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4.0 von 5 Sternen Ein interessanter Blickwinkel auf ein altes Problem
Nina ist Ehefrau, Tochter, Freundin, verhinderte Mutter, Arbeiterin und trotzdem hat sie keine Identität, zu keiner Zeit. Sie ist eingekesselt in einem trostlosen Leben von einem Mann der sie nicht sieht, einer Mutter, die es nicht scheut zu verkünden, dass sie lieber einen Sohn als eine Tochter gehabt hätte, einer soeben verlassenen Freundin, die ihr...
Veröffentlicht am 22. September 2008 von Mairin

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Hat nicht jeder das Recht in einer Ehe, sich zu ändern, sich weiterzuentwickeln, ohne sich deshalb verlieren zu müssen?"
Einen desillusionierten Blick auf ein Eheleben, in dem der Partner selbstverständlich ist, und fehlende Kommunikation wie Unausgesprochenes an der Tagesordnung sind, gewährt Francoise Dorner in ihrem Roman >Die Frau in der hinteren Reihe<.

Nina steht tagtäglich zusammen mit ihrem Mann hinter dem Tresen ihres Kiosks in Paris. Gefangen im Alltag...
Veröffentlicht am 4. Januar 2011 von Regina Berger


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interessanter Blickwinkel auf ein altes Problem, 22. September 2008
Nina ist Ehefrau, Tochter, Freundin, verhinderte Mutter, Arbeiterin und trotzdem hat sie keine Identität, zu keiner Zeit. Sie ist eingekesselt in einem trostlosen Leben von einem Mann der sie nicht sieht, einer Mutter, die es nicht scheut zu verkünden, dass sie lieber einen Sohn als eine Tochter gehabt hätte, einer soeben verlassenen Freundin, die ihr vorhält nicht zu wissen, was alleine sein bedeutet. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, aus Rücksichtnahme. Rücksichtnahme spielt überhaupt die zentrale Rolle in Ninas Leben. Nina kann nicht Nein sagen und sie kann auch nicht Ansprechen. Sie kann nur aus ' und zurückweichen.
Gefangen in der Alltagstristesse einer Beziehung, die auf den falschen Voraussetzungen basiert, beginnt sie zuerst zaghafte, dann immer brutalere Ausbruchsversuche. Wobei ihr ganzes Handeln und Denken nur darauf ausgerichtet ist, endlich von ihrem Mann wahrgenommen zu werden, vor allem als Frau. Sie wird eine Andere, sie wird die Frau in der hinteren Reihe. Und Roger reagiert auch, aber nicht auf sie, sondern auf ,die Andere'. Für Nina ändert sich nichts, ihre Versuche etwas für sich einzufordern scheitern. Schnell stellen sich Gefühle der Eifersucht ein. Das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf...

Ich hatte während des Lesens sehr zwiegespaltene Gefühle. Die Frau in der hinteren Reihe' ist ein Buch, das bewegt. Manchmal zum Kopfschütteln, manchmal auch zum Schmunzeln. Man fühlt mit Nina. Verzweifeltes Festhalten, Hilf ' und Sprachlosigkeit, die Unfähigkeit zu Handeln, Flucht, das alles sind Elemente die man immer wieder in Beziehungen findet. Francoise Dorner ist mit Nina eine sehr komplexe und interessante Figur gelungen. Mit ihrem Buch gewährt sie einen klugen Einblick hinter die Fassade des Alltäglichen. Empfehlenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Hat nicht jeder das Recht in einer Ehe, sich zu ändern, sich weiterzuentwickeln, ohne sich deshalb verlieren zu müssen?", 4. Januar 2011
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in der hinteren Reihe (Broschiert)
Einen desillusionierten Blick auf ein Eheleben, in dem der Partner selbstverständlich ist, und fehlende Kommunikation wie Unausgesprochenes an der Tagesordnung sind, gewährt Francoise Dorner in ihrem Roman >Die Frau in der hinteren Reihe<.

