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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmal quer durch die USA
"Fast Genial" ist ein rührendes Roadmovie, das sich mit den Themen Identität, Erwachsen werden und der Suche nach Glück und Erfüllung beschäftigt. Diese werden von Benedict Wells locker in seinem klar strukturierten Roman angerissen, während sich die Rahmenhandlung um den Teenager Francis Dean dreht, der eigentlich ein klassisches...
Vor 22 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leicht verdaulicher "Roadmovie" mit unreifem Helden
Francis lebt mit seiner manisch depressiven Mutter in einem heruntergekommenen Trailerpark in einer langweiligen Kleinstadt in New Jersey. Der siebzehnjährige war früher ein guter Schüler und auch ein erfolgreicher Ringer seiner Schulmannschaft. Die Trennung seiner Mutter von Stiefvater und Bruder hat ihn jedoch aus der Bahn geworfen. Als seine Mutter...
Vor 23 Monaten von R.E.R. veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 8. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fast genial. Roman (Taschenbuch)
Um es vorweg zu nehmen: Dieses Buch hat mich wirklich überzeugt und es würde mich nicht wundern, wenn wir den Inhalt irgendwann als Road-Movie in den Kinos haben!

Die Story in Kürze: Francis lebt mit seiner psychisch erkrankten Mutter in einem Trailerpark einer amerikanischen Kleinstadt. Seine freie Zeit verbringt Francis vor allem mit Groover, der eher ein Außenseiter ist, jedoch für Francis ein guter Freund. Als Francis Mutter erneut in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, lernt er dort die suizidale Anne-May kennen. In dieser Zeit erfährt Francis auch Anhaltspunkte über seinen leiblichen Vater, die ihn dazu bewegen, auf die Suche nach diesem zu gehen. Auf dieser Reise, die quer durch Amerika führt, begleiten ihn Groover und Anne-May.

Rezension: Drei junge Erwachsene, jeder mit seiner eigenen Geschichte sowie mit seinen eigenen Problemen und persönlichen Verletzungen, gehen zusammen auf eine Reise, die durch Emotionen, Hoffnungen, Träume und Erwartungen geprägt ist. Alle Charaktere in diesem Buch sind sehr gut herausgearbeit und treffend beschrieben. Gerade das Miteinander, die damit verbundenen Freuden und gegenseitigen Verletzungen, machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Die Beziehung zueinander und die Zerrissenheit, die jeder Einzelne mit sich trägt, erschließt sich beim Lesen wie selbstverständlich. Es gibt keine unnötigen Längen und Wells gibt genau an den richten Stellen genügend Informationen. Beachtlich ist zudem, wie Wells in seinem Buch gesellschaftlich relevante Themen anspricht. Teilweise zwischen den Zeilen, aber trotzdem mit Gewicht.

Fazit: Ein Buch, in dem viel mehr steckt, als die bloße Beschreibung einer ereignisreichen Reise!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast genial - nein: Genial!, 3. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Ich habe schon lange nicht mehr mit dem Finger gelesen, so atemberaubend fand ich den Roman. Der Finger sorgte dafür, dass ich auch alle Wort las und nicht überflog, weil es so aufregend geschrieben ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder ein echter Wells, 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Er versteht es den Leser sowohl zum Lachen als auch zum Weinen zu bringen. Gutes Buch mit interessantem Schluss. Lesenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gene und ihre fraglich bestimmende Auswirkung auf das Leben..., 1. September 2013
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fast genial. Roman (Taschenbuch)
Auch in dem 2011 erschienenen, dritten Roman des 1984 geborenen Müncheners Benedict Wells geht es um das Leben in seinen Hoffnungen wie auch in seinem Scheitern, diesmal ist der junge Autor angeregt worden zu seinem Plot über eine tatsächlich 1980 von Robert Klark Graham gegründete "Samenbank für Genies" bei San Diego in den USA. Die Spender waren allesamt Nobelpreisträger und Graham wurde darüber zum Pionier der künstlichen Befruchtung. Seine Ideen sind natürlich umstritten – damals wie heute. Mit Grahams Tod 1997 schloss die elitäre Samenbank ihre Pforten, doch ihr Erbe lebt in unzähligen Kindern fort.

