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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes, bezaubernd schönes Hörbuch
Beide, Armand und Pauline, sind einsam und vom Leben gezeichnet. Während Armand sich resigniert zurückgezogen hat, stürzt sich Pauline in immer neue Liebesabenteuer mit gleichaltrigen Männern, stets in der Hoffnung, irgendwann die Familie zu finden, die ihr immer gefehlt hat.
Diese zwei Menschen treffen aufeinander und entdecken ineinander etwas,...
Veröffentlicht am 22. April 2008 von Media-Mania

versus
7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen leider nicht abgeholt
Als ich in der Buchhandlung die ersten Seiten laß, war ich eigentlich ganz schnell in der Geschichte drin. Ein schönes kleines Büchlein für einen verregneten Sonntagnachmittag, dachte ich. Aber je weiter ich zu hause laß um so mehr war ich auch wieder draußen aus der Geschichte.

Vielleicht hat mir ja auch einfach die Botschaft:...
Veröffentlicht am 4. November 2007 von Elli


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes, bezaubernd schönes Hörbuch, 22. April 2008
Beide, Armand und Pauline, sind einsam und vom Leben gezeichnet. Während Armand sich resigniert zurückgezogen hat, stürzt sich Pauline in immer neue Liebesabenteuer mit gleichaltrigen Männern, stets in der Hoffnung, irgendwann die Familie zu finden, die ihr immer gefehlt hat.
Diese zwei Menschen treffen aufeinander und entdecken ineinander etwas, das sie benötigen. Armand geht aus sich und seiner stillen Wohnung heraus, Pauline entzieht sich der ziellosen Abfolge von Liebschaften und beginnt, sich für Armands Philosophie zu interessieren.
Behutsam emfindet Françoise Dorner eine außergewöhnliche Liebesbeziehung nach, in der Erotik nur als feiner Hauch eines exquisiten Gewürzes wahrgenommen wird. Während sich Armand in der Ansicht, er habe ihr ja nichts zu bieten, Pauline trotz seines starken Angezogenseins zögernd und scheu annähert, nimmt sie ihn unbeschwert und fast überschwänglich an: zunächst als Großvater, dann immer mehr als den Menschen, der er ist.
Die eigenartige Beziehung währt nicht lange. Beide lernen jedoch daraus, dass sie Verantwortung für ihre Vergangenheit übernehmen müssen und sich nicht nur als deren Opfer verstehen dürfen.
Indem die Autorin vor allem die große Verletzlichkeit der beiden Protagonisten, insbesondere Armands, herausstellt und beschreibt, dass diese Verletzlichkeit zu einem Gefängnis werden kann, schafft sie eine Atmosphäre tiefer Menschlichkeit. Zugleich zeigt sie auf, welch fatale Auswirkungen das Schweigen, ebenso jedoch übersteigerte Erwartungen innerhalb von Familien haben können. Die Familie ist ein zentrales Element dieses Romans - mit den Schwierigkeiten, die uns von Geburt her anvertrauten Menschen so anzunehmen, wie sie sind, und mit den Grenzen von "Wahlverwandtschaften" wie jener zwischen Armand und Pauline.
Der Roman wird bestimmt von einer bittersüßen, melancholischen Stimmung. Die Autorin ergründet einfühlsam die Abgründe in scheinbar intakten Seelen und zeichnet ihre Protagonisten trotz ihrer Ecken und Kanten ausgesprochen liebevoll; auch der siebzigjährige, verliebte Armand wird niemals der Lächerlichkeit preisgegeben.
Zum Hörbuch eignet sich die Vorlage vorzüglich. Wenn man sich erst einmal an die tendenziell etwas nuschelnde Stimme des Sprechers gewöhnt hat, kann man sie gut mit dem Protagonisten identifizieren, und Hans Korte liest einfühlsam und abwechslungsreich.
Ein auch technisch gelungenes, bezaubernd schönes Hörbuch über die vielfältigen Vernetzungen zwischen Menschen, über die Wunden, die sie einander oft unwissentlich zufügen, und über die Liebe mit ihren oft eigenwilligen Facetten.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr berührendes Buch, 5. Oktober 2007
Ein tolles kleines Büchlein hat Francoise Dorner da geschrieben. Sehr unterhaltsam, zwar in einer leichten Sprache verfasst, aber doch mit schwerem Inhalt. Denn die Thematik ist sicher eine ergreifende : Ein alter Mann der sich am Ende seines Lebens endlich seiner lebenslangen Fesseln entledigen will, den Fesseln die ihm seine Erziehung, seine eigene Kindheit angelegt hat. Die Fesseln, die ihn von seinen Kindern, seiner Frau und letztlich auch von sich selbst entfremdet haben. Es geht um Menschen auf der schwierigen Suche nach Liebe und Verständnis. Großartig, wie Dorner sich in Psyche der Protagonisten eingefühlt hat und uns deren Innerstes eindrucksvoll mitteilen kann, voller Menschlichkeit und Wärme. Einfach schön!

