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Kundenrezensionen

180
3,6 von 5 Sternen
Der Koch (detebe)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Januar 2014
Der Roman erzählt die Geschichte des tamilischen Küchengehilfen Maravan, der ein begnadetes Kochtalent ist und mit der Hilfe der ayurvedischen Rezepte seiner Großtante und der Unterstützung von Kellnerin Andrea einen privaten Cateringservice gründet. „Love Food“ spezialisiert sich auf aphrodisierende Menüs für ein zahlungskräftiges Züricher Klientel. Soweit so gut, doch mir hat die Geschichte um den tamilischen Meisterkoch nicht besonders gefallen. Der Roman schwankt zwischen halbherziger Gesellschaftkritik, halbherziger Liebesgeschichte und halbherzigem Krimi, in dem gleichzeitig noch das sinnliche Kochvergnügen (inklusive Rezeptsammlung im Anhang) zelebriert wird. So entsteht ein auf den Massengeschmack hin kalkuliertes Potpourri, das jedem etwas bieten will, und am Ende von allem zu wenig hat und den Leser emotional eher unbeeindruckt zurücklässt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2010
Wie differenziert das Publikum Martin Suters neuestes Werk aufnimmt ist kein Wunder. Mich hat das Buch zuerst auch etwas irritiert. Ich bin zwar der asiatischen Küche nicht abgeneigt. Aber ein tamilisches Kochbuch würde ich mir eigentlich nicht zulegen. So ging es mir zu Beginn des Buches, als die liebesfördernden Zutaten der Gerichte des tamilischen Asylwerbers Maravan in ausgeprägter Deutlichkeit geschildert wurden. Zugegeben - wieder einmal eine hervorragende Recherchearbeit von Martin Suter - aber die kulinarischen Auslassungen sind der Schwachpunkt des Buches. Die dahinter stehende Geschichte, die Schilderungen der Beziehungen, der Aufbau des Plots, die Sprache, das ist eine Meisterschaft die Suter beherrscht. Da punktet er, das lässt er seinen Leser über die Seiten fliegen und einzelene Sätze auf der Zuge zergehen. Ein gutes Buch wie ich finde - nicht sein bestes, aber gegenüber dem zweifelhaften Teufel von Mailand um Klassen besser. Und wenn er sich erzählerisch in der High-Society aufhalten kann (siehe seine Werke über die Business-Class und Gerry Weibel) wie hier gerät auch sein satirisches Talent zur Entfaltung und er kann wieder einem hinterhältig, korrupt und fies Tätigem eines literarisch überziehen. Wer Suter mag, wird auch dieses Buch mögen. Wer Kochbücher mit Handlung mag - der ist hier goldrichtig.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Januar 2010
Auch in seinem neuen, von seinen Lesern mit Spannung erwarteten Roman versteht es der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter auf das Vortrefflichste, die kritische Reflexion aktuellen Zeitgeschehens aus der Schweizer Perspektive zu verknüpfen mit der von ihm aus seinen Business-Class-Geschichten bekannten hintergründig-humorvoll- satirischen Schilderung des Lebens der Oberklasse in Zürich.

In "Der Koch" kommt dieses Mal noch dazu eine Reflexion des Schicksals eines Landes und einer Ethnie, die hierzulande vergessen scheint, die Minderheit der Tamilen in Sri Lanka und der widersprüchliche Befreiungskampf der LTTE (Tamil Tigers), deren brutaler und mafioser Arm bis in die Gemeinden der vielen tamilischen Flüchtlinge reicht, die in Zürich zu Tausenden eine neue Heimat gefunden haben.

Zu ihnen gehört auch der 33-jährige Maravan. Vor Jahren ist er als Asylsuchender in die Schweiz gekommen, als der Krieg in Sri Lanka für die tamilische Minderheit lebensbedrohliche Ausmaße annahm. Dabei war Maravan, der von seiner Großtante Nangay in Sri Lanka das Kochen gelernt hat, nach einer erfolgreichen beruflichen Tätigkeit in südindischen Ayurveda-Luxushotels bewusst in seine Heimat zurückgekehrt um dort ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Doch der Bürgerkrieg vereitelt seine Pläne und so fristet er zu Beginn des Buches sein berufliches Dasein weit unter seinem Niveau als Küchenhilfskraft im Züricher Sternerestaurant "Huwyler", wo sich die Creme der Finanzwelt trifft und das Martin Suter geschickt als Bindeglied und Brennpunkt zwischen Maravans Geschichte und dem Schicksal einiger Spekulanten mitten der Finanzkrise nutzt, die er so nebenbei dokumentiert und süffisant kommentiert.

