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Kundenrezensionen

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am 5. April 2007
Im ländlichen England der 60er Jahre tritt die junge Schwedin Kerstin Kvist eine Stelle als Pflegerin für den geisteskranken John Cosway an. Sie ahnt nicht was dort auf sie zukommt. Der hoch begabte, sensible Mann, dessen Leiden damals übrigens noch nicht erforscht war, lebt mit seinen vier Schwestern isoliert in einem einsamen, heruntergekommenen Manor House unter dem strengen Regiment der 80-jährigen Mutter. Schon bald entpuppen sich die rüstige Greisin und ihre Töchter als sonderbare Schrullen, sie scheinen Johns Paranoia zu reflektieren. Lediglich die Jüngste fällt aus dem Rahmen und meint es auch gut mit ihrem Bruder. Gemeinsam setzen die übrigen Cosway-Frauen alles daran, John wie einen lebenden Zombie ruhig zu stellen. Warum sie so handeln, findet Kerstin schließlich heraus. Nach und nach dringt sie in das symbiotische, geradezu pathologische Beziehungsgeflecht der Familienmitglieder ein, dessen Korsett schließlich nur durch Mord gesprengt werden kann ...

Während mir Barbara Vines letzter Roman "Königliche Krankheit" nicht so gut gefiel, läuft die zu Recht geadelte "Queen of Crime" hier wieder zu Hochform auf. Elemente, die man aus "Die im Dunkeln sieht man doch" oder "Heuschrecken" wiedererkennt, werden in diesem superspannenden Psychothriller zu etwas Neuem verwoben. Wie immer begeisterte mich ihr phantastischer Blick fürs Detail. Als Sahnehäubchen gibt es in diesem Roman, der mich in mancherlei Hinsicht auch an die Brontes erinnert, eine total überraschende Wendung zum Schluss.
Ich habe das Buch im Original gelesen und kann das jedem, der es sich zutraut, nur empfehlen. Trotzdem hier ein dickes Lob an Vines Übersetzerin Renate Orth-Guttmann, die bestimmt auch bei diesem Buch wieder Hervorragendes geleistet hat.
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am 7. Mai 2007
Zufällig gesehen, habe ich die englische Ausgabe dieses Romans gekauft und die deutsche bei Amazon zunächst gar nicht gefunden. "Aus der Welt"?!, wer käme auch darauf? Allerdings - die Charaktere, die Barbara Vine alias Ruth Rendell entwirft und uns durch die Augen der Ich-Erzählerin näher bringt, sind wahrlich nicht von dieser Welt. Ende der Sechziger Jahre begibt sich die junge Kerstin Kvist, gelernte Krankenschwester, auf Empfehlungen von Freunden ins ländliche Essex, um dort den psychisch kranken Sohn der ... hm, vielleicht passt der Ausdruck "upper middle class"- Familie Cosway zu betreuen. Barbara Vine kann es sich leisten, diese Familie genüsslich mit allerlei Klischees auszustatten (und macht so aus diesem Roman mehr als einen Thriller; er ist gleichzeitig eine düstere Familiensaga und beste englische Gruselgeschichte): Die vier Töchter sind bis auf eine, die als junge, reiche Witwe die Sippe durchfüttert, allesamt "alte Mädchen" und in dem großen, kalten Haus mit der labyrinthartigen Bibliothek (daran, genauer an die griechische Geschichte um Minotaurus und das Labyrinth, lehnt sich der englische Titel des Buches an), mit den schäbigen Möbeln und dem riesigen Garten hängengeblieben; ohne Kenntnis der gesellschaftlichen Veränderungen der Sechziger, verbiestert, etwas schlampig und im Dauergekabbel mit der urbritischen, zynischen alten Dame des Hauses. Der Familienvater ist längst tot und hat ein exzentrisches Testament hinterlassen, ein Künstler zieht ins Dorf und sorgt unter den Cosway-Damen für Aufregung, der Hausarzt scheint keine Leuchte zu sein, ist allerdings der alten Mrs Cosway sehr zugetan ...- Barbara Vine spielt gekonnt mit Literaturzitaten aller Epochen seit Shakespeare und deren Ansichten über das englische Gesellschaftsleben und schafft mit der Sichtweise der viel ungehemmteren und liberalen Skandinavierin ein erfrischendes Gleichgewicht. Kerstin Kvist ist jedoch bald in einem Dilemma gefangen: mit ihrem Schützling John stimmt tatsächlich etwas nicht, aber abgesehen davon, dass auf Lydstep Old Hall (allein der Name des Hauses! Natürlich ist es von Kletterpflanzen überwuchert, die es fast lebendig erscheinen lassen, und wenn es regnet, legen sich die großen, nassen Blätter wie warnende Hände auf die nassen Fensterscheiben ...) so ziemlich jeder etwas schräg ist, scheint die Ursache für Johns Zustand eine ganz andere zu sein als die, die die Familie definiert hat und an der sie sich geradezu rituell festhält. Kerstin scheint die Einzige zu sein, die den kranken Mann nicht als großes Baby betrachtet, ihr Mitleid mit ihm wirkt authentisch; es ist packend zu lesen, was sie nach und nach über sein Leiden herausfindet und was sich aus ihrer Anwesenheit ergibt. Aufgrund einer Reihe von Vorfällen bessert sich Johns Zustand, und parallel dazu werden die übrigen Familienmitglieder immer seltsamer - im gleichen Maß, in dem John sich auf einmal öffnet, werden die weiblichen Mitglieder der Familie engstirnig und grausam; Barbara Vine beschreibt diese Entwicklung spannend und eingängig. Was dem Ganzen zugrunde liegt und letzten Endes den Höhepunkt herbeiführt, ist genial konstruiert; ich finde, es ist eine der besten Geschichten der Schriftstellerin.

