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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Leseerlebnis
Der Gedanke fasziniert: Was wäre wenn? Welchen Verlauf hätte mein Leben genommen, wenn ich an dieser oder jener Stelle eine andere Entscheidung getroffen hätte? Autoren und Regisseure sind bereits vor Rolf Dobelli auf die Idee gekommen derlei Szenarien durchzuspielen und divergierende Handlungsverläufe nebeneinander zu stellen. So weit, so bekannt...
Veröffentlicht am 27. September 2006 von G. Goldwert

versus
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Himmelreich, Gehrer, Faber, Dobelli, Frisch
Die ersten beiden Romane von Rolf Dobelli fand ich ganz interessant, den neuen dagegen fand ich einfach nur langweilig. Positiv ist, dass Dobelli in "Himmelreich" nicht wieder nur aphoristische Sätze aneinander reiht, sondern tatsächlich auch eine Geschichte erzählt. Allerdings ist die Geschichte etwas konfus und unklar. Dobelli hat wahrscheinlich Filme von...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2006 von zueribueb


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Leseerlebnis, 27. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Der Gedanke fasziniert: Was wäre wenn? Welchen Verlauf hätte mein Leben genommen, wenn ich an dieser oder jener Stelle eine andere Entscheidung getroffen hätte? Autoren und Regisseure sind bereits vor Rolf Dobelli auf die Idee gekommen derlei Szenarien durchzuspielen und divergierende Handlungsverläufe nebeneinander zu stellen. So weit, so bekannt. Rolf Dobelli belässt es in seinem neusten Roman Himmelreich jedoch nicht bei einem schlichten Entweder/Oder, sondern zieht alle Register, die die Fiktionalität ihm zur Verfügung stellt und verwebt gekonnt die verschiedenen Handlungsebenen zu einem gelungenen und abgerundeten Gesamt-Plot. Dieser Roman wird den literarisch Geschulten ein Schmunzeln der Genugtuung ins Gesicht zaubern und verspricht, nicht zuletzt aufgrund der brillanten Sprache, allen anderen schlicht ein vergnügliches Leseerlebnis.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartig!, 12. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Dass wir alle mental in zwei oder mehreren Ebenen leben und auch agieren, ist eine kaum wahrgenommene Selbstverständlichkeit. Nun ist es Rolf Dobelli in seinem dritten Roman gelungen, ein Leben auf zwei zeitlichen Parallelen zu 'schieben', mit knappem, griffigem Stil, aber zunehmend verstörender Wirkung: was einfach als möglicher Seitensprung des Protagonisten wirkt, bevor er in Amerika als CEO eine neue Aufgabe angeht, entwickelt sich dramatisch: Flug nach Amerika und Entführung durch die Geliebte: zwei Handlungsstränge, deren Parallelen sich auf sich entfernenden Doppelgeleisen verselbständigen. Gequält und irritiert von der Frage, welche der beiden Wirklichkeiten die 'wirkliche' ist, wird der Leser immer mehr mit der eigenen Mehrgleisigkeit konfrontiert. Das Buch mit den zwei parallelen Lebenserfahrungen (und Schiffbrüchen) wird zur verstörenden Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Flüssig und präzis geschrieben, laufen beide Existenzen in ihren eigenen Abgrund. Ein forsches Buch , das den empörenden Skandal unserer eigenen Doppelbödigkeit erfahren lässt. Faszinierend im Nebeneinander von stylsicherer Sachlichkeit und beängstigender Drohung des Auseinanderbrechens unserer vermeintlich so eindeutigen Identität.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Himmelreich, Gehrer, Faber, Dobelli, Frisch, 8. Oktober 2006
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Die ersten beiden Romane von Rolf Dobelli fand ich ganz interessant, den neuen dagegen fand ich einfach nur langweilig. Positiv ist, dass Dobelli in "Himmelreich" nicht wieder nur aphoristische Sätze aneinander reiht, sondern tatsächlich auch eine Geschichte erzählt. Allerdings ist die Geschichte etwas konfus und unklar. Dobelli hat wahrscheinlich Filme von David Lynch gesehen und sich gedacht, dass er auch etwas mit wechselnden Identitäten machen könnte.

