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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen55
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am 11. August 2007
In grauer Vorzeit behauptete ich mal im Bekanntenkreis, Bücher von weiblichen Autoren wären nichts für mich. Daraufhin bekam ich "Kalt ist der Abendhauch" zu lesen und musste meine Meinung gründlich revidieren. Die Schrägheit der Figuren und Handlungen hat mich fasziniert.

Entsprechend enttäuscht bin ich von "Ladylike". Die Idee ist nicht verkehrt, zwei alte Schachteln, die so einiges in Sachen tödlicher Kräuteressenzen auf dem Kerbholz haben, durch die Gegend zu schicken. Aber die Ausführung hier ist schwach: Da wird zwar Schmuck an reiche Russen verhökert und beim Deal die Hälfte zurückgeklaut, aber mit Ausnahme einer kleinen Schmunzelei zum Schluss bleibt diese Aktion im Erzählstrang überflüssig. Da bringt ein älterer Herr seine Frau um die Ecke, aber auch das bleibt eine Anekdote unter vielen. Insgesamt verklebt "Ladylike" schöne Motive zu einem etwas lustlos wirkenden Gesamtbild. Dazu trägt eine gewisse handwerkliche Mangelhaftigkeit bei. Ingrid Noll schafft es nicht, den Figuren mit realistischer wörtlicher Rede Leben einzuhauchen. Die wörtliche Rede wirkt gestelzt und unnatürlich, was besonders beim Vorlesen deutlich wird.

Verglichen mit dem, was Ingrid Noll eigentlich kann, darf es hier nicht mehr als drei Sterne geben.

Das Schlimmste an dem Buch ist übrigens der Klappentext, aber für den kann die Autorin nun wirklich nichts ...
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am 2. Februar 2009
Zwei grundverschiedene ältere Damen - Freundinnen seit Kindesbeinen - malen sich ihre gemeinsame Witwenzukunft in einer WG rosig aus; dumm nur, dass sich das Problem mit den werten Gatten nicht von selbst auf biologischem Wege löst. Glücklicherweise brennt Lores Mann mit einer wesentlich jüngeren durch und wird noch einmal Vater. Bei Anneliese muss schon ein Extrakt aus einer Herbstzeitlosen in einer Suppe nachhelfen, völlig unabsichtlich versteht sich! Nun steht der trauten Zweisamkeit der beiden rüstigen Ladies nichts mehr im Wege. Durch diverse Erlebnisse kommen sie zu etwas Vermögen und lernen den aparten Ewald kennen, um dessen Gunst sie dann eifersüchtig buhlen. Doch der Gute ist verheiratet mit einer kranken Frau, was die detektivische Lust von Lore und Anneliese weckt...

Die beiden 73jährigen gehen auf Deutschlandreise, heuern Studenten als Fahrer und Begleiter an, erleben zusammen so manches Abenteuer und genießen des Lebens Fülle so richtig. Sie lassen sich weder von ihren sich einmischenden Kindern, vom scheiternden früheren Geschäftspartner Lores noch von von der russischen Mafia aus dem Konzept bringen. Selbst erste Erfahrungen mit Drogen bringen die beiden nicht vom eingeschlagenen Wege ab.

Ladylike" ist wie gewohnt witzig, süffisant und mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors gewürzt. Ziemlich normale, etwas schrullige Menschen in ihren ganz alltäglichen Erlebnissen werden auf oft völlig skurrile Weise zu kriminellen oder kriminalistischen Handlungen hingerissen. Genau dies macht den Reiz von Ingrid Nolls absolut unterhaltsamen Geschichten aus.

Maria Becker (als Erzählerin fungiert Lore) liest mit der rauen Stimme einer älteren, eleganten und distinguierten Dame und legt in den gewissen Situationen einen Unterton und eine Süffisanz hinein, dass es ein wirklicher Genuss ist, ihr zuzuhören. So erzählt, werden die Akteurinnen lebhaft.
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am 2. Januar 2007
Was vermutet man in einem Roman, in dem die Hauptpersonen die 70 überschritten haben? Schlafstörungen, Herztabletten und Nordic walking im Stadtpark?
Weit gefehlt! In Ingrid Nolls neustem Roman geht die Post ab und die Devise des sympathischen Trios Anneliese, Lore und Ewald lautet: Sex, drugs and rock 'n' roll.

Die jahrzehntelangen Freundinnen flirten hemmungslos um die Wette und träumen von einem Abenteuer mit dem Jugendfreund Ewald.
Die flotten Rentner unternehmen eine Reise quer durch Deutschland, erfreuen den Leser mit einer überaus witzigen Szene am Nacktbadestrand und tanzen -wieder zu Hause- im Drogenrausch durch die nächtliche Stadt.

So amüsant und teilweise bissig Ingrid Nolls Erzählung auch ist, so fehlt mir als begeisterte Leserin ihrer vorherigen Romane, doch der gewohnte schwarze Humor.
Von Ingrid Noll erwarte ich keine wortgewandten und ausschweifenden Beschreibungen über Blumen und Fliederbüsche, über Altersflecken, Hammerzehen und gelbe Zehennägel, sondern einen Krimi, der mich voll bissiger Ironie in menschliche Abgründe blicken lässt.
Frauen, die über Leichen gehen und bitterbösen Humor ziehe ich spätpubertierenden Mittsiebzigern vor.

