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Kundenrezensionen

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am 8. Dezember 2012
Wieder ein durchaus empfehlenswerter "Markaris". Allerdings fiel mir wieder auf, dass der Autor offensichtlich eine Vorliebe hat für die ausführliche Beschreibung der Straßen- bzw. Verkehrsverhältnisse in Athen. Für den Nicht-Athen-Kenner ist ein Stadtplan zum besseren Verständnis ganz empfehlendswert.
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am 12. Januar 2013
Alles in Ordnung, würde wieder dort bestellen. Was mich ärgert und nicht korrekt finde, ist, wenn ich zwei oder mehrere Bücher bei ein und demselben Anbieter bestelle, dass ich dann diese in einem Paket bekomme aber zweimal Porto bezahlen muss.

Gruß Klaus Steinberg
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am 2. August 2011
In seinen bisherigen Kriminalromanen um den Athener Kommissar Kostas Charitos hat sich dessen Schöpfer, Petros Markaris, einer der bedeutendsten Autoren des gegenwärtigen Griechenlands, schon des Öfteren mit aktuellen und auch historischen politischen Fragen befasst. Diese Bücher haben Petros Markaris nicht nur einen Kultstatus unter einer gewissen Schicht der Krimileser verschafft, sondern auch das Bild Griechenlands bei ihnen geprägt. Ähnlich wie manche italienischen Autoren wie Camilleri ("Petros Markaris gefällt mit außerordentlich") und auch zuletzt immer stärker Gianrico Carofiglio, kritisiert Markaris mit viel Witz und hintergründigem Humor die Verhältnisse. Seine Analyse ist zuweilen scharf und beißend, und dennoch scheint er die griechischen Verhältnisse auch zu lieben und wirbt zwischendurch immer wieder um Verständnis beim Leser.

Schon lange vor dem Erscheinen seines neuen Romans haben zusammen mit dem Rezensenten auch viele andere Liebhaber seiner Bücher mit Spannung darauf gewartet, wie er nach seinen zahlreichen Interviews in deutschen Medien über die sozialen Spannungen in Griechenland nach dem "Ausbruch" der Finanzkrise dieses Thema in einem Kriminalroman bearbeiten würde. Denn dass er einbauen würde, war klar.

Und, um es vorweg zu sagen: es ist ihm hervorragend gelungen. Zu Beginn des wie immer spannenden neuen Buches heiratet Kostas' Tochter Katerina, promovierte Juristin ohne Job ihren Arzt Fanis, mit dem sie schon einige Jahre zusammen lebt. Und noch eine Neuerung hat es gegeben seit dem letzten Fall: Kostas Charitos hat seinen alten Fiat Mirafori verschrotten lassen und sich einen neuen Wagen gekauft, natürlich auf Kredit.

Trotz der nicht geringen Kosten für Auto und Hochzeit kommen Kostas und seine Frau Adriani mit seinem Gehalt ganz gut hin, und obwohl sie selbst nicht wissen, wie lange sie ihre Raten noch zahlen können, kommentiert er immer wieder bissig und sarkastisch die sich durch das ganze Buch hinziehenden Kommentare seiner Kollegen, die sich darüber aufregen, dass sie im Zuge der in ihren Augen von Deutschland und anderen Ländern der EU durchgedrückten Sparmaßnahmen nun keine 14-15 Monatsgehälter mehr bekommen und nicht schon weit vor ihrem 60. Lebensjahr in Rente gehen können.

Man kann den ganzen Roman lesen als ein aktuelles Soziogramm der griechischen Gesellschaft und ihrem Umgang mit dem Ende ihres jahrzehntelangen Lebens auf Pump.

Kaum sind die Hochzeitsfeierlichkeiten abgeschlossen, werden innerhalb von wenigen Tagen zwei Banker auf grausame Art umgebracht. Der Mörder hat sie aus nächster Nähe mit einem Schwert geköpft und auf ihre Kleidung einen Zettel geheftet, auf dem ein großes D prangt. Insbesondere die Medien, aber auch Teile des Polizeiapparats schließen einen Terroranschlag nicht aus. Man vermutet natürlich Zusammenhänge mit der aktuellen Krise und dem sich in der Bevölkerung immer weiter zuspitzenden Hass auf die Banken, denen man die Schuld an der ganzen Misere gibt, so als hätten die Bürger nicht jeden einzelnen ihrer "faulen Kredite" selbst und bei vollem Bewusstsein unterzeichnet.

Dann ist über Nacht die Stadt mit Plakaten voll geklebt, auf denen die Bürger aufgefordert werden, keine einzige Rate mehr zu bedienen. Und dann geschehen noch weitere Morde, wieder Enthauptungen. Die Stimmung im Polizeiapparat ist hypernervös, andauernd muss Kostas zusammen mit seinem Chef zum Minister, den sie auch irgendwann davon überzeugen können, dass alle Indizien gegen ein terroristisches Motiv sprechen und der Täter woanders zu suchen ist.