Mit einer Reihe angedeuteter Vorgriffe steigert sie so gemein wie gekonnt die Neugierde. Das ist es, was das Buch so gut macht; die perfekte Fähigkeit der Autorin, die Spannung nicht nur aufzubauen und zu erhalten, sondern dem Leser auch in wohldosierter Menge zuzuteilen und somit zu steigern, ihm Häppchen der noch geschehenden Dinge zuzuwerfen wie die Tabletten, mit denen John Cosway ruhiggestellt werden soll, nur dass freilich beim Leser die genau gegenteilige Wirkung eintritt.

In der Beschreibung der dt. Übersetzung lese ich, dass das erste Kapitel das Ende bereithalten soll und bin froh, es nicht gelesen zu haben, denn die Autorin hat es schon einmal geschafft, im ersten Satz eines ihrer Romane den Ausgang zu präsentieren (als R. Rendell in "Urteil in Stein"/A Judgement in Stone, und dennoch sehr lesenswert!), was ich dem Leser auch empfehlen möchte, der ihr auf diese Weise durch eine packende Geschichte voller trügerischer Ausgänge, falscher Abzweige und Falltüren folgen kann.
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am 15. August 2007
Ein düsteres Mansion House, eine Familie, die in gegenseitigem Hass vereint ist, ein Plot, der trotz aller psychologischen (und soziologischen!) Gruseleffekte sehr glaubwürdig ist und Barbara Vines präzise, nüchterne, aber elegante Sprache - der Verfasserin ist wieder einmal ein kleines literarisches Meisterwerk gelungen, das man nur mit einem Seufzer des Bedauerns aus der Hand legen kann.
Ich habe alle Romane von Rendell, die sie als Barbara Vine schrieb, gelesen, alle haben mir gefallen, am besten jedoch ihre beiden ersten, "Die im Dunkeln sieht man doch" und "Es scheint die Sonne noch so schön". Mit diesen frühen Erfolgsbüchern stelle ich "Aus der Welt" in eine Reihe. Gebaren und Habitus der handelnden Personen, die nach außen ganz gemäß den auch heute teilweise noch gültigen Regeln der Klassengesellschaft agieren sowie die z.T. sehr englischen Lebensverhältnisse sind so konsequent und scharf beobachtet, dass es einem manchmal den Atem nimmt.
In diese beinahe "geschlossene Gesellschaft" lässt Barbara Vine ihre Protagonistin, die junge frische Schwedin Kerstin Kvist, gewissermaßen eindringen, wodurch mehr und mehr die Morbidität eines antiquierten Gesellschaftsideals beleuchtet wird. Durch diesen Kunstgriff entsteht eine ungeheure innere Spannung, der sich wohl kaum ein Leser entziehen kann.
Schade, dass man für die deutsche Ausgabe einen so unattraktiven Titel gewählt hat.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. März 2010
Romeo und Julia würden noch leben, hätte es zu Shakespeares Zeiten bereits Mobiltelefone gegeben. Schnelle Informationsübermittlung kann Leben retten, das wissen wir seither. Aber um wie viele ergreifende Theateraufführungen wären wir gebracht worden! Dasselbe Prinzip nutzt Barbara Vine. "Wie anders heutzutage alles wäre", schreibt sie. Aber in "Aus der Welt" sind wir eben nicht heutzutage.