Fazit: Ein seichter, unterhaltsamer Roman, den man lesen kann, aber als Ingrid Noll- Fan nicht unbedingt muss.
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am 24. April 2006
Mit großen Erwartungen begann ich das neue Buch von Ingrid Noll: Ladylike. Ich wurde jedoch schon bald enttäuscht. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ihr schlechtestes. Irrungen, Wirrungen, Oberfächlichkeiten wechselten sich ab mit Klischees. Alle Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt. Beim Mord wurde der Leser fast ausgeschlossen. Das, worauf man wartete, erfüllte sich nicht. Frau Noll hat eine rege Fantasie, die habe ich in all ihren Büchern immer bewundert. Aber dieses Buch wurde einfach dahingekritzelt. Selbst der Titel passt nicht. Im Buch beschreibt sie immer wieder Kräuter, gutes Essen, Rezepte usw. Da wäre ein Titel in dieser Richtung passender gewesen.

Ich habe das Buch am Ende zugeklappt und war enttäuscht.

Außerdem fielen in diesem Buch noch extrem viele Schreibfehler auf, also obendrein ein oberflächliches Lektorat. Sehr schade!
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Die ersten Bücher von Ingrid Noll fand ich witzig und überraschend. Nun strickt sie die Masche mit den unerschrocken/grausamen alten Damen ewig weiter und der Noll-Dampfer verliert mit jedem neuen Buch an Fahrt. So geht's wohl einigen Autoren bzw. Autorinnen, die mit einem Buch einen Überraschungserfolg landen und dann glauben, nach dem gleichen Rezept könnte man noch ein paar weitere Bestseller landen. Funktioniert auch - aber eben nicht ewig. Irgendwann wollen selbst die treuen Fans nicht immer das gleiche Tellergericht vorgesetzt bekommen. Wenn einem gerade nix einfällt, soll man halt nichts sagen. Das gilt für jedermann - doch vor allem für Romanschreiber.
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am 6. März 2006
Ich mag Ingrid Nolls Bücher - sie sind so schön perfide, psychologisch raffiniert und angereichert mit boshaftem und staubtrockenem Witz.
In ihren Romanen schreibt sie über scheinbar ganz normale Frauen, die zu Verbrecherinnen aus verlorenem Lebensglück werden.
In dem Buch "Ladylike" räumt sie auf mit dem Klischee, dass alte Menschen nur gutmütige, verkalkte, Geschichten erzählende Omas und Opas sind.
Lore und ihre Freundin Anneliese, beide um die 73, wollen in ihrem Alter noch etwas erleben.
Jetzt, wo die Männer und Kinder glücklich aus dem Haus geschafft sind, gründen sie eine Frauen-WG.Und sie brechen noch einmal auf, zu einer Reise durch Deutschland.
Eine giftige, lesenswerte Geschichte (mit Happy-End?)...
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am 25. Oktober 2006
Anneliese und Lore kennen sich von Kindheit an. Nun, im stolzen Alter von 73 Jahren, frei jeder Verpflichtung, denken sie gar nicht daran, sich in einem Altenaufbewahrungsheim verschließen zu lassen, sondern beziehen eine gemeinsame Wohnung. In einem Leben entwickelt ja jeder so seine kleinen Eigenheiten und so geht es nicht immer harmonisch zu in ihrem Haushalt. Aber im Großen und Ganzen klappt das Zusammenleben hervorragend. Sie respektieren sich gegenseitig, ja bewundern sich sogar was beide unumwunden zugeben. So war Anneliese seit Kindestagen neidisch auf Lores elegante Kleidung und ihr 'Ladylikes' Auftreten; Lore bewunderte schon damals Anneliese Beliebtheit, ihre zupackende Art und war neidisch auf deren weibliche Rundungen ' bei Tanzfesten blieb das elegante Prinzesschen Lore das Mauerblümchen während sich Anneliese vor Verehrer kaum retten konnte. Auch Annelieses tapferes Verhalten beim Tod deren Ehemanns ringt Lore Bewunderung ab.

Ingrid Nolls Roman 'Ladylike' ist kein Krimi, sondern das witzig-ironische Porträt zweier Damen, die sich nicht in die Rolle der grauen Panther aber auch nicht aufs Abstellgleis drängen lassen. Jetzt, im Ruhestand, wollen sie nicht ihre Ruhe, sondern Action. Diese tritt auch schon bald in Form ihres Jugendfreundes Ewald in ihr Leben. Der Kontakt zu ihm brach vor Jahren ab. Nun taucht er plötzlich auf, da sich seine Frau im nahegelegen Krankenhaus einer Behandlung unterziehen muss. Obwohl er diese nicht mehr liebt, will er sie nach dem Krankenhausaufenthalt pflegen. Lore und Anneliese haben beide ein Auge auf Ewald geworfen und werben um ihn. Doch auch hier weiß Ingrid Noll eine unorthodoxe Lösung: man teilt sich einfach den Geliebten.

