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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
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am 29. Oktober 2007
Nach 13 Bänden Donna Leon hat man die Figuren rund um Comissario Guido Brunetti wirklich lieb gewonnen. Mit viel Mühe zum Detail wurden die Personen facettenreich herausgearbeitet und sie nehmen - das sei uneingeschränkt positiv vorab angemerkt - auch wieder die angestammten Plätze ein. Zwar tritt die Familie Brunetti etwas in den Hintergrund, aber nichts desto trotz hat der Leser abermals viele Wiedersehenserlebnisse.
Die Handlung hingegen ist durchweg als durchwachsen zu bezeichnen. Es scheint als hätte Donna Leon in dem einen Jahr seit Band 13 sehr viele Ideen gehabt, die ihr krimitauglich erschienen und es sicherlich auch sind. Aber bitte doch nicht alles in einem Band. Eigentlich passiert nicht viel, aber dennoch hechtet Comissario Brunetti von Klimawandel über Fremdenfeindlichkeit, von Al Quaida über die Berlusconi-Regierung zur Lösund seines Falls. Dieser wird zwar nur mit Einschränkungen gelöst, ist aber die Lektüre dennoch wert. 100 Seiten weniger und der Verzicht auf ein paar Themen hätten dem Buch aber durchaus gut getan. Im Ergebnis ein durchschnittlicher und damit immer noch lesenswerter Donna Leon Krimi.
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. April 2007
Ein vucumpra, ein illegaler afrikanischer Straßemhändler wird inmitten einer Menschenmenge erschossen. Brunetti vermutet gleich: Hier waren Profis am Werk. Doch kaum richtig angefangen, wird Brunetti von Patta zurückgepfiffen, der diesmal nicht aus Loyalität zu seinen venezianischen Seilschaften handelt, sondern im Auftrag von ganz oben.

Brunetti war einmal ein Kommissar, der in seinen Ermittlungen gegen Korruption, gesellschaftliche Misstände und soziale Ungerechtigkeit antrat. Inzwischen scheint er zum Sprachrohr seiner Autorin gegen jedes Übel in der Welt verkümmert zu sein. Das Verbrechen ist Staffage und dient nur noch als Aufhänger zum Thema. Zwar löst Brunetti das jeweilige Verbrechen für sich, doch die Justiz kommt nicht zum Zug. Wieviele Bände sind eigentlich seit der letzten Verhaftung vergangen?

Dabei fängt dieses Buch vielversprechend an und weckt die Hoffnung, dass Donna Leon wieder zu Qualität der ersten Bände gefunden hat. Weit gefehlt; diesmal ist das Muster "Brunetti wird zurückgepfiffen - er mobilisiert seine privaten Kontakte" überstrapaziert, zumal einige der angefangenen Handlungsfäden (Pater Alvise) nicht wieder aufgegriffen werden. Darüber hinaus werden die Seite mit rhetorischem Geplänkel zwischen Guido und Paola über Erziehung gefüllt.

So gerechtfertigt die politischen Anliegen sind, auf die die Autorin den Fokus richtet, so kontraproduktiv ist es, sie in einem schlechten Krimi zu verpacken. Vielleicht sollte sie sich im Genre des politischen Romans versuchen. Und im Gegenzug Brunetti mit einem spannenden Kriminalfall versorgen.
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am 10. August 2012
Mitten in einer Menschenmenge in Venedig wird ein Händler ermordet - einer
der sogenannten "vucumpra", wie die schwarzen, vorwiegend aus dem Senegal
stammenden illegalen Einwanderer genannt werden. Keine leichte Aufgabe für
Brunetti, handelt es sich doch um eine verschworene Gemeinschaft, wo niemand
einen Paß hat oder mit der Polizei redet, schon das Ermitteln der Identität
des Ermordeten wird zur Herausforderung.