Die Geschichte hat zwei Versionen: 1. Himmelreich hat eine Geliebte und lässt sie für einen Job in New York im Stich. 2. Himmelreich wird von seiner Geliebten entführt. Beide Versionen hängen zusammen, weshalb ich mich am Schluss gefragt habe, was das ganze Konstrukt eigentlich bezwecken soll. Die Story ist eigentlich nur eine Spielerei ohne einen wirklich tieferen Sinn. Jemand irrt kafkaesk in einem Kreis herum, zwischen Realität und Traum, Sein und Schein. Mich erinnerte das an eine Escher-Treppe, die, wenn man oben ist, wieder von unten neu beginnt. Eine solche Treppe ist in der Realität natürlich unmöglich und so hat der Roman auch eine seltsame Pseudorealität.

Ausserdem ist der Banker Himmelreich als Figur auch nur mässig interessant, eigentlich nur eine Kopie vom Werber Gehrer, der Hauptfigur der ersten beiden Romane. Zudem hat die Figur starke Ähnlichkeiten mit Frischs Walter Faber.

Besonderes negativ finde ich, dass Dobelli sprachlich und erzählerisch ein persönlicher Stil weit gehend fehlt. Vielmehr imitiert er nach wie vor den Stil von Max Frisch. Wenn ich Max Frisch lesen will, dann lese ich das Original und nicht Dobelli. Die Anlehnung an "Homo Faber" ist mehr als offensichtlich. Man kann ja ein älteres Buch variieren, aber Dobelli ahmt den "Homo Faber" so penetrant nach, dass es nervt. Manche Ideen und Sätze sind an der Grenze zum Plagiat. Wenn die Entführung unbedingt nach Andorra und das Flugzeug unbedingt über Montauk fliegen muss, so ist der Frisch-Overkill endgültig erreicht.

Dobelli hat eine Firma, die Zusammenfassungen von Büchern erstellt. Bei der Lektüre hatte ich deshalb irgendwie den Eindruck, dass er sich auf verschiedenen Karteikärtchen Notizen aus anderen Büchern gemacht hat, die er nun in den Roman eingebaut hat. Die Prinzen singen: "Alles nur geklaut!". So weit würde ich nicht gehen, aber wirklich viel Neues und Originelles hat Dobelli leider nicht zu bieten.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Konstruiert, Überladen & Überspannt, 28. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Broschiert)
Philip Himmelreich, erfolgreicher Manager einer Züricher Bank Anfang Vierzig, verheiratet lässt sich hinreißen und beginnt gegen seine Prinzipien eine Affäre mit der um einige Jahre jüngeren Buchhändlerin Josephine. Als ihm und seiner Ehe die Beziehung um den Kopf zu wachsen droht, erhält er das ideale Angebot: Die Akquisition und Eingliederung einer New Yorker Bank. Vor seinem Abflug beendet er seine Beziehung zur fabelhaften Josephine, steigt in den Flieger und fährt fort in seinem Leben, wie er das wohl geplant hat. Doch Josephine hat eine Idee, die sie selbst zur Täterin und Philip zum vermeintlichen Opfer macht - sie kidnappt ihn vom Züricher Flughafen.

Parallel werden die beiden Geschichten des einzigartigen Philip Himmelreich erzählt. Einerseits lebt er das unverbesserliche Leben eines Machers, eines Siegers, eines Top Managers in New York (es ist nicht immer alles so goldig, dennoch es glänzt!) - andererseits fährt er mit Josephine westwärts bis an die Atlantikküste, stielt dort ein Segelboot und schifft über den Atlantik - hmmmmmmpf.
Die Verstrickung der Umstände will es, dass sich die beiden Leben des Himmelreich begegnen.

Warum ich dieses Buch nicht empfehle:
Es wirkt konstruiert! Die Idee einen Manager auch ein anderes Leben leben zu lassen und ihm die Frage zu stellen, welches ihm wohl besser gefiele, finde ich ausgesprochen interessant - allein die Umsetzung empfinde ich als "gehudlt" (= über den Zaun gebrochen) und überladen. Ulysses und Max Frisch als ständige Begleiter finde ich äußerst überspannt, das ginge auch weniger dramatisch (und dabei glaubwürdiger). Die Entführung ist für meinen Geschmack eine langwierige Ausschmückung eines unspektakulären "Abenteuers" und hat meine anfängliche Sympathie für den Roman und seine Protagonisten leider kaputt gedichtet. Die Charaktere geben sich keine Mühe, sich zu entwickeln. Nicht einmal die betrogene Ehefrau gewinnt für mich wirklich ein Gesicht. Und das Ende ist meiner Meinung nach unausgegoren.

Da ist leider nichts drin - für mich!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grosse Klasse ! Erfolgreicher Manager meets Theo Gantenbein, 18. Oktober 2006
Von 
C. Stotz (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
"Das klingt doch arg nach Frisch" wehrt sich der Banker Himmelreich, als ihm seine junge Geliebte eine Geschichte erzählt, die ein wenig an Frischs "Homo Faber" denken lässt, mehr aber noch an Frischs ersten großen Prosa-Helden Anatol Stiller, der sein Ich in Geschichten verpackt, um so das Unsagbare der eigenen Persönlichkeit fass- und ausdrückbarbar zu machen.

Dobellis dritter Roman weckt bewusst Assoziationen an den großen Schweizer, dessen Helden (oder Anti-Helden) mit ihrem Ich ringen, ja, er thematisiert sie sogar, wie auch schon in seinen beiden vorherigen Büchern.

Aber Dobelli findet die passende Sprache, die passende Sprache für unsere Zeit - ganz jenseits von literarischen Vor- und Gegenbildern. Nach der Sinnkrise Gehrers in "35" und der stellenweise tragisch-komischen Jobkrise in "Und was machen Sie beruflich…?" nun also die Lebenskrise Himmelreichs.

Der Protagonist Himmelreich steht an einem Scheitelpunkt seines Lebens. Auch wenn es ihm zunächst so scheint, als würden mit der plötzlichen Versetzung auch seine privaten Probleme gelöst, muss er nun selbst die Fäden seines Lebens in die Hand nehmen. So wie er als Private Banker das Geld anderer verwaltet und als Chef das Schicksal seiner Untergebenen gestaltet, hat er sich in seinem bisherigen Leben mehr treiben lassen, als selbst gehandelt um sein Leben jenseits der Karriere zu gestalten. Die Konsequenzen aus der Affäre mit der jüngeren Josephine zwingen ihn jedoch, Standpunkte zu überdenken, selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Dergestalt wird im Blick zurück auch ein gänzlich anderes Leben zunächst denkbar, vorstellbar und schliesslich sogar lebbar.

Aber Handeln ist mit Schuld verbunden und Glück häufig auch mit Verlust und Schmerz. Diese leidvolle Erfahrung muss Himmelreich erst durchleben, ehe er sich und das Leben annimmt - in einem ganz überraschenden und unerwarteten Schluss, hinter dem auch wieder der letzte Absatz des "Gantenbein" stehen könnte, den sein Autor Frisch 50 Jahre zuvor einen ganz ähnlichen Weg gehen liess:

"Alles ist wie nicht geschehen. (...) Leben ist schön."

