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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hervorragende Hörspielumsetzung
Diese Hörspielbearbeitung des neuesten Brunetti-Romans von Donna Leon ist wirklich eine Spitzenleistung.
Besonders gekonnt ist die Umsetzung der vielen, im Roman vorhandenen Überlegungen von Brunetti durch Einführung einer Erzählerin. Dabei ist es gerade deren Sprecherin Barbara Auer, die dieses Hörspiel durch ihre höchst angenehme...
Am 7. November 2005 veröffentlicht

versus
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Getrübter Genuß
Leider gehört dieser Brunetti-Roman zu den schwächsten der Reihe. Mag sein, dass ich dieses Buch zu sehr durch die Brille des Brunetti-Fans sehe. Aber für mich war die Story doch recht langweilig. Man ist es gewohnt, dass Brunetti im moralischen Sumpf der italienischen oberen 10.000 ermittelt mit all seinen Verwebungen und Verwirrungen. Hier ist aber ein...
Veröffentlicht am 8. Juni 2006 von imblue


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hervorragende Hörspielumsetzung, 7. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Beweise, daß es böse ist (Audio CD)
Diese Hörspielbearbeitung des neuesten Brunetti-Romans von Donna Leon ist wirklich eine Spitzenleistung.
Besonders gekonnt ist die Umsetzung der vielen, im Roman vorhandenen Überlegungen von Brunetti durch Einführung einer Erzählerin. Dabei ist es gerade deren Sprecherin Barbara Auer, die dieses Hörspiel durch ihre höchst angenehme Stimme und präzise Artikulation trägt. Dem stehen die anderen Sprecher in nichts nach. Noch nie habe ich auch so eine passende und die Handlung so gut illustrierende Klanguntermalung (eine Art Geräusch - Collage) gehört.
Besser kann man einen Roman nicht in ein Hörspiel umsetzen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Getrübter Genuß, 8. Juni 2006
Leider gehört dieser Brunetti-Roman zu den schwächsten der Reihe. Mag sein, dass ich dieses Buch zu sehr durch die Brille des Brunetti-Fans sehe. Aber für mich war die Story doch recht langweilig. Man ist es gewohnt, dass Brunetti im moralischen Sumpf der italienischen oberen 10.000 ermittelt mit all seinen Verwebungen und Verwirrungen. Hier ist aber ein recht banaler Mordfall aufzuklären. Hinzu kommt, dass aufgrund der Charakterlichen Auslegung der Ermordeten keine Sympathie für sie entsteht, die ein größeres Interesse an der Aufklärung beim Leser auslösen würde. Ohnehin: Commissario Brunetti taucht erst auf Seite 50 des Romans auf, und dann auch erstmal 15 Seiten lang nur aus der Sicht einer Zeugin. Das allerdings hat auch Charme, da die sonst relativ einseitige Schilderung von Brunettis Art und Weise einmal von anderer Seite reflektiert wird.

Die sonstigen Zutaten sind natürlich die gewohnten, allerdings kommt seine Familie eindeutig zu kurz, Vice-Questore Patta taucht fast überhaupt nicht auf. Dafür werden die Animositäten zwischen Brunetti und Tenente Scarpa fast schon unerträglich hochgespielt. Die Rollenauslegung Scarpas erlaubt eben nicht, ein gleichwertiger Ersatz für Patta als Gegenpart zu sein. Einzig schön ist, dass Scarpa am Ende gehörig zusammengestaucht wird.

Natürlich wird sich jeder, der die Reihe um Brunetti so mag, wie ich, dieses Buch kaufen und es lesen. Es lässt sich auch wieder recht gut durchnehmen. Allein, es fehlt der Spannungsbogen, und auch das restliche Umfeld bleibt blass. Einige wenige helle Momente, speziell im Zusammenspiel zwischen Brunetti, seinem Ispettore Vianello und Signorina Elettra können die eindeutigen Schwächen dieses Romanes nicht aufwiegen.

