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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein brisanter Krimi mit Tiefgang
Petros Markaris erzählt in seinem vierten Charitos-Kriminalroman nicht nur eine atemberaubende Geschichte, er zeichnet ein pralles Bild der griechischen Realität, fern ab aller Urlaubsklischees. Und es ist ein sehr ernüchterndes Gemälde!

Für Kostas Charitos, dem zum Kult gewordenen Kommissar, kommt es knüppeldick: seine innig...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2007 von Wolfgang Gonsch

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lieb und nett, aber ohne Spannung
Nachdem ich die vorherigen Geschichten des Kommissars Kostas Charitos vor einiger Zeit gelesen hatte und sie als angenehm in Erinnerung hatte, wagte ich mich an den neuesten Fall "Der Großaktionär". Den Inhalt fasse ich nicht zusammen, schließlich gibt es Klappentexte, die jeder lesen kann.

Die Story scheint arg konstruiert, aber das ist in...
Veröffentlicht am 3. Juni 2009 von firdalion


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein brisanter Krimi mit Tiefgang, 1. Oktober 2007
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Petros Markaris erzählt in seinem vierten Charitos-Kriminalroman nicht nur eine atemberaubende Geschichte, er zeichnet ein pralles Bild der griechischen Realität, fern ab aller Urlaubsklischees. Und es ist ein sehr ernüchterndes Gemälde!

Für Kostas Charitos, dem zum Kult gewordenen Kommissar, kommt es knüppeldick: seine innig geliebte Tochter gerät in die Hände von Kidnappern. Die Urlaubs-Fähre nach Kreta wird entführt. Zunächst weiß keiner, wer dafür verantwortlich ist, Islamisten, Palästinenser oder etwa gar Tschetschenen? Das lange Schweigen der Entführer strapaziert die sowieso schon angespannten Nerven der Betroffenen und der Kommissar hat in Athen den Mord an einem männlichen Fotomodell zu klären. Er pendelt zwischen der Einsatzzentrale der Polizei auf Kreta und Athen hin und her. Seine Frau ist wild entschlossen, die Tochter zu befreien, Kostas darf nicht, er muss sich raus halten.

Nur widerwillig und in ständiger Sorge um das Wohl der Tochter sieht sich Charitos in einem Mordfall ermitteln, hinter dem weit mehr als bloße Eifersucht steckt. Seine Befürchtungen, dass hier eine ganz andere Serie von Morden begonnen hat, bestätigt sich leider nur allzu schnell: ein Verrückter will die Werbung aus den Medien verbannen, und dafür tötet er.

Die Entführer lassen letztendlich alle frei, mit Ausnahme von Katharina. Als Tochter eines hochrangigen Polizisten ist noch ein zusätzliches Druckmittel für die Gangster. Und was alle nicht für möglich halten wird zur Gewissheit: die Kidnapper sind Griechen, politische Fanatiker, die mit ihren christlich-orthodoxen Glaubensbrüdern in Serbien gegen die islamistische Barbarei und für die Freiheit des orthodoxen Glaubens im ehemaligen Jugoslawien kämpfen.

Markige Sätze legt Petros Markaris einer "Organisation Griechischer Freiwilliger für das serbische Bosnien" in den Mund - und rührt damit an ein griechisches Tabuthema. Zwar hatten die griechischen Medien nach dem Fall von Srebrenica von der Dankbarkeit berichtet, die serbische Soldaten für die griechischen Freiwilligen empfinden, die an deren Seite kämpften, doch spätestens als die Massengräber als Ergebnisse dieser Waffenbruderschaft bekannt wurden, zog man es in Griechenland vor zu schweigen. Und genau dieser Umstand macht das Buch so brisant.