Nina steht tagtäglich zusammen mit ihrem Mann hinter dem Tresen ihres Kiosks in Paris. Gefangen im Alltag wünscht sich Nina, die ihr Leben lang nicht gehört und gesehen wurde, von ihrem Mann wahrgenommen zu werden. Als angepasste Tochter und funktionierende Ehefrau verkümmert ihre sinnliche, weibliche Seite, bis Nina ausbricht. Durch Seitensprünge ändert sie ihr Selbstverständnis drastisch, und schließlich schlüpft sie in die Rolle einer Anderen, der Frau in der hinteren Reihe. Der Versuch, ihren Mann als geheimnisvolle Fremde wiederzuerobern, ist zum Scheitern verurteilt, lastet doch zu viel Unterdrücktes und in Schweigen begrabenes auf der gemeinsamen Vergangenheit.

Der kurze Roman mit seinen prägnanten Sätzen, die wie Feststellungen daherkommen um die leicht naive, tragische Figur Nina handelt von der Suche nach dem Glück in einer Beziehung, der unerfüllten Liebe, ungelebtem Begehren und letztendlich fehlender Wertschätzung. Er stimmt anrührend traurig, denn die Frau in der hinteren Reihe bleibt auch in ihrem Leben nur auf den hinteren Rängen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Umsetzung, 16. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in der hinteren Reihe (Audio CD)
Nina sitzt in der Tat in jeder Hinsicht in der hinteren Reihe, sowohl, was ganz pauschal ihr ereignisloses, an Liebe armes Leben betrifft, als auch später im Kino. Dort aber spielt sie die dominante, fordernd-herausfordernde Rolle, die ihr Roger im wahren Leben niemals zubilligen würde. Denn eigentlich ist er ein Spießer im unangenehmsten Sinne, und wenn er sich auch von Ninas raffiniertem Spiel fesseln lässt, kann die Frau, die er geheiratet hat, doch nur Teil der täglichen Routine sein, eingesperrt in eine Schublade seines Denkens.
Wären die von den Männern verstohlen betrachteten Zeitschriften nicht gewesen, so wäre Nina die gehorsame, angepasste Tochter und Ehefrau geblieben. Aber sie stellt plötzlich ihre Weiblichkeit bewusst zur Schau, und die beiden Seitensprünge und ihre Rollen darin ändern ihr Selbstbild dramatisch. Sie hinterfragt ihr bisheriges Leben. Während viele Männer eine ähnliche Entwicklung in einer zur Routine erstarrten Ehe begrüßen würden, ist Roger mit seinem fest gefügten Weltbild hoffnungslos überfordert - und zugleich für die Reize einer mysteriösen Fremden überaus empfänglich.
Françoise Dorner legt mit "Die Frau in der hinteren Reihe" einen bezaubernden Roman vor: fein ironisch bis hin zu beißendem Sarkasmus, melancholisch, tiefsinnig, manchmal hinreißend komisch. Die Auswahl an Charakteren, die sich gegenseitig das Leben vergällen, wurde von der Autorin großartig getroffen; sie wirken lebensecht, und auch die gesamte Erzählung fesselt den Hörer durch die wechselnden Stimmungen, zum Teil unerwarteten Wendungen und das bereits zu Anfang ersichtliche Fehlen eines "Happy Ends".
Ein Hörbuch kann freilich eine noch so gute Vorlage haben, es lebt letztlich vom Sprecher oder der Sprecherin. Anna Schudt findet sich großartig ein in die Rolle der Ich-Erzählerin Nina, weiß die erwähnten wechselnden Stimmungen nuanciert wiederzugeben und bietet somit ein spannendes Hörerlebnis.