Maria Beckers Lesung spiegelt den Seelenzustand der beiden Protagonistinnen perfekt wieder. An genau den richtigen Stellen schleicht sich in den distinguierten Vortrag eine winzige Spur Verschmitztheit ein oder wechselt in einen naiv-unschuldigen Klein-Mädchen-Ton. Dadurch verstärkt sie gekonnt die von der Autorin gesetzten Akzente. Verhindern kann sie dadurch jedoch nicht, dass die Geschichte im ganzen etwas zu bieder, zu harmlos klingt. Ab und zu flammt etwas Abgründigkeit auf, beispielsweise wenn Lore über den plötzlichen Tod von Annelieses Mann erzählt oder wenn gegen Ende des Romans Annelieses Kräutergarten als Heilmittel gegen überdrüssige Männer Erwähnung findet. Doch letztendlich bleibt es die Geschichte zweier älterer Damen, die sich nach einem mehr oder weniger erfolgreichen Berufs- und Familienleben jetzt, da sie keine Bande mehr hält, noch eine dicke Scheibe vom Leben abschneiden möchten ' das ideale Hörvergnügen für ein Päuschen zwischen Kochen und Bügeln. Dabei mag so manche Frau Tagträumen: 'Was wäre wenn...'

(C) Wolfgang Haan - [...]
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am 8. Mai 2009
Ich habe das Hörbuch sehr genossen. Zuerst musste ich mich an die "reife" Stimme der Vorleserin gewöhnen, aber sie passt doch sehr gut zur Geschichte.
Der Roman gibt einen sympathischen Einblick in das Lebensgefühl und die Denkweise älterer Menschen. Ich konnte mich kaum lösen vom Zuhören und habe sehr oft geschmunzelt. Die handelnden Personen schließt man schnell ins Herz, und der Erzählstil ist einfach kurzweilig und von trockenem Humor geprägt, eben typisch Noll.
Es handelt sich erfreulicherweise um eine ungekürzte Lesung, deswegen kann ich das Hörbuch und somit auch das Buch wirklich sehr empfehlen!
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am 6. April 2006
Das Buch „Ladylike" von Ingrid Noll amüsierte mich an einigen Stellen recht angenehm, ich wartete allerdings vergeblich auf eine rasante Krimihandlung. Da war eher vom Nacktbaden älterer Herrschaften auf Sylt die Rede, von Engelstrompetenberauschungen und davon verursachten Flügen von der Heidelberger Neckarbrücke in den nächtlichen Fluss. Dass über 70-jährige so was machen - wow. Die Art zu schreiben mag ich sehr, besonders eindringlich im Gedächtnis geblieben sind mir die schonungslosen und doch liebevollen Schilderungen von althäutigen Körpern, von der Unsichtbarkeit alter Frauen, was die eine im Buch biestig ausnützt für Moppsereien im Juweliergeschäft, Altersflecken, nicht hinderlich am Cannabisanbau sowie frierend verschrumpelnde Herrengedecke über leichenblassen, vom Syltsand panierten Steckenunterschenkeln. Oben aus dem Hemd guckt natürlich eine braungebrannte Schwellbrust mit Goldkettchen. Wie gesagt, amüsant, aber der Spannung entbehrend!
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am 24. Juni 2007
"Ladylike" ist eine wirkliche Ermutigung für Frauen jenseits der siebzig! Denn das dann das Leben durchaus noch Spaß machen kann beweisen die beiden alten Freundinnen Lore und Anneliese, beide durch mehr oder weniger große Mitwirkung partnerlos und nun wild entschlossen, im letzten Lebensabschnitt noch einmal des Lebens ganze Fülle zu genießen!

Von diesem Plan lassen sie sich weder von wieder auftauchenden Ex-Liebhabern, scheiternden Geschäftspartnern noch - und schon garnicht - von wohlmeinenden Kindern aufhalten... Notfalls schrecken sie auch vor Gewalt nicht zurück...

Ingrid Noll erzählt flüssig und kenntnisreich vom garnicht langweiligen Seniorinnenleben, sie erweist sich dabei wieder einmal als ausgesprochen gute Beobachterin. Wie so oft in ihren Büchern ist der Übergang von ganz normalen Alltagsschilderungen zu kriminalistischen Handlungen fließend und das macht den Reiz und die Skurrilität ihrer Bücher aus.

"Ladylike" ist dennoch ein Buch, dass bei mir keinen großen Eindruck hinterlassen hat. Letztlich sind Ingrid Nolls stilistische Mittel doch beschränkt und man ahnt allzu schnell, worauf es hinausläuft. Trotzdem eignet sich "Ladylike" für einen gemütlichen Sonntagnachmittag im Liegestuhl -- ein leicht verdaulicher -und sicher genauso schnell vergessener- Lesespaß.

(Diese Rezension bezieht sich auf die im Frühjahr 2006 erschienene gebundene Ausgabe).
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