summersale2015 Hier klicken mrp_family Liebeserklärung Cloud Drive Photos SonyRX100 Learn More Dyson DC52 gratis Zubehör Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Kundenrezensionen

18
4,3 von 5 Sternen
Cherryman jagt Mister White (detebe)
Format: BroschiertÄndern
Preis:8,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eigentlich ist alles klar. Der Täter ist am Anfang des Buches bereits gefasst und hat auch gestanden. Aufklärungsarbeit muss also nicht mehr geleistet werden. Die Hauptperson ist daher auch kein Kommissar, sondern der Täter selbst, der vom Knast aus Briefe an den begutachtenden Therapeuten schreibt. In diesen Briefen wird dann auch so nach und nach deutlich, welches Verbrechen Rick begangen hat, weshalb man ihn Massaker-Mann nennt und wer die Opfer sind.
Rick ist 18, kommt aus einem Brandenburger Kaff, wächst bei seiner Tante Bambusch auf und zeichnet Comics. Sein Superheld Cherryman schafft das, was Rick nicht gelingt: Sich gegen die Brutalität Stärkerer zu wehren. Cherryman ist einer der witzigen Einfälle, die dieses Buch so gut lesbar machen, denn Cherryman ist ein Kirschbaum, der die Gegner mit Hilfe seiner Äste besiegt.
Rick dagegen kommt gegen die örtliche Schlägergang nicht an und wird schon sein ganzes Leben lang von ihr schikaniert.
Aber plötzlich wendet sich das Blatt. Die Schläger werden freundlich zu ihm, nehmen ihn in den Heimatschutz auf und verschaffen ihm sogar eine Lehrstelle als Gärtner. In Berlin! Rick hat zwar mit Nazis nichts am Hut, erst recht nicht mit dem Anführer des Vereins, aber die Aussichten sind einfach zu verlockend.
Rick ist außer sich vor Freude, zumal ihm die Arbeit Spaß macht und er auch noch ein nettes Mädchen und einen niedlichen Zweijährigen kennenlernt. Aber die Sache hat einen ganz großen Haken, und deshalb wird der friedliche und nette Rick zum Verbrecher.
Kann es einen ethisch akzeptablen Grund geben, ein sehr schweres Verbrechen zu begehen? Das ist die große Frage, die hier so luftig leicht angegangen wird, dass die Spannung der Handlung nicht beeinträchtigt wird und sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.
Besonders positiv fand ich, dass die ethische Frage am Ende nicht beantwortet wird. Das Buch eignet sich daher hervorragend als Diskussionsanstoß, besonders für Jugendliche.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jakob Arjouni lässt in seinem Buch den 18 - jährigen Rick aus seinem Leben in Ostdeutschland erzählen. Seine Eltern verlor er früh bei einem Autounfall. Da springt seine Tante Baubusch ein.

Wenn der Held gleich zu Anfang im Knast sitzt

Zur Zeit sitzt Rick in Untersuchungshaft. Als ostdeutscher Arbeitsloser und Nazimitläufer beschreibt Rick nicht nur das Leben vieler Altersgenossen, er muss sich auch gefallen lassen Klischees zu bedienen. Einen Vorwurf mache ich ihm nicht daraus, als Ostdeutscher weiß ich, vieles was Rick beschreibt ist realistisch.

Die Wünsche des Jugendlichen hören sich für mich normal, eher bescheiden an: eine Lehrstelle als Gärtner und ein nettes Mädchen, dass reicht ihm schon. Er glaubt beinah nicht mehr an die Erfüllung seiner Wünsche, aber dann klappt es doch noch. Aber so einfach zum Nulltarif bekommt Rick nichts. Einen ganzen Mix an Äußerlichkeiten hat er zu bestehen: Da strecken die Nazis ihre braun verschmierten Finger nach ihm aus und Rick läuft mit. Zwischen Hoffnung, gewollter Stärke und Feigheit bewegt sich Rick. Er hofft sehr auf seinen Traumhelden Cherryman, der jagt Mister White, um ihn ein für alle Mal zu erledigen.

Wenn die Realität siegt

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser leider sehr kurz geratene Roman, die Lesergeister scheiden wird. Sehr gut kann ich Jakob Arjouni glauben, dass sein Held, in dessen Rolle er ja geschlüpft war, dass wahre Leben eines Ostdeutschen beschreibt. Als Ausgangspunkt einer Diskussion ist dieses Buch sehr gut geeignet.

Rick schafft es, mit Cherrymans Hilfe die Wirklichkeit in den Griff zu kriegen. Anfangs jedenfalls. Am Ende ist die Wirklichkeit jedoch wieder einmal viel stärker. Leider, sage ich, denn Rick ist als sympatischer Typ rüber gekommen. Der Schluß gefällt mir nicht, aber Arjouni ist eben Realist. Er hat ein noch immer aktuelles Thema aufgegriffen. Auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die orientierungslose ostdeutsche Jugend ein Thema. Wie der Autor das Thema aufgreift ist lobenswert, aber eben leider sehr kurz geraten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2011
Arjouni gehört zu den Autoren die ich immer lese wenn ein neues Buch herauskommt. Eigentlich mehr wegen des Humors als der literarischen Erbauung. Seine Geschichten sind immer sehr amüsant. Zunehmend entwickelt sich Arjouni aber zu einem ernsthaften Autor. Das dämmt den Humor in seinen Büchern ein. Bei dieser Neuerscheinung dümpelt die Geschichte so vor sich hin, man denkt sich das die ostdeutsche Milieubeschreibung eigentlich bei Clemens Meyer besser aufgehoben ist. Doch dann mündet die Story in einem furiosen Finale auf den letzten 25 Seiten und man begreift, dass alles andere in diesem Buch nur die Vorbereitung auf den Schluss war. Dabei rumst es dann so gewaltig und die Beschreibung ist so hervorragend, dass man das Buch am Ende völlig aufgepeitscht und aufgewühlt weglegt. Das ist fast so wie bei Nabokov. Man liest Seite um Seite und plötzlich mündet alles in einem phantastischen Knall. Ich möchte Arjouni nicht mit Nabokov vergleichen, aber der Effekt am Ende eines Erzählstrangs ist ähnlich stark. Dabei gibt es mehrere Sätze, die man aufgrund der Intensität gleich mehrfach liest. Insofern ist Arjouni seiner persönliche Weiterentwicklung als Autor wirklich geglückt. Das Buch ist insgesamt relativ kurz, man kann es nebenbei mal einschieben und für den grandiosen Schluss lohnt es sich auf alle Fälle. Insgesamt gilt für mich, dass Arjouni nie eine Enttäuschung ist.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2012
Überraschend ist für mich, dass dieses Buch von diesem Autor stammt, war mir JAKOB ARJOUNI bislang doch überwiegend als Autor der Kayankaya-Romane im Stile der 'Hardboild Romane' von Dashiell Hammett und Raymond Chandler bekannt; umso beachtlicher dieses Buch!

DIE STORY:

Storlitz. Ein Kaff in Brandenburg vor den Toren Berlins. Hier regiert der Frust und die Hoffnungslosigkeit. Es gibt eine hohe Arbeitslosenquote von der auch die Jugendlichen betroffen sind. Dazu gehören auch Heiko, Mario, Robert und Vladimir. Sie haben keinen Job, sind Hartz IV-Empfänger und verbringen den Tag mit 'rumhängen (Neudeutsch: 'Chillen', ein Wort, dass die 4 wohl nie in den Mund nehmen würden!) und Saufen. Der Nährboden für nationalsozialistisches Gedankengut, Ausländerhaß und Antisemitismus. So terrorisieren sie auch den eher ruhigen Einzelgänger Rick Fischer, der als Waise teilweise bei seiner Tante wohnt. Auch Rick hat bislang keine Ausbildungsstelle. Umso überraschter ist er, als ihm plötzlich von dem Quartett ein Ausbildungsplatz zum Gärtner in Berlin in Aussicht gestellt wird. Dazu stellen die vier Rick in Berlin Pascal vor. Pascal gehört dem Heimatschutz an. Bedingung ist, dass Rick dem Heimatschutz beitritt. Rick wird die Sache schmackhaft gemacht und er findet nichts Verwerfliches daran, weshalb er einschlägt. Rick beginnt die Ausbildung und es ist alles Bestens, bis dann der Heimatschutz seine Gegenleistung einfordert...

FAZIT:

Ein sicherlich sehr wichtiges Buch. Es geht um 'Mitläufertum' und darum, welcher Methoden sich die Neonazis zur Rekrutierung ihrer Mitglieder bedienen. JAKOB ARJOUNI spricht dieses wichtige Thema auf literarische Weise an, womit eine weitere Auseinandersetzung und Verarbeitung mit diesem brisanten Stoff angeschoben wird. Nicht von ungefähr ist das Buch auch von der namhaften Literaturkritik sehr positiv aufgenommen worden wie, dies den Zitaten auf der Buchrückseite zu entnehmen ist. Man kann diesem kleinen literarischen Werk nur möglichst viele Leser wünschen. Vielleicht wird es tatsächlich einmal 'Schullektüre' (wie es JAKOB ARJOUNI's Happy birthday, Türke!: Kayankayas erster Fall bereits ist).

Eine Top-Leseempfehlung! Viel Spaß dabei!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2011
Jakob Arjounis neuer Roman führt seinen Leser in eine der kleinen Orte im Osten Deutschlands, wo praktisch keiner der dort noch lebenden Jugendlichen einen Job, geschweige denn eine Lehrstelle hat, und wo Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit blüht. Die nationalistische Szene ist dort stark vertreten, der Alkoholismus grassiert, die Hoffnungen und Perspektiven der jungen Menschen sind gleich Null.

In dem fiktiven Dorf Storlitz lebt der über weite Strecken des Romans ich-erzählende Rick. Ein durchaus sympathischer Junge, der als Kind früh seine Eltern bei einem Autounfall verlor und seitdem bei seiner Tante aufwächst. Diese Tante Bambusch ist nach dem Krieg ihrem Mann, einem Kommunisten aus Österreich in die DDR gefolgt.

Rick hat noch keine Ausbildungsstelle, gärtnert gern und träumt vom Gärtnerberuf und einer Freundin, vorzugsweise in Berlin. Rick gerät bald in die Fänge von Heiko, Mario, Robert und Vladimir, einer Gang mit sehr rechten und nationalistischen Auffassungen, die meistens morgens schon betrunken sind und Stunk suchen. Diese vier, die Rick lange das Leben schwer machen, haben Kontakt zu einem jungen Mann namens Pascal, der in Berlin lebt und sich als Mitglied des nationalistischen und fremdenfeindlichen Heimatschutzes entpuppt. Er verspricht Rick eine Lehrstelle in einer Berliner Gärtnerei. Der soll dafür während seiner Arbeit in einem Park einen an diesen angrenzenden jüdischen Kindergarten beobachten und alles notieren, was ihm auffällt.
Rick lässt sich darauf ein, obwohl eine innere Stimme ihn schon warnt. Doch die Erfüllung seines Traumes ist ihm wichtiger, zumal er auf seinen täglichen Zugfahrten nach Berlin ein Mädchen namens Marilyn kennen und lieben lernt.

Rick macht mit, beobachtet die von Polizei schwer bewachten jüdische Einrichtung, und versucht auf die judenfeindlichen Hetzreden von Pascal und auch dem Inhaber der Gärtnerei mit Anpassung zu reagieren. Am Zaun des Kindergartens trifft Rick auf den Ninu, einen kleinen jüdischen Jungen, mit dem er sich anfreundet.
In seiner Freizeit zeichnet Rick Comics. Er hat eine Figur erfunden, die Cherryman heißt und die einen gewissen Mr. White jagt. In diese Welt seiner Comics mit seinem starken Helden flüchtet sich Rick immer wieder, wenn ihn die Feigheit übermannt und er nicht aussteigt aus einem Plan, den er immer besser durchschaut. Denn Rick soll eine Tasche in den Kindergarten bringen. Angeblich ist nur Propagandamaterial drin, doch Pascal vertauscht die Tasche in letzter Minute. Rick kennt den wahren Inhalt der Tasche und handelt- immer seinen Freund Ninu im Sinn ....

Das ganze Buch ist aufgebaut als langer Brief an einen Dr. Layton, einem Arzt und Gutachter in der Klinik, in die Rick nach den ganzen fruchtbaren Geschehnissen eingeliefert wird. Doch seine Erzählung, sein Bericht, seine Geschichte will hauptsächlich den Leser erreichen, der nachdenken soll über Mitläuferschaft und Zivilcourage, über Fremdenfeindlichkeit und Recht.

Arjouni ist ein beeindruckendes psychologisches Porträt eines jungen Mannes gelungen, das seinen Leser hin- und herreißt zwischen Sympathie und Abscheu für ein Opfers, das zum Täter wurde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In vielen ländlichen Gegenden der östlichen Bundesländer gibt es große Probleme mit dem Rechtsextremismus, der laut offiziellen Quellen seinen Zenit noch lange nicht erreicht hat. Aber auch in Großstädten sind Neo-Nazis wie die "autonomen Nationalisten" seit Jahren sehr aktiv. Nicht zuletzt der große Skandal um die Mordserie der 'NSU' zeigt, wie brisant das Thema ist. Jakob Arjouni ("Happy Birthday, Türke!"), der sich immer wieder mit brisanten und aktuellen Themen auseinandersetzt, legt mit 'Cherryman jagt Mr. White' eine zwar kurze, aber sehr eindrucksvollen Geschichte vor. Durch die Augen seiner Romanfigur Rick, der die Story in Form von Briefen erzählt, erfahren wir Einiges über das Leben als 18-jähriger Außenseiter in einem kleinen Kaff bei Berlin, in dem es kaum eine Chance gegen die vier aggressiven Jungen im Ort gibt. Dabei behält sich Rick in seiner Erzählung jedoch eine gesunde Naivität und berichtet einfach und geradeaus, wie er selbst die Ereignisse erlebt und was er dabei empfindet. Auf diese Weise fesselt der Autor seine Leser von der ersten Seite an und führt sie durch eine Geschichte, die mit einer moralischen Frage endet: Ist Selbstjustiz unter Umständen erlaubt und wenn ja, wie weit darf sie gehen? Jakob Arjournis "Cherryman jagt Mr. White" ist ein spannender Thriller ebenso wie eine engagierte Gesellschaftskritik.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Mai 2011
Die Kürze des Buches ist kein Nachteil. Arjouni schafft es, auf beinahe 170 Seiten die Hauptfiguren knapp zu skizzieren und deren Handlungsweisen stimmig zu erklären. Die bedrohliche Lage, in die sich Rick (ein 18-Jähriger, der nach langer Suche eine "Lehrstelle" versprochen bekommt) aus Verzweiflung begibt, wird so beeindruckend geschildert, dass man einfach nicht mit Lesen aufhören möchte. Die Dialoge sind beinahe im Drehbuch-Stil verfasst, so dass ich mir eine Verfilmung durchaus vorstellen kann. Mein einziger Kritikpunkt ist der brutale Schluss, der teilweise sogar unrealistisch daherkommt. Deshalb nur knappe 5*.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2013
Ich muss zugeben, dass ich das Buch hauptsächlich wegen des Autors gekauft habe, da mir seine anderen Bücher sehr gefallen haben und dieses als Einziges noch ungelesen war. Um so größer nun die Begeisterung. An sich fand ich die Idee vom jungen, ostdeutschen Nazi eher klischeereich als spannend. Tatsächlich hat das Buch aber sehr zum Nachdenken angeregt und war so faszinierend, dass ich es in einem Rutsch lesen musste.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
Ich wurde durch einen Tipp auf dieses Buch aufmerksam gemacht und habe es sofort in einem Schwung durchgelesen. Trotz der wenigen Seiten schaffte der Autor es mich sofort in den Bann zu ziehen und das Thema sowohl realistisch als auch schonungslos in Worte zu fassen.

Rick ist 18 Jahre alt und lebt bei seiner Tante im Osten Deutschlands, in dem eine hohe Arbeitslosenrate herrscht, und zeichnet Comics, mit deren Hilfe er aus der Realität flieht. Eigentlich wünscht er sich nur eine Lehrstelle… Als ihm dann plötzlich die örtliche Gruppe rechtsgesinnter Jugendlicher zu genau dieser verhelfen will greift er zu und ahnt nicht welche Folgen dies haben wird.

Wie ich finde, eine super Schullektüre, aus der sich viel herausholen lässt. Das offene Ende lässt viel Platz für Diskussionen über Zivilcourage, Recht und Unrecht und greift dieses schon so oft behandelte Thema mal von einer anderen Seite auf.

"Gestern Morgen haben mich der Ninu und seine Eltern besucht. Plötzlich standen wir uns in der Besucherzelle gegenüber. (...) Als der Vater mich begrüßte, nahm er meine Hand in beide Hände und drückte sie fest. Die Frau hatte während des ganzen Besuchs glänzende Augen und lächelte mit mitfühlend zu. Befangen waren sie natürlich auch. Immerhin stand vor ihnen der Massakerman."
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Mai 2011
zunächst fand ich das Buch etwas langatmig, meinte man doch, das Ende schon zu wissen. Es steigerte sich zunehmend und endete in einem atemberaubenden Finale. Genau das richtige Tempo, genial geschrieben. Einziger Minuspunkt, der hohe Preis, für ein doch recht kurzes, schnell zu lesendes Buch
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Bruder Kemal: Kayankayas fünfter Fall (detebe)
Bruder Kemal: Kayankayas fünfter Fall (detebe) von Jakob Arjouni (Broschiert - 18. Dezember 2013)
EUR 10,90

Hausaufgaben (detebe)
Hausaufgaben (detebe) von Jakob Arjouni (Taschenbuch - Dezember 2005)
EUR 9,90

Idioten. Fünf Märchen
Idioten. Fünf Märchen von Jakob Arjouni (Taschenbuch - Mai 2004)
EUR 9,90