So bleibt der übliche Genuß von Brunetti-Fällen hier doch leider etwas getrübt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Über die Habgier und den Hochmut!, 11. Juni 2005
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Commissario Brunetti recherchiert in seinem 13. Fall in Sachen des Mordes an der dreiundachtzigjährigen Maria Grazia Battestini. Wie er ermittelt, hat es sich bei dieser alten Frau um eine höchst unbeliebte Person gehandelt. Die harmonische Kooperation mit Dritten wurde durch ihre Charakterzüge stets verhindert. Besonders verschrien war die Alte aufgrund ihrer Habgier, ihres Geizes und wegen ihrer niederträchtigen Art mit ihrem Personal umzugehen.
Brunetti trifft im Laufe seiner Ermittlungen auf eine Reihe potentieller Tatverdächtiger und lotet in der Folge ganz allmählich das Tatmotiv aus. Parallel hierzu befasst sich Brunettis Gattin Paola zu diesem Zeitpunkt intellektuell mit den sieben Todsünden, weil diese im Religionsunterricht ihrer Tochter gerade behandelt werden. Paola diskutiert mit Brunetti die diesbezüglichen Problemfelder. Sünden, also Laster, wie etwa Neid, Habsucht, Hochmut aber auch Trägheit prädisponieren zu Delikten und Verbrechen, wie Donna Leon in ihrem Buch herausarbeitet. Die Tatsache, dass man besagte Sünden heute als bloße Charakterfehler abtut, könnte möglicherweise die eigentliche Ursache für die erhöhte Kriminalitätsanfälligkeit in der Gesellschaft darstellen. Das Postulat einer ethisch weniger laxen Grundhaltung zieht sich, wie ein roter Faden, durch Leons jüngstes Buch. Brunetti konstatiert, dass ihm die Verhaltensmuster, welche auf den sieben Todsünden beruhen, andauernd begegnen. Beklagt werden von ihm der bürokratische Filz und die allgegenwärtige Korruption, sowie Boshaftigkeiten innerhalb seiner Dienststelle. Diese Zustände beruhen gleichfalls auf der allgemeinen moralischen Desensiblisierung. In Brunettis 13. Fall geht es in erster Linie um die Darstellung menschlicher Abgründe, auch um die Frage wer Täter und wer eigentliche Opfer ist, sowie nicht zuletzt eben um Betrachtungen ethischer Notwendigkeiten in der Gesellschaft. Bei allem liest man, wie immer, vom entspannenden Miteinander in Brunettis Familie, von Paolas Kochkünsten und Brunettis unabänderlicher Faszination gegenüber seiner vielseitig begabten Lebensgefährtin.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Sehnsucht nach dem alten Brunetti, 13. Februar 2007
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall (Taschenbuch)
Während Brunettis Irlandurlaub wird die Witwe Battestini ermordet, eine unbeliebte, geizige und streitlustige alte Frau. Schnell verdächtigt man ihre rumänische Haushälterin, die auf der Flucht mit einer Menge Geld erwischt wird und umkommt. Aber Brunetti erhält nach seiner Rückkehr neue Informationen.

Will man einen Familienroman mit venezianischem Flair und italienischer Gesellschaftskritik, ist man mit der Brunetti-Serie gut bedient und nett unterhalten. Will man diese Zutaten jedoch in einem Krimi verpackt, so müsste man von Donna Leons Büchern Abstand nehmen und sich bedauernd an die ersten Bände der Reihe erinnern, als die Autorin noch beides erstklassig zu verbinden wusste.

Die Handlung ist schnurgerade und eindimensional ohne Höhe- oder Wendepunkte, ohne Verstrickungen oder Nebenstränge. Zum wiederholten Mal hat die Autorin aus dem Material für eine Kurzgeschichte einen Roman gestrickt, und dementsprechend wird jede, auch die unwichtigste Passage in die Länge gezogen mit irrelevanten Informationen oder überflüssigen Sätzen. Zu diesem Zweck macht Brunetti sich sogar Gedanken um Elettra und die Gesetzmäßigkeit ihrer Computer-Ermittlungen, einige Bände zu spät, um ihm diese Sorge abzukaufen.

Wo ist der Brunetti geblieben, der mit der Faust in der Tasche in einen gerechten Kampf zog und immer wieder gegen die Mauer aus Geld, Korruption und Macht rannte? Sieht man von einem einzigen Verhör in diesem Buch ab, so hat Brunetti nicht nur die interessanten, hintergründigen Fälle, sondern auch seinen Biss verloren. Und seine Ehe den Pfeffer, denn auch die Familienszenen haben nicht mehr den Esprit wie früher.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Stück Italien - gar nicht gruselig und doch al dente, 31. Mai 2005
Nur wenige Krimi-Autoren schaffen es, dreizehn Romane zu schreiben. Noch weniger gelingt es, dabei eine etwa gleichbleibende Unterhaltungsqualität zu produzieren. Donna Leon hat mit dem vorliegenden Titel bewiesen, dass sie dazu sehr wohl in der Lage ist.

Wie gelingt ihr diese Leistung? Zum einen schafft sie es immer wieder ein Stück italienischer Lebensart zu vermitteln: Ein paar tramezzini mit prosciutto, mozzarella di bufala, ein Glas Weißwein. Das Ganze garniert mit der italienischen Respektlosigkeit gegenüber Steuerbehörden und der dokumentierten Unfähigkeit von Menschen in öffentlichen Ämtern - fertig ist das (zugegeben stereotype) Bild.

Zum anderen treffen wir die vertraute Brunetti-Familie, Vice-Questore Patta, Tenente Scarpa, Signorina Elettra und Inspettore Vianello wieder. Die bekannten Animositäten und Spezialitäten der handelnden Personen leben auch in dieser Ausgabe weiter fort, ein bisschen Lindenstraße eben (aber eben nur ein bisschen).

Die Handlung des Romans (eine weitere Wiedergabe des Inhalts erspare ich mir) ist - verglichen mit den grassierenden skandinavischen Action-Krimis - eher hausbacken. Donna Leon kommt auch in diesem Roman mit einer einzigen Toten zurecht - und das bei über 320 Seiten! Diese wurde zudem "ganz normal" erschlagen und nicht trendig bestialisch ermordet. Brunetti vergisst auch in diesem Fall, stets seine Dienstwaffe mitzunehmen. Und es erfolgt auch keine Einführung in die allgemeine Pathologie durch eine forensische Anthropolgin.

Trotzdem oder gerade weil sie ohne diese Mittel auskommt, wird Donna Leon gerne gelesen und bekommt deshalb vier Sterne. Da das Buch unbestritten auch einige "Längen" hat, bleibt Donna Leon dieses Mal der fünfte Stern versagt. Dennoch eine entspannte Lektüre für alle Krimifreunde, die es gerne mal gemütlich lieben.
Ideal für den kommenden Sommerurlaub - nicht nur in Venedig!

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mehr, viel mehr als ein Krimi - genial!, 28. Juli 2006
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall (Taschenbuch)
Selten habe ich einen solch guten Krimi gelesen der dieses Attribut eigentlich gar nicht verdient, dieser 13. Fall ist wieder einmal mehr, viel mehr!

Der eigentliche Plot, die Ermordung der alten Dame, rückt völlig in den Hintergrund und ist nur Staffage für einen Roman voller Gesellschaftskritik, persönlicher Animositäten und wunderbarer Charakter-Studien.

Zudem schafft sie es wie immer mit ein paar tramezzini al prosciutto, mozzarella di Bufalo, gedünstetem Gemüse mit Weißwein oder Schwertfisch mit Shrimps und Knoblauch in Tomatensoße ein wunderbares Bild von La Serenissima zu malen - man kann Venedig förmlich riechen!

Donna Leon versteht es ausgezeichnet einen eher schwachen Krimi mit leiser Ironie und wundervoller Atmosphäre zu umgeben; sie lässt uns sehr sensibel und überzeugend in die Befindlichkeiten der Einwohner Venedigs blicken und führt uns wieder einmal die tiefen Abgründe von Korruption, Vetternwirtschaft, Erpressung und Karrieresucht vor Augen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hochmut, 3. November 2005
Von 
Achim Schmidt "achimschmidt1" (Bad Vilbel, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Auch in dem vorliegenden 13. Fall den Brunetti zu lösen hat, ist nichts von einer "Amtsmüdigkeit" des charismatischen, knuddeligen Commissario zu spüren. Mit gewohnter Souveränität löst er mit Hilfe seiner treuen und loyalen "Kollegen" Vianello und der schönen wie geheimnisvollen Elettra den Fall.
Wie auch in den zurückliegenden Fällen atmet man Venedig. Paolas Gerichte (viel zu selten beschrieben) machen Lust auf die italienische Küche. Man zieht förmlich den Duft von Meeresfrüchten und Knoblauch ein. Es fehlt in diesem Buch auch nicht an einer gehörigen Brise Humor.
Maria Grazia Battestini wird von ihrem Hausarzt bei einem Hausbesuch brutal erschlagen aufgefunden. Brunetti weilt zu dieser Zeit im Urlaub in Irland. Tenente Scarpa übernimmt den Fall und hat schnell eine Schuldige gefunden nämlich die Haushälterin der Ermordeten. Der Fall scheint für Scarpa und den Vice Questore Patta gelöst. Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub wird Brunetti schnell in den Fall hineingezogen, da sich eine Zeugin meldet. Brunetti beginnt zu ermitteln! Ihm wird sehr schnell klar, dass es sich bei der Haushälterin nicht um die Mörderin handelt.
Die Umstände und Beweise, die letztendlich zum Mörder führen, erscheinen mir ein wenig zu einfach und geradlinig.
Auch wenn Donna Leon den entscheidenden Hinweis im Gespräch (im Plauderton in geruhsamer Zweisamkeit) zwischen Paola und Guido versteckt, wobei Paola über die sieben Todsünden philosophiert, so kommt diese Passage doch etwas zu schulmeisterlich daher. Es freut mich immer wieder wenn Guido seinem Erzfeind Scarpa zeigen kann wie dumm und ignorant er ist. Dies gilt sicherlich auch für Patta.
Ich würde mir wünschen, dass Donna Leon das Geheimnis um die schöne Elettra in einem ihrer nächsten Bücher lüften würde.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auf gewohnt hohem Niveau - Brunetti ist ein Klassiker !, 25. Mai 2005
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Die 83 - jährige Maria Grazia Battestini wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Tenente Scarpa, der für den in Irland urlaubenden Brunetti den Fall bearbeitet, hat eine schnelle Lösung parat: die rumänische Haushälterin soll die Täterin gewesen sein.

Als Brunetti, aus dem Urlaub zurück, drei Wochen später von einer Zeugin einen Tipp bekommt, rollt er das Geschehen noch einmal auf, legt sich mit Scarpa an und stößt, wie fast immer in Venedig, auf ein System von Korruption und Erpressung.

Sein Kollege Vianello und die unersetzliche Elettra mit ihren rätselhaften Verbindungen unterstützen ihn dabei, wobei sie nicht immer legale Mittel nutzen. Doch der Zweck heiligt die Mittel, und sie lösen den Fall.

Es ist ein Wunder, dass der Commissario immer noch mit so viel Verve bei der Sache ist und sich auch von seinen Feinden auf dem Revier nicht klein kriegen lässt, denn auch in diesem Fall wird der Täter nach der Einschätzung von Brunetti ohne große Strafe ausgehen.

Donna Leon schreibt nun seit vielen Jahren auf gleich bleibend hohem Niveau Krimis, die nicht nur gut und spannend zu lesen sind, sondern ähnlich wie bei Camilleri gute und aufschlussreiche Beschreibungen der italienischen Gesellschaft geben. Daß eine solche Gesellschaft trotz all der Korruption überhaupt noch funktioniert, grenzt an ein Wunder.

Doch die Venezianer haben sich daran gewöhnt, und so werden wir auch 2006, wenn der nächste Brunetti erscheinen wird, von einem Fall lesen, in dem Korruption, Vetternwirtschaft und karrieresüchtige und unfähige Polizisten eine Hauptrolle spielen werden.

Brunetti ist ein treuer Freund geworden, der einmal im Jahr zuverlässig im Buch erscheint, den man dann aber auch wieder schnell vergisst - bis er sich wieder zu Wort meldet.