Ein starkes, überraschendes Buch und eine wunderschöne Leseerfahrung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlassen Sie dieses Buch..., 1. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Broschiert)
..., ich tu mir schwer dabei: es fesselt weiter, obwohl es schon zu Ende ist. Gerade am Ende der Urlaubszeit, zurück im Arbeitsalltag - im Jahresendspurt - überlegt wohl jeder, ob er den richtigen Weg geht.
Dieses Buch ist die richtige Lektüre: der Manager Himmelreich beginnt mit 42 Jahren ein zweites Leben. Einerseits bleibt er der erfolgreiche Bankmanager, der nach New York versetzt wird. Andererseits lässt er sich von seiner großen Liebe entführen und beginnt eine abenteuerliche Reise. Nach drei Jahren treffen einander diese beiden Leben. Ein neuer Mensch wird geboren...
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sorry, ich hab das nicht verstanden, 20. September 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Die Kürze der Buchbesprechungen auf Amazon erlauben keine detaillierten Begründungen, weshalb man von Form und Inhalt eines Romans nicht begeistert ist. Und das ist kein Unglück. Denn auch mit vielen Begründungen werden Meinungen nicht objektiver. Wie sagte der Bremer Neurologe Gerhard Roth so schön: Sprache dient primär zur Rechtfertigung des eigenen Verhaltens- vor sich und den anderen. Sprache verbreitet keine Wahrheiten, sondern Glaubensvorstellungen. Oder Wahrscheinlichkeiten, dass eine Vorstellung zutrifft. Zu dieser Einleitung fühlte ich mich offenbar veranlasst, weil ich Dobellis neuem Roman wenig abgewinnen kann. Im Gegensatz zu seiner wachsenden Fangemeinde.

Klappentext: „Eine virtuose Geschichte, scharfsinnig und poetisch erzählt“. Hendrik Werner in der Welt: „Diese Irritation ist ästhetisches Programm.“ Und auch die Rezensenten auf Amazon sind des Lobes voll. Zum Glück ist Amazon keine Schulstube, in der man einfacher überlebt, wenn man die Meinung des Lehrers teilt. Mir hat „Himmelreich“ weder gefallen, noch etwas Neues gebracht. Der Autor liest viel und liebt Max Frisch. Weshalb er aber den Homo Faber durchschimmern lässt und so unweigerlich Vergleiche heraufbeschwört, ist mir rätselhaft. Denn dieses Konzept muss bei der schriftstellerischen Ausdruckskraft von Rolf Dobelli einfach scheitern. Beweisen kann ich es natürlich nicht, dass ein Charakter wie Himmelreich andere Phantasien haben muss, als die von Dobelli beschriebenen. Sie scheinen mir einfach unwahrscheinlich. In Anlehnung an Rilke behaupte ich, dass jeder die Phantasien hat, die zu seiner Lebensgeschichte passen. Bei Himmelreich ist dies nicht der Fall. Ich habe auch die Sinnebenen in diesem Roman nicht begriffen. Ganz viel Geld macht auch nicht glücklich? Manager mit Abzockergehältern suchen ebenfalls nach dem Sinn des Lebens? Der normale Wahnsinn auf den Teppichetagen lässt sich nur literarisch vermitteln? Die ganz oben sind genau so wie die ganz unten? Reales und Irreales sind untrennbar? Gegensätze ziehen sich an? Die wahren Abenteuer sind im Kopf? Die wolkigen Sinnangebote vernebelten mir den Aufenthaltsort des Wesentlichen. Rolf Dobelli will ja nicht einfach eine Geschichte liefern, die man auf dem Weg zur Arbeit noch reinzieht. Glaube ich zumindest.

Entdecken konnte ich auch die oft zitierte Virtuosität von Dobellis Sprache nicht. Wieso erzählt er mir seitenlang eine langweilige Geschichte, um Himmelreich am Ende sagen zu lassen, solches Gerede langweile ihn? Enthält die Entführungsgeschichte Bilder aus TV-Romanzen und Groschenkrimis, um anzudeuten, Himmelreich habe letztlich keine eigenständigen Phantasien? Wenn ja, war mir der Weg zu dieser Erkenntnis zu beschwerlich. Dobellis Figuren sterben, bevor sie zum Leben erwacht sind. Was fasziniert die junge Buchhändlerin an Himmelreich? Sein Geld, seine Möglichkeiten, sein Wille? Nein, ich brachte die hingeworfenen Puzzleteile einfach nicht zusammen. Mag sein, dass ich mir zu wenig Mühe gab. doch wenn ich mir Mühe geben muss, möchte ich einen entsprechenden Gewinn. Den sah ich ganz offensichtlich nicht.