Doch Brunetti findet die Massenunterkunft, in der das Opfer gelebt hatte,
und stößt dort auf einen Sack Rohdimanten und damit auf neue Spuren, die
in Richtung Innenministerium führen, wodurch die Ermittlungen so heikel
werden, daß sein Vorgesetzter Patta ihm deren Fortführung verbietet. Doch
Brunetti, Vianalli und Signora Elettra lassen natürlich nicht locker und
führen die Ermittlungen zu einem eingermaßen zufriedenstellenden Abschluß.

Nach einigen schwach en Teilen endlich mal wieder ein besserer Brunetti -
die Ermittlungen sind einigemaßen spannend, das Thema Rassendiskriminierung
zieht sich auch in Brunettis Familie hinein und vereint damit die Themen
Arbeit und Familie harmonisch. Dazu fängt die Autorin wie üblich die
venezianische Atmosphäre gut ein, was den Roman angenehm abrundet.
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am 24. September 2006
Natürlich ist die Geschichte des afrikanischen Taschenverkäufers, der hier ermordet wird, nicht immer ganz logisch. Und bleibt letztlich ungeklärt und verstärkt die paranoiden Gedanken, die man manchmal so zu Italien hat. Aber es ist ein stimmiges winterliches Venedig, das Donna Leon hier zeigt, und sicher einer ihrer besseren Krimis. Unvorstellbar bleibt mir noch immer, wie es Brunettis Frau schafft, zwei Mal täglich ein dreigängiges Menü zu kochen - und wieso die Familie bei den verzehrten Mengen nicht aus den Nähten platzt.

Vielleicht sollte sie auch ihr Personal ein wenig vergrößern. Die allmächtige Fee Signorina Elettra und der brave Ispettore Vianello sind nun schon ein wenig abgenutzt.
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am 29. Februar 2008
Es gibt Krimireihen, da sind die Figuren, die Handlungen und die Ideen nach einigen Bänden flach und fade geworden. Da wiederholt sich das Immergleiche und man gibt, auch wenn man über Jahre alle Folgen verschlungen hat, irgendwann enttäuscht auf und wendet sich einem der zahlreichen neuen Sterne am Krimihimmel zu. Neben etlichen anderen ist Donna Leons Commissario Brunetti jedoch eine Garantie für höchsten Lesegenuß auf hohem literarischen, kulturellen und politischen Niveau. In seinem nunmehr vierzehnten Fall beleuchtet Donna Leon die Problematik der "excommunitari" oder auch "vucumpra" genannten schwarzen, vorwiegend aus dem Senegal stammenden fliegenden Händler in Italiens Großstädten, vorzugsweise in Venedig.

Als einer von ihnen auf offener Straße erschossen wird, erlebt Brunetti, wie die latente Fremdenfeindlichkeit bis in seine Familie hinein schwappt. Er, der doch mit seiner Frau Paola, Tochter eines uralten venezianischen Adelsgeschlechtes und Literaturprofessorin an der Universität Venedig mit dem Schwerpunkt auf amerikanischer Literatur, vor allem Henry James, all die Jahre und 13 Bände hindurch versucht hat, seine beiden Kinder liberal, demokratisch und laizistisch zu erziehen, muß sich den Kommentar seiner Tochter Chiara zu diesem Mord anhören: "Es war doch bloß ein vucumpra".

Brunetti und Paola sind entsetzt über diese Gedankenlosigkeit , behalten aber die Nerven und setzen klug darauf, daß ihre Kinder intelligent genug sind, eigene Erfahrungen zu machen und der fremdenfeindlichen und rassistischen Propaganda eine eigene Meinung entgegensetzen zu können.

Interessant für die treuen Brunetti-Fans ist an dieser Stelle , wie Paola zum ersten Mal in all den vielen Bänden im Gespräch mit ihrem Mann eigene extremistische politische Neigungen zur Zeit der Roten Brigaden zugibt.

