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5.0 von 5 Sternen Mein erstes Leseerlebnis
1980 bekam ich das Buch auf einer Jugendfreizeit in Dänemark vorgelesen. Ja, es ist eine einfache Geschichte aber mir gefallen die Personen, die die gut skiziert werden und die Sprachmelodie. In größeren Abständen lese ich es immer wieder. Und am Ende bleibt die Frage: Wo liegt mein Sansibar. Ein Buch mit Tiefgang, leise erzählt.
Vor 19 Monaten von Axel Leischner veröffentlicht

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut langweilig
Mir hat dieser Roman aus folgenden Gruenden nicht gefallen: Obwohl Andersch versucht, die einzelnen Romanfiguren voneinander abzugrenzen (z.B. durch verschiedene Soziolekte usw.), schafft er es im Verlauf der Geschichte nicht, wirklich unterschiedliche Charaktere zu entwickeln. Auf mich haben die einzelnen Romanfiguren alle eine ähnliche Ausstrahlung u. ebenfalls...
Vor 5 Monaten von Dominik Seidel veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein erstes Leseerlebnis, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1980 bekam ich das Buch auf einer Jugendfreizeit in Dänemark vorgelesen. Ja, es ist eine einfache Geschichte aber mir gefallen die Personen, die die gut skiziert werden und die Sprachmelodie. In größeren Abständen lese ich es immer wieder. Und am Ende bleibt die Frage: Wo liegt mein Sansibar. Ein Buch mit Tiefgang, leise erzählt.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht mit Hindernissen, 18. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Schauplatz des Romans "Sansibar oder der letzte Grund", geschrieben von Alfred Andersch, ist ein Ostseestädtchen namens Rerik, in dem sich im Herbst 1937 der kommunistische Parteifunktionär Gregor, die Jüdin Judith, der regimekritische Pfarrer Helander und eine auf einer Verbotsliste stehende Skulptur befinden.Allesamt sind sie von den Nationalsozialisten, die in diesem Buch als "die Anderen" bezeichnet werden, bedroht und auf die Hilfe von Fischer Knudsen und seinem zunächst von Freiheit und Abenteuer träumenden Schiffsjungen angewiesen...(mehr wird nicht verraten)

Der Einstieg in den Roman fällt etwas schwer, da der Leser direkt in das Geschehen hineinkatapultiert wird. Aber das ist gewiss kein Grund, das Buch gleich wieder beiseite zu legen, denn schon nach wenigen Kapiteln, die stets mit dem Namen der im Fokus stehenden Person überschrieben sind, werden alle Fragen geklärt und die Zusammenhänge deutlich.

Während des weiteren Handlungsverlaufs erhält der Leser einen eindrucksvollen Einblick in die Gefühlswelt von vom Nationalsozialismus

bedrohter Personen. Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit und der Gedanke an Selbstmord werden von Alfred Andersch immer wieder geschickt in den einzelnen Handlungsabschnitten platziert.

Auch wird der Leser angeregt, über seine Zukunftsträume, die er in seiner Jugend hatte, nachzudenken. Meist stellt man dann etwas Fundamentales fest. Hat man eine bestimmte Sache nicht, so will man sie unbedingt haben. Doch hat man sie dann endlich, so verliert sie schnell ihren Reiz. So ergeht es in diesem Roman dem Schiffsjungen im Bezug auf Freiheit.

Des Weiteren stellt sich der Leser, aufgrund Knudsens quälender Gedanken, automatisch eine Frage. Würde ich mein Leben riskieren um einem Verfolgten zur Flucht ins Ausland zu verhelfen oder würde ich lieber meinem geregelten Leben nachgehen?

Neben dieser Dramatik, die sich bis zum finalen "Showdown" steigert, ist auch für genügend Romantik gesorgt. Somit sind alle nötigen Komponenten, die einen Roman lesenswert machen, enthalten.