Mein Fazit: Rolf Dobellis Himmelreich trifft meine Vorstellung eines literarischen Himmelreichs nicht. Und wenn alles nur ironisch gemeint ist, so halte ich mich lieber an die Ironie von Thomas Mann. Auch die Geschichte vom seelischen Scheitern des Homo oeconmicus habe ich schon in Fassungen gelesen, die bleibendere Spuren hinterließen. Kurz: Kein Roman nach meinem Geschmack.
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3.0 von 5 Sternen Packende Geschichte, 28. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Broschiert)
Das Buch hat mich gepackt. Mit stets neuen Wendungen erreicht der Autor, dass der Leser dran bleibt. Die Spannung wird hoch gehalten. Der Leser wird stets wieder ins Ungewisse geführt. Was ist Vorstellung was ist Realität? Welche Realitäten existieren? Welche Realitäten wählen wir?
Am Ende des Romans frage ich mich - was ist mir wichtig. Für welche Realität entscheide ich mich?
Dazwischen hat der Roman ab und zu Längen. Deshalb bekommt er nicht die volle Punktzahl.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die perfekte Sommerlektüre, 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Ein großartiges Werk. Eine Entführung, die nur im Kopf spielt und dann doch in die Wirklichkeit überschwappt. Eine Liebesgeschichte, wie sie nur wenige Schriftsteller hinzuzaubern wissen – witzig, leicht und doch voller Tiefe, aber ohne je platt oder überdreht zu wirken. Der Mittelteil hätte ich mir ein bißchen straffer gewünscht, besonders die Segelpassage. Aber im Ganzen gesehen ist dieser Dobelli eine wahres Fressen voller sprachlicher Finessen. Eine der besten Sommerlektüren der letzten Jahre.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Roman!, 23. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Himmelreich (Gebundene Ausgabe)
Philip Himmelreich, 42, verheiratet, erfolgreicher Banker aus Zürich, verliebt sich in Josephine, eine jüngere Buchhändlerin. Seiner Frau sagt er nichts, die Affäre bleibt ein Geheimnis. Monate später wird er beruflich nach New York versetzt. Seine Frau, eine Rechtsanwältin, bleibt aus Karrieregründen in Zürich zurück. Bevor er abfliegt, macht er Schluss mit Josephine. Während des ganzen Hinflugs tagträumt er, wie er von Josephine entführt wird, wie sie beide, er und Josephine eine Reise quer durch Europa unternehmen. In New York angekommen, geht Himmelreich seinen Weg, wir einer der erfolgreichsten Banker. Nach einem Jahr kommt seine Frau dahinter, dass er in der Schweiz eine Affäre gehabt hat, kündigt telefonisch die Scheidung an, versöhnt sich jedoch mit ihm und zieht zu ihm nach New York. Aber Himmelreich kann Josephine nicht vergessen. Der Tagtraum ihrer grossen Reise holt ihn auf dramatische Weise ein.

Dobelli spielt geschickt mit den Ebenen Realität und Phantasie und verwebt sie zu einem immer dichter werdenden Teppich. Eventuell verschmelzen die beiden Stränge. Himmelreich ist ein Lob auf die Kraft der Phantasie und auf die Schwerelosigkeit der Liebe. Und: Dobelli bleibt seiner glasklaren, differenzierten Sprache seiner früheren Werke treu.

Einer der eindrücklichsten Romane des Jahres. Sprachlich und architektonisch ein Höhepunkt.
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Himmelreich
Himmelreich von Rolf Dobelli (Broschiert - Juni 2008)
EUR 10,90
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