Der Autor erschafft sehr authentisch wirkende Personen und gibt der Story einen unglaublichen Tiefgang. Erzählt wird aus der Sicht eines Betroffenen, der mit dem Verbrechen in der Gesellschaft und mit der Politik umgehen und leben muss. Der trotz aller Verbrechen humorvolle und wunderbar satirische Roman ist sehr klug aufgebaut und dermaßen fesselnd, dass die Auflösung des Falles am Ende fast zur Nebensache wird. Die Dialoge MarkarisŽ sind äußerst lebendig und der ganze Plot wirkt genauestens recherchiert, die gnadenlosen Kommentare und spitzen Bemerkungen tun ein übriges. Mit diesem rasanten Gesellschaftskrimi um Kommissar Charitos zeigt Petros Markaris warum der Autor und der Protagonist längst Kultstatus erlangt haben ...
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Krimi mit mediterranem Flair, 31. März 2007
Von 
Regina Karolyi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Kommissar Kostas Charitos ist stolz auf seine Tochter, die ihre Promotion auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft mit Bravour abgeschlossen hat. Bevor sie sich um ihre berufliche Zukunft kümmert, will Katerina erst einmal zur Erholung mit ihrem Lebensgefährten verreisen. Die Überfahrt nach Kreta, eigentlich nur ein Auftakt für den Urlaub, wird zu einem tagelangen, zunehmend traumatisierenden Alptraum, denn Terroristen bemächtigen sich des Schiffs.

Kostas, der sympathische, etwas altmodische Kommissar, muss nicht nur um das Leben seiner Tochter und des Schwiegersohnes in spe bangen. Denn zu Hause an seinem Arbeitsplatz wartet ein kniffliger Fall auf ihn. Jemand hat den homosexuellen Star aus einem sehr erfolgreichen Werbespot regelrecht hingerichtet, und es gibt kein ersichtliches Motiv. Kostas muss rasch handeln und zum Teil auf eigene Faust: Als er eine Verbindung zu den Terroristen für möglich hält, die Katerinas Schiff in ihre Gewalt gebracht haben, tun seine Vorgesetzten dies als Spinnerei ab.

Dieser Krimi läuft zunächst erstaunlich ruhig an. Der Leser, dem die Reihe fremd ist, kann sich so jedoch gut auf den unkonventionellen Athener Kommissar und sein Umfeld einstellen; wer beides kennt, freut sich über Katerinas Fortentwicklung.

Dann läuft der Autor zur Hochform auf: Passagen atemloser Spannung wechseln sich mit kurzen, stimmungsvollen Abschnitten voller Lokalkolorit und kauzigem Humor ab. Alle Charaktere sind authentisch und klar gezeichnet, die Orte wurden passend zur Handlung gewählt. Bei der Auflösung hat sich der Autor Ungewöhnliches und Überraschendes einfallen lassen, doch wirkt am Ende alles stimmig und glaubwürdig. Auch hat Petros Markaris die Hilfe von Kommissar Zufall nicht übermäßig bemüht: Kommissar Kostas Charitos besitzt ausreichend Talent, um seinen Fall durch solide Polizeiarbeit zu lösen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender, historisch und aktuell politisch aufschlußreicher Kriminalroman mit einem einzigartigen Schreibstil, 9. August 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Die Kriminalromane von Petros Markaris um den Athener Kommissar Kostas Charitos bieten allesamt höchsten Lesegenuß. Sie zeigen einen einfachen, aber aufrechten Menschen und seine Familie, der sich mitten in einem korrupten System seine eigene Form von Wahrheit und Gerechtigkeit erhält, obwohl er in der Tiefe seines Herzens ein konservativer Kleinbürger geblieben ist, aber einer von der sympathischen Sorte.

Im neuen Fall ist seine Familie direkt betroffen. Seine Tochter Katerina, von der wir in den anderen Büchern immer mal wieder gelesen haben, vor allen Dingen, daß sie mit einem Mann zusammen ist, den Kostas nicht so richtig akzeptieren kann, im Gegensatz zu seiner Frau, hat mit einer brillanten Prüfung, in der sie unter anderem auch über terroristische Straftaten referierte, ihren Doktortitel als Juristin mit Bravour erhalten. Während Kostas inständig hofft, daß sie, so wie er, in den Polizeidienst geht, legt sie sich noch nicht fest und liebäugelt mit einer wissenschaftlichen Karriere an der Universität. Doch bevor hier eine endgültige Entscheidung gefällt ist, werden sie und ihr Mann Opfer eines terroristischen Anschlags. Die Fähre, mit der sie in den Urlaub fahren wollten, wird entführt und Katerina als Tochter eines Bullen" als spezielle Geisel gehalten.

Kostas Charitos mischt sich zum Leidwesen seines Vorgesetzten in die Ermittlungen ein. Wie immer hilft ihm dabei ein Blick in sein geliebtes Lexikon, den Dimitrakos, wo er zunächst einmal die Definition von "Terror" nachschlägt. Es ist nicht nur diese, aus den früheren Büchern schon bekannte Marotte des Kommissars und die liebevoll-zänkischen Auseinandersetzungen mit seiner nicht minder kleinbürgerlichen Frau, sondern auch die Art und Weise, wie der Autor griechische Geschichte und Gegenwart zusammenführt in einem scharfen und doch witzigen und etwas ironisierenden Stil, die das Buch so lesenswert und amüsant machen. In diesem neuen Roman um Kostas Charitos erfahren seine treuen Fans auch etwas mehr von seiner Vergangenheit, als er noch unter der Militärjunta als junger Polizist anfing. Manches Mal, wenn ihm etwa angesichts schlimmer Verbrechen mehr oder weniger die Hände gebunden sind, sehnt er sich im Stillen nach den Möglichkeiten der Folter zurück, die sie damals hatten, doch gleich ruft er sich als guter Demokrat wieder zur Räson. Seine alte, seltsame Freundschaft zu Thodoris hilft ihm dabei. Thodoris ist ein mittlerweile steinalter Kommunist, den der junge Kostas in den Kerkern der Junta kennenlernte und mit dem er in bisher jedem Fall spricht, weil der mit seinen alten Beziehungen immer etwas beitragen kann zur Auflösung des Falles. So auch dieses Mal.

"Der Großaktionär" ist ein spannender, historisch und aktuell politisch aufschlußreicher Kriminalroman mit dem unverwechselbaren Stil eines griechischen Schriftstellers, der wohl auch in seiner Heimat nur als Unikum bezeichnet werden kann. Hoffentlich schenkt er uns noch einige seiner Kostas Charitos Romane.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bravo, 21. Juli 2009
Von 
A. Löwy (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Poli kala!!!!
Ein reiner Genuss....spannend, atmosphärisch, humorvoll, interessant und ein sprachliches Meisterwerk.....am besten mit einem Glas Retsina geniessen.....auf diesen Schriftsteller kann man süchtig werden!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lieb und nett, aber ohne Spannung, 3. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Nachdem ich die vorherigen Geschichten des Kommissars Kostas Charitos vor einiger Zeit gelesen hatte und sie als angenehm in Erinnerung hatte, wagte ich mich an den neuesten Fall "Der Großaktionär". Den Inhalt fasse ich nicht zusammen, schließlich gibt es Klappentexte, die jeder lesen kann.

Die Story scheint arg konstruiert, aber das ist in Krimis so. Es ist schön, dass man viel über das Familienleben von K. Charitos erfährt und weiß, durch welche Straßen Athens er fährt und wo er überall im Stau steht. Aber irgendwann stellt sich die Frage: Warum will man das lesen? Es langweilt.

Ermittelt wird von dem Kommissar auch nicht - alle Ergebnisse stellen sich zufällig ein. Im Grunde macht Charitos gar nichts, außer mit seinem Mirafiori die Straßen zwischen Heim, Büro und Tatort abzufahren und sich zwischendurch mit der Pressemeute, seinem Chef und seiner Familie herumzuschlagen. So fehlt die Dynamik und jegliche Spannung.

Das alles ist lieb und nett geschrieben, aber 473 Seiten sind mind. 100 zuviel. Bei den anderen Büchern von Makaris ist mir das nicht aufgefallen. Vielleicht bin ich von R.Chandler verwöhnt.
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2.0 von 5 Sternen Eingeknickt, 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Leider waren zwei Ecken des Buches abgeknickt. Das war insofern ärgerlich, da es sich um ein Geschenk handelte. Leider. Zurückschicken ging leider zeitlich nicht mehr.
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3.0 von 5 Sternen Mordangriff auf Werbeblocks, 17. Januar 2013
Von 
Dr. Peter Joham "pjoham" (Klagenfurt, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Der Autor schildert das Leben im heutigen Griechenland. Dazu benutzt er recht gekonnt den zeitweilig etwas ruppigen Kommissar Charitos als Ich-Erzähler in Gegenwartsform. Dieser subjektive Ansatz macht die Romane so besonders lesenswert, vor allem auch, weil der Autor uns einerseits geographisch den Verkehrsstau Athens - eine von ihm weidlich ausgeschlachtete und gelegentlich fast überstrapazierte Attitüde - und andererseits in kurzen Hinweisen die Geschichte Griechenlands des 20. Jahrhunderts von Venizelos über Metaxas, die deutsche Besatzung und die Junta der Obristen näherbringt. Dazu kommt die Fixbesetzung seiner Romane, allen voran Ehefrau Adriani, die sich durch Kochen und Fernsehen zu verwirklichen sucht, und Tochter Katerina, die eben erst promovierte Juristin, der schillernde Kriminaldirektor Gikas mit seiner attraktiven Sekretärin Koula, vor allem aber die besondere Beziehung des Kommissars zum Altkommunisten Sissis und zum Journalisten Sotiropoulos. Das sind die Herzstücke der Erzählungen.
Die Entführung der Fähre nach Chania und die Geiselnahme der Passagiere durch Terroristen bilden den einen Handlungsstrang, während zur selben Zeit offenbar ein Serienmörder zugange ist, der Werbemodels tötet und damit Panik in Politik und Wirtschaft auslöst. Der Mix der beiden Handlungsstränge scheint mir nicht wirklich gelungen, denn die Täter bleiben diesmal blaß und die Familiengeschichte des Kommissars überlagert zu sehr seine Erhebungen. Insgesamt kein schlechter, aber doch ein schwächerer Markaris.
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2.0 von 5 Sternen Dieser Fall hat mich leider nicht besonders gefesselt, 18. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Es handelt sich hier um den 4. Fall des griechischen Kommissars. Die vorherigen Fälle habe ich nicht gelesen, hatte aber nicht das Gefühl, als würden mir irgendwelche wichtigen Zusammenhänge fehlen. Sicher fehlt mir das bisherige Familienleben, aber ich konnte auch so ahnen, wie es bisher verlaufen ist, denn die Figuren wirken recht deutlich charakterisiert. Katerina scheint der Stolz seines Vaters zu sein, auch wenn er mit ihrer Weigerung, nach dem Jura-Studium in den Polizeidienst einzutreten, hadert. Es scheint, als würde sie erstmals eine Entscheidung für sich selbst treffen. Da gab es sicher schon einige Spannungen. Kostas Frau stellt sich als energische und traditionelle Frau und Mutter dar, die ihre Familie am liebsten vereint und harmonisch am Tisch haben will und nach meinem Empfinden wohl sehr anstrengend sein kann. Kostas selbst wirkt etwas sperrig, aber dabei auch recht sympathisch, wie er hartnäckig seinen Weg geht. Und der oft übliche Machtkampf zwischen Ermittler und Vorgesetztem wurde hier auch nicht vergessen.

