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am 15. Mai 2008
"Wenn du ganz unten bist, bist du auf dem Weg nach oben." Dieses nur auf den ersten Blick ermutigende Lebensmotto prägt die junge Jane Terry über eine lange Zeit. Auf einem Kinoplakat hat sie es gelesen und tröstet sich damit eins ums andere Mal. Ihre große Spezialität und Lebenskunst ist es, sich unsichtbar zu machen, eine Fähigkeit, die sie von ihrer Großmutter und ihrer Mutter gelernt hat und die dem Buch seinen Titel gegeben hat.

Diese Fähigkeit hilft ihr über eine lange Zeit, ihr Leben zu bewältigen, gegen das sie eigentlich dauernd protestieren und aufstehen müsste. Ihre Eltern, beide HNO-Spezialisten, leben in ihrer eigenen, wissenschaftlichen Welt, wobei die Mutter brav in ihrer Rolle bleibend, dem Vater immer wieder den Vortritt lässt. Jane war als Kind für sie immer nur dann von Interesse, wenn sie Hals-, Nasen- oder Ohrenprobleme hatte: "Ist es da ein Wunder", fragt sich Jane an einer Stelle des Buches, "daß das erste Gefühl, an das ich mich erinnern kann, das Gefühl war, unsichtbar zu sein ? Gleich gefolgt von dem Gefühl, unwichtig zu sein."

Jane hat Peter geheiratet, einen in seinem Beruf sehr erfolgreichen, ansonsten aber ziemlich blassen Mann, der sich in Jane verliebt hat, weil ihr Gesicht ihn an Picassos extrem abstraktes Bild "Ma Jolie" erinnert. Obwohl das wenig schmeichelhaft ist, fühlt Jane sich geehrt und heiratet Peter, ohne allerdings einen einzigen Tag glücklich zu sein. Glück und wirkliche Akzeptanz findet sie bei Fred, einer von Ivana Jeissing wunderbar gezeichneten Figur, ein Mann, der sich im Alter den Jugendtraum eines eigenen Kinos mit Tausenden von alten Filmen erfüllt hat. In den vielen Gesprächen mit ihm tankt Jane auf und langsam, ganz langsam reift in ihr der Entschluß Peter zu verlassen und ein eigenständiges Leben zu führen. Und endlich schreibt sie Peter folgenden kurzen Satz:
"Langgehegter Irrtum, mein Misstrauen gegen die Sprache und der Widerstand, den ich als Bild gegen das Betrachtet- und Verstandenwerden hegte, sind passé. Das Kunstwerk hat den längst fälligen Prozeß der Grenzüberschreitung und Horizonterweiterung vollzogen."

Als sie danach aus Freds Wohnung wieder nach draußen geht, ist das Plakat, das so lange dort hing, verschwunden und durch ein neues ersetzt. Eine junge Frau sitzt auf einem Ast in einem Baum und sieht lächelnd in die Ferne. Darunter steht:
"Wenn du wissen willst, wie ein Apfel schmeckt, musst du den Apfel essen."

"Unsichtbar" ist ein absolut gelungenes Romandebüt mit einer witzigen und originellen Sprache und sehr ungewöhnlichen Akteuren. Eine schöne und unterhaltsame Lektüre für einen Nachmittag am Pool. Dort habe ich es gelesen und genossen.
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am 17. März 2007
Ich bin definitiv nicht Zielgruppe. Oder vielleicht doch? Auf den ersten Blick würde man sich doch als mittelalter Hetero nicht in so ein Großmädchen-Buch verirren. Aber schon beim Hineinlesen bleibt man kleben. Die Formulierungen, der Witz, der Irrwitz, die Melancholie, die alles überstrahlende permanente Sehnsucht - die Sprache von Ivana Jeissing hat einen so wunderbar selbstverständlichen, angenehm unaufgeregten, höchst vitalen und zwischentonreichen Klang - eine schönere, sympathischere, zeitgemäßere Herangehensweise an dieses Ding genannt Liebe habe ich schon lang nicht mehr genießen dürfen.

Hier wird nicht der Weisheit letzter Schluß verhandelt, das will dieses Buch auch sicher gar nicht. Aber einmal einen regnerischen Sonntag lang nicht aus den Federn kriechen und diese Zeilen regelrecht inhalieren - was für eine Wohltat.

Frau Jeissing, bitte mehr!
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am 12. Mai 2007
Schon irre, dass uns Frauen dieses Schattendasein noch immer ein aktuelles Thema ist, aber es ist es. Umso tröstlicher und zugleich erbaulich ist Ivana Jeissings kleine und feine Geschichte darüber wie man aus dem Schatten eines anderen wieder ins eigene Licht gelangt. Mit köstlichen und trotz manchen kleinen Abrutschern ins name-dropping überaus witzigen Sprachspielen. Mit oft sehr naheliegenden, aber trotzdem fast nie flachen Einsichten wird uns Mut gemacht, uns gegen ein altes und doch immer wieder neues Schicksal zur Wehr zu setzen. Es ist fast wie ein langer Abend, ein Gespräch mit einer aelteren guten Freundin, lange nicht gesehen, über die eigene leidige Geschlechter-Geschichte mit gutem Ausgang. Nie langweilig und in der Heiterkeit subtil die Ernsthaftigkeit vermittelnd. Leicht, aber nie seicht. Ein schön geschriebenes Buch.
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am 24. April 2007
Einmal begonnen, hat dieses Buch mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen: das schwere Thema ist leicht verpackt! Sehr lebendig skizzierte Figuren, gute Dramaturgie, spritzige Wortschöpfungen und sprühende Sprache. Ein Buch von einer Frau über ein Frauenthema ohne belehrende Tiefsinnigkeit in dem der Leser zum Filmzuschauer wird.