Kurz, "Die Frau in der hinteren Reihe" ist die gelungene Umsetzung eines so originellen wie nachdenklich machenden Kurzromans zu einem überzeugenden Hörbuch, das im Übrigen auch mit ansprechender Aufmachung punkten kann.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch in der hinteren Reihe kann es spannend sein..., 22. September 2008
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Schon als ich das Coverbild sah, hoffte ich, dass dieses dünne Buch so humorvoll sein würde, wie die Umschlagsillustration von Sempè verspricht. Eine Frau im kleinen Schwarzen mit weit ausgeschnittenem Rückenteil die die Wolken ansieht. Eine Frau alà "zu dünn geratene fromme Helene", etwas zu blass und etwas zu bieder - genau so wie die Heldin Nina in diesem Buch. Sie ist brav und angepasst und sie erzählt uns, irgendwie verwundert über sich selbst ihre Lebensgeschichte. Vom Glück verfolgt klingt anders. Und so muss der Leser, der schon sehr bald ein "schmunzelndes Mitgefühl" für sie empfindet, von ihr erfahren:"Ich bin sogar von einem Mann geheiratet worden - Ich war so glücklich, dass einer mich wollte. Mir seinen Namen gab. Und ich nicht mehr heißen musste, wie meine Mutter." Die Mutter - die sie bei ihren Besuchen mit emotionaler Erpressung und grausigen Monologen über ihr baldiges Lebensende und unmögliche Bestattungsarten auf die Nerven fällt und gegen die sie sich ebenso wenig zur Wehr setzt, wie gegen ihren Mann, der wie selbstverständlich jeden Morgen um 3 Minuten vor fünf seine ehelichen Pflichten einfordert und den sie irgendwann fragen wird ob sie dabei einen Orgasmus hatte. Die Autorin versteht es, uns Nina mit kurzen Sätzen als tragische Figur zu schildern. Da erfährt man: "Meine Hochzeitsnacht dauerte nur 10 Minuten" oder "Als ich ihm hinterher laufen wollte, um ihm das zu sagen, wurde ich von einem Auto überfahren." Kein Zweifel, Nina ist nicht von Fortuna geküsst und sie nimmt alles so hin, ohne es zu hinterfragen. Bis - ja, bis sie eines Tages in einem dieser Heftchen in ihrem Kiosk blättert und ihr bei der Vorstellung, sie würde nur einen schwarzen Ledermantel und ein schwülstiges Parfüm tragen, ganz heiß wird - Sie beschließt, sich in eine andere Frau zu verwandeln und wird zu einer Frau, die sich selbst Konkurrenz macht. Während solch eine Buchidee in anderen Romanen dick aufgetragen und etwas abgedroschen wirkt, ist sie hier einfach nur fein und filigran umgesetzt und die Protagonisten wirken so naiv und trotzdem authentisch, dass es eine Herabsetzung wäre, dieses Buch als " Null-Acht Fünfzehn-Frauenroman" abzutun, denn dazu ist es eine Nummer zu anspruchsvoll geraten.
Fazit: Ein Lesevergnügen, dass leider schon nach viel zu kurzer Zeit beendet war. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, diese unfreiwillig komischen Figuren bei ihren Eskapaden zu begleiten und den feinen Humor der Francoise Dorner zu genießen. Ein wunderschönes kleines Buch mit einer großen Empfehlung...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frau verändert sich, 22. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in der hinteren Reihe (Broschiert)
Nina, die Protagonistin des Buches, hat es satt, dass sie ihr eigenes Leben wie eine Statistin verbringt. Sie hat es satt, die ihr von anderen zugedachten Rollen widerstandslos zu spielen und sich dabei selbst immer mehr zu verlieren. Sie will mehr vom Leben, als das, was es ihr bisher geboten hat.

