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Kundenrezensionen

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am 1. August 2010
Eine Vielzahl an Spitzfindigkeiten, kleinen und mittleren Bosheiten, Intrigen und die eine oder andere Dummheit küren die aktuelle Sammlung aus Geschichten der Business Class von Martin Suter. In zwei ein halb Seiten pro Anekdote winden sich Manager (v.a. des unteren und mittleren Managements) durch Strategien, Netzwerke und Work-Life-Bilanzen - mehr oder weniger erfolgreich. Zentrale Diskussionspunkte sind entsprechend dem Titel Boni und ihre Höhen, zu niedrige Gehälter im Allgemeinen und Möglichkeiten bei diesen einzusparen.

Spannend ist nicht allein die unmissverständliche Zeichnung der Rolle "Manager", sonder auch jene der Frauenwelt - Hausfrauen und Mütter bzw. Sekretärinnen und Kampf-Assistentinnen, versteht sich.

Wunderbar karikiert, treffend sarkastischer Unterton, die eine oder andere Wahrheit nicht ausgeschlossen greift Suter seinen Managern und ihren Karriereplänen unter die Arme, legt ihnen Anglizismen in die Münder, erhebt sie über das gemeine Volk und verleiht ihnen ausreichend Eitelkeit.

Bissig! Phantastisch!
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am 22. Dezember 2010
Ich bin ein ausgewiesener Fan von Martin Suter und bin über seine pointierten herrlich sarkastischen und den Zeitgeist treffenden Kurzgeschichten mit Gerri Waibel und Konsorten zu seinen Romanen gekommen. Diese neuen Geschichten haben aber für mich etwas Abnützungserscheinungen. Sie sind nach wie vor pointiert und sarkastisch aber die Themen sind ja immer gleich geblieben - und damit der Effekt des Neuen. Vielleicht sähe ich es anders wenn dieses Buch der Beginn der Reihe wäre - aber mir kommt vor, dass Suter das alles schon einmal noch pointierter erzählt hat und da glaube ich mich nicht zu irren - einfach bei Gerri Waibel nachblättern.
Ich habe das Buch aber dennoch mit Schmunzeln genossen.
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Martin Suters ironische Kurzgeschichten aus dem gehobenen Management verdeutlichen, dass diese Hierarchieebene noch immer eine Männerdomäne ist, in der vermeintliche Alphamänner in einem geradezu neurotischen geführten Wettbewerb zueinander stehen und darum streiten wer hier eigentlich der Erfolgreichste von allen ist.

Ihr Erfolg bemisst sich am Geld, an den Gehältern, bemisst sich aber auch an der Höhe ihres Bonus, den ein jeder am liebsten an die große Glocke hängen möchte. Schließlich möchte man zeigen, welch toller Hecht man ist. Statussymbole, wie entsprechende Automobile, klischeehaftes Verhalten - man raucht Cohibas und trinkt uralten Armagnac- sind den Jungs wichtig. Damit verdeutlichen sie, dass sie dazugehören. Ihr Habitus ist geradezu unerträglich stromlinienförmig. Wie Lemminge laufen sie alle in eine Richtung, weit davon entfernt wirkliche Alphamänner zu sein.

Woran es ihnen fehlt ist Individualität und Kreativität, woran es mangelt ist die Fähigkeit in der Krise ihren Mann zu stehen. Krisenmanagementaufgaben werden in der Regel an externe Berater vergeben. "Ab einem gewissen Gehaltsniveau stellt sich die Frage der Qualität nicht mehr."( Zitat: Suter)

Suter macht unmissverständlich klar, dass wirkliche Freundschaften unter Kollegen auf der leitenden Angestelltenebene nicht funktionieren. Alle strampeln um die Gunst des Eigentümers einer Firma, der, wenn er intelligent genug ist, es bestens versteht seinen Vorteil aus dem Konkurrenzgerangel zu ziehen.

Frauen erlebt man in Suters Geschichten als Ehefrauen oder Sekretärinnen, denen sich die Jungs gerne unterwerfen, sofern sie ihr Leben organisieren und ihre Wunden lecken, welche oftmals sehr schmerzen, denn im Kampf um die Position in der Hierarchie sind alle Mittel erlaubt. Hinterhältigkeiten jedweder Art werden eingesetzt, um hierarchisch zu punkten. Kooperation scheint ein Fremdwort zu sein.