Der Krimi an sich konnte mich nicht so sehr fesseln, von Anfang an störte mich die Entführung der Fähre, in die natürlich ausgerechnet die Tochter involviert wurde. Natürlich gab das eine besondere Spannung und Kostas Verzweiflung beeinflusste natürlich auch seinen aktuellen Fall. Der verständliche Drang, sich um seine Tochter zu kümmern, kam gut rüber, aber dadurch wurden seine Mordermittlungen teilweise zur Nebensache und so blieb ich auch da nicht immer an der Stange. Andererseits war die Entführung fast vergessen, wenn er sich dann mal länger mit dem Mord beschäftigte. Insgesamt wirkte diese Zusammenstellung, auch mit dem vorhandenen Hintergedanken, es könnte zwischen beidem ja vielleicht eine Verbindung geben, etwas zu konstruiert auf mich. Irgendwie dümpelte der Mordfall durch dieses Hin- und Her etwas vor sich hin und ich verlor zwischendrin öfter mal das Interesse an dem Fall. Zudem bestanden die Ermittlungen sehr häufig aus Fahrerei in Kostas altem Auto. Ständig stand er damit in einem Stau oder schlich durch eine Vielzahl von Straßen, die der Autor auch noch fast jedes Mal namentlich erwähnte. Ich erfuhr immer genau, von welcher Straße er in welche einbog. Das war sehr nervig und unnötig, ständig diese langen griechischen Namen, die einem als Nicht-Einwohner sowieso kein Bild gaben, vorgesetzt zu bekommen.

Sehr gut beschrieben empfand ich die Charaktere, ihre Mentalität und ihre Lebensweise. Das wirkte alles sehr authentisch. Ohne Griechenland oder Griechen zu kennen, hatte ich das Gefühl, hier etwas von Land und Leuten zu spüren. Dabei fasst der Autor das Land nicht mit Samthandschuhen an, sondern schreibt gesellschaftskritisch und packt politische Reizthemen an. Interessant war der Krimi somit auf jeden Fall, aber richtig packen konnte mich die Handlung eben nicht. Aber nachdem ich jetzt in anderen Kritiken gelesen habe, dass dies wohl ein eher schwächerer Teil sein könnte, werde ich mir den ersten Teil der Reihe wohl doch irgendwann noch vornehmen.

2,5 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Literatur, 21. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor kennt die Stadt und die Menschen,die in dieser Stadt leben.
Wir haben hier zwei Verbrechen,die anscheinend nichts miteinander zu tun haben,einmal eine terroristische Geiselname und dann Mord in der Homosexuellen Szene.
Erst als der Kommissar den Zusammenhang erkennt,findet er die Lösung und die ist dann nochmals eine Überraschung.
Wunderbar zu lesen,ohne extremen Horror und Sex,gute Übersetzung-Literatur-
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig!, 26. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos (Broschiert)
Es mag ja an der Übersetzung liegen - aber dass die deutsche Ausgabe dieses Krimis so erfolgreich ist (und auch hier so gefeiert wird) ist mir schlichtweg unverständlich.
Okay, da auch Donna Leon zig Tausende Fans hat, wird es auch hier genügend Leser geben, die sich für das piefige Familienleben des Kommissars interessieren, die diese Hausfrau an seiner Seite nicht in den Wahnsinn treibt - aber auch diese Leute können nicht übersehen, wie entsetzlich langatmig die ganze Geschichte erzählt wird, wie einfach unmöglich, realitätsfern gedrechselt die Dialoge daherkommen. Beispiel gefällig? Die gerade Geiselnehmern entkommene Tochter sieht sich in einem ersten Telefonat durchaus in der Lage, in verschränkten Relativsätzen zu sprechen: "Sie haben mir nichts getan, mich nicht angerührt. Es ist nur der Schock der Geiselnahme, der mir unter die Haut gegangen ist."
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Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos
Der Großaktionär: Ein Fall für Kostas Charitos von Petros Markaris (Broschiert - 15. Dezember 2008)
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