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Kundenrezensionen

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am 14. Februar 2010
Auch dieses Buch von Kurkow habe ich mit Freude gelesen. Es dauerte einige Seiten, bis man sich an die Namen der Protagonisten gewöhnt hat, zumal die Kosenamen im Russischen mir nicht so geläufig sind.

Es gibt 3 parallel laufende Geschichten, die Handlung springt alle 5-10 Seiten zu einem anderen Schauplatz. Diese Erzählweise kann ja verwirrend sein, aber ich konnte den Handlungssträngen problemlos folgen. Die Sprache ist liebevoll, nah an den Personen, man kann gut mit ihnen leiden/hoffen.

Allen Personen haftet etwas melancholisches und trauriges an, jeder hat auf seine Weise mit den Problemen des modernen Kiew zu tun und muss sich durch das Leben schlagen. Eine spannende Frage war, ob die Geschichten am Ende miteinander verwoben sind oder nicht. Tja, die Auflösung kann ich nicht verraten.

Wie immer bei Kurkow ahnt man nur aus der Ferne, wer die Fäden in der Hand hält und über das Schicksal der Menschen entscheidet. Reichlich kafkaesk.
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Irina verdient sich mit dem Verkauf ihrer Muttermilch den Lebensunterhalt für sich, ihre alte Mutter und ihre kleine Tochter. Doch für diese Arbeit muss sie morgens früh in den Bus steigen um die lange Strecke nach Kiew hinein zu fahren. dabei lernt sie eines Tages Jegor kennen, der unter anderem mit der bwachung des Parlaments betraut ist. Er beginnt an den Arbeitgebern Irinas allerlei merkwürdig zu finden.

Dima verdient sein Geld als Hundeführer am Kiewer Flughafen. Als er eines Tages auf Drängen zweier Gepäckträger einen Koffer verschwinden lässt, auf den sein Hund angeschlagen hat, beginnt sich sein Leben nachhaltig zu verändern - und damit auch das seiner Frau.

Dies sind zwei Kerngeschichten dieses Romans, in dem es um Arzneien, Liebe, Mutterschaft und politische Veränderung in der Ukraine geht. Da es ein Kurkow-Roman ist, geht es dann auch noch um die Plastizinierung von Ehegatten, die ukrainische Variante von "Friedhof der Kuscheltiere" und andere Merkwürdigkeiten.

Wie immer interessant zu lesen, wenn auch der eigentümliche Zauber von "Petrowitsch" oder "Picknick auf dem Eis" nicht wieder auftritt, so dass es nur für vier Sterne reicht.
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am 21. Dezember 2011
Turbulent und überaus kurzweilig ist der Roman Kurkows, der einen Lebensabschnitt von "Normalbürgern" im heutigen Kiew zeichnet. Wir begleiten drei Paare von Dezember bis März (und ein kleines Stück darüber hinaus) in sehr vielen, temporeichen Sequenzen, die in Summe das Bild der Ukraine in der postkommunistischen Ära wieder spiegeln - wirklich???

Irina pendelt täglich nach Kiew, um sich ihre Muttermilch abpumpen zu lassen - literweise und nur für Politikerkinder, denn ihre Milch ist die beste; Jegor ihrem Freund wird das bald zu bunt und als Sicherheitsmann weiß er einen Ausweg - notfalls mit Gewalt;
Semjon arbeitet ebenfalls für die Regierung - als Milchmann, doch das ist nicht sein großes Geheimnis, hinter welchem auch seine Frau Veronika her ist;
Dima ist als Sicherheitsbeauftragter am Kiewer Flughafen über ein Gepäckstück seltsamen Inhalts gestolpert - oder vielmehr sein geliebter Spürhund Schamil, der nicht lange nach dem Fund (und Diebstahl des selbigen - man kann ja nie wissen) das zeitliche segnet - Dimas beiden Partnern nicht unähnlich. Seine Frau Walja bemerkt die Veränderungen in Haus und Garten nicht, sie trauert vielmehr über den verlorenen Kater Murik, der von der geheimnisvollen Substanz aus dem Koffer gekostet hat; ...

... doch damit nicht genug Kuriositätenkabinett - versprochen!!!

Der Roman ist ein Hit. Schlag auf Schlag löst eine Pointe die nächste ab, schockiert von einem Kapitel zum nächsten - ohne Zeit zum Luftholen! Der rote Faden der Geschichte ist das (politische) Leben in Kiew heute auf Basis schwarzen Humors mit Klasse! Die Charaktere sind überaus skurrile aber einfache Leute, deren vermeintliche "Normalität" durchaus beängstigend wirkt - keiner ähnelt dem anderen, alle bergen ein persönliches Geheimnis - dennoch geht die Geschichte für die Hauptprotagonisten sehr gut aus (das Kiewer Happy End) - nicht so für manchen Nebendarsteller, denn auch Tote gibt es viele (manche werden künstlich noch ein wenig am Leben gehalten...)

