Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Inspiration Shop Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
9
4,0 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Mehr als 5 Jahre hatte Georges Simenon keinen Maigret-Krimi mehr geschrieben. Der vorliegende Band stammt aus dem Winter 1939/40 und schließt zeitlich an den Band 17 an (Maigret ist also noch nicht im Ruhestand und noch nicht aufs Land gezogen): künstlerische Freiheit eines großen Meisters!
Prosper Donge arbeitet im Grandhotel "Majestic" in Paris als Leiter der Kaffeeküche. Wenn seine Lebensgefährtin nach Hause kommt, ist es Zeit für ihn aufzustehen und mit dem Fahrrad ins Hotel zur Arbeit zu fahren.
Eines Tages platzt ihm bei dieser Fahrt ein Reifen; er kommt deshalb 10 Minuten zu spät. Genau in diesen 10 Minuten wird im Hotel eine Frau ermordet - und Prosper entdeckt auch die Tote. Er hätte Zeit und ein Motiv gehabt. Aber Maigret, "ein Plebejer bis auf die Knochen, bis ins Mark", glaubt an die Unschuld von Prosper...
Beeindruckend an diesem Roman ist - neben der spannenden Story - die Beschreibung des Grandhotels. Die Unterschiede zwischen "denen da oben" und "denen da unten" wurden selten so gut herausgearbeitet wie in diesem Roman, der sicherlich zu den besten Simenons zählt.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2006
Da es mein zweites Maigret-Buch ist, kenne ich den Komissar zwar noch nicht so gut, doch wird auch hier wieder ein kleiner Teil seiner Persönlichkeit beleuchtet.

Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat istdie Beschreibungskraft Simenon's. Wo andere doppelt so lange benötigen um eine Szene zu beschreiben erreicht dieser es innerhalb kürzester Zeit. Dies ist wohl auch ein weiterer großer Vorteil, der die bisher sehr originellen Geschichten begleitet. Somit ist die Kurzweiligkeit garantiert.

Am Ende meint man die Gerüche des Hotel-Kellers förmlich riechen zu können. Und obwohl wir die Personen und eben die Verdächtigen schon gut zu kennen meinen, kommt die Lösung des Rätsels überraschend. Simenon gibt hier sehr schöne Denkanstöße. Er beschenkt Maigret mit einem hervorragenden Kombinationstalent und vermag so immer wieder der Leser zu überraschen.

