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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dünnflüssiges Ultramarin
Zum einen kann ich zwar einige kritischere Stimmen durchaus nachvollziehen. Beim Teufel von Mailand scheiden sich die Geschmäcker. Ich finde, es ist vielleicht sogar Suters bestes Buch! Zum anderen wundert mich allerdings, dass nur so wenige wirklich lobend über das Buch schreiben.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat es ja. Es beginnt sehr...
Veröffentlicht am 19. Januar 2007 von Abby Normal

versus
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mythen und Märchen im verregneten Engadin
Es ist halt wie im richtigen Leben. Die Spannung, Dynamik und Strahlkraft, ebenso der Charme der Jugend und des Neuen verfliegt mit den Jahren. Suters erste große Romane, '"Small World'" und '"Die dunkle Seite des Mondes'" waren für mich wahre Meilensteine in der zeitgenössischen, deutschsprachigen Literatur. Ein neuer Autor, ein neues Gesicht im...
Veröffentlicht am 14. Februar 2007 von H. Vogel


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dünnflüssiges Ultramarin, 19. Januar 2007
Von 
Abby Normal - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Zum einen kann ich zwar einige kritischere Stimmen durchaus nachvollziehen. Beim Teufel von Mailand scheiden sich die Geschmäcker. Ich finde, es ist vielleicht sogar Suters bestes Buch! Zum anderen wundert mich allerdings, dass nur so wenige wirklich lobend über das Buch schreiben.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat es ja. Es beginnt sehr langsam. Matin Suter braucht die Hälfte des Romans, bis er zur Sache kommt. Bis dahin darf man noch nicht allzu viel an Spannung und Geschichte erwarten. Aber dafür ist das Buch genial geschrieben. Das Thema Synästhesie lädt einen Schriftsteller wie Suter ja förmlich zu bildhaften Schilderungen ein. Aber selbst für ihn sind die ersten Seiten von seinem neuen Roman genial. Die Sätze direkt und ohne Schnörkel, die Erzählungen bildhaft und prägnant. Natürlich könnte man vieles kurz und knapp einfach beim Wort nennen. Aber Suters Stil, auch einfache Vorkommnisse durch Handlung bildhaft zu beschreiben und dadurch die entsprechenden Gefühle zu vermitteln - statt sie nur zu nennen -, lässt einen das Buch miterleben, als wäre man mitten dabei. Und das gelingt Martin Suter dieses Mal noch besser als in seinen vorherigen Romanen!

Dazu kommen Suters originelle Ideen und Anekdoten. Und einen meisterhaften Umgang mit der Sprache. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen und die Sätze genießen. Wahrscheinlich klingt das dünnflüssige Ultramarin aus der Überschrift etwas merkwürdig, aber im Kontext betrachtet, wo, wann und wie es im Roman auftaucht, ist es nur ein kleines Beispiel für Suters phänomenales Gespür für Sprache.

In einem anderen Beitrag hier wurde schon einmal erwähnt, dass die SMS-Dialoge wahre Gedichte sind. Es stimmt. Trotz permanenter Kleinschreibung, konsequenter Auslassung von Satzzeichen und Beschränkung auf das Wesentliche gelingt Suter darin ein zum Teil humorvoller Informationsaustausch auf mehreren Informationsebenen.

Nach der Hälfte des Romans verrät Suter allerdings erst, um was es beim Teufel von Mailand wirklich geht. Und ab diesem Zeitpunkt steigern sich Tempo und Spannung permanent bis zum Ende. Plötzlich gibt es nicht nur eine Hauptfigur, die versucht, ihre Angst und Probleme in den Griff zu bekommen; plötzlich gibt es Rätsel, Verdächtigungen und Prophezeiungen. Plötzlich gibt es einen Gegner, einen Feind, und von da an gilt es herauszufinden, wer dieser Feind ist. Die Geschichte bekommt immer neue Facetten, und plötzlich erkennt man, was ein langweiliges Hotel am Ende der Welt mit einem anstellen kann.

Die Geschichte ist schon klasse, aber die Figuren sind noch besser. Gezeichnet durch Sonias Augen, verziert mit ihren Vorurteilen und ausgestattet mit liebevollen Macken. Was auf den ersten Blick flach erscheinen mag (Vorurteile) entpuppt sich als schlichte Fassade, hinter der ein komplexer Charakter wohnt. Aber auch Sonia selbst, die Hauptfigur, macht eine interessante Entwicklung durch. Ihre Angst treibt sie an. Nur geht sie am Ende etwas anders mit ihr um als noch zu Beginn des Romans. Soviel kann ich, glaube ich, schon einmal verraten.

Bei Suters früheren Büchern hatte ich manchmal den Eindruck, dass sie gegen Ende nachlassen. Nicht so hier. Hier wird die Spannung selbst dann noch gesteigert, wenn man glaubt, das Buch wäre schon zu Ende. Packend bis zur letzten Seite, und abgeschlossen wird der Roman durch zwei Sätze, die so schön sind, dass ich den nächsten Roman kaum erwarten kann. Déjà Vu, Rückblick, Vollendung und Ausblick Sie beinhalten all das. Kann man einen Roman schöner schließen?
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Bilder im Kopf" oder "Wenn es tagt beim 12. Schlag...", 9. Juli 2007
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Ein spannendes und feinfühliges Lesevergnügen: im schweizerischen Unterengadin im (fiktiven?) Val Grisch versucht die Physiotherapeutin Sonia Frey nach gescheiterter Beziehung und totalem Drogen-Absturz einen Neuanfang in einem Wellness-Hotel. Doch die Wirklichkeit entgleitet ihr - Sonia sieht, hört und schmeckt Dinge, die so nicht sein können, ihr Aufwachen morgens wird begleitet von Sinnestäuschungen und abends geht sie mit Halluzinationen zu Bett. Schon als Schulkind ordnete Sonia Zahlenreihen Farben zu und kann sich diese so erstaunlich gut merken. Seitdem die Lehrerin sie allerdings darüber aufklärte, dass es das nicht gibt, behält Sonia diese Dinge lieber für sich und ist auch sonst sehr einsam in diesem düsteren Val Grisch, in dem scheinbar immer schlechtes Wetter vorherrscht ... Sie wird die schrecklichen Bilder von Blut und Gewalt nicht los, die sich zwischen ihr und ihrem Mann abgespielt haben und kann diese auch nicht einfach ausblenden, weil sie ein photographisches Gedächtnis hat. Dann passieren auch noch verschiedene mysteriöse Dinge in dem Hotel, die nach der Sage des "Teufels von Mailand" alle in einem bestimmten Zusammenhang stehen und großes Unheil einleiten ...

Martin Suter schreibt in einem schnörkellosem Stil, an dem kein Wort zu viel ist. Er schmückt wenig aus und doch sind sowohl Orte, sowie Personen und Empfindungen sehr gut nachvollziehbar und feinfühlig beschrieben. Die erste Hälfte des Romans eher in einem ruhigen Erzählstil, der aber doch eine latente Spannung beinhaltet. Es herrscht eine geheimnisvolle Atmosphäre vor, die zum unbedingten Weiterlesen drängt. In der Mitte des Romans wird es so spannend, dass man nicht mehr aufhören kann und durchlesen muss, bis man weiß, was hinter dem Ganzen steckt.
Der Roman liest sich leicht, schnell und flüssig, und ist in ein bis zwei Tagen ausgelesen. Die "Bilder", die Herr Suter produziert, sind so anschaulich, dass ich sie mir fast plastisch vorstellen konnte und wirken nach wie ein guter Film, vielleicht, weil sie nicht so überladen sind mit Worten. Das Ende zugegeben auch aus meiner Sicht etwas zu konstruiert oder zu schön um wahr zu sein? Aber doch nicht so viel, dass ich einen Punkt Abzug geben würde, weil ich finde, das Buch ist nicht nur für Krimi- oder Thriller-Fans ein

gelungener Lese-Genuss!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mythen und Märchen im verregneten Engadin, 14. Februar 2007
Von 
H. Vogel (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Es ist halt wie im richtigen Leben. Die Spannung, Dynamik und Strahlkraft, ebenso der Charme der Jugend und des Neuen verfliegt mit den Jahren. Suters erste große Romane, '"Small World'" und '"Die dunkle Seite des Mondes'" waren für mich wahre Meilensteine in der zeitgenössischen, deutschsprachigen Literatur. Ein neuer Autor, ein neues Gesicht im Literaturbetrieb. Ein Schweizer zumal. Kein verkopfter, hyperintellektueller und dem realen Leben weitgehend entrückter Autor, der für eine kleine, erlesene Feuilletongemeinde schreibt, sondern ein wahrer Autorenheld. Selbstbewusst, mit handfesten, spannenden und fesselnden Geschichten. Einer wunderbar klaren und präzisen Sprache. Einem ausgereiften Gespür für Stimmungen, Empfindungen und kostbare Details. Ein Autor, der ganz genau weiß, warum und wie er etwas schreibt.

Aber dann passiert etwas, dem nur ganz wenige, wirklich große Schriftsteller nicht erliegen. Ist es Routine, ist es die Lust am Geldverdienen, der Druck seitens der Verlage, der Leserschaft oder dem gnadenlosen Literaturbetrieb, den Martin Suter in "Lila, Lila" so trefflich portraitiert? Der "'Perfekte Freund'" ließ bereits erste Ermüdungserscheinungen erkennen, der darauf folgende Roman '"Lila, Lila"' war dann fast nur noch heiße Luft und nun steht sein letzter Roman, '"Der Teufel von Mailand"', auf dem Prüfstand. Zu Beginn der Lektüre fühlte ich mich endlich wieder in die alte, von mir so geschätzte Suter-Welt zurückversetzt. Erinnerungen an '"Die dunkle Seite des Mondes"' wurden geweckt und ich freute mich riesig darüber, endlich wieder einen richtig guten Roman von Martin Suter lesen zu können. Die Geschichte entwickelt sich gut, hält den Leser bei der Stange, führt ihn in interessante Psychologien und unbekannte Gefühlswelten ein. Lesenswert und spannend, schlichtweg gelungen und sehr versöhnlich nach den beiden letzten Büchern. Doch bald greift dann wieder diese scheinbar unvermeidliche Schreibroutine. Die Geschichte verflacht, wirkt immer konstruierter und klischeehafter. Nicht wirklich schlecht oder ärgerlich, aber leider ein wenig enttäuschend. Zum Ende der Geschichte beschleicht einen sogar das Gefühl, dass der Autor noch einmal kräftig auf die Tube gedrückt hat, um die Geschichte möglichst furios und dabei auch gleich möglichst unrealistisch und überkandidelt enden zu lassen. Keine nachvollziehbare Entwicklung, keine geschickte Auflösung der zuvor sorgfältig und mit viel Kreativität aufgebauten Personen und Erzählstränge.

Dennoch, "Der Teufel von Mailand" lohnt das Lesen allein wegen des ersten Drittels in dem man den alten Martin Suter ganz und gar wieder erkennt. Der einen mitnimmt und an die Zeiten erinnert, als man seine ersten Romane las. Irgendetwas zwischen Lesevergnügen und wohliger Nostalgie. Mein Fazit also: lesenswert, mit Abstrichen ab der Hälfte des Buches und einem dicken Minus für das Ende.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vergleichsweise schwach, 1. September 2010
Von 
Ulrich Hartmann (Mulfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Broschiert)
Von den Büchern Martin Suters, die ich kenne, halte ich dieses für das schwächste. Gegen Ende hat es mich regelrecht enttäuscht. Am Anfang versteht er es noch, einem den Mund wäßrig zu machen: da ist die synästhetische Wahrnehmung der Hauptperson, da ist die geheimnisvolle Frau, die ein Hotel aufbaut, obwohl es sich so nicht rechnen kann - aber irgendwie vergißt Suter, mit diesen Ideen weiterzumachen, oder er verliert die Lust daran. So meint der Leser, ein Schätzkästchen mit faszinierendem Inhalt vor sich zu haben, aber beim Öffnen stellt es sich als popelige Beziehungskiste heraus.
Weil Suter ein guter Autor ist, ist auch dieses Buch nicht wirklich schlecht. Aber empfehlen würde ich andere Werke von ihm.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nach Small World ging's bergab, 26. Juni 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Ein Kritiker vom ZDF hält Martin Suter im Moment für einen der besten deutschsprachigen Autoren - eine Frau vom Stern meint, Suter sei der schreibende Buster Keaton, dessen Sätze keine Miene verziehen - in der Berliner Morgenpost wird der Suterschen Erzählkunst unwiderstehliche Ironie als Markenzeichen zugestanden - ein Rezensent der Zürcher Sonntagzeitung preist Suter als Meister im Chiffrieren und Dechiffrieren, im Verhüllen und Auflösen an- und im Radio Bremen verglich ihn ein Kritiker gar mit Patricia Highsmith oder dem Simenon der Non-Maigrets. Da sind nur einige der Lobreden, die auf der Website des Verlags und auf den Klappentexten zu finden sind. Allerdings wird uns vornehm verschwiegen, auf welche Bücher Suters sich diese Einschätzungen beziehen. Sprechen wir von den unter dem Titel "Business Class" erschienenen Geschichten oder vom Erstlingsroman "Small World", so kann ich diese Hurrahrufe verstehen. Nach der Lektüre von Small World dachte ich ebenfalls, mein ehemaliger Berufskollege sei der neue Stern am deutschsprachigen Literatenhimmel. Doch die folgenden Romane lassen mich zur Vermutung kommen, dass mit Small World der Zenit bereits erreicht war.

'Der Teufel von Mailand' ist für mich eine durchschnittliche und durchsichtige Story, deren Figuren blass und steril bleiben. Ist die werberisch verdichtete Sprache Suters in seinen Business Class-Geschichten gerade das, was Inhalt und Form zusammenhält, schafft sie in diesem Roman eine Distanz, die mich stört. Klar lässt sich diese nüchterne Sprache damit begründen, sie widerspiegle die Coolness der heutigen Gesellschaft. Doch Coolness allein ist noch kein Stilelement, das Spannung schafft und den Figuren Leben einhaucht. Sicher ist es einer positiveren Beurteilung von Suters neuem Roman nicht gerade förderlich, dass ich kurz zuvor "Afterdark" von Haruki Murakami las. Aber sollte Martin Suter wirklich zu den besten deutschsprachigen Autoren zählen, dann gute Nacht.

Erfolg verführt nicht selten zur Selbstüberschätzung. Und wenn Martin Suter sich im neuen Roman an die grosse Thematik der Wette mit dem Teufel wagt, muss er damit rechnen, dass sein Versuch mit bereits vorliegenden Umsetzungen verglichen wird. Und da frage ich mich schon, was sich der gefeierte Autor gedacht hat. Meinte er tatsächlich, er könne so zentral menschliche Auseinandersetzungen einfach als Kulisse für einen durchschnittlichen Krimi mit Ehedramacharakter verwenden? Geht er davon aus, dass seine Leser psychologische Differenzierungen der Figuren selber zusammenbasteln? Hindert ihn eigene Zynismus daran, Gegenwelten zum Bösen zu erschaffen? Der böse reiche Bankier Frédéric Forster ist ebenso Kulisse wie die von mürrischen Dörflern bewohnte Bergwelt, in der Martin Suter das Ganze ablaufen lässt. Und so bin ich nicht erstaunt, dass schon wenige Tage nach der Lektüre wenig mehr in meinem Gedächtnis haften blieb, als dass ich den neuen Suter gelesen habe.

Mein Fazit: Suters erster Roman "Small World" war ein Wurf. Sein neustes Opus ist bestenfalls gehobene Unterhaltungsliteratur, die keine starken Figuren zum Leben erweckt und daher kaum Erinnerungsspuren hinterlässt. Und auch in der Kategorie Kriminalromane kann der Autor nicht genügend Punkte sammeln, um seinen Status als Erfolgsautor mit erstklassiger Arbeit rechtfertigen zu können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In der Schwebe, 27. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Broschiert)
In der Schwebe hängt in diesem Buch so einiges. Die Protagonistin, die vor der Vergangenheit flieht und nicht recht weiß, was sie für die Zukunft will ebenso, wie das weitere Schicksal des Hotels, in dem sie arbeitet. Auch der Ort selbst wirkt seltsam entrückt und konturlos, wie der Ort einer alten Sage. Auch darum geht es hier, wie man nach ungefähr einem Drittel des Buches erfährt. Irgendwie außerdem um Wellness. Das Buch ist eher, wie ein Wellness-Trip: Der Leser treibt, wie in einem Solebad durchs Geschehen; ganz entspannt im hier und jetzt. Wäre nicht da nicht die wunderbare Erzählweise, wäre es langweilig.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Teufel liegt im Detail, 4. Oktober 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Martin Suter, einer meiner absoluten Favorits der zeitgenössischen Literatur verzettlet sich hier ein wenig. Die Geschichte der geschiedenen Sonja die im entlegenen Engadin als Pysiotherapeutin in einem neu renovierten Wellnesshotel ihren Ängsten seit ihrer vom Ex-ehemann brutal eingeleiteten Scheidung entfliehen möchte und in eine Fabel vom Teufel von Mailand (übrigens von Martin Suter frei erfunden- das aber nicht besonders gut)gerät, hat einige Mängel. Es soll wohl ein Psychothriller sein. Aber leider ist der Plot nicht ganz schlüssig, die Spannung will nicht so richtig entstehen und die Auflösung ist überaus unglaubwürdig. Da würde man wohl meinen, dass selbst drei Punkte zuviel sind. Aber Suter punktet wieder einmal mit seiner Sprache, seinem unvergleichlichen Stil. Er ist einfach toll zu lesen. Der Inhalt ist leider etwas daneben geraten. Man kann aber bei Suter getrost auf weitere Werke hoffen, die von höherem Niveau sein werden.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Martin Suter kann das eigentlich besser!, 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Vorneweg: Ich liebe Martin Suters Art zu schreiben! Ich mag seine klare Art Geschichten zu erzählen, die so "normal" beginnen, fulminant erzählt sind und dort enden, wo man es nicht erwartet hätte. "Der Teufel von Mailand" jedoch blieb für mich durchgehend blass und lieblos erzählt. Die Geschichte beginnt interessant und der Verweis auf die alte Sage ist eine tolle Idee. Dann aber folgt eine mehr schlecht als recht gezimmerte Konstruktion mit fadenscheinigen falschen Fährten und einem billigen Ende. Was hätte Martin Suter aus dieser Geschichte machen können, ja müssen! 3 Sterne, weil die Beschreibungen, wie die Hauptfigur "Farben riecht" und "Geräusche sieht" Suters Genialität durchblicken lassen. Meine alternative Empfehlung ist jedoch: "Die dunkle Seite des Mondes"
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teuflisch gut ist anders, 5. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
Martin Suter hat in den letzten Jahren mitunter die besten und intelligentesten deutschsprachigen Thriller oder Krimis geschrieben, wenn man seine Werke als solche klassifizieren will. Den literarischen und sprachlichen Wert von Werken wie "Der perfekte Freund" oder "Die dunkle Seite des Mondes" stelle ich nicht in Frage.

