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Maigret und der Weinhändler: Sämtliche Maigret-Romane
Format: TaschenbuchÄndern
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am 18. Mai 2009
Der vorliegende Maigret-Roman aus dem Jahre 1969 ist einer der späten Werke Simenons. Anders als in seinen vom Existentialismus geprägten Frühwerken sind diese stärker von einem psychologischen Ansatz geprägt.

Wie immer urteilt Maigret (Simenon) nicht:
"Wir sind alle mehr oder minder zu bedauern. Ich versuche zu verstehen. Ich habe nicht den Ehrgeiz, die moralische Verantwortung des Menschen zu ermessen."

Wieder einmal mehr hat der Kommissar Sympathie für den erniedrigten Täter, der für ihn zwar de jure schuldig ist, nicht aber moralisch: "Werden Sie mich mitnehmen?" - "Das lässt sich nicht umgehen." (...) "Was hatte es für einen Zweck, ihn zu fragen, ob er seine Tat bereue?"

Maigret wird für einen guten Strafverteidiger sorgen. Mehr kann er nicht tun. "Soll ich ihm Handschellen anlegen?" Maigret: "Das ist kein Misstrauen, am Quai des Orfèvres werden sie Ihnen wieder abgenommen. Es ist Vorschrift."

Fazit: Ein beeindruckendes Sozialdrama im Krimiformat, das wohl nicht zufällig an Victor Hugos "Die Elenden" erinnert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Oscar Chabut, aus kleinen Verhältnissen stammend, hat es im Leben zu etwas gebracht - er ist einer der größten Weinhändler von Paris.
Trotzdem - oder deswegen (?) - wird auf dem Weg zu seinem Auto mit 4 Schüssen niedergestreckt. All das geschieht in der Nähe des Hauses von Madame Blanche. In diesem Haus - ein elegantes und teures Luxusnest - treffen sich "Gelegenheitspärchen" - so auch Chabut kurz vor seinem Tod mit einer Frau, die allgemein unter der Bezeichnung "Heuschrecke" läuft.
Maigret erkennt schnell, dass sie mit dem Tod des Weinhändlers nichts zu tun hat, aber eine wichtige Auskunftsperson ist. Daneben gibt es noch die Frau des Weinhändlers, die vom Treiben ihres Mannes sehr wohl etwas gewusst haben muss.
Im Laufe der Ermittlungen stellt sich dann heraus, dass Oscar Chabut fast mit jeder Frau aus seinem Bekanntenkreis ein Verhältnis hatte - und damit hat Maigret jede Menge potentieller Täter(innen)...
Simenon wieder mal in Hochform - kein Wunder, geht doch die Maigret-Reihe schön langsam zu Ende!
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am 15. März 2012
Manchmal ist der Täter nur ein Opfer und das Opfer der eigentliche Täter.

So auch hier. Chabut, wohlhabender Weinhändler aus einfachen Verhältnissen, weiß sehr wohl um seine Macht. Und er nutzt sie. Seiner Ehefrau gegenüber, seinen Mitarbeitern und vor allem den Frauen gegenüber, von denen er die Finger nicht lassen kann.

Mit ihnen trifft er sich regelmäßig in einer Nobelabsteige und lässt sich dort verwöhnen. Kein Wunder, dass er sich Feinde macht.

Bis es einem von ihnen zu viel wird und er Chabut vor der Nobelabsteige erschießt.

Maigret sucht einen Mörder, der es gewagt hat, sich zu wehren. Einen Ohnmächtigen, der ein Ventil gesucht hat. Und im Laufe der Ermittlungen wird ihm Chabut immer unsympathischer, der Mörder hingegen weckt Verständnis.

Das Psychogramm eines Ohnmächtigen. Lesenwert.
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3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2005
Während Maigret mit einem abschließenden Verhör zu einem Großmutter-Mord beschäftigt ist, wird er in die Rue Fortuny gerufen. In dieser wurde vor einer Nobel-Absteige der Weinhändler Oscar Chabut ermordet, er war Besitzer der Weinhandelskette Le Vin des Moines, deren Geschäfte, Lastwagen und Kähne überall im Land zu finden sind. Der Weinhändler hat sich im Leben das genommen, was er will. Die Ehen, die er zerstört hat, die Liebschaften, die er angefangen hatte, sind ungezählt. Wie im Privaten, so auch im Geschäftlichen. Es ist er Maigret, der zu leiden hat. Zum Einen ist es natürlich unangenehm, den Mörder von jemanden zu suchen, dessen Abgang sich viele gewünscht hat, und der Maigret auch ziemlich bald sehr unsympathisch ist. Zum Anderen kämpft der Mann nicht nur mit einer Grippe, sondern auch gegen seine Frau, die ihn unbedingt in Dr. Pardons Obhut sehen will.....wird er den Fall lösen?
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