Die Zusammenhänge, die Petros Markaris in diesem Buch herstellt und die letzten Endes zur Aufklärung der Mordfälle führen, sind genial konstruiert und lange für den Leser überhaupt nicht offensichtlich, was das Buch zu einem echten pageturner macht. Ein Buch, ein Roman, dem es mit einer fiktiven Handlung wieder einmal gelingt, die aktuellen griechischen Gesellschaftskonflikte transparent zu machen und sich hervorragend in die Mentalität der Griechen einfühlt. Bei allem Spott, den Markaris zeitweilig übrig hat, bei aller Ironie, die er sprachlich brillant einstreut, ist er aber nie larmoyant oder gar besserwisserisch. Er beschreibt die harte Realität der Griechen mit scharfer und spitzer Feder, aber nie ohne eine stille Solidarität mit ihnen und ihrer Lebensweise.

Ein brillanter Roman aus einer der besten Krimireihen auf dem Markt, von der man gerne noch weitere Bände lesen wird.
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am 11. Juni 2013
Dieser Roman lohnt wirklich die Lektüre, wenngleich es nicht der Kriminalfall ist, der ihn lesenswert macht, sondern eher das Drumherum: Markaris' Beschreibungen des griechischen Alltagslebens in den Zeiten der Finanzkrise, die pointierte Brisanz, die Aktualität und die Verständlichkeit eines eigentlich komplexen Themenbereichs, auch für einen Laien der Finanzwelt zu erschließen, machen den Krimi spannend und aufschlussreich. Nicht zuletzt trägt der Schreibstil des Autors zum Lesevergnügen bei; Insbesondere das Kapitel zum Fußballendspiel lädt zum Schmunzeln ein. Fazit: Durchaus ein Must-Read, nicht unbedingt für den Krimifan, der auf der Suche nach einem fesselnden Thriller ist, aber allemal für den engagierten Schmökerer, der sich ein paar Stunden gut unterhalten lassen will.
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am 22. August 2012
Ich stimme der "Top 10 Rezension" vollkommen zu: der Autor hat es geschafft, einen interessanten Krimi zu schreiben und einen einfühlsamen Einblick in die Situation Griechenlands im Jahr 2010 zu geben. Bin gespannt, mit welchen Einschnitten sein Kommissar in den Folgejahren noch konfrontiert wird.
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am 23. Februar 2016
Eine Reihe von Rezensenten haben es bereits sehr schön auf den Punkt gebracht:
Der Verkehrsbeschreibung in Athen wird im Vergleich zur Krimihandlung eindeutig zu viel Raum gegeben, die Story plätschert und das Motiv des Täters ist nicht wirklich nachvollziehbar. Die Wirtschaftskrise in Griechenland als Hintergrund fand ich interessant und das hat mir am Buch gefallen. Mit Kopfschütteln habe ich beim Lesen auf einen der Morde reagiert: Jemanden in einem Auto am Steuer mit einem einzigen Schwerthieb zu köpfen - völlig unvorstellbar. Es war mein erster Krimi von Markaris, den ich auf Grund des hohen Lobes mit großen Erwartungen gelesen habe - er wird der einzige bleiben
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am 1. Januar 2012
In Athen herrscht der Ausnahmezustand: Eine Demonstation jagd die nächste, täglich erfährt Kostas Charitos, Mordermittler der Athener Polizei, von neuen Einsparprogrammen der griechischen Regierung, die auch vor seinem Weihnachtsgeld und seinen Rentenansprüchen nicht halt machen. Als zwei Bänker von einem unbekannten Täter enthauptet werden und wenig später in Athen zahlreiche Aufrufe zum Banken-Boykott auftauchen, scheint die Bankenkrise auch Charitos Berufsalltag erreicht zu haben. Charitos glaubt nicht an eine neue Terrorgruppe, doch Vorgesetzte und Politiker fordern schnelle und sichtbare Erfolge. Charitos vermutet den Täter in einer anderen Richtung und schon bald geben ihm die Entwicklungen recht.

Vieles erinnert mich in "Faule Kredite", dem ersten (und letzten) Kostas Charitos Krimi, den ich gelesen habe, an Donna Leons Commissario Brunetti: Das Wechselspiel zwischen Charitos und seinem Vorgesetzten, dessen attraktive und kluge Vorzimmerdame, die detaillierten Beschreibungen, wenn sich Charitos durch seine Heimatstadt Athen bewegt, und die eingestreuten Details zu Charitos Familienleben in ständiger Sorge um die Zukunft der eigenen Tochter. Der augenscheinlichste Unterschied zu den Donna Leon Krimis ist die Erzählperspektive. Bei Markaris erzählt Charitos selber, in der Ich-Perspektive, kein allwissender Erzähler hält die Fäden in der Hand.