Brunetti findet in der Massenunterkunft der Schwarzen, in der auch das Mordopfer gewohnt hat, einen Sack mit wertvollen Rohdiamanten. Mit der bewährten Hilfe seines Kollegen Vianello und den sagenhaften Computerkenntnissen von Signorina Elettra stößt er zum Leidwesen seines Vorgesetzten Patta und noch höherer Chargen im Innenministerium auf ein politisch höchst heikles und extrem vermintes Gebiet vor.

Wie immer in Venedig bleiben die Schuldigen ohne Strafe; daran hat man sich als Leser der Bücher Donna Leons schon lange gewöhnt.
Aber mit List und Tücke kommt Brunetti zusammen mit seinen Kollegen dennoch zu einem sie alle sehr befriedigenden Abschluß des Falles.
Und auch Tochter Chiara hat etwas dazugelernt ...
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TOP 1000 REZENSENTam 29. April 2016
Meine Frau liebt Kommissario Brunetti und seine Filme sind ja auch ganz nett anzusehen. Also habe ich mal ein Buch von Donna Leon probiert. Das werde ich aber nie wieder tun und ich will Ihnen auch nicht vorenthalten, warum.
Vucumpra? Wollen Sie kaufen? Die afrikanischen Straßenhändler habe ich selbst in Venedig erlebt, also kann Donna Leon offensichtlich gut das Offensichtliche beobachten.
Dass Flüchtlinge aus Afrika vor unmenschlichen Verhältnissen fliehen, ja, das sollte man schon aufzeigen. Aber bitte nicht so, als nettes Unterhaltungsprogramm.
Krimis sollten spannend sein. Dass sind Brunettis Fälle definitiv nicht.
Bleibt die Aussage dieses Buches. Vucumpra! Kaufen Sie! Das scheint mir vor allem das Motto von Donna Leon zu sein. Sie weiß wie man eine Ware gut zusammenmixt, damit sie gekauft wird. Mit ihrem finanziellen Erfolg kann sie jedenfalls zufrieden sein
R Opelt, Krimiautor (Die Macht der Toten)
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am 27. September 2006
Wie immer ist der Anfang bei Donna Leon spannend erzählt. Brunetti wirkt frisch, wie lange nicht mehr und stößt dabei wie üblich an die von Patta und anderen gesetzten Grenzen, ohne sie diesmal wirklich durchbrechen zu können. Der Spannungsbogen wird gut gehalten bis kurz vor Schluß. Dann schien Donna Leon die Lust am Schreiben ausgegangen zu sein. Der Schluß wirkt extrem schludrig und schnell hingeworfen und deshalb auch aufgesetzt. Gäbe es nicht den starken Anfang, hätte sich Donna Leon leicht eine blutige Nase mit ihren blutigen Steinen holen können. Deswegen auch nur 4 Sterne.
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am 15. Oktober 2007
Ich bin mit "Blutige Steine" in die Welt des Comissario Brunetti eingestiegen, kenne nicht die Vorgänger-Romane und kann somit das Buch frei von jeglichen Vergleichs-Zwängen beurteilen.

In Venedig sieht man sie oft kommen und noch schneller verschwinden, die fliegenden Händler aus Schwarzafrika, die ihre gefälschten Markenwaren, an die Touristen bringen wollen. Welcher Sinn steckt dahinter, als einer dieser Händler auf offener Straße von zwei Profikillern hingerichtet wird? Comissario Brunetti ermittelt und muss dabei tief in die Trickkiste greifen, um den Schikanen seines Vorgesetzten zu entgehen, der ihm den Fall entziehen möchte. Offenbar ist die Sache eine ganze Nummer größer, als es zuerst den Anschein hatte...