Im "Huwyler" arbeitet auch Andrea, eine Fachkraft, die es aber nirgendwo lange aushält und der Maravan sympathisch ist. Als Maravan gemobbt wird von den Kollegen, nachdem er dem Chefkoch freundlich angeboten hatte ihm zu zeigen , "wie man einen richtigen Curry macht", steht sie ihm bei und muss in der Folge ebenfalls ihren Arbeitsplatz verlassen.

Maravan hat sich in Andrea verliebt und lädt sie zu einem Essen ein. Er kocht ein mehrgängiges molekulares Menü mit aphrodisischer Wirkung, die er aber nicht beabsichtigt. Dennoch wirkt das Essen auf die lesbische Andrea derart erregend, dass sie mit Maravan schläft.
So entsteht die Geschäftidee "Love Food", ein Catering-Service für Ehepaare, die sexuelle Stimulation brauchen. Vermittelt werden die Kunden durch eine Sexualtherapeutin, die Andrea kennt, und Maravan lässt sich auf Andreas Idee ein. Arbeitslos geworden durch den Rauswurf im Huwyler" will ihn kein anderes Restaurant einstellen und er braucht doch Geld um seine Familie und seine kranke Großtante Nangay in der Heimat zu unterstützen. Außerdem stehen immer wieder Vertreter der Tamil Tigers bei ihm vor der Tür, um Geld für den Befreiungskampf zu erpressen, das Maravan zahlt, weil er glaubt, so seinen geliebten Neffen vor dem erzwungenen Militärdienst bei der LTTE zu schützen.
Mittlerweile hoch verschuldet, fängt er an, für Paare zu kochen, die Andrea in ein dafür angemietetes Domizil bringt. Der Erfolg ist überwältigend. Die Paare sind begeistert, haben oft noch vor dem Nachtisch den lange vermissten Sex miteinander und so ist klar, dass die Firma "Love Food" bald jeden Tag in der Woche ausgebucht ist.

Als einer der zufriedenen Ehemänner ( Maravan hat sich auf den Deal nur eingelassen, weil die Paare verheiratet waren), die Dienst von Love Food" für ein Treffen mit einem Call-Girl in Anspruch nehmen will, ist Andrea von der hohen Summe fasziniert, die der Kunde dafür bezahlen will. Sie sagt Maravan zunächst nichts davon, doch er entdeckt den Betrug und kündigt die Zusammenarbeit auf.
Doch seine Geldnöte zwingen ihn dazu, die "schmutzigen Sachen" mitzumachen, die so ganz seiner Kultur widersprechen. Bei einem dieser Treffen lernt Andrea das Callgirl Makela aus Eritrea kennen und beginnt mit ihr eine heftige sexuelle Beziehung. Makela wiederum ist die Lieblingshure von Dallmann, einem dubiosen Finanzjongleur, der in üble Waffengeschäfte mit Sri Lanka verwickelt ist. Und nun entspinnt sich eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit einem genialen Plot.

Quer durch das Buch zieht sich die zarte Liebesgeschichte zwischen Maravan und Sandana, einer tamilischen Asylantin, die von ihrer Familie mit einer Zwangsheirat konfrontiert wird und der es gelingt, durch all den Wirbel um Love Food" und dubiose Waffengeschäfte mit Maravan ein neues, hoffnungsvolles Leben zu beginnen.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen, viel erfahren über die innenpolitischen Verhältnisse in Sri Lanka und die Verhältnisse, unter denen Asylanten in der Schweiz leben und etwas gelernt über molekulare Küche, von der der begeisterte Hobbykoch Martin Suter in einem Interview, das am Tag des Erscheinens dieses Buches veröffentlicht wurde, gesagt hat, sie sei wie sein Schreiben, man wisse nie, was hinten heraus kommt.

