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3,9 von 5 Sternen
Biographie des Hungers (detebe)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2009
... bietet Amélie Nothombs neuester autobiographischer Roman: Geboren in Japan, wo sie die ersten drei Lebensjahre verbrachte danach aufgewachsen in China, New York und Bangladesh, durchlebt die kleine Amélie ein krasses Wechselbad von Ländern und Lebenssituationen; denn Ihr Vater muss als Diplomat immer wieder umziehen und die Familie geht stets mit. In Japan wird Amélie maßlos von ihrem japanischen Kindermädchen verwöhnt. In China folgt der Absturz aus dem Himmel der Vergötterung. Amélie sucht nun vor allem die Nähe zu ihrer Schwester, um dem isolierten Ghetto für Ausländer ein paar schöne Seiten abzugewinnen. Die anschließende Zeit in New York ist ein Traum für das kleine Mädchen, doch es birgt auch Suchtgefahren. Immerhin entdeckt Amélie nach Alkohol und Ess- und Hungeranfällen auch die Literatur und verbringt die an den glitzernden Aufenthalt in New York anschließende, deprimierende Zeit in Bangladesh fast ausschließlich lesend auf dem Sofa.

Ich kann hier längst nicht so gut beschreiben, was Amélie Nothomb aus ihrer Kindheit und dem Gefühl des Hungers macht, das in Wahrheit geistige und seelische Unerfülltheit ist. Aber es macht Spaß der Geschichte von Amélie zu folgen. Die Nothomb schreibt immer ehrlich bis gnadenlos, stets packend und nie langweilig. Ich empfehle das Buch daher wärmstens. - Vor allem für die beste Freundin, denn dies ist doch ein ausgesprochenes Frauenbuch, finde ich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 24. April 2009
Die hochbegabte Amélie schüttet im Alter von 11 Jahren innerhalb kürzester Zeit unglaubliche Mengen von Wasser in sich hinein, bis ihre Mutter es ihr verbietet. Permanent hat sie das Gefühl, vor Durst zu sterben. Noch schlimmer aber ist ihr unstillbarer Hunger nach Liebe und ihr Begehren des Absoluten ...

Die belgische Autorin und Diplomatentochter Amélie Nothomb beschreibt in "Biographie des Hungers" die Stationen ihrer Kindheit auf eindringliche Art und Weise. Ich liebe ihren ironischen Stil sehr, der mir auch bereits in "Staunen und Zittern", "Die Reinheit des Mörders" und in "Böses Mädchen" gefiel. Amélie verbringt ihre früheste und glückliche Kindheit in Japan (bis 1972), bevor die Familie in das China der Kulturrevolution übersiedelt. Dort bleiben ihr als fünfjährige Terror und Argwohn nicht verborgen - ihr ist es z.B. als Ausländerin verboten, mit Chinesen zu sprechen (die Zusammenhänge und die ruchlosen Schandtaten der "Viererbande" wird sie aber erst später verstehen).

Im Alter von 8-11 Jahren ist die Familie nach New York abgeordnet, wo für Amélie eine Art Delirium beginnt: drei Jahre lang lebt sie wie im Rausch ... Es ist köstlich, Amélies Betrachtungen z.B. über das belgische Au-pair-Mädchen Inge und deren Schwärmereien für einen älteren, seriösen Amerikaner oder ihre Anschauungen über ihre damaligen Mitschülerinnen zu lesen. Ihr kindliches Urteil ist: "Mädchen sind total bescheuert." Sie erlebt viele schmerzliche Abschiede und versucht aus jedem Land so viel wie möglich an Erinnerungen mitzunehmen.

1978 geht es weiter nach Bangladesh (das ärmste Land der Welt), wo extremes Elend, Hunger und sterbende Menschen auf der Tagesordnung stehen, später nach Burma (das schönste Land der Welt) und nach Laos (das Land des Nichts), wo sie auf Grund ihrer Anorexie zum Skelett abmagert. Wie und wodurch sie diese wieder überwindet, schildert sie uns im letzten Viertel dieser lesenswerten Kindheits-Biographie.