"Blutige Steine" ist ein Krimi, in dem die kriminalistische Ebene weitaus mehr im Hintergrund bleibt, als bei vergleichbaren Autoren. Die Ermittlungen ziehen sich hin und auf den ersten 150 Seiten passiert kaum etwas, was für den Fall von Bedeutung wäre. Dass das Buch trotzdem zu unterhalten weiß, ist dem Erzähl-Stil Donna Leons anzurechnen, der flüssig und angenehm erscheint. Lediglich die Passagen, in denen die Autorin übermäßig gedrängt italienische Ausdrücke in den Text webt, erscheinen mitunter etwas affektiert und der Subplot um Chiara, die Tochter des Komissars, deren Pubertät ein ums andere mal durchschimmert, leicht hölzern.

Fazit:
-------
Ein ruhiges Buch, mit einer politischen Aktualität garniert und einer sympathischen Hauptfigur. Vielleicht nicht so sehr ein klassischer Krimi, dennoch hätte etwas mehr Handlung und Spannung dem Buch gut getan. Für Leser, die bisher noch nicht mit Comissario Brunetti zu tun hatten, ist "Blutige Steine" allemal Anreiz genug, zumindest einen weiteren Titel aus der Serie anzulesen.
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Ob man will oder nicht, man muss Donna Leon wirklich bewundern. Mit "Blutige Steine" legt sie dem deutschsprachigen Leserpublikum ihren 14. Fall vor (der erste erschien 1993 unter dem Titel "Venezianisches Finale"). Brunetti wirkt immer noch "frisch wie am ersten Tag"; Signorina Elettra ist - wie immer - in Hochform; die Tochter ist voll in der Pubertät: alles wie gehabt? Nein, denn Donna Leon versteht es, mit ihren Kriminalromanen immer am Puls der Zeit zu sein.

In diesem Roman geht es um einen "Vucumpra", um einen aus Schwarzafrika stammenden Straßenhändler, der in Venedig (gefälschte) Handtaschen etc. verkauft. Er wird auf offener Straße von 2 Tätern erschossen.

Nachdem Brunetti zu ermitteln begonnen hat, beginnt sich das Rad immer schneller zu drehen: Warum werden die Ermittlungen offiziell plötzlich gestoppt? Wer löschte die Daten von Signorina Elettras Computer? Wer hat ein Interesse, dass der Tod des Schwarzafrikaners nie aufgekärt wird?

Summa summarum: Donna Leon hat wieder einen sehr spannenden Krimi geschrieben, der mitten im Heute und Jetzt spielt. (Natürlich spielt auch hier die Stadt Venedig wieder eine Hauptrolle).

Dass die Autorin damit gewissen Kreisen der italienischen Politik und Polizei - auch wenn natürlich alles fiktiv(?) ist - keine Freude macht, kann man verstehen...
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am 6. Juli 2006
Vorweg: Ich habe alle Brunettifälle gelesen und deshalb war der Kauf des Buches einfach "Pflicht". Leider hat mich das Buch wenig gefangen! Sicher, man ist sofort wieder Gast in der Familie Brunetti, auch Vianello tritt wieder auf den Plan - alles vertraute Figuren, die das Lesen erleichtern. Trotzdem wird mir Frau Leon mittlerweile immer hochtrabender (ich weiß nicht, wie ich mich besser ausdrücken soll). Die Unterhaltungen werden immer noch politischer, die Familiengespräche wirken sehr angestrengt. Ein Beispiel vielleicht für mein Begriff "hochtrabend": Gut, Brunetti und Paola lesen ja ausschließlich Klassiker, aber nun verschenken sie an ihre Teenietochter die komplette Reihe der Jane Austen....

Zum Fall selbst gibt es nicht viel zu sagen: Kein Täter und die Ermittlungen laufen eher zaghaft, weil es ein Politikum ist. Wer richtige Spannung in Form von "Mörderjagd" sucht, kommt hier schlichtweg gar nicht auf seine Kosten.

Fazit: Für Brunettifans 3 Sterne, ansonsten ist das Buch kein Muß!
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