Verlag liegt nun die 2. Auflage der opulenten Taschenbuchausgabe „Kulturgeschichte der Neuzeit“ vor. 2008 erschien hier bereits eine Hörbuchfassung (gelesen von dem bekannten Synchronsprecher Achim Höppner) auf einer MP3-Audio-CD, die ausgewählte Kapitel dieses außergewöhnlichen Geschichtswerks dem Hörer auf faszinierende Weise näher bringt.

Nach über achtzig Jahren ist die „Kulturgeschichte der Neuzeit“ immer noch ein anregendes, lebendiges und begeisterndes Buch. Es ist ein enzyklopädisches Gedankengebäude, das auch im 21. Jahrhundert Bestand hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So sollen Geschichtsbücher sein!, 2. April 2011
Von 
Meknes (Klagenfurt, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kulturgeschichte der Neuzeit (Broschiert)
Lassen sie sich vom Umfang und von der Einleitung nicht abschrecken,sie werden mit einem großartigen Buch belohnt. Egon Friedell, kein Historiker, aber ein ungemein belesener und gebildeter Mensch schildert seine subjektive Kulturgeschichte der Neuzeit,ausgehend von der Schwarzen Pest im 14. Jhdt. Er beleuchtet vorrangig Politik, Philosophie, Literatur aber auch Malerei, Plastik, Naturwissenschaften, Mode und Essgewohnheiten.
Dabei erklärt er nebenbei warum er beispielsweise Raffael für überschätzt hält, oder warum Schiller der bessere Theaterdichter als Goethe war. Er schreibt niemals verstaubt oder langweilig, lockert die Schilderungen durch Anekdoten auf und schafft es Zusammenhänge übersichtlich und bildlich darzustellen. Dabei kommt er fast gänzlich ohne Jahreszahlen aus.
So wünscht man sich Geschichtsbücher.
Dem Leser würde ich empfehlen, ein Fremdwörterbuch und einen Bleistift für Notizen bereitzuhalten.
Für dieses Buch sind 5 Sterne eigentlich zu wenig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unentbehrliches Sachbuch, 16. März 2008
Statt fader Zahlen und Feldherrennamen entdeckt der Leser so die Zusammenhänge zwischen den vorherrschenden Zuständen, der Philosophie der Zeit, der Lebensumstände, begreift die Veränderungen im Theaterwesen, in der Kunst und selbst in der Mode und spürt, wie die Geschichte fortschreitet. Hierbei wird Einiges an Wissen vorausgesetzt. Doch benötigt es lediglich das erlernte Schulwissen, um mit den Texten Schritt halten zu können.

Die "Kulturgeschichte der Menschheit" ist nicht nur allein von ihrem Umfang her kolossal. Sie umfasst bedeutsame Jahrhunderte, die den Grundstein für unsere Kultur legten, und beschreibt europaweit die Veränderung, die dazu führten, dass die Gegenwart so wurde, wie sie ist. Auch wenn dieses Werk vor über fünfzig Jahren geschrieben wurde, hat es dennoch nichts von seiner Aktualität verloren. Denn hier wird Geschichte nicht nur lebendig, sondern auch begreifbar, da man die Beweggründe, die Zusammenhänge erfährt und so die Veränderungen miterleben, mitlesen kann. Da der Autor imstande ist, nicht nur gelehrt, sondern auch packend und interessant zu schreiben, liest man sich begeistert durch die 1500 Seiten und hat danach weitaus mehr begriffen und behalten als von dem, was in der Schule gelehrt worden ist.

Dieses Buch ist ein unentbehrliches Sachbuch für alle, die begreifen möchten, wie Geschichte entsteht. Wunderbar blumig und fesselnd erzählt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Kulturgeschichte der Neuzeit
Kulturgeschichte der Neuzeit von Egon Friedell (Audio CD - September 2011)
EUR 29,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen