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55 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brunetti denkt nach über den Tod und folgt wieder einmal seinem Gewissen, weil in Italien das normale Recht ausfällt
Der neue Roman von Donna Leon um den venezianischen Commissario Guido Brunetti, seiner klugen, als Professorin für Literatur mit dem Spezialgebiet Henry James arbeitenden Frau Paola und den beiden fast erwachsenen, noch in der großen elterlichen Wohnung lebenden Sprößlingen Chiara und Raffi reiht sich ein in die Bücher der letzten Jahre. Er ist...
Veröffentlicht am 1. Juni 2009 von Winfried Stanzick

versus
42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen der 17. brunetti - fall
ich habe gestern und heute "das mädchen seiner träume" von donna leon gelesen und war enttäuscht, ich bin ja bekennder fan von ihren büchern und habe bis jetzt auch alle gelesen, und deshalb war ich ja schon sehr gespannt auf ihr neuestes werk!

tja und nun, bin ich etwas enttäuscht, das buch ist nicht ganz so "typisch" comissario...
Veröffentlicht am 24. Mai 2009 von Amazon Customer


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42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen der 17. brunetti - fall, 24. Mai 2009
ich habe gestern und heute "das mädchen seiner träume" von donna leon gelesen und war enttäuscht, ich bin ja bekennder fan von ihren büchern und habe bis jetzt auch alle gelesen, und deshalb war ich ja schon sehr gespannt auf ihr neuestes werk!

tja und nun, bin ich etwas enttäuscht, das buch ist nicht ganz so "typisch" comissario brunetti wie ich es "gewohnt" bin...

das buch beginnt mit dem begräbnis von brunettis mutter, welches sehr eindrucksvoll und auch empfindsam beschrieben ist, aber danach plätschert das buch fast 150 seiten dahin, bis es "endlich" zu dem fall kommt, der auch auf dem klappentext geschildert wird, in diesen 150 seiten erfährt der leser viel über den "menschen" brunetti und lässt ihn an den gedanken des comissario über erderwärmung, religion, korruption teilhaben, und ich gestehe ich fand diesen teil ziemlich langatmig, selbst für einen eingefleischten fan wie mich, ließ sich der eindruck nicht verwehren, dass hier einfach seiten mit irgendwas zu füllen waren, (ich kann es auch verstehen, es ist bestimmt nicht einfach für donna leon, jedes jahr ein buch abliefern zu "müssen" und dafür dichteste storys und spanndendes material zu finden)

jedenfalls nach 150 seiten, und mit dem leichenfund des toten mädchens beginnt für mich das eigentliche buch und die eigentliche story in altbewährter manier, brunetti wie er ermittelt mit vianello an seiner seite, die unterstützung der allwissenden ;-) elettra, wie er den vice questore patta um den finger wickelt und dessen handlanger tenente scarpa... und es macht wieder spaß dieses buch zu lesen,

obwohl ich vom ende enttäuscht bin, der frühere brunetti hat gegen das system rebelliert, hat sich nicht einschüchtern lassen, doch in diesem buch passiert genau das, und am ende löst er zwar den fall, aber nicht in seiner bewährten manier, fast könnte man sage, brunetti ist zahm geworden!

mehr möchte ich zum ende nicht schreiben, um jenen leserInnen, die das buch noch nicht gelesen haben, das ende nicht vorweg zu nehmen...

aber dennoch werde ich mir auch nächstes jahr den neuen roman von donna leon auch wieder kaufen und hoffen, dass er wieder mehr dem alten brunetti entspricht
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht mehr der alte Brunetti!, 31. Mai 2009
Sorry, aber das ist nicht mehr der "alte" Brunetti, wie wir Fans ihn lieben und von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen haben. Die Fälle werden immer langweiliger, wirken konstruiert und das ewige Beleuchten von Randgruppen der venezianischen und europäischen Gesellschaft ist auf Dauer auch nur noch zum Gähnen. Wir haben alle bisherigen Fälle, aber dieses wird der letzte sein, da sich leider der Verdacht aufdrängt, dass hier das jährliche Pflichtbuch abgeliefert wird und der Autorin so langsam die Ideen ausgehen. Es ist schade, dass eine interessante Figur, wie der Commissario, den man als Leser geliebt hat, durch Massenproduktion zum Ende so ausgesaugt wird. Auch wenn es mir als Fan sehr schwer fällt, muss ich leider sagen, dass die Bücher immer teurer und qualitativ immer schlechter geworden sind. Da lobe ich mir Grisham!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frau Leon, wo bleibt die Spannung?, 14. Juli 2009
Auch von mir gibt es leider wieder nur 3 Sterne. Diese Sterne erhält Frau Leon für ihren nach wie vor schönen Schreibstil, für ihre Beobachtungsgabe und die Beschreibung ihrer Figuren. Für die Spannung gibt es leider nichts! Ich wiederhole ungern die Vorgängerrezessionen, aber auch ich fand keinen roten Faden in dem Buch, statt dessen zwei Einzelgeschichten, die beide sehr, sehr fade daherkamen. Kein Donna-Leon-Fan erwartet blutrünstige Mordfälle, aber ein wenig mehr Spannung und Hintergründ dürfte schon kommen! Zukünftigen Lesern des Buches möchte ich nichts verraten, sie werden dann schon merken was ich meine, wenn ich sage, es werden erst einige Punkte bemerkenswert hochgepusht und das Ergebnis ist dann .... Null und Nichtig! Selbst das Ende lässt einen abrupt und enttäuscht zurück: Der Fall ist plötzlich, hoppla, gelöst, der Täter kommt aber gar nicht erst vor - ist alles schon geklärt.
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55 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brunetti denkt nach über den Tod und folgt wieder einmal seinem Gewissen, weil in Italien das normale Recht ausfällt, 1. Juni 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Der neue Roman von Donna Leon um den venezianischen Commissario Guido Brunetti, seiner klugen, als Professorin für Literatur mit dem Spezialgebiet Henry James arbeitenden Frau Paola und den beiden fast erwachsenen, noch in der großen elterlichen Wohnung lebenden Sprößlingen Chiara und Raffi reiht sich ein in die Bücher der letzten Jahre. Er ist leicht und locker zu lesen, hat eine gewisse Spannung, ist voller nüchterner Beschreibungen italienischer Alltags- und Polizeirealität zwischen Mafia, Korruption und Ämterpatronage und besticht doch auch hier wieder durch das Anreißen von neuen Themen.

So beginnt das Buch mit der Beerdigung von Brunettis Mutter, die, wohl im hohen Alter, nach jahrelanger geistiger Umnachtung gestorben ist. Während der Schilderung der Trauerfeierlichkeiten begegnen wir aber nicht nur (erstmals ?) Guidos Bruder Sergio und seiner Familie, sondern erleben auch interessante theologische und philosophische Reflexionen Brunettis über den Tod und was evtl. danach kommt.

In einer Nebenhandlung, in der ein strafversetzter Priester und der Chef einer obskuren Sekte vorkommen, nutzt Donna Leon die Gelegenheit zu Überlegungen zur Religion als Lebensstütze von Menschen (z.B. von Brunettis Schwiegermutter, die ihm in diesem Fall sehr weiter helfen kann), und zur beißenden Kritik am Klerus und der römischen Amtskirche.

In der Haupthandlung jedoch geht es um ein 11-jähriges Zigeunermädchen, das ertrunken aufgefunden wird.
Die Suche nach der Ursache des Todes des Mädchens bringt Brunetti und seinen Kollegen Vianello direkt in die Dichotomie der italienischen Gesellschaft zwischen den Auffanglagern, wo die Roma wohnen, zu denen das Mädchen gehörte und den Wohnzimmern der Oberklasse.

Doch das Buch ist alles andere als politisch korrekt, wenn etwa eine Sozialarbeiterin sehr kritisch darin geschildert wird, die alle kriminellen Handlungen der Romasippe und ihrer Kinder immer wieder mit den Verhältnissen entschuldigt. Es wird klar, dass hier in Italien ein Problem immer weiter wächst, das man ähnlich schlecht in den Griff bekommt wie die Mafia.

Wieder einmal hat Brunetti neben der computergestützten Hilfe von Signorina Elettra wenig mehr zur Verfügung als sein eigenes Gewissen, denn der normale rechtliche Weg ist wieder einmal versperrt durch Klientilismus und die Macht der politischen Apparate.

Beim Lesen italienischer Krimis umschleicht mich bisweilen der Gedanke, ob dieses schöne Land überhaut noch zu retten ist, oder - Berlusconi hin oder her - schon längst vollständig im Mafiasumpf der Korruption versunken ist.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der 17. Fall für Commissario Brunetti, 24. Mai 2009
"Das Mädchen seiner Träume" ist siebzehnte Band um Commissario Brunetti und gleichzeitig einer der düstersten aus der Reihe. Trotz atmosphärischer Beschreibungen Venedigs und einem an sich spannenden Fall konnte mich das Buch anfangs nicht recht fesseln.

Commissario Brunetti ist mit dem Fall eines seltsamen Predigers beschäftigt, der hohe Spenden annahm. An einem regnerischen Tag werden er und sein Kollege Ispettore Vianello werden an den Canale Grande gerufen, denn dort treibt eine Kinderleiche im Wasser. Niemand hat das blonde Mädchen als vermisst gemeldet und auch für den Goldschmuck an ihrem Körper ging keine Anzeige wegen Diebstahl ein. Wer ist das unbekannte Mädchen, warum starb es und weshalb will niemand etwas mit der Leiche zu tun haben? Gehörte sie zu einer Gruppe von Roma?

Die ersten rund hundert Seiten sind dem Fall des Predigers gewidmet, sowie philosophischen Diskursen über das Leben an sich und die Veränderungen Venedigs. Erst dann taucht die Leiche auf, das Buch gewinnt dank einiger irreführender Fährten an Fahrt. Die Schilderungen der religiöse Spannungen in Venedig und der sozialen Spannungen zwischen Venezianern und Zigeunern, verleihen dem Buch viel Lokalkolorit, sind aber streckenweise etwas zu langatmig.

Fans der Serie werden sich über die üblichen, geistreichen Dialoge zwischen Brunetti und seinen Kollegen freuen, über weitere Details aus seinem Privatleben und einen recht interessanten Fall. Andere Leser sollten diesen Fall vielleicht lieber auslassen und andere Bücher aus der Reihe lesen.
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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig und langweilig, 24. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich oute mich mal gleich als großer Fan der Commisario Brunetti Romane von Donna Leon, deren tiefsinnige und meist auch spannenden Plots ich sehr schätze. Dementsprechend habe ich mich sehr auf den nun schon 17. Fall ihres venezianischen Commissarios gefreut... und bin schwer enttäuscht.

"Das Mädchen seiner Träume" steht im Einband ausschließlich im Vordergrund der Handlung, wohingegen es im Roman über 100 Seiten - extrem langweilige Seiten - braucht, bis dieser Handlungsstrang beginnt. Zuvor beschäftigt Brunetti das Anliegen eines mit seinem Bruder befreundeten Priesters, der ihn bittet, einen in seinen Augen unter dem Deckmantel des Glaubens agierenden Scharlatan zu überprüfen. Brunetti bringt allerdings dem anfragenden Padre Antonin ebenso viel Mißtrauen entgegen, wie dem selbsternannten Bruder Leonardo. Doch all die philosophischen Gedankengänge und Diskussionen zu Religion und Glauben, die Donna Leon ihren Protagonisten Brunetti erleben lässt, sind ziemlich langweilig, wirr und daher auch langatmig und vollkommen überflüssig.