Die Handlung des Romans spielt komplett in Amerika: Francis Dean, ein fast achtzehnjähiger junger Mann, lebt mit seiner mal wieder wegen Depression in die Psychiatrie eingelieferten alleinerziehenden Mutter in einem Wohnwagen-Park des amerikanischen Ostens in ziemlich ärmlichen Verhältnissen, ohne Chance auf Besserung seines Schicksals. Sein vermögender Stiefvater ist irgendwann nach New York gezogen und hat ihn und seine Mutter im Elend sitzen gelassen. Und seinen richtigen Vater kennt er nicht. Bei Besuchen seiner Ma in der Psychiatrie lernt er in Anne-May eine interessante und schöne, zwei Jahre ältere junge Frau und ebenfalls Patientin kennen, in die er sich sofort verliebt. Als seine Mutter mit Suizidversuch eingeliefert ist, entdeckt er ihren Abschiedsbrief, darin teilt sie Francis mit, daß er Sohn eines Harvardabsolventen sei, der einen IQ von 170 habe. - Er beschließt daraufhin, diesen Vater im fernen Kalifornien zu suchen, und zwar begleitet von Anne-May wie auch von seinem Freund Grover, ein Kind reicher Eltern, der einen Chevy beisteuern kann.
Was folgt, ist eine sehr interessant geschilderte Fahrt dreier junger Menschen, ein Roadmovie über die Suche des eigenen Weges, mitunter auch sehr ernüchternd und enttäuschend, zuletzt mit einem für den Leser offen gelassenen Ende.

Das Thema Gene und ihre fraglich bestimmende Auswirkung auf das Leben wird gut umgesetzt von Wells. Die Lektüre lohnt auf jeden Fall. (01.09.13)
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4.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Ich schreibe nur sehr selten Rezensionen und wenn dann nur zu den Büchern die mich wirklich berühren und mich zum nachdenken bringen:

Fakt ist das Buch hat mich gepackt, ich hatte es in drei Stunden verschlungen und besonders dem Ende kaum atmend entgegengelesen.
Auf den Inhalt ist schon genug eingegangen worden - die Geschichte hält, was der Umschlag verspricht. Deswegen möchten ich mir und Euch das Widerkauen sparen.

Die Story ist gut, Charaktere (wenn auch etwas klischeehaft) auch, sie gingen mir nahe, trotz zum Teil etwas hölzernen Stiles und erzählenden Passagen, andererseits passt die Sprache zum Helden und alles andere hätte vielleicht zu aufgesetzt gewirkt. Ich kenne noch keine anderen Werke von Wells (bin aber schon neugierig darauf) und habe somit keinen Vergleich zu seinen stillistischen Fähigkeiten.

Ich hatte allerdings nie richtig das Gefühl bekommen, die Geschichte würde wirklich in Amerika spielen, dafür fehlte mir die Atmosphäre und Details, die auch authentisch wirken und nicht wie aus einem Roadmovie abgeschaut... Dabei sollte der Autor Amerika bereist haben...

Die Geschichte gibt einiges zum Nachdenken, das spricht für den Autor, ja auch das offene Ende (über das ich mich ärgere und das aber so und wahrscheinlich nur so geschrieben werden musste. Einerseits gehört Mut dazu, so eine Situation offen zu lassen, andererseits denke ich: "Was soll das, hattest du denn diesen anderen Mut nicht, dich zu entscheiden, wie es enden soll?"
Ich bin fast drauf und dran dem Autor eine Mail zu schreiben und ihn für die Gründe diesen Endes auszufragen ;-)

Es ist teilweise genial, teilweise eben nur fast genial und teilweise hat das Buch auch liebenswerte Schwachstellen, passt somit zum Helden und irgendwie auch komplett zu unserer Generation, das Geschehen wirkt mal neblig, mal scharf, mal surreal, mal wie direkt von neben an. Aber im großen und ganzen mag ich dieses Buch.
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5.0 von 5 Sternen Genial, 6. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Fast genial. Roman (Taschenbuch)
Ein wunderbares und überraschendes Buch! Ein Eintauchen in das Leben von Jugendlichen mit all Ihren Problemen in die Welt zu gehen und Ihren Platz zu finden!Genau die richtige Sommerlektüre.
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5.0 von 5 Sternen Fast Genial, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
... und wieder ein Buch von Benedict Wells, das angreift, mitnimmt und berührt. Eine Geschichte, die einen
quer durch USA führt. Von Höhen und Tiefen, Freundschaft und das Glück, das man nicht immer festhalten kann.
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4.0 von 5 Sternen Ich hasse es!, 19. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein wunderschönes Buch, das mir sehr gefallen hat - bis auf die letzte Seite!
Ich hasse offene Enden!
Und ich erzähle euch warum:
Ich habe mir dieses Buch gekauft, den Autor dafür bezahlt, dass er mir eine Geschichte
erzählt, die ich nun konsumieren kann. Aber, nein! Er kommt seiner Verpflichtung nicht
nach. Er liefert mir kein Ende, weder ein Happy noch sonst irgendein End.

Zunächst habe ich das Buch nur sehr langsam gelesen, weil mir der Schreibstil sehr gut
gefallen hat und es eines der wenigen Bücher war, von denen ich mir gewünscht habe,
dass sie nicht zu Ende gingen. Und dann kam ich am vermeintlichen Ende an. Und wie
Sie sehen, sehen Sie nichts. Hmpf.

Ja, ich kenne das Argument, dass nun meine Fantasie gefragt ist und ich mir doch ein
achso tolles oder achso trauriges Ende ausdenken kann. Das will ich nicht, sonst könnte
ich ja selber Bücher schreiben. Das kann ich aber nicht. Und dafür bezahle ich andere
Leute.

Das Buch war aber trotzdem so schön, dass ich nicht sehr böse sein kann. ;)
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5.0 von 5 Sternen Wirklich fast genial!, 1. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Die unglaubliche, aber wahre Geschichte über einen mittellosen Jungen aus dem Trailerpark, der eines Tages erfährt, dass sein ihm unbekannter Vater ein Genie ist, und sich auf die Suche nach ihm macht ' das Abenteuer seines Lebens.

"Francis hatte nicht schnell genug in den Westen kommen können, doch jetzt war er insgeheim froh über jede Pause auf dem Weg zu seinem Vater. Was, wenn er ihm nicht genügte, wenn er abgelehnt wurde? Am liebsten wäre er einfach nur sein ganzes Leben lang unterwegs zu ihm gewesen, ohne jemals anzukommen." [Seite 202]

Rezension: Eigentlich hat Francis bereits mit seinem Leben abgeschlossen. Nachdem seine Mutter von ihrem Freund verlassen wurde, musste die beiden in einen Trailerpark am Stadtrand ziehen und wohnen nun am Rand der Gesellschaft. Doch als seine Mutter wieder einmal wegen ihrer Depressionen in eine Klinik eingewiesen wird und sich anschließen versucht umzubringen, ändert sich Francis Leben. Seine Mutter schreibt ihm einen Abschiedsbrief, indem sie ihm verrät, dass sein Vater keines ihrer vielen One-Night-Stands gewesen ist, sondern er das Resultat eines einzigartigen Projektes sei - der Samenbank der Genies. Plötzlich hat Francis wieder eine Lebensperspektive - er will seinen Vater finden!

Gemeinsam mit seinem besten Freund Grover und seiner Bekannten Anne-May, die er in der Klinik seiner Mutter kennengelernt hat, macht sich von Francis auf eine Reise durch Amerika um seinen Vater zu finden. Auf ihrer Reise erleben die Drei eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Während Francis von der Idee ein Genie als Vater zu haben begeistert ist und ihn der Gedanke auch ein Genie sein zu können fasziniert, denn nun scheint der mögliche Schulabschluss und das damit verbundene Studium nicht mehr in all zu weiter Ferne zu sein, von dem er dann später eine eigene Familie ernähren könnte, beginnt der schüchterne Grover hinter seiner aufgebauten Fassade hervor zu kommen und über seinen Schatten zu springen. Und auch Anne-May, die sich vor ihrem Klinikaufenthalt versucht hat das Leben zu nehmen, muss sich während der Reise vermehrt mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und beginnt sich Francis zu öffnen.

Alle drei Charaktere sind ein wenig skurril, die mit viel Humor aber auch der nötigen Portion Ernsthaftigkeit mit ihrer Lebenssituation umgehen. Das kenne ich schon aus dem letzten Buch, das ich von Benedict Wells gelesen habe. Das ist ein Teil seines Stils und der gefällt mir gut. Die ganze Geschichte spinnt sich um den Titel und auch wenn ich nach einiger Zeit meinte zu wissen, worauf dieses Buch hinaus will, so hat mich der Weg dort hin überzeugt. Ich will nicht sagen, dass das Buch vorhersehbar ist, nein, es ist auch keines dieser Bücher, das ein Happy-End braucht um den Leser zu befriedigen. Das Ende dieses Buches ist schon sehr besonders und das mag einigen Lesern nicht gefallen. Mir persönlich gefällt es aber, wenn der Leser nach dem Beenden eines Buches noch weiterdenken muss, wie es in diesem Fall ist. Es gibt einfach Bücher, denen ein offenes Ende unheimlich gut steht und Fast genial ist für mich eines dieser Bücher.