Viel Spaß beim Lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach aufstehen und fortgehen - oft bleibt es ein Traum, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
"Er liest alles, was er will. Weil er alles liest, was er will, sollte er eingesperrt werden. Und deswegen muss er jetzt wohin, wo er lesen kann, soviel er will." Mit diesen einfachen Worten erklärt Judith einem sechzehnjährigen Fischerjungen, warum eine Holzplastik für die Machthaber in einer Diktatur eine Bedrohung darstellt und deshalb heimlich ins Ausland gebracht werden muss.
Wenn Kunst die Macht bedroht, ist sie selbst bedroht - typisch für Diktaturen. Im Dritten Reich wurden bestimmte Bücher öffentlich verbrannt, in der DDR in Bibliotheken eingesperrt, d.h. nicht für jedermann zugänglich, oder sie sind am besten gar nicht erst erschienen, wie z.B. auch dieser Roman von Andersch. Eine Erklärung dafür ist z.B. die faszinierende Wirkung, die von der Figur des "Lesenden Klosterschülers" ausgeht und von Gregor als Einladung zum wachen, kritischen Lesen wahrgenommen wird, verbunden mit der inneren Freiheit eines Menschen, der "jederzeit das Buch zuklappen kann und aufstehen, um etwas ganz anderes zu tun." Eine Haltung, die so "ganz anders war" als jene, mit der Gregor als Jungkommunist Bücher gelesen hatte.
Die Skulptur ist das äußere Bindeglied zwischen jenen fünf Hauptfiguren, die an ihrer Rettung beteiligt sind, auch wenn jeder von ihnen dafür unterschiedliche Gründe hat. Innerlich verbunden sind sie dadurch, dass jede Figur dabei auch eigene Fluchtpläne gedanklich durchspielt. Durch eine simultane Figurenführung verschiebt sich somit fortlaufend die Perspektive, aus der der Leser die sparsame äußere Handlung erlebt. Das Buch lebt davon, zu zeigen, warum sich Menschen unter bestimmten Bedingungen so und nicht anders entscheiden, warum sie fliehen oder bleiben. Und wenn man sich wirklich darauf einlässt, dann ist das Buch spannend.
Es zeigt etwa am Beispiel von Gregor, wie sich Menschen von einer dogmatischen Ideologie, die jede menschliche Willensfreiheit bestreitet, befreien können. Er findet den Mut, sich von früheren Irrtümern zu lösen, und versucht, im existenzialistischen Sinn durch die spontane Tat zu einer neuen Identität zu finden. Wenn er früher ein Parteisoldat war, ist er nun "ein Mann, der begrenzte kleine Aktionen durchführt, im eigenen Auftrag." Insofern geht es in dem Buch nicht vordergründig um das Dritte Reich, sondern um grundsätzliche Lebensfragen, wie eigenverantwortliches Handeln, Gewissensentscheidungen, die Fähigkeit zur Selbstkorrektur und den Mut zum Aussteigen - immer aber begleitet von Skepsis und Zweifel. Am Ende zählt sich Gregor zum "Club derer, die sich verschworen hatten, niemandem mehr zu gehören."

Mit etwas mehr Lebenserfahrung ist es sicher leichter, das Buch schätzen zu können. Ich habe es freiwillig gelesen - und würde es wieder tun.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die erste Schullektüre, die gefällt!, 17. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich vom Hauptmann von Köpenick schon nach einer Woche die Nase voll hatte und mich Maria Stuart hat im Unterricht einschlafen lassen, wurde ich positiv von Sansibar oder der letzte Grund überrascht!

Nachdem meine Familie versicherte, dass mich auch dieses Buch langweilen wird, bin ich mit genug Kaffee intus in die Schule gegangen, um nicht erneut einzuschlafen, doch das war gar nicht nötig! Schon gleich nach dem ersten "Kapitel" vom Jungen, der träumt, eines Tages wie Huckleberry Finn dem Alltag zu entfliehen und Abenteuer zu erleben, war ich aufmerksam geworden. Denn dieses Buch war anders als die bisherigen Schullektüren.

Andersch baut die Geschichte nicht in Kapiteln, sondern in Sichtweisen einzelner Personen auf. Jede Person hat ihre eigenen Motive, nach Rerik (dem Haupthandlungsort) zu gelangen bzw. von ihm zu verschwinden und so kommt es, dass alle aufeinander treffen.

Zwar ist das Buch an einigen Stellen etwas in die Länge gezogen und etwas reich mit Metaphern etc. bestückt, doch finde ich es eine gelungene Abwechslung zu dem, was man sonst so in der Schule vorgesetzt bekommt.

Nicht zuletzt finde ich das Buch gelungen, da jeder Leser sich mit irgendeinem der Charaktere in gewisser Weise identifizieren kann, so wie ich es z.B. mit dem leicht naiven und träumenden Jungen konnte ;)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch über Menschen in Flucht-Situationen, 26. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist vor allem für jene empfehlenswert, die gern beim Lesen hinter die Fassade von Menschen schauen möchten, warum reagiert und denkt er/sie so? Was sind die Gründe dafür? Die Handlung des Buches spielt in etwas mehr als 24 Stunden in der recht einsamen und trostlosen Stadt Rerik an der Ostsee, wohin gerade aus diesem Grund ein junges jüdisches Mädchen reist, um hoffentlich eine Fluchtmöglichkeit aus Deutschland zu finden. Sie lernt einen jungen Mann von der KPD kennen, der ihr hilft, obwohl er eigentlich in Rerik einen Partei-Auftrag ausführen soll. Da er aber selbst nicht mehr viel mit der Partei zu tun haben will, reizt ihn diese spannende Aufgabe viel mehr. Die eigentliche Ansprechperson von ihm, Fischer Knudsen, soll für den Pfarrer des Ortes eine sehr schöne Holzplastik von Ernst Barlach außer Landes schaffen , um sie vor den Nazis zu retten.... Und so spinnt sich eine Personenkonstelation zusammen, die alle eigentlich nur eins im Sinn haben: Flucht aus Deutschland, aber schaffen das alle? Sehr interessant und immer spannender werdend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Buch, 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Schön wie der Roman Probleme der Zeit darstellt und dem Leser Einblicke gibt; vorallem die verschidenen Angehörigkeiten der Leute und wie sie zusammenkamen war persönlich erweckend.
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5.0 von 5 Sternen Fast philosophisch!, 20. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach gängigen Interpretationen, soll dieses Buch wohl eher einen politischen Hintergrund haben. Ich denke, man kann es auch anders sehen. Sicher werden sich einige Leser darin wiederfinden , die im Laufe ihres Lebens sehr persönliche Entscheidungen für die Zukunft zu treffen haben und feststellen müssen, dass es immer wieder einen Grund gibt, dieses oder jenes nicht zu tun oder einfacher ausgedrückt, wegzulaufen oder nicht.
Sämtlichen handelnden Personen wollen sich durch Flucht aus ihrem bisherigen Leben in ein vermeintlich besseres oder anderes retten und tun es, mit einer Ausnahme, schlußendlich doch nicht, weil es immer einen letzten Grund dafür gibt. Inwieweit der im Buch beschriebene Tod des Pastors als gelungene Flucht angesehen werden kann, vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich habe dieses Buch bereits mehrfach, mit großen zeitlichen Abständen gelesen und kann es eigentlich nur empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Flucht vor politischer Gewalt - Traum oder Wirklichkeit, 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
1957 im "Kalten Krieg" veröffentlicht Andersch seinen nur etwa 160-seitigen Roman, der in kurzen figurenbezogenen Kapiteln von den Schicksalswegen im Jahr 1937 (zur Zeit der sich vermehrenden Greueltaten der Nazis kurz vor dem II. Weltkrieg) eines (namenlosen) Jungen, eines KPD-Funktionärs, einer Jüdin, eines Pfarrers, eines Kutterfischers und der Holzstatue "Der lesende Klosterschüler" von Ernst Barlach in der Hafenstadt Rerik an der Ostsee erzählt; alle begegnen sich dort, um vor "den Anderen" übers Meer aus verschiedenen Gründen zu fliehen. Weil die Gedanken und Taten des Jungen die Erzählung auch beginnen und beenden, werden dessen Ideen zur Flucht zum Buchtitel: Er ist begeistert vom Mississippi, auf dem Mark Twains Romanheld Huck Finn auch vor dem Bösen zu fliehen versuchte - für ihn ist es die Ostsee bis nach Sansibar... Das Buch ist aus meiner Sicht nur wegen seiner interessant verwobenen Montagetechnik als ein bedeutender deutscher Nachkriegsroman, aber wegen der einfachen Sprache und der auch einfachen, fast klischeehaften Charaktere eher als ein sehr guter deutscher Jugendroman zu bezeichnen - zu Themen wie "Was bedeutet Freiheit für Menschen im Geist der Hitler-Nazis und der Neonazis heute?" oder "Warum werden Bücher von Diktatoren nicht nur verboten, sondern sogar verbrannt?": Wahrscheinlich ist es deshalb "Pflichtlektüre" in den Schulen!? Spannend wird das Buch, wenn man regelmäßig bis zum Schluss zu erraten versucht (vielleicht gemeinsam mit mehreren Lesern), auf welche Weise welche Romanfiguren entfliehen könnten oder werden...
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4.0 von 5 Sternen Rezension de la Grande, 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Im Roman 'Sansibar oder der letzte Grund' geschrieben von Alfred Andersch geht es um fünf Personen, die alle auf irgend eine Art und Weise, aus verschiedenen Gründen aus Rerik einer Stadt an der Ostsee und aus ganz Deutschland verschwinden wollen.

Der Junge will zum Beispiel seinen Traum ausleben und er hat drei Gründe dafür aus Rerik zu verschwinden. Der dritte Grund begründet den Namen des Romanes.
Gregor ist Mitglied der KPD und würde von den Faschisten verfolgt werden, wie auch Judith, denn sie ist eine Jüdin. Helander ist Pfarrer in Rerik und begeht eine Straftat gegen die Nazis. Knudsen ist ein Fischer und auch heimliches Mitglied der KPD.
Der Roman ist wegen der vielen Hauptpersonen, aus denen sich der Junge hervorhebt, aus verschiedenen Sichten verfasst, so tritt anfangs ein wenig Verwirrung auf, da jede Person ihren eigenen Weg geht, aber im Laufe der Erzählung treffen diese Personen aufeinander und ihre Handlungen verbinden sich.
Noch dazu kommt, dass Alfred Andersch die Kapitel immer nach ihren Hauptpersonen benannt hat und jedes zweite Kapitel vom Jungen handelt, dabei sind diese Kapitel des Jungens in einem an deren Stil geschrieben.
In der Haupthandlung spielt noch eine Figur, nämlich 'der lesende Klosterschüler' eine große Rolle, denn durch diese werden alle Protagonisten in Gefahr gebracht, weil diese von den Nazis, die im Roman nur 'die Anderen' genannt werden, weggebracht werden soll. Diese Aufgabe übernimmt Gregor, der alle anderen mit hinein zieht. Knudsen muss die Figur nach Schweden fahren, der Junge holt Gregor von Rerik ab und Judith wird von Gregor, welcher der Kopf dieser Operation ist, mitgenommen, da sie fliehen muss.

Nach meiner Meinung ist dieser Roman, der mit 179 Seiten eigentlich kurz ist, inhaltlich gut geschrieben, wenn man detaillierte Beschreibungen der Handlungen und der Umgebungen liebt. Dazu stecken viele Lehren und Dinge, die zum Deuten und zum Überdenken da sind im Roman.
Der Roman gibt durch seine vielen Blickwinkel Einsicht in viele Personen die unter dem Terror der Nazis leiden mussten und so ist er auch etwas für Geschichtsfreunde. Noch wird man teils, von nicht nur einer Hauptperson wie üblich, sondern von vielen Hauptpersonen und so auch mehr Anreize zum Weiterlesen gefesselt.
Alles in Allem ist es ein interessantes Thema und der Roman überzeugt mehr durch seinen Inhalt als durch die gewählte Form.
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5.0 von 5 Sternen Exil als Utopie, 12. Mai 2011
Von 
Jens Neumann (Stadthagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. Roman (Taschenbuch)
Im Herbst 1937 treibt das Schicksal sechs Menschen im Küstenort Rerik zusammen, die alle eine Gemeinsamkeit besitzen: Sie wollen Nazideutschland per Boot illegal verlassen. Dies wiederum streben sie aus völlig unterschiedlichen Gründen an, so dass die teils völlig konträren Meinungen der Charaktere das gefährliche Unternehmen zusätzlich erschweren. Gregor ist KPD-Funktionär und an illegale Aktivitäten im Untergrund gewöhnt, Knudsen - ehemals KPDler - hat eine schwer kranke Frau, um die er sich kümmern muss. Judith ist Jüdin und fürchtet per se um ihr Leben, der Junge sieht die mögliche Flucht hingegen wie eine Utopie, eine Träumerei. Schließlich noch der Pfarrer, der eine wertvolle und von den Nazis verbotene Holzplastik hinausschmuggeln will.

Sehr schön erzählt, einem Theaterstück ähnelnd!
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Sansibar oder der letzte Grund. Roman
Sansibar oder der letzte Grund. Roman von Alfred Andersch (Taschenbuch - 30. September 2006)
EUR 9,90
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