Ich bin ja eine Liebhaberin von diesen dünnen, bezaubernden Büchlein, die man in der französischen Belletristik oft findet. In diesem Buch hätte ich mit allerdings definitiv mindestens 200 Seiten mehr gewünscht. So wie die Geschichte aufgezogen ist hätte man doch gerne mehr Tiefe und Hintergründe in der Geschichte gehabt.

Insgesamt aber ein tolles Buch! Sehr zu empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Versuch der Einsamkeit zu entrinnen, 10. Dezember 2007
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Monsieur Armand, ein siebzigjähriger Philosoph im Ruhestand und Pauline, eine zwanzigjährige Verkäuferin in einem Luxusgeschäft für Haushaltswäsche, machen bei einem abrupten Busstopp Bekanntschaft miteinander. Sie verlieren sich zunächst aus den Augen, aber bei Armand ist plötzlich der Wunsch entstanden Pauline zu suchen und damit seiner ziellosen Einsamkeit zu entfliehen. Der Altersunterschied schreckt ihn da zunächst nicht ab, denn er fühlt sich durchaus noch als vital lebendiges Wesen. Wenn er sich in seinem Sessel niederließ, die Droge Cola genoss, musste er an Pauline denken, die ihm die Lust zum Fröhlichsein wieder geschenkt hatte. Armand macht sein Auto wieder fahrbereit, fährt über eine rote Ampel und hat, weil Pauline diese Action cool findet, plötzlich das Verlangen wieder Gas zu geben. Neue Kräfte werden in ihm wach. Doch bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten sucht Pauline immer wieder Zuflucht bei jüngeren Männern und den Freuden ihres Alters. Armand muss erkennen, dass er vielleicht Hoffnung mit Hoffnungslosigkeit verwechselt hat. Er fühlt sich als Lückenbüßer, als alter "Schwadroneur mit leerer Batterie", den Pauline immer dann braucht wenn sie der vorübergehenden Lebensfreude verlustig geworden ist.

Nach einem missglückten Selbstmordversuch besucht Pauline Armand im Krankenhaus und trifft dort mit dessen Sohn zusammen. Der vermutet zunächst, dass der Selbstmord des Vaters eine Art Gefühlserpressung war, um die Kinder, die sich ihm entfremdet hatte, zurückzurufen. Er droht mit Entmündigung, denn er hat seinen Vater nie verstanden, so wie der wiederum auch seinen Vater nie verstanden hatte. Sie lebten aneinander vorbei.

Als Pauline eines Tages die Dinge schlicht und illusionslos auf den Punkt bringt und Armand darum bittet doch ihr richtiger "Großvater" zu sein, da tut es ihm weh, dass sie nicht nur die Möglichkeit für sexuelles Begehren, sondern auch für Verliebtheit ausschließt. Eine Zweifelsucht will er in ihr nicht wecken. Sie gibt Armand einen Kuss auf die Stirn und der weiß schließlich nicht mehr was er bei Pauline wirklich gesucht hat, das hat er verdrängt, weil er die Kraft wieder gefunden hat den Dingen ins Auge zu sehen. Das Ende der Geschichte will ich nicht verraten, nur so viel, es finden schließlich zwei Einsamkeiten, mit unterschiedlichen Zielsetzungen und unterschiedlichen Motiven zueinander. Armand hätte Pauline gern zur Freundin gehabt und Pauline hätte ihn gern für ein ganzes Leben als Großvater behalten.