"Mal hatte man Glück, lebte in einem reichen Land oder war mit Gesundheit und Intelligenz gesegnet, mal hatte man Pech und war leider dumm, bekam Krebs oder kam in einem Slum von Afrika auf die Welt und starb, ehe man das Wort "sterben" überhaut buchstabieren lernte. [...] Es war alles willkürlich und wahnsinnig, wieso also nicht gleich nach Las Vegas fahren und dort um Leben und Tod spielen. Da setze man sich der Ungerechtigkeit wenigstens freiwillig aus, im Grunde war das der ehrlichste Ort auf dieser Erde.' [Seite 317-318]

Fazit: Fast genial von Benedict Wells ist so wie der Titel es sagt, eben fast genial! Wer Bücher mit besonderen Charakteren mag, die sich gemeinsam auf eine Reise begeben und daran wachsen, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Es ist aber auch ein Buch über das Schicksal und der Frage, ob eben dieses vererbbar ist oder ob man seinem Schicksal entgehen kann und es schafft seinen eigenen selbstbestimmten Weg zu gehen. Genial zu sein könnte eben so ein Ausweg sein, findet Francis. Aber muss man immer genial sein um seinen eigenen Weg zu finden?
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5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Benedict Wells hat es tatsächlich geschafft, mich dermaßen an dieses Buch zu fesseln, dass ich gerade zum Ende, als er einen wirklich genialen (!) Spannungsbogen aufbaut, das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte, alle Müdigkeit, die ich zuvor verspürt hatte, abschütteln konnte und mit pochendem Herzen gebannt dem Ausgang entgegenfieberte.

Wells ist ein sehr junger Autor, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. So wäre ich auch nie auf den Gedanken gekommen, mir dieses Buch zu kaufen. Mit besten Empfehlungen ist mir das jedoch Buch vor ein paar Tagen ausgeliehen worden.

Anfangs entlockt mir die Handlung nur ein Achselzucken, da weder Thematik noch Sprache mir besonders zusagen. Aber schon bald nimmt der Roman Fahrt auf, die Figuren nehmen Konturen an, wirken echt und spannend. Die Sympathie zu den Protagonisten lässt einen mit ihnen mitfühlen und sie an ihrer Seite durch das Land begleiten. Die Beschreibungen sind allesamt sehr lebensecht - es erscheint eine sehr plastische Welt vor dem geistigen Auge. Es ist schon erstaunlich, dass so ein junger Schriftsteller im Prinzip alles richtig gemacht hat. Von einem interessanten Plot, über aufregende Figuren, über eine sprachliche "Farbenpracht", über Überraschungsmomente, bis hin zu einen ganz besonderen Gefühl, wie der Leser bei der Stange gehalten werden kann, indem die Spannung auf den Siedepunkt gelangt. Der einzige Wermutstropfen: Das tatsächliche Ende ist für meine Begriffe etwas unbefriedigend. Ich bin der Meinung, selber eine bessere Idee gehabt zu haben, wie der Roman hätte enden sollen. Aber das sieht jeder anders.

Fazit: Obwohl ich normalerweise nicht zum Pathos neige und grundsätzlich eher kritisch eingestellt bin, habe ich an dieser Stelle eher emotional, aus dem Bauch heraus rezensiert. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt, vornehmlich jungen Leuten, amerikaaffinen Lesern und solchen, die tiefschürfende Lebenskrisen gemeistert haben oder noch drin stecken. Man wird sich und seine Gefühlswelt an vielen Stellen sehr treffend beschrieben vorfinden.

Zum Schluss noch meine Lieblingsstelle von Seite 212: "Das Wichtigste ist, dass du deine ganzen beschissenen Träume und Hoffnungen packst und sie nie mehr loslässt. Du kannst schreien, du kannst verzweifeln, du kannst winseln. Doch selbst wenn du schon kaum mehr an dich glaubst, du darfst sie nicht loslassen. Denn wenn du's tust, dann ist's aus, Kleiner. Ab dem Zeitpunkt ist dein Leben vorbei. Dann kannst du zwar noch jahrelang durch die Welt wandeln, aber innerlich bist du längst tot... so wie die meisten hier."
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Fast genial. Roman
Fast genial. Roman von Benedict Wells (Taschenbuch - 23. April 2013)
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