Gerade in Zeiten der Krise ist es aber notwendig gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zwar in die gleiche Richtung. Suters wenig frohe Botschaft aus dem Buch lautet: Die Jungs haben es noch nicht begriffen. Sie haben leider nicht in erster Linie die Sache- das Wohl der Firma-, sondern nur die Befriedigung ihres Egos im Kopf. Die Ergebnisse solchen Handelns darf man derzeit täglich in den Wirtschaftnachrichten verfolgen.
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Man muss es Martin Suter zugute halten, dass er seine Messer nicht erst wetzte, als sich die Tische unter den vielen Opfern zu biegen begannen. Aber all die Enthüllungen der letzten Monate geben seinen Kolumnen plötzlich eine Schärfe, die sie im Zeitraum ihrer Entstehung, also vom Oktober 2005 bis Februar 2007, nicht hatten. Und vormals humorige Geschichten bekommen ohne eigenes Dazutun einen zynischen Charakter. Glück für die ohnehin schon begabten Marketingverantwortlichen vom Diogenes Verlag, dass Martin Suter einer Betrachtung den Titel "Das Bonus-Geheimnis" gab. Besser hätten Timing und Überschrift des neuen Sammelbandes gar nicht sein können. Obwohl ich zu denen gehöre, die Kolumnen lieber in ihrem natürlichen Umfeld und damit als Einzelereignisse lese, machte ich in diesem Fall eine Ausnahme. Doch der Ausrutscher lohnte sich nur, weil ich die Story, nach der ich suchte, tatsächlich fand. Denn die Lektüre bestätigte mir, dass der Satz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" auch bei literarischen Texten gilt. In dieser geballten Form werden Gedankensplitter zu ideologischen Schwertern, die Tabula rasa machen, wo auch kleine Korrekturen genügen würden.

Zumindest als Kolumnenschreiber läuft der bekannte Martin Suter nun ganz vorne mit, wenn gegen die Bonzen und Banker mobilisiert wird. Das wird das Lesevolk freuen und ihm beim Verdrängen der unangenehmen Wahrheit helfen, dass es bei diesem Zirkus ebenfalls in der Manege stand. Und der Stoff, aus dem die Boni sind, trug ja auch dazu bei, dass Martin Suter heute wählen kann, an welchem Wohnsitz er seine Betrachtungen niederschreiben soll. Auf Ibiza oder in Guatemala lässt sich leichter vergessen, dass man als Werbekönig dem gleichen Hofstaat diente, der nun für alles Böse in der Welt verantwortlich gemacht wird. Das soll nicht als Rechtfertigung für das üble Treiben vieler Manager verstanden werden, sondern als kritische Bemerkung zu solchen Sammelbänden in Zeiten der mentalen Cholera.

Mein Fazit: Zur richtigen Zeit die richtige Kolumnensammlung auf den Markt werfen zu können, ist für Autor und Verlag ein Glücksfall. Für die Textsorte selber trifft eher das Gegenteil zu. Aber Spaß macht die Lektüre natürlich trotzdem, weil Martin Suter ganz einfach gut schreiben kann.
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am 4. Januar 2013
Das Bonus-Geheimnis von Martin Sutter ist wie die anderen Bücher aus der Business Class Reihe wieder wunderbar bissig und fließt doch so leicht und angenehm dahin, dass die Pointe oft erst mit der kleinen Verzögerung guter Geschichten beim Leser ankommen. Die Kurzgeschichten sind am besten wie Pralinen zu genießen, nämlich einzeln. Wirklich schade, dass die Business Class Reihe damit zu Ende geht.
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am 23. Oktober 2014
Das Buch kann wohl als „leichte“ Lektüre bezeichnet werden. Es sind kurze, amüsante und gleichzeitig banale Geschichten aus dem Berufsalltag des mittleren und höheren Managements schweizerischer/deutscher Unternehmen. Das Buch eignet sich hervorragend für die Lektüre im öffentlichen Verkehr, da die Geschichten maximal 2 Seiten lang sind. Ich las das Buch hauptsächlich in der U-Bahn. Einige Male musste ich dabei so laut lachen, dass ich einige verwirrte Blicke auf sich zog. Wer also ein Buch zum Lesen für unterwegs sucht, ist dieses Buch genau das Richtige.
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am 22. September 2011
Ich mag Suter sehr gerne und habe auch dieses Buch mit Genuss gelesen (während einer Konferenz, da passt das dann ganz gut). Aber leider wiederholen sich die Geschichten und nutzen sich ab. Es ist dann im Endeffekt doch alles das Gleiche. Ich hätte das Buch nicht an einem Stück lesen sollen, sondern immer eine zum Einschlafen, oder so. Dann wären vielleicht 5 Punkte dabei herausgekommen. So knappe 4.
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TOP 50 REZENSENTam 6. April 2009
Martin Suter hat jahrelang als dienstleistender Beobachter die feinsinnig menschlichen Züge der Business-Class studieren können. Er hat als Werbetexter Berührung mit einem breiten Querschnitt des Top-Managements gehabt: Als Dienstleister ist man oft so etwas wie ein Beichtvater oder Psychiater für diese Damen und Herren aus den Oberen Etagen. Aus diesem gesammelten Wissen der Ohn&Macht schreibt er kürzeste Kurzgeschichten (2-4 Seiten), die sofort auf den Punkt kommen und über den Einstieg bzw. den Mittelteil eine unglaubliche Spannung aufbauen. Das Ende wird oft - in einer meist überraschenden Wendung - im letzten Satz zelebriert, das Management bzw. die Strukturen ins Menschliche herabführend.