Der Teufel von Mailand ist im Vergleich aber bei weitem nicht so spannend und die Sinnesfähigkeiten der Protagonistin sind nie so eindrücklich beschrieben wie die Drogentrips in "Die dunkle Seite des Mondes". Auch der Plot lässt doch zu wünschen übrig. Für einmal ist Martin Suter nicht nur in der Sprache klar und einfach (was bei ihm durchaus ein Qualitätszeichen ist), sondern leider auch in der Beschreibung und Handlung. Aus dem Stoff hätte er mehr machen können. 3 Sterne gibts weil ein Martin Suter doch immer noch besser ist (vor allem sprachlich) als so manche andere Neuerscheinung und das Buch als leichte Ferienlektüre ok ist.

Der Titel verspricht aber mehr Spannung als das Buch liefern kann. Der Teufel ist höchstens ein Teuflein und die Protagonistin ein wenig kmplexer Charakter.
Deshalb: vielleicht lesenswert für Martin Suter Fans, allerdings wird das Buch kaum bleibende Eindrücke hinterlassen. Ich halte es für Suters schwächstes Buch.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teuflisch unterhaltsam, 27. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von Mailand (Gebundene Ausgabe)
"Der Teufel aus Mailand" ist ein typisches Suter-Werk. Flüssig und leicht geschrieben, klares Handlungsschema, ideal, um in einem Zug gelesen zu werden, neudeutsch eine echter "page turner" also.

Wie schon in seinem Roman "Die dunkle Seite des Mondes" spielt die Droge auch in diesem Buch eine wichtige Rolle. Nach einem LSD-Trip kann Protagonistin Sonia plötzlich Geräusche farbig sehen, Fachbegriff "Synästhetik". Diese verwirrende Geistesleistung rettet ihr am Ende gar das Leben.

Spannend ist das Buch, das in einem Luxus-Hotel in den Engadiner Alpen spielt, allemal. Skurrile Personen, merkwürdige, zunächst unerklärliche Geschehnisse, ein durchgeknallter Ex-Ehemann aus der "Business-Class" und eine verschlossene, feindliche rätoromanische einheimische Bevölkerung, das sind die Ingredienzien des neuen Suter-Cocktails. Den Spannungsbogen liefert eine alte Sage über den "Teufel von Mailand", mit der sich Suter dramaturgisch ein wenig an die Erzähl- und Spannungstechnik seiner altvorderen Krimikollegin Agatha Christie ("Zehn kleine Negerlein") angelehnt hat, ja, vielleicht sogar ein wenig an Shakespeares "MacBeth".

Alles in allem spannend, unterhaltsam und unprätentiös, eine ideale Urlaubslektüre also.
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Der Teufel von Mailand
Der Teufel von Mailand von Martin Suter (Broschiert - November 2007)
EUR 10,90
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