Leider funktioniert "Faule Kredite" nach einer der simpelsten Maximen der Krimiliteratur: Diejenige Figur, die von Beginn der Erzählung an immer wieder in kleinen Auftritten erscheint und auf den ersten Blick so gar nichts mit dem Geschehen zu tun zu haben scheint, ist am Ende der Täter. So werden erfahrene Krimileser lange vor Charitos die Mordserie aufgeklärt haben, während Charitos noch durch den alltäglichen Athener Stau von einem Verdächtigen zum nächsten fährt. Zur Auflösung bedarf es dann einiger mit sehr grobem Werkzeug gezimmerter Zusammenhänge, denn Tat und Motif passen nicht wirklich zusammen.

Im Klappentext heißt es zum politischen Umfeld dieser Kriminalerzählung: "Petros Markaris beschreibt die harte Realität, mit der die Griechen heute konfrontiert sind, ganz ohne Larmoyanz ...". Dieses Statement geht an der Realität von "Faule Kredite" leider völlig vorbei. Ganz im Gegenteil läßt Markaris seine Romanfiguren permanent über die griechischen Sparmaßnahmen klagen. Als deutschem Steuerzahler fällt es mir dabei sehr schwer, die Tragik darin zu erkennen, wenn griechische Polizisten zukünftig nicht mehr mit 55 (!), sondern mit 60 Jahren in Rente gehen werden. Für Charitos Kollegen ist diese Maßnahme aber der Abgesang auf das christliche Abendland.

Zugleich gibt sich Charitos (bzw. Markaris) mit einer äußerst oberflächlichen Beschreibung finanzwirtschaftlicher Zusammenhänge zufrieden, die zwar ausreichen um den Mord an einem Hedgefond-Manager in Szene zu setzen, aber schon beim Versuch, eine Verbindung zwischen zahlungsunfähigen griechischen Geschäftsleuten und der Arbeit internationaler Rating-Agenturen zu ziehen, verharrt Markaris/Charitos in populistisch-gefärbten Phrasen.

Geradezu dümmlich wird "Faule Kredite" dann, wenn Markaris das schwierige griechisch-europäische Verhältnis in der aktuellen Krise thematisiert: "Das Gute an den Europäern ist, dass sie mit den Entschuldigungen immer schnell bei der Hand sind, ob es sich nun um Beleidigung oder um Völkermord handelt." (S. 368) Dieser Satz ist politisch und historisch dermaßen dämlich, dass es schon erstaunlich ist, dass er es unbeschadet über den Schreibtisch eines Lektors geschafft hat.

Ein Kleinigkeit ist mir noch im Umschlagtext ins Auge gestochen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass die deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit dem Autor erneut durchgesehen wurde. Was hat das zu bedeuten? Auffällig ist, dass zwar kräftig auf die Europäer geschimpft wird, die deutschen aber als explizite Adressaten nirgendwo erwähnt werden. Wer die tatsächliche Situation in Athen verfolgt hat, weiß, dass gerade die Deutschen (und ihre Kanzlerin) als Inbegriff der EU von den Demonstranten attakiert worden sind. Wurde "Faule Kredite" etwa für den deutschen Markt verkaufsfördernd entschärft? Ist im Original tatsächlich ein holländischer Diplomat der Inbegriff zentraleuropäischer Arroganz oder wurde für die deutsche Version der deutsche Amtsträger flugs durch seinen Nachbarn ersetzt? Vielleicht hat jemand das griechische Original von "Faule Kredite" gelesen und könnte einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.

Insgesamt ist "Faule Kredite" in meinen Augen bestenfalls ein durchschnittlicher Krimi, der zwar vielversprechend beginnt, dann aber vom Autor überkonstruiert zur Auflösung geführt wird. Insgesamt wenig originell, politisch auf Boulevardniveau, daher nur zwei Sterne.
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am 1. April 2015
Man kann das Buch als Krimi lesen, muß aber nicht. Für Diagonal-Leser und zum Auffrischen der Kenntnisse über die griechische Wirtschaftsmisere (wer weiß das immer noch nicht?) vielleicht geeignet, aber von Markaris bin ich Besseres gewöhnt. Detailverliebtheit gehört zwar zu dem Autor, sorgfältige Recherche auch aber hier ist von einem zuviel, vom anderen zu wenig.
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am 4. März 2014
Na ja, das Buch ist eher was für Griechenlandkenner. Am Anfang spannend, ist das Ende doch eher flau, man kann sich nicht entscheiden, ist es Krimi oder ein Buch über die Wirtschaftskrise. Und die vielen Strassennamen aus Athen, sind doch eher ermüdend. Aber immer ein Buch für Strand und Urlaub, da es sehr einfach geschrieben ist.
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am 6. November 2013
Ein interessanter Autor, der die griechische gegenwart gut beschreibt... Allerdings sind fast auf jeder 2. Seite alle möglichen Verkehrswege in Athen genau beschrieben. Das ist manchmal ein wenig "too much"... Ansonsten: ein eher klassischer Plot, aber gut eben die lokale Atmosphäre Athens...
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