Über 70% der Möglichkeiten eines Unternehmens gehen verloren durch die "Chemie", jenes unfassbare Konglomerat, in dem Menschen sich nicht leiden können, aus dem Bauch entscheiden und andere mobben oder verletzten. Die tiefe Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Nichtgenügen ' sie findet ihren Ausdruck in schönsten Formen der Etikette, unter deren Deckmäntelchen es unablässig gärt und stichelt. Suter ist ein hervorragender Beobachter kleinster Nuancen, tiefsinnigster Posen und hochfliegendst peinlicher Pläne. Kurzum: er feiert das Menschsein im Management. Er zeigt, dass die berühmten wissenschaftlichen Ansätze nur eine Hülle sind für diese Tatsache: Menschen bleiben Menschen, überall, zutiefst verletzlich, ängstlich und ohne wirkliche wissenschaftliche Entscheidungskompetenz.

Wenn die emotionale Komponente so stark im Vordergrund steht, der Mensch ein bärenängstlicher Sammler und Jäger bleibt, dann muss es zu komisch skurrilen Geschehnissen kommen. Immer wieder frage ich mich, warum mich diese Geschichten so sehr berühren. Ich habe alles genauso erlebt. Nur habe ich es nie aufgeschrieben oder jene unglaublichen Wendungen eingebaut, die Suter entspinnt. Er ist für mich ein großer Schriftsteller und vermittelt in diesem Buch (und auch in allen anderen dieser Art), warum er als Dienstleister einnehmender war als andere. Er kann hinhören, überraschende Verbindungen ziehen und spannende Geschichten erzählen. Die Kürze hat er als Werbetexter entwickelt und seine Kreativität zeigt sich in jedem Schluss der Short Stories.

Nicht ohne Grund war Suter in seinem Beruf erfolgreich und an dieser Stelle möchte ich ihm danken für diese Inside-Stories aus dem Management. Es gibt eigentlich nichts Vergleichbares in der Literatur, die Kaste der Top-Manager lernen wir aktuell etwas genauer über die Bankenskandale etc. einzuschätzen. So wie es keine Psychologie des Reichtums gibt, ist dieser Bereich in seiner wettbewerbsorientierten, oft menschenvernichtenden, hochemotionalen Art abgeschottet, wir alle haben bislang gedacht: Die werden das schon richtig machen. Es ist nicht so: Entscheidungen im Management werden ebenso aus dem Bauch getroffen wie wir früher eine Beute hinter dem nächsten Wald vermutet haben, sie haben ebenso wenig Heroisches. Und sie sind es schon gar nicht wert, dass einer 1000x mehr verdient als ein anderer.

Die nachempfundene Management-Sprache von Suter ist bis in alle Details stimmig, sie zelebriert vor allem auch die allseits gegenwärtigen Anglizismen. Ich kenne diese "charmante" Mischung aus Deutsch, Schwyzerdütsch und Englisch. In der Schweiz als internationalem Sprachraum wirkt dieses Mix weitaus weniger anstößig als in Deutschland. Middlemanagement, coming man, big shot, chief human resources manager, quality-time-year, work-life-balance, anticipating, questionmarking, CI-redesign: Dieses Buch ist auch ein Up-Date jener Sprache, die vollkommen normal in Zeiten der Globalisierung so gesprochen wird - ohne jegliche Angst vor dem erhobenen Zeigefinger germanistischer Puristen.

Meine 3 Lieblingsgeschichten:
1. Wie eine Chefsekretärin zum Chef mutiert, denkt wie er, ihn im Griff hat, überhaupt die entscheidende Instanz des Unternehmen ist. (Präventivmaßnahmen)
2. Der einsame Bonus-Prahler, der beim Jogging mit dem Kollegen eine Überraschung erlebt. (Das Bonus-Geheimnis)
3. Der gegen seinen Chef verlieren wollende Tischfußballspieler. (Dätwilers Challgenge)
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am 13. März 2016
Naja, immer kann es ja nicht so weitergehen... Wer Business Class liebt, soll das hier weglassen. Ich weiss jetzt nicht, ob's am Autor liegt, oder am Leser. Weiss ich nach den ersten Sätzen schon wie die Geschichte abläuft, weil ich schon so viele "Business Class" gelesen habe oder sind die Geschichten eben nicht mehr so toll. Ich vermute leider das letztere...
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am 7. August 2010
Ein wunderbares Buch! Wunderbar kurze Geschichten aus der Geschäfts- und Managementwelt, mit Präzision erzählt. Kolumnenfutter, wie man es sich wünscht. Ein Schreibstil für Geniesser.
Wer die großen Tiere aus nächster Nähe beobachten will (und besonders ihre Schwächen), der wird hier glücklich. Denn Schadenfreude ist bei den kurzen Stories eine omnipräsente Zutat.
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