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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Hat nicht mehr viel mit einem Krimi zu tun, 5. Juli 2005
Von Ein Kunde
Eigentlich erwartet man bei einem Brunetti-Roman einen Krimi, auch wenn die Kriminalfälle mal mehr und mal weniger spannend sind. Diesmal soll es sich zwar auch um einen Krimi handeln, dieser ist aber nicht wirklich spannend und sehr in den Hintergrund getreten. Die mangelnde Spannung liegt vorallem auch daran, dass in Italien die Sekretärinen wohl schon die besseren Spürnasen als die Komissare sind, vorallem weil diese einen Computer besser bedienen können und des hackens in allen Feinheiten vertraut sind. Mit echten Ermittlungen hat das alles irgendwie nichts mehr zu tun.

Daneben oder vielleicht eher vordergründig geht es wieder mal um Gesellschaftskritik und um Essen. Ein bisschen Familie kommt hinzu und diesmal Religion.

Das alles macht das Buch zwar nicht langweilig (daher 3 Sterne) aber auch nicht wirklich spannend.

Im nächsten Roman erwarte ich wieder mehr, Frau Leon.

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hätte böser sein können, 17. Mai 2007
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall (Taschenbuch)
Maria Grazia Battestini ist boshaft, habgierig, zänkisch und 83 Jahre alt. Selbst ihrem Hausarzt ist sie zuwider. Dottore Carlotti hofft auf das Einstellen schlimmer Krankheitssymptome, die zu ihrem baldigen Tod führen, damit er keine Hausbesuche mehr bei ihr machen muss. Er ist es auch, der Signora Battestini in ihrer vollkommen verwüsteten Wohnung ermordet auffindet. Die Ermittlungen übernimmt vertretungsweise Tenente Scarpa für Commissario Brunetti, der sich in Irland in Urlaub befindet.

Der Verdacht fällt zunächst auf die rumänische Haushälterin Florinda. Assunta Gismondi, Grafikdesignerin und Nachbarin der Ermordeten, zeigt ungewöhnliches Interesse an der Rumänin und hilft ihr mit 700 Euro weiter. Für Tenente Scarpa ist der Fall klar und er hält die Grafikdesignerin für die Mörderin. Als Brunetti aus dem Urlaub zurück ist, muss er erst einmal Ordnung und Klarheit in das Durcheinander bringen, das Scarpa hinterlassen hat. Natürlich helfen ihm Vianello und Elettra dabei und auch der Vice-Questore Guiseppa Patta darf nicht fehlen.

Ruhig, unaufgeregt und sehr detailgenau erzählt Donna Leon ihren 13. Brunetti-Fall. Ich habe jetzt erst nach längerer Zeit mal wieder zu einem Brunetti gegriffen, nachdem mir die ersten Bände sehr gut gefallen haben, sich dann aber bei den weiteren Bänden gewisse Ermüdungserscheinungen eingestellt haben. Die sind hier ausgeblieben und mir hat das Buch recht gut gefallen. Diesen Roman finde ich sehr schön ausgearbeitet - exakte Personenbeschreibungen und lange Dialoge bestimmen die Abfolge. Brunetti ist (wie immer) einfühlsam, er versteht die Menschen, liebt seine Frau und Kinder und ist einfach schnuckelig, ein Mann zum Knuddeln. Das obligatorische Gläschen Wein zum Mittagessen, der Espresso zwischendurch und das leckere Abendessen von Paola gehören dazu.

Einen Punkt Abzug gibt es für die auf mich relativ unglaubwürdig wirkenden Leistungen der Signorina Elettra am PC, aus dem sie schier alle Informationen, angefangen von Adressen über Bankkonten bis zu Lebensläufen herausholen kann. Es wird ja immer so dargestellt, dass sie irgendwo irgendwelche Freunde sitzen hat, über die sie an die Infos kommt, und dass das Ganze so halb-illegal ist. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass die italienische Polizei nicht durchaus ihre legalen Methoden hat, um schnell an vertrauliche Informationen zu kommen. Oder Signorina Elettra ist einfach die Super-Hackerin, die das alles im Griff hat - wie auch immer ...

Das Buch ist durchaus lesenswert mit einem gewissen Unterhaltungswert und einem kleinen Touch Gesellschaftskritik. Nur, ein bißchen böser und spannender hätte es schon sein dürfen ...
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Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall
Beweise, daß es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall von Donna Leon (Taschenbuch - Oktober 2006)
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