Dreh- und Angelpunkt ist die Lieblosigkeit ihrer Ehe, die einzig von Routine und der Macht der Gewohnheit zusammen gehalten wird. Nina beginnt gegen die Gleichgültigkeit ihres Mannes Rogers zu rebellieren.

Schnell muss Nina jedoch erkennen, dass ihre Veränderung Risse im Ehegefüge erzeugt und nicht unbedingt die Lösung des Problems darstellt. Denn auch ihr Mann hat Träume, wie sie überraschend feststellen muss. Diese Erkenntnis ist nicht angenehm und die Situation extrem verfahren.

Der Roman mag sich teilweise etwas überspitzt lesen, doch letztendlich bringt er Wahrheit zum Vorschein. Und er ist eine Mahnung an jeden von uns, beim Strampeln im Hamsterrad des täglichen Allerleis dann und wann inne zu halten und nachzudenken. Ob das, was ist, auch das ist, was man wirklich will und wenn nicht, was man daran ändern könnte.

Wer hat schon gesagt, dass das Leben leicht sei?
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5.0 von 5 Sternen Trostlosigkeit, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist unendlich traurig und vermittelt die Trostlosigkeit im Leben einer Frau, die sich nie getraut hat, ihr Leben zu leben.
Der Mittelpunkt ihres Daseins ist der Angetraute, der sich anscheinend mit den drei Minuten Sex am Morgen zufrieden gibt, ohne darauf zu achten, wie es seiner Frau dabei geht. Bezeichnend ist hierbei ihre Frage, ob er glaube, dass sie einen Orgasmus habe. Seine Antwort strotzt nur so vor Arroganz.
Doch Nina gibt nicht auf, versucht ihre Ehe zu retten und lernt an ihrem Mann ganz neue Seiten kennen. Sinnlich, erotisch, aber leider nicht für sie.
Nichts für Romantiker, aber für romantische Geister, die noch an das Gute in einer eingefahrenen Ehe glauben können.
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5.0 von 5 Sternen Eine Mahnung nicht zur Frau in der hinteren Reihe zu werden, 15. Januar 2012
Von 
Glimmerfee - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Nina und ihr Mann führen einen kleinen Zeitungskiosk in Paris. In ihrem Alltag ist die Romantik und das Verliebtsein völlig abhanden gekommen. Sie entschließt sich, sich in eine andere Frau zu verwandeln, eine die schön und begehrenswert ist und ihren Mann aus seinem Trott reißt.

Ninas Weg vom Mauerblümchen im Kiosk auf der schattigen Straßenseite zu einer aufregenden Frau, die die Fantasie der Männer anregt, ist spannend mit zu erleben. Ihre Vorbilder sind die Frauen aus den Magazinen, die die Männer bewundern und anstarren. Sie wird selber zu einer solchen Frau und gönnt sich kleine Affären, nur ihr Mann stellt sich für ihren Sex-Appeal blind. Doch auch ihn bezaubert sie, nur ahnt er nicht, dass die Frau seiner Träume schon längst seine Frau ist. Die Frau in der hinteren Reihe ist ein sehr berührendes Buch über die Hilflosigkeit einer Frau, die für ihre Liebe bereit ist, ziemlich weit zu gehen und dabei auf sich selber eifersüchtig wird. Wer sein ganzes Leben nur darauf ausgerichtet hat, sich anzupassen, kann sich nur schwer aus diesem Schattendasein lösen und greift oft zu drastischen Mitteln. Ihr Weg wird begleitet von Demütigung und schalem Triumpf und der Leser findet sich oft in einem Zwiespalt der Gefühle wieder.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fatales Missverständnis, 3. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in der hinteren Reihe (Broschiert)
Die Portagonisten Nina und Roger verkörpern das "Normalehepaar", das sich mit dem Einerlei der täglichen Abläufe einer gemeinsamen beruflichen Tätigkeit und mit der Monotonie ihres Ehelebens abgefunden hat. Doch diese bürgerliche Idylle kommt jäh zum Einsturz, als Roger beginnt, in seiner Freizeit eigene Wege zu gehen. Nina will sich Gewissheit verschaffen, dass Roger sie nicht betrügt und dabei kommt es zu einem fatalen Missverständnis, das zu paradoxen, aber letztlich dann auch zu von beiden ungewollten Konsequenzen führt.
Francoise Dorner, die Autorin, zeigt an einem ebenso geistreichen wie auch originellem Beispiel die Manipulierbarkeit der menschlicher Emotionen. Sie verdeutlicht, dass Leidenschaft eine kompromisslose Energie sein kann, die unabhängig von Charakter- und Lebensqualität Konsequenz einfordert.
Ein zwar heiter geschriebnes, aber auch ein tiefgründiges Büchlein, das nachdenklich macht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein amüsant zu lesendes Buch, das viel erzählt von versäumtem Leben und unerfüllter Liebe, 10. Juni 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
So wie schon in ihrem letzten Roman "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" gelingt es der französischen Schriftstellerin Francoise Dorner auch in ihrem neuen Buch, einen Aspekt der Liebe zwischen Mann und Frau zu beschreiben, der ungewöhnlich ist. Ging es dort um die eigentlich unmögliche Liebe zwischen einem alten Mann und einer zwanzigjährigen Frau, wird hier von einem Ehepaar erzählt und einer Ehefrau, die im Alltagstrott ihrer Ehe nicht weiterkommen und den ungewöhnlichen Versuchen der Frau, ihrem Mann und seiner Liebe zu ihr etwas mehr Leidenschaft einzuhauchen.