Ein sehr schön zu lesendes Buch, in einem erfrischenden wechselnden Erzählton, phasenweise elegant formuliert. Es ist auf der Oberfläche federleicht und es versteckt auch seine Tiefe auf der Oberfläche.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist nie zu spät..., 29. August 2007
Der französische Orginaltitel dieses Stückchen wunderbarer Literatur erweckt unmittelbar einen anderen Eindruck, als die deutsche Variante. Fürwahr, sofort denkt man bei letzter Liebe an Melancholie, Trauer, Abschied und doch Hoffnung. Während doch der Titel douceur assassine einen schaligen, kalten Hauptgeschmack entwirft, der nur durch das Wort douceur abgefedert wird.
Die Wirkungen beider Titel aber finden sich gleichermaßen in der kleinen Geschichte um den vereinsamten, alten Monsieur Armand und dem nicht weniger einsamen Pariser jungen Mädchens Pauline wieder. Monsieur findet sich am Ende eines Lebens, das er als Lehrer der Philosophie gewidmet und als Vater verpatzt hat. Pauline wiederum steht am vorderen Ende der Skala und sieht ihr Leben bereits im Schatten ihrer kurzen Vergangenheit gezeichnet. Ihre Sehnsucht nach einer intakten Familie ist keine hoch intellektuelle, mit der sie einem Armand entgegentreten könnte. Doch der Wunsch nach intellektuellem Austausch liegt ihm an Pauline ferner, als der Gedanke, dem alten literarischen Bild einer Liebe zwischen einem alten Mann und einer jungen Frau zu entsprechen. Natürlich taucht es in seinen Gedanken auf. In Paulines erstaunlicherweise nicht. Armand ist unvermittelt bereit, sich der puren Paulinschen Inspiration zu bedienen und neue Gedanken an einem Punkt zu entspinnen, an dem er bereits dachte, er hätte schon alle Varianten durch. So geschieht es, dass er sich von seiner vor 3 Jahren verstorbenen Frau verabschiedet, sich der offenkundigen Kritik seiner Umwelt annimmt - de Putzfrau klagt- und sogar noch Zugang zu seinem Sohn findet. Jener, der sich selbst an die Nase fast, als es wiederum Pauline ist, die kühn, fast ein wenig zu kühn, Armand vor ihm verteidigt. Pauline beschließt, ihre langersehnte Familie in Armand zu finden und ihn zu ihrem Großvater zu machen.
Eine Freundschaft aber, die wächst und gedeiht und Tiefpunkte passiert, kreiert der Erzähler nicht. Von Kapitel zu Kapitel wechselt er die Perspetiven, erzählt einmal aus den Augen von Pauline, zeigt dann wieder Armands Innenansicht. Und so ist auf 137 Seiten nicht die Möglichkeit gegeben, sich ineinander zu vertiefen und das Ende der Geschichte gleichermaßen absehbar wie überraschend. Tränen nicht ausgeschlossen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich nette kleine Geschichte, 23. Februar 2009
"Die letzte Liebe des Monsieur Armand" hat mir sehr gut gefallen und liest sich sehr leicht - ohne seicht zu sein.

137 Seiten über das Altwerden, das Jungsein, Liebe, Familie, Konflikte, Gefühle - alles sehr dicht gepackt.

Der Verlauf der Handlung ist berührend und bittersüß zugleich. Der Roman ist wie geschaffen für einen schönen französischen Film à la "Zusammen ist man weniger allein". Vor meinem inneren Auge sah ich die ganze Zeit Audrey Tautou als Pauline und Michel Serrault als Armand :o)...

Ein sehr liebenswerter kleiner Roman für einen Nachmittag auf dem Sofa.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fließende Sprache der Liebe, 1. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Monsieur Armand (Broschiert)
Es ist eine sanfte "Liebes"-Geschichte, Liebe von zwei einsamen Menschen, die einander treffen, jede/r in ihrem/seinem emotionalen Gefängnis. Der soziale Aspekt, ob doch so viele Menschen heutzutage betroffen sind, ob so viele Menschen diese Einsamkeit wahrnehmen, überhaupt zugeben ! Möge die/der eine oder die/der andere sich in der Geschichte wiederfinden bzw. nicht finden, nachdenken reicht !
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe, 12. Dezember 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Liebe des Monsieur Armand (Broschiert)
Monsieur Armand ist ein alter Mann. Vor einigen Jahren hat er seine Frau durch eine schwere Krankheit verloren und lebt seither alleine, wobei ihm eine Zugehfrau den Haushalt führt mit der er aber nicht richtig klar kommt. Als pensionierter ehemaliger Lehrer für Philosophie kann er sich das auch leisten. Er hat zwei Kinder, die sich aber wenig um ihn kümmern und es nur auf seine Erbe abgesehen haben. Monsieur Armand trifft sich mit einer ehemaligen Lehrerkollegin jeden Sonntagabend zum Essen. Doch diese Freundschaft bedeutet ihm nicht viel. Sie kann ihn nicht mehr erreichen. Er, der doch jahrzehntelang seinen Schülern die Existentialphilosophie beigebracht hat, sieht sich nun selbst vor einem Zustand, in dem er keinen rechten Sinn mehr im Leben sieht und sehr oft auch an Selbstmord denkt. So lebt Armand ein recht trauriges Leben mitten in Paris, als ihm plötzlich und unverhofft die 20-jährige Pauline über den Weg läuft.