Großbritannien Ende der 1960er Jahre. Im verschlafenen Dörfchen Windrose im ländlichen Essex tritt Kerstin Kvist, eine junge Schwedin, die Stelle als Krankenpflegerin auf Lydgate Old Hall an. John, der Sohn der Familie Cosway, leidet an einer Persönlichkeitsstörung die permanenter Betreuung bedarf. Er gilt als schizophren und gewalttätig. Schon bald merkt die junge Frau das John in seiner eigenen Welt lebt, ruhiggestellt durch Medikamente, deren Einnahme seine Mutter streng überwacht. Sie verabscheut ihren Sohn. Umso mehr, da dieser der Alleinerbe des Familienvermögens ist. Die Mutter erhält eine dürftige Leibrente. Die Schwestern Ida, Ella und Winiefred sind praktisch mittellos. Sie leben im Haus ihres Bruders von der Gnade ihrer Mutter und den gelegentlichen Zuwendungen der jüngsten Schwester Zorah, einer reichen Witwe. Unterdrückte Gefühle, Neid, Missgunst und Rachsucht sind der Nährboden für eine familiäre Tragödie.

Auf dem Landsitz der Familie Cosway gelten noch die alten Werte aus Jane Austens Zeiten. Emanzipation ist ein Fremdwort. In den Hafen der Ehe zu steuern gilt als das oberste Ziel. In den degenerierten Mikrokosmos der traditionsverhafteten alten Familie schickt sie die aufgeklärte, selbstbewusste Schwedin Kerstin. Ohne zu ahnen auf was sie sich einlässt, hat sie für ein Jahr die Stelle als Pflegerin des Sohnes angenommen. Als Ich-Erzählerin berichtet Sie dem Leser über die Geschehnisse.

Barbara Vine erzeugt die Spannung in ihrem Buch mit subtilen Mitteln. Immer wieder streut sie kryptische Bemerkungen in den Erzählfluss, die nahendes Unheil künden. Jedes Familienmitglied wird zu diesem Zweck genau analysiert. Ida, die älteste Tochter, ein heruntergekommenes Aschenputtel, das von der Familie als Arbeitstier ausgenutzt wird. Warum durfte sie seinerzeit ihren Verlobten nicht heiraten? Winifred, die zweite Tochter steht kurz vor der Heirat mit dem örtlichen Geistlichen. Allerdings will dieser auf keinen Fall, dass sie nach der Hochzeit ihren Beruf als selbständige Köchin weiter ausübt. Auch zeigt er überraschend wenig Interesse an seiner Braut. Die dritte Tochter Ella verabscheut ihren Beruf als Lehrerin. Die Tatsache sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen und als alte Jungfer zu enden empfindet sie als demütigend. Zorah, die jüngste Tochter, streut regelmäßig Salz in offene Wunden. Ihr Reichtum ermöglicht ihr ein freies und luxuriöses Leben. Dennoch scheint sie die Mutter und die Schwestern zu hassen. Nur den Bruder behandelt sie liebevoll.