Literarisch steht der Roman auf dem gewohnten Suter-Niveau und man wird nach der erfolgreichen Verfilmung von "Lila, lila" nicht lange warten müssen, bis auch dieser neue Stoff für das Kino oder Fernsehen verarbeitet werden wird.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juni 2010
Ich bin ein wenig ratlos. Die Geschichte über einen tamilischen Koch in der Schweiz ist handwerklich solide erzählt. Der Plot ist spannend, die Sprache exzellent. Trotzdem ist 'Der Koch' kein Buch, das mich atemlos zum Weiterlesen animiert hat. Ich musste mich bei der Lektüre nicht quälen und habe bis zum Schluss durchgehalten. Aber irgendetwas Magisches, das man von einem Bestseller erwartet, fehlte. Ein Buch, das man liest, aber von dem nach der Lektüre nicht viel bleibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Mai 2010
Die Grundidee des Buches, dass sich ein tamilischer Koch und eine Schweizer Gastro-Fachfrau zusammentun, um erotische Leckerbissen für zahlungskräftige Kunden zu servieren und damit das Liebesleben vieler trauriger Menschen auf Vorderman bringen ist an sich gut und würde viel Raum für spannende Verwicklungen bieten. Doch Martin Suter hat es sich in den Kopf gesetzt, mit diesem Roman vor allem anzuklagen: den Kampf der Sri Lankischen Regierung gegen die Tamilen, deren Unterdrückung, die Waffenexporte der Schweizer Rüstungsiindustrie und dubiose Geschäftsleute, die solche Waffentransfers skrupellos organisieren. Das ist zwar alles gutgemeint, wirkt aber abgetakelt, abgegriffen, staubig und ist ganz einfach zum Gähnen. Der dicke Kapitalist, der sich gerne in den teuersten Restaurants den Bauch vollstopft und anderntags nach einem ordinären Frühstück den nächsten Waffenhandel organisiert - ich meine: hallo, Martin Suter, ihre Klischeekiste ist aber mittlerweile beunruhigend gross geworden! Die ständigen Bezüge zur Aktualität (Bankenkrise) haben mich genervt, da sie hier einfach nicht hineinpassen. Martin Suter hätte sich auf den an sich lustig begonnenen Plot konzentrieren müssen, er hätte uns doch wesentlich mehr Freude gemacht. Schade, dass die Liebesgeschichte zwischen Maravan, der Hauptperson, und seiner Landsmännin, die jedoch in der Schweiz geboren ist und nur eine tamilische Exilkultur kennt, nicht vertieft worden ist. Darin hätte ein weiteres literarische Potenzial gelegen, denn gute Liebesgeschichten gehen immer; der Schriftsteller muss aber Lust haben, sie zu entwickeln und die hatte Martin Suter offenbar nicht. Auch hatte ich den Eindruck, dass sich Suter für den Roman zwar einiges über Sri Lanka und insbesondere die Tamilen angelesen hatte, dass es ihm aber an der Ausdauer fehlte, um die Wurzeln der Probleme von Emigranten wirklich freizulegen. Hat er je mit Tamilen gesprochen? Ich weiss es nicht, kann sein, aber es kommt ganz einfach nicht durch. Zum Schluss hat man ein Buch gelesen, das kein wirklicher Roman ist, weil die Handlung nicht ausgelebt und vertieft wird und die Menschen insgesamt zu wenig greifbar sind. Trotz vieler Fingerzeige ist es aber auch kein politisches Buch, weil die Klischees dominieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2010
Das war mein erstes Buch von Suter und ich hatte vielleicht zu hohe Erwartungen, weil ich von dem Autor schon zu viel gutes gehört hatte.

Zuerst das Positive: Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen - ich fand ihn der Thematik teilweise nicht angemessen, aber der Stil hat mich dann doch dazu veranlasst das ganze Buch zu lesen. Die ersten Kapitel waren ebenfalls gelungen, aber danach fiel es deutlich ab.

Die Geschichte war mir viel zu konstruiert - vor allem störte mich die Art und Weise wie mit der tamilischen Kultur und dem Konflikt in Sri Lanka umgegangen wurde. Ganz offensichtlich sollte Maravans Herkunft vor allem einen Anstrich von Exotik geben. Die Motivation die er aus dieser Herkunft erhält, ist jedenfalls eher dünn und hätte auf eine ganze Reihe weiterer Kulturen und Konflikte beruhen können. Typisch tamilisch sind nur die Namen. Ein grosser Teil der Tamilen in Zürich hat heute nicht mehr den Status eines Asylbewerbers im übrigen, etwas was man nach der Lektüre dieses Buches annehmen würde. Maravans Geschichte warum er in der Schweiz ist extrem dünn - wenn jemand mit der Geschichte zum Amt in der Schweiz ginge, würde er gerade wieder ins Flugzeug nach Hause gesetzt. Es gibt Kleinigkeiten (wie Kleidung) die deutlich machen, dass Suter von tamilischer Kultur und der tamilischen Diaspora nicht viel Ahnung hat. Aber zu viele Leser werden nach der Lektüre dieses Werkes das Gefühl haben sie wüssten jetzt Bescheid. Wenn man eine Ausländergruppe pauschal verurteilt nicht integrationsfähig zu sein (mit zwei glorreichen Ausnahmen) sollte man sie vielleicht wenigstens kennen.