Auch sie ist ein Mensch, der sich vom Leben betrogen fühlt. Sie hat sehr früh ihre Eltern verloren und sucht seit Jahren in den zahllosen Liebhabern das, was sie so sehr vermisst: ihre Familie. Aber natürlich kann ihr von den Dutzenden von jungen Männern, die sie "testet", keiner das geben, was sie wirklich braucht und so flieht sie immer wieder schon nach kurzer Zeit in das nächste Abenteuer. Als sie eines Tages im Bus auf Monsieur Armand trifft, adoptiert sie ihn als ihren Wunsch-Großvater und hat sich damit ausgerechnet einen Mann ausgesucht, der sein Leben lang seinem eigenen Sohn ein ebenso liebloser wie ungerechter Vater gewesen ist. Doch sie weiß das nicht, sondern nimmt ihn so wie er ist. Durch ihre unschuldigen Nachfragen allerdings bringt sie den alten Mann, der sich sofort in Pauline verliebt hat, eine Liebe ohne sexuelles Begehren, ins Nachdenken und zum Handeln.
"Zwei Einsamkeiten, die zueinander finden, deren eine die Spielregeln kennt, Intelligenz und Bildung über alles stellt, Herz und Güte der moralischen Pflicht opfert, während die andere, instinktiv und empfindsam, spontan Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken weiß, ohne dass Missverständnisse aufkommen."

Die beiden verbindet eine Freundschaft besonderer Art und sie wagen es, einen neuen Weg einzuschlagen und die Lebensfreude neu zu entdecken.
Francoise Dorner hat eine warmherzige Geschichte geschrieben, voller Humor. Mit Monsieur Armand schildert sie einen alten Helden mit vielen Ecken und Kanten, eigenbrötlerisch und dennoch mit einer tief vergrabenen Warmherzigkeit gesegnet, die immer wieder durch die raue Schale blitzt. Es ist eine Geschichte, die den Leser dauernd zum Schmunzeln bringt und ihn gleichzeitig tief berührt. Eine Geschichte voller Magie, die den Kult des ewigen Jungseins in unserer Gesellschaft entlarvt. Ein Buch über die Weisheit, dass es im Leben nie zu spät ist und man immer etwas verändern kann. Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe.
Das Buch und sein Stoff rufen geradezu nach einer Verfilmung, auf die man gespannt sein darf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe, 23. Dezember 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Monsieur Armand ist ein alter Mann. Vor einigen Jahren hat er seine Frau durch eine schwere Krankheit verloren und lebt seither alleine, wobei ihm eine Zugehfrau den Haushalt führt mit der er aber nicht richtig klar kommt. Als pensionierter ehemaliger Lehrer für Philosophie kann er sich das auch leisten. Er hat zwei Kinder, die sich aber wenig um ihn kümmern und es nur auf seine Erbe abgesehen haben. Monsieur Armand trifft sich mit einer ehemaligen Lehrerkollegin jeden Sonntagabend zum Essen. Doch diese Freundschaft bedeutet ihm nicht viel. Sie kann ihn nicht mehr erreichen. Er, der doch jahrzehntelang seinen Schülern die Existentialphilosophie beigebracht hat, sieht sich nun selbst vor einem Zustand, in dem er keinen rechten Sinn mehr im Leben sieht und sehr oft auch an Selbstmord denkt. So lebt Armand ein recht trauriges Leben mitten in Paris, als ihm plötzlich und unverhofft die 20-jährige Pauline über den Weg läuft.