Ich habe das Buch sehr gerne und fast in einem Rutsch durchgelesen. Es liest sich schnell und leicht und ist dennoch nicht frei von scharfsinnigen Erkenntnissen. Ein Zitat: "Nichts zu begreifen ist ein wichtiges Ferment des Schreibens."
Amélie nimmt sich aber auch gerne selbst auf's Korn und das gefällt mir an ihrer Schreibe: "Ungebildet wie ich bin, blätterte ich in einem Bildband herum. Es ist allgemein bekannt, dass ich davon überhaupt nichts verstehe, meine Meinung ist also vollkommen uninteressant. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich keine habe."
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2010
Amelie Nothomb hat hier eigentlich keinen Roman, sondern ihre Erinnerungen an ihre Kindheit als belgische Diplomatentochter in Japan, China, den USA, Bangladesh veröffentlicht.
Der rote Faden dieser Memoiren ist ihr Hunger - nach Süßigkeiten, nach Erfahrungen, nach Liebe, nach Leben. Nothomb schreibt mit dem obligatorischen Humor, der ihr eigenen Intelligenz und sprachlichen Gewandtheit, die jedes ihrer Bücher lesenswert machen. Auch diese, ihre, eigentlich traurige Kindheitsgeschichte, obwohl (oder gerade weil?) sie leicht und locker geschrieben ist.
Gut, dass Amelie nicht nach ihrem Vater kommt. Denn man kann vieles über ihre Prosa sagen, nur nicht, dass sie diplomatisch ist. Mit Gewinn für den Lesers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2009
Haben Sie gewusst, dass die Menschen auf der Südseeinsel Vanuatu keinen Hunger kennen, weil sie alles im Überfluss besitzen ? Mit dieser Information macht Amelie Nothomb ihr neues Buch auf, in dem sie erzählt von ihrem Leben und den vielen Lesern ihrer Bücher einen biographischen Einblick gibt, der sie manches der letzten Bücher besser verstehen lässt.

Denn ihr ganzes Leben bestand und besteht aus Hunger, wie sie immer wieder - ihr Leben als belgische Diplomatentochter beschreibend- erzählt. Doch es ist nicht nur der Hunger nach Nahrungsmitteln. Sie ist auch in der Lage, literweise Wasser in sich hineinzuschütten, und sehr früh schon Unmengen an Alkohol. Doch der Hunger, der sie ganz besonders heftig quält und sich für mich als die Quelle ihres ganzen Lebens und ihrer erstaunlichen Produktivität als Schriftstellerin herausstellt, ist der Hunger im übertragenen Sinn: der Hunger nach Liebe, nach Zuwendung, der Hunger nach Glück , Schönheit und Bewunderung.

Amelie Nothomb erzählt mit einer lockeren, dennoch aber immer wieder sehr von sich selbst eingenommen Sprache über ihr Leben als kleines Kind, das sie in Japan, dann in New York , später dann in Bangladesh verbracht hat. Ihr Bericht umfasst die Zeit von ihrem vierten bis etwa zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Schüttet sie zunächst Unmengen an Alkohol in sich hinein, und leidet lange an Anorexie, entdeckt sie irgendwann das Lesen, und kann davon nicht mehr lassen. Sie liest wie süchtig und so schreibt sie auch: jedes Jahr ein Buch, oder auch mehr.

In Frankreich landen alle ihre Bücher sofort auf der Bestsellerliste. Für mich drücken sie etwas aus von der zeitgenössischen Existenz vieler Menschen zwischen dem Vorsatz, das Leben genießen zu wollen, wobei sie dennoch immer "hungrig" bleiben, weil ihnen in einer entzauberten Welt kein wirklicher Sinn mehr zu Verfügung steht und einem tiefen Ekel und einer großen Abscheu vor genau diesem Leben, das so schwer ist zu leben in einer Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Viele Menschen richten diesen Ekel gegen sich selbst, indem sie süchtig werden nach Drogen und Alkohol oder ihre Sucht nach Leben ausdrücken mit den unterschiedlichsten Essstörungen. Dies betrifft vor allem die jungen Mädchen und Frauen, die dadurch zum Teil irreversible Schäden für ihr Leben zurückbehalten.

Auch das vorliegende Buch ist ein Dokument dieses Hungers, der in Sucht ausartet.
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am 2. Februar 2010
Dieses Buch lässt sich wie alle Nothomb-Bücher in einem Rutsch lesen. Es ist die episodenhaft erzählte Biographie der Autorin, die als Diplomatentochter die meiste Zeit ihrer Kindheit und Jugend in Asien verbracht hat. Beginnend mit einer Abhandlung über den Hunger an sich, baut ihre ganze Erzählung darauf auf und befasst sich mit den verschiedenen Ausprägungen des Hungers. Neben dem eigentlichen Hunger nach Nahrung gibt es ja bekanntlich noch viele andere Arten von Hunger: Hunger nach Wissen, Hunger nach Leben, Hunger nach Liebe und Liebesbeweisen. In dieser Hinsicht bezeichnet die Autorin sich selbst als den Hunger: "der Hunger bin ich".