Zugegebenermassen finde ich Molekularküche reichlich langweilig und das was ich bislang davon gegessen habe auch nicht überzeugend, so dass mich die langen Passagen in denen detailhaft beschrieben wird was Maravan da bastelt nicht spannend fand. Leider wäre darin wohl eine Hauptattraktion des Buches gelegen, in dem dünnen Plot lag sie kaum. Ich habe sehr deutlich mitbekommen was Suter mir sagen wollte und meist stimme ich seinen Ansichten sogar zu, aber das macht einen guten Roman ja nicht aus.
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73 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Februar 2010
Das aus meiner Sicht bisher schlechteste Suter-Werk.
Zwar gewohnt schöne Sprache mit kurzen, prägnanten Sätzen und tollem filmischen Stil. Darüber hinaus gewohnt souveräne Recherchearbeit des Autors erkennbar.
Allerdings fehlt mir das, was mich an Suter sonst so begeistert: Die fesselnde und außergewöhnliche Geschichte. Diese plätschert hier vor sich hin und kommt irgendwann zu einem vorhersehbaren Ende. Für mich als Leser nervend v.a. die immer wiederkehrende Schilderung der weltweiten Wirtschaftskrise. Von den Medien werden und wurden wir täglich mit 'Horrormeldungen' dazu überschüttet. Das sich Suter auch noch damit in seinem neuen Roman beschäftigt, fand ich schlicht nervend und unnötig.
Ferner fühlte ich mich oft an Patrick Süskinds Bestseller 'Das Parfüm' erinnert. Gerüche, Düfte, Geschmäcker, Essenzen. Ein Held, der gelernt hat, diese 'Welt der Geschmäcker' zu durchschauen und welcher dann aus seinem Wissen das perfekte Liebesessen kreiert, gegen dessen Wirkung sich niemand wehren kann'
Nein ' mich hat dieses Buch leider in keinster Weise überzeugt
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2013
Dieser Suter dürfte zum schwächsten gehören, was von ihm bisher erschienen ist. Die Geschicht kommt nie wirklich in Fahrt. Die Figuren bleiben schemenhaft und der Autor scheint sich kaum wirklich entscheiden zu können, welcher er eigentlich folgen will, wenn auch der titelgebende Koch, ein tamilischer Asylbewerber, im Mittelpunkt steht. Da wird mal diese Person eingeführt, mal aus der Sicht jener geschildert. Zu Ende geführt wird das häufig nicht. So plätschert die Geschichte, wenn man sie wirklich so nennen will, so vor sich hin, ohne dass irgendwie klar wird, welche Richtung sie einschlägt. Auch die bei Suter sonst so großartige Wende gegen Schluss bleibt völlig aus. Warum die Personen so handeln, kann man schon nachvollziehen, aber es wirkt in keiner Weise zwingend.

Suter bemüht sich um Authentizität, indem er immer wieder Ereignisse der Tagespolitik in der Geschichte erwähnt, aber ohne dass dies für die Geschichte von Bedeutung ist.

So bleibt am Ende eines dürftigen Buches das Fazit, dass es nur für den lesenswert ist, der Spaß an der Schilderung von Rezepten tamilischer Molekularküche hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2010
Aus meiner Sicht werden im neuen Roman von Martin Suter zu viele Themen aufgegriffen, diese bleiben aber alle an der Oberfläche. Es geht um Asylpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft und Soziales und als Leserin bekam ich schnell den Eindruck, jedes Thema wird angesprochen, aber leider nicht weiter vertieft. Die Geschichte plätschert über viele Seiten einfach so dahin, ein wenig konzeptlos und inhaltlich eher langweilig.

Die Haupt-Protagonisten des Romans: Maravan, Tamile, ein talentierter und leidenschaftlicher Koch, ethische Grundsätze sind ihm wichtig / Andrea, seine Geschäftspartnerin, eine leidige und eher skrupellose Person, die das Buch nicht wirklich bereichert / Sandana, Tamilin, von ihrer Familie zur Zwangsheirat verdammt, sympathische Bahn-Angestellte und in Maravan verliebt / Makeda, sehr hübsche und extravagante Äthiopierin und aus der Not Call-Girl geworden.

Die Idee mit den Rezepten (auch im Anhang zum Nachkochen) fand ich eigentlich ganz gut, obwohl zum Ausprobieren eignen sie sich wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Küchenutensilien wenig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2011
Der Roman hat viele Schwächen. Das muss ich leider feststellen, obwohl ich ein ausgesprochener Suter-Fan bin.
Am heikelsten fand ich die Aufteilung des Personals in gute und schlechte Menschen. Der tamilische Flüchtling ist natürlich absolut moralisch integer und selbstlos, alle Banker und Broker machen schmutzige Geschäfte, sind notorische Puffgänger und scheuen auch vor Waffenhandel nicht zurück.
Das zweite Problem ist, dass der Roman sich nicht entscheiden kann, was er sein will. Eine Anleitung zu molekularen Kochen? Eine Abrechnung mit den Verflechtungen von Wirtschaft und Politik in der Schweiz? Oder doch nur eine Liebesgeschichte? Er ist nichts richtig und überdies in seinen Einzelteilen oft papieren und langweilig.
Wenn ich den Schriftsteller Martin Suter nicht sehr schätzen würde, wäre es vermutlich nur 1 Stern geworden.
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