Nina und ihr Mann führen in Paris einen Zeitungskiosk. Jeden morgen um fünf Uhr müssen sie aufstehen, und ihr Mann hat es sich seit Jahren zu der eigentlich erstaunlichen, auf die Dauer aber doch vor allem für Nina sehr unbefriedigenden Übung gemacht, dass er zwischen drei Minuten vor fünf und fünf in sie eindringt, und nach ein paar schnellen Bewegungen zu seinem Höhepunkt kommt, nach dem er sich sprachlos erhebt und zu seinem Tagewerk übergeht.

Mancher Mann und manche Frau würde sich so eine frühmorgendliche Sexeinlage vielleicht für ihr Leben wünschen, wenn es geht auch ein paar Minuten länger, doch nach einigen Jahren ist es nur noch Frust.

In den vielen Illustrierten blätternd, die Nina in ihrem Kiosk verkauft, sieht und erlebt sie andere Frauen, sieht, wie die sich aufmotzen und zurechtmachen für andere Männer, und da keimt eine Idee in ihr auf. Als sie Jean kennen lernt und diesem einen raffinierten Blow-Job unter dem Restauranttisch hinlegt, steht ihre Entscheidung fest. Sie wird ihren Mann, den sie nach wie vor liebt, verführen und damit etwas mehr Erotik und Leidenschaft in ihre Ehe bringen.

Sie putzt sich heraus und verkleidet sich und begegnet ihrem eigenen Mann im Kino. Der verliebt sich in diese für ihn fremde Person ...

Wie die Geschichte ausgeht, mögen Sie selbst nachlesen in einem schönen und amüsant zu lesenden Buch, das viel erzählt von versäumtem Leben und unerfüllter Liebe.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Schwierigkeit, gemeinsam alt zu werden, 1. Dezember 2008
Von 
Amazon-Kunde "Der Buchvorleser" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Autoren aus Frankreich scheinen ganz besonders geeignet zu sein, kleine intensive Romane für einen regnerischen Sonntag oder einen schönen Tag am Strand zu schreiben.
Auf Francoise Dorner trifft dieses Gefühl auf jeden Fall zu, denn ihr neues Buch Die Frau in der hinteren Reihe", das beim Diogenes Verlag erschienen ist, hat alles, womit man sich ganz gemütlich für ein paar schöne Stunden zur Lektüre zurückziehen kann.
Eine Ehe, der die Alltäglichkeit jeden Reiz genommen hat und die nur noch über die tägliche Zusammenarbeit im kleinen Kiosk an der Ecke und die wöchentlichen Pflichtbesuche bei Verwandten getragen wird, eine ständig nörgelnde Mutter, die nur auf sich selbst fixiert ist, eine Freundin ohne Mann und die alles überwältigende Sehnsucht nach einem kleinen bisschen Glück im Leben. Nachdem Nina durch zwei Zufälligkeiten mit der schönen Seite körperlichen Verlangens vertraut gemacht wurde, folgt sie eines Tages ihrem Mann heimlich in ein Kino und verführt ihn in einer Verkleidung als Chinesin. Das aber ist der letzte Tropfen zum unaufhaltsamen Zerbrechen der Ehe und alle Beteiligten müssen sich der Frage stellen, wie es soweit kommen konnte und wohin es noch führen soll.
Ein wunderbarer kleiner Roman über die Kraft der Liebe und die Traurigkeit, wenn es diese Liebe nicht (mehr) gibt.
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Die Frau in der hinteren Reihe
Die Frau in der hinteren Reihe von Françoise Dorner (Broschiert - 21. Juli 2010)
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