Ich sehe dem zweiten Buch mit Spannung entgegen.
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am 13. Mai 2008
Auf den ersten Blick leichthändig und luftig kommt diese Geschichte daher, doch auf den zweiten Blick offenbart sich rasch deren Tragik, denn nicht mehr und nicht weniger als eine gescheiterte Liebe ist Ausgangspunkt der Erlebnisse, mit denen sich die Heldin dieses Romans - die eigentlich eher eine Anti-Heldin ist - herumschlagen muss, um wieder zu sich selbst zu finden. Versteckt hinter Banalitäten des Alltags, offenbart die Autorin dem Leser bald Szenerien, die in ihrer Skurrilität ebenso bewegend wie erheiternd sind, sodass sich frau augenblicklich gern mit der Hauptfigur Jane identifiziert und die Welt durch ihre Augen sieht. Mit unverwechselbarer Erzählkraft entfaltet Ivana Jeissing ein flirrend buntes, betörend komisches Panorama von Bilderfolgen, die einen einsaugen und bis zum Schluss nicht mehr loslassen. Schmales Buch mit großem Kopfkino, beste Unterhaltung!
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am 4. Juli 2008
"Wenn du ganz unten bist, bist du auf dem Weg nach oben." Dieses nur auf den ersten Blick ermutigende Lebensmotto prägt die junge Jane Terry über eine lange Zeit. Auf einem Kinoplakat hat sie es gelesen und tröstet sich damit eins ums andere Mal. Ihre große Spezialität und Lebenskunst ist es, sich unsichtbar zu machen, eine Fähigkeit, die sie von ihrer Großmutter und ihrer Mutter gelernt hat und die dem Buch seinen Titel gegeben hat.

Diese Fähigkeit hilft ihr über eine lange Zeit, ihr Leben zu bewältigen, gegen das sie eigentlich dauernd protestieren und aufstehen müsste. Ihre Eltern, beide HNO-Spezialisten, leben in ihrer eigenen, wissenschaftlichen Welt, wobei die Mutter brav in ihrer Rolle bleibend, dem Vater immer wieder den Vortritt lässt. Jane war als Kind für sie immer nur dann von Interesse, wenn sie Hals-, Nasen- oder Ohrenprobleme hatte: "Ist es da ein Wunder", fragt sich Jane an einer Stelle des Buches, "daß das erste Gefühl, an das ich mich erinnern kann, das Gefühl war, unsichtbar zu sein ? Gleich gefolgt von dem Gefühl, unwichtig zu sein."

Jane hat Peter geheiratet, einen in seinem Beruf sehr erfolgreichen, ansonsten aber ziemlich blassen Mann, der sich in Jane verliebt hat, weil ihr Gesicht ihn an Picassos extrem abstraktes Bild "Ma Jolie" erinnert. Obwohl das wenig schmeichelhaft ist, fühlt Jane sich geehrt und heiratet Peter, ohne allerdings einen einzigen Tag glücklich zu sein. Glück und wirkliche Akzeptanz findet sie bei Fred, einer von Ivana Jeissing wunderbar gezeichneten Figur, ein Mann, der sich im Alter den Jugendtraum eines eigenen Kinos mit Tausenden von alten Filmen erfüllt hat. In den vielen Gesprächen mit ihm tankt Jane auf und langsam, ganz langsam reift in ihr der Entschluß Peter zu verlassen und ein eigenständiges Leben zu führen. Und endlich schreibt sie Peter folgenden kurzen Satz:
"Langgehegter Irrtum, mein Misstrauen gegen die Sprache und der Widerstand, den ich als Bild gegen das Betrachtet- und Verstandenwerden hegte, sind passé. Das Kunstwerk hat den längst fälligen Prozeß der Grenzüberschreitung und Horizonterweiterung vollzogen."

Als sie danach aus Freds Wohnung wieder nach draußen geht, ist das Plakat, das so lange dort hing, verschwunden und durch ein neues ersetzt. Eine junge Frau sitzt auf einem Ast in einem Baum und sieht lächelnd in die Ferne. Darunter steht:
"Wenn du wissen willst, wie ein Apfel schmeckt, musst du den Apfel essen."

"Unsichtbar" ist ein absolut gelungenes Romandebüt mit einer witzigen und originellen Sprache und sehr ungewöhnlichen Akteuren. Eine schöne und unterhaltsame Lektüre für einen Nachmittag am Pool. Dort habe ich es gelesen und genossen.
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am 17. März 2013
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde die Autorin auch weiterhin im Auge behalten. Der Stil gefällt mir sehr gut und ich habe es schon weiterempfohlen.
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am 7. September 2012
.. von Ivana Jeissing! Eigentlich eine einfache Geschichte, aber mit dem gewissen Etwas.
Komisch und doch auch traurig und anrührend.
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am 5. November 2011
Ein wunderschöner Roman über eine Frau, die sich allein und verlassen fühlt und dennoch von Verwandten und Freunden nie im Stich gelassen wird.
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am 2. Oktober 2007
Nach längerer Lesepause, aufgrund von - für mich - interessanter Stories, war das wiedermal ein schönes, tolles Leseerlebnis zu einem Thema das im Untergrund vieler Frauen noch zu brodeln scheint. Gelungen!
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