Fein spinnt Barbara Vine das Netz, indem sich ihre Figuren unweigerlich verfangen müssen. Sie zieht das Netz langsam und unwiderstehlich zusammen. Die skurrilen Abläufe im Haushalt der Cosways wirken zunächst nur schrullig. Stellen sich aber zunehmend als bedrohlich und unheimlich heraus. Im gleichen Maße wie Kerstin schaudert es auch den Leser. Dunkle Geheimnisse scheinen in den verlassenen Gängen des alten Hauses zu lauern. Neugierig macht Kerstin sich auf den Weg diese zu entschlüsseln. Ihr zu folgen lohnt sich!
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...schreibt Barbara Vine aka Ruth Rendell stets. Unter dem Pseudonym Vine veröffentlich sie eher psychologisch ausgefeilte Romane, die erst in zweiter Linie Krimis sind ("Königliche Krankheit" war eigentlich gar keiner). Im vorliegenden Buch schafft sie es erneut, dass man ganz sachte in eine Geschichte hineingezogen wird, die einen unheimlichen Sog entwickelt. Dabei bedient sie sich gekonnt den Ingredienzien klassischer englischer Krimikunst (geheimnisvolle Familie, abgelegener Landsitz) und entführt auf literarischem Niveau den Leser mitten hinein in diese von ihr geschaffene Welt. Sehr empfehlenswert!
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am 31. März 2015
Vorweg: ich habe das Buch gern gelesen. Trotzdem hatte ich allerhand zu bemängeln. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Familie Cosway, die - ehemals sehr wohlabend - auf einem englischen Landsitz wohnt. Die einzenen Familienmitglieder und ihre maroden Beziehungen werden dem Leser schrittweise aufgedeckt mittels der Krankenschwester Kerstin, die in dieser Familie eine Anstellung findet zur Betreuung des authistischen Sohnes. Die Atmosphäre des Romans erinnert also etwas an einen Agatha-Christie-Roman und spornt durchaus zum Weiterlesen an. Es schien mir jedoch insgesamt etwas künstlich und banal. Mich hat auch der affektierte Erzählton gestoert, der wohl mehr in eine Frauenzeitschrift passt. Der Mord geschieht erst gegen Ende des Romans. Da kommt erneut Spannung auf. Die letzten fünf Seiten fand ich wieder enttäuschend,weil mir der Täter nicht namentlich genannt wurde. Es schien mir auch nicht überzeugend, dass die Polizei nicht weiter nachforscht. Die Stärke des Romans liegt in der psychologischen Beleuchtung der Personen. Ich hätte mir jedoch darin mehr Klarheit gewünscht, vor allem bei ihren krankhaften Verstrickungen untereinander, die nur angedeutet aber nicht erklärt werden.
Fazit: das Buch ist gut, aber nicht sehr gut."Die im Dunkeln sieht man doch" fand ich besser gelungen.
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am 18. Juni 2016
Ein tolles Buch. Sehr empfehlenswert. Über den Inhalt muss man ja hier nichts mehr schreiben. Es ist gut zu lesen, nie langweilig und die Story ist echt gut.
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am 6. Mai 2013
Kerstin Kvist, eine junge schwedische Krankenschwester, kommt nach Lydstep Old Hall zur Pflege des kranken John Cosway. Doch nicht nur der erwachsene Sohn des Hauses benimmt sich auffällig, auch die drei Schwestern und deren Mutter wirken eigenartig, befremdlich, gruselig. . Das Geschehen steuert auf ein Verbrechen hin und der Leser darf sich fragen, wer Täter und wer Opfer sein wird. Diese an sich reizvolle Konstellation wurde von der Autorin nur ansatzweise gut umgesetzt. Meisterhaft sind die Charaktere gezeichnet, sie wirken plastisch und deswegen so erschreckend.
Die Schwachstelle ist die ausgedachte Handlung. Konstruiert wirkt das ganze von Anfang an durch die Figur der Kerstin Kvist. Es bleibt von Anfang an unklar, warum diese in die Familie geholt wurde. Im Interesse der Familienmitglieder mit Ausnahme von John war das Auftauchen Kerstins nicht.
Wieder einmal wird das Thema psychisches Leiden thematisiert. Der beschriebene Umgang der Familie mit John ist erschreckend und alle anderen Familienmitglieder machen sich schuldig gegenüber dem jüngeren Bruder bzw. dem Sohn. Ich frage mich, was die Autorin damit sagen will.
Stellenweise ist der Thriller mitreißend, weil ich wissen wollte, was passieren wird, jedoch weist er große Schwächen auf. Die Autorin hat bessere Romane geschrieben. (Beispiel: Es scheint die Sonne noch so schön".
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am 10. März 2010
Da das Buch hier einige gute Kritiken bekommen hat eines vorweg: ich verstehe, dass einem die Geschichte gefallen kann. Allerdings habe ich das Buch nach 200 Seiten weggelegt.

Eine junge schwedische Krankenschwester, Kerstin Kirst, kommt in den 60er Jahren in die englische Provinz und wird von der Familie Cosway als Betreuerin für den Sohn John beschäftigt. Die Familie besteht noch aus der 79jährigen Mrs. Cosway und ihren Töchtern Ida, Ella, Winifred und Zorah. Kerstin lernt die Familie kennen und wird mit etwas älteren Vorstellungen von Familie, Ehe, Religion konfrontiert. Damit ist zur Rahmenhandlung das Wesentliche gesagt.

Wer sich für familiäre Zerwürfnisse interessiert, bitteschön, ich habe mich unendlich gelangweilt. Es passiert einfach nichts. Was soll auch in einem englischen Herrenhaus viktorianischen Stils und auf dem Dorf auch passieren? Alles, was man über die Familie wissen muss, hätte man auf 30 Seiten packen können. Die Dialoge sind fade und schleppend, ohne Esprit, Witz oder gar Humor.

Bis Seite 200 sind die einzigen Highlights die Verlobung von Winifred mit dem Pastor Eric und die Ankunft des Künstlers Felix D. Aber halt: es gibt noch ein "Labyrinth" bzw. die Bibliothek, die abgeschlossen ist und geheimnisvoll sein soll. Dort stehen - man glaubt es kaum - Bücher, womit sich das Mysterium schnell entzaubert.
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Ein Blick hinter die honorige Fassade einer englischen Oberschichtsfamilie aus den 60er Jahren. Mit akribischer Genauigkeit führt uns die bekannte Krimiautorin Ruth Rendell, alias Barbara Vine, die skurrilen und unbarmherzigen Umgehensweisen in einer vertrackten Familienkonstellation vor Augen. Ein böser englischer Gesellschaftsroman á la „Zementgarten“ und „Astas Tagebuch“. Für Fans der subtilen Abgründe ein Genuss.
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