Der zweite Fall, der Commissario Brunettis 17. Fall seinen Namen gab, beschäftigt sich mit dem Fund einer Mädchenleiche, die zunächst niemand zu vermissen scheint. Als sich herausstellt, dass das 11-jährige Mädchen zu einer Gruppe auf dem Festland lebender Roma gehört und dass es wohl im Hause einer angesehenen venezianischen Familie mit ihren Geschwistern eingebrochen und Schmuck gestohlen hat, hat Brunetti den Verdacht, dass das Mädchen aus dem Haus in den Cnale Grande gestürzt ist oder wurde. Seine Untersuchungen bringen ihn mal wieder in Konflikt mit der Politik und seinem Chef, Vice-Questore Patta. Und als er dann zum Schluß das Verbrechen aufklären kann, hat Brunetti doch letztendlich wieder eine Niederlage einstecken müssen - wie schon in einigen Vorgängerromanen auch.

Leider ist auch dieser zweite Teil nicht wesentlich spannender, wie die ersten 100 Seiten. Zwar beschäftigt sich Leon wieder mit einem durchaus brisanten Thema, nämlich der Rolle der "Zigeuner" in der italienischen Gesellschaft, aber irgendwie ist das Thema zu aufgesetzt. Und das Ende und die für Brunetti frustrierende Auflösung kommt so vollkommen uninspiriert und konstruiert daher, dass man als leser vollkommen enttäuscht ist. Zwar lässt sich "Das Mädchen seiner Träume" wie auch die Vorgängerromane leicht und locker lesen, verstecken sich viele liebevolle Details über die Mentalität der Venezianer darin und verfeinert sie ständig das Familienbild ihres Commisarios, aber all das tröstet nicht über die in weiten Strecken langweilige und kaum spannende Handlung hinweg.

Ich hoffe sehr, dass dieser 17. Fall erstens ein Ausrutscher von Donna Leon war und zweitens es einen 18. spannenden und kurzweiligen Fall geben wird.

Für "Das Mädchen meiner Träume" sind 2 Sterne vollkommen gerechtfertig....leider!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der 17. Brunetti, 25. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nicht grundsätzlich unrecht haben jene Kritiker, die danach fragen, ob ein Autor über einen langen Zeitraum immer wieder in der gleichen - am besten wohl stets gesteigerten - Qualität jedes Jahr aufs Neue ein Buch vorlegen kann, das das Zeug zum "Bestseller" hat.

Und zugegeben habe ich mich selber anlässlich Donna Leons jährlichen Brunetti-Reigens so manches Mal gefragt, ob es denn nun nicht langsam reiche. Und doch habe ich keinen Band ausgelassen.

Brunetti-Romane leben von Stereotypen wie Patta, Elettra, Alvise usw. Die Brunetti-Welt entspricht den Erfahrungen der meisten Leser. Alles ist menschlich, wenn auch manchmal verwerflich. So ist die Welt nun einmal - und das mit Sicherheit nicht nur in Italien, denn sonst wäre die große deutsche Fan-Gemeinde nicht erklärbar. Es wäre falsch, Italien einzig mit Mafia, Berlusconi usw. erklären und Deutschland hingegen als saubere, heile Welt darstellen zu wollen. Das Schmierentheater ist diesseits und jenseits der Alpen kaum noch zu überbieten.

Vielleicht ist es das Verdienst Donna Leons, den Leser zwischen den Kriminalfällen teilhaben zu lassen an einem Leben von guten, schlechten, rechtschaffenen, engagierten und eben den eigenen Vorteil suchenden Menschen in einer Welt, in der richtig oder falsch nur gewollt wirkende Instanzen zu sein scheinen, die letztlich jeder befürwortet aber keiner wirklich selber als reine Lehre akzeptieren oder gar leben will.

Und irgendwo steht dann auch der Satz: "Damit alles beim Alten bleibt, muss scheinbar alles anders werden." Das meint auch der Vice-Questore in diesem Falle und gibt sich für einige Tage multikulturell.

Im 17. Fall geht es im wahrsten Sinne zunächst um "Gott und die Welt". Doch der erste Handlungsstrang verläuft sich dann alsbald im Sande und wird in einem Nebensatz gegen Ende des Buches en passant aufgelöst. Dagegen kann man zu Recht etwas haben, ist man doch als Leser dieses durchaus gut eingeführten Schemas gespannt gewesen.

Ein zweiter Handlungsstrang wird aufgebaut, gut illustriert durch das Umschlagfoto: Im Kanal wird ein ertrunkenes Roma-Mädchen (und nur auf dieses bezieht sich der m. E. wenig passende Titel) aufgefunden. Und wieder erleben wir Stereotypen (man könnte auch von Klischees oder gar Vorurteilen sprechen), die mancher Leser Donna Leon sicher nicht nachsehen wird.

Fazit: Und so bleibt auch die Lösung dieses Falles für die Leser und Brunetti einmal mehr unbefriedigend. Beide werden es verwinden. Bis zum nächsten Mal.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein guter Fall für Comissario Brunetti: Das Mädchen seiner Alp-Träume, 13. Juni 2009
Der neue Kriminalroman von Donna Leon ist Comissario Brunettis 17. Fall und eben nicht sein spannendster.
Er ist in der gegensätzlichen Welt der italienischen Gesellschaft und im sozialen Spannungsfeld Venedigs angesiedelt. In dem neuen Kriminalroman geht es um ein 11-jähriges Zigeunermädchen, das ertrunken im Canale Grande treibt, als es aufgefunden wird. An dieser Stelle ist der Roman aber schon 130 Seiten lang.

Der Fall beschäftigt sich mit dem Fund einer Mädchenleiche, die zunächst niemand zu vermissen scheint. Die Ermittlungen im sozialen Milieu des Opfers bringen ihn auf die richtige Fährte. Als sich herausstellt, dass das 11-jährige Mädchen zu einer Gruppe auf dem Festland lebender Roma gehört und dass es wohl im Hause einer angesehenen venezianischen Familie mit ihren Geschwistern eingebrochen und Schmuck gestohlen hat, hat Brunetti den Verdacht, dass das Mädchen aus dem Haus in den Canale Grande gestürzt wurde.

Brunetti leidet in diesem Fall - ähnlich wie der Leser bei der Lektüre des Romans: Das Bild des Mädchens, das ihn bis in seine Träume verfolgt, wird zum Albtraum. Seine Untersuchungen plätschern dahin wie das Wasser in den Kanälen der Stadt und bringen ihn mal wieder in Konflikt mit der Politik und seinem Chef, Vice-Questore Patta. Der Fall kann zwar gelöst werden, doch der Leser ist enttäuscht. Das fremde Mädchen im Canal ist eigentlich umsonst gestorben.

Der neue Krimi mit Comissario Brunetti ist etwas langatmig und weitschweifig geraten und wirkt genauso wie der Titel dieses Krimis recht konstruiert. Die einleitenden Schilderungen der religiösen Spannungen in Venedig und der sozialen Spannungen zwischen Venezianern und Zigeunern, verleihen dem Buch viel Lokalkolorit, aber zu wenig Spannung: es ist streckenweise etwas zu langatmig. Die ersten rund hundert Seiten sind dem Nebenfall eines Predigers gewidmet, sowie philosophischen Diskursen über das Leben an sich und die Veränderungen in der Lagunenstadt Venedig.

Kein guter Fall für Comissario Brunetti: die Lösung des eigentlichen Falles ist auch nicht spannender als die einleitenden Seiten. Hier hat sich Donna Leon in der Konzeption des Romans etwas verzettelt. Sie braucht mehr als 130 Seiten, um auf den eigentlichen Kriminalfall dieses Romans zu kommen. Erst dann taucht die Leiche im Canale Grande auf, das Buch gewinnt dank einiger irreführender Fährten erst allnählich an Fahrt. Spannung ist in diesem Krimi allerdings Mangelware.

Die Fans der venezianischen Krimi-Serie werden sich über die üblichen, geistreichen Dialoge zwischen Brunetti und seinen Kollegen freuen, über weitere Details aus seinem Privatleben und einen recht interessanten Fall. Andere Leser sollten lieber auf den nächsten Fall warten und diesen vielleicht lieber auslassen und andere Bücher aus der Reihe lesen. Wer einen spannenden Donna Leon-Krimi erwartet hat, wird diesmal allerdings enttäuscht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Pfaffen" und "Zigeuner", 28. Mai 2009
Von 
Peter Raeggel (Olsberg-Bigge) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Comissario Brunetti und Ispettore Vianello wieder einmal im Dienst von Recht und Ordnung unterwegs. Aber diesmal schieben sie selbst Vorurteile, die sie zumindest in bezug auf den Geistlichen, einen Schulfreund von Brunettis Bruder, revidieren müssen. Der stellt sich als das Opfer einer Intrige heraus.

Der zweite Fall, dem sich das Ermittlerteam gegenübersieht, verleitet sogar Vianello, der im Laufe der Jahre zu einem überzeugten Links-Grünen geworden ist, seiner Abneigung gegen Roma Ausdruck zu geben.

Das Buch zeigt die Vorteile von Political Correctness auf. Am Ende wird der Mörder der kleinen Ariana unwichtig. Man stellt sich nur die Frage, inwieweit der Bruder des Opfers als Zeuge des Geschehens ernstzunehmen ist, da er einerseits Rom, andererseits noch ein Kind ist. Desweiteren ob und wie er eine eigene Schuld verarbeitet.

Können Zigeuner überhaupt Opfer sein, Kinder die wirkliche Wahrheit sagen? Düstere Momentaufnahme einer zivilisatorischen Redundanz...

Symptomatisch für den Band: Reviertrottel Alvise arbeitet bei einer Anti-Mafia-Einheit mit.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lose Enden, 9. Juni 2009
Von 
Der Anfang ist vielversprechend und athmosphärisch dicht. Ginge es wirklich um einen Sektenpriester, hätte ich mich mit Freuden darauf eingelassen. Aber natürlich wartete man auf das Mädchen, und das tauchte nach 186 (!) Seiten auf. Dann war der Priester vergessen, kam ab und zu mal am Rande zum Vorschein, und Brunetti ermittelt nun in einer Roma-Wagenburg. Zum Schluss ist ... tja, das will ich ja nicht verraten, aber nicht zum ersten Mal endet ein Fall im ... nichts. Und der Priester? Ach ja, auch da versandet alles. Ich verstehe Donna Leon nicht mehr. So ein großes Potential, so wunderbare Ansätze, und dann verschwinden alle beide Geschichten im schwarzen Loch, und nichts bleibt. Abgesehen von dem immer wieder neuen Ärgernis, dass Polizeibeamte in Venedig so viel verdienen, dass sie sich MIttags ein dreigängiges Menü leisten können, und das jeden Tag. Und am gleichen Abend verdrücken sie auch noch Pasta, Kalbsbraten, Nachtisch und Digestiv, ohne auch nur einmal zu stöhnen. Beneidenswert.
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Das Mädchen seiner Träume: Commissario Brunettis siebzehnter Fall
Das Mädchen seiner Träume: Commissario Brunettis siebzehnter Fall von Donna Leon (Taschenbuch - 26. Oktober 2010)
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