Auch sie ist ein Mensch, der sich vom Leben betrogen fühlt. Sie hat sehr früh ihre Eltern verloren und sucht seit Jahren in den zahllosen Liebhabern das, was sie so sehr vermisst: ihre Familie. Aber natürlich kann ihr von den Dutzenden von jungen Männern, die sie "testet", keiner das geben, was sie wirklich braucht und so flieht sie immer wieder schon nach kurzer Zeit in das nächste Abenteuer. Als sie eines Tages im Bus auf Monsieur Armand trifft, adoptiert sie ihn als ihren Wunsch-Großvater und hat sich damit ausgerechnet einen Mann ausgesucht, der sein Leben lang seinem eigenen Sohn ein ebenso liebloser wie ungerechter Vater gewesen ist. Doch sie weiß das nicht, sondern nimmt ihn so wie er ist. Durch ihre unschuldigen Nachfragen allerdings bringt sie den alten Mann, der sich sofort in Pauline verliebt hat, eine Liebe ohne sexuelles Begehren, ins Nachdenken und zum Handeln.
"Zwei Einsamkeiten, die zueinander finden, deren eine die Spielregeln kennt, Intelligenz und Bildung über alles stellt, Herz und Güte der moralischen Pflicht opfert, während die andere, instinktiv und empfindsam, spontan Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken weiß, ohne dass Missverständnisse aufkommen."

Die beiden verbindet eine Freundschaft besonderer Art und sie wagen es, einen neuen Weg einzuschlagen und die Lebensfreude neu zu entdecken.
Francoise Dorner hat eine warmherzige Geschichte geschrieben, voller Humor. Mit Monsieur Armand schildert sie einen alten Helden mit vielen Ecken und Kanten, eigenbrötlerisch und dennoch mit einer tief vergrabenen Warmherzigkeit gesegnet, die immer wieder durch die raue Schale blitzt. Es ist eine Geschichte, die den Leser dauernd zum Schmunzeln bringt und ihn gleichzeitig tief berührt. Eine Geschichte voller Magie, die den Kult des ewigen Jungseins in unserer Gesellschaft entlarvt. Ein Buch über die Weisheit, dass es im Leben nie zu spät ist und man immer etwas verändern kann. Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe.
Das Buch und sein Stoff rufen geradezu nach einer Verfilmung, auf die man gespannt sein darf.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wunderbares Buch über Freundschaft und Liebe, 6. November 2007
... und über das Glück und das Leben an sich.
"Die letzte Liebe des Monsieur Armand" ist ein unterhaltsamer Roman, der die Angst vor dem Älterwerden nimmt. Das hört sich doch alles schon ganz gut an, nicht wahr?
Der pensionierte verwitwete Philosophielehrer Armand trifft im Bus auf eine junge Frau, die ihm auf die Beine bzw. auf den Spazierstock hilft. Sie verschwindet in den Straßen von Paris, während Armand einen neuen Sinn in seinem bis dahin träge dahinschleichenden Leben zu entdecken scheint: Er muss seine junge Helferin finden!
Er findet sie und unter ihrem Einfluss beginnt er, sein bisheriges Leben zu überdenken: Als Dozent für Philosophie kannte er sich zwar gut mit der Theorie eines sog. glücklichen Lebens aus, in der Praxis jedoch hat er kläglich versagt ...

Francoise Dorners kleine Liebesgeschichte zwischen dem älteren Armand und der jungen Pauline fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite; es gibt viele anrührende, weise und amüsante Stellen, die diesen kleinen feinen Roman zu einem wahren Lesevergnügen machen!
"Die letzte Liebe des M.Amand" ist bestens für ungemütliche graue Herbsttage geeignet!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die es in sich hat, 17. August 2007
Dies ist keine harmlose Erzählung von einem munteren älteren Herren und einer unbefangenen, vorurteilslosen jungen Frau.

Geschildert werden konzentriert einige entscheidende Monate im Leben eines verwitweten ehemaligen Lehrers, erzählt aus seiner eigenen Sicht. Seine Lebenssituation und die seines Sohnes werden eindrücklich geschildert. Pauline, eine junge Verkäuferin, die früh ihre Eltern verloren hat, wirbelt das Leben von Monsieur Armand durcheinander. Armand und Pauline bedeuten sich gegenseitig viel. Das wird überzeugend deutlich.

Wie hier von Liebe, Schuld, Verzeihung und dem Aufbruch zu neuen Ufern geschrieben wird, ist wahrhaft meisterlich.
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Die letzte Liebe des Monsieur Armand
Die letzte Liebe des Monsieur Armand von Françoise Dorner (Broschiert - Dezember 2008)
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