Und so erzählt sie von ihrer nicht immer leichten Jugend, in der sie sich selten wo heimisch fühlen konnte, weil sie mit ihrer Familie alle paar Jahre in ein neues Land gezogen ist. Auf glückliche Kindheitsjahre in Japan folgen Jahre des Schreckens in China, denen sich wiederum eine traumhaft glückliche Episode in New York anschließt. Danach geht es zurück nach Asien, wo sie sich in Bangladesch und Burma nur noch bedrückt fühlt und ihr Dasein zusammen mit ihrer Schwester Juliette am liebsten auf dem Sofa fristet.
Es ist der erstaunlich ehrliche Bericht eines privilegierten Lebens mit all seinen Schattenseiten, außerdem der erschütternde Bericht eines Mädchens, das sich selbst erst lieben lernen muss.

Amélie Nothomb schreibt wie immer herrlich bissig und boshaft, mit einem Schuss Weisheit und dieser typischen Art, weniger schöne Dinge verpackt in einen wunderbar trockenen Humor ganz einfach so zu schildern wie sie nun mal sind. Ihr ist wieder ein sehr unterhaltsames, kurzweiliges und vor allem informatives Buch gelungen. Einen Stern Abzug bekommt es trotzdem, weil es für mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es liest sich wunderbar zwischendurch, wird aber auch relativ schnell wieder vergessen.
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am 3. September 2014
Wenn man bereits einige der autobiographischen Werke von Nothomb gelesen hat, dann bringt dieses alle Stationen zusammen. Ohne jedoch etwas über ihren Hintergrund im Vorfeld zu kennen, kann ich das Buch eher weniger empfehlen, da es hauptsächlich kurze Abschnitte sind und so etwas wie tiefergehende Erläuterungen ausbleiben.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2009
Ohne Zweifel, die Frau kann schreiben. Locker liest man sich durch die Stationen ihrer Kindheit von Japan über New York bis Bangladesh. Und staunend erfährt man, wonach eine junge Frau so alles hungern kann. Wobei bemerkt werden muss, dass die beschriebenen Orte eine besondere Faszination ausstrahlen, der sich der (männliche) Leser weniger entziehen kann, als den eher weiblichen Nöten des Mädchens, das zwar mit allen materiellen Gütern gesegnet ist, aber eben trotzdem einen Mangel empfindet. Dass dieser in einer Essstörung mündet, scheint nur konsequent zu sein und ist auch nachvollziehbar beschrieben. Trotzdem bleibt der leise Verdacht, die sprachmächtige Autorin habe ein wenig zuviel Augenmerk auf das Äußere gelegt und es versäumt, den Leser wirklich anzurühren.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2009
Es ist kaum durchschaubar, welche wahren Gründe die Autorin zu den Exzessen in ihrer Kindheit führen. Schwer zu glauben ist, dass der kindliche Alkoholismus keinen nachhaltigen Schaden verursacht hat. Ausserordentlich wortgewandt - wen wunderts, sie hat ja schliesslich ein ganzes Lexikon von A bis Z gelesen - beschreibt sie die verschiedenen Stationen ihrer Kindheit, mit Eltern, die von Berufes wegen nie länger als ein paar Jahre in einem Land gelebt haben. An der Intelligenz von Amélie Nothomb lässt sich wahrlich nicht zweifeln. Bleiben jedoch gerade dadurch andere Fähigkeiten, z.B. das Verhältnis zu ihren Mitmenschen und auch sich selbst auf der Strecke ? Interessant wäre zu erfahren, wie ihr weiteres Leben bis heute verlaufen ist, immerhin liegen zwischen Ende der Biographie und ihrem jetzigen Alter weitere 16 Jahre.

Das Buch lässt sich zwar zügig lesen ist aber keineswegs einfach geschrieben, für meinen Geschmack mit ein bisschen zu vielen Fremdwörtern geschmückt (wer kennt schon den Ausdruck "Anakoluthen"?). In gewisser Weise hat mich jedoch diese exzentrische Persönlichkeit fasziniert und ich werde sicherlich weitere Bücher von ihr kaufen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2010
die gute Amelie Nothomb,

leider ist dieses Buch von ihr fast so schlecht wie Reality Show.

Mir fällt es sogar schwer, eine Rezension zu schreiben: Also, sie schreibt über Hunger hier und Hunger da, wonach sie so in ihrem frühen Leben immer so Hunger gehabt hat. Ab und an blitz ein kleiner philosophischer Fingerzeig auf, den eben jeder im Alter der Protagonistin (jungedliches Kindskopf) erlebte.

Wo ist der sprühende Humor geblieben? Manchmal habe ich gelächelt. Aber das reicht nicht aus, um sich durch den Rest des Buches fast schon quälen zu müssen. Ich habe mich durchgequält, da es nun mal Amelie Nothomb ist.

Da es "besser" als Reality Show ist, gibt es 2 Sterne.
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