Letztendlich muss ich noch erwähnen, dass es einige an komischen Situationen und Bemerkungen gibt, die zumindest ein Schmunzeln hervorrufen. Denn Maigret ist nicht nur spannend, sondern auch äußerst humorvoll!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2008
"Maigret und die Keller des 'Majestic'" bezeugt einmal mehr die Meisterschaft des französischen Krimiautors Georges Simenon. Die Handlung ist nicht sonderlich kompliziert aufgebaut, Simenon spickt seinen Roman auch nicht mit "roten Heringen", also falschen Fährten für den Leser beziehungsweise Hörer, sondern setzt auf Psychologie, Stimmungen, Milieuschilderungen und authentisch wirkende, kraftvolle Charaktere.
Unter den Letztgenannten besticht Kommissar Maigret, Simenons Protagonist, ganz besonders durch seinen klaren, praxisorientierten Verstand, seine Hartnäckigkeit, seine etwas ruppige Art und die Menschlichkeit, die er ab und zu, beispielsweise dem unglücklichen Donge gegenüber, durchscheinen lässt. Donge und seine Freundin stammen aus einem sehr einfachen Umfeld, mit dem Simenon unverkennbar sympathisiert; es gelingt dem Autor, den schlichten "Anti-Helden" Prosper Donge so zu zeichnen, dass auch beim Hörer Mitgefühl aufkommt - obwohl Donge verdächtig bleibt.
Altmeister Simenon arbeitet nicht mit detaillierten Schilderungen blutrünstiger Morde und liefert in diesem Roman auch keine rasanten Verfolgungs- oder Festnahmeszenen. Dafür vermag er die Ermittlungsarbeit sehr spannend zu schildern und führt den Hörer an die unterschiedlichsten Orte, deren meist sehr dichte, Emotionen heraufbeschwörende Atmosphäre er ausdrucksstark darstellt. Viele dieser Schilderungen lassen im Hörer Nostalgie aufkommen, weil das über sechzig Jahre alte Werk natürlich in einem Paris spielt, das er höchstwahrscheinlich nur aus alten Filmen und Abbildungen kennt.
Dank dem vorzüglichen Sprecher kommt auch in der Hörbuchfassung keine Langeweile auf, denn Friedhelm Ptok findet sich gut in die verschiedenen Rollen ein und gibt den Figuren in Dialogen den von Simenon vorgesehenen Charakter.
Ein trotz des soliden, klassischen Aufbaus sehr spannender Krimi also in einer gut gelungenen Hörbuchversion: rund viereinhalb Stunden Simenon vom Feinsten!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2003
Wodurch zeichnet sich ein 'typischer Maigret' aus? Durch die manchmal mürisch wirkende, in jedem Fall verschlossene Person des Kommissars, der seine Fälle i.d.R. alleine löst und die Hilfe seiner Mitarbeiter nur bei Botengängen o.dgl. in Anspruch nimmt. Außerdem durch eine äußerst ruhige Ermittlung, die sich z.B. sprachlich und inhaltlich darin äußert, dass vielleicht nicht weniger Morde als in anderen Krimimalromanen geschehen, dass diese aber durchweg ohne Pathos und übertriebene Schärfe und Brutalität dargestellt werden und ein Mord an sich schon schockierend genug ist. Bei einem typischen Maigret stehen eindeutig die Motive für die Tat im Vordergrund, nicht die Tat selbst.
Und so ist es auch in diesem Buch. Die Beziehung des Kellners zu der Ermordeter wird in den Vordergrund gerückt und als mögliches Motiv aufgebaut. Dass Maigret sich dieser Geschichte mit scheinbar geringem Enthusiasmus und mit einer gewissen Sympathie für den Verdächtigen hingibt, deutet schon etwas darauf hin, dass das Motiv woanders liegt und sehr viel trivialer ist, als Eifersucht und Rache, nämlich Geld.
Ein gelungener Roman, ein 'ypischer Simenon'.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. November 2009
Die Geschichte in Kurzform: Maigret ermittelt in einem der großen Luxushotels in Paris. Es geht zunächst nur um einen Mord an einer Amerikanerin. Im Verlauf der Geschichte kommt ein weiteres Opfer hinzu und Maigret muss sogar nach Cannes fahren, um die wirkliche Identität der ermordeten Amerikanerin aufzuklären.
Der Umgang mit den Beteiligten ist dabei für Maigret teilweise mehr als schwer, weil er kein englisch spricht und so immer auf einen Dolmetscher angewiesen ist. Dies erzürnt nicht nur ihn sondern auch die Gegenseite.
Die Geschichte endet überraschend und für Simenon typisch...