Nicht zögern, ab nach Kiew!!!
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am 23. November 2011
Schwer zu sagen, ob es Kurkows bestes Buch ist. Auf jeden Fall ist es einzigartig, aktuell und einfühlsam.
Eine umfangreiche Besetzung und scheinbar unabhängige Handlungsstränge bewegen sich aufeinander zu, berühren sich zaghaft, dann scheinen sie sich zu verweben, um im nächsten Augenblick wieder eigenständig in die Zukunft zu schreiten. Ein ausgeknobeltes Meisterstück. Worum geht es? Um Milch, Muttermilch, um Babys, Leben und Tod, um Politik und Korruption, um Liebe, Lügen und geheime Obsessionen. Es geht um Beziehungen, die dem Wahnsinn der Welt da draußen widerstehen, bestehen, sich festigen. Zu viel Tiefe gesellt sich große Spannung: Eine Wunderdroge, eine Sekte, die nur Nachts aktiv ist und deren Mitglieder tags nichts von ihrem Engagement wissen, Mord, Selbstmord, wiederauferstehende Kampfkater, Geheimdienste, Drohungen und die Verzweiflung und der Widerstand des Individuums in einer korrupten Welt.
Danke Herr Kurkow, sie haben mich bestens unterhalten und mein Herz berührt!
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am 2. April 2011
Es ist diese unbekümmerte Übertreibung, mit der Kurkow zu Werke geht und wie er den ukrainischen Alltag auf eine derart tragigkomische Art beschreibt, was seine Bücher interessant machen. Die Lektüre dieser grotesken Situationen, in die seine Protagonisten geraten, erzeugt oft das berühmte Lachen, das einem im Hals stecken bleibt.

Da geht es u. A. um Frauen, die ihre Muttermilch an reiche Mütter verkaufen, um ein Medikament, dass als Nebenwirkung Heldenmut erzeugt und eine Katze dazu bringt, sich in einen tödlichen Kampf mit einem Hund zu stürzen. Kurkow hat es auch in diesem Roman wieder mit den Tieren, wobei die natürlich nicht die Hauptrolle spielen wie in den Pinguin Romanen.

Das alles ist sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Kurkow vermittelt erneut ein Bild seiner Heimat Ukraine, in der westliche Gepflogenheiten noch lange nicht üblich sind und die immer noch mehr an Russland als an Mitteleuropa erinnert.
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am 28. Juli 2012
Was für ein Sammelsurium von schrägen Figuren! Der Roman verwebt mehrere Erzählstränge miteinander, erzählt vom Leben verschiedener Menschen, am Ende wird klar, in welche Beziehungen sie zueinander treten. Wer hat den plastinierten toten Ehemann im Sessel sitzen? Warum greift ein ehemals harmloser Kater nachts Mensch und Tier an und rächt die Schwachen? Gibt es wirklich in der Ukraine eine Partei, die den Mond anbetet, Frauen, die vom Verkauf von Muttermilch leben und und und?
Nichts davon klingt glaubwürdig, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, es zu lesen. Ich habe schon "Picknick auf dem Eis" mit großem Vergnügen verschlungen und werde weitere Bücher von Kurkow lesen.Der einzige Nachteil: Man kann die Leute nur schwer auseinanderhalten, weil es dem Autor nicht so gut gelingt, sie zu charakterisieren. Und wenn sie dann noch Jegor und Semjon heißen (e und o), dann wird es manchmal schwierig, nicht durcheinander zu kommen.
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am 11. November 2015
KURKOW, Andrej: „Der Milchmann in der Nacht“, Zürich 2011
Zu Beginn treten sehr unterschiedliche Personen auf, sodass man sich als Leser nur schwer vorstellen kann, wie die zusammen passen sollen. Langsamen finden sie aber zueinander, auch wenn sie aus ganz unterschiedlichen Milieus kommen.
Ob es typisch für die Ukraine ist, dass bei jeder Gelegenheit harter Alkohol getrunken wird oder ob es eine Marotte des Dichters ist?
Auch scheint es bei den heutigen Erfolgsdichtern üblich zu sein ihre Städte zu beschreiben. In detaillierter Form mit Straßennamen. Eine Stadtführung im Roman verpackt.
Über 500 Seiten, die Entspannung bringen, aber keine hochwertige Literatur. Ein Märchenerzähler der Moderne.
In der korrupten Welt der Ukraine scheint manchmal auch so etwas wie Happy End möglich – auch wenn es in einer russischen Stadt stattfindet.
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am 14. November 2009
Andrej Kurkow hat in ziemlich kurzen Abständen vom Pinguin bis zum Milchmann veröffentlicht. Irgendwer hat behauptet, der Zauber der ersten Romane sei in "Der Milchmann in der Nacht" abhanden gekommen. Das ist in weniger, unbedeutender Hinsicht vielleicht sogar richtig. Dann sollte man es beim Lesen des ersten Bandes belassen. Ich finde, dass Kurkow seine scheinbar simple und daher geniale Begabung, optische, akustische, gehörte, gefühlte Eindrücke, Beobachtungen, die sich nur schwer und dann in gleich mehrere Buchseiten fassen lassen, in sagenhaften alles beinhaltenden drei (!) Worten auszudrücken.
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am 12. Mai 2011
Andrej Kurkow zählt zu meinen Lieblingsschriftstellern. Seine besten Bücher sind bislang "Picknick auf dem Eis" und "Petrowitsch" (beides 6 Sterne wenn ich könnte). Danach kam viel gutes Handwerk, stilistisch top aber ein "wow" konnten sie mir nicht entlocken. Der vorliegende Roman ist wieder einer seiner besseren, mit sehr feinem Humor (v.a. die Geschichte mit der Katze ist großartig) erzählt er über das Leben in der Ukraine.
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am 12. August 2013
Die Mischung aus drei locker aneinander gereihten Geschichten, die abwechselnd ins Rampenlicht gerückt werden und einer langatmigen (im durchaus positiven Sinn) Erzählweise machen die Bücher von Andrej Kurkow zu einem Kampf. Ein Kampf, weil man nicht damit aufhören kann und danach stolz auf sich ist, sich durchgerungen zu haben. Man nimmt aus den Geschichten auf jeden Fall viel Sinn für unsere östlichen Nachbarn und auch einiges für die eigene Seele mit.
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