Mir hat das vorliegende Hörbuch gut gefallen. Der Sprecher Friedhelm Ptok ist aus vielen Maigret Produktionen bekannt und seine Stimme passt perfekt zum brummigen Kommissar Maigret. Etwas schade finde ich, dass viele Sätze direkt aus der Kurzproduktion übernommen worden sind. Es gab nämlich bereits eine Auflage in der diese Geschichte nur 1 CD einnahm. Manche Sätze konnte ich so bereits beim ersten Hören mitsprechen.
Trotz dieser Kritik ist das Hörbuch seinen Preis wert und wer ein Maigret Fan ist, der wird sich genüsslich zurück lehnen und bei einem guten Calvados und einer Pfeife das Hörbuch genießen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2003
Zunächst ein Gesamturteil: Das Buch ist unbedingt lesenswert. Es ist eine Maigret-Geschicht, wie man sie kennt (und das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt, dass sich alle Maigret-Krimis so ähnlich sind): ein ungewöhnlicher Mord, eine Reihe von Verdächtigen, von denen Maigret sich einen auswählt und dessen Mottive durchleuchtet. So auch in diesem Fall. Der Kellner, den Maigret verdächtigt, hat allen Grund, auf die Ermordete nicht gut zu sprechen zu sein. Diese war seine Geliebte gewesen, ehe sie sich einen reichen Amerikaner angelte. Sie hatte ein Kind von dem Kellner, das sie aber dem Amerikaner unterschob. Maigret vermutet, dass Rache bei dem Mord im Spiel war, doch er irrt sich.
Für jeden Simenon-Fan ein absolutes Muss.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juli 2008
Am Anfang steht das Pech. Der spätere Hauptverdächtige fährt mit dem Fahrrad zu Arbeit, hat einen Platten und kommt zehn Minuten zu spät. Diese zehn Minuten werden später Maigret von seiner Unschuld überzeugen, während ein übereifriger Staatsanwalt den Mann unbedingt der Tat überführen will. Schließlich geht es um den Mord an der Gattin eines Amerikaners, dessen Verhör seine Vorgesetzten Maigret lieber nicht anvertrauen wollen. Maigret outet sich in diesem Roman als Proletarier, der sich in Hotels wie das Majestic unwohl fühlt. Simenon schildert das Leben im Hotel vor und hinter den Kulissen und seine genaue Beobachtungsgabe wird ihn zur Auflösung des Falls führen, in dem ein Mann ein Sohn untergeschoben, einem zweiten einer genommen wird. Unterschriften werden gefälscht, ein Bankkonto ohne das Wissen des Inhabers weitergeführt, Liebe vorgespielt und ausgenützt. Seine Recherchen führen Maigret bis nach Cannes ins Milieu der Animierdamen, doch sein Betätigungsfeld bleibt Paris, da kennt er sich mit Verbündeten wie Konkurrenten, wie stillen Briefkästen bestens aus.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2003
Kaum zu glauben, wie viel Trubel im Hotel herrscht. Und dies, ohne dass es die Gaeste merken.
In den Kellern des Majestic wird gekocht und gebruzelt was das Zeug haelt.
Ploetzlich geschieht ein Mord in diesen von Gaesten noch nie gesehenen Gaengen und Raeumen. Die Frau eines reichen Industriellen aus den USA wird erdrosselt. Wie kommt sie in das Heiligtum der Angestellten, was hatte sie dort unten zu suchen?
Kommissar Maigret macht sich mit seinen unkonventionellen Methoden ans Werk, das Verbrechen zu loesen.
Das dabei Ermittlungsmethoden benutzt werden, die man sich so heute kaum vorstellen kann, erinnert einmal mehr daran, dass die Romane in der turbulenten Zeit des Jahrhundertbeginns spielen.
Ein unterhaltsamer und spannender Roman, den Simenon hier hervorgebracht hat.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. April 2009
Dreimal verfilmt, aber wieso? Die Fanseite maigret.de (die übrigens nur von einem einzigen Autor stammt) bezeichnet das Buch als einen der besten Maigrets. Die "Sunday Times" findet das ganz ähnlich, und auch die Mehrheit der Amazon-Kritiker lobt das Buch. Irgend einen Grund muss es ja haben, dass das Werk dreimal verfilmt worden ist.

Was ist bei mir schief gelaufen? Zugegeben: Die Anfangsatmosphäre ist gelungen. Der Underdog überzeugt auch. Schön und gut. So sehr man aber bei Maigrets davon ausgehen muss, dass grundsätzlich das Kriminalistische zweitrangig ist, so sehr darf man dann enttäuscht sein, wenn Simenon gerade hier bei diesem Punkt völlig desinteressiert ist.

Ich will ja kein Fünf-Sterne-Deluxe-Krimi-Abenteuer haben, aber wenn der Hauptverdächtige im Mordfall ebensowenig von Maigrets dann zutreffenden Verdächtigungen mitbekommt wie der Leser, komme ich mir verschaukelt vor.

Dieses nunmal sehr wichtige Gerüst ist unwahrscheinlich und konstruiert. Da können auch schön gestaltete Atmosphäre und Nebenfigur nicht